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@ BrunhildeP

25. April 2005 um 10:55 Letzte Antwort: 26. April 2005 um 13:13

Vielen Dank für Deine Antwort, vielleicht darf ich nochmal was fragen?

Ich war am Freitag beim Doc, der hat mir diagnostiziert was ich schon befürchtet hatte, ich habe eine Hypochondrische Störung. Schon seit Kind an. Hatte viele Hüftoperationen und denke, dass ich da einfach anfällig bin.

Mit ca. 12 hatte ich ein halbes oder dreiviertel Jahr panische Angst ins Bett zu gehen und nicht schlafen zu können und je mehr Angst ich hatte desto schlimmer wurde es. Ich habe teilweise nur ein paar Stunden geschlafen. Das hat sich so hochgeschaukelt, dass ich Morgens schon Angst hatte vor dem zu Bett gehen. Gesagt habe ich das nie jemanden. Irgendwann schickte mich meine Mama zur Homöopathin und dann wars irgendwann weg. Wenn ich daran denke, kommt dieses Angst-Gefühl von damals hoch und die Angst, dass mir, wie früher niemand helfen kann und ich mit dieser dauernden Angst leben muss. Es war damals ein Alptraum für mich.

Ich bin jetzt 25 und denke mir, der Stress ist vorbei, wieso kommt diese Angst erst jetzt ? jetzt wo es mir wieder gut gehen müsste? An was kann das liegen ?

Ich weis, dass man das behandeln kann, aber wen ich daran denke, dass diese Angst bleibt und ich immer im Hinterkopf diese Angst vor der Angst von damals habe, könnte ich irre werden. Ich fühle dann das selbe wie damals, diese Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit das mich niemand ernst nahm und Angst vor allem- dass es nie mehr weg geht.

Dann hatte ich ja Angst vor erbrechen, alles drehte sich um meinen Magen und Darm, Wochenlange Angst wenn jemand in der Familie erbrechen musste. Dann konnte ich mal 3 Nächte nicht schlafen, meine Neurologin hat mir Tropfen gegeben und gesagt, dass wichtigste sei bei mir, mich aus dem teufelskreis der Angst zu holen. Ich kenne mich ja, ich weis, dass ich mich da so reinsteigere bis ich das Gefühl habe durchzudrehen undverückt zu werden.
Aber wieso habe ich solche Episoden immer dann, wenn ich extremen Stress hatte?

Werde auf jeden Fall eine Verhaltenstherapie machen, ich weis, dass ich diese Störung nciht weg bekomme, aber ich will besser mit meiner Angst umgehen können. Das komische ist ja, wenn ich dann aus diesem Teufelskreis heraussen bin, und zurückdenke, verstehe ich nicht, wie ich mir das Leben so schwer machen konnte. Dannach gehts mir auch wieder supergut- bis der nächste Stress kommt, der sich über Monate hinnweg zieht. Dann kommt das nächste. Am meisten habe ich Angst, dass es nicht mehr weg geht und ich in die Klappse komme und je mehr ich daran denke, desto mehr Angst kriege ich. Das Problem ist, ich denke auch den ganzen Tag drann- auch wenn der Arzt sagte, es ist nichts schlimmes man kann es gut Therapieren. Ich bin erst beruhigt, wenn mir das ein Arzt jeden Tag erzählen würde. Als er mir das am Freitag sagte, war alle Angst weg- am Samstag habe ich schon wieder gezweifelt und die Angst kam zurück. ICH HASSE DAS ! Ich hasse dieses Gefühl, weil ich es nicht unter Kontrolle habe. Wie damals, wenn mir jemand sagte ich könne bestimmt gut schlafen- schlief ich auch gut. Und wenn mir meine Mutter Süßstofftabletten gabe, habe ich geschlafen wie ein Baby und die Angst war weg.

Dauernd denke ich darüber nach und kann nicht abschalten! Habe schon etwas verschrieben bekommen, dauert aber 2 Wochen bis es wirkt. Ein Psychopharmaka um aus diesem Teufelskreis raus zu kommen. Merke leider nach 7 Tagen noch gar nichts. Und ich will nicht jedes Jahr eine Medikamentenkur machen, weil ich mit dem Stress und meiner Angst nicht umgehen kann. Ich will nicht immer mit diesen Episoden leben.

Verstehst du ? Danke fürs zuhören, hatt gutgetan mal alles von der Seele zu schreiben.

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26. April 2005 um 13:13

Liebe Sommerblume,
bin ganz erschrocken,als ich das gerade gelesen habe.

Psychopharmaka,das dauert mit dem "Wirken",und da kann ich Dir net-mässig nicht helfen,das sind Dinge, die brauchen viel Z e i t.
Da will gut Ding gut WEile haben.

Nein,Du musst nicht in die Klapse,und selbst wenn es so wäre,das hat heute kein Makel mehr,in USA noch weniger als hier,da gehört der Psychologe so zum Alltag wie die tägl.Zeitung holen .

Im Ernst,vielleicht hat Dein Hausarzt einen guten Tipp für Dich,welchen Therapeuten Du DIch anvertrauen könntest.
Und-falls der nix ist,geh einfach zu ein paar,lass Dir nur mal einen Besprechungstermin geben,Du wirst schnell merken,ob für Dich zu ihm oder ihr die Vertrauensbasis oder/u.Sympathieebene da ist,dass Du effizient mit ihm oder ihr länger an Dir arbeiten könntest.
Das ist nicht leicht,ist aber möglich.

Ich hatte vor Jahren mal eine ambulante Wo.end-Gruppentherpie gemacht,hab auch 2 vorher mir angeschaut,der Psychologe hatte Schwerpunkt Psychotherapie u. Analyse,war auch Neurologe und Psychiater,früher Oberarzt an der Uniklinik.
Was und welche Therapieform für Dich gut ist,kann Dir ein einfühlsamer und erfahrener Therapeut raten.
Und solltest Du kurzzeitig in die Klinik müssen,dann hab keine Angst davor ,dort sind Profis,die Menschen helfen,die Erkrankungen haben,die dermassen den Alltag einschränken,dass es ambulant nicht mehr zu verantworten ist,das zu therapieren,oder nicht viel bringt.

Du brauchst Zeit,und viel Geduld,weit mehr,als die wenigen Zeilen,mit denen wir uns hier ausgetauscht hatten.
Ich wünschen DIr Kraft u.Mut,wenn DU magst,kann Du auch eine priv.Nachricht schicken,wie es so weiterläuft bei Dir.
LG
Bruni

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