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Bruch in der Familie

20. April 2008 um 14:19

In der Familie meines Partners ist so manches "krank".

Ich erkenne nun, nach mehrjähriger Beziehung, dass das Familiensystem einfach total gestört ist. Einige Beispiele: Seine Cousine ist fast 40, hat studiert und lebt noch im Haus ihrer Eltern, obwohl sie verheiratet ist. Die lieben Eltern kochen das Essen für sie und ihren Mann, waschen, etc. Eine andere Cousine ist attestiertermassen depressiv. Sein Bruder ist laut Aussage seiner Lehrer und Jugenderzieher extrem verhaltens- und kommunikationsgestört. Als Itler ist er heute ein richtiger Nerd, der sich nur über seinen Beruf, aber über nichts anderes unterhalten kann. Seine Ehefrau stammt aus einer ganz anderen gesellschaftlichen Schicht als ich, besitzt keine richtige Ausbildung, spricht kein Hochdeutsch und lässt den Haushalt verwahrlosen. Ihr ältestes Kind ist zurückgeblieben, aggressiv und ungezogen; das Jugendamt überwacht schon die "Erziehung" dieser Familie.

Mein Verhältnis zu meinem Partner wird immer gespannter, da ich diesen Familienkontext mitzudenken gezwungen bin - und mich auch degradiert fühle. Auch in meiner Familie gibt es Schwierigkeiten, ber keine so gravierenden Fehlentwicklungen. Ich kann mir nicht vorstellen, diese Szenarien noch 20 Jahre zu ertragen...

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20. April 2008 um 14:44

Wir haben nicht viel miteinander zu tun...
...nur die üblichen "Kontaktpunkte" auf Familienfeiern etc.

Das Problem ist, ich sehe ihn mit anderen Augen an. Macht er etwas falsch, frage ich mnich, ob das sein individueller fehler ist oder ob es in der Familie liegt. Seine Eigenschaften finde ich dort gespiegelt und umgekehrt. Ich habe mich schon oft gefragt, ob ich es mkir nur einbilde, aber der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Birnbaum...

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20. April 2008 um 14:46
In Antwort auf sonnenblume293

Wir haben nicht viel miteinander zu tun...
...nur die üblichen "Kontaktpunkte" auf Familienfeiern etc.

Das Problem ist, ich sehe ihn mit anderen Augen an. Macht er etwas falsch, frage ich mnich, ob das sein individueller fehler ist oder ob es in der Familie liegt. Seine Eigenschaften finde ich dort gespiegelt und umgekehrt. Ich habe mich schon oft gefragt, ob ich es mkir nur einbilde, aber der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Birnbaum...

Oh Entschuldigung...
lauter Flüchtigkeitsfehler. Passiert mir oft, wenn ich emotional beteiligt bin.

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20. April 2008 um 14:53

Nein,
viele Verhaltensweisen sinmd genetisch kodiert. Zwillingsstudien geben immer wieder Aufschluss darüber, dass ähnliches (oder eben gleiches) Erbgut ausschlaggebender ist als Erziehung und Umfeld. Ich sehe einfach schlimme, besorgniserregende Defizite in dieser Familie.

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20. April 2008 um 15:17

Die Problematik ist natürlich die,
dass ich als Ehefrau viel stärker in seine Familie miteinbezogen werde als froher, als Freundin. Das ist verständlich und wohl auch üblich so. Jedoch öffnet mir der häufigere und vor allem auch intensivere Kontakt die Augen über seine Familie und viele Probleme, die ich früher nicht wahrgenommen habe, werden für mich jetzt offenbar. Ich habe also kein "Problem" mit dieser Familie, sondern ich hatte früher wohl ein Informationsdefizit. Allerdings weiss ich nicht, ob ich mich mit dem Hintergrundwissen, das ich HEUTE habe, wieder für diesen Mann entschieden hätte.


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20. April 2008 um 15:21

Ich will wissen,
ob ich überkritisch bin oder ob mein Bauchgefühl richtig ist.

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20. April 2008 um 15:26

Das kann man nicht trennen,
denn Verhaltensweisen sind schichtspezifisch.

Im Grunde gibt es keine so grosse Schichtdifferenz zwischen seiner und meiner Familie, mit kleinen Unterschieden zu meinen Gunsten. Das wäre alles belanglos. Was mir jedoch immer stärker auffällt, ist eine respektlose Verhaltensweise der männlichen Mitglieder seiner Familie und ein devotes Pendant auf der weibliches Seite. So etwas bin ich nicht gewöhnt. Ich will das auch nicht. Und da kommen tatsächlich auch noch so geringe Schichtunterschiede zum Tragen, denn ich sehe, dass das Vermögen meiner Grossmutter/Mutter sie immer vor Machomännern bewahrt hat. Die Frauen seiner Familie sind hilflos untertänig, die Männer unverschämt. Mir kommt das alles vor wie eine Zeitreise zurück.

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20. April 2008 um 15:40

Die Familie
steht schon gedanklich zwischen uns. Diese Phase ist bereits eingetreten.

Ob die Konflikte gar nicht angesagt sind, weiss ich nicht. Auch er ist/ wird respektlos gegenüber mir. Es sind nur kleine Ansätze, aber ich sehe die Fortentwicklung dieser Ansätze dutzendfach in seiner Familie gespiegelt, und das entsetzt mich.

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20. April 2008 um 15:45

Wenn ich Dich richtig verstehe, liebe Ronny,
bist Du noch recht jung und Dein Freund ebenfalls. Wir sind jedoch schon in den Dreissigern, da sind Verhaltensweisen schon so "fossiliert", dass kaum noch Lerneffekte eintreten. Ich kann nicht ernsthaft auf eine Verhaltensänderung bei meinem Partner hoffen. Eher wird es schlimmer, wie es in seiner Familie so üblich ist.

Es ist bei uns auch so, dass alle Frauen einen qualifizierten Beruf ausüben, fast alle haben studiert (auch schon die ältere Generation), alle sind selbstbestimmt in ihrem LEben. In der Familie meines Mannes gibt es nur, entschuldigung, Muttchen. Frauen, deren Lebensinhalt es eben ist, dem "Kind" auch noch mit Vierzig das Abendessen zu kochen. Ich krieg da einen Koller, wenn ich das sehe. Das Schlimmste ist ja, dass diese Damen und Herren nicht das geringste Problembewusstsein besitzen, denn ihres Erachtens ist ja alles in schönster Ordnung so.

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20. April 2008 um 15:51

Eine Ernüchterungsphase
ist nicht zwangsläufig das Ende einer Liebe

Doch, es sind noch Gefühle da. Ich bin nur kritischer, sensibler in Bezug auf Störfaktoren, die immer wieder mal auftreten. Ich frage mich, welchen realen Einfluss sie auf unser gemeinsames Leben haben und wie UNABHÄNGIG er selbst von dem gemeinsamen Lebens- und wertkanon seiner Familie ist.

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20. April 2008 um 15:56

Es ist sehr kompliziert...
zunächst hat er mich natürlich nie geschlagen. Kein Mann hat das je getan. Ich glaube auch nicht, dass er das jemals wagen wird.

Die Probleme sind anderer art, aber nicht wirklich geringer: er ist völlig unsensibel bzgl. Grenzverletzungen durch seine Familie.

Ein Beispiel: sein Neffe - ein völlig ungezogenes und aggressives Kind - wirft bei uns Gläser um, schreit in Hochfrequenz und reisst an den Sofafransen, bis diese ausgehen. Die lieben Eltern, insbesondere sein Brüderlein, schauen tatenlos zu. Ich bin diejenige, die das ungebührliche Verhalten unterbinden muss. Er als Hausherr und Familienmitglied verschliesst jedoch die Augen vor allem.

Oder ein anderes Beispiel: der Ehemann seiner Cousine lässt auf einer Feier eine Bemerkung über mich fallen, die zwar keine Beleidigung im eigenlichen Sinne ist, aber boshaft und herabwürdigend. Mein Ehemann sitzt stumm daneben. Ich kann mich verbal natürlich selbst zur Wehr setzen, aber warum ist er so verdammt passiv bei allen Grenzüberschreitungen seitens seiner Familie? Wenn ich das Thema anspreche, verleugnet er natürlich alles...

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20. April 2008 um 16:02

Kennst Du das Schwan-Phänomen?
Unter Enten ist der schwan hässlich. Und umgekehrt.

In dieser Familie bin ich nicht wirklich anerkannt, da alle meine Leistungen aus einem "anderen Spielfeld" stammen. Diese Frauen begründen ihre ganze Identität auf ihrer Mutterrolle und haben niemals etwas anderes ausgeübt, noch solches vor. Nur die Tatsache, dass ich kochen kann und nicht unweiblich aussehe, "legitimiert" mich in ihren Augen. Und die Männer sind genauso. Ihnen wäre irgendeine unqualifizierte Dame, die nur schnell Kinder bekommt und sich über das "Neue Blatt" und sonstige Hausfrauenjournle unterhält, lieber.

An guten Tagen stehe ich lachend darüber.

An schlechten Tagen weiss ich, dass ich ein Fremdkörper in diesem Clan bin. Ich kenne meinen Wert. Aber ich bin EINSAM dort.

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20. April 2008 um 16:11

Wollen und Können
ist leider nicht dasselbe. Vielleicht klafft beides im höheren Alter noch stärker auseinander

Er WILL diese unheilvolle tradition keinesfalls fortsetzen. Aber er setzt mich ungewollt diesem Kindergarten aus. Verstehst Du, das ist ein gravierender Unterschied. Und auch wenn er beteuert, sein Leben anders planen zu wollen, zeigt er ähnliche Verhaltensmuster, zumindest ist seine AKZEPTANZ von ungebührlichem respektlosen Verhalten zu hoch.

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20. April 2008 um 17:03

Liebe Sonnenblume,
so analytisch wie du die Situation beschreibst, sehe ich auch die Gefahr, dass deine Beziehung in die Brüche geht.

Du machst seine problematische Familie zu eurem Problem. Ob das eure Partnerschaft langfristig aushält, wage ich zu bezweifeln. Er kann ja nicht einfach seine Familie austauschen...

Du schreibst, ihr seht euch sowieso nur auf Familienfeiern- so what? Noch stärker einschränken kann man den Kontakt nicht.

Du schreibst auch, dass du dich einsam fühlst in dieser Familie. Sonnenblume, ich fühle mich auch bei einigen meiner Verwandten "einsam", d.h. meine Leistung wird nicht gewürdigt. Ich weiß, dass das aus Neid passiert. Vielleicht ist es bei ihnen ähnlich? Jede Frau kann zu Hause kochen und Kinder versorgen, einen angesehenen Beruf bekommt nicht jede. Deswegen wäre ich da entspannt und würde darüber hinwegsehen. Es ist ja für andere nicht einfach, ständig damit konfrontiert zu werden, was im Leben hätte anders laufen können...

Wenn du das aber nicht kannst, sondern deinem Freund stattdessen seine Familie vorwirfst und dich extra psychologisch beliest, ist es wohl besser, du trennst dich. Oder soll dein Freund seinem Bruder vorschreiben, aus welcher Schicht er seine Frau zu wählen hat?

Zudem habe ich den Eindruck, dass du Selbstbestätigung brauchst, diese aber dort nicht bekommst. Vielleicht möchtest du mal darüber nachdenken, inwieweit das auch eine Fehlentwicklung sein könnte?

Ach ja: Depressionen kann jeder kriegen, es ist eine Krankheit.

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20. April 2008 um 17:12

Genau das
ist die Frage. Ist es ein individuelles Problem, oder würde sich evtl. ein anderer Mann und dessen Familie nach einiger Zeit auch als so derartig Simpson-haft entpuppen?

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20. April 2008 um 17:21
In Antwort auf rosy_12119877

Liebe Sonnenblume,
so analytisch wie du die Situation beschreibst, sehe ich auch die Gefahr, dass deine Beziehung in die Brüche geht.

Du machst seine problematische Familie zu eurem Problem. Ob das eure Partnerschaft langfristig aushält, wage ich zu bezweifeln. Er kann ja nicht einfach seine Familie austauschen...

Du schreibst, ihr seht euch sowieso nur auf Familienfeiern- so what? Noch stärker einschränken kann man den Kontakt nicht.

Du schreibst auch, dass du dich einsam fühlst in dieser Familie. Sonnenblume, ich fühle mich auch bei einigen meiner Verwandten "einsam", d.h. meine Leistung wird nicht gewürdigt. Ich weiß, dass das aus Neid passiert. Vielleicht ist es bei ihnen ähnlich? Jede Frau kann zu Hause kochen und Kinder versorgen, einen angesehenen Beruf bekommt nicht jede. Deswegen wäre ich da entspannt und würde darüber hinwegsehen. Es ist ja für andere nicht einfach, ständig damit konfrontiert zu werden, was im Leben hätte anders laufen können...

Wenn du das aber nicht kannst, sondern deinem Freund stattdessen seine Familie vorwirfst und dich extra psychologisch beliest, ist es wohl besser, du trennst dich. Oder soll dein Freund seinem Bruder vorschreiben, aus welcher Schicht er seine Frau zu wählen hat?

Zudem habe ich den Eindruck, dass du Selbstbestätigung brauchst, diese aber dort nicht bekommst. Vielleicht möchtest du mal darüber nachdenken, inwieweit das auch eine Fehlentwicklung sein könnte?

Ach ja: Depressionen kann jeder kriegen, es ist eine Krankheit.

Antwort
Dankem, Cherie, für Deine ausführliche Antwort.

Ob jede Frau kochen und Kinder versorgen kann, wage ich zu bezweifeln. Meine Schwägerin wärmt Päckchen auf, gestaltet die Inneneinrichtung im Stil "Dresden nach dem Bombenattentat" und lässt das Jugendamt die Erziehungsprobleme aufgreifen. Das klingt alles lustig - ist es aber nicht. Ich fühle mich massiv herabgewürdigt durch den Vergleich mit dieser Person; einer frau, mit der ich ansonsten rein gar nichts zu tun hätte und mit der es auch keine Vergleichsbasis gibt, ausser dass sie den Bruder meines Mannes "geangelt" hat. Ich finde das erschreckend und beleidigend. Auch in meiner Familie gibt es Spannungen, aber eine solche Unfähigkeit übertrifft alles, und ich finde das auch vom Sozialniveau her nicht statthaft.

Dass ich Selbstbestätigung brauche UND dort keinesfalls bekomme, hast du ganz richtig bemerkt. Vielleicht liegt es mit daran, dass ich lange Zeit selbst beruflich unzufrieden war, weil ich unverdient nicht die richtige Position bekommen habe, und deshalb mit noch höherer Befremdung diese Damen beobachtete, deren Lebenskreis sich immer enger und enger schliesst. Ich bekomme Beklemmungen bei so etwas, eine Art geistige Platzangst .

P.S.: Zur Analyse: Psychologisch "belesen" habe ich mich eigentlich nicht, ich habe Kunstgeschichte studiert und Medienpsychologie als Nebenfach belegt. Da bleibt es nicht aus, dass einiges haftenbleibt, selbst wenn man selten hingeht . Aber das ist ja hier egal.

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20. April 2008 um 19:28

Du kommst
mit der Familie deines Freundes nicht klar, weil du sie alle für primitiv und niveaulos hälst.
Vielleicht halten die dich dafür alle für arrogant und überheblich.
Mit dieser Einstellung ist natürlich niemandem geholfen.
Da gibt es auch kein Rezept zur Veränderung! Entweder du lebst mit dieser Einstellung oder lässt es bleiben.
Trenn dich und such dir was besseres! Wie heißt es doch ..und prüfe ,wer sich ewig bindet ob sich nicht noch was besseres findet.
Wobei du hier wahrscheinlich nur den sozialen Status siehst.Alles andere ist dir vielleicht nicht so wichtig. Dann hast du auch ein Problem mit deinem Ego.
Was sollen denn die Königsfamilien sagen deren angeheiratetes Volk eher die Putzfrau und Hausdiener sein könnten?(Monaco!!,England, Norwegen usw..)
Aus der Sicht des Hochadels wärst du für die auch nur die "Putze". So einfach ist das!!Kommt immer auf die Sichtweite an.

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20. April 2008 um 20:32
In Antwort auf gwawr_12915881

Du kommst
mit der Familie deines Freundes nicht klar, weil du sie alle für primitiv und niveaulos hälst.
Vielleicht halten die dich dafür alle für arrogant und überheblich.
Mit dieser Einstellung ist natürlich niemandem geholfen.
Da gibt es auch kein Rezept zur Veränderung! Entweder du lebst mit dieser Einstellung oder lässt es bleiben.
Trenn dich und such dir was besseres! Wie heißt es doch ..und prüfe ,wer sich ewig bindet ob sich nicht noch was besseres findet.
Wobei du hier wahrscheinlich nur den sozialen Status siehst.Alles andere ist dir vielleicht nicht so wichtig. Dann hast du auch ein Problem mit deinem Ego.
Was sollen denn die Königsfamilien sagen deren angeheiratetes Volk eher die Putzfrau und Hausdiener sein könnten?(Monaco!!,England, Norwegen usw..)
Aus der Sicht des Hochadels wärst du für die auch nur die "Putze". So einfach ist das!!Kommt immer auf die Sichtweite an.

Oh nein, granin,
aus der Sicht des Hochadels wäre ich für die Rolle der Schwiegertochter überqualifiziert . Schliesslich heiratet man in Norwegen ja gern mal die Sozialhilfeempfängerin mit unehelichem Kind von einem Drogendealer oder in Monaco den, was war er noch? mittellosen Schausteller in der Campingsiedlung. Nix Putze und Hausdiener! Aber wo die Liebe hinfällt...

Und Du hast das offenbar auch ein wenig einseitig gelesen, denn mir geht es in Wahrheit NICHT primär um den Bildungsgrad. Ich kenne viele hochintelligente Leute, die nicht studiert haben, schätze sie hoch und habe kein Problem damit, deren andere - und oftmals sehr lebenskluge - Sichtweise anzuerkennen. Jeder Mensch verdient Respekt. Es gibt auch "saublöde" Akademiker.

Aber hier handelt es sich nicht um die Bildung einiger (nicht aller) Mitglieder der Familie, sondern um schlimmes Sozialverhalten, das ich das viel stärker ins Miteinander einschneidet. Ich muss nicht mit jedem über Tolstoj reden können, aber ich will auch keine "Anmachen" hören und nicht beleidigt werden, kurz: aber ich muss erwarten können, dass man soziale Regeln akzeptiert.

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20. April 2008 um 20:49

Zunächst einmal
habe ich nirgendwo gesagt, die sei/en "niveaulos". Das Wort kommt nicht vor.

Aber ich fühle mich immer stärker befremdet und entfremdet - das ist wahr.

Fakt ist, dass ich keinesfalls blind meine Meinung wechsle, sondern dass die Situation nicht von Anfang an so wie jetzt war, sondern sich tatsächlich innerhalb der vergangenen drei Jahre erheblich verschlechtert hat. Das bestätigen auch entferntere Familienmitglieder, sogar Aussenstehende stellen eine negative Veränderung fest. Es gibt da eine ungute Dynamik, die immer schneller um sich greift.

Insbesondere seit die Schwägerin in kurzem Abstand zwei Kinder, davon eins attestiertermassen ein Problemkind, geboren hat, intensivieren sich sämtliche Konflikte. Diese Frau belästigt den ganzen inneren Familienkreis mit ihren Problemen und alle sind zu nachsichtig, um mit ihr Tacheles zu sprechen. Das sieht z.B. so aus, dass ihre eigene Mutter 50km weit angereist kommt, um der Familie das Essen zu kochen, während sie selbst passiv auf dem Sofa sitzt. Das ginge noch an, wenn sie es offenbar alle so in Ordnung finden. Aber vom Sofa aus werden dann reihum alle Verwandten antelefoniert und mit schon unverschämten Arbeitsaufträgemn behelligt. Der Onkel muss den Wasseranschluss reparieren, der Cousin die Hecke schneiden, die alte gebrechliche Tante muss statt ihrer mit dem Jugendamt verhandeln, da sie es selbst nicht schafft, ihren tollen Erziehungsstil zu rechtfertigen, der Cousin muss statt ihrer beim Amt irgendwelche Gelder beantragen...und alle machen mit, denn Madame hat ja den Thronfolger geboren und schart nun die ganze Familie als Hofstaat um sich. Es gibt kein anderes Thema mehr auf Familienfeiern als das...während ihr Mann, der Bruder meines Partners, keinen Cent mehr für sich hat, ständig ihre Probleme lösen muss und selbst auch immer mehr verwahrlost. Seit drei Jahren haben wir kein vernünftiges Gespräch mehr führen können.

Ich bemerke gerade selbst, es kann so nicht weitergehen!!

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20. April 2008 um 21:09
In Antwort auf sonnenblume293

Oh nein, granin,
aus der Sicht des Hochadels wäre ich für die Rolle der Schwiegertochter überqualifiziert . Schliesslich heiratet man in Norwegen ja gern mal die Sozialhilfeempfängerin mit unehelichem Kind von einem Drogendealer oder in Monaco den, was war er noch? mittellosen Schausteller in der Campingsiedlung. Nix Putze und Hausdiener! Aber wo die Liebe hinfällt...

Und Du hast das offenbar auch ein wenig einseitig gelesen, denn mir geht es in Wahrheit NICHT primär um den Bildungsgrad. Ich kenne viele hochintelligente Leute, die nicht studiert haben, schätze sie hoch und habe kein Problem damit, deren andere - und oftmals sehr lebenskluge - Sichtweise anzuerkennen. Jeder Mensch verdient Respekt. Es gibt auch "saublöde" Akademiker.

Aber hier handelt es sich nicht um die Bildung einiger (nicht aller) Mitglieder der Familie, sondern um schlimmes Sozialverhalten, das ich das viel stärker ins Miteinander einschneidet. Ich muss nicht mit jedem über Tolstoj reden können, aber ich will auch keine "Anmachen" hören und nicht beleidigt werden, kurz: aber ich muss erwarten können, dass man soziale Regeln akzeptiert.

Um noch ein wenig Humor
reinzubringen:
In England hatte Lady Di noch nicht einmal einen Schulabschluß,(Rausschmiß aus noblem schweizer Internat,beste Note in Sport!)Kindergartenhelferin,nix Kindergärtnerin!
In Schweden wird Schwiegersohn vlt. ein Fitnesstrainer sein.
Aber Spass beiseitea kannst du leider gar nicht viel machen. Umändern in deinem Sinne, auch im sozialem Bereich geht nicht mehr.Was Hänschen nicht lernt..lernt Hans nimmer mehr.
Entweder soviel wie möglich Abstand halten oder viel Humor mitbringen oder viel mentale Stärke und Kraft für die nächsten Jahrzehnte.
Aber das wäre mir zu viel an Herausforderung, dann lieber beenden mit Kind und Kegel!!
Alles Gute!!

Übrigens finde ich gut ,dass du auf die Threats auch antwortest!!Sollten mehr machen hier im Forum.

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20. April 2008 um 21:43

Weil sich seitdem
(wie weiter unten ausführlich beschrieben) vieles verschlechtert hat.

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20. April 2008 um 22:21

Liebe sonnenlume
desto älter ein mensch wird, umso mehr setzt sich die genetik durch. das soziale umfeld hat großen einfluss auf jüngere menschen.er kann sich von seiner familie nicht befreien aber du musst diese verantwortung nicht tragen. da du schon so gefrustet bist, warte doch einfach, bis die gefühle verschwinden, damit du ohne schmerz aus dieser beziehung gehst. immer nur ärger über menschen, mitdenen du zwangsläufig konfrontiert wirst ist nun wirklich nicht das gelbe vom ei. leider kann man einen menschen nicht aus seinem leben lösen und separat nehmen. hängt immer sehr viel dran und wenn du damit nicht leben kannst, dann lass dir gesagt sein: musst du auch nicht!

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21. April 2008 um 3:55
In Antwort auf sonnenblume293

Oh nein, granin,
aus der Sicht des Hochadels wäre ich für die Rolle der Schwiegertochter überqualifiziert . Schliesslich heiratet man in Norwegen ja gern mal die Sozialhilfeempfängerin mit unehelichem Kind von einem Drogendealer oder in Monaco den, was war er noch? mittellosen Schausteller in der Campingsiedlung. Nix Putze und Hausdiener! Aber wo die Liebe hinfällt...

Und Du hast das offenbar auch ein wenig einseitig gelesen, denn mir geht es in Wahrheit NICHT primär um den Bildungsgrad. Ich kenne viele hochintelligente Leute, die nicht studiert haben, schätze sie hoch und habe kein Problem damit, deren andere - und oftmals sehr lebenskluge - Sichtweise anzuerkennen. Jeder Mensch verdient Respekt. Es gibt auch "saublöde" Akademiker.

Aber hier handelt es sich nicht um die Bildung einiger (nicht aller) Mitglieder der Familie, sondern um schlimmes Sozialverhalten, das ich das viel stärker ins Miteinander einschneidet. Ich muss nicht mit jedem über Tolstoj reden können, aber ich will auch keine "Anmachen" hören und nicht beleidigt werden, kurz: aber ich muss erwarten können, dass man soziale Regeln akzeptiert.

...
Wieso musst Du erwarten können, dass man soziale Regeln akzeptiert ?

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21. April 2008 um 3:56
In Antwort auf lolaloe

...
Wieso musst Du erwarten können, dass man soziale Regeln akzeptiert ?

...
Sind die sozialen Regeln wichtiger als die Menschen ?

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21. April 2008 um 3:58
In Antwort auf gwawr_12915881

Um noch ein wenig Humor
reinzubringen:
In England hatte Lady Di noch nicht einmal einen Schulabschluß,(Rausschmiß aus noblem schweizer Internat,beste Note in Sport!)Kindergartenhelferin,nix Kindergärtnerin!
In Schweden wird Schwiegersohn vlt. ein Fitnesstrainer sein.
Aber Spass beiseitea kannst du leider gar nicht viel machen. Umändern in deinem Sinne, auch im sozialem Bereich geht nicht mehr.Was Hänschen nicht lernt..lernt Hans nimmer mehr.
Entweder soviel wie möglich Abstand halten oder viel Humor mitbringen oder viel mentale Stärke und Kraft für die nächsten Jahrzehnte.
Aber das wäre mir zu viel an Herausforderung, dann lieber beenden mit Kind und Kegel!!
Alles Gute!!

Übrigens finde ich gut ,dass du auf die Threats auch antwortest!!Sollten mehr machen hier im Forum.

PS:
Threat = Drohung
Thread = Strang

=)

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21. April 2008 um 4:02
In Antwort auf sonnenblume293

Zunächst einmal
habe ich nirgendwo gesagt, die sei/en "niveaulos". Das Wort kommt nicht vor.

Aber ich fühle mich immer stärker befremdet und entfremdet - das ist wahr.

Fakt ist, dass ich keinesfalls blind meine Meinung wechsle, sondern dass die Situation nicht von Anfang an so wie jetzt war, sondern sich tatsächlich innerhalb der vergangenen drei Jahre erheblich verschlechtert hat. Das bestätigen auch entferntere Familienmitglieder, sogar Aussenstehende stellen eine negative Veränderung fest. Es gibt da eine ungute Dynamik, die immer schneller um sich greift.

Insbesondere seit die Schwägerin in kurzem Abstand zwei Kinder, davon eins attestiertermassen ein Problemkind, geboren hat, intensivieren sich sämtliche Konflikte. Diese Frau belästigt den ganzen inneren Familienkreis mit ihren Problemen und alle sind zu nachsichtig, um mit ihr Tacheles zu sprechen. Das sieht z.B. so aus, dass ihre eigene Mutter 50km weit angereist kommt, um der Familie das Essen zu kochen, während sie selbst passiv auf dem Sofa sitzt. Das ginge noch an, wenn sie es offenbar alle so in Ordnung finden. Aber vom Sofa aus werden dann reihum alle Verwandten antelefoniert und mit schon unverschämten Arbeitsaufträgemn behelligt. Der Onkel muss den Wasseranschluss reparieren, der Cousin die Hecke schneiden, die alte gebrechliche Tante muss statt ihrer mit dem Jugendamt verhandeln, da sie es selbst nicht schafft, ihren tollen Erziehungsstil zu rechtfertigen, der Cousin muss statt ihrer beim Amt irgendwelche Gelder beantragen...und alle machen mit, denn Madame hat ja den Thronfolger geboren und schart nun die ganze Familie als Hofstaat um sich. Es gibt kein anderes Thema mehr auf Familienfeiern als das...während ihr Mann, der Bruder meines Partners, keinen Cent mehr für sich hat, ständig ihre Probleme lösen muss und selbst auch immer mehr verwahrlost. Seit drei Jahren haben wir kein vernünftiges Gespräch mehr führen können.

Ich bemerke gerade selbst, es kann so nicht weitergehen!!

...
Ah, das sind klarere Ansagen. Und wenn Du Deinen Gefährten ein bissle in Hintern trittst ? Tacheles reden, kann man das ? Sich nicht an dem Mist zu beteiligen ?

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21. April 2008 um 4:06
In Antwort auf sonnenblume293

Antwort
Dankem, Cherie, für Deine ausführliche Antwort.

Ob jede Frau kochen und Kinder versorgen kann, wage ich zu bezweifeln. Meine Schwägerin wärmt Päckchen auf, gestaltet die Inneneinrichtung im Stil "Dresden nach dem Bombenattentat" und lässt das Jugendamt die Erziehungsprobleme aufgreifen. Das klingt alles lustig - ist es aber nicht. Ich fühle mich massiv herabgewürdigt durch den Vergleich mit dieser Person; einer frau, mit der ich ansonsten rein gar nichts zu tun hätte und mit der es auch keine Vergleichsbasis gibt, ausser dass sie den Bruder meines Mannes "geangelt" hat. Ich finde das erschreckend und beleidigend. Auch in meiner Familie gibt es Spannungen, aber eine solche Unfähigkeit übertrifft alles, und ich finde das auch vom Sozialniveau her nicht statthaft.

Dass ich Selbstbestätigung brauche UND dort keinesfalls bekomme, hast du ganz richtig bemerkt. Vielleicht liegt es mit daran, dass ich lange Zeit selbst beruflich unzufrieden war, weil ich unverdient nicht die richtige Position bekommen habe, und deshalb mit noch höherer Befremdung diese Damen beobachtete, deren Lebenskreis sich immer enger und enger schliesst. Ich bekomme Beklemmungen bei so etwas, eine Art geistige Platzangst .

P.S.: Zur Analyse: Psychologisch "belesen" habe ich mich eigentlich nicht, ich habe Kunstgeschichte studiert und Medienpsychologie als Nebenfach belegt. Da bleibt es nicht aus, dass einiges haftenbleibt, selbst wenn man selten hingeht . Aber das ist ja hier egal.

...
"Ich fühle mich massiv herabgewürdigt durch den Vergleich mit dieser Person"

Wer vergleicht Dich ?

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21. April 2008 um 4:08
In Antwort auf sonnenblume293

Eine Ernüchterungsphase
ist nicht zwangsläufig das Ende einer Liebe

Doch, es sind noch Gefühle da. Ich bin nur kritischer, sensibler in Bezug auf Störfaktoren, die immer wieder mal auftreten. Ich frage mich, welchen realen Einfluss sie auf unser gemeinsames Leben haben und wie UNABHÄNGIG er selbst von dem gemeinsamen Lebens- und wertkanon seiner Familie ist.

...
Aber das kann man doch besprechen ?
Oder musst Du Dir erstmal klar werden ?

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21. April 2008 um 8:49
In Antwort auf lolaloe

PS:
Threat = Drohung
Thread = Strang

=)

Entschuldigung!
Habe mich vertippt.
Wir sind halt alle nicht ---perfeckt---!

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21. April 2008 um 9:29
In Antwort auf lolaloe

...
Sind die sozialen Regeln wichtiger als die Menschen ?

Nein,
aber ständige Missachtung von Regeln verleidet den Umgang mit Menschen.

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21. April 2008 um 9:35

Sieht dein Mann seine Familie genauso?
Ich selber habe meine Familie lange Zeit für perfekt gehalten. Hätte mir jemand gesagt, dass sie die grösten Lästerkanonen und was auch immer sind, hätte ich ihn gesteinigt. Mitlerweile sehe ich wie sie wirklich sind und ich bin ganz alleine darauf gekommen. Das heisst bestimmte Umstände haben es mir vor Augen geführt. Die Familie meines Mannes hat auch einen Schatten, aber er sieht sie nicht so.

Liegt vielleicht daran, das ich zu kritisch bin oder er zu unbedarft. Keine Ahnung. Der Punkt ist, ich ignoriere sie soweit es geht und tolleriere sie, wenn es sein muss. Solltest du auch tun

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21. April 2008 um 9:36

Sag ihm einfach,
du möchtes mit diesen menschen nichts mehr zu tun haben. es belastet dich, du kannst und willst nicht helfen und verstehen so oder so nicht. geh nicht mehr zu familientreffen. mal sehen, wie er sich positioniert.bezieh stellung. mann muss sich nun wirklich nicht mit allem abgeben. du hast das recht dich zu entscheiden.

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21. April 2008 um 9:51
In Antwort auf gwawr_12915881

Um noch ein wenig Humor
reinzubringen:
In England hatte Lady Di noch nicht einmal einen Schulabschluß,(Rausschmiß aus noblem schweizer Internat,beste Note in Sport!)Kindergartenhelferin,nix Kindergärtnerin!
In Schweden wird Schwiegersohn vlt. ein Fitnesstrainer sein.
Aber Spass beiseitea kannst du leider gar nicht viel machen. Umändern in deinem Sinne, auch im sozialem Bereich geht nicht mehr.Was Hänschen nicht lernt..lernt Hans nimmer mehr.
Entweder soviel wie möglich Abstand halten oder viel Humor mitbringen oder viel mentale Stärke und Kraft für die nächsten Jahrzehnte.
Aber das wäre mir zu viel an Herausforderung, dann lieber beenden mit Kind und Kegel!!
Alles Gute!!

Übrigens finde ich gut ,dass du auf die Threats auch antwortest!!Sollten mehr machen hier im Forum.

Na dann ohne Drohung
Vielleicht machen wir noch eine treat (wenn mich die Erinnerung nicht trügt, treat = Behandlung oder Verköstigung)

Ich frage mich, ob es das WERT ist, soviel Kraft zur "Frustkompensation" aufzubringen, die ich doch besser in andere Ziele investieren könnte.

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21. April 2008 um 9:56
In Antwort auf evette_12099929

Sieht dein Mann seine Familie genauso?
Ich selber habe meine Familie lange Zeit für perfekt gehalten. Hätte mir jemand gesagt, dass sie die grösten Lästerkanonen und was auch immer sind, hätte ich ihn gesteinigt. Mitlerweile sehe ich wie sie wirklich sind und ich bin ganz alleine darauf gekommen. Das heisst bestimmte Umstände haben es mir vor Augen geführt. Die Familie meines Mannes hat auch einen Schatten, aber er sieht sie nicht so.

Liegt vielleicht daran, das ich zu kritisch bin oder er zu unbedarft. Keine Ahnung. Der Punkt ist, ich ignoriere sie soweit es geht und tolleriere sie, wenn es sein muss. Solltest du auch tun

Ja, er sieht es mittlerweile genauso
Die Konflikte zwischen den Brüdern, massgeblich verursacht durch totale charakterliche Gegensätze, fanden schon statt, bevor ich dieses Familiensystem "enterte".

Doch meist ist es ja so, dass die Gefährtin des Mannes seine eigene innere Einstellung repräsentiert. Brüderlein hat eben eine bestimmte Kategorie Frau gewählt, mein Partner eine andere. Der Effekt ist jedoch, dass die omnipräsente Familie der Schwägerin das System sprengt und zu zerstören droht. ES ist ein richtig degradierender und negativer Einfluss.

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21. April 2008 um 10:00
In Antwort auf m`iri_11976050

Sag ihm einfach,
du möchtes mit diesen menschen nichts mehr zu tun haben. es belastet dich, du kannst und willst nicht helfen und verstehen so oder so nicht. geh nicht mehr zu familientreffen. mal sehen, wie er sich positioniert.bezieh stellung. mann muss sich nun wirklich nicht mit allem abgeben. du hast das recht dich zu entscheiden.

Ich würde gern differenzieren
Verstehst Du meinen inneren Konflikt: nicht seine gesamte Familie ist problematisch (wenngleich ich das vielleicht etwas einseitig dargestellt habe), sondern nur Teile davon und insbesondere die angeheiratete Familie seitens der Schwägerin. "Da hauts voll rein", wie hier irgendwo jemand geschrieben hat

Ich hätte kein Problem damit, einzelne Tanten und Onkel zu besuchen oder mich mit einigen seiner Cousins und Cousinen zu treffen. Nein, absolut nicht. Es ginge.

ABER es gibt keine Differenzierungsmöglichkeit innerhalb dieser Familie. Selektiv agieren heisst untragbar werden: alles muss dort im Clanverband geschehen, und dieser ist halt so schwach wie das schwächste Glied. Alles, was die Schwägerin mal wieder nicht kann und was der Neffe an Ungezogenheiten anstellt, steht funkelnd im Mittelpunkt wie der Weihnachtsbaum bei Sothebys. Das ist einfach nicht auszuhalten.

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21. April 2008 um 10:06
In Antwort auf sonnenblume293

Ja, er sieht es mittlerweile genauso
Die Konflikte zwischen den Brüdern, massgeblich verursacht durch totale charakterliche Gegensätze, fanden schon statt, bevor ich dieses Familiensystem "enterte".

Doch meist ist es ja so, dass die Gefährtin des Mannes seine eigene innere Einstellung repräsentiert. Brüderlein hat eben eine bestimmte Kategorie Frau gewählt, mein Partner eine andere. Der Effekt ist jedoch, dass die omnipräsente Familie der Schwägerin das System sprengt und zu zerstören droht. ES ist ein richtig degradierender und negativer Einfluss.

Seine familie bist jetzt du
und solltet ihr mal kinder haben ist das ja auch kein toller umgang. den kontakt mit denen braucht ihr nicht. ärgere dich nicht soviel. das scheint nicht dein niveau zu sein. schnell wegrennen!!! wenn du auf so was mal lust hast, schau dir ne talkshow an. diese menschen werden immer etwas sagen oder tun, was dich entsetzt und wenn du glaubst, bis hier und nicht weiter, machen die noch einen schritt mehr. auf sowas wirst du dich nie einstellen können. das ist eine assoziale hölle. schade für deinen mann.

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21. April 2008 um 10:08

Ich gebe Dir mal ein Beispiel, dimanche
Sowohl mein Mann als auch sein Bruder vermieten. Sein Bruder lebt im ehem. Elternhaus, welches aus drei Wohnparteien gehört; eine bewohnt die Familie und die beiden anderen Wohneinheiten sind vermietet.

Der Sohn einer Mieterin meines Schwagers hatte Interesse, eine Einheit in unserem Mietobjekt (eine Strasse weiter) anzumieten. Da ihn unlängst seine Freundin "rausgeworfen" hatte, ist er kurzfristig zu seiner Mutter in die Mietswohnung meines Schwagers gezogen, welche aber zu klein ist und die er schnell verlassen will.

Nun hat mein Mann zur Unterschreibung des Mietvertrags den Mieter in der Wohnung aufgesucht und erzählte mir zerknirscht, er habe sich "ins Elternhaus schleichen müssen", um ja niemandem zu begegnen und in Gespräche verwickelt zu werden. Der Neffe (dreijährig und laut Kinderarzt im Kompetenzalter eines Zweijährigen) rannte unbeaufsichtigt frei flottierend auf der Strasse herum, die Schwägerin sass wahrscheinlich tatenlos in einer futuristischen Installationslandschaft von Objekten und der Bruder hätte ihn, wäre er seiner ansichtig geworden, wahrscheinlich mit irgendwas belästigt.

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21. April 2008 um 10:12
In Antwort auf m`iri_11976050

Seine familie bist jetzt du
und solltet ihr mal kinder haben ist das ja auch kein toller umgang. den kontakt mit denen braucht ihr nicht. ärgere dich nicht soviel. das scheint nicht dein niveau zu sein. schnell wegrennen!!! wenn du auf so was mal lust hast, schau dir ne talkshow an. diese menschen werden immer etwas sagen oder tun, was dich entsetzt und wenn du glaubst, bis hier und nicht weiter, machen die noch einen schritt mehr. auf sowas wirst du dich nie einstellen können. das ist eine assoziale hölle. schade für deinen mann.

Das ist richtig!
Ich möchte mir gar nicht vorstellen, Kinder zu haben, die vielleicht in die Verlegenheit kämen, mit dieser Familie konfrontiert zu werden...

Wie sagte schon die pfiffige Kleincousine, 6, von meinem Mann über den Clan der Schwägerin: "Mama, können die kein Deutsch sprechen?"

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21. April 2008 um 10:18
In Antwort auf sonnenblume293

Ich würde gern differenzieren
Verstehst Du meinen inneren Konflikt: nicht seine gesamte Familie ist problematisch (wenngleich ich das vielleicht etwas einseitig dargestellt habe), sondern nur Teile davon und insbesondere die angeheiratete Familie seitens der Schwägerin. "Da hauts voll rein", wie hier irgendwo jemand geschrieben hat

Ich hätte kein Problem damit, einzelne Tanten und Onkel zu besuchen oder mich mit einigen seiner Cousins und Cousinen zu treffen. Nein, absolut nicht. Es ginge.

ABER es gibt keine Differenzierungsmöglichkeit innerhalb dieser Familie. Selektiv agieren heisst untragbar werden: alles muss dort im Clanverband geschehen, und dieser ist halt so schwach wie das schwächste Glied. Alles, was die Schwägerin mal wieder nicht kann und was der Neffe an Ungezogenheiten anstellt, steht funkelnd im Mittelpunkt wie der Weihnachtsbaum bei Sothebys. Das ist einfach nicht auszuhalten.

Macht nichts,
auch nicht wirklich dein problem. die, welche du magst können ja zu euch kommen. wer sagt, dass ihr in der bringschuld seid.du kannst die schwägerin nicht leiden und das wird sich nicht ändern. dadurch kann man dir später vorwerfen, du würdest die familie polarisieren. am ende bist du noch die dumme!

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21. April 2008 um 10:20
In Antwort auf m`iri_11976050

Macht nichts,
auch nicht wirklich dein problem. die, welche du magst können ja zu euch kommen. wer sagt, dass ihr in der bringschuld seid.du kannst die schwägerin nicht leiden und das wird sich nicht ändern. dadurch kann man dir später vorwerfen, du würdest die familie polarisieren. am ende bist du noch die dumme!

Das bin ich doch sowieso!
Wer diesen Zirkus nicht mitmacht, wird ohnehin als Störenfried betrachtet.

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21. April 2008 um 10:27
In Antwort auf sonnenblume293

Das bin ich doch sowieso!
Wer diesen Zirkus nicht mitmacht, wird ohnehin als Störenfried betrachtet.

Naja, dann bist du jetzt sehr verletzt und ziehst dich zurück.
wie konnten sie nur so mit dir umgehen. nee, du brauchst jetzt erstmal abstand. du hast es nur gut gemeint aber das wollte ja keiner sehen. kommunikation geht nur in ihrer sprache!

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21. April 2008 um 16:38

Hier geht es nicht um Geld...
...sondern um Respekt.

Die Sippschaft der Schwägerin ist hochgradig respektlos. Punkt.

Und DAS will ich nicht, Fransen hin oder her.

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21. April 2008 um 17:10

Zwischen Helfen und einseitigem Ausbeuten
besteht ein himmelweiter Unterschied.

Ich habe nichts gegen Gefälligkeiten und ich bin weder kleinlich, noch pedantisch, rechne nichts summarisch auf, was ich für andere tue, und erwarte keine direkte Gegenleistung. No.

Hier ist es jedoch so, dass der engere Kreis der Familie unaufhörlich mit den Defiziten dieser Frau beschäftigt ist, ohne je eine Gegenleistung zu erhalten; ganz im Gegenteil, die Forderungen werden immer frecher und unverschämter und das infantile Umsorgtwerdenwollen wird absolut. Offenbar ist diese Frau vollends in die Kindrolle geschlüpft und wird darin sogar noch bestärkt, denn man nimnmt ihr ja fast schon alles ab.

Neidisch? Oh nein, worauf denn? Ich finde es hochnotpeinlich, wenn eine Erwachsene derart inkompetent ist, dass sie nur quengelnd und in Alltagsdingen versagend selbstgerechte Ansprüche gegen andere formulieren kann, während ihr alles aus der Hand gleitet. Ich bin WÜTEND.

Wieso soll ich gehen? Wieso ICH? Ich bin der Meinung, die Familie sollte sich vernünftig besinnen...

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21. April 2008 um 18:11

Hallo liebe Coleen,
Danke .

Ich bin jetzt mal zur Besinnung gekommen und habe bei Deinen Worten schmunzeln müssen. Es ist ja alles schon so, wie Du sagst - gegen manche Gaben streiten die Götter vergebens .

Warum sollte ich meine kurze Lebenszeit und meine noch kürzer bemessene Freizeit mit Ärger verbringen, der schlecht ist für Teint und Blutdruck und keinerlei Änderungs- oder gar Erkenntnispotential hat. Der Rufer in der Wüste. So verklingt die Stimme der Vernunft in dieser Familie. Aber warum soll ich MEINE Stimmbänder dafür hergeben? Alle Fakten sind offenbar, wer es fassen kann, fasse es, und wer es nicht fassen WILL, der soll es lassen und mit den Folgen leben.

Nochmals Danke, Coleen, ich glaube, Du hast echt Recht mit Deinem Anschub in die Zen-Richtung . Ich werde in Zukunft gelassener, distanzierter und nervenschonender mit all dem umgehen.

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21. April 2008 um 18:20
In Antwort auf sonnenblume293

Oh nein, granin,
aus der Sicht des Hochadels wäre ich für die Rolle der Schwiegertochter überqualifiziert . Schliesslich heiratet man in Norwegen ja gern mal die Sozialhilfeempfängerin mit unehelichem Kind von einem Drogendealer oder in Monaco den, was war er noch? mittellosen Schausteller in der Campingsiedlung. Nix Putze und Hausdiener! Aber wo die Liebe hinfällt...

Und Du hast das offenbar auch ein wenig einseitig gelesen, denn mir geht es in Wahrheit NICHT primär um den Bildungsgrad. Ich kenne viele hochintelligente Leute, die nicht studiert haben, schätze sie hoch und habe kein Problem damit, deren andere - und oftmals sehr lebenskluge - Sichtweise anzuerkennen. Jeder Mensch verdient Respekt. Es gibt auch "saublöde" Akademiker.

Aber hier handelt es sich nicht um die Bildung einiger (nicht aller) Mitglieder der Familie, sondern um schlimmes Sozialverhalten, das ich das viel stärker ins Miteinander einschneidet. Ich muss nicht mit jedem über Tolstoj reden können, aber ich will auch keine "Anmachen" hören und nicht beleidigt werden, kurz: aber ich muss erwarten können, dass man soziale Regeln akzeptiert.

...
Die Sozialhilfeempfängerin aus Norwegen hat auch ein abgeschlossenes STudium...

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21. April 2008 um 19:40

Kenn ich !
Hallo Blume,

Deinen Fall hat verblüffende Ähnlichkeit zu einer Freundin von mir.
Mein Tip: sei authentisch und sag Deinem Freund, daß Du Abstand von dieser Familie willst.
Meine Freundin hat sich noch eine ganze Weile gequält mit Höflichkeiten, aber was soll das, wenn man sich nicht wohl fühlt ist das verlorene Lebenszeit.
Letztendlich ging es bei meiner Freundin soweit, daß der Partner selbst auch Abstand genommen hat und sich eindeutig zu ihr gestellt hat.

Sonst geht es nicht.

Kati

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22. April 2008 um 7:23

Glaubst Du,
dass diese Familie wirklich "heilen" kann?

Ich sage das nun nicht zynisch, sondern einfach realistisch unter Betrachtung aller Faktoren, die effektvoll wiken: es gibt hier keine regulierende Kraft in diesem system. Den Eltern fehlt die Fähigkeit und das Problembewusstsein, den Tanten und Onkeln fehlt das standing und die Konsequenz, um Nein zu sagen, wenn sie mal wieder für irgendetwas eingespannt werden, was eigentlich Elternsache ist. Somit "verewigt" sich aber das Problem, weil es ja gerade nie gelöst, sondern endlos zugedeckt wird.

Irgendwann ist es zu spät. Bestimmte erziehungsschritte können nicht mehr im Schul- oder Jugendlichenalter vollzogen werden, dafür ist es JETZT höchste Zeit und diese Zeit wird ungenutzt vorübergehen.

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22. April 2008 um 9:21
In Antwort auf liz_12550230

Kenn ich !
Hallo Blume,

Deinen Fall hat verblüffende Ähnlichkeit zu einer Freundin von mir.
Mein Tip: sei authentisch und sag Deinem Freund, daß Du Abstand von dieser Familie willst.
Meine Freundin hat sich noch eine ganze Weile gequält mit Höflichkeiten, aber was soll das, wenn man sich nicht wohl fühlt ist das verlorene Lebenszeit.
Letztendlich ging es bei meiner Freundin soweit, daß der Partner selbst auch Abstand genommen hat und sich eindeutig zu ihr gestellt hat.

Sonst geht es nicht.

Kati

Konsequenz
Richtig, ich war auch lange Zeit zu höflich und somit auch zu inkonsequent!

Man fühlt sich nicht nur nicht wohl, es ist auch in der Sache FALSCH, denn somit werden die schädlichen Verhaltensweisen ja nur bestätigt.

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22. April 2008 um 16:32

Ehrlichere Beziehungen...
...Du schreibst das so "gottergeben": entwickeln sich Beziehungen INNERHALB von dysfunktionalen Systemen ohne Zutun von Dir/ mir automatisch friedlicher, konstruktiver? Wie sollte das funktionieren?

Ich habe den gegenteiligen Eindruck: diese Irren verstärken ihr Fehlverhalten fortwährend gegenseitig.

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22. April 2008 um 18:47

*lichtaufgeh*
Ich beginne, zu verstehen

"schlecklich" - zuerst dachte ich, Du habest in eine asiatische Familie eingeheiratet. Aber das spielt ja keine Rolle. Sicher ist es (international ) ganz richtig, gestörte Systeme unangetastet ihrem eigenen implosiven Zusammenbruch zutrudeln zu lassen...

Aber ich habe dennoch Bedenken, es dabei zu belassen.

Abgesehen von der Zen-Variante, die coleen zu Recht vorschlägt, erweitert um Deine "systemischen" Erfahrungen, gibt es aber doch etwas wie soziale Verantwortung, die über die unmittelbare subjektive Betroffenheit mit bestimmten Personen und Umständen hinaus reicht.

Ich meine, es ist nicht nur die Skurriliät der Situationen im Hier und Jetzt, es sind die Entwicklungslinien in der Zukunft. Da wächst ein Kind mit extremen Defiziten und Auffälligkeiten ohne jede pädagogische Intervention heran, und das kleine Nachfolgerkind wird in siner Entwicklung massiv beeinträchtigt werden, da fast die gesamte Aufmerksamkeit dem Älteren geschenkt wird. Die Mutter "checkt" offenbar nichts. Schlimm ist auch die Geschlechterverteilung: schwachbegabter Junge auf dem Prinzenthron, intelligentes kleines Mädchen mit Aschenputtelrolle.

Mich macht das wütend, einfach zuzusehen, wie sich der Konflikt Tag für Tag verschärft und einerseits die Zügel schiessen gelassen werden, andererseits Potential gar nicht zur Entfaltung kommt. Dieses Ballett der Verwandten rund um die Schwägerin verhindert, dass die Pronbleme "richtig" angegangen werden, es wird alles nur zugedeckt und vertagt. Und bevor die Erzieher und Schulpsychologen sich der Misere annehmen und der Frau Mutter die Augen öfnnen, werden schon irreparable Schäden eingetreten sein...für die beiden Kinder UND das ganze System.

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