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Brief

23. Februar 2007 um 18:22

Ach ja, wo soll ich anfangen.
Es ist einfach so viel passiert in letzter Zeit. Ich habe mir noch mal Gedanken über unsere Beziehung gemacht und nun kann ich das auch mit einem kleinen Abstand betrachten.
Wir haben uns zu einem, wie ich finde, ungünstigen Zeitpunkt kennengelernt. Bei mir standen viele Veränderungen im Leben genauso wie bei dir. Es war von Anfang an nicht leicht und vielleicht hatten wir uns auch nur in etwas verrant um die anderen Probleme etwas untergehen zu lassen.
Wir haben versucht einen Weg zu einander zu finden und ich glaube genau das war unser Problem. Wir haben auf biegen und brechen versucht einen Weg zu finden und zwar so lange bis dieses Thema im Mittelpunkt stand und sich alles nur noch darum gedreht hat. Wir haben gar nicht mehr an uns gedacht, sondern nur verbissen ein Ziel verfolgt.
Dadurch häuften sich auch viele weitere kleine Probleme, einfach weil die Situation immer sehr angespannt war.
Dann kamen noch Probleme dazu, die nicht nur uns betrafen sondern das persönliche Leben von jedem. Es war einfach die Augen davor zu verschließen und die Probleme zu verdrängen. Doch es gibt immer einen Punkt an dem das nicht mehr geht und alles an die Oberfläche gelangt. Irgendwann ist jeder dann nur noch in Selbstmitleid zerflossen und hat gar keine anderen Gefühle mehr zulassen können. Dafür war kein Platz.
Es ist wichtig damit umgehen zu können und nicht die Augen zu verschließen, andere nicht darunter leiden zu lassen und einfach auch mal Situationen zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.
Stetig war es ein wachstumsprozess, an den ich mich erst gewöhnen musste. Nie zuvor habe ich wirklich an einer Beziehung arbeiten müssen, konnte oder wollte es auch nicht. Ich habe versucht zu arbeiten aber habe doch zu viel die Augen verschlossen. Habe Dinge überbewertet, weil ich einfach zu ich bezogen gedacht habe. Immer dachte ich, ich will nur nichts falsch machen. Das war der Fehler. Somit habe ich mich und dich eingeengt, als ich das erkannt hatte war es aber schon zu spät. Ich habe versucht das Ruder in eine andere Richtung zu lenken und aus diesem Problem-Sumpf wieder rauszukommen, die positiven Seiten zu sehen und einfach das Beste aus der vorliegenden Situation zu machen. Doch ich habe das zu spät erkannt.
Du warst unzufrieden mit dir, dir viel die Decke auf den Kopf, es war einfach alles zu viel. Du kamst in genau dieselbe Phase aber deine Augen blieben verschlossen. Es gab nur ein Thema für dich, dein unzufriedenes Leben. Und wie schön einfach es ist in Selbstmitleid zu zerfließen hatte ich ja vorher am eigenen Leib gespürt.
Leider konnte ich dir nicht helfen da wieder heraus zu kommen. Ich hätte auch nicht mehr tun können als dich zu unterstützen aber es hat nicht gereicht.
Ich bitte dich, stell dich deinen Problemen Manchmal ist es besser abzuwarten was passiert als sich selbst mit Situationen Fertig zu machen, die man momentan nicht ändern kann.
Ich möchte dich damit nicht angreifen, nur unterstützen. Lange konnte ich das so auch nicht so sehen, oder wollte es vielleicht auch nicht so sehen. Aber du wirst es schaffen da wieder raus zu kommen. Keiner weiß wie lange es dauern wird. Lass dein Leben aber nicht von deinen Problemen bestimmen, sondern bestimme du über deine Probleme und in wie weit sie dein Leben beeinflussen dürfen.
Es ist alles noch so schwer, ständig spinnen mir quälende Fragen durch Kopf, warum alles so gelaufen ist, warum wir nicht besser damit umgehen konnten, warum wir es nicht geschafft haben da wieder rauszukommen. Vielleicht waren wir beide noch nicht so weit Probleme wirklich zu bewältigen.
Keiner von uns hat wirklich Fehler gemacht, wir waren einfach noch nicht so weit. Noch nicht so weit an uns und an unserer Beziehung zu arbeiten.
Nun ist es aber nicht mehr rückgängig zu machen. Unsere Liebe war nicht stark genug um zu überleben.
Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass du deine Augen öffnest und dein Leben wieder geordnet bekommst.
So schnell werde ich dich nicht vergessen und du wirst immer einen kleinen Platz in meinem Herzen haben.

"das musste einfach mal raus"

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23. Februar 2007 um 20:34

Seit Stunden
überlege ich schon ob ich ihm diesen Brief schicken soll, Zu einem sinvollem Entschluss bin ich noch nihct gekommen. Er kommt im Moment nicht mit seinem Leben klar und muss das erstmal auf die Reihe bringen. Ich denke, das war der ausschlag gebende Grund, dass er schluss gemacht hat. Soll ich ihn in Ruhe lassen, damit er mal Zeit hat um nachzudenken? Oder bringt es ihm vielleicht auch was wenn ich zeige das ich dennoch für ihn da bin. Oder ist das der ganz verkehrte Weg? Ich habe so ein starkes Bedürfnis ihm zu schreiben oder mache ich dadurch noch mehr kaputt? Bitte helft mir, ich weiß nicht was ich machen soll!
Vielen Dank.

LG Tatjana

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23. Februar 2007 um 20:49
In Antwort auf tatjana851

Seit Stunden
überlege ich schon ob ich ihm diesen Brief schicken soll, Zu einem sinvollem Entschluss bin ich noch nihct gekommen. Er kommt im Moment nicht mit seinem Leben klar und muss das erstmal auf die Reihe bringen. Ich denke, das war der ausschlag gebende Grund, dass er schluss gemacht hat. Soll ich ihn in Ruhe lassen, damit er mal Zeit hat um nachzudenken? Oder bringt es ihm vielleicht auch was wenn ich zeige das ich dennoch für ihn da bin. Oder ist das der ganz verkehrte Weg? Ich habe so ein starkes Bedürfnis ihm zu schreiben oder mache ich dadurch noch mehr kaputt? Bitte helft mir, ich weiß nicht was ich machen soll!
Vielen Dank.

LG Tatjana

Ja
zeig ihm, daß du für ihn da bist.
kann aber sein, daß du erstmal keine oder eine andere reaktion bekommst als gedacht.

ich find den brief sehr gut.

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23. Februar 2007 um 20:53
In Antwort auf juvela_11911370

Ja
zeig ihm, daß du für ihn da bist.
kann aber sein, daß du erstmal keine oder eine andere reaktion bekommst als gedacht.

ich find den brief sehr gut.

Ich habe
seit Wochen nicht die Reaktion bekommen, die ich mir gewünscht hätte. Von dem her wird das schon gehen.
Ich mache mir nur Sorgen ob ich ihn nicht wieder dadurch einenge oder ob ich mir doch vergeblich Hoffnungen mache.

LG Tatjana

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