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Braunschweiger Gedanken: "Fremd gehen - moralischer Gestaltungsspielraum?"

1. März 2011 um 13:11 Letzte Antwort: 21. Dezember 2012 um 14:51

Hallo,

bei der Konversation mit einer Dame ist folgendes zur Diskussion gekommen.

Ich nenne diese Art von Gedanken jetzt mal "Die Braunschweiger Reihe der Gedankenspiele". ))

Grundsätzlich hat mich die Aussage "fremd gehen" nachdenklich gemacht.

Man redet doch in der Betriebswirtschaft immer davon "betriebswirtschaftliche Gestaltungspielräume" auszunutzen.

Gibt es dann auch den "gesellschaftlichen Spielraum um die Moral optimal auszuznutzen?". -> also "moralischer Gestaltungsspielraum?"

Wenn man betriebswirtschaftliche Gestaltungspielräume nutzen kann, warum dann nicht auch moralische?

Was heißt "fremd gehen"? Bevor man gehen kann, lernt man doch erst mal zu krabbeln. ))

Was ist dann "fremd krabbeln"? Kopfkino? Gelüste?

Wenn "fremd gehen" Sex bedeutet, was ist dann bloß erst "fremd laufen" ????

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1. März 2011 um 15:22

Moralischer Gestaltungsspielraum?
Kurz gesagt:

Wo nichts ist, kann auch nicht mehr viel gestaltet werden.



Fremd gehen

Fremd laufen?

Besonders schlimm: fremd hüpfen!

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20. Dezember 2012 um 9:50

Es gibt eh keine universell
geltende Moral. Es sind eher individuelle Handlungsrichtlinien.
Von daher ist der Gestaltungsspielraum jedem persönlich gegeben.

Die Frage ist, wie bringe ich meine Richtlinien mit denen meines Partners unter einen Hut.
Mag sein, dass sich 2 finden, die beide überhaupt keinen Anstoß daran finden, dass sie nicht nur mit ihrem Partner schlafen.
Wir sind aber anders sozialisiert. In unserer Gesellschaft ist es üblich monogam zu leben. So wie es üblich ist, auf der rechten Straßenseite zu fahren oder die Schule zu besuchen.

Alternative Formen des Zusammenlebens ecken an. Vielleicht hat sich die monogame Form auch über die Zeit einfach bewährt, weil sie Konflikte erspart.
Die Auswirkung der Sozialisation auf die Gefühle eines Menschen bewirkt, dass mit dem Akt des "fremdgehens" meist eine Verletzung des Partners einhergeht. Das ist nicht wegzudiskutieren.

Ein Schaden an der Beziehung und eine Verletzung des Partners finden jedoch nicht statt, wenn man keine festgelegten Beziehungsgrenzen überschreitet. Treffen, Flirten, Freundschaften sind keine Grenzüberschreitung. Noch weniger sind es Gedanken. Für das eine oder andere Paar ist Küssen auch noch im Rahmen.

Welche Auswirkungen die Treffen mit oder die Gedanken an eine andere Person auf den Umgang mit dem Partner haben, ist eine andere Geschichte. Manchmal hat es gar keine Auswirkungen auf die Beziehung, manchmal aber doch. Das nennt man dann persönliche Entwicklung, weil man in der "Schwärmerei" für eine andere Person herausfindet, was man von seiner Beziehung will. Das kann eine Chance sein.

Theoretisch wäre also Sex außerhalb der gängigen Beziehung als "Moralbruch" möglich, wenn der Partner
a) nichts davon weiß, und auch nichts ahnt (keine Verletzung),
b) der Fremdgänger damit so lässig umgehen kann, dass er/sie sich nicht emotional belastet und es
c) keine nagativen/unfruchtbaren Veränderungen der Beziehung mit sich führt.

In der Praxis sehr schwer umzusetzen.

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21. Dezember 2012 um 14:51

Gedanken(gut)
Hi, da die "Braunschweiger Reihe der Gedankenspiele" doch noch nicht beendet ist, möchte ich Dir herzlich für den Beitrag danken. Auch wenn es schon einige Zeit her ist, bleibt das Thema topaktuell.

Vor allem gibt es eine Definiton für "fremd krabbeln". Sehr schön!

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