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Bräuchte (hobby-)psychologischen Rat

16. Februar 2011 um 14:43

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal einen Rat, bzw. Erfahrungswerte.
Vielleicht hat jemand eine Idee.

Stellt Euch vor, Euer langjähriger Partner hätte in der Vergangenheit eine sehr schlimme Erfahrung mit einer ihm nahestehenden Person gemacht. Diese Erfahrung war traumatisch und wirkt sich nun seit mehreren Jahren auf seine Beziehungen zu anderen Menschen - auch auf die Partnerschaft - aus.
Das "Problem" wurde nie besprochen sondern der Kontakt damals einfach abgebrochen. Besagte Person wohnt aber im Ort und man läuft sich zwangsläufig des öfteren über den Weg.
Euer Partner hat über die Jahre nie wirklich über das Problem gesprochen, bzw. versucht es irgendwie zu bearbeiten. Immer wieder - im Abstand von einigen Jahren oder Monaten - ereilt es ihn jedoch und wirkt sich dann ähnlich wie eine Depression auf sein, und somit auch auf Euer Seelenleben aus.
Hinzu kommt, dass er eine unheimlich Wut auf besagte Person verspürt.

Ich frage mich nun - auch wenn es gewagt ist - was würde bei einer Konfrontation passieren? Hätte es einen Nutzen, sich der Sache zu stellen und mit der Person zu sprechen? Die Wut vielleicht mal an der richtigen Stelle loszuwerden?

Wie denkt Ihr über sowas??

Danke Euch.
Marlene

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16. Februar 2011 um 15:00

Entweder das
(sich aussprechen)

oder aber einfach verzeihen. verzeihen kann, wer verzeihen will. ist nicht einfach, aber das beste für einen selbst.

lg

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16. Februar 2011 um 15:12

...
Es handelte sich um eine Beziehung mit großer Abhängigkeit, die über mehrere Jahre ging.... inklusive Selbstmorddrohungen, auch tatsächlich Situationen, wo mein Partner den anderen von diversen Hochhausdächern holen musste. Zusätzlich während dieser Zeit "erzwungener" Kontaktabbruch zum Freundeskreis, Familie etc.
Die Auswirkungen bis jetzt ist eine massive, wiederkehrende Angst vor Verantwortung gegenüber anderen Menschen - auch gegenüber mir. Er empfindet dann eine Art Fluchtreflex.
Normalerweise führen wir seit Jahren eine wirklich herrliche Beziehung. Aber irgendwie erwischt in dieser "Dämon" immer wieder.

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16. Februar 2011 um 18:55
In Antwort auf helga_11980725

...
Es handelte sich um eine Beziehung mit großer Abhängigkeit, die über mehrere Jahre ging.... inklusive Selbstmorddrohungen, auch tatsächlich Situationen, wo mein Partner den anderen von diversen Hochhausdächern holen musste. Zusätzlich während dieser Zeit "erzwungener" Kontaktabbruch zum Freundeskreis, Familie etc.
Die Auswirkungen bis jetzt ist eine massive, wiederkehrende Angst vor Verantwortung gegenüber anderen Menschen - auch gegenüber mir. Er empfindet dann eine Art Fluchtreflex.
Normalerweise führen wir seit Jahren eine wirklich herrliche Beziehung. Aber irgendwie erwischt in dieser "Dämon" immer wieder.

Beziehung mit großer Abhängigkeit
hat er denn mal therapie gemacht deswegen?
du kannst ihn nicht therapieren ! damit bist du absolut überfordert !
und ihn mit der person gezwungenermassen in kontakt zu bringen halte ich auch für gefährlich. da kann alles mögliche passieren.
er muss selbst hilfe wollen ! anders geht es einfach nicht.
lg

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16. Februar 2011 um 20:22

Hallo Marlene,
ich glaube nicht, dass eine Konfrontation mit der alten Partnerin (? - oder war es ein Familienmitglied?) sinnvoll wäre. Nach allem, was du schreibst, hört es sich für mich wie eine typische Borderlinerin an (ich geh jetzt mal von Exxe aus)und dafür gibt es keine Therapie und außer Flucht keine Lösung.

Besonders die Selbstmordnummer ist in solchen Kreisen gern genommen, der erzwungene Kontaktabbruch nur ein kleines Detail am Rande. Mache deinem Partner besser klar, dass es bei dermaßen kranken Beziehungen, wie du seine vorige Beziehung geschildert hast, einfach keine Lösung gibt. Vielmehr die ganze Aneinanderreihung von Scheißaktionen einem großen Masterplan folgt, mit dem solcherlei kranke Existenzen versuchen herauszubekommen, wie weit sie mit jemandem gehen können.

Er ist nicht krank und er war nie krank. Krank war seine vormalige Alte, die ihm das Leben zur Hölle gemacht hat. Versuche, diesem Gedanken in SEINER Denke mehr Raum zu geben, bestimmt denkt er noch immer drüber nach, ob er nicht vielleicht doch das eine oder andere hätte besser machen können. Um aus diesem Teufelskreis herauszukommen, muss ihm erst mal klar werden, dass nicht ER krank war oder ist, sondern SIE. Und er absolut kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn es ihm mit DIR nun besser geht. Und dieses Besserfühlen der SIEG über kranke Borderline Fantasien ist. Und die Genugtuung hierüber eine willkommene und kühle Rache für all die Schwanzaktionen, welcher er sich - warum eigentlich? - all die Jahre mit seiner Ex angetan hat.

So denk ich über sowas. Und falls es nicht seine Ex, sondern jemand anderes war, setzt du einfach dessen Namen an den entsprechenden Stellen ein.

Freundliche Grüße,
Christoph

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17. Februar 2011 um 9:51

EMDR
Hallo Marlene,

habt ihr schon einmal von der Therapieform EMDR gehört? Diese wird oft sehr erfolgreich zur Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen angewandt. Es geht dabei weniger um das "Sprechen" über die Erfahrungen, als um das Loskoppelen von den beklemmenden und negatieven Gefühlen bei der Erinnerung an das Erlebte. Es gibt hier viel Information im Internet zu finden und auch Filmmaterial auf YouTube.
Ich empfehle das sehr, habe damit selber gute Erfahrungen gemacht. Man muss sich in so einer Sitzung nocheinmal ganz tief den schrecklichen Gefühlen aussetzen, dabei kommt viel hoch. Gleichzeitig wird durch ein "tick-tack" Geräusch (man hat Kopfhörer auf), das Gehirn daran "erinnert", dass es sich um eine Erinnerung handelt, und die Gefühle werden langsam abgekoppelt.
Klingt evtl etwas komisch, aber redet doch mal mit dem Hausarzt. Ich habe so eine Therapie von der Krankenkasse anerkannt bekommen....zum Glück, sonst wäre ich selber schon auf ein Hochhausdach geklettert.....

Ich empfehle es wirklich ganz ganz dringend. Denn so wie die Vorschreiber hier schon sagen: an der Erkrankung der anderen Person kann man selber nichts ausrichten, wohl die schädlichen Folgen bei sich selber verarbeiten!

LG

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17. Februar 2011 um 10:02
In Antwort auf siena_12069283

Entweder das
(sich aussprechen)

oder aber einfach verzeihen. verzeihen kann, wer verzeihen will. ist nicht einfach, aber das beste für einen selbst.

lg

Verzeihen???
also ich persoenlich halte das fuer humbuk. sowas kann nur wer schreiben, der den eingangspost nicht verstanden hat. es geht um etwas tiefsitzendes.

der/die betroffene muss den inneren drang verspueren, das thema zu behandeln. es gibt verschiedene moeglichkeiten und der betroffene muss erkennen, dass therapie sinnvoll ist.

ich als parnter wuerde mich ueber verschiedene therapiemoeglichkeiten erkundigen. und vielleicht in einem offenen gespraech den betroffenen fragen, ob er mal darueber nachgedacht hat, dass dieses problem das ganze leben beeinflusst wenn man es nicht bearbeitet.

warum zieht ihr denn nicht weg aus dem ort? schon als betroffener muesste man doch den drang haben, dem verursacher des leids nicht mehr zu begegen..... und mit dem raeumlichen abstand kommt dann auch der innere abstand und dann vielleicht auch eher die bereitschaft, das problem zu bearbeiten.

aber generell - therapie ist anfangs sehr heftig und kann sehr schmerzhaft sein. doch das ist gut. es hilft definitiv !!!

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