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Brauche Rat / Trennungsgedanken

3. Dezember 2008 um 20:50 Letzte Antwort: 4. Dezember 2008 um 18:26

Ich (41) bin seit 11 Jahren verheiratet und kenne den Mann insgesamt 22 Jahre. Haben zwei Kinder.
Haben in unserer Beziehung schon einiges durchgemacht/-gestanden.
Ich fühle mich schon seit längerem nicht mehr als seine Ehefrau und auch als seine Lebenspartnerin nicht mehr.
Gespräche kommen nur noch ganz selten vor (kommt ein Kind während der Unterhaltung dazwischen, bin ich abgeschrieben)
Sex mäßig läuft auch nichts mehr, noch nicht mal mehr kuscheln ( er schläft regelmäßig auf dem Sofa ein) ich habe ihn darauf schon angesprochen ,er hat einfach keine Lust und richtig küssen (nur noch kleine schmatzer auf die Lippen).
Bei mir ist jetzt etwas sehr schönes passiert.: Ein ehemaliger Freund, mit dem ich in der Jugend zusammen war (vor meinem Mann/ also vor 23 Jahren) ist wieder in mein Leben getreten und wir haben beide gemerkt t das dar noch sehr viele Gefühle und Leidenschaft, Zärtlichkeiten für einander da ist.
Ich fühle mich wieder als Frau wahrgenommen. Es ist mit Ihm alles so vertraut. Er lässt mir Zeit, er bedrängt mich nicht meinen Mann zu verlassen, aber ich merke wie dieser Gedanke bei mir immer mehr Raum im Kopf ein nimmt.
Ich weiß eben nicht welche Auswirkungen es auf meine Kinder hat? Kann mein Mann mir sie wegnehmen und zu seinen Eltern geben(beide sind Rentner und für sie wäre es ein Siegeszuggegen mich).
Mein Mann merkt zwar Veränderungen an mir (war eher der Häuslichetyp- habe angefangen meine Hobbys wieder zubeleben , habe mir zweite Ohrlöcher stechen lassen und bin dabei mir ein Tatoo anfertigen zu lassen/brauche ich jetzt einfach => mein Mann dazu : ich habe Dich immer für spiezig gehalten und jetzt das.)Nicht sehr klasse das vom eigenen Mann zu hören.
Mein mutter weiß von meiner neuen, alten Jugendliebe, sie kennt ihn ja von früher. Sie sagt ich muß um meine Ehe kämpfen, aber muß ich um einen mann kämpfen der mich nicht mehr als Frau haben möchte?
Unsere Ehe , vergleiche ich mit einer Art "Wohngemeinschaft".
Vielleicht hat einer von Euch auch sowas oder so ähnlich erlebt oder macht es auch gerade durch.
Ich glaube wenn die Situation mit den Kindern geklärt wäre, würde ich im neuen Jahr meine Koffer packen.
Freue mich über jede Anregung und Äußerung.
Danke
Sunstar


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4. Dezember 2008 um 11:35

Ich kenne deine Situation
weil ich mich in einer ähnlichen befinde. Ich (42) bin seit 18 Jahren mit meinem Mann zusammen, seit 13 Jahren verheiratet und wir haben drei Kinder. Ich war nie wirklich glücklich mit meinem Mann, wir sind sehr verschieden und haben uns mehr oder weniger aus Angst vor dem alleinsein zusammengerauft. Ich hatte häufig Trennungsgedanken, bin aber ein emotional abhängiger Typ und wusste auch keine Alternative. Seit einigen Jahren ist der Wurm drin. Ganz offensichtlich. Sex war schon immer Nebensache, das ging aber von mir aus, weil ich kein Bedürfnis nach ihm hatte. Also auch kein Küssen, kein Kuscheln. Nichts. Er hat es vermisst. Ich nicht. Ich traf vor zwei Jahren meine Jugendliebe wieder. Wir sind damals sehr schmerzvoll auseinandergegangen. Wir haben uns nie wiedergesehen, nie über die Trennung, seinen Auszug damals geredet. In mir arbeitete das aber all die Jahre über. Jedenfalls fragte ich ihn dann vor zwei JAhren per SMS, ob er mit mir mal einen Kaffee trinken würde. Und ich hatte nichts anderes im Kopf. Ich wusste, er war auch verheiratet und hatte Kinder. Wir sahen uns und unsere Leben brachen quasi in Sekunden auseinander. Es war ein nach-Hause-kommen. Seitdem haben wir Kontakt. Er hat inzwischen seine Frau verlassen, weil er durch mich merkte, dass er sie nicht liebt und das auch nicht sein Leben war. Er geniesst sein Allein-leben, geniesst die Zeit, die er jetzt intensiv mit den Kindern verbringt. hat das noch nicht einen Tag bereut. Und ich? Ich tu mir schwer. Ich liebe ihn. Seit vielen Jahren schon. Habe wohl nie aufgehört damit. Aber ich habe die Kinder und kann also deine Ängste und Bedenken nachvollziehen. zumal ich auch wirtschaftlich von meinem Mann abhängig bin. Was soll ich also tun? Ich muss mich entscheiden, mit wem ich eine zukunft will. Ich habe mich entschieden. Ich will meinen Mann nicht mehr als Ehepartner, nur noch als Elternpartner. Aber es hat sehr sehr lange gedauert, bis ich diese Entscheidung innerlich traf und ich bin immer noch verwirrt und unsicher, ob es richtig ist.
Ich finde, man sollte erstmal um seine Ehe kämpfen. Patentrezepte gibt es nicht. Jede Ehe hat ihre eigene Geschichte. Klar kann es nur sein, dass dein Freund deine Eheroutine durchbrach und er dich nicht als Mama und Putze sieht, sondern als Frau. Ich kenn das und geniesse es immer noch sehr. Aber auch für meinen Mann bin ich heute wesentlich attraktiver. Nur - ich habe mich wirklich bemüht, meinen Mann zu lieben, ihn zu wollen, zu begehren. Es geht nicht mehr. Ich kann Gefühle nicht an- oder abstellen. Dir rate ich: Lass dir mehr zeit. Eine lange Ehe und 2 Kinder haben einen runde Entscheidung verdient und noch was: Verlasse deinen Mann nicht für einen anderen. wenn du dich trennst, dann für dich. Dann auch mit dem Gedanken, du würdest es tun, ohne einen anderen Mann im Hintergrund. Schön, wenn einer da ist. Aber wenn nicht? Würdest du dann bei deinem Mann bleiben? Wenn deine Antwort ja ist, dann musst du etwas für deine Ehe tun.

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4. Dezember 2008 um 18:26
In Antwort auf pallas_12147645

Ich kenne deine Situation
weil ich mich in einer ähnlichen befinde. Ich (42) bin seit 18 Jahren mit meinem Mann zusammen, seit 13 Jahren verheiratet und wir haben drei Kinder. Ich war nie wirklich glücklich mit meinem Mann, wir sind sehr verschieden und haben uns mehr oder weniger aus Angst vor dem alleinsein zusammengerauft. Ich hatte häufig Trennungsgedanken, bin aber ein emotional abhängiger Typ und wusste auch keine Alternative. Seit einigen Jahren ist der Wurm drin. Ganz offensichtlich. Sex war schon immer Nebensache, das ging aber von mir aus, weil ich kein Bedürfnis nach ihm hatte. Also auch kein Küssen, kein Kuscheln. Nichts. Er hat es vermisst. Ich nicht. Ich traf vor zwei Jahren meine Jugendliebe wieder. Wir sind damals sehr schmerzvoll auseinandergegangen. Wir haben uns nie wiedergesehen, nie über die Trennung, seinen Auszug damals geredet. In mir arbeitete das aber all die Jahre über. Jedenfalls fragte ich ihn dann vor zwei JAhren per SMS, ob er mit mir mal einen Kaffee trinken würde. Und ich hatte nichts anderes im Kopf. Ich wusste, er war auch verheiratet und hatte Kinder. Wir sahen uns und unsere Leben brachen quasi in Sekunden auseinander. Es war ein nach-Hause-kommen. Seitdem haben wir Kontakt. Er hat inzwischen seine Frau verlassen, weil er durch mich merkte, dass er sie nicht liebt und das auch nicht sein Leben war. Er geniesst sein Allein-leben, geniesst die Zeit, die er jetzt intensiv mit den Kindern verbringt. hat das noch nicht einen Tag bereut. Und ich? Ich tu mir schwer. Ich liebe ihn. Seit vielen Jahren schon. Habe wohl nie aufgehört damit. Aber ich habe die Kinder und kann also deine Ängste und Bedenken nachvollziehen. zumal ich auch wirtschaftlich von meinem Mann abhängig bin. Was soll ich also tun? Ich muss mich entscheiden, mit wem ich eine zukunft will. Ich habe mich entschieden. Ich will meinen Mann nicht mehr als Ehepartner, nur noch als Elternpartner. Aber es hat sehr sehr lange gedauert, bis ich diese Entscheidung innerlich traf und ich bin immer noch verwirrt und unsicher, ob es richtig ist.
Ich finde, man sollte erstmal um seine Ehe kämpfen. Patentrezepte gibt es nicht. Jede Ehe hat ihre eigene Geschichte. Klar kann es nur sein, dass dein Freund deine Eheroutine durchbrach und er dich nicht als Mama und Putze sieht, sondern als Frau. Ich kenn das und geniesse es immer noch sehr. Aber auch für meinen Mann bin ich heute wesentlich attraktiver. Nur - ich habe mich wirklich bemüht, meinen Mann zu lieben, ihn zu wollen, zu begehren. Es geht nicht mehr. Ich kann Gefühle nicht an- oder abstellen. Dir rate ich: Lass dir mehr zeit. Eine lange Ehe und 2 Kinder haben einen runde Entscheidung verdient und noch was: Verlasse deinen Mann nicht für einen anderen. wenn du dich trennst, dann für dich. Dann auch mit dem Gedanken, du würdest es tun, ohne einen anderen Mann im Hintergrund. Schön, wenn einer da ist. Aber wenn nicht? Würdest du dann bei deinem Mann bleiben? Wenn deine Antwort ja ist, dann musst du etwas für deine Ehe tun.

Viel Zeit zum nachdenken
hatte ich jetzt (eine ganze Woche, aber ich weiß das reicht noch nicht ) mein Mann auf Geschäftsreise/Seminar.
Ich habe auch nicht meinen Jugendfreund(Geliebten/schön das es Ihn gibt) gesehen. Wir haben viel telefoniert.
Ich bin nicht das erste Mal so allein gewesen., aber diese mal habe ich gemerkt wie entspannter alles um mich herum ist (ohne meinen Mann).
Ich merke doch schon längere Zeit das es mit meiner Ehe nicht mehr so stimmig ist.
Mein Freund hat mir jetzt nur gezeigt was es ist,(was mir fehlt) und ich fühle mich dabei gut.
Natürlich kehrt in jede Beziehung irgendwann der b...Alltag ein, aber bei meinem Mann verspüre ich keine Interesse mehr an mir und ich möchte nicht das auch noch in die Hand nehmen, damit er mich wieder wahr nimmt. In einer Ehe soll es doch ein geben und nehmen sein. Ich habe das Gefühl ich gebe nur und er nimmt ohne sich gedanken zu machen.

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