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Brauche Hilfe beim Helfen!!!!!!!

4. August 2010 um 20:06

Hi Leute,
ich habe ausnahmsweise mal weniger Probleme, aber meiner Mutter geht es von Tag zu Tag schlechter.Ich würde euch gerne mal eine Kurzfassung der Vorkommnisse schreiben:
Meine Mutter ist Altenpflegerin. Sie hat sich im März in einem anderen Heim beworben, weil sie im alten nicht mehr glücklich war. Ich habe sie dabei unterstützt. Sie bekam die Stelle.
Dort hat sie 6 Monate Probezeit. So, letzte Woche kam sie nach Hause und berichtete mir, das sie die Probezeit nicht besteht und zum 31. August gekündigt ist. Ein Schlag ins Gesicht für sie. Absolut verständlich. Vorgestern hat sie nun ein Auto angefahren. Schaden knapp 1500 Euro. Um zu verhindern das die Versicherungsbeiträge weiter steigen, wird sie das aus eigener Tasche zahlen. Heute kam ich von der Arbeit und sie erzählte mir, dass sie wieder eine schlechte Nachricht hat.
Sie wird von ihrem Arbeitgeber beschuldigt, Medikamente gestohlen zu haben. Ich schwöre hoch und heilig, das meine Mutter nie und nimmer Medikamte stehlen würde, warum auch? Sie denkt, das die different davon kommt, das ihre Kollegen oft halbe Tabletten wegwerfen, wenn nur eine halbe Tablette verordnet ist. Um niemanden zu verpfeiffen oder anzuschwärzen, hat sie das aber nicht bei dem Gespräch mit ihrem Arbeitgeber erwähnt. Nun ist sie bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses beurlaubt.
Ich habe meine Mutter heute das allererste Mal in meinem Leben weinen sehen. Ich hab sie gefragt ob sie weiter in der Pflege arbeiten will und gemeint, das dies doch ihre Traumberuf sei. Da sagte sie, das das mal so war, aber nicht mehr so ist. Und sie hatte solche Angst, das ihr Ex-Mann (mein Vater) und meine beiden Brüder jetzt schlecht von ihr denken, sie als Versagerin sehen. Sie redet die ganze Zeit davon, das sie jetzt als Klofrau arbeiten wird. So als wäre sie nur noch für solche arbeiten was wert (ich will damit nicht sagen das eine Klofrau wertlos ist)
Ich kann nicht damit umgehen, das meine Mutter so depremiert ist. Ich weiß nicht wie ich ihr helfen soll. Kann ich das überhaupt?
Ich meinte zu ihr, das sie sich jetzt erstmal ausruhen soll, erholen soll. Und in zwei oder drei Wochen kann sie ja anfangen darüber nachzudenken, wie es weitergeht.
Eine große Hilfe bin ich damit aber sicher nicht.
Ich will ihr nicht raten zu einem Psychologen zu gehen, das kann ich nicht. Ich weiß auch nicht warum.
Aber wie kann ich ihr sonst helfen. Ich habe gefragt ob ich ein paar Tage bei meinem Freund schlafen soll, damit sie sich hier ausbreiten kann und mal für sich sein kann, aber das wollte sie nicht.
VIelleicht hat ja jemand einen Tipp für mich...bzw. meine Mutter

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4. August 2010 um 21:07


Zum stehlen:
Den Job war sie davor schon los. Sie will nie jemandem auf die Zehen treten, niemanden beschuldigen oder ähnliches. Sie hat Angst, das dann auch noch andere Probleme bekommen. Sie überlegt auch, den Lohn, den sie für die beurlaubte Zeit bekommen wird, nicht anzunehmen, weil sie dafür ja nicht gearbeitet hat. Und ich denke sie war in dem Moment auch einfach total geschockt, das ihr sowas vorgeworfen wird. Ich habe ihr auch gesagt, das sie das richtig stellen sollte.

Ich versuche ihr Mut zuzusprechen, so gut ich kann. Hab auch schon nach neuen Stellen für sie gesucht, aber seit heute weiß ich ja, das sie nicht mehr in die Pflege will. Jetzt weiß ich nicht wonach ich mich umschauen soll. Ich kann mir meine Mutter nur in diesem Beruf vorstellen. Sie hat dafür gelebt seit ich denken kann. Ich weiß einfach nicht genau, wie ich mit ihr umgehen soll. Schweigen, damit sie ihre ruhe hat? Dann habe ich das Gefühl sie allein mit ihren Problemen zu lassen. Mit ihr über die Situation reden? Dann hab ich das Gefühl, das ihr das unangenehm ist. Über andere Dinge reden? Kommt mir alles so belanglos und banal im Moment vor.
Ich habe Angst, das die Dinge die ich ihr sonst erzähle, jetzt die Wunden noch mehr aufreisen. Wir reden eigentlich viel über die Arbeit. Und wenn ich ihr jetzt von Problemen bei mir in der Arbeit erzähle, kommen mir die so dermaßen belanglos vor. Wenn ich über positives erzähle, kommt mir das vor, als würde ich prahlen und habe Angst das sie das dann verletzt.
Ich weiß ja, das meine Mutter auch nur ein Mensch ist. Sie hat mir schon so oft geholfen. Ich will ihr ja jetzt auch helfen. Ich weiß nur einfach nicht wie.


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