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Brauche einen Rat & liebe Worte

16. April 2002 um 8:51

Hallo!

Also... die ganze Geschichte fing letztes Jahr so ungefähr um diese Zeit an! Damals war ich noch mehr oder weniger mit meinen Mann zusammen und mein jetziger Freund mit seiner Freundin. Nach langem hin und her haben wir uns gegen unsere Ex-Partner und für uns entschieden. Naja... zumindest ich hatte mich wirklich entschieden. Damals war ich auch mit seiner Ex befreundet. An einem eigentlich sehr schönen Nachmittag erzählte sie mir dann, dass sie letzte Woche noch mal mit ihrem Ex also mit meinen Freund gef***t hat (weil sie nicht wusste ob sie von nem anderen Typ schwanger ist... so hätte sie es ihm anhängen können). Prima! Da die Situation zu dem Zeitpunkt noch nicht so ganz „abgeklärt“ war und ich sehr viel für ihn empfunden habe, hab ich ihm verziehen. Nach wenigen Wochen kamen dann die ersten Zweifel von meinem Freund. Er wusste plötzlich nicht mehr, für wen er denn jetzt tatsächlich etwas empfindet und ob er auf seine Ex verzichten konnte. Er wollte mich Tage nicht sehen und auch nicht hören. Er wollte sich mit ihr treffen um zu sehen, wie er empfindet und mir dann seine Entscheidung mitteilen. Das tat er auch und diesmal hatte ich den Zuschlag! Der Kontakt zu ihr ist aber trotzdem nie abgebrochen. Ich hab versucht Verständnis dafür aufzubringen, bis er mich eines Abends kurz nach dem wir Sex hatten im Bett liegen ließ um mit ihr ne halbe Stunde zu telefonieren. Das war auch der letzte Abend, den ich mit ihm verbracht habe. Am nächsten Tag hat er mir per sms mitgeteilt, dass er wieder mal Zweifel hätte. Ende der Woche teilte er mir per Mail mit, dass er es noch mal mit seiner Ex probieren möchte! Wir haben uns trotzdem immer wieder gesehen und hatten auch Sex. Im Herbst hat er sich dann erneut gegen seine Ex und für mich entschieden. Seit Anfang des Jahres wohnen wir zusammen. Anfangs hab ich geschafft, diese Dinge zu vergessen und ihm zu glauben, dass er mich wirklich liebt. Nach allem was gewesen ist, nicht gerade einfach. Vor ein paar Wochen hat er im Schlaf ihren Namen gesagt. Ich hab ihn darauf angesprochen. Er könnte sich an keinen Traum erinnern. Ich sollte mir keine Gedanken machen. Alles wäre in Ordnung und ich wäre die Frau, die er lieben würde! Jetzt hab ich seit ein paar Wochen fast jede Nacht einen fiesen Traum. Immer dasselbe: Er verlässt mich wegen ihr... immer anders ausgeschmückt! Danach bin ich immer völlig fertig. Aber zum glück hatte er ja keinen Kontakt mehr zu ihr... bis gestern. Unter einem Vorwand hat sie sich bei ihm per sms gemeldet um ihm dann letztendlich mitzuteilen, sie hätte Gebärmutterkrebs!!! Das tut mir ausgesprochen leid! Aber jetzt ist der Kontakt wieder hergestellt. Gestern Abend hat er dann gesagt, er hätte sich im Internet mal ein paar Informationen über Gebärmutterkrebs rausgesucht und er könnte es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren sich nicht um sie zu „kümmern“... Er will sie angeblich nicht sehen... noch nicht!
Ich habe wahrsinnige Angst ihn erneut an sie zu verlieren. Was soll ich tun? Wie soll ich mich verhalten? Ich kann mich kaum noch konzentrieren... bin völlig am Ende!

Biene

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16. April 2002 um 10:48

Liebe Biene...
....das hört sich ja alles echt traurig an, auch für Dich muß es eine schlimme zeit sein, abgesehen davon, daß diese Frau erkrankt ist, befaßt sich dein Freund nun wieder damit.
Es ist schwierig, hier die richtige Balnce zu finden, zwischen Deinem Verständnis für beide, dem nötigen Vertrasuen und der Angst, es könnte doch wieder mehr passieren.
Rede doch mal in einer ruhigen Minute mit ihm darüber, mache ihm klar, daß Du schon Verständnis dafür hast, daß er ihr helfen will, er da auf deine Unterstützung hoffen kann, aber Du auch klarstellen möchtest, ob es nicht doch mehr ist, wie "Mitleid", er Dir wirklich offen sagen soll, wenn seine Gefühle in eine andere bahn gehen.
Denn das würde sicher sehr schmerzhaft sein, aber es wäre besser, als die ständige doch immer wieder mal aufkeimende Ungewißheit, die sich ja auch in den Träumen äußert.
Er soll neben seiner Fürsorge für sie nicht vergessen, mit wem er schließlich zusammenlebt. Je offener er damit umgeht, Dich auch miteinbezieht und Dir offen erzählt, was er gerade im Internet herausgefunden hat etc., umso normaler wird diese Situation auch für Dich werden. Er darf Dich einfach nicht ausschließen dabei, und Du solltest auch versuchen, ihm zu vertrauen und zu zeigen, daß es kein Problem ist für Dich, solange es keine Liebe mehr auf seiner Seite für sie gibt, sondern nur Fürsorge und Freundschaft.
Er liebt Dich und ist mit Dir zusammen, das ist die hauptsache, auf die Du vertrauen solltest, und daß er ehrlich sagen wird, wenn es nicht mehr so wäre. Glaube und vertraue ihm! Diese schlimme Sache darf zumindest nicht Eure Beziehung beeinflussen mit Zweifeln deinerseits!!
Alles Gute, natasha

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16. April 2002 um 11:09
In Antwort auf dania_12469605

Liebe Biene...
....das hört sich ja alles echt traurig an, auch für Dich muß es eine schlimme zeit sein, abgesehen davon, daß diese Frau erkrankt ist, befaßt sich dein Freund nun wieder damit.
Es ist schwierig, hier die richtige Balnce zu finden, zwischen Deinem Verständnis für beide, dem nötigen Vertrasuen und der Angst, es könnte doch wieder mehr passieren.
Rede doch mal in einer ruhigen Minute mit ihm darüber, mache ihm klar, daß Du schon Verständnis dafür hast, daß er ihr helfen will, er da auf deine Unterstützung hoffen kann, aber Du auch klarstellen möchtest, ob es nicht doch mehr ist, wie "Mitleid", er Dir wirklich offen sagen soll, wenn seine Gefühle in eine andere bahn gehen.
Denn das würde sicher sehr schmerzhaft sein, aber es wäre besser, als die ständige doch immer wieder mal aufkeimende Ungewißheit, die sich ja auch in den Träumen äußert.
Er soll neben seiner Fürsorge für sie nicht vergessen, mit wem er schließlich zusammenlebt. Je offener er damit umgeht, Dich auch miteinbezieht und Dir offen erzählt, was er gerade im Internet herausgefunden hat etc., umso normaler wird diese Situation auch für Dich werden. Er darf Dich einfach nicht ausschließen dabei, und Du solltest auch versuchen, ihm zu vertrauen und zu zeigen, daß es kein Problem ist für Dich, solange es keine Liebe mehr auf seiner Seite für sie gibt, sondern nur Fürsorge und Freundschaft.
Er liebt Dich und ist mit Dir zusammen, das ist die hauptsache, auf die Du vertrauen solltest, und daß er ehrlich sagen wird, wenn es nicht mehr so wäre. Glaube und vertraue ihm! Diese schlimme Sache darf zumindest nicht Eure Beziehung beeinflussen mit Zweifeln deinerseits!!
Alles Gute, natasha

Hallo Natasha!
Danke für Deine lieben Worte!
Ich muss ihm vertrauen... das ist schon klar! Aber wie? Es ist sehr schwierig für mich den Unterschied zu letztem Jahr zu erkennen. Letztes Jahr hat er sich auch für mich etnschieden und mir gesagt wie wohl er sich fühlt und wie sehr er mich liebt! Dann kam doch alles anders! Wie soll ich ihm diesmal vertrauen und glauben? Es ist selbst ohne die jetzige Situation manchmal sehr schwierig nach allem was war (der obige Beitrag ist ja nur ein kleiner Ausschnitt von dem was alles war) überhaupt zu glauben, dass er mich liebt und wirklich mit mir zusammen sein will und ich nicht nur die bessere Alternative zu ewigem Streit und einer aus den Fugen geratenen Beziehung bin!

Biene

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16. April 2002 um 11:30
In Antwort auf nancy_12674306

Hallo Natasha!
Danke für Deine lieben Worte!
Ich muss ihm vertrauen... das ist schon klar! Aber wie? Es ist sehr schwierig für mich den Unterschied zu letztem Jahr zu erkennen. Letztes Jahr hat er sich auch für mich etnschieden und mir gesagt wie wohl er sich fühlt und wie sehr er mich liebt! Dann kam doch alles anders! Wie soll ich ihm diesmal vertrauen und glauben? Es ist selbst ohne die jetzige Situation manchmal sehr schwierig nach allem was war (der obige Beitrag ist ja nur ein kleiner Ausschnitt von dem was alles war) überhaupt zu glauben, dass er mich liebt und wirklich mit mir zusammen sein will und ich nicht nur die bessere Alternative zu ewigem Streit und einer aus den Fugen geratenen Beziehung bin!

Biene

Vertrauenssache
Liebe Biene,
ich hoffe, die richtigen Worte finden zu können für deine doch sehr schwierige Situation. Natashas Worten kann ich mich nur anschließen, allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es sehr sehr schwer ist, einmal gebrochenes Vertrauen wieder aufzubauen. Ich habe das zweieinhalb Jahre lang versucht, nachdem mein damaliger Freund mich wahnsinnig verletzt hat (es ging um eine andere Frau). Ich versuchte es immer wieder, gelungen ist es mir nie. Ich musste erkennen, dass mich die Vergangenheit und der erlebte Schmerz durch die Enttäuschung, durch den Vertrauensbruch, mich immer wieder einholt, ja mich sogar ständig begleitet. Ich konnte einfach nicht vergessen, wie er mit mir umgegangen ist, wie er mein Vertrauen gebrochen hat. Ich tat mir selbst damit nichts Gutes, im Gegenteil, ich ging immer mehr vor die Hunde. Hatte schlimme Träume, die Eifersucht steigerte sich bis ins Unermessliche, ich hatte an nichts mehr Spaß und dachte ständig nur daran, wieder von ihm enttäuscht zu werden, was im Endeffekt auch geschah. Es ging sogar soweit, dass ich Kontrolle ausübte, ganz übel.
Jetzt ist die Beziehung beendet, seit erst fünf Wochen und ich leide immer noch, aber es geht mir trotzdem ohne ihn besser, weil einfach diese nagenden Zweifel und die Angst vor abermaliger Enttäuschung von mir abfallen.
Ich wünsche dir, dass du das für dich richtige machst und nicht in eine Abhängigkeitsbeziehung rutscht!
Alles alles Liebe
Lisa

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16. April 2002 um 11:58
In Antwort auf LisaL

Vertrauenssache
Liebe Biene,
ich hoffe, die richtigen Worte finden zu können für deine doch sehr schwierige Situation. Natashas Worten kann ich mich nur anschließen, allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es sehr sehr schwer ist, einmal gebrochenes Vertrauen wieder aufzubauen. Ich habe das zweieinhalb Jahre lang versucht, nachdem mein damaliger Freund mich wahnsinnig verletzt hat (es ging um eine andere Frau). Ich versuchte es immer wieder, gelungen ist es mir nie. Ich musste erkennen, dass mich die Vergangenheit und der erlebte Schmerz durch die Enttäuschung, durch den Vertrauensbruch, mich immer wieder einholt, ja mich sogar ständig begleitet. Ich konnte einfach nicht vergessen, wie er mit mir umgegangen ist, wie er mein Vertrauen gebrochen hat. Ich tat mir selbst damit nichts Gutes, im Gegenteil, ich ging immer mehr vor die Hunde. Hatte schlimme Träume, die Eifersucht steigerte sich bis ins Unermessliche, ich hatte an nichts mehr Spaß und dachte ständig nur daran, wieder von ihm enttäuscht zu werden, was im Endeffekt auch geschah. Es ging sogar soweit, dass ich Kontrolle ausübte, ganz übel.
Jetzt ist die Beziehung beendet, seit erst fünf Wochen und ich leide immer noch, aber es geht mir trotzdem ohne ihn besser, weil einfach diese nagenden Zweifel und die Angst vor abermaliger Enttäuschung von mir abfallen.
Ich wünsche dir, dass du das für dich richtige machst und nicht in eine Abhängigkeitsbeziehung rutscht!
Alles alles Liebe
Lisa

Danke!
Hallo Lisa!

Es scheint, als hättest Du auch eine recht schwierige Zeit hinter Dir!? Das tut mir leid!!!

Ich denke oft darüber nach, die Beziehung zu beenden... nicht weil ich ihn nicht liebe! Ich liebe ihn sogar sehr! Ich möchte nur manchmal diesen "miesen Gefühlen" ein Ende bereiten und sehe keinen anderen Ausweg mehr! Dann gibt es wieder Tage, an denen kann ich nicht verstehe, warum ich ständig so meine Zweifel hab und ihm nicht vertrauen kann. Ab und an schafft er es, dass ich mir seiner "sicher" bin!
Leider überwiegen aber die anderen Tage und Situationen. Ständig werde ich (auch durch ihn) an letztes Jahr und an sie erinnert. Ohne den Kontakt zu ihr war es schon schwer... und jetzt isst sie wieder da... irgendwie. In seinem Kopf, in seinen Gedanken! Ich hab Angst, dass ich es nicht schaffe und die Beziehung in die Brüche geht! Ich möchte so etwas wie letztes Jahr einfach nicht mehr erleben und fühlen müssen... es reicht ja, wenn ich das schon fast jede Nacht im Traum wieder erlebe. Ich bin nach einem solchen Traum wahnsinng froh aufzuwachen...

Ich hoffe, dass es dir bald wieder besser geht und Du das findest, was Du suchst und damit glücklich wirst!

Ganz lieben Gruß
Biene

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