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Brauche dringend rat

7. April 2012 um 23:47

Hallo liebe Leser/innen,
und zwar habe ich ein mehr oder weniger großes Problem... bzw. weiß ich nicht weiter. Der Text wird wohl eher sehr lang... dafür, danke fürs lesen und eventuelle Ratschläge

Alsoo ich bin 22 Jahre alt und allein erziehende Mami eines 2 Jährigen Sohnes. Ich habe seit über einem halben Jahr einen super tollen Freund, der sich auch wirklich klasse um meinen Sohn kümmert. Es könnte echt alles so toll sein wenn da nicht die anderen Probleme wären...
Mein Freund, 25 Jahre (wir sind beide Polnischer Herkunft), ist sehr streng erzogen... Also es ging alles damit an..Wir hatten uns vor 1,5 Jahren über ecken kennen gelernt... Haben uns ganz gut verstanden und seit dem Tag eigentlich regelmäßig Emails hin und her geschrieben. Nächte lang geskypt etc...
Es basierte aber alles auf Freundschaftlicher ebene... (dachte ich) ! ... Das ging dann echt ein Jahr so ohne das er oder ich uns Hoffnungen gemacht haben. Innerlich dachte ich schon immer... "ist echt ein toller Mann, Anständig, gebildet, steht mit beiden Beinen im leben... erfolgreich,... "
Ich wiederum mitten im Abi, allein Erziehend... "kämpfe" mich so gesehen durchs Leben... Somit hatte ich jegliche Gedanken an "mehr" mit ihm ausgeschlossen.
Lange rede kurzer Sinn...Als dann mehr aus uns wurde... hatte ich Angst... Angst ob er es wirklich ernst meint? Er ist für sein alter aber sehr reif... und somit konnte ich eigentlich ausschließen, dass er nur seinen spaß haben will oder ähnliches. Anderer Seits.. dachte ich mir.. was will er von einer Frau mit Kind wenn er wirklich jede Frau haben könnte?!... Naja ich hatte einfach große Angst, wieder enttäuscht zu werden, angst das mein kleiner sich an einen Menschen gewöhnt der dann in paar Wochen die flucht ergreift.. angst vor der Zukunft und Angst vor seiner Familie!
Und das ist der Haken an der Sache..... Seine Familie ist wirklich klasse! Seine Eltern sind sehr gebildet, legen viel Wert auf unsere Religion ( gehen jeden Sonntag zur Kirche etc.) , legen viel Wert auf unsere Traditionen..., sind erfolgreich und haben zwei super Kinder ( meinen Freund und seine Schwester). Mein Freund hatte ihnen aber direkt von uns erzählt, da er meint er könnte mit ihnen über alles sprechen. Die haben eigentlich ganz locker drauf reagiert... und meinten wenn er sich der Sache wirklich bewusst ist, dann soll er die Beziehung führen.. aber wenn er sich nicht sicher ist.. soll er es lassen... weil sich grade EIN KIND an ihn gewöhnt.. und dann nicht nur ein Herz bricht sondern ein zweites kleines mit!!!
Er hat sich für uns entschieden und wir sind auch sehr Glücklich zusammen... Er meinte er wird meinen kleinen behandeln wie seinen eignen Sohn und ihn so lieben wie seinen eignen Sohn. Aber er hat angst, dass mein kleiner irgendwann wenn er 18 ist, ihm vorwirft, dass er nicht sein leiblicher Vater ist, ihn nicht respektiert... und das würde meinen Freund zutiefst, wirklich zutiefst verletzen. Weil er die nächsten 16 Jahre alles für ihn tun würde... und als dank dann von meinem kleinen, einen tritt bekommt... Ich verstehe seine Ängste... aber ich kann ihm diese auch nicht nehmen. Da ich nicht weiß, was die Zukunft bringen... ich weiß nicht wie mein Sohn in 16 Jahren reagiert... ich weiß nur, dass wir ihm das sobald er es versteht einfach bei bringen müssen, dass er da irgendwo noch einen Erzeuger gibt... hier aber ein 2. Papa ist der ihn sehr lieb hat.. und ich denke dann wächst er mit dem Gedanken auf und wird später nicht von der wahrheit überrumpelt. Ich habe ihn anhand von beispielen auch versucht zu erklären, dass auch die eignen Kinder in dem falle sein leibliches Kind irgendwann ihm respektloss und frech gegenüber treten könnte.. In der Pubertät und das sowas vorkommt und man damit lernt umzugehen. Das die Erziehung auch vieles beeinflusse usw.. Zusätzlich... kommt dazu, dass seine Familie halt sehr religiös ist... meine nicht! Wir legen auch wert auf Traditionen, Weihnachten, Ostern etc.. aber meine Eltern gehen nicht jeden Sonntag in die Kirche um zu beten... sie sind eher die "einfachen typen"... Sitzen am wochenende zu hause und gucken was im tv.. als über Gott und die Welt zu quatschen. Und bei meinem freund ist es halt anders. Sein Vater wollte immer, dass seine Kinder sich Partner suchen, aus ebenso "tollen" Familien, wo man über wichtige Dinge im Leben, am Tisch diskutiert. Wo man zusammen zur Kirche geht. Zusammen was aufbaut.. und wo nicht nur die eine Seite ( in dem falle seine) in die Familie investiert. Und diese ganzen Punkte machen meinem Freund die Entscheidung nicht leicht. Er liebt seine Eltern... und er liebt uns. Wir beide wissen genau... seine und meine Eltern... sind zwei komplett verschiedene Welten.. wir wissen nicht wie das sein wird, wenn wir mal am Tisch zusammen sitzen sollten... Meine Mutter ist auch geschieden und hat seit 7 Jahren einen Partner, er arbeitet sehr viel , ist Geschäftlich sehr viel auf Reisen,w enn er dann mal zu Hause ist, Verstehe ich wenn er lieber auf dem Sofa ausruht als zur Kirche zu gehen oder sonst was... Dazu kommt halt das meine Familie eher sehr einfach ist... sie lachen über irgendwelche Witze... sind manchmal meiner Sicht aus auch gut primitiv... und wenn ich an seine Familie denke... das wird einfach nur eskalieren. Ich selbst fühle mich eher zu seiner Familie zugehörig als zu meiner.
Ich will meinen Freund nicht verlieren, er ist der Mann den ich mir immer gewünscht habe und ich weiß er wird ein Toller Ehemann und Vater. Es war schon schwierig für seine Eltern zu akzeptieren, dass ich ein Kind habe , zusätzlich ein uneheliches Kind... und nun sind die soweit, dass sie sagen, sie würden meinen kleinen behandeln wir ihr eigenes Enkelkind... dann kommen dann halt die Familiären Unterschiede hoch. Ich bin wirklich so verzweifelt, dass ich sehr oft denke ,ich mache meinem Freund das leben schwer bzw. kaputt. Er könnte es so viel einfacher haben Und manchmal denke ich, mich von ihm zu trennen um ihm das alles einfach zu ersparen.. ich weiß ich würde für "unsere" Familie alles geben in Zukunft... aber ich weiß nicht wie es klappen soll mit seinen und meinen Eltern an einem Tisch. Geschweige den an eine Hochzeit zu denken? An solche "normalen" Dinge... in gehobenem und normalem Niveau.. also meine Familie ist in Ordnung. Sie sind alle lieb und nett... keinesfalls irgendwelche Asis... aber sie leben halt "etwas" vor sich hin... als mitten drin. Ich liebe meinen Freund so sehr... sein Vater sagt nichts mehr dazu aber zu seiner Mutter wiederholt er immer wieder " Wieso seine Kinder sich das leben schwer machen, anstatt sich normale Partner zu suchen",.. "aus heilen Familien, wo niemand geschieden ist etc" ... Bei denen ist es halt so, man kann Jahrzehnte weit zurück denken... von Urgroßeltern bis Tanten und Onkels da war nie jemand geschieden. Alles waren sie erfolgreiche Menschen, Ärzte usw... und dann komme ich halt... " mit meinem Kind, meiner einfachen Familie, boxe mich allein durchs leben "... ehh es ist einfach so schwierig.. meinen Freund belastet das halt sehr.. weil er seine Eltern nicht enttäuschen will, mich aber liebt und eigentlich sein Herz sagt er will nichts anderes als UNS!.. und anderer seits seine Familie .... Helft mir bitte... soll ich ihn gehen lassen? Nur um ihn ein normales leben zu ermöglichen`? Ohne diese ganzen Probleme.. wo ich noch tausend andere dinge aufzählen könnte... Mir würde es das Herz zerreisen... aber ich möchte ihn und seine Familie nicht so sehen... Wir reden auch immer offen über alles und ich hab ihm das auch schon gesagt, er solle dann vielleicht doch lieber gehen, das sein Vater evtl. recht hat und es ja nur gut meint.. er solle sich "normale" Partner suchen... aber er meint es ist sein Leben und er entscheidet.. nur wenn dann was missglückt braucht er seinen Vater nicht mehr um Rat fragen. Weil sein Vater ihm alle positiven und negativen Seiten, solch einer Beziehung schon aufgezählt hat. Der Vater ist halt der Meinung.. wenn in dem Falle meine Eltern sich geschieden haben.. wäre es für mich nichts schlimmes mich auch scheiden zu lassen. Und das ist das letzte was mein Freund will. Aber man sucht sich das ja nicht aus sich scheiden zu lassen?! Das sind so dinge die mich einerseits wütend machen anderer Seits habe ich Verständnis, dass der Vater nur das beste will... Aber das heißt doch nicht, dass ich meine Ehe dann leichtsinnig sehe oder ähnliches... Ich weiß einfach nicht weiter... ich schlafe schon seit Tagen nicht... es macht mich richtig kaputt... die Angst vor der Zukunft Und es könnte doch alles so schön sein... Sorry für den langen text..

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8. April 2012 um 0:07

Verstehe deine Sorgen
aber meine Meinung dazu ist: Die Familie ist wichtig, auch deren Meinung zu bestimmten Sachen.
Aber irgendwann sind die eigenen Eltern tot und man hat nur noch die eigene Familie und DAS ist das, was am wichtigsten sein sollte!

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8. April 2012 um 11:49

Ich kann deine Sorgen gut nachvollziehen..
.. weil es bei meinen Eltern zumindest so ähnlich war. ich erzähle dir einfach ihre "Geschichte" daran kann ich dir meinen Standpunkt am besten erklären: meine Mutter lernte meinen Vater kennen da war sie gerade 22 Jahre alt und steckte im Studium. sie wohnte in der Stadt in der sie studierte und er wohnte in einem kleinen Ort indem er arbeitete. es war eine Fernbeziehung die jedes Wochenende 2 Stunden Autofahrt bedeuteten. Alleine das war schon eine Probe für ihre Beziehung, aber der eigentlich Grund weswegen ich dir das hier erzähle ist, dass mein Vater geschieden war (14 Jahre Ehe) UND: 3 Kinder aus der Ehe hatte. Diese wohnten zwar bei seiner Exfrau, aber sie waren natürlich ein Teil seines Lebens und er muss bis heute noch einen Teil Unterhalt bezahlen. Meine Mutter war einmal kurz davor alles hinzuschmeißen das weiß ich, aber sie hat sich dagegen entschieden. Obwohl ihre Eltern nicht gerade begeistert von einem verschuldeten Mann (3 Kinder Unterhalt und ein Einfamilienhaus abzubezahlen) der bereits einmal geschieden war und 11 Jahre älter war, waren. Aber meine Mutter konnte, genau wie du, mit meinem Vater über alles reden, sie verbanden tiefe Gespräche und das Gefühl von Liebe. Ihre Eltern haben meinen Vater aber akzeptiert, weil sie wussten, dass meine Mutter ihn liebt. Und mittlerweile sind meine Eltern 22 Jahre verheiratet und haben 2 Kinder. Natürlich gab es in der Ehe immer wieder Höhen und Tiefen, aber das ist denke ich normal und ich denke wenn die Gefühle stimmen, dann findet man gemeinsam den richtigen Weg!! Alles Gute

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8. April 2012 um 22:25

..hmm
Ihr habt schon recht mit dem was ihr sagt. Wenn die Gefühle stimmen dann sollte alles machbar sein. Aber macht es Ihn auf dauer glücklich wenn er immer mit dem Gedanken kämpfen muss, dass seine Eltern sich was "besseres" für ihn wünschen? Und macht es mich Glücklich wenn ich dort hin gehe, immer mit dem hintergedanken, dass sie mich zwar mögen, sich aber jemanden anderes als schwiegertochter wünschen?! ... Ich weiß, dass ich für ihn alles tun würde und "eigentlich" weiß ich auch, dass er es genau so tun würde.. aber weiß ich nicht ob er stark genug ist...
Es ist sowieso schon schwieirg einen Partner zu finden mit einem Kind, dann noch einen Partner mit dem man sich wirklich versteht und es passt... und ich habe wirklich einen tollen Mann wo alles perfekt sein könnte... das ist so verletzend irgendwie...

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