Forum / Liebe & Beziehung

Brauche dringend eure Sichtweise. Meine Welt bricht gefühlt zusammen. Bin ich verrückt?

19. Oktober 2020 um 8:41 Letzte Antwort: 24. Oktober 2020 um 15:55

Liebe Forengemeinde, ich hoffe ich darf euch um eure Sichtweise bitten. 

Mein Mann und ich sind seit 11 Jahren ein Paar, haben ein 3 jähriges Kind. Aktuell bin ich mit dem zweiten Wunschkind (24.ssw) schwanger. 
Mein Mann ist ein wundervoller Vater, opfert sich für seine Familie auf. Er arbeitet viel, nimmt sich aber auch immer Zeit und von Außen könnte nichts besser laufen. 

Mir war Nähe und Zuwendung in der Beziehung immer als ihm, das war mir bewusst. Ich war da auch immer etwas die treibende Kraft, das war auch okay. Vor ca. 2,3 Jahren wurde es von seiner Seite immer weniger (kaum kuscheln, kaum küssen, Sex mag er aber ganz gern, das fand ca 7 mal im Monat statt). Wir haben oft darüber gesprochen, da wir Probleme und Wünsche immer offen ansprechen wollen. Ich habe oft betont, dass es mir sehr wichtig sei. Er hat es dann auch kurz, meist nur wenige Tage/Wochen, verändert. Vor 4,5 Monaten hatte ich eine Infektion und musste Medikamente nehmen. Daher durften wir zwei Wochen keinen Sex haben und sollten ab da an auch Kondome nutzen (was wir auch Jahre zuvor getan haben da ich keine Hormone vertrage, das ist also kein Problem) bis die Schwangerschaft vorbei ist. 
Jetzt mein großes Problem: 

Seit 4 Monaten passiert NICHTS mehr. Ich habe mir gedacht, ich lasse ihn mal auf mich zukommen, tue mal weniger für körperliche Nähe. Seit 4 Monaten gab es nicht einen einzigen richtigen Kuss von ihm, kein kuscheln, kein sex, NICHTS. Gar nichts. Bereits nach wenigen Wochen litt ich sehr darunter, wollte aber unbedingt dass er den ersten Schritt tut. Tat er aber nicht. Er wirkte eher erleichtert, drehte sich abends wortlos weg und schlief. Jeden einzelnen Abend. 
Gestern ertappte er mich dann, wie ich abends aufs Sofa ging und weinte. Ich dachte er schläft schon. Es ist mir zuviel gewesen, diese ewige Ablehnung. 

Wir sprachen sehr lange. Er sagte mir, dass er mich sehr liebt, es nicht an mir liegt. Dass er einfach ->> keine körperliche Nähe mag und braucht. Weder Kuscheln noch Küssen noch Ähnliches. Sex ab und zu würde ihm reichen. Aber wenn es mir so wichtig sei, können wir das gern wieder tun, ich solle es nur sagen. Dann würde er das mir Zuliebe tun. WELCHE FRAU MÖCHTE DAS SO?

Ganz ehrlich? Meine Welt ist gestern zusammengebrochen. Ich fühle mich unfassbar schlecht.Waren alle Zärtlichkeiten der letzten 11 Jahre eine Lüge? War es Mitleid und nur mir zuliebe? 
Werde ich von nun an den Rest meines Lebens darauf verzichten müssen, wenn ich nicht "bescheid" sage und die treibende Kraft bin? Ja, es scheint so. Ich weiß, dass man niemanden zwingen kann etwas gut zu finden das er nicht mag. 
Aber ich komme nicht zurecht. Ich weine seit letzter Nacht und kann nicht denken. Ich möchte so nicht leben. Ich bin 26 Jahre alt, ich bin hübsch und tue viel für Fitness, für mein Aussehen und pflege mich. Ich gebe mir wirklich Mühe und brauche Nähe in einer Beziehung sehr. 
Aber die wird es wohl nie wieder geben, da ich Mitleid nunmal auch nicht möchte. Ich bin grade so einsam und werde es wohl in der Hinsicht nun für immer sein. 

Ich möchte meinen Mann nicht verlassen, wir haben zwei kleine Kinder, es gibt ja keinen "Grund". Aber ich fühle mich grade am emotionalen Ende unserer Ehe angekommen und weiß mir nicht zu helfen. 

Kann mir bitte jemand seine Meinung sgen? Sind es die Hormone? Bin ich undankbar? Ich kann das einfach alles nicht fassen grade....Ich habe nie bemerkt, dass es so einseitig war. Ich bin so dumm...  

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19. Oktober 2020 um 8:50

Drama Drama Drama 

26 Jahre alt, 11 Jahre zusammen und du merkst erst jetzt, dass du die treibende Kraft in diesem Punkt bist? 

Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse.  Der eine will mehr das, der andere mehr jenes. Das ist ganz normal. Er mag auch Sex aber halt nicht in diesem Ausmaß. Geh bisschen runter vom Gas. Stell dir mal vor, dein Partner würde so reagieren wie du jetzt und du wärst er. Völlig irre. 

es ist nichts passiert. Ihr könnt normal weiterleben, nur mit mehr Erkenntnis und du hast etwas weniger Sex als sonst. Vergiss nicht, du bist auch schwanger derzeit. Findet auch nicht jeder so sexy. 

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19. Oktober 2020 um 8:55
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Drama Drama Drama 

26 Jahre alt, 11 Jahre zusammen und du merkst erst jetzt, dass du die treibende Kraft in diesem Punkt bist? 

Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse.  Der eine will mehr das, der andere mehr jenes. Das ist ganz normal. Er mag auch Sex aber halt nicht in diesem Ausmaß. Geh bisschen runter vom Gas. Stell dir mal vor, dein Partner würde so reagieren wie du jetzt und du wärst er. Völlig irre. 

es ist nichts passiert. Ihr könnt normal weiterleben, nur mit mehr Erkenntnis und du hast etwas weniger Sex als sonst. Vergiss nicht, du bist auch schwanger derzeit. Findet auch nicht jeder so sexy. 

Nein, ließ nochmal. 
Sex ist ja "ok" für ihn. 
Aber jegliche andere Form hat er mir offen gesagt, braucht er nicht/mag er nicht. Keine Berührungen, keine Nähe, kein Kuss. Außer ich sage ihm klar bescheid. 
Es läuft grade für mich auf eine Ehe ohne jegliche Form von Körperlichkeit hinaus, wenn ich mich nicht mit seinem Mitleid zufriedengebe. Das ist mein Problem. Dass ich schwanger bin hat damit nicht viel zu tun. Ich war bereits einmal schwanger zuvor, da war es wie immer. 

Könntest du so eine Beziehung führen, auf Dauer? Ich weiß, dass ich es nicht können werde. Da ich dann ja auch mit meinem Bruder leben könnte...

Und nein, ich weiß (steht doch oben), dass ich treibende Kraft bin/war. Aber da dachte ich nie, dass es ihm so "zuwider" ist. Da hast du wohl Recht. Das wusste ich nicht. Nie. 

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19. Oktober 2020 um 8:57
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Nein, ließ nochmal. 
Sex ist ja "ok" für ihn. 
Aber jegliche andere Form hat er mir offen gesagt, braucht er nicht/mag er nicht. Keine Berührungen, keine Nähe, kein Kuss. Außer ich sage ihm klar bescheid. 
Es läuft grade für mich auf eine Ehe ohne jegliche Form von Körperlichkeit hinaus, wenn ich mich nicht mit seinem Mitleid zufriedengebe. Das ist mein Problem. Dass ich schwanger bin hat damit nicht viel zu tun. Ich war bereits einmal schwanger zuvor, da war es wie immer. 

Könntest du so eine Beziehung führen, auf Dauer? Ich weiß, dass ich es nicht können werde. Da ich dann ja auch mit meinem Bruder leben könnte...

Und nein, ich weiß (steht doch oben), dass ich treibende Kraft bin/war. Aber da dachte ich nie, dass es ihm so "zuwider" ist. Da hast du wohl Recht. Das wusste ich nicht. Nie. 

Ich habe mir wohl immer vorgemacht, dass wenn ich damit aufhören würde, er bestimmt was tun würde. Nun bin ich den 5. Monat schwanger ohne dass er mich einmal in den Arm nahm oder mich küsste geschweigedenn meinen Bauch berührt hat. Vielleicht übertreibe ich, ja. aber es geht mir sehr schlecht damit. "Drama Drama" ist übrigens nicht sehr taktvoll, danke...

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19. Oktober 2020 um 8:59
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Nein, ließ nochmal. 
Sex ist ja "ok" für ihn. 
Aber jegliche andere Form hat er mir offen gesagt, braucht er nicht/mag er nicht. Keine Berührungen, keine Nähe, kein Kuss. Außer ich sage ihm klar bescheid. 
Es läuft grade für mich auf eine Ehe ohne jegliche Form von Körperlichkeit hinaus, wenn ich mich nicht mit seinem Mitleid zufriedengebe. Das ist mein Problem. Dass ich schwanger bin hat damit nicht viel zu tun. Ich war bereits einmal schwanger zuvor, da war es wie immer. 

Könntest du so eine Beziehung führen, auf Dauer? Ich weiß, dass ich es nicht können werde. Da ich dann ja auch mit meinem Bruder leben könnte...

Und nein, ich weiß (steht doch oben), dass ich treibende Kraft bin/war. Aber da dachte ich nie, dass es ihm so "zuwider" ist. Da hast du wohl Recht. Das wusste ich nicht. Nie. 

Was du alles unter Mitleid verstehst und unter zuwider ist schon interessant 

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19. Oktober 2020 um 8:59
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Ich habe mir wohl immer vorgemacht, dass wenn ich damit aufhören würde, er bestimmt was tun würde. Nun bin ich den 5. Monat schwanger ohne dass er mich einmal in den Arm nahm oder mich küsste geschweigedenn meinen Bauch berührt hat. Vielleicht übertreibe ich, ja. aber es geht mir sehr schlecht damit. "Drama Drama" ist übrigens nicht sehr taktvoll, danke...

Bitte

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19. Oktober 2020 um 8:59

Dass es keinen Grund gibt, sehe ich anders. 

Für mich ist es sehr wohl ein Grund, wenn das Nähe,-Distanzbedürfniss dermaßen auseinander geht, das einer von beiden leidet und es auch keinen Kompromiss geben kann.

Da er aber elf Jahre lang wohl doch nicht so war wie jetzt, sonst hättest du ihn ja nicht geheiratet und zwei Kinder mit ihm gezeugt, denke ich dass die Problematik woanders liegt.

Nur das müsste er ehrlich kommunizieren und da der Zustand neu ist, denke ich dass er nicht ehrlich zu dir ( und vielleicht zu sich selbst) ist.

Mir stößt der Begriff "aufopfernd"  ein wenig auf. Das klingt für mich, als gäbe es für ihn nur Arbeit und das Familienleben.

Bist du sicher, dass er glücklich ist ?

Wie viel Zeit hat er für sich und seine Freunde/Hobbies ?

Wie oft habt ihr Paarzeit zusammen und unternehmt etwas ohne Kind ?

Hat er Stress auf der Arbeit z.B dadurch, dass  er Alleinverdiener ist ? 

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19. Oktober 2020 um 9:25
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Liebe Forengemeinde, ich hoffe ich darf euch um eure Sichtweise bitten. 

Mein Mann und ich sind seit 11 Jahren ein Paar, haben ein 3 jähriges Kind. Aktuell bin ich mit dem zweiten Wunschkind (24.ssw) schwanger. 
Mein Mann ist ein wundervoller Vater, opfert sich für seine Familie auf. Er arbeitet viel, nimmt sich aber auch immer Zeit und von Außen könnte nichts besser laufen. 

Mir war Nähe und Zuwendung in der Beziehung immer als ihm, das war mir bewusst. Ich war da auch immer etwas die treibende Kraft, das war auch okay. Vor ca. 2,3 Jahren wurde es von seiner Seite immer weniger (kaum kuscheln, kaum küssen, Sex mag er aber ganz gern, das fand ca 7 mal im Monat statt). Wir haben oft darüber gesprochen, da wir Probleme und Wünsche immer offen ansprechen wollen. Ich habe oft betont, dass es mir sehr wichtig sei. Er hat es dann auch kurz, meist nur wenige Tage/Wochen, verändert. Vor 4,5 Monaten hatte ich eine Infektion und musste Medikamente nehmen. Daher durften wir zwei Wochen keinen Sex haben und sollten ab da an auch Kondome nutzen (was wir auch Jahre zuvor getan haben da ich keine Hormone vertrage, das ist also kein Problem) bis die Schwangerschaft vorbei ist. 
Jetzt mein großes Problem: 

Seit 4 Monaten passiert NICHTS mehr. Ich habe mir gedacht, ich lasse ihn mal auf mich zukommen, tue mal weniger für körperliche Nähe. Seit 4 Monaten gab es nicht einen einzigen richtigen Kuss von ihm, kein kuscheln, kein sex, NICHTS. Gar nichts. Bereits nach wenigen Wochen litt ich sehr darunter, wollte aber unbedingt dass er den ersten Schritt tut. Tat er aber nicht. Er wirkte eher erleichtert, drehte sich abends wortlos weg und schlief. Jeden einzelnen Abend. 
Gestern ertappte er mich dann, wie ich abends aufs Sofa ging und weinte. Ich dachte er schläft schon. Es ist mir zuviel gewesen, diese ewige Ablehnung. 

Wir sprachen sehr lange. Er sagte mir, dass er mich sehr liebt, es nicht an mir liegt. Dass er einfach ->> keine körperliche Nähe mag und braucht. Weder Kuscheln noch Küssen noch Ähnliches. Sex ab und zu würde ihm reichen. Aber wenn es mir so wichtig sei, können wir das gern wieder tun, ich solle es nur sagen. Dann würde er das mir Zuliebe tun. WELCHE FRAU MÖCHTE DAS SO?

Ganz ehrlich? Meine Welt ist gestern zusammengebrochen. Ich fühle mich unfassbar schlecht.Waren alle Zärtlichkeiten der letzten 11 Jahre eine Lüge? War es Mitleid und nur mir zuliebe? 
Werde ich von nun an den Rest meines Lebens darauf verzichten müssen, wenn ich nicht "bescheid" sage und die treibende Kraft bin? Ja, es scheint so. Ich weiß, dass man niemanden zwingen kann etwas gut zu finden das er nicht mag. 
Aber ich komme nicht zurecht. Ich weine seit letzter Nacht und kann nicht denken. Ich möchte so nicht leben. Ich bin 26 Jahre alt, ich bin hübsch und tue viel für Fitness, für mein Aussehen und pflege mich. Ich gebe mir wirklich Mühe und brauche Nähe in einer Beziehung sehr. 
Aber die wird es wohl nie wieder geben, da ich Mitleid nunmal auch nicht möchte. Ich bin grade so einsam und werde es wohl in der Hinsicht nun für immer sein. 

Ich möchte meinen Mann nicht verlassen, wir haben zwei kleine Kinder, es gibt ja keinen "Grund". Aber ich fühle mich grade am emotionalen Ende unserer Ehe angekommen und weiß mir nicht zu helfen. 

Kann mir bitte jemand seine Meinung sgen? Sind es die Hormone? Bin ich undankbar? Ich kann das einfach alles nicht fassen grade....Ich habe nie bemerkt, dass es so einseitig war. Ich bin so dumm...  

Erst einmal ..entspann Dich , es ist völlig normal , das das Begehren mit der Zeit nachläßt ...nicht die Liebe , die wächst potenziell dazu 

Man begehrt meißt, was man nicht hat und verwendet viel Zeit um es zu erreichen ...eine Beziehung, mit bald 2 Kindern zeigt doch ,
das ihr Beide eure Ziele erreicht habt und nun muß man auch ein wenig daran arbeiten , das die Sinnlichkeit dem Alltag nicht zum Opfer fällt 
Nicht weinen , auch wenn die Hormone verrückt spielen , sondern REDEN 
Menschen brauchen unterschiedlich Nähe , auch das ist zu respektieren 

Eine Beziehung lebt auch von Kompromissen....nehmt Euch explizit Paarzeit , nur ihr Beide , und lasst Euch auch genug Freiräume 
Ein gesundes Selbstwertgefühl ist erotisch .....

Alles Liebe 
 

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19. Oktober 2020 um 9:29
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Liebe Forengemeinde, ich hoffe ich darf euch um eure Sichtweise bitten. 

Mein Mann und ich sind seit 11 Jahren ein Paar, haben ein 3 jähriges Kind. Aktuell bin ich mit dem zweiten Wunschkind (24.ssw) schwanger. 
Mein Mann ist ein wundervoller Vater, opfert sich für seine Familie auf. Er arbeitet viel, nimmt sich aber auch immer Zeit und von Außen könnte nichts besser laufen. 

Mir war Nähe und Zuwendung in der Beziehung immer als ihm, das war mir bewusst. Ich war da auch immer etwas die treibende Kraft, das war auch okay. Vor ca. 2,3 Jahren wurde es von seiner Seite immer weniger (kaum kuscheln, kaum küssen, Sex mag er aber ganz gern, das fand ca 7 mal im Monat statt). Wir haben oft darüber gesprochen, da wir Probleme und Wünsche immer offen ansprechen wollen. Ich habe oft betont, dass es mir sehr wichtig sei. Er hat es dann auch kurz, meist nur wenige Tage/Wochen, verändert. Vor 4,5 Monaten hatte ich eine Infektion und musste Medikamente nehmen. Daher durften wir zwei Wochen keinen Sex haben und sollten ab da an auch Kondome nutzen (was wir auch Jahre zuvor getan haben da ich keine Hormone vertrage, das ist also kein Problem) bis die Schwangerschaft vorbei ist. 
Jetzt mein großes Problem: 

Seit 4 Monaten passiert NICHTS mehr. Ich habe mir gedacht, ich lasse ihn mal auf mich zukommen, tue mal weniger für körperliche Nähe. Seit 4 Monaten gab es nicht einen einzigen richtigen Kuss von ihm, kein kuscheln, kein sex, NICHTS. Gar nichts. Bereits nach wenigen Wochen litt ich sehr darunter, wollte aber unbedingt dass er den ersten Schritt tut. Tat er aber nicht. Er wirkte eher erleichtert, drehte sich abends wortlos weg und schlief. Jeden einzelnen Abend. 
Gestern ertappte er mich dann, wie ich abends aufs Sofa ging und weinte. Ich dachte er schläft schon. Es ist mir zuviel gewesen, diese ewige Ablehnung. 

Wir sprachen sehr lange. Er sagte mir, dass er mich sehr liebt, es nicht an mir liegt. Dass er einfach ->> keine körperliche Nähe mag und braucht. Weder Kuscheln noch Küssen noch Ähnliches. Sex ab und zu würde ihm reichen. Aber wenn es mir so wichtig sei, können wir das gern wieder tun, ich solle es nur sagen. Dann würde er das mir Zuliebe tun. WELCHE FRAU MÖCHTE DAS SO?

Ganz ehrlich? Meine Welt ist gestern zusammengebrochen. Ich fühle mich unfassbar schlecht.Waren alle Zärtlichkeiten der letzten 11 Jahre eine Lüge? War es Mitleid und nur mir zuliebe? 
Werde ich von nun an den Rest meines Lebens darauf verzichten müssen, wenn ich nicht "bescheid" sage und die treibende Kraft bin? Ja, es scheint so. Ich weiß, dass man niemanden zwingen kann etwas gut zu finden das er nicht mag. 
Aber ich komme nicht zurecht. Ich weine seit letzter Nacht und kann nicht denken. Ich möchte so nicht leben. Ich bin 26 Jahre alt, ich bin hübsch und tue viel für Fitness, für mein Aussehen und pflege mich. Ich gebe mir wirklich Mühe und brauche Nähe in einer Beziehung sehr. 
Aber die wird es wohl nie wieder geben, da ich Mitleid nunmal auch nicht möchte. Ich bin grade so einsam und werde es wohl in der Hinsicht nun für immer sein. 

Ich möchte meinen Mann nicht verlassen, wir haben zwei kleine Kinder, es gibt ja keinen "Grund". Aber ich fühle mich grade am emotionalen Ende unserer Ehe angekommen und weiß mir nicht zu helfen. 

Kann mir bitte jemand seine Meinung sgen? Sind es die Hormone? Bin ich undankbar? Ich kann das einfach alles nicht fassen grade....Ich habe nie bemerkt, dass es so einseitig war. Ich bin so dumm...  

Hallo Lira, es ist natürlich schade für dich als jemanden,  dem Körperlichkeiten sehr wichtiges sind. Wenn dies ein elementarer Bestandteil in einer Beziehung für dich ist, musst du deine Partnerschaft überdenken. Er hat kein Verlangen danach. Er braucht und will es nicht. Generell, nicht, weil er dich ablehnt oder du ihm nicht wichtig bist. Ich weiß nicht, wie grundauf sich so etwas ändern kann. 

Meine Mutter erzählte mir mal, dass mein Stiefvater anfangs auch keine Zärtlichkeiten/Kuscheln wollte. Sie hat das aber nicht "akzeptiert" und ihm direkt gesagt, dass ohne Kuscheln keine Partnerschaft möglich ist. Also kuscheln beide zusammen. Nur ob er das gerne macht, ist fraglich
Vielleicht findet man Geschmack daran oder fühlt sich für immer unbehaglich dabei. Letzeres ist natürlich denkbar ungut.

An deiner Stelle würde ich das nicht jedes mal einfordern wollen. Kann er dich denn auch mal minutenlang streicheln, ohne dass er ungeduldig wird? 

 

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19. Oktober 2020 um 9:48
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Dass es keinen Grund gibt, sehe ich anders. 

Für mich ist es sehr wohl ein Grund, wenn das Nähe,-Distanzbedürfniss dermaßen auseinander geht, das einer von beiden leidet und es auch keinen Kompromiss geben kann.

Da er aber elf Jahre lang wohl doch nicht so war wie jetzt, sonst hättest du ihn ja nicht geheiratet und zwei Kinder mit ihm gezeugt, denke ich dass die Problematik woanders liegt.

Nur das müsste er ehrlich kommunizieren und da der Zustand neu ist, denke ich dass er nicht ehrlich zu dir ( und vielleicht zu sich selbst) ist.

Mir stößt der Begriff "aufopfernd"  ein wenig auf. Das klingt für mich, als gäbe es für ihn nur Arbeit und das Familienleben.

Bist du sicher, dass er glücklich ist ?

Wie viel Zeit hat er für sich und seine Freunde/Hobbies ?

Wie oft habt ihr Paarzeit zusammen und unternehmt etwas ohne Kind ?

Hat er Stress auf der Arbeit z.B dadurch, dass  er Alleinverdiener ist ? 

Danke für deine Antwort!
Er ist nicht alleinverdienend, ich habe bis vor kurzem auch 30h gearbeitet (nun BV wegen Chemie). 

Ich dachte immer, dass er glücklich ist. Er sagt das auch so.
Er hat relativ viel Freizeit, hat auch aufwendige Hobbys. Wir haben eine Haushaltshilfe und super Babysitter. Paarzeit haben wir auch, mal deutlich mehr, mal auch mal weniger wenn Kind krank o.Ä. . 

Ich denke, er ist einfach so. Er braucht es vllt. wirklich nicht. Er ist vllt. nicht der Typ Mensch für Nähe und Emotionalität. Wieso das jetzt so einschlägt liegt denke ich daran, dass ich es das erste mal länger ausprobiert habe nichts mehr zu tun in der Hinsicht. Die Erkenntnis tut einfach so weh. 
Ich will und werde damit nun leben müssen, weiß aber grade nicht wirklich wie  

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19. Oktober 2020 um 9:51
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Hallo Lira, es ist natürlich schade für dich als jemanden,  dem Körperlichkeiten sehr wichtiges sind. Wenn dies ein elementarer Bestandteil in einer Beziehung für dich ist, musst du deine Partnerschaft überdenken. Er hat kein Verlangen danach. Er braucht und will es nicht. Generell, nicht, weil er dich ablehnt oder du ihm nicht wichtig bist. Ich weiß nicht, wie grundauf sich so etwas ändern kann. 

Meine Mutter erzählte mir mal, dass mein Stiefvater anfangs auch keine Zärtlichkeiten/Kuscheln wollte. Sie hat das aber nicht "akzeptiert" und ihm direkt gesagt, dass ohne Kuscheln keine Partnerschaft möglich ist. Also kuscheln beide zusammen. Nur ob er das gerne macht, ist fraglich
Vielleicht findet man Geschmack daran oder fühlt sich für immer unbehaglich dabei. Letzeres ist natürlich denkbar ungut.

An deiner Stelle würde ich das nicht jedes mal einfordern wollen. Kann er dich denn auch mal minutenlang streicheln, ohne dass er ungeduldig wird? 

 

Weiß ich nicht. Er würde von sich aus auch nie damit anfangen. Ich möchte einfach dieses Gefühl der "Bedürftigkeit" dabei auch nicht... es ist super schwer grade. Ne wirkliche Lösung sehe ich nicht außer dass ichs akzeptiere und gut ist.

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19. Oktober 2020 um 9:53
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Erst einmal ..entspann Dich , es ist völlig normal , das das Begehren mit der Zeit nachläßt ...nicht die Liebe , die wächst potenziell dazu 

Man begehrt meißt, was man nicht hat und verwendet viel Zeit um es zu erreichen ...eine Beziehung, mit bald 2 Kindern zeigt doch ,
das ihr Beide eure Ziele erreicht habt und nun muß man auch ein wenig daran arbeiten , das die Sinnlichkeit dem Alltag nicht zum Opfer fällt 
Nicht weinen , auch wenn die Hormone verrückt spielen , sondern REDEN 
Menschen brauchen unterschiedlich Nähe , auch das ist zu respektieren 

Eine Beziehung lebt auch von Kompromissen....nehmt Euch explizit Paarzeit , nur ihr Beide , und lasst Euch auch genug Freiräume 
Ein gesundes Selbstwertgefühl ist erotisch .....

Alles Liebe 
 

Danke für deine Antwort. 
Ich werde das versuchen, viel mit ihm zu reden. Bin aber auch realistisch. Er wird ja nicht anfangen sowas zu wollen oder zu brauchen nur weil er meine Lage versteht oder? 

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19. Oktober 2020 um 9:57
In Antwort auf

Liebe Forengemeinde, ich hoffe ich darf euch um eure Sichtweise bitten. 

Mein Mann und ich sind seit 11 Jahren ein Paar, haben ein 3 jähriges Kind. Aktuell bin ich mit dem zweiten Wunschkind (24.ssw) schwanger. 
Mein Mann ist ein wundervoller Vater, opfert sich für seine Familie auf. Er arbeitet viel, nimmt sich aber auch immer Zeit und von Außen könnte nichts besser laufen. 

Mir war Nähe und Zuwendung in der Beziehung immer als ihm, das war mir bewusst. Ich war da auch immer etwas die treibende Kraft, das war auch okay. Vor ca. 2,3 Jahren wurde es von seiner Seite immer weniger (kaum kuscheln, kaum küssen, Sex mag er aber ganz gern, das fand ca 7 mal im Monat statt). Wir haben oft darüber gesprochen, da wir Probleme und Wünsche immer offen ansprechen wollen. Ich habe oft betont, dass es mir sehr wichtig sei. Er hat es dann auch kurz, meist nur wenige Tage/Wochen, verändert. Vor 4,5 Monaten hatte ich eine Infektion und musste Medikamente nehmen. Daher durften wir zwei Wochen keinen Sex haben und sollten ab da an auch Kondome nutzen (was wir auch Jahre zuvor getan haben da ich keine Hormone vertrage, das ist also kein Problem) bis die Schwangerschaft vorbei ist. 
Jetzt mein großes Problem: 

Seit 4 Monaten passiert NICHTS mehr. Ich habe mir gedacht, ich lasse ihn mal auf mich zukommen, tue mal weniger für körperliche Nähe. Seit 4 Monaten gab es nicht einen einzigen richtigen Kuss von ihm, kein kuscheln, kein sex, NICHTS. Gar nichts. Bereits nach wenigen Wochen litt ich sehr darunter, wollte aber unbedingt dass er den ersten Schritt tut. Tat er aber nicht. Er wirkte eher erleichtert, drehte sich abends wortlos weg und schlief. Jeden einzelnen Abend. 
Gestern ertappte er mich dann, wie ich abends aufs Sofa ging und weinte. Ich dachte er schläft schon. Es ist mir zuviel gewesen, diese ewige Ablehnung. 

Wir sprachen sehr lange. Er sagte mir, dass er mich sehr liebt, es nicht an mir liegt. Dass er einfach ->> keine körperliche Nähe mag und braucht. Weder Kuscheln noch Küssen noch Ähnliches. Sex ab und zu würde ihm reichen. Aber wenn es mir so wichtig sei, können wir das gern wieder tun, ich solle es nur sagen. Dann würde er das mir Zuliebe tun. WELCHE FRAU MÖCHTE DAS SO?

Ganz ehrlich? Meine Welt ist gestern zusammengebrochen. Ich fühle mich unfassbar schlecht.Waren alle Zärtlichkeiten der letzten 11 Jahre eine Lüge? War es Mitleid und nur mir zuliebe? 
Werde ich von nun an den Rest meines Lebens darauf verzichten müssen, wenn ich nicht "bescheid" sage und die treibende Kraft bin? Ja, es scheint so. Ich weiß, dass man niemanden zwingen kann etwas gut zu finden das er nicht mag. 
Aber ich komme nicht zurecht. Ich weine seit letzter Nacht und kann nicht denken. Ich möchte so nicht leben. Ich bin 26 Jahre alt, ich bin hübsch und tue viel für Fitness, für mein Aussehen und pflege mich. Ich gebe mir wirklich Mühe und brauche Nähe in einer Beziehung sehr. 
Aber die wird es wohl nie wieder geben, da ich Mitleid nunmal auch nicht möchte. Ich bin grade so einsam und werde es wohl in der Hinsicht nun für immer sein. 

Ich möchte meinen Mann nicht verlassen, wir haben zwei kleine Kinder, es gibt ja keinen "Grund". Aber ich fühle mich grade am emotionalen Ende unserer Ehe angekommen und weiß mir nicht zu helfen. 

Kann mir bitte jemand seine Meinung sgen? Sind es die Hormone? Bin ich undankbar? Ich kann das einfach alles nicht fassen grade....Ich habe nie bemerkt, dass es so einseitig war. Ich bin so dumm...  

Ich versteh dich sehr gut. Ich denke zur Zeit kommt relativ viel zusammen bei dir...die Einsamkeit, die Schwangerschaft, die Hormone, Zukunftsangst...
Ich würde vielleicht erstmal die Schwangerschaft abwarten. 

Zeigt er dir "anderes" seine Aufmekrsamkeit? Blumen, Komplimete, Kocht er für euch....

 

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19. Oktober 2020 um 10:42

Danke für eure Antworten. 
Ich denke, dass Abwarten bis nach der ss ein guter Ansatz ist. Vielleicht bin ich auch undankbar und zu sehr auf meine Bedürfnisse fixiert. 
Ich werde von mir aus nichts mehr in diese Richtung versuchen oder antreiben, das kann ich nach den Aussagen emotional nicht. Dann wird sich ja zeigen, ob er irgendwann etwas vermisst oder eben nicht. Falls nicht, überlege ich mir dann wie ich damit umgehe. Ob es auf irgendwann auf Trennung, offene Beziehung oder oder hinausläuft. Damit leben mein Leben lang kann ich nicht, dafür kenne ich mich gut genug. Aber etwas wegwerfen möchte ich auch nicht, vor allem nicht jetzt mit kleinen Kindern. Ich werde später nochmal mit ihm reden und ihm meine Gedanken sagen. Mal schauen was da kommt. 

Ich denke was mich grade so "umhaut" ist einfach der Gedanke, dass alle Zuwendung der letzten Jahre vllt. nicht aufrichtig waren und nur Mitleid oder oder... und ich das nicht gemerkt habe.

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19. Oktober 2020 um 10:44
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Ich versteh dich sehr gut. Ich denke zur Zeit kommt relativ viel zusammen bei dir...die Einsamkeit, die Schwangerschaft, die Hormone, Zukunftsangst...
Ich würde vielleicht erstmal die Schwangerschaft abwarten. 

Zeigt er dir "anderes" seine Aufmekrsamkeit? Blumen, Komplimete, Kocht er für euch....

 

Danke. 
Ja du hast sicher recht. Er tut ziemlich viel für mich. Sehr viel sogar. Ist ansonsten sehr aufmerksam und nimmt sich Zeit. Ich denke du hast recht, ich sollte abwarten. 

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19. Oktober 2020 um 11:19
In Antwort auf

Erst einmal ..entspann Dich , es ist völlig normal , das das Begehren mit der Zeit nachläßt ...nicht die Liebe , die wächst potenziell dazu 

Man begehrt meißt, was man nicht hat und verwendet viel Zeit um es zu erreichen ...eine Beziehung, mit bald 2 Kindern zeigt doch ,
das ihr Beide eure Ziele erreicht habt und nun muß man auch ein wenig daran arbeiten , das die Sinnlichkeit dem Alltag nicht zum Opfer fällt 
Nicht weinen , auch wenn die Hormone verrückt spielen , sondern REDEN 
Menschen brauchen unterschiedlich Nähe , auch das ist zu respektieren 

Eine Beziehung lebt auch von Kompromissen....nehmt Euch explizit Paarzeit , nur ihr Beide , und lasst Euch auch genug Freiräume 
Ein gesundes Selbstwertgefühl ist erotisch .....

Alles Liebe 
 

Erst einmal ..entspann Dich , es ist völlig normal , das das Begehren mit der Zeit nachläßt ...nicht die Liebe , die wächst potenziell dazu 

Mit 26 nach 11 Jahren Beziehung ? Nee sorry !
Sowas kannst sagen wenn die mit 50 Silberhochzeit haben !

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19. Oktober 2020 um 12:57
In Antwort auf

Erst einmal ..entspann Dich , es ist völlig normal , das das Begehren mit der Zeit nachläßt ...nicht die Liebe , die wächst potenziell dazu 

Mit 26 nach 11 Jahren Beziehung ? Nee sorry !
Sowas kannst sagen wenn die mit 50 Silberhochzeit haben !

Ich bin jetzt mal grundsätzlich von einer längeren Beziehung ausgegangen ....und 11 Jahre ist schon mal nicht KURZ 

Das Begehren verändert sich , auch die beiden Betroffenen verändern sich .
Gerade wenn man so jung zusammengekommen ist und gemeinsam erwachsen wird , ist es zwar schön , wenn Beide in eine Richtung gehen , jedoch muss man auch Zugeständnisse machen , wenn es eben nicht so ist
und darüber reden , was man vielleicht vermisst 

Liebe Grüße 

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19. Oktober 2020 um 13:16

Ich finde das schon derb, 11 Jahre Beziehung für was? Letztendlich lebt man nebenher, ohne große Zuenigung und ab und an etwas Sex (den ich mir ohne Küssen etc etwas sehr klinisch vorstelle). Es wirkt, als hättet ihr euch ab irgendeinem Punkt vor vielen Jahren einfach auseinander gelebt. Für mich wäre das schon ein Trennungsgrund, denn letztendlich verbindet euch ja nicht viel außer den Kindern und ob das auf Dauer reicht, wenn einer konstant unglücklich ist und der andere darum gebeten werden muss, ist fraglich. Man ist am Ende ja nicht nur ein Elternpaar und auch eure Kinder merken das irgendwann. Zudem hast du ebenfalls ein Recht auf Glück. Ich würde natürlich auch etwas abwarten, aber lange würde ich mir das nicht anschauen, schon gar nicht, wenn mein Partner "erleichtert" ist, wenn er mir keine Zuneigung zeigen muss. Sowas ist auch tierisch verletzend.

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19. Oktober 2020 um 14:26

Ihr seid sehr jung zusammen gekommen. Menschen entwickeln sich. Kinder verändern Partnerschaften. Irgendwann stellt man vielleicht fest, dass man vielleicht doch nicht so gut zusammen passt, vielleicht hat man sich auch auseinander entwickelt und was mal gepasst hat, passt nicht mehr.

Bei euch sieht es so aus, dass ihr zumindest in einer Sache grundsätzlich unterschiedliche Bedürfnisse habt: Du sehnst Dich nach Partnernähe, brauchst Zärtlichkeit, körperliche Nähe und zwar nicht nur sexueller Natur. Er braucht das gar nicht. In der Kennenlernphase wurde sicher viel überlagert durch die Verliebtheit, dann hat es sich so eingespielt, dass Du die Initiative ergriffen hast. Ihr habt so gemeinsam den Standard gesetzt: körperliche Nähe geht von Dir aus, er nimmt es so hin. Das war Dir vielleicht lange gar nicht so bewusst oder aber Du hast es verdrängt. Nun haben die Zeit, die Schwangerschaft und die besondere gesundheitliche Situation dafür gesorgt, dass Du aus diesem Muster ausgebrochen bist und nun erkennst Du, dass von seiner Seite da einfach nichts kommt. Diese Erkenntnis trifft Dich wie ein Schlag. Ich kann das gut verstehen, vor allem zum jetzigen Zeitpunkt, wo das zweite Kind unterwegs ist. Drama kann ich da beim besten Willen nicht erkennen, im Gegenteil. Es tut mir sehr leid für Dich. 

Ich persönlich finde es schwierig, wenn die Bedürfnisse bei so grundlegenden Dingen so weit auseinanderklaffen. Ich habe daher leider auch keinen guten Rat für Dich. Es geht ja hier um Grundbedürfnisse und die kann man nicht so ohne Weiteres durch Willenskraft ändern. Wenn ihr beide künftig Partnernähe lebt, wirst Du immer das Gefühl haben, er bringt ein Opfer oder ein Almosen. Nur wenn es Dir gelingt, dieses Empfinden zu ändern, indem Du künftige Zuwendungen seinerseits positiv deutest z.B. als Liebesbeweis, wird der Schatten Dein Herz wieder verlassen. Ob er komplett verschwindet oder ob Dir ab sofort immer etwas fehlen wird, das lässt sich nicht sagen. 

Ich wünsche Dir alles Gute und drücke die Daumen, für einen möglichst ruhigen weiteren Schwangerschaftsverlauf!
 

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19. Oktober 2020 um 14:44
In Antwort auf

Liebe Forengemeinde, ich hoffe ich darf euch um eure Sichtweise bitten. 

Mein Mann und ich sind seit 11 Jahren ein Paar, haben ein 3 jähriges Kind. Aktuell bin ich mit dem zweiten Wunschkind (24.ssw) schwanger. 
Mein Mann ist ein wundervoller Vater, opfert sich für seine Familie auf. Er arbeitet viel, nimmt sich aber auch immer Zeit und von Außen könnte nichts besser laufen. 

Mir war Nähe und Zuwendung in der Beziehung immer als ihm, das war mir bewusst. Ich war da auch immer etwas die treibende Kraft, das war auch okay. Vor ca. 2,3 Jahren wurde es von seiner Seite immer weniger (kaum kuscheln, kaum küssen, Sex mag er aber ganz gern, das fand ca 7 mal im Monat statt). Wir haben oft darüber gesprochen, da wir Probleme und Wünsche immer offen ansprechen wollen. Ich habe oft betont, dass es mir sehr wichtig sei. Er hat es dann auch kurz, meist nur wenige Tage/Wochen, verändert. Vor 4,5 Monaten hatte ich eine Infektion und musste Medikamente nehmen. Daher durften wir zwei Wochen keinen Sex haben und sollten ab da an auch Kondome nutzen (was wir auch Jahre zuvor getan haben da ich keine Hormone vertrage, das ist also kein Problem) bis die Schwangerschaft vorbei ist. 
Jetzt mein großes Problem: 

Seit 4 Monaten passiert NICHTS mehr. Ich habe mir gedacht, ich lasse ihn mal auf mich zukommen, tue mal weniger für körperliche Nähe. Seit 4 Monaten gab es nicht einen einzigen richtigen Kuss von ihm, kein kuscheln, kein sex, NICHTS. Gar nichts. Bereits nach wenigen Wochen litt ich sehr darunter, wollte aber unbedingt dass er den ersten Schritt tut. Tat er aber nicht. Er wirkte eher erleichtert, drehte sich abends wortlos weg und schlief. Jeden einzelnen Abend. 
Gestern ertappte er mich dann, wie ich abends aufs Sofa ging und weinte. Ich dachte er schläft schon. Es ist mir zuviel gewesen, diese ewige Ablehnung. 

Wir sprachen sehr lange. Er sagte mir, dass er mich sehr liebt, es nicht an mir liegt. Dass er einfach ->> keine körperliche Nähe mag und braucht. Weder Kuscheln noch Küssen noch Ähnliches. Sex ab und zu würde ihm reichen. Aber wenn es mir so wichtig sei, können wir das gern wieder tun, ich solle es nur sagen. Dann würde er das mir Zuliebe tun. WELCHE FRAU MÖCHTE DAS SO?

Ganz ehrlich? Meine Welt ist gestern zusammengebrochen. Ich fühle mich unfassbar schlecht.Waren alle Zärtlichkeiten der letzten 11 Jahre eine Lüge? War es Mitleid und nur mir zuliebe? 
Werde ich von nun an den Rest meines Lebens darauf verzichten müssen, wenn ich nicht "bescheid" sage und die treibende Kraft bin? Ja, es scheint so. Ich weiß, dass man niemanden zwingen kann etwas gut zu finden das er nicht mag. 
Aber ich komme nicht zurecht. Ich weine seit letzter Nacht und kann nicht denken. Ich möchte so nicht leben. Ich bin 26 Jahre alt, ich bin hübsch und tue viel für Fitness, für mein Aussehen und pflege mich. Ich gebe mir wirklich Mühe und brauche Nähe in einer Beziehung sehr. 
Aber die wird es wohl nie wieder geben, da ich Mitleid nunmal auch nicht möchte. Ich bin grade so einsam und werde es wohl in der Hinsicht nun für immer sein. 

Ich möchte meinen Mann nicht verlassen, wir haben zwei kleine Kinder, es gibt ja keinen "Grund". Aber ich fühle mich grade am emotionalen Ende unserer Ehe angekommen und weiß mir nicht zu helfen. 

Kann mir bitte jemand seine Meinung sgen? Sind es die Hormone? Bin ich undankbar? Ich kann das einfach alles nicht fassen grade....Ich habe nie bemerkt, dass es so einseitig war. Ich bin so dumm...  

Ihr seid einfach nicht kompatibel in eurem Nähebedürfnis, das ist alles. Sowas kommt vor. 

Du schreibst doch selbst, dass er immer schon so war, dass er viel weniger körperliche Nähe gebraucht hat als du. Er hat immer schon dir zuliebe mitgemacht, nur jetzt hat er es halt endlich ausgesprochen. Warum erst jetzt, keine Ahnung. Vielleicht wollte er es sich selbst nicht eingestehen, weil er dachte, er sei irgendwie nicht normal. Es ist im Allgemeinen ja schon so, dass körperliches Nähebedürfnis zwischen Menschen als der Normalzustand betrachtet wird. 

Liebst du deinen Mann? Geht es dir sonst gut mit ihm, bist du glücklich? Falls ja, würde ich es einfach versuchen und sein Angebot annehmen. Für dich hat sich das bis jetzt ja auch gut angefühlt, warum sollte das jetzt nicht mehr so sein? Nur weil du weißt, dass er es selbst nicht braucht?

Sagen musst du gar nichts. Du gehst einfach auf ihn zu und umarmst ihn, wenn dich dein Nähebedürfnis packt. Der erste Schritt muss eben von dir ausgehen. Ist das wirklich so schlimm?

Ich würde es ja verstehen, wenn er dich dann abweisen würde. Das wäre in der Tat frustrierend. Aber wenn ihr die Übereinkunft habt, dass er dann dir zuliebe die Nähe zulässt, dann kann das doch ganz schön sein. Einen Versuch ist es doch wert, bevor du alles hinschmeißt.

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19. Oktober 2020 um 14:45
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Ich habe mir wohl immer vorgemacht, dass wenn ich damit aufhören würde, er bestimmt was tun würde. Nun bin ich den 5. Monat schwanger ohne dass er mich einmal in den Arm nahm oder mich küsste geschweigedenn meinen Bauch berührt hat. Vielleicht übertreibe ich, ja. aber es geht mir sehr schlecht damit. "Drama Drama" ist übrigens nicht sehr taktvoll, danke...

Dann geh halt wieder auf ihn zu und sei wieder die treibende Kraft. Das hat ja vorher für euch auch funktioniert. Warum denn jetzt nicht mehr?

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19. Oktober 2020 um 14:46

Ich lese nicht raus, dass er sich dir verweigert.

Um einen blöden Vergleich zu haben: das ist für mich wie Rosenkohl essen.
Ich mag das nicht so, aber mein Partner und darum koche ich ihm das um ihn glücklich zu  machen. Für mich bräuchte ich das aber nicht.

So wirds ihm denke ich halt auch gehen.. er braucht Kuscheleinheiten, etc. nicht unbedingt aber hat sie dir wenn du sie gebraucht hast immer gegeben weil er dich liebt & glücklich machen will.

Kommunikation ist der Schlüssel, du hast auf einmal aufgehört Nähe zu suchen & er dachte vielleicht du möchtest das nicht mehr (manche möchten das in der SS nicht oder warum auch immer) oder er hat sich einfach gar nichts dabei gedacht.

Solange er nicht genervt von der Nähe ist oder sie eben verweigert ist würde ich persönlich mir da keine Sorgen machen.
Ist halt wie beim Sex, Essen oder soziale Kontakte, manche brauchen mehr und manche weniger.

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19. Oktober 2020 um 14:58
In Antwort auf

Ich lese nicht raus, dass er sich dir verweigert.

Um einen blöden Vergleich zu haben: das ist für mich wie Rosenkohl essen.
Ich mag das nicht so, aber mein Partner und darum koche ich ihm das um ihn glücklich zu  machen. Für mich bräuchte ich das aber nicht.

So wirds ihm denke ich halt auch gehen.. er braucht Kuscheleinheiten, etc. nicht unbedingt aber hat sie dir wenn du sie gebraucht hast immer gegeben weil er dich liebt & glücklich machen will.

Kommunikation ist der Schlüssel, du hast auf einmal aufgehört Nähe zu suchen & er dachte vielleicht du möchtest das nicht mehr (manche möchten das in der SS nicht oder warum auch immer) oder er hat sich einfach gar nichts dabei gedacht.

Solange er nicht genervt von der Nähe ist oder sie eben verweigert ist würde ich persönlich mir da keine Sorgen machen.
Ist halt wie beim Sex, Essen oder soziale Kontakte, manche brauchen mehr und manche weniger.

Das habe ich mir auch gedacht. Sie hätte nicht einfach jeden Körperkontakt einstellen sollen, ohne zuerst mit ihm darüber zu reden. 

Besser wäre gewesen, sie hätte ihm zuerst gesagt, was sie stört und angekündigt, dass sie ab jetzt warten möchte, bis er auf sie zukommt. Sie schreibt ja selbst, er wirkte erleichtert, dass sie seine Nähe nicht mehr suchte. Er hat sich wohl wirklich gedacht "Gott sei Dank will sie das jetzt auch nicht mehr."

Gut, dass sie sich nach einiger Zeit dazu entschlossen hat, das anzusprechen, auch wenn das von ihm ausgegangen ist (er merkte ja, dass sie weint und hat gefragt, was los ist). So konnten sie das klären und das ist wichtig. 

Ich würde ihn da auch beim Wort nehmen und die Zärtlichkeiten einfach aktiv einfordern. So lange er sich nicht verweigert, könnte ich damit gut leben. Ganz grauenvoll scheint er es ja auch nicht zu finden, sonst hätte er ja nicht angeboten, ihr zuliebe mit ihr zu kuscheln. 

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19. Oktober 2020 um 15:42
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Liebe Forengemeinde, ich hoffe ich darf euch um eure Sichtweise bitten. 

Mein Mann und ich sind seit 11 Jahren ein Paar, haben ein 3 jähriges Kind. Aktuell bin ich mit dem zweiten Wunschkind (24.ssw) schwanger. 
Mein Mann ist ein wundervoller Vater, opfert sich für seine Familie auf. Er arbeitet viel, nimmt sich aber auch immer Zeit und von Außen könnte nichts besser laufen. 

Mir war Nähe und Zuwendung in der Beziehung immer als ihm, das war mir bewusst. Ich war da auch immer etwas die treibende Kraft, das war auch okay. Vor ca. 2,3 Jahren wurde es von seiner Seite immer weniger (kaum kuscheln, kaum küssen, Sex mag er aber ganz gern, das fand ca 7 mal im Monat statt). Wir haben oft darüber gesprochen, da wir Probleme und Wünsche immer offen ansprechen wollen. Ich habe oft betont, dass es mir sehr wichtig sei. Er hat es dann auch kurz, meist nur wenige Tage/Wochen, verändert. Vor 4,5 Monaten hatte ich eine Infektion und musste Medikamente nehmen. Daher durften wir zwei Wochen keinen Sex haben und sollten ab da an auch Kondome nutzen (was wir auch Jahre zuvor getan haben da ich keine Hormone vertrage, das ist also kein Problem) bis die Schwangerschaft vorbei ist. 
Jetzt mein großes Problem: 

Seit 4 Monaten passiert NICHTS mehr. Ich habe mir gedacht, ich lasse ihn mal auf mich zukommen, tue mal weniger für körperliche Nähe. Seit 4 Monaten gab es nicht einen einzigen richtigen Kuss von ihm, kein kuscheln, kein sex, NICHTS. Gar nichts. Bereits nach wenigen Wochen litt ich sehr darunter, wollte aber unbedingt dass er den ersten Schritt tut. Tat er aber nicht. Er wirkte eher erleichtert, drehte sich abends wortlos weg und schlief. Jeden einzelnen Abend. 
Gestern ertappte er mich dann, wie ich abends aufs Sofa ging und weinte. Ich dachte er schläft schon. Es ist mir zuviel gewesen, diese ewige Ablehnung. 

Wir sprachen sehr lange. Er sagte mir, dass er mich sehr liebt, es nicht an mir liegt. Dass er einfach ->> keine körperliche Nähe mag und braucht. Weder Kuscheln noch Küssen noch Ähnliches. Sex ab und zu würde ihm reichen. Aber wenn es mir so wichtig sei, können wir das gern wieder tun, ich solle es nur sagen. Dann würde er das mir Zuliebe tun. WELCHE FRAU MÖCHTE DAS SO?

Ganz ehrlich? Meine Welt ist gestern zusammengebrochen. Ich fühle mich unfassbar schlecht.Waren alle Zärtlichkeiten der letzten 11 Jahre eine Lüge? War es Mitleid und nur mir zuliebe? 
Werde ich von nun an den Rest meines Lebens darauf verzichten müssen, wenn ich nicht "bescheid" sage und die treibende Kraft bin? Ja, es scheint so. Ich weiß, dass man niemanden zwingen kann etwas gut zu finden das er nicht mag. 
Aber ich komme nicht zurecht. Ich weine seit letzter Nacht und kann nicht denken. Ich möchte so nicht leben. Ich bin 26 Jahre alt, ich bin hübsch und tue viel für Fitness, für mein Aussehen und pflege mich. Ich gebe mir wirklich Mühe und brauche Nähe in einer Beziehung sehr. 
Aber die wird es wohl nie wieder geben, da ich Mitleid nunmal auch nicht möchte. Ich bin grade so einsam und werde es wohl in der Hinsicht nun für immer sein. 

Ich möchte meinen Mann nicht verlassen, wir haben zwei kleine Kinder, es gibt ja keinen "Grund". Aber ich fühle mich grade am emotionalen Ende unserer Ehe angekommen und weiß mir nicht zu helfen. 

Kann mir bitte jemand seine Meinung sgen? Sind es die Hormone? Bin ich undankbar? Ich kann das einfach alles nicht fassen grade....Ich habe nie bemerkt, dass es so einseitig war. Ich bin so dumm...  

Welche Frau möchte das so? Ich. Oder anders ausgedrückt: Ich könnte es. 

Ich finde die Worte deines Freundes nicht schlimm. Er liebt dich, er begehrt dich. Er ist halt nicht so der Kuschelbär. Ich könnte das eher "metaphysisch" sehen, obwohl ich selbst eine Kuschlerin bin. Wichtiger als alles andere wäre  mir die Sicherheit des Herzens und der Gefühle des anderen, sofern es eine diesbezügliche Sicherheit überhaupt gibt. Und die hast du. 

Aber das nützt dir vielleicht nichts, da du anders gestrickt bist. Aber vielleicht regen die andere Sichtweisen zum Nachdenken an. 

Alles Gute jedenfalls!
 

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19. Oktober 2020 um 19:43

Danke für eure vielen netten Antworten! 

Ich werde nichts beenden, da ich mich für ihn und meine Familie aktiv entschieden habe und nichts von wegwerfen halte. Dafür bin ich einfach auch zu sehr selbst Schuld weil ich es nie gecheckt habe. Außerdem leide lieber ich als meine Kinder. 

Nähe einfordern werde ich nicht. Es ist ja nicht so, dass ich das übermäßig bräuchte. Nur war in den vergangenen 4-5 Monaten tatsächlich nichts mehr. Gar nichts. Ohne zu übertreiben. Was mich denke ich auch so verletzt hat ist das auf ganzer Linie fehlende Interesse an der ss die er sich ja auch gewünscht hat und über die er sich auch sehr gefreut hat. Dass da nicht einmal ne Frage kam oder einmal Bauch fühlen ob das Baby tritt...Ka... 

Ich habe mich jetzt dazu entschieden ihn komplett damit in Ruhe zu lassen. Einfordern mit dem Wissen es wäre mir zu liebe kann ich nicht. Da bin ich nicht mehr der Typ Mensch für. Vielleicht vermisst er dann doch eines Tages was. Oder eben nicht. Dann wird man sehen was in ein paar Jahren ist. Meine Gefühle ihm gegenüber haben sich auch seit gestern etwas verändert, es erschreckt mich selbst... Es gibt ja auch singles oder Alleinerziehende (übrigens Respekt) die das jahrelng nicht haben ( habe auch so wen im Freundeskreis die seit 3 Jahren single ist). Wenn die das überleben, kann ich das eben auch. 

Danke euch allen für eure Tipps!! 

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19. Oktober 2020 um 20:16

Ich bin ehrlich, ich hab mich wegen einem ähnlichen Problem trotz bzw wegen meiner zwei Kinder getrennt, weil ich einfach gemerkt habe, dass dieses unterschiedliche Bedürfnis bei uns eine seltsame, unüberwindbare Distanz geschafft hat und wir beide am Ende darüber unglücklich wurden. Ich hatte am Ende viele Probleme davon, Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle, Essstörungen, ständig das Gefühl, in keinerlei Belangen mehr zu reichen, weder als Frau, noch als Mutter. Ich war einfach kreuzunglücklich und es hat mich kaputt gemacht. Ja, er hat sich toll um die Kinder gekümmert, gut verdient, sich um uns gekümmert, wir hatten bis zum Ende Sex, von Außen her war alles supi, aber kein Kuss, kein Kuscheln, keine Nähe, er hat mich am ausgestreckten Arm über 12 Jahre lang verhungern lassen, es stand immer mehr etwas zwischen uns und ich wusste, wenn wir so weitermachen, dann wird das mit uns als Eltern nicht mehr lange gut gehen.
Jetzt, ohne ihn als Beziehungspartner, mit neuem Freund, neuem Leben, als glückliche Frau und Kinder, geht es mir um Welten besser. Den Kindern sowieso, auch weil er sich als Vater ebenfalls gebessert hat. Was ich daraus gelernt habe: Niemand muss unnötig leiden, natürlich überlebt man und kann aushalten, manchmal ist es auch einfach besser, ein klares Ende zu setzen, als ewig dem nachzuhängen, was es hätte sein können, und endlich wieder glücklich zu sein.

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19. Oktober 2020 um 20:20
In Antwort auf

Danke für deine Antwort!
Er ist nicht alleinverdienend, ich habe bis vor kurzem auch 30h gearbeitet (nun BV wegen Chemie). 

Ich dachte immer, dass er glücklich ist. Er sagt das auch so.
Er hat relativ viel Freizeit, hat auch aufwendige Hobbys. Wir haben eine Haushaltshilfe und super Babysitter. Paarzeit haben wir auch, mal deutlich mehr, mal auch mal weniger wenn Kind krank o.Ä. . 

Ich denke, er ist einfach so. Er braucht es vllt. wirklich nicht. Er ist vllt. nicht der Typ Mensch für Nähe und Emotionalität. Wieso das jetzt so einschlägt liegt denke ich daran, dass ich es das erste mal länger ausprobiert habe nichts mehr zu tun in der Hinsicht. Die Erkenntnis tut einfach so weh. 
Ich will und werde damit nun leben müssen, weiß aber grade nicht wirklich wie  

das ist die konsequenz von beziehungen die in der jugend entstanden sind. mit 26 bereits 2 kinder... seit 11 jahren ein paar??? da ist ja mit 30 das leben abgefrühstückt. aber nun ist es so. hast du in 11jahren nicht vorher bemerkt, dass geben und nehmen von zärtlichkeit nicht ausgewogen ist??? warum dann eine erneute schwangerschaft?? das aktiviert keine dynamik von nähe. 

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19. Oktober 2020 um 21:22
In Antwort auf

das ist die konsequenz von beziehungen die in der jugend entstanden sind. mit 26 bereits 2 kinder... seit 11 jahren ein paar??? da ist ja mit 30 das leben abgefrühstückt. aber nun ist es so. hast du in 11jahren nicht vorher bemerkt, dass geben und nehmen von zärtlichkeit nicht ausgewogen ist??? warum dann eine erneute schwangerschaft?? das aktiviert keine dynamik von nähe. 

Weil man sich liebt und immer glücklich miteinander war...? 
Doch, gemerkt habe ich es ja wie gesagt. Aber es war lange ok, weil es in dieser Deutlichkeit nunmal erst jetzt ausgesprochen wurde. Das ist nunmal erst jetzt geschehen, so wie in vielen anderen Beziehungen irgendwelche Probleme irgendwann entstehen. 
Mein Leben ist sicher nicht "abgefrühstückt". Es gibt noch so viel mehr, das da kommen wird und Ziele die ich vor Augen habe. Ich habe studiert und weite meine Selbstständigkeit aus, reise, politisches engagement usw. usw. 

Wäre die gesundheitliche Sache vor 4 Jahren schon gewesen, wäre es mir vor 4 Jahren klar geworden. Wäre sie nie gekommen, wäre es mir vermutlich auch nie in dem Maße aufgefallen. Beziehungsdauer/start hin oder her....

 

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19. Oktober 2020 um 21:23
In Antwort auf

Ich bin ehrlich, ich hab mich wegen einem ähnlichen Problem trotz bzw wegen meiner zwei Kinder getrennt, weil ich einfach gemerkt habe, dass dieses unterschiedliche Bedürfnis bei uns eine seltsame, unüberwindbare Distanz geschafft hat und wir beide am Ende darüber unglücklich wurden. Ich hatte am Ende viele Probleme davon, Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle, Essstörungen, ständig das Gefühl, in keinerlei Belangen mehr zu reichen, weder als Frau, noch als Mutter. Ich war einfach kreuzunglücklich und es hat mich kaputt gemacht. Ja, er hat sich toll um die Kinder gekümmert, gut verdient, sich um uns gekümmert, wir hatten bis zum Ende Sex, von Außen her war alles supi, aber kein Kuss, kein Kuscheln, keine Nähe, er hat mich am ausgestreckten Arm über 12 Jahre lang verhungern lassen, es stand immer mehr etwas zwischen uns und ich wusste, wenn wir so weitermachen, dann wird das mit uns als Eltern nicht mehr lange gut gehen.
Jetzt, ohne ihn als Beziehungspartner, mit neuem Freund, neuem Leben, als glückliche Frau und Kinder, geht es mir um Welten besser. Den Kindern sowieso, auch weil er sich als Vater ebenfalls gebessert hat. Was ich daraus gelernt habe: Niemand muss unnötig leiden, natürlich überlebt man und kann aushalten, manchmal ist es auch einfach besser, ein klares Ende zu setzen, als ewig dem nachzuhängen, was es hätte sein können, und endlich wieder glücklich zu sein.

kann ich dich privat anschreiben? 
Gruß

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19. Oktober 2020 um 21:24
In Antwort auf

Weil man sich liebt und immer glücklich miteinander war...? 
Doch, gemerkt habe ich es ja wie gesagt. Aber es war lange ok, weil es in dieser Deutlichkeit nunmal erst jetzt ausgesprochen wurde. Das ist nunmal erst jetzt geschehen, so wie in vielen anderen Beziehungen irgendwelche Probleme irgendwann entstehen. 
Mein Leben ist sicher nicht "abgefrühstückt". Es gibt noch so viel mehr, das da kommen wird und Ziele die ich vor Augen habe. Ich habe studiert und weite meine Selbstständigkeit aus, reise, politisches engagement usw. usw. 

Wäre die gesundheitliche Sache vor 4 Jahren schon gewesen, wäre es mir vor 4 Jahren klar geworden. Wäre sie nie gekommen, wäre es mir vermutlich auch nie in dem Maße aufgefallen. Beziehungsdauer/start hin oder her....

 

und ja, am Liebsten hätte ich das nie gemerkt und wäre in der Hinsicht dumm gestorben. Dann wäre ich nun nicht halb so unglücklich. Vllt. selbst Schuld/verdrängt. aber hilft mir ja nun nicht :/ 

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19. Oktober 2020 um 21:25
In Antwort auf

Welche Frau möchte das so? Ich. Oder anders ausgedrückt: Ich könnte es. 

Ich finde die Worte deines Freundes nicht schlimm. Er liebt dich, er begehrt dich. Er ist halt nicht so der Kuschelbär. Ich könnte das eher "metaphysisch" sehen, obwohl ich selbst eine Kuschlerin bin. Wichtiger als alles andere wäre  mir die Sicherheit des Herzens und der Gefühle des anderen, sofern es eine diesbezügliche Sicherheit überhaupt gibt. Und die hast du. 

Aber das nützt dir vielleicht nichts, da du anders gestrickt bist. Aber vielleicht regen die andere Sichtweisen zum Nachdenken an. 

Alles Gute jedenfalls!
 

Danke! Ja, da denke ich drüber nach. 

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19. Oktober 2020 um 22:32
In Antwort auf

das ist die konsequenz von beziehungen die in der jugend entstanden sind. mit 26 bereits 2 kinder... seit 11 jahren ein paar??? da ist ja mit 30 das leben abgefrühstückt. aber nun ist es so. hast du in 11jahren nicht vorher bemerkt, dass geben und nehmen von zärtlichkeit nicht ausgewogen ist??? warum dann eine erneute schwangerschaft?? das aktiviert keine dynamik von nähe. 

wollte dich mich angreifen... schön, dass du noch ziele hast!!! super! aber du schreibst von dir... und dein mann? hat er auch noch ziele? mir persönlich wäre deine formulierung.... früher war es ok! ... einfach zu wenig. weisst du was ich meine? deine aktivitäten in sachen nähe und liebe war schon immer höher als seine? natürlich pausiert jede nähe nach der geburt von kindern... normal. erfordert bereits eine grosse hürde, die zusammenhalt und viel verständnis erfordert. aber wenn dein mann sagt, er braucht keine zärtlichkeit, dann war er schon immer so.  es ist nur im aufbau einer familie nicht so aufgefallen.

ich habe meinen mann mit 30 kennengelernt und wir sind fast 37 zusammen. eine kleine durststrecke kam erst nach 30 jahren auf bzw. jetzt in rente. da müssen erneut ebenfalls viele dinge auf den prüfstand 😁 aber von einer grossen liebe konnte auch bei 50% weniger noch immer enorm viel übrig bleiben. 
viel viel kraft für eure beziehung.

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19. Oktober 2020 um 22:38
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wollte dich mich angreifen... schön, dass du noch ziele hast!!! super! aber du schreibst von dir... und dein mann? hat er auch noch ziele? mir persönlich wäre deine formulierung.... früher war es ok! ... einfach zu wenig. weisst du was ich meine? deine aktivitäten in sachen nähe und liebe war schon immer höher als seine? natürlich pausiert jede nähe nach der geburt von kindern... normal. erfordert bereits eine grosse hürde, die zusammenhalt und viel verständnis erfordert. aber wenn dein mann sagt, er braucht keine zärtlichkeit, dann war er schon immer so.  es ist nur im aufbau einer familie nicht so aufgefallen.

ich habe meinen mann mit 30 kennengelernt und wir sind fast 37 zusammen. eine kleine durststrecke kam erst nach 30 jahren auf bzw. jetzt in rente. da müssen erneut ebenfalls viele dinge auf den prüfstand 😁 aber von einer grossen liebe konnte auch bei 50% weniger noch immer enorm viel übrig bleiben. 
viel viel kraft für eure beziehung.

Das ist eine gute Frage. Er möchte gern seinen Job reduzieren und weniger arbeiten - das ist eines seiner Ziele. Was auch in wenigen Jahren gut möglich sein wird. Hobbytechnisch o.Ä. sehe ich da aktuell nichts, da er eher ein Familienmensch ist und seine Zeit mit dem Kind verbringen möchte. 

Ich wünschte er hätte mir das so nie gesagt. Wünschte, ich wäre nie auf die Idee gekommen das mal zu "testen", mal ihn machen zu lassen. Dann hätte ich das so nie erfahren. Ich persönlich kann nicht verstehen, wie man 4 Monate ohne jede Form der Zuwendung klarkommt. Ohne Umarmungen, ohne Küssen, ohne alles was eine Beziehung doch ausmachen sollte. Mir fehlt Verständnis für ihn... 
30 Jahre sind irre lang. Ich habe  immer gehofft, dass es bei uns auch so wird - und nie daran gezweifelt. Auch jetzt nicht. Nur sehe ich jetzt, was dazu nötig sein wird...

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19. Oktober 2020 um 22:54
In Antwort auf

wollte dich mich angreifen... schön, dass du noch ziele hast!!! super! aber du schreibst von dir... und dein mann? hat er auch noch ziele? mir persönlich wäre deine formulierung.... früher war es ok! ... einfach zu wenig. weisst du was ich meine? deine aktivitäten in sachen nähe und liebe war schon immer höher als seine? natürlich pausiert jede nähe nach der geburt von kindern... normal. erfordert bereits eine grosse hürde, die zusammenhalt und viel verständnis erfordert. aber wenn dein mann sagt, er braucht keine zärtlichkeit, dann war er schon immer so.  es ist nur im aufbau einer familie nicht so aufgefallen.

ich habe meinen mann mit 30 kennengelernt und wir sind fast 37 zusammen. eine kleine durststrecke kam erst nach 30 jahren auf bzw. jetzt in rente. da müssen erneut ebenfalls viele dinge auf den prüfstand 😁 aber von einer grossen liebe konnte auch bei 50% weniger noch immer enorm viel übrig bleiben. 
viel viel kraft für eure beziehung.

da hast du recht. und wir menschen verändern uns ja auch mit der zeit und brauchen uns dafür auch nicht zu rechtfertigen. wir machen alle verschiedene entwicklungsprozesse durch. lese vlt. mal das buch... die sprache der liebe. sehr interessant, wie unterschiedlich wir menschen dies ausdrücken/empfinden 😉 

ich war jetzt 10 jahre abgemeldet von gofem... und trotzdem sind die themen immer noch ähnlich.

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20. Oktober 2020 um 6:46

Ich bin mir nicht sicher, ob du den richtigen Eindruck bekommen hast. Dein Mann sagt dir er würde weder Sex noch Nähe brauchen, er habe es 7 Mal monatlich dir zuliebe zugelassen und du willst nicht bemerkt haben, dass er nicht auch Spaß an eurer Intimität hatte? Das 11 Jahre.

Wer lässt sich bitte 11 Jahre lang dem Partner zuliebe 7 Mal monatlich auf körperliche Nähe ein, ohne auch selbst dabei Spaß zu haben. Ich denke vielmehr, es liegt ein Missverständnis vor in eurer Kommunikation und Wahrnehmung. 

Vielleicht hat er situativ geantwortet, weil er sich von dir unter Druck gesetzt gefühlt. Es kann sein, dass ihn deine Unzufriedenheit verunsichert, er dadurch das Gefühl hat dir nicht zu genügen, was ihn dazu bewegt sich dem Thema körperliche Nähe & Zärtlichkeit komplett zu entziehen.  

Wäre es tatsächlich so wie du es hier schreibst, dass du nichts bemerkt haben willst, dass er kein Spaß an euren gemeinsamen körperlichen Aktivitäten hatte, dann wäre deine eigene Persönlichkeit zu allererst zu hinterfragen. Was in dir  hast du 11 Jahre verdrängt, inwieweit hast du ihn damit dein Willen übergestülpt? 

In meinen Partnerschaften waren meine Partner auch stets die treibende Kraft, dennoch hatte ich Spaß und ich war meist der leidenschaftlichere Part. Das waren eingespielte Rollen, hätte ich versucht daran etwas zu verändern, wäre er -wie du hier von dir schilderst- nicht zurecht gekommen. Männer wollen erobern, verführen usw. Manche Männer (und auch Frauen) kommen damit nicht zurecht, sind überfordert wenn sie erobert und verführt werden - wenn ihnen dies durch Kommunikation bewusst gemacht wird. 

An deiner Stelle würde ich darüber nachdenken: wie selbstbewusst ist dein Mann? Was an dir verunsichert ihn ggf.? Welche Erziehung prägt ihn - ist körperliche Nähe evtl. etwas Verruchtes? Welche Rolle hat die Frau beim Sex in seiner Vorstellung von Moral? 
 

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20. Oktober 2020 um 6:48
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da hast du recht. und wir menschen verändern uns ja auch mit der zeit und brauchen uns dafür auch nicht zu rechtfertigen. wir machen alle verschiedene entwicklungsprozesse durch. lese vlt. mal das buch... die sprache der liebe. sehr interessant, wie unterschiedlich wir menschen dies ausdrücken/empfinden 😉 

ich war jetzt 10 jahre abgemeldet von gofem... und trotzdem sind die themen immer noch ähnlich.

Ich finde aber nicht, dass das Forum der Spiegel der Gesellschaft ist. Ich mag mich täuschen, aber im Allgemeinen kommunziert und lebt die Maße der Menschen anders als hier. 

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20. Oktober 2020 um 9:45

Also ich verstehe Ilra, ohne nähe und Zärtlichkeit ist es eine Qual mit jemandem zusammen zu leben den man liebt.

Es gibt Naturmittel wie zum Beispiel Macapulver, die die Libido steigern, eventuell ist bei grösserem sexuellem Verlangen auch die Bereitschaft zum Kuscheln und Berühren grösser.

Vielleicht hat er etwas in seiner Kindheit oder Vorbeziehung erlebt, das ihn die körperliche Nähe als unangenehm empfinden lässt.
Das kann mit professioneller Hilfe sicher angegangen werden. Sprich er geht zum Psychologen oder Ihr macht eine Paartherapie.

Wenn er zu nichts davon bereit ist, musst Du Dir eine andere Lösung suchen, z.Bsp. nebenbei einen anderen Mann der Dir die nötige körperliche Nähe bietet, natürlich nicht heimlich, sondern mit dem Mann abgesprochen, eventuell rüttelt ihn diese Forderung auf und er versucht sich doch Hilfe zu holen.

So gehst Du auf jeden Fall kaputt und ziehst Dir selbst seelische Narben zu.

Viel Kraft und alles Gute für Deine (Eure) Zukunft
 

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20. Oktober 2020 um 15:04

Je mehr ich lese, desto mehr habe ich das Gefühl, dass eure Partnerschaft auf eine Zweckgemeinschaft ohne Leidenschaft hinausläuft. Das muss nichts schlechtes sein, in früheren Generationen gab es nahezu nur dieses Modell. Allerdings müssen das (heutzutage) halt beide wollen. Ich glaube, dass das nur funktioniert, wenn beide kein Interesse mehr an Nähe haben, eher platonisch zusammenleben, mit viel Wertschätzung und Zuneigung, aber ohne körperliche Anziehungskraft. Sobald einem das nicht reicht, wird es schwierig, weil da stets ein inneres Sehnen nach mehr bleibt und das nährt Unzufriedenheit, was wiederum das Verhältnis beider vergiftet.

Ich gebe auch zu bedenken, dass es schon eine Bedeutung hat, dass von seiner Seite absolut gar nichts mehr kommt. Selbst wenn man nicht der Kuschelbär ist, sucht man meiner Meinung nach ab und zu die Nähe des Partners, wenn man ihn denn begehrt. Wenn da gar nichts kommt, dann würde ich in Frage stellen, dass da überhaupt noch Begehren ist. Nun wird es verpackt in "hey, ich bin so, ich brauch das einfach nicht" und damit ist das Thema gegessen. Auch das Desinteresse an der Schwangerschaft würde mir zu denken geben. So wie es sich anhört, ist Dein Partner mit sich und seinem Leben im Reinen, er braucht das wirklich nicht. Hat sich so eingerichtet. Er bringt sich als Papa ein, lässt Dich aber ansonsten Deine Themen machen (zum Beispiel Schwangerschaft). Er spricht davon, bei der Arbeit kürzer zu treten. Klingt ja erst mal gut, aber auch hier würde ich genau verfolgen, ob das nur Worte sind oder ernstgemeinte Absichten. Insgesamt klingt es ein wenig so, als würde er in seinem Leben wie es jetzt ist stehen bleiben, während Du Dich gerade entwickelst, erkennst, was Dir wichtig ist, in Deiner Mutterrolle weiter wächst usw. Es passiert ganz häufig, dass durch die Gründung einer Familie die Partner auseinanderdriften. 

Vielleicht wäre es eine Hilfe, wenn Du Deinen Partner fragst, wie er sich die Zukunft vorstellt, was er sich in einer Partnerschaft wünscht, was ihm fehlt, was gut ist, was nicht so gut ist. Und teile ihm Deine Gedanken dazu ebenfalls mit. Legt die Karten offen auf den Tisch und schaut gemeinsam, welche Möglichkeiten ihr habt. Vielleicht könnt ihr so gemeinsam etwas in eine Richtung bewegen, mit der auch Du Dich wieder besser identifizieren kannst.



 

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20. Oktober 2020 um 20:07
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Je mehr ich lese, desto mehr habe ich das Gefühl, dass eure Partnerschaft auf eine Zweckgemeinschaft ohne Leidenschaft hinausläuft. Das muss nichts schlechtes sein, in früheren Generationen gab es nahezu nur dieses Modell. Allerdings müssen das (heutzutage) halt beide wollen. Ich glaube, dass das nur funktioniert, wenn beide kein Interesse mehr an Nähe haben, eher platonisch zusammenleben, mit viel Wertschätzung und Zuneigung, aber ohne körperliche Anziehungskraft. Sobald einem das nicht reicht, wird es schwierig, weil da stets ein inneres Sehnen nach mehr bleibt und das nährt Unzufriedenheit, was wiederum das Verhältnis beider vergiftet.

Ich gebe auch zu bedenken, dass es schon eine Bedeutung hat, dass von seiner Seite absolut gar nichts mehr kommt. Selbst wenn man nicht der Kuschelbär ist, sucht man meiner Meinung nach ab und zu die Nähe des Partners, wenn man ihn denn begehrt. Wenn da gar nichts kommt, dann würde ich in Frage stellen, dass da überhaupt noch Begehren ist. Nun wird es verpackt in "hey, ich bin so, ich brauch das einfach nicht" und damit ist das Thema gegessen. Auch das Desinteresse an der Schwangerschaft würde mir zu denken geben. So wie es sich anhört, ist Dein Partner mit sich und seinem Leben im Reinen, er braucht das wirklich nicht. Hat sich so eingerichtet. Er bringt sich als Papa ein, lässt Dich aber ansonsten Deine Themen machen (zum Beispiel Schwangerschaft). Er spricht davon, bei der Arbeit kürzer zu treten. Klingt ja erst mal gut, aber auch hier würde ich genau verfolgen, ob das nur Worte sind oder ernstgemeinte Absichten. Insgesamt klingt es ein wenig so, als würde er in seinem Leben wie es jetzt ist stehen bleiben, während Du Dich gerade entwickelst, erkennst, was Dir wichtig ist, in Deiner Mutterrolle weiter wächst usw. Es passiert ganz häufig, dass durch die Gründung einer Familie die Partner auseinanderdriften. 

Vielleicht wäre es eine Hilfe, wenn Du Deinen Partner fragst, wie er sich die Zukunft vorstellt, was er sich in einer Partnerschaft wünscht, was ihm fehlt, was gut ist, was nicht so gut ist. Und teile ihm Deine Gedanken dazu ebenfalls mit. Legt die Karten offen auf den Tisch und schaut gemeinsam, welche Möglichkeiten ihr habt. Vielleicht könnt ihr so gemeinsam etwas in eine Richtung bewegen, mit der auch Du Dich wieder besser identifizieren kannst.



 

Das hat sich für mich nie so angefühlt. 

Habe deinen Vorschlag direkt mal umgesetzt und ihn nach seinen Zukunftswünschen zu fragen. Er sagt, er möchte gern eine glückliche gesunde Familie und gemeinsam schöne Erlebnisse. Also recht allgemein formuliert. 
Ich habe mich vor wenigen Jahren selbstständig gemacht und verdiene dabei sehr gut. So gut, dass er es sich gut leisten kann weniger zu arbeiten und eigenen Dingen nachzugehen. Da er lange Hauptverdiener war nach dem Studium freut er sich auch darauf. Ich bin gespannt, was noch so kommt. 

Aktuell pendeln meine Gedanken zwischen " ich bin so undankbar wegen so ner Kleinigkeit Stress zu schieben" und "ich werde kein Leben ohne emotionale Nähe führen nur weil es ihm egal ist". Hoffe das sind die Hormone. 

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24. Oktober 2020 um 13:05
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Danke für eure vielen netten Antworten! 

Ich werde nichts beenden, da ich mich für ihn und meine Familie aktiv entschieden habe und nichts von wegwerfen halte. Dafür bin ich einfach auch zu sehr selbst Schuld weil ich es nie gecheckt habe. Außerdem leide lieber ich als meine Kinder. 

Nähe einfordern werde ich nicht. Es ist ja nicht so, dass ich das übermäßig bräuchte. Nur war in den vergangenen 4-5 Monaten tatsächlich nichts mehr. Gar nichts. Ohne zu übertreiben. Was mich denke ich auch so verletzt hat ist das auf ganzer Linie fehlende Interesse an der ss die er sich ja auch gewünscht hat und über die er sich auch sehr gefreut hat. Dass da nicht einmal ne Frage kam oder einmal Bauch fühlen ob das Baby tritt...Ka... 

Ich habe mich jetzt dazu entschieden ihn komplett damit in Ruhe zu lassen. Einfordern mit dem Wissen es wäre mir zu liebe kann ich nicht. Da bin ich nicht mehr der Typ Mensch für. Vielleicht vermisst er dann doch eines Tages was. Oder eben nicht. Dann wird man sehen was in ein paar Jahren ist. Meine Gefühle ihm gegenüber haben sich auch seit gestern etwas verändert, es erschreckt mich selbst... Es gibt ja auch singles oder Alleinerziehende (übrigens Respekt) die das jahrelng nicht haben ( habe auch so wen im Freundeskreis die seit 3 Jahren single ist). Wenn die das überleben, kann ich das eben auch. 

Danke euch allen für eure Tipps!! 

Wenn ich das so lese, klingt das für mich wie eine Trotzreaktion deinerseits. So nach dem Motto: "Na gut, dann eben nicht!". Ich halte das für keine gute Idee, denn im Endeffekt wirst du dann so frustriert werdenund unterschwellig ständig böse auf deinen Partner sein. Das wird eure Beziehung letztendlich zerstören. 
Im Grunde machst du Schluss auf lange Sicht und nur nicht sofort und mit klarem Schnitt. 

Du schreibst "Außerdem leide lieber ich als meine Kinder. ".
Ganz falscher Ansatz. Eine Beziehung ist keine Strafe und sollte kein Leid verursachen. Wenn sie das tut, dann ist sie nicht richtig für dich und dann solltest du dich auch trennen. 

Die Kinder werden nicht leiden, wenn ihr als Eltern ein gutes Verhältnis zueinander aufrecht erhaltet und sie jeden von euch gleich viel sehen können.  Ich finde es für die Kinder viel schlimmer, wenn sie in einer von unterschwelligem Ärger und Frust geprägten Familie leben müssen.

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24. Oktober 2020 um 13:09
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Ich finde aber nicht, dass das Forum der Spiegel der Gesellschaft ist. Ich mag mich täuschen, aber im Allgemeinen kommunziert und lebt die Maße der Menschen anders als hier. 

Das denke ich auch. Hier im Forum eröffnen ja Menschen Threads, die irgendwelche Beziehungsprobleme haben. Wie kamen denn die hier überhaupt her?

Ich habe nach einem bestimmten Thema gegoogelt und bin hier gelandet. Das geht sicher anderen Menschen genauso. Ohne den Wunsch, etwas Bestimmtes wissen zu wollen, kommen wohl die Wenigsten her. Manche bleiben (so wie ich), um sich die Zeit zu vertreiben. 

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24. Oktober 2020 um 15:55
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Nein, ließ nochmal. 
Sex ist ja "ok" für ihn. 
Aber jegliche andere Form hat er mir offen gesagt, braucht er nicht/mag er nicht. Keine Berührungen, keine Nähe, kein Kuss. Außer ich sage ihm klar bescheid. 
Es läuft grade für mich auf eine Ehe ohne jegliche Form von Körperlichkeit hinaus, wenn ich mich nicht mit seinem Mitleid zufriedengebe. Das ist mein Problem. Dass ich schwanger bin hat damit nicht viel zu tun. Ich war bereits einmal schwanger zuvor, da war es wie immer. 

Könntest du so eine Beziehung führen, auf Dauer? Ich weiß, dass ich es nicht können werde. Da ich dann ja auch mit meinem Bruder leben könnte...

Und nein, ich weiß (steht doch oben), dass ich treibende Kraft bin/war. Aber da dachte ich nie, dass es ihm so "zuwider" ist. Da hast du wohl Recht. Das wusste ich nicht. Nie. 

mich erschreckt eigentlich eher, was ich sonst noch so gelesen habe ....

Wie alt ist überhaupt Dein Partner?
Ist er älter als Du?

Aus meiner Erfahrung heraus, behaupte ich mal, Männer reden nicht sonderlich gern über die meisten unserer weiblichen ''Bedürfnisse''. Und gar nicht begeistert ist ein Mann, wenn er sich durch die Frau manipuliert und ''kontrolliert'' fühlt.

Sag ihm, was immer Du ihm zu sagen hast - aber mache kein ''Verhör'' draus.

Es kann auch gut sein, dass Deine ''Forderungen'' ihm zu anstrengend geworden sind - da er Dich jedoch so sehr liebt, versucht er eben immer so zu sein für Dich, wie ER versteht, dass DU ihn möchtest. Er hat sicher längst gemerkt, dass dies so auf Dauer nicht funktioniert. Und jetzt mache dir aber nicht auch noch vor, dass DU ihm nicht mehr hübsch genug sein könntest.

Was Euch beiden fehlen könnte, das ist, mangels eigener Erfahrungen, noch zu wenig mit Veränderungen in der Beziehung umgehen zu können. 
Das Wachsen hört in der Beziehung ja nicht auf - im Gegenteil - die vielen Herausforderungen, die noch auf Euch zukommen, habt Ihr noch vor Euch. Und das alles noch trotz +VOR + zu den elterlichen Pflichten!

Der Partner arbeitet, damit es Euch gut geht. Mit seinen Sorgen lässt er Euch anscheinend unbehelligt ?
Du hast noch viel Zeit zu schwelgen in Verliebtheitsgedanken. Redet Dein Mann mit Dir über SEINE Bedenken für die (berufliche und partnerschaftlich gemeinsame) Zukunft, z. B. ?
Sicher scheint mir, dass er sich für Euch verantwortlich fühlt.

Genau so zeigt sich das, wenn ein Mann seine Partnerin - mit allen Konsequenzen - liebt - ja selbst dann, wenn er nicht unbedingt immer über alles sehr begeistert ist oder sich gar in deine Gefühlswelt so recht einfühlen kann, selbst wenn er es noch so sehr wollte. Achtet immer gut aufeinander. Und mache dich nicht verrückt mit unnötigen Gedanken und noch wichtiger ist - achte dringend darauf, Eure Liebe zu leben, ohne ''Spielchen'' - das könnte nämlich übel nachteilig für das Liebesleben wirken. 
Rücksicht und Respekt füreinander, in Verbindung mit der herzlichen Liebe.

Wenn es dir nach Kuscheln ist, eiere nicht herum, sondern schnapp ihn dir, so, wie er das an Dir kennt und liebt und vertraue ihm weiter und zeige ihm auch ab und zu, dass ER DEIN ''HELD'' ist

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