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Brauch schnell hilfe oder einfach nur liebe worte!!

6. März 2009 um 21:26 Letzte Antwort: 6. März 2009 um 21:58

hey ihr lieben...
weiß garnicht wo ich anfangen soll.. zur zeit läuft alles nur noch drunter und drüber...
am 17.02. habe ich meinen onkel(55), tot in seiner total vermüllten wohnung gefunden..grund:herzinfakt... ich bin so traurig und geschockt wie er nur eine etage unter mir und meinen eltern gelebt hat die letzten jahre, seit dem meine oma gestorben war... der müll... und so einsam..krieg die bilder nicht aus meinem kopf wie er so ganz alleine da lag... ich mach mir so viel vorwürfe und frag mich immer warum der herzinfakt nicht woanders kam, auf arbeit oder bei uns im hof, da hätten wir ihm schnell helfen können und er würde noch leben... wir hatten schon seit jahren keinen kontakt mehr zu ihm, er war ein ziemlicher eigenbrödler geworden, hat zwar noch gearbeitet und kam auch mit seinen kollegen gut aus, aber mit seiner einzigen familie wollte er nicht mehr viel zu tun haben... ich find das einfach unfair, das ein mensch so alleine sterben muss... sowas hat niemand verdient und der müll... eigentlich wollten wir die wohnung schnell ausräumen, selber, haben uns jetzt aber doch für eine firma entschieden... es ist wirklich schlimm zu sehen was da alles für müll war... wir konnten ihn aber in dem punkt nicht helfen was die ordnung betrifft...die trauerfeier war der horror... als ich ihn nochmal sehen konnte sah er so friedlich aus, so zufrieden und glücklich, mit seinem schmunzeln.. wir haben keine große familie... und er war mein onkel und ich wusste kaum was über ihn... alles so schrecklich für mich... meine eltern rennen rum wie falschgeld, mein vater ist traurig, wütend über die wohnung und er sagt immer "da hat er sich einfach so ausm staub gemacht und mich mit allem alleine gelassen!"(haben einen großen bauernhof, allerdings ohne tiere aber mit vielen feldern) mein vati hat so viel angst... vor dem erbe, der erbschaftssteuer.. wies mit der wohnung weitergeht, wies mit dem haus was im nachbarort noch ihm gehört hat usw) ich versuch stark zu bleiben und meine eltern aufzumuntern wies nur geht.. aber ich glaub langsam bleib ich auf der strecke.. meine mutter kann die bilder wie wir ihn gefunden haben auch nich aus ihrem kopf bekommen... so dann musste meine beste freundin(wohnt ca 120 km weiter weg von mir jetzt) wegen einer lungenembolie bzw lungenentzündung ins krankenhaus... gleich eine woche später, ich mach mir riesen sorgen, auch wenn sie seit gestern wieder zuhause ist und es is schon etwas besser geht zum glück und gestern wurde einziger opa am herzen operiert, mehrere bypässe(schreibt man das so??) und eine neue herzklappe... nach der op war irgendwie blut in den schläuchen und sie mussten ihn nochmal operieren danach hat er wie eine art anfall bekommen und musste in eine art künstlichen tiefschlaf gelegt werden und das ist er auch noch. kann mir einer sagen ob das gut oder schlecht ist? hab im internet gesucht aber nur solche fachausdrücke... mein onkel kam heute früh aus nürnberg und ist mit meiner oma zu ihm gefahren... irgendwie meinten die ärzte es sieht nicht gut aus.. aber er ist doch mein einziger opa??? morgen will meine mutter auch mit ins kh fahren... sie ist so traurig, ich versuch alles um sie abzulenken und ihr positiv zuzureden... dann streiten sich meine eltern zur zeit noch fürchterlich, weil mein vati nich zum arzt gehen will um sich durchchecken zu lassen, grad mitm herzen, er hat ziemlich hohen blutdruck und grad wo sein bruder an einem herzanfall gestorben ist... ich bin so drucheinander...ich kann auch nich mit ihm reden und ihn zu vernunft bringen, bei meienr großen schwester bringts auch nix wenn sie mit ihm reden..wir sagen immer er soll es für seine enkelin machen(ohne die wir zur zeit wahrscheinlich alle total am ende wären) aber darauf hört er auch nicht..ich versuch mir nix anmerken zu lassen und versuch allen bei zu stehen, aber glaub meine kräfte gehen langsam zum ende, jeden abend muss ich weinen und das lachen fällt mir so schwer.. mein freund hat nicht viel verständniss, er kann das vllt nich so nachvollziehen weil er zu seiner familie nich so ne enge bindung hat... red viel mit meinen freundinnen drüber.. das hilft auch teilweise... aber wenn ich alleine bin(mein freund ist unter der woche auf montage) dann geht es mir garnicht gut, nach aussen mach ich meine scherze, wie immer und versuch gut drauf zu sein damit es meiner familie auch besser geht... aber das lachen gefällt mir nicht, das is so schwierig. dann bin ich seit letzten freitag auch noch arbeitslos, worüber ich erst auch so traurig war, als ich das erfahren habe..aber seit dem mein onkel so plötzlich verstorben ist, kommt mir das so nebensächlich vor... trotzdem schreib ich natürlich weiter meine bewerbungen...

okay, tut mit leid, es ist doch ziemlich viel geworden auf einmal... aber ich muss mir mal alles von der seele schreiben... es kann doch nich sein das nich einmal was gut laufen kann, oder? ich will doch nur das es allen gut geht und alle gesund sind... bitte baut mich n bissl auf, damit mirs wieder besser geht... das wär wirklich sehr lieb von euch

lg Julchen

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6. März 2009 um 21:53

Ach du liebe Zeit
das ist ganz schön viel auf einmal udn ziemlich schwer, hm?

Auch wenn du es momentan vielleicht nicht so recht glauben magst, aber es kommen wieder bessere Zeiten.

Ich finde es bewundernswert, wie du versuchst, allen Mut zuzusprechen, aebr du hast es auch schon ganz richtig erkannt: du bleibst auf der Strecke.

Daher musst du jetzt auch besonders auf dich aufpassen. Jeder hat eine andere Art, mit seiner Trauer umzugehen. Das weißt du aber auch.

Nimm dir trotz allem einfach zwischendurch ein bisschen Auszeit. Geh in den Wald oder sonst wo hin, wo du gerne bist und versuch, etwas Luft zu bekommen.

Diese ganzen Verluste sind schrecklich, aber leider gehören sie nunmal zum Lauf eines Lebens dazu. Es ist jedesmal schwer.

Aber ihr lebt weiter. Es ist schade, dass dein Freund da nicht das Verständnis hat. Er muß ja nicht die Trauer empfinden, die du bzw. deine Familie empfindet, aber er sollte dir wenigstens Kraft geben, damit du weitermachen kannst. Versuch nochmal mit ihm zu reden. nicht über deine Trauer vielleicht, aber dass deine Familie dich jetzt braucht und dich das einfach ganz viel Kraft kostet, vielleicht kann er das so besser verstehen.

Und mach dir um Himmels Willen keine Vorwürfe, du kannst für nichts etwas und auch du hast Grenzen. Du kannst niemandem mehr helfen, wenn deine Batterien leer sind.

Nimm dir wie gesagt Auszeiten. Du bist niemandem dafür Rechenschaft schuldig.

Ich wünsch dir weiterhin ganz viel Kraft. Ich bin sicher, du schaffst das, auch wenn es eine harte Zeit werden wird.

Fühl dich mal in den Arm genommen.

LG

Nickvergeben


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6. März 2009 um 21:58

Hey julchen
das tut mir leid für dich, dass du das mit ansehen müsstest. der tod eines verwanden ist immer schwer, auch wenn man keinen kontakt hatte oder besonders deswegen.

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