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Brauch ich einen Psychologen?

21. November 2007 um 23:12 Letzte Antwort: 22. November 2007 um 12:18

Hallo ihr Lieben,

ganz ehrlich, ich verzweifle wirklich langsam an mir selbst. Ich bin jetzt seit einem Jahr von meinem Freund getrennt. Wir waren 5,5 Jahre zusammen, hatten schon 2 Jahre lang im eigenen Haus gewohnt und ich war so sicher: Das ist der Mann, den ich heiraten werde. Dann kam alles anders. Mit dem Einzug in das Haus ging unsere Beziehung bergab. Mein Ex, der früher immer jedem erzählt hat, wie gerne er Familie möchte, dass er niemals einen Beruf haben möchte, bei dem er seine Kinder nicht sieht, dem ich immer das Wichtigste war, der unheimlich zärtlich und fürsorglich war...hat innerhalb von 2 Jahren die Meinung entwickelt: Kinder will ich jetzt nicht, ich will meinen Monteurberuf ewig weitermachen, wenn ich dann höchstens am Wochenende da bin, ist das auch nicht so schlimm, Kinder freuen sich schließlich,wenn Papa wieder da ist usw. Ich wurde ihm immer weniger wichtig. Obwohl wir uns oft nur eine handvoll Tage im Monat gesehen haben, ist er dann, wenn er da war, auch noch lieber mit seinen Kumpels Motorrad gefahren, anstatt seine Zeit mit mir zu verbringen. Ich habe unter der ganzen Situation unheimlich gelitten und wurde dadurch natürlich auch immer enttäuschter und gereizter. Irgendwann, als unsere Beziehung schon ziemlich kaputt war, hat er mir den Laufpass gegeben. Ich musste ausziehen, er habe jetzt nun einmal andere Prioritäten und wir hätten uns halt auseinander gelebt. Er hatte 2 Monate später ne Neue, die er wohl, wie ich nachher erfahren habe, auch schon länger toll fand. Mich hat das alles total aus der Bahn geworfen, ich war wochenlang völlig am Ende. Alles vorbei: die Beziehung, der Traum von gemeinsamer Zukunft, das Zuhause, das wir zusammen entworfen hatten...alles vorbei.
Da ich aber auch ein rationaler und disziplinierter Mensch bin, war ich mir nach einiger Zeit sicher: Hey, ich schaff das schon. Ich sollte froh sein, dass es vorbei ist, dass ich endlich nicht mehr jeden zweiten Abend vor Enttäuschung in mein Kissen weinen muss. Lass ihn doch glücklich werden. Ich finde schon jemand Neues, mit dem ich dann endlich eine Beziehung führen kann, die mich glückliche macht. Wir haben halt nicht zueinander gepasst...
Ich habe auch ein paar Männer kennen gelernt, aber es waren immer die falschen. Außerdem bin ich durch meine Erfahrungen auch sehr kritisch und wählerisch geworden. Und mir ist natürlich auch klar, dass man Liebe nicht erzwingen kann, wenn man unbedingt jemanden finden will, klappt es sowieso nicht. Aber jetzt, nachdem sich unsere Trennung gejährt hat, wird es auf einmal alles total schlimm bei mir. Alles kommt wieder hoch. Ich fühle mich unheimlich einsam, träume jede Nacht von meinem Ex, u.a. auch, dass er zu mir zurück kommt und ich endlich wieder glücklich bin. Wenn Freundinnen von mir mit ihrem Freund zusammen ziehen, denk ich an unsere damalige Zweisamkeit in unserem Haus und scheine total zu vergessen, wie unglücklich und einsam ich damals oft war. (Das Schlimme ist auch noch, dass all meine Freudinnen in langjährigen Beziehungen leben und keiner mehr was unternehmen will. Oft komme ich Wochenlang nicht aus dem Haus.)
Aber das ist doch nicht mehr normal, dass man nach 1 Jahr noch jede Nacht vom Ex träumt oder? Kann ich ihn erst vergessen, wenn ich eine neue Beziehung habe und mich nicht mehr so eisam fühle? Oder brauch ich vielleicht ne Therapie? Ganz ehrlich, ich weiß echt nicht mehr weiter.

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22. November 2007 um 2:34

Ganz ruhig...
Es ist normal!
Meine trennung ist 1 1/2 Jahre her, dauerte 4 1/2 und wir haben eine gemeinsame tochter. Ich hab zwar einen neuen freund den ich auch liebe...
Aber es gibt Tage da kommt auch bei mir alles wieder hoch...

Verarbeiten duert seine Zeit!

Aber, Hilfe von außen kann nie Schaden.
Wenn du denkst das es dir dann besser geht - probier es aus!

Ruf deine Krankenkasse an und sag du möchtest eine therapie machen. Sie schicken dir eine Liste mir Therapeuten die mit der kasse arbeiten. Ruf an, mach einen Termin.
Bei dem vorgespräch wird man dir sagen was angebracht ist!

Alles gute!

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22. November 2007 um 6:59

Ich kann da nur zustimmen
Jeder verarbeitet Trennungen anders. 5,5 Jahre ist eine lange Zeit heutzutage. Ich finde es nicht unnormal, dass du noch an deinen Ex denkst und von ihm träumst, auch wenn es schon 1 Jahr her ist. Du hast ihn geliebt.

Erschwerend kommt noch hinzu dass er dir sehr weh getan hat.

Hm...wenn du Freundinnen hast, die kaum was mit dir unternehmen können, dann überleg dir was anderes... Wenn du neben der Arbeit noch Zeit hast geh in einen Verein oder so, wo man neue Leute kennen lernt. Vielleicht kannst du mit denen auch mal was unternehmen. Ist auch nicht gut, wenn man die ganze Zeit zu Hause ist

Nur soviel: ich hab mal knapp 1,5 Jahre nem Kerl nachgetrauert....

Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Glück

LG

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22. November 2007 um 12:17

Ne
Therapie im eigentlichen sinne bestimmt nicht. deine reaktion ist ganznormal. aber z. B. meine Schwester hat auch nach 4 Jahren ihren Traummann verloren und sie hat sich auch ner professinellen beratung anvertraut. ist keine Therapie sondern mehr ne lebensberatung. Ich kenne die Frau auch persönlich und muss sagen, ich würde mich auch an sie wenden. Diese leute haben eine unglaubliche Erfahrung und Fülle an Möglichkeiten. und vor allem sind sie völlig aussenstehend. Meiner Schwester hat das sehr geholfen ihren eigenen weg zu finden, ohne "Gute Ratschläge" von anderen. Sie hat sich nur helfen lassen in sich hinein zu horchen und zu wissen was sie für sich tun kann. Man kann halt nicht alles alleine Schaffen und Ratschäge wie "das geht schon vorbei" sind absoluter Scheiss, das kenn ich selbst nur zu gut.

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22. November 2007 um 12:18

Wieso
genießt du nicht die Zeit ohne Mann an deiner Seite? Wenn du nur glücklich sein kannst, wenn du einen Mann an deiner Seite hast, dann wird auch die nächste Beziehung in die Brüche gehen. Nur wer alleine glücklich sein kann, ist in der Lage dieses Glück zu teilen..

Beschäftige dich doch mal mit dir selbst..finde heraus, was dir Spaß macht..vielleicht gefällt dir ja zeichnen oder ein Instrument spielen zu können..finde doch mal eigene Hobbies und da lernst du bestimmt neue Leute kennen..

Aber nur, weil du jetzt keinen gefunden hast, finde ich es ziemlich schwach, dass du wieder zurück willst..beweise doch mal Rückgrat, vor deiner Beziehung zu deinem Ex ging es dir doch auch gut oder? Wieso machst du dich dann so abhängig von einem Mann??

Therapie ist nicht schlecht, um die ganze Sache schneller zu verarbeiten, aber ich würde auch aktiv werden und versuchen mein Leben OHNE Mann in den Griff zu bekommen..und such nicht nach einem Mann, irgendwann, wenn du auch mit dir selbst glücklich und im Reinen bist, wird dir schon wieder einer über den Weg laufen..aber ich glaube es gibt nichts unattraktiveres für einen Mann, wie eine Frau, der man sofort ansieht oder anmerkt, dass sie nur einen Mann will und BRAUCHT um glücklich zu sein..das ist nicht die Aufgabe des Partners..DU bist für dein Glück selbst verantwortlich, ein Partner stellt einen Ausgleich dar und sollte dein Leben bereichern, aber nicht die Lücken füllen, die du selbst nicht füllen kannst..

Harte Worte ich weiß, aber denk mal darüber nach..

LG, any

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