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Böse Schwiegermutter, gespanntes Verhältnis zwischen Eltern und Freund

13. April 2016 um 2:03

Hallo liebe Forenmitglieder, es scheint, als hätte ich das große " Los" gezogen. Ich bin seit 5 Jahren mit meinem Freund zusammen. Okay, ab und zu streiten wir uns, aber ich liebe ihn. Wir wohnen aus beruflichen Gründen (noch) nicht zusammen, sondern 80 km voneinander entfernt. Seine Mutter mag mich nicht, sie hält sich für was Besseres und ich bin ihr nicht gut genug, zu chaotisch und sie hätte sich für ihren Sohn jemand anderes vorgestellt. Inzwischen denke ich mir meinen Teil, und da sie und mein Freund nicht so ein enges Verhältnis haben und sie ca. 300 km von uns entfernt wohnt, sehe ich sie glücklicherweise selten. Ihre Sticheleien lasse ich aktuell einfach an mir abprallen und ignoriere sie. Allerdings hatten mein Freund und ich vor 2 Jahren ein Fest, bei dem wir beide uns in die Haare gekriegt hatten. Seine Mutter war mal wieder extrem unterkühlt zu mir, ich hab mich meinem Freund gegenüber zickig verhalten und meine Mutter hat für mich Partei ergriffen. Unsere Mütter sind ein wenig aneinander geraten (da war seine Mutter schuld), sie hat mich ein paar Monate später zu sich zitiert um mir den Kopf zu waschen und ich blöde Kuh bin auch noch hingefahren, hab die ganze Schuld auf mich genommen und mich entschuldigt. Doch seitdem ist auch das Verhältnis zwischen meinen Eltern und meinem Freund nicht mehr das beste. Er findet, ich besuche meine Eltern zu oft (da ich ca. 80 Km von ihnen entfernt wohne und beruflich öfter mal in der Gegend zu tun habe, übernachte ich regelmäßig bei ihnen). Sonst mag er sie aber ganz gern. Jetzt haben meine Eltern rausgelassen, dass sie ihn nicht (mehr) mögen. Grund: Ich bin Mitte 30, und wir wollen Kinder, das wollen wir aber erst, wenn wir zusammen wohnen. Er möchte gern in meine Gegend ziehen, kriegt das aber aktuell nicht gebacken, sich zu bewerben, da ihm momentan die Energie dazu fehlt( weshalb er nun zum Arzt geht). Meine Eltern werfen ihm das vor, dass er in ihren Augen nichts zustande bringt, also nicht ihm persönlich, sondern mir und behaupten er halte mich hin. Sie glauben, er würde warten, bis ich zu alt bin, um Kinder zu kriegen und mich dann für die nächstbeste zu verlassen, mit der er Kinder haben kann und für mich wäre es dann zu spät, eine eigene Familie zu haben. Ich war so enttäuscht, dass ich ihnen gestern im Streit gesagt habe, dass, wenn sie meinen Freund nicht akzeptieren, ich mich entscheiden müsse und zwar für meine Liebe. Jetzt fühle ich mich schlecht, da wir sonst ein sehr gutes Verhältnis haben und ich eigentlich ein Familienmensch bin. Ich kann mir ohnehin nicht vorstellen, mit einem anderen Mann Kinder zu haben. Nachwuchs möchte ich nur mit ihm. Sollte es mit ihm nicht klappen, würde ich (aus freien Stücken) den Rest des Lebens allein verbringen. Ich habe also nichts zu verlieren. Außerdem finde ich ist es, unabhängig davon in meinem Alter eh schwierig, noch jemanden zu kennenzulernen. Ich war bis 31 jahrelang Single, bis auf ein paar Kurzbeziehungen. Dann wird es mit 36 nicht gerade leichter werden. Muss ich damit leben, dass sich alle Beteiligten hassen und ich zwischen allen Fronten bin? Ich weiß, dass man niemand dazu zwingen kann, den anderen zu mögen....Aktuell würde ich am liebsten ganz weit weg gehen, wo ich für mich bin. Aber weglaufen bringt ja auch nix....Eure Goldlocke

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13. April 2016 um 10:59

Naja,
gegen deine Schwiegermutter kannst du fürchte ich nicht viel machen. Wenn sie dich nicht mag und auch dein Freund es nicht schafft sie dazu zu kriegen, dass sie wenigstens mit Sticheleien und so aufhört (dem würde ich als dein Freund schon mal einen Riegel vorschieben), kannst du ihr wohl nur so weit wie möglich aus dem Weg gehen.

Was deinen Partner und deine Eltern angeht:
Deinem Partner kann es doch in der Zeit in der ihr euch nicht seht egal sein, ob du zu Hause oder bei deinen Eltern bist. Warum mischt er sich da ein?

Und ich denke, deine Eltern wollen eben das beste für dich. Sie haben ihre Sorgen geäußert, weil die Aussage "ich schaffe es nicht, mich zu bewerben" natürlich für Aussenstehende nicht besonders glaubwürdig rüber kommt. Klingt halt nach einer Ausrede und einem nicht wollen. Dass du deshalb gleich so an die Decke gehst, zeigt für mich, dass du entweder ein bisschen cholerisch veranlagt bist (dann könntest du dich einfach für die übertriebene Reaktion entschuldigen und gut ist) oder dass du selbst gewissen Zweifel hast und damit nicht klar kommst, dass diese Zweifel nun auch andere äußern.

So oder so: Natürlich ist es gut und wichtig, dass du hinter deinem Partner stehst, aber Familienmitglieder dürfen doch auch mal Bedenken äußern, ohne dass man sie gleich aus seinem Leben verbannen muss. Man kann es ihnen ja auch einfach erklären, damit sie ihre Meinung überdenken.

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13. April 2016 um 11:32

Ich fürchte, so ist das
Ich würde vielleicht mit deinem Freund noch mal reden darüber, dass ihr eben unterschiedliche Bedürfnisse habt, was eure Beziehung zu euren Herkunftsfamilien betrifft. Mein Mann hat für mich extrem oft, das Bedürfnis, seine Eltern zu besuchen, ich habe das bei meinen Eltern überhaupt nicht. Da meine Schwiegermutter auch so eine Hexe ist, ähnlich wie deine, komme ich dann nicht imemr mit und habe so ein bisschen Zeit für mich. So sind alle zufrieden.

Und deine Eltern möchten eben Grosseltern werden und haben Angst, dass das durch deinen Freund nicht klappt. Kennen sie denn deine Meinung zu dem Thema überhaupt? Sie haben vielleicht auch Angst, dass du dann den Rest deines Lebens unglücklich bist.

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13. April 2016 um 14:00

Wir stammen aus unterschiedlichen Familien,
das stimmt. Ich habe meinem Freund auch gesagt, ich es akzeptiere, dass er nur sporadisch Kontakt zu seiner Mutter und deren Familie hat, und er es akzeptieren muss, dass ich engen Kontakt habe. Und ja, ich bin gerade etwas dünnhäutig. Bevor ich überhaupt an Kinder denken kann, muss ich mich einem Eingriff an der Gebärmutter unterziehen. Dazu kommt, dass ich eine Gerinnungsstörung habe und während einer Schwangerschaft dann 9 Monate Heparin spritzen muss. Aber ob ich überhaupt noch fruchtbar bin, das muss ein Test erstmal bestimmen. Ich gehe nächste Woche zum Arzt um die Hormonwerte im Blut bestimmen zu lassen. Und sollte ich (auch wegen meines fortgeschrittenen Alters) nicht mehr fruchtbar sein, stehe ich vor dem nächsten Problem. Ich weiß, dass mein Freund auf jeden Fall Nachwuchs will. Sollte es mit mir nicht möglich sein, wäre ich ein ziemlich schlechter Mensch, wenn ich ihn nicht freigebe, damit er wenigstens die Chance auf Familie hat. Denn ich befürchte, selbst wenn er bei mir bliebe, so würde er es mir auf lange Frist nie verzeihen, wenn ich ihm um diesen Traum gebracht hätte. Ich glaube, selbst wenn er sich entschiede, bei mir zu bleiben, so würde ich die Beziehung beenden. Denn ich liebe ihn und will, dass er glücklich ist. Auch wenn es bedeutet, dass ich in Zukunft ohne ihn leben muss.

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14. April 2016 um 1:48

Ehe? Jein
ti3ini3pvri, habe mir die Seite mal angeschaut, ob ich heiraten will, weiß ich nicht, ich lege keinen Wert auf das Stück Papier. Wichtig ist mir nur, dass unsere potenziellen Kinder abgesichert sind. Da wir beide nicht vermögend sind, kommt auch keiner auf die Idee, einen von uns als Erbschleicher zu bezeichnen oder ihn zu bezichtigen, dass man nur hinter dem Geld des anderen her ist. Klarer Vorteil, wenn man nicht reich ist. Falls wir heiraten sollten, würde ich nicht unbedingt seinen Namen annehmen, will ja nicht so heißen wie das Schwiegermonster.
Eine Adoption käme für mich auch in Frage, allerdings haben wir darüber noch nicht gesprochen. Möchte mich mit dem Thema erst so richtig beschäftigen, wenn ich mehr weiß. Trotzdem möchte ich nicht aus allen Wolken fallen und mache mir allein schon mal Gedanken. Ist ja irgendwie menschlich.

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