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Borderline Trennung

11. August um 9:53

Hallo liebes Forum,

vielleicht erinnern sich noch einige an mein Diskussionsthema vor einigen Wochen bzgl. Wut und Aggression in der Partnerschaft. Darin hatte ich beschrieben, dass mein (Ex-)Freund sehr schnell wegen Kleinigkeiten oder minimaler Kritik ausrastet und verbal um sich schlägt in einer Weise, wie ich es bisher noch nicht kannte und er dann tagelang im totalen Wutmodus verharrt worauf er dann irgendwann wieder totale Reue zeigt und mich dann wieder mit Liebesschwüren und Blumensträußen überhäuft. Diese Aktionen hatten wir über die Beziehung (6 Monate) nun ein paar Mal, und die letzten Monate hat es sich mehr und mehr gehäuft. In einer seiner "guten" Phase ist er dann auf Borderline gestossen und meinte, dass er sich da sehr stark drin wiederfindet und sich gut vorstellen kann, dass er eine solche Identitätsstörung hat (mit Ausnahme der Suizidgedanken und selbstverletzendem Verhalten). Ich habe mich inzwischen auch viel dazu belesen und muss ehrlich sagen, auch ausserhalb einer professionellen Diagnose passen sein Verhalten und der Verlauf dieser Beziehung in seiner ganzen positiven und negativen Intensität zu 100% dazu. Wir hatten viel darüber geredet, dass er ohnehin eine Therapie braucht und eine Beziehung so wie er mir derzeit oft gegenüber tritt (Wutanfälle häufen sich inzwischen sehr) nicht möglich ist. Er hat dabei widerum erneut die ganze Zeit betont, wie sehr er mich doch liebt und den Kontakt auf keinen Fall abbrechen möchte. Hat mir gesagt, er würde mich bis an sein Lebensende lieben, und ich wäre nach wie vor seine Traumfrau. Ich habe ihm weiterhin meine Hilfe angeboten und ihm auch Therapeuten, Beratungsstellen etc. rausgesucht. Stand ist aber nun wieder der, dass er momentan wieder seit Tagen sehr wütend auf mich und abwertend ist, wie es ja seit Monaten schon geht und eben auch typisch für Borderliner ist. Ich bin jetzt wieder der schlechteste Mensch auf der Welt und bin sein größter Feind und bin ihm total gleichgültig.......ich bin momentan dabei, den Kontakt komplett abzubrechen, weil mich dieses AUF und AB, vor allem das grundlose AB, fertig macht und ich einfach mit meiner Kraft am Ende bin. Es tut mir aber alles sehr weh. Ich weiß nicht mehr so richtig, wie ich selber auch mit diesem Schmerz umgehen soll. Und mit dem Gefühl, eigentlich nur benutzt zu werden und auch benutzt worden zu sein. Deswegen wollte ich Euch fragen, ob ihr vielleicht Tipps oder eigene Erfahrungen mit derTrennung von einem Borderline-Partner habt und mir einen Rat aus Euren Erfahrungen geben könnt. Ich danke Euch.

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11. August um 10:14

zu 1.: weil es darin um eine andere Fragestellung ging.
zu 2.: wenn ich das wüsste, würde ich hier nicht schreiben.

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11. August um 12:21
In Antwort auf kathy.18

Hallo liebes Forum,

vielleicht erinnern sich noch einige an mein Diskussionsthema vor einigen Wochen bzgl. Wut und Aggression in der Partnerschaft. Darin hatte ich beschrieben, dass mein (Ex-)Freund sehr schnell wegen Kleinigkeiten oder minimaler Kritik ausrastet und verbal um sich schlägt in einer Weise, wie ich es bisher noch nicht kannte und er dann tagelang im totalen Wutmodus verharrt worauf er dann irgendwann wieder totale Reue zeigt und mich dann wieder mit Liebesschwüren und Blumensträußen überhäuft. Diese Aktionen hatten wir über die Beziehung (6 Monate) nun ein paar Mal, und die letzten Monate hat es sich mehr und mehr gehäuft. In einer seiner "guten" Phase ist er dann auf Borderline gestossen und meinte, dass er sich da sehr stark drin wiederfindet und sich gut vorstellen kann, dass er eine solche Identitätsstörung hat (mit Ausnahme der Suizidgedanken und selbstverletzendem Verhalten). Ich habe mich inzwischen auch viel dazu belesen und muss ehrlich sagen, auch ausserhalb einer professionellen Diagnose passen sein Verhalten und der Verlauf dieser Beziehung in seiner ganzen positiven und negativen Intensität zu 100% dazu. Wir hatten viel darüber geredet, dass er ohnehin eine Therapie braucht und eine Beziehung so wie er mir derzeit oft gegenüber tritt (Wutanfälle häufen sich inzwischen sehr) nicht möglich ist. Er hat dabei widerum erneut die ganze Zeit betont, wie sehr er mich doch liebt und den Kontakt auf keinen Fall abbrechen möchte. Hat mir gesagt, er würde mich bis an sein Lebensende lieben, und ich wäre nach wie vor seine Traumfrau. Ich habe ihm weiterhin meine Hilfe angeboten und ihm auch Therapeuten, Beratungsstellen etc. rausgesucht. Stand ist aber nun wieder der, dass er momentan wieder seit Tagen sehr wütend auf mich und abwertend ist, wie es ja seit Monaten schon geht und eben auch typisch für Borderliner ist. Ich bin jetzt wieder der schlechteste Mensch auf der Welt und bin sein größter Feind und bin ihm total gleichgültig.......ich bin momentan dabei, den Kontakt komplett abzubrechen, weil mich dieses AUF und AB, vor allem das grundlose AB, fertig macht und ich einfach mit meiner Kraft am Ende bin. Es tut mir aber alles sehr weh. Ich weiß nicht mehr so richtig, wie ich selber auch mit diesem Schmerz umgehen soll. Und mit dem Gefühl, eigentlich nur benutzt zu werden und auch benutzt worden zu sein. Deswegen wollte ich Euch fragen, ob ihr vielleicht Tipps oder eigene Erfahrungen mit derTrennung von einem Borderline-Partner habt und mir einen Rat aus Euren Erfahrungen geben könnt. Ich danke Euch.

Ich kann dich soooo gut verstehen .

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11. August um 15:02

überlege dir, welche Art Beziehung du möchtest und brauchst, stelle dir vor, wie du gerne leben möchtest und schau dir Beziehungen an, die deines Erachtens nach gut funktionieren und erfüllend für beide Partner sind. Dann schau dir an, was mit diesem Mann hier möglich ist und überlege, ob du das so akzeptieren kannst oder ob es dich doch zu negativ belastet.

Man muss einfach Entscheidungen im Leben treffen und nicht ewig hin- und hereiern. Es hört sich hart an, wenn man von Kontaktabbruch spricht, aber oft sind die Emotionen so negativ, dass es einfach die beste Lösung für alle ist.

Du bist nicht die Therapeutin deines Partners. Man kann höchtens co-abhängig sein, co-betroffen oder sonst irgendwie durch die Krankheit des Partners betroffen sein. Solange es nicht dein Leben negativ beeinträchtigt ist ja alles gut, aber sowie du feststellst, dass es nicht gut für dich ist, solltest du die Reissleine ziehen. Es ist dein Leben, nicht seines, um das es hier geht.

Denk daran - du bist nie verantwortlich für des anderen Glück sondern nur für dein eigenes.

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11. August um 20:51

Mir fällt es halt wirklich schwer, das Muster dahinter zu verstehen. Vor 2 Wochen beteuerte er mir wieder, ich wäre seine absolute Traumfrau. Er würde bis an sein Lebensende mit mir zusammen sein wollen und er hätte noch nie jemanden so geliebt. Und jetzt ist seit Tagen wieder alles furchtbar. Ich habe heute nochmal probiert auf ihn zuzugehen (per whatsapp, weil er meine Anrufe verweigert). habe ihn gefragt, warum er so wütend ist und warum er verletzt ist. Er war wieder nur sarkastisch. Und meinte, ich würde ihn ja als böse hinstellen und mich selbst als die Gute (gab aber auch kein Gespräch auf dass er das beziehen konnte). Ich hab ihm gesagt, dass ich ihn überhaupt nicht als Böse sehe, sonst würde ich ihm ja auch nicht schreiben. Er meinte dann, ich hätte dadurch, dass ich ziemliche Angst in der Beziehung hatte, (weil ich viel Angst hatte, was falsch zu machen, weil eben in der Vergangenheit Kleinigkeiten bei ihm zu Wutausbrüchen oder sogar Trennung führten), und ihm das auch gesagt habe, die Beziehung belastet und ihm ein schlechtes Gefühl gegeben. Und ich hätte mich viel zu wenig für meine Fehler entschuldigt. Auf die Frage, welche Fehler, meinte er nur, dass ich ihm immer ein schlechtes Gefühl gegeben hätte.Er meinte, ich hätte ihm ständig wegen allem und jedem Vorhaltungen gemacht (aber das habe ich wirklich nicht - weil ich viel zu viel Angst vor ihm hatte. Und ich bin ziemlich harmoniebedürftig.). Ich habe das dann verneint. Und daraufhin meinte er dann wieder, ich würde ihn damit schlecht hinstellen.....so ging es dann die ganze zeit hin und her. Ich hab ihm dann irgendwann gesagt, dass ich nach wie vor versuche, mit ihm zusammen einen Weg zu finden. Er meinte, dann er nicht mehr, ich können alleine nach einem Weg suchen.
Letzte Woche meinte er noch, er hätte sich immer so geliebt und geborgen bei mir gefühlt. Zu mir zu kommen, wäre wie nach Hause zu kommen.

Ich weiß überhaupt nicht mehr, was das alles soll. Und wie ein Mensch sagen kann, er liebt einen (hat er heute zwischendurch auch wieder gesagt), und dabei so kalt und abwertend und vor allem gleichgültig sein kann.

Wenn jemand ähnliche Erfahrungen hat und einen Rat, wie man diesen Schmerz verarbeitet und wieder zu sich selbst zurückfindet wäre ich wirklich dankbar.

Dass er mir nicht gut tut weiß ich schon lange. Und dass eine Beziehung so nicht funktionieren kann auch. Aber das ändert nichts daran, dass es weh tut.

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11. August um 21:57
In Antwort auf kathy.18

Mir fällt es halt wirklich schwer, das Muster dahinter zu verstehen. Vor 2 Wochen beteuerte er mir wieder, ich wäre seine absolute Traumfrau. Er würde bis an sein Lebensende mit mir zusammen sein wollen und er hätte noch nie jemanden so geliebt. Und jetzt ist seit Tagen wieder alles furchtbar. Ich habe heute nochmal probiert auf ihn zuzugehen (per whatsapp, weil er meine Anrufe verweigert). habe ihn gefragt, warum er so wütend ist und warum er verletzt ist. Er war wieder nur sarkastisch. Und meinte, ich würde ihn ja als böse hinstellen und mich selbst als die Gute (gab aber auch kein Gespräch auf dass er das beziehen konnte). Ich hab ihm gesagt, dass ich ihn überhaupt nicht als Böse sehe, sonst würde ich ihm ja auch nicht schreiben. Er meinte dann, ich hätte dadurch, dass ich ziemliche Angst in der Beziehung hatte, (weil ich viel Angst hatte, was falsch zu machen, weil eben in der Vergangenheit Kleinigkeiten bei ihm zu Wutausbrüchen oder sogar Trennung führten), und ihm das auch gesagt habe, die Beziehung belastet und ihm ein schlechtes Gefühl gegeben. Und ich hätte mich viel zu wenig für meine Fehler entschuldigt. Auf die Frage, welche Fehler, meinte er nur, dass ich ihm immer ein schlechtes Gefühl gegeben hätte.Er meinte, ich hätte ihm ständig wegen allem und jedem Vorhaltungen gemacht (aber das habe ich wirklich nicht - weil ich viel zu viel Angst vor ihm hatte. Und ich bin ziemlich harmoniebedürftig.). Ich habe das dann verneint. Und daraufhin meinte er dann wieder, ich würde ihn damit schlecht hinstellen.....so ging es dann die ganze zeit hin und her. Ich hab ihm dann irgendwann gesagt, dass ich nach wie vor versuche, mit ihm zusammen einen Weg zu finden. Er meinte, dann er nicht mehr, ich können alleine nach einem Weg suchen.
Letzte Woche meinte er noch, er hätte sich immer so geliebt und geborgen bei mir gefühlt. Zu mir zu kommen, wäre wie nach Hause zu kommen.

Ich weiß überhaupt nicht mehr, was das alles soll. Und wie ein Mensch sagen kann, er liebt einen (hat er heute zwischendurch auch wieder gesagt), und dabei so kalt und abwertend und vor allem gleichgültig sein kann.

Wenn jemand ähnliche Erfahrungen hat und einen Rat, wie man diesen Schmerz verarbeitet und wieder zu sich selbst zurückfindet wäre ich wirklich dankbar.

Dass er mir nicht gut tut weiß ich schon lange. Und dass eine Beziehung so nicht funktionieren kann auch. Aber das ändert nichts daran, dass es weh tut.


Aber kathy, ich glaube schon, dass du das weisst, dass sich das nie ändern wird! Eine Persönlichkeitsstörung wie Borderline oder Narzissmus, ist meines Wissens nicht gut therapierbar! Diese Menschen verstehen es extrem gut, einem quasi eine „Hundeguetsli“ hinzuwerfen und schon wedeln wir mit dem Schwanz! Leider die bittere Wahrheit! Soyyo hat dir ein eine sehr gute Antwort gegeben! Lg

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11. August um 22:11
In Antwort auf micky790


Aber kathy, ich glaube schon, dass du das weisst, dass sich das nie ändern wird! Eine Persönlichkeitsstörung wie Borderline oder Narzissmus, ist meines Wissens nicht gut therapierbar! Diese Menschen verstehen es extrem gut, einem quasi eine „Hundeguetsli“ hinzuwerfen und schon wedeln wir mit dem Schwanz! Leider die bittere Wahrheit! Soyyo hat dir ein eine sehr gute Antwort gegeben! Lg

Danke micky790, ja soyyo's Antwort finde ich auch wirklich gut. Und Deine auch. Ich weiß für mich auch, dass ich das nicht mehr leisten kann und es mich wirklich massiv beeinträchtigt. Ich schlafe beispielsweise seit Monaten nicht mehr. Ich kann kaum arbeiten. Leide inzwischen schon selbst unter starken Stimmungsschwankungen.......ich wache langsam auf. Aber so schwer alles. Weil ich es irgendwie nicht greifen kann. Nicht verstehen kann. Nicht nachvollziehen kann.

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11. August um 23:56
In Antwort auf kathy.18

Danke micky790, ja soyyo's Antwort finde ich auch wirklich gut. Und Deine auch. Ich weiß für mich auch, dass ich das nicht mehr leisten kann und es mich wirklich massiv beeinträchtigt. Ich schlafe beispielsweise seit Monaten nicht mehr. Ich kann kaum arbeiten. Leide inzwischen schon selbst unter starken Stimmungsschwankungen.......ich wache langsam auf. Aber so schwer alles. Weil ich es irgendwie nicht greifen kann. Nicht verstehen kann. Nicht nachvollziehen kann.

Aber so schwer alles. Weil ich es irgendwie nicht greifen kann. Nicht verstehen kann. Nicht nachvollziehen kann.

Vielleicht wäre es ganz gut, wenn du selber mal mit einem Arzt sprichst. Es ist gut, von jemandem, der sich damit auskennt, zu hören, was du für dich machen kannst. Es macht dich kaputt, weil dieser Mann nach einem ganz anderen System als dem deinen funktioniert. Er reagiert und agiert nicht normal. Er ist anders. Und da du das nicht wirklich verstehst, bist du nach wie vor sehr verletzlich und hoffst, dass das alles irgendwie ein böser Traum ist, der mal vorbei geht.

Das ist mit allen diesen Verhaltensweisen so, wo man von 10000-Prozent Vollgas plötzlich mit Eiswasser überschüttet wird. Da passt nichts zusammen und man versteht nicht, was den anderen so handeln lässt, warum man nicht in einem vernünftigen Gespräch Dinge kláren kann und wenn es nur ein "ich mag dich, aber wir sind nicht füreinander geschaffen" ist.

Aber genau dieses vernünftige Gespräch wird n ie kommen. Dieser Mann wird von etwas anderem angetrieben als du. Das einzige was du tun kannst, ist, dir zu sagen, dass er anders ist und dass du nie das bekommst, was du jetzt in diesem empfindsamen Moment besonders brauchst. Nie. Er wird und kann es dir nicht geben. Er ist anders als du.

Bitte, gehe einfach mal zu einem Psychologen, jemandem, der dir jetzt etwas Kraft geben kann und dir zeigen kann, wie du mit diesem Stress, unter dem du gerade leidest, umgehen kannst.

Und versuche wirklich, dich auf dich zu konzentrieren. Wie ein Mantra - ich will so und so leben und er ist anders und mit ihm geht das nicht. ... immer wiederholen und nicht nach einem Warum und Wieso fragen. Nimm einfach das, was da ist.

Und halte dir deutlich vor Augen, was du willst. Und, ganz wichtig, versuche das Manipulationsschema zu durchschauen, mit dem er dich immer wieder rumkriegt.

Versuche zu sehen, was deine Punkte sind, bei denen du immer wieder auf ihn anspringst. Er weiss das námlich und nutzt das aus. Ihm liegt es nicht an dir sonder daran, dich in der Hand zu haben.

Mach dir das alles bewusst. Du wirst feststellen, dass es eine ganz andere Sache ist, als das was du möchtest. Du möchtest nämlich Verständnis und Zuneigung, innigliches einander zugewandt sein .... das alles bekommst du mit ihm nicht. Das musst du verstehen. Nur das und nicht das Warum.


... sorry wenn ich mich gerade etwas im Kreise drehe. Ich hatte übrigens mal eine ¨hanliche Erfahrung, dachte jedoch,d ass ich dem gewachsen wäre, weil es nur eine Affaire sein sollte für mich. Und ich habe festgestellt,d ass ich mich innerhabl kürzester Zeit innerlich und im Verhalten verändert habe. Es hat lange gedauert, bis ich nach Beendigung des ganzen, wieder zu mir gefunden habe....

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12. August um 3:11
In Antwort auf kathy.18

Hallo liebes Forum,

vielleicht erinnern sich noch einige an mein Diskussionsthema vor einigen Wochen bzgl. Wut und Aggression in der Partnerschaft. Darin hatte ich beschrieben, dass mein (Ex-)Freund sehr schnell wegen Kleinigkeiten oder minimaler Kritik ausrastet und verbal um sich schlägt in einer Weise, wie ich es bisher noch nicht kannte und er dann tagelang im totalen Wutmodus verharrt worauf er dann irgendwann wieder totale Reue zeigt und mich dann wieder mit Liebesschwüren und Blumensträußen überhäuft. Diese Aktionen hatten wir über die Beziehung (6 Monate) nun ein paar Mal, und die letzten Monate hat es sich mehr und mehr gehäuft. In einer seiner "guten" Phase ist er dann auf Borderline gestossen und meinte, dass er sich da sehr stark drin wiederfindet und sich gut vorstellen kann, dass er eine solche Identitätsstörung hat (mit Ausnahme der Suizidgedanken und selbstverletzendem Verhalten). Ich habe mich inzwischen auch viel dazu belesen und muss ehrlich sagen, auch ausserhalb einer professionellen Diagnose passen sein Verhalten und der Verlauf dieser Beziehung in seiner ganzen positiven und negativen Intensität zu 100% dazu. Wir hatten viel darüber geredet, dass er ohnehin eine Therapie braucht und eine Beziehung so wie er mir derzeit oft gegenüber tritt (Wutanfälle häufen sich inzwischen sehr) nicht möglich ist. Er hat dabei widerum erneut die ganze Zeit betont, wie sehr er mich doch liebt und den Kontakt auf keinen Fall abbrechen möchte. Hat mir gesagt, er würde mich bis an sein Lebensende lieben, und ich wäre nach wie vor seine Traumfrau. Ich habe ihm weiterhin meine Hilfe angeboten und ihm auch Therapeuten, Beratungsstellen etc. rausgesucht. Stand ist aber nun wieder der, dass er momentan wieder seit Tagen sehr wütend auf mich und abwertend ist, wie es ja seit Monaten schon geht und eben auch typisch für Borderliner ist. Ich bin jetzt wieder der schlechteste Mensch auf der Welt und bin sein größter Feind und bin ihm total gleichgültig.......ich bin momentan dabei, den Kontakt komplett abzubrechen, weil mich dieses AUF und AB, vor allem das grundlose AB, fertig macht und ich einfach mit meiner Kraft am Ende bin. Es tut mir aber alles sehr weh. Ich weiß nicht mehr so richtig, wie ich selber auch mit diesem Schmerz umgehen soll. Und mit dem Gefühl, eigentlich nur benutzt zu werden und auch benutzt worden zu sein. Deswegen wollte ich Euch fragen, ob ihr vielleicht Tipps oder eigene Erfahrungen mit derTrennung von einem Borderline-Partner habt und mir einen Rat aus Euren Erfahrungen geben könnt. Ich danke Euch.

Hallo Kathy,

Ich bin durch einen Zufall auf deinen Eintrag hier gekommen. Ich bin nämlich selbst "Borderliner" und um damit umgehen zu lernen war ich schon in Kliniken und war ein paar Jahre in ambulanter Therapie. Ich habe mir extra für den Eintrag einen Account erstellt (Daher entschuldige ich mich im vorraus für die
Formatierungsfehler), da ich denke ich kann einen anderen Blickwinkel erübrigen.

Ich habe meinem Umfeld (und mir) früher (insbesondere 17 bis 19 Jahre) auch sehr geschadet, da ich mit meinen Gefühlen nicht wusste wie ich mit ihnen umgehen soll. Ich habe meine Freundinnen damals oft falsch verstanden, alles auf mich bezogen und dementsprechend pampig, wütend und / oder irrational reagiert. Wenn ich auf mein Verhalten angesprochen wurde, bin ich oftmals wieder von der Emotion gefangen genommen worden oder ich habe das Gefühl bzw. die Situation von mir gestoßen, da ich Angst davor hatte, da ich nicht wusste was in mir vorging.
Ich habe mich meistens selbst gehasst, wie unfair ich zu jemand war, die ich doch eigentlich liebe und die auch mich liebt, ich konnte mich aber nicht anders verhalten.
Und ebenso wie dein Freund habe ich mich überschwenglich und voller schlechtem Gewissen bei ihnen entschuldigt. Meist war die Angst ohne emotionalen Beistand da zustehen der eigentliche Grund dahinter.

Es hat einige Jahre gedauert, bis ich besser mit mir, schweren Situationen und "komplizierten" Emotionen auszukommen gelernt habe, daher mal ganz direkt: Es ist nicht nur für deinen Freund anstrengend, du wirst fast genauso leiden und dich verändern müssen, sonst wird sich entweder nichts ändern oder ihr werdet euch letztendlich auseinander entwickeln und euch dann trennen.

Borderline ist nämlich auch nicht "heilbar". Es ist wie ADHS ein Teil der Persönlichkeit. Früher sah ich es als Fluch oder Krankheit an, hab mich hinter der Diagnose versteckt usw..
Heute seh ich es als Teil von mir. Es gibt einfach ein paar Emotionen (Wut, Freude), die mich davontragen, wie eine Welle einen Schffbrüchigen, genauso wie ich immer noch Schwierigkeiten habe ein paar Emotionen (meist Eifersucht, Zurückweisung, etc.) richtig zu erkennen oder damit umzugehen.

Mmh. Es fällt mir schwer meine Gedanken geordnet und nachvollziehbar niederzuschreiben, vor allem da das Thema einiges wachrüttelt, was doch nicht ganz verarbeitet wurde. Außerdem muss ich endlich ins Bett, habe mehr als eine Stunde gebraucht, dass hier zu schreiben. Wenn ich dir aber noch helfen kann, bzw. wenn dies überhaupt hilfreich war, gib Bescheid, dann füge ich noch etwas hinzu.



Liebe Grüße, viel Kraft und Liebe,

Thomas

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12. August um 7:59
In Antwort auf kathy.18

Mir fällt es halt wirklich schwer, das Muster dahinter zu verstehen. Vor 2 Wochen beteuerte er mir wieder, ich wäre seine absolute Traumfrau. Er würde bis an sein Lebensende mit mir zusammen sein wollen und er hätte noch nie jemanden so geliebt. Und jetzt ist seit Tagen wieder alles furchtbar. Ich habe heute nochmal probiert auf ihn zuzugehen (per whatsapp, weil er meine Anrufe verweigert). habe ihn gefragt, warum er so wütend ist und warum er verletzt ist. Er war wieder nur sarkastisch. Und meinte, ich würde ihn ja als böse hinstellen und mich selbst als die Gute (gab aber auch kein Gespräch auf dass er das beziehen konnte). Ich hab ihm gesagt, dass ich ihn überhaupt nicht als Böse sehe, sonst würde ich ihm ja auch nicht schreiben. Er meinte dann, ich hätte dadurch, dass ich ziemliche Angst in der Beziehung hatte, (weil ich viel Angst hatte, was falsch zu machen, weil eben in der Vergangenheit Kleinigkeiten bei ihm zu Wutausbrüchen oder sogar Trennung führten), und ihm das auch gesagt habe, die Beziehung belastet und ihm ein schlechtes Gefühl gegeben. Und ich hätte mich viel zu wenig für meine Fehler entschuldigt. Auf die Frage, welche Fehler, meinte er nur, dass ich ihm immer ein schlechtes Gefühl gegeben hätte.Er meinte, ich hätte ihm ständig wegen allem und jedem Vorhaltungen gemacht (aber das habe ich wirklich nicht - weil ich viel zu viel Angst vor ihm hatte. Und ich bin ziemlich harmoniebedürftig.). Ich habe das dann verneint. Und daraufhin meinte er dann wieder, ich würde ihn damit schlecht hinstellen.....so ging es dann die ganze zeit hin und her. Ich hab ihm dann irgendwann gesagt, dass ich nach wie vor versuche, mit ihm zusammen einen Weg zu finden. Er meinte, dann er nicht mehr, ich können alleine nach einem Weg suchen.
Letzte Woche meinte er noch, er hätte sich immer so geliebt und geborgen bei mir gefühlt. Zu mir zu kommen, wäre wie nach Hause zu kommen.

Ich weiß überhaupt nicht mehr, was das alles soll. Und wie ein Mensch sagen kann, er liebt einen (hat er heute zwischendurch auch wieder gesagt), und dabei so kalt und abwertend und vor allem gleichgültig sein kann.

Wenn jemand ähnliche Erfahrungen hat und einen Rat, wie man diesen Schmerz verarbeitet und wieder zu sich selbst zurückfindet wäre ich wirklich dankbar.

Dass er mir nicht gut tut weiß ich schon lange. Und dass eine Beziehung so nicht funktionieren kann auch. Aber das ändert nichts daran, dass es weh tut.

weil das gesunde Menschen auch nicht verstehen KÖNNEN.

Naja, wobei... diese extrem starken Emotionen, die Du gerade hast. Diese Zerissenheit. ... so ist es für uns. Die ganze verdammte Zeit. Immer. Jahrein, jahraus.
Also - wie "richtig" kannst Du gerade handeln? Wie korrekt entscheiden?
Da hast Du Deine Antwort.

Damit umgehen zu lernen dauert Jahre und es ist ein verdammt häßlicher Weg bis dahin.

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12. August um 9:01

test

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12. August um 9:05

nur weil man es im internet liest bedeutet es nicht das es jemand hat,  es gibt sehr viele manipulative menschen die andere gerne klein halten sie schlecht machen und ihnen ein schlechtes gefühl geben um sich selbst besser und mächtiger zu fühlen, solange kein psychologe es festgestellt hat, ist eine laien diagnose völlig sinnlos. 

schon mal daran gedacht das er einfach der typ mensch ist der so seine frauen erzieht ? in dem er stück für stück ihr selbstbewusstsein klein hält und sie durch angriff entschuldigen langsam stück für stück demontiert um sie gefügig zu machen bis sie sich selbst die schuld gibt und er so leichtes spiel hat. 

menschen sind nicht alle gleich, die welt ist voller ar....er. 

es ist eine schlechte erfahrung die zum leben dazu gehört, lern daraus dich nie wieder so zu behandeln lassen und es sollte so etwas wieder passieren sofort zu beenden. 
 

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12. August um 9:35
In Antwort auf ginxx

nur weil man es im internet liest bedeutet es nicht das es jemand hat,  es gibt sehr viele manipulative menschen die andere gerne klein halten sie schlecht machen und ihnen ein schlechtes gefühl geben um sich selbst besser und mächtiger zu fühlen, solange kein psychologe es festgestellt hat, ist eine laien diagnose völlig sinnlos. 

schon mal daran gedacht das er einfach der typ mensch ist der so seine frauen erzieht ? in dem er stück für stück ihr selbstbewusstsein klein hält und sie durch angriff entschuldigen langsam stück für stück demontiert um sie gefügig zu machen bis sie sich selbst die schuld gibt und er so leichtes spiel hat. 

menschen sind nicht alle gleich, die welt ist voller ar....er. 

es ist eine schlechte erfahrung die zum leben dazu gehört, lern daraus dich nie wieder so zu behandeln lassen und es sollte so etwas wieder passieren sofort zu beenden. 
 

Hmm... und weshalb sucht die TE nur bei ihm Schwachstellen - anstatt ihr eigenes Verhalten zu reflektieren?

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12. August um 9:50
In Antwort auf moitoy

Hmm... und weshalb sucht die TE nur bei ihm Schwachstellen - anstatt ihr eigenes Verhalten zu reflektieren?

was sollte sie deiner meinung nach reflektieren ? es ist ein irrglaube das, dass verhalten beider immer toxisch für eine beziehung ist und es daher gescheitert ist. 

ich denke das niemand sofort ne beziehung beendet, wenn man sich mal heftig streitet, aber sobald jemand bei kleinster kritik, komplett ausrastet und tagelang sauer ist, sollte man erkennen das ne trennung das richtig ist. 

meistens sucht man aber nach strohhalmen, entweder bei sich selbst, hätte ich das und das nicht gesagt wäre es nicht so ausgeartet, oder man benutzt google und sucht nach psychischen krankenheiten für dummes verhalten. 

wie oft man hier die laien methode von google liest, wo manche experten hier, narzissmus, borderline, depressionen, burnout und sonstigen blödsinn diagnostizieren. 

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12. August um 11:09
In Antwort auf ginxx

was sollte sie deiner meinung nach reflektieren ? es ist ein irrglaube das, dass verhalten beider immer toxisch für eine beziehung ist und es daher gescheitert ist. 

ich denke das niemand sofort ne beziehung beendet, wenn man sich mal heftig streitet, aber sobald jemand bei kleinster kritik, komplett ausrastet und tagelang sauer ist, sollte man erkennen das ne trennung das richtig ist. 

meistens sucht man aber nach strohhalmen, entweder bei sich selbst, hätte ich das und das nicht gesagt wäre es nicht so ausgeartet, oder man benutzt google und sucht nach psychischen krankenheiten für dummes verhalten. 

wie oft man hier die laien methode von google liest, wo manche experten hier, narzissmus, borderline, depressionen, burnout und sonstigen blödsinn diagnostizieren. 

"Weshalb sollte sie ihr Verhalten reflektieren?" Bitte lese nochmals ihren Eingangstext, dass er sich verbal verteidigt und vor ihr zurückzieht, wenn sie IHN kritisiert - ausserdem scheint er nun keinerlei Interesse mehr an ihrer Unzufriedenheit zu haben.

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12. August um 11:13
In Antwort auf moitoy

"Weshalb sollte sie ihr Verhalten reflektieren?" Bitte lese nochmals ihren Eingangstext, dass er sich verbal verteidigt und vor ihr zurückzieht, wenn sie IHN kritisiert - ausserdem scheint er nun keinerlei Interesse mehr an ihrer Unzufriedenheit zu haben.

ich habe ihren text gelesen du auch ? 

dort steht geschrieben Darin hatte ich beschriebe

mein (Ex-)Freund sehr schnell wegen Kleinigkeiten oder minimaler Kritik ausrastet und verbal um sich schlägt in einer Weise, wie ich es bisher noch nicht kannte und er dann tagelang im totalen Wutmodus verharrt

noch nie mit deinem partner diskutiert, oder ihn kritisiert für verhalten ? sollte in einer partnerschaft völlig normal sein, als ob du noch nie deinen partner kritisiert hast, kritik ist doch nix böses 

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12. August um 11:19

In diesem kurzen Zeitraum von Beiden scheint es zu viele Kritik zu geben ... und es ergibt sich die Frage: " ob nur sie diejenige ist, die kritisiert und ihm das Gefühl des Schuldigen verleihen möchte.

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12. August um 11:32
In Antwort auf soyyo

Aber so schwer alles. Weil ich es irgendwie nicht greifen kann. Nicht verstehen kann. Nicht nachvollziehen kann.

Vielleicht wäre es ganz gut, wenn du selber mal mit einem Arzt sprichst. Es ist gut, von jemandem, der sich damit auskennt, zu hören, was du für dich machen kannst. Es macht dich kaputt, weil dieser Mann nach einem ganz anderen System als dem deinen funktioniert. Er reagiert und agiert nicht normal. Er ist anders. Und da du das nicht wirklich verstehst, bist du nach wie vor sehr verletzlich und hoffst, dass das alles irgendwie ein böser Traum ist, der mal vorbei geht.

Das ist mit allen diesen Verhaltensweisen so, wo man von 10000-Prozent Vollgas plötzlich mit Eiswasser überschüttet wird. Da passt nichts zusammen und man versteht nicht, was den anderen so handeln lässt, warum man nicht in einem vernünftigen Gespräch Dinge kláren kann und wenn es nur ein "ich mag dich, aber wir sind nicht füreinander geschaffen" ist.

Aber genau dieses vernünftige Gespräch wird n ie kommen. Dieser Mann wird von etwas anderem angetrieben als du. Das einzige was du tun kannst, ist, dir zu sagen, dass er anders ist und dass du nie das bekommst, was du jetzt in diesem empfindsamen Moment besonders brauchst. Nie. Er wird und kann es dir nicht geben. Er ist anders als du.

Bitte, gehe einfach mal zu einem Psychologen, jemandem, der dir jetzt etwas Kraft geben kann und dir zeigen kann, wie du mit diesem Stress, unter dem du gerade leidest, umgehen kannst.

Und versuche wirklich, dich auf dich zu konzentrieren. Wie ein Mantra - ich will so und so leben und er ist anders und mit ihm geht das nicht. ... immer wiederholen und nicht nach einem Warum und Wieso fragen. Nimm einfach das, was da ist.

Und halte dir deutlich vor Augen, was du willst. Und, ganz wichtig, versuche das Manipulationsschema zu durchschauen, mit dem er dich immer wieder rumkriegt.

Versuche zu sehen, was deine Punkte sind, bei denen du immer wieder auf ihn anspringst. Er weiss das námlich und nutzt das aus. Ihm liegt es nicht an dir sonder daran, dich in der Hand zu haben.

Mach dir das alles bewusst. Du wirst feststellen, dass es eine ganz andere Sache ist, als das was du möchtest. Du möchtest nämlich Verständnis und Zuneigung, innigliches einander zugewandt sein .... das alles bekommst du mit ihm nicht. Das musst du verstehen. Nur das und nicht das Warum.


... sorry wenn ich mich gerade etwas im Kreise drehe. Ich hatte übrigens mal eine ¨hanliche Erfahrung, dachte jedoch,d ass ich dem gewachsen wäre, weil es nur eine Affaire sein sollte für mich. Und ich habe festgestellt,d ass ich mich innerhabl kürzester Zeit innerlich und im Verhalten verändert habe. Es hat lange gedauert, bis ich nach Beendigung des ganzen, wieder zu mir gefunden habe....

Danke soyyo, vielen vielen Dank.
Deine Antwort beschreibt es sehr gut, ein Moment ist alles perfekt, und dann kommt die eisige Kälte. Und das schlimme ist dabei für mich im Moment, dass er mir die ganze Schuld gibt, und ich sehr doll dadurch auch an mir zweifle. Ich muss sagen, ich habe vorher schon einige Beziehungen gehabt und auch immer langjährig; nicht unter 3 Jahren. Also dachte ich eigentlich bislang, ich wäre eigentlich nicht beziehungsunfähig. Aber mit seinen Schuldzuweisungen weiß ich im Moment auch nicht umzugehen. Ich bin sicherlich auch nicht einfach, gerade in Konflikten. Werde z.B. schnell sarkastisch, wenn ich wütend bin, was eben in letzter Zeit auch öfter vorgekommen ist, weil ich es einfach leid war, immer Verständnis für seine Art und sein Verhalten zu haben. Natürlich war das bestimmt nicht die tollste Reaktion von mir. Hätte vielleicht mehr Verständnis für ihn haben müssen. Aber ich weiß auch nicht mehr, ob das sein Verhalten eigentlich rechtfertigt und davor hatte ich es mit still sein probiert, und das hat ihn auch nicht beruhigt.
Es ist auch wie Du sagst: ich habe einfach Verständnis und vor allem Vertrauen, sich auf seinen Partner verlassen können, diese Geborgenheit, sehr vermisst. Und finde das nach allem was passiert ist auch verständlich. Ich hatte einfach sehr viel Angst die ganze Zeit, weil ich das Gefühl hatte, auf einem Pulverfass zu sitzen. Aber äußern durfte ich es eben auch nicht. Das wirft er mir ja am meisten vor. Dass ich das geäußert habe, und ihm damit ein schlechtes Gefühl vermittelt habe.
Ich hab überhaupt keinen Punkt mehr, an dem ich weiß, was ich überhaupt von einem Partner erwarten kann und was nicht.
Ich hab wie Du auch beschreibst das Gefühl, ich hab mich selbst verloren. Erkenne mich im Augenblick auch nicht wieder. War noch nie so kraftlos, so hilflos.

Ich danke Dir sehr für Deine Antwort und Deine Erinnerung, mir wieder bewusst zu werden, was ich eigentlich möchte, und dass ich das von ihm nicht bekommen kann. Damit ich es endlich einsehe. Danke !

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12. August um 11:54
In Antwort auf okay_cool

Hallo Kathy,

Ich bin durch einen Zufall auf deinen Eintrag hier gekommen. Ich bin nämlich selbst "Borderliner" und um damit umgehen zu lernen war ich schon in Kliniken und war ein paar Jahre in ambulanter Therapie. Ich habe mir extra für den Eintrag einen Account erstellt (Daher entschuldige ich mich im vorraus für die
Formatierungsfehler), da ich denke ich kann einen anderen Blickwinkel erübrigen.

Ich habe meinem Umfeld (und mir) früher (insbesondere 17 bis 19 Jahre) auch sehr geschadet, da ich mit meinen Gefühlen nicht wusste wie ich mit ihnen umgehen soll. Ich habe meine Freundinnen damals oft falsch verstanden, alles auf mich bezogen und dementsprechend pampig, wütend und / oder irrational reagiert. Wenn ich auf mein Verhalten angesprochen wurde, bin ich oftmals wieder von der Emotion gefangen genommen worden oder ich habe das Gefühl bzw. die Situation von mir gestoßen, da ich Angst davor hatte, da ich nicht wusste was in mir vorging.
Ich habe mich meistens selbst gehasst, wie unfair ich zu jemand war, die ich doch eigentlich liebe und die auch mich liebt, ich konnte mich aber nicht anders verhalten.
Und ebenso wie dein Freund habe ich mich überschwenglich und voller schlechtem Gewissen bei ihnen entschuldigt. Meist war die Angst ohne emotionalen Beistand da zustehen der eigentliche Grund dahinter.

Es hat einige Jahre gedauert, bis ich besser mit mir, schweren Situationen und "komplizierten" Emotionen auszukommen gelernt habe, daher mal ganz direkt: Es ist nicht nur für deinen Freund anstrengend, du wirst fast genauso leiden und dich verändern müssen, sonst wird sich entweder nichts ändern oder ihr werdet euch letztendlich auseinander entwickeln und euch dann trennen.

Borderline ist nämlich auch nicht "heilbar". Es ist wie ADHS ein Teil der Persönlichkeit. Früher sah ich es als Fluch oder Krankheit an, hab mich hinter der Diagnose versteckt usw..
Heute seh ich es als Teil von mir. Es gibt einfach ein paar Emotionen (Wut, Freude), die mich davontragen, wie eine Welle einen Schffbrüchigen, genauso wie ich immer noch Schwierigkeiten habe ein paar Emotionen (meist Eifersucht, Zurückweisung, etc.) richtig zu erkennen oder damit umzugehen.

Mmh. Es fällt mir schwer meine Gedanken geordnet und nachvollziehbar niederzuschreiben, vor allem da das Thema einiges wachrüttelt, was doch nicht ganz verarbeitet wurde. Außerdem muss ich endlich ins Bett, habe mehr als eine Stunde gebraucht, dass hier zu schreiben. Wenn ich dir aber noch helfen kann, bzw. wenn dies überhaupt hilfreich war, gib Bescheid, dann füge ich noch etwas hinzu.



Liebe Grüße, viel Kraft und Liebe,

Thomas

Hallo Thomas,
vielen Dank für Deine Antwort ! Das finde ich wirklich nett, dass Du soviel von Dir geschrieben hast.
Also mein Freund hat diese Wutanfälle nach seiner Aussage schon sein ganzes Leben. Er hat auch seine Freunde schon beschimpft, ihnen sogar Prügel angedroht, und hat auch schon Kontaktabbrüche mit Freunden deswegen durch. Er selbst reflektiert es später dann (irgendwann) auch selbst und weiß eigentlich nicht, warum er so ist. Er sagt dann auch, dass er so nicht sein möchte und dass er Angst vor sich selbst hat. Aber eine Konfrontation damit löst bei ihm dennoch -wie du es auch schreibst- erneut den ganzen Mechanismus aus. Und er kommt dagegen nicht an und das ist für ihn selbst auch ganz schwer.
Also es ist weiß gott nicht so, dass er sich dessen nicht bewusst wäre. Zerwirft sich dann auch in Selbsthass.
Ich habe probiert, ihm zu sagen, dass er sich nicht verurteilen soll. Dass er sich nicht selbst in eine Schublade stecken soll. Er ist ein total liebenswerter Mensch, hat so viele positive Eigenschaften. Sonst hätte ich mich ja auch gar nicht so auf ihn eingelassen. Nur seine Wut und Kälte in diesen Momenten, die ich noch nicht verstehe, tut mir eben auch weh. Ich wünschte mir selbst, ich wäre stärker. Ja, das wünsche ich mir ganz oft. Aber das bin ich eben auch nicht.

Ich danke Dir für Deine Antwort und dass Du einen Einblick in die andere Sichtweise gegeben hast. Das weiß ich sehr zu schätzen. Danke dafür.
 

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12. August um 11:57
In Antwort auf ginxx

nur weil man es im internet liest bedeutet es nicht das es jemand hat,  es gibt sehr viele manipulative menschen die andere gerne klein halten sie schlecht machen und ihnen ein schlechtes gefühl geben um sich selbst besser und mächtiger zu fühlen, solange kein psychologe es festgestellt hat, ist eine laien diagnose völlig sinnlos. 

schon mal daran gedacht das er einfach der typ mensch ist der so seine frauen erzieht ? in dem er stück für stück ihr selbstbewusstsein klein hält und sie durch angriff entschuldigen langsam stück für stück demontiert um sie gefügig zu machen bis sie sich selbst die schuld gibt und er so leichtes spiel hat. 

menschen sind nicht alle gleich, die welt ist voller ar....er. 

es ist eine schlechte erfahrung die zum leben dazu gehört, lern daraus dich nie wieder so zu behandeln lassen und es sollte so etwas wieder passieren sofort zu beenden. 
 

Hallo ginxx,
ja, das stimmt. Es ist tatsächlich laienhaft beurteilt. Er selbst meinte nur, er hat darüber gelesen und sich sehr darin wieder gefunden. In der Leere, der inneren Zerrissenheit. Und ich habe mich dann natürlich auch damit befasst und sehr viele Paralelen entdeckt, was eben sein Verhalten angeht und wie so eine Partnerschaft abläuft. Deswegen die Vermutung. Aber du hast recht, dass man das mit Vorsicht betrachten sollte.

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Von: user21911
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11. August um 18:41

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