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Borderline Trennung, Erfahrungen

28. November 2010 um 11:04 Letzte Antwort: 30. November 2010 um 14:10

Hallo Leute!!!

Ich hab gerade eine Trennung von einem Borderliner hinter mir! Aber er lässt sich immer ein Hintertürchen offen! Ich hab das Gefühl ich komm nie davon weg!!!

Ich bin da, wo ich nie sein wollte!

Es ist hart zu begreifen dass es mit ihm nie funktionieren kann! Und dass diese Menschen zerstören und es nichtmal sehen!

Schade, dass man manche Dinge oder Menschen nicht ändern kann!

Was so traumhaft anfing endete in der Hölle!

Wem ging es ähnlich wie mir?

Viele werden sagen sei froh dass du ihn los bist, ja sollte wahrscheinlich so sein, aber wenn man jemanden liebt is das nicht so einfach!!

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30. November 2010 um 13:47

Borderline
Hallo,

ich denke, mir ging es ähnlich, wobei es bei meiner Frau noch keine offzielle Diagnose gibt. So wie Du Deine Gefühle beschreibst, geht es mir auch.
ICh hab mich nach 18 Jahren von meiner Frau getrennt, wir haben drei Kinder, und es tut mir unhemlich weh, da ich mit Leib und Seele Papa bin.
ICh habe mehrere Therapeuten aufgesucht, die alle sagten - natürlich unter Vorbehalt-, dass vieles auf Borderline hindeutet. Meine Frau ging dann irgendwann -hat sich bis dahin immer von einer Therapie distanziert- auch zum Therapeuten. Aber solch eine Diagnose- und jede andere in dieser Richtung- ist natürlich schwer zu fällen. Es zieht sich hin.
Ich bin gegangen, weil ich es nicht mehr aushalten konnte und sie schlichtweg mit mir gemacht hat, was sie wollte. Schwierig war für mich, dass sich alles immer an der GRenze zu einer gewissen "Normalität" oder sagen wir mal, zu negativen Charaktereigenschaften, die vielleicht üblich sind, abgespielt haben. Wie zum BEispiel ihre Verbrennungen: ist das Schusseligkeit, sich jede Woche den Arm oder die Hände zu verbrennen? Aber was ist mit dem Fönabdruck auf ihrem Bauch, warum fasst sie ohne Handschuhe in den voll erhitzten BAckofen?
Prägend für unser Leben war ihre durchweg negative Stimmung, alles an mir runterzumachen, mich und mein Umfeld komplett abzuwerten. Sie verbat mir, bestimmte Bücher zu lesen. Wenn ich mit 40 Fieber im BEtt lag, schimpfte sie mich aus, ich würde mich auf ihre KOsten ausruhen usw.
Ich habe alles für diese Frau getan, am Ende sogar ihre Diplomarbeit geschrieben. Es kam vor, dass ich mehrere Abende in der Woche für sie geschrieben hatte und als ich dann mal was für mich machen wollte, als "egoistischer Macker" beschimpft wurde.
Grundlegend hat sie das Problem, kein Selbstwertgefühl zu haben, sie hasst sich selbst, und alles was man an sie richtet, nimmt sie entsprechend negativ auf; alle gucken sie böse an, alle wollen ihr was schlechtes.

Nach der Trennung wurde alles nochmal eine Stufe schlimmer; nicht nur 10 Anrufe pro Tag(wie sonst) sondern bis zu 20, Psychoterror, BEschimpfungen die ganze Zeit. Dazwischen 2, 3 nette Briefe, 1-2 gute GEspräche in 10 Monaten und am Ende wirft sie mir vor, sie hätte unsere Ehe ja retten wollen, aber ich wollte ja nicht, denke ja nur an meine VErgnügen.
Es ist zum Heulen.
Und am Ende weiß ich noch nicht mal, ob sie Borderline hat. Ihre Therapeutin hat mir zumindest mal gesagt, dass es in der Familie meiner Frau emotionalen Missbrauch gegeben hätte.

Ich würde gern mal von anderen Erfahrungen hören, um auch meine Situation besser einschätzen zu können. Wie war es bei Dir, war er auch so schwankend in seiner Stimmung?
Vielleicht kann man sich ja gegenseitig etwas helfen und vielleicht aufrichten.
Lieben Gruß
C

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30. November 2010 um 14:10

Hallo
Ja ich kenne das nur zu gut.
dein text könnte von mir stammen.

Wie lange wart ihr zusammen?

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