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Borderline-Problematik - Ich bitte um eure Hilfe

6. Februar um 21:08

Hallo Community,

ich benötige eure Hilfe und wende mich speziell an Personen, die Erfahrung mit Borderline-Persönlichkeiten haben.

Einige von euch kennen möglicherweise bereits meine "Geschichte", da ich schon einige Male in diesem Forum darüber schrieb.
Jetzt gab es jedoch eine ziemlich krasse Wendung in dieser Angelegenheit, die mich nicht nur zwingt, mein eigenes Leben komplett neu zu bewerten, sondern auch diese "Geschichte" in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Eines vorweg: Ich bin mir seit Jahrzehnten darüber bewusst, dass bei mir eine Persönlichkeitsstörung vorliegt, die besonders in meiner Jugendzeit zum Ausbruch kam. Darunter hatte nicht nur meine Familie sehr zu leiden, sondern auch mein gesamtes Umfeld. Der Wendepunkt kam, als mir damals ein Richter einen väterlichen Rat mit auf den Weg gab. Er sagte damals zu mir, dass ich lernen sollte zu reden, da man mir meine Wut nicht ansehen würde. Diesen Ratschlag nahm ich mir zu Herzen.
Ich hatte mich bis Dezember 2018 nie mit dieser Persönlichkeitsstörung auseinander gesetzt, sondern erkannte lediglich, dass ich mit meinen Emotionen nicht umgehen konnte - positive wie negative.
Ich begann (unterbewusst) Techniken und Methoden zu entwickeln, die mich die letzten
25 Jahre weitgehend davon abhielten, Frustration, Stress und Gefühle in mich
hineinzufressen. Denn solche aufgestauten Emotionen verursachten bei einem "Ausbruch" in der Vergangenheit einen totalen Kontrollverlust meinerseits.
Durch meine Techniken lebte ich bis zum letzten Jahr sehr angepasst und niemand hätte
bei mir jemals eine Störung vermutet.

Einige von euch werden es schon vermuten - Ja, ich bin ein Borderliner und mir dieser Tatsache erst seit Dezember 2018 durch ein Gespräch mit einem Psychologen wirklich bewusst. Ich muss allerdings sagen, dass mein Hilfeersuchen NICHT meine Person, sondern das Gegenstück (ich nenne sie hier LUCY) in dieser Angelegenheit betrifft.
Denn was das Gespräch mit dem Psychologen zu Tage brachte, war eindeutig mehr als ich erwartet habe.

An dieser Stelle möchte ich nochmals auf die "Geschichte" im letzten Jahr eingehen -
ich hoffe mich kurz fassen zu können und die Situation auf den Punkt zu bringen.

Ich lernte im letzten Jahr eine neue Arbeitskollegin kennen. Wir waren uns symphatisch und ich mochte ihre lebenslustige Art sehr. Sie zog mich in ihren Bann und ich wollte sie gerne näher kennenlernen. Emotionen spielten zu diesem Zeitpunkt bei mir noch keine Rolle, zumal sie auch um einiges jünger war als ich.
Ich hatte die Hoffnung, eine wundervolle Freundschaft mit ihr eingehen zu können.

Dann kam es leider aufgrund eines "verunglückten" Scherzes zu einem Streit zwischen uns. Obwohl sie versuchte, dass Missverständnis bei der nächsten Gelegenheit aufzuklären, blockte ich Trottel ihre Entschuldigung ab. Dann wurde sie sauer und wir ignorierten uns für
2 Wochen.
Ich erkannte in dieser Zeit meine Dummheit, nahm Kontakt zu ihr auf und entschuldigte
mich bei ihr - wir begruben das Kriegsbeil.
In den darauf folgenden Tagen intensivierte sich unser Kontakt und wir schrieben beinahe Tag und Nacht. Es gab auch sexuelle Avancen ihrerseits, die ich interessiert, jedoch misstrauisch zur Kenntnis nahm.
Das Misstrauen liegt einfach in meiner Natur, denn Sex konnte ich bisher nur mit Frauen haben, die ich schon länger kannte und denen ich vertraue.
Was mich jedoch sehr irritierte, waren ihre ständigen Versuche, mir meine Gefühle ihr gegenüber zu entlocken. Sie meinte stets, dass sie den Eindruck habe, dass ich ihr noch etwas sagen wolle. Als ich dann im Gegenzug fragte, warum sie mich das ständig fragt, meinte sie nur, dass sie es mir leichter machen wolle darüber zu reden.
Durch den intensiven Kontakt und der Tatsache, dass sie mir gar nicht mehr aus dem Kopf ging, musste ich mir selber irgendwann eingestehen, dass ich mich in sie verknallt hatte.
Ich gestand ihr meine Gefühle.
Allerdings war ihre Reaktion eine etwas andere, wie ich erwartet hätte, denn sie rastete völlig aus. Sie machte mir Vorwürfe und verstand nicht, wie ich mich in sie verlieben konnte.
Ich war wie vor den Kopf gestossen und hatte den Eindruck, nach einer durchzechten Nacht in einem Käfig voller hungriger Tiger wachgeworden zu sein.
Von nun an begannen die Probleme und sie zeigte mir gegenüber ein merkwürdiges Verhalten.
Sie war wie ein "Überraschungsei", denn ich wusste nie, welches Verhalten mich am nächsten Tag erwarten würde.
So machte sie mir mal unmissverständlich klar, dass sie keinen Kontakt wünsche - ich akzeptierte das. Dann war es aber für mich unverständlich, dass sie mitunter schon am nächsten Tag, mittels Vorwänden, den Kontakt zu mir suchte.
Was mir aber sehr schwer zusetzte, waren die Tage, an denen sie mich eiskalt ignorierte - darunter litt ich massiv.
Ich tat natürlich das, was ich die letzten Jahre getan habe; ich redete bzw. schrieb. Ich hatte die Hoffnung, wenn ich ihr sage, dass mich ihr Verhalten verletzt, dass sie dann damit aufhören würde. Aber weit gefehlt, ich bekam eine pampige Antwort und sie intensivierte ihre
Handlungen sogar noch.
Ich befand mich auf einem Leidensweg, der mich wirklich an meine Grenzen brachte.
Und anstatt ihr mal meine Meinung zu sagen, verfiel ich wieder in alte Verhaltensmuster - ich schluckte ihre verbalen Attacken, Demütigungen und Kränkgungen. Das war ein Fehler wie sich später herausstellen sollte ...
Ich war zutiefst verletzt und ihr ewiges Hin und Her - kein Kontakt, dann doch wieder Kontaktaufnahme - wühlte mich massiv auf.
Ich sah mich ausser Stande die Reissleine zu ziehen und befand mich in einem absoluten Gefühlschaos.
Dann war wieder einer dieser Tage, an dem sie mir (mal wieder) schrieb, dass sie keinen Kontakt wolle. Hätte es mich eigentlich wundern müssen, dass sie mich 2 Tage später wieder anrief und mich um einen Gefallen bat? Eigentlich nicht.
Ich erfüllte ihr ihren Wunsch; sie begegnete mir nett und freundlich. Das änderte sich allerdings schlagartig, als (für sie) unerwartet meine beste Freundin an dem Tag auftauchte. Plötzlich war sie nicht mehr nett und freundlich, sondern spuckte Gift und Galle - sie sabotierte sogar mutwillig meine Arbeit. Ich begriff ihr Verhalten nicht.
Erst einige Wochen später, als ich mit dem Kind meiner besten Freundin auf Arbeit auftauchte und sie ihn unverhofft anzickte, kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass sie
möglicherweise eifersüchtig auf meine beste Freundin war.
Ich verstand jedoch nicht, dass sie Eifersucht zeigt, wenn sie mich wie den letzten Dreck behandelt !? Aber ich erkannte zumindest, dass sie ihre Emotionen nicht unter Kontrolle hat.
Da ich ohnehin in einem Gefühlschaos steckte, war ich allerdings unfähig ihre Verhaltensweisen zu interpretieren.
Nach einer zufälligen Beobachtung meinerseits, lief die Angelegenheit dann völlig aus dem Ruder.
Sie begann Lügen über mich zu verbreiten, bauschte Situationen künstlich auf und bedrohte mich sogar (alles hinter meinem Rücken). Sie rechnete allerdings nicht damit, dass mir die ganzen Sachverhalte lückenlos zugetragen wurden.
Nun hatte ich neben verletzten Gefühlen auch ne Menge Wut und Frust im Bauch. Ich steckte fest. Ich kündigte diesen (Neben-)job.
In meiner Verzweiflung wandte ich mich damals an dieses Forum um irgendwie meine Wut niederzuschreiben. Ich wurde jedoch böse angefeindet und merkte, dass es eine schlechte Idee war, auf diese Art meinen Frust loszuwerden.
Kurz bevor ich den Tread löschen wollte, fiel mir jedoch ein Kommentar auf, der mich stutzig machte.
Eine Frau (wenn du dich wiedererkennst, vielen lieben Dank für deinen wirklich sachlichen und hilfreichen Denkanstoss) meinte, dass meine Wut die "falsche" Person (Lucy) treffen würde. Die Frau (ich habe leider den Namen vergessen), vermutete bei Lucy eine Borderline-Störung und sie könne wahrscheinlich nichts für ihr Verhalten.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ich diese Information noch nicht verwerten, doch behielt sie im Hinterkopf.

Mein Gefühlschaos und der Frust, schlugen immer mehr auf mein Gemüt, ich verlor 12 Kilo Körpergewicht und es schlichen sich erste Suizidgedanken bei mir ein.
Ich versuchte dagegen anzukämpfen, doch der innere Druck war einfach zu groß. Als ich dann in meinem (Haupt-)job nach einem Missverständnis einen Kollegen angriff, war für mich das Ende der Fahnenstange erreicht.
Ich reichte umgehend 14 Tage Urlaub ein und suchte noch am gleichen Abend einen psychologischen Krisendienst in meiner Stadt auf. Die Gespräche begannen; Sitzung um Sitzung, doch irgendwie half das alles nichts. Die Selbsttötungsgedanken blieben, wie auch die Wut.
Der Psychologe fragte, was denn helfen könnte - mir war klar, nur eine Aussprache mit Lucy.
Er bot sich als neutrale Person in einem Gespräch an, jedoch war ich mir sicher, dass Lucy das Gespräch ablehnen würde.
Wie der Zufall will, erwischte ich Lucy, wie sie gerade mit einer Freundin (auch meine ehemalige Arbeitskollegin) an meinem Wohnblock nach meinem Namen suchte.
Ich stellte sie zur Rede und ein Gespräch begann. Im weiteren Verlauf wurde gefragt, was ich wolle; ich bat um eine Aussprache. Lucy verweigerte ein 4-Augen-Gespräch und wollte auch auf keinen Fall, dass meine beste Freundin als neutrale Person fungiert.

(Randbemerkung: Mir fällt im Übrigen auf, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch mit mir vermied). Da ich ihr NIE bösartig entgegentrat, sondern immer voller Hoffnung auf eine Veränderung in ihrem Verhalten war, erscheint mir diese Vermeidung im Nachhinein merkwürdig.)

Dass sie weder mit mir alleine noch im Beisein meiner besten Freundin reden wollte, musste ich akzeptieren, jedoch schlug ich auch ihre Freundin (die neben ihr stand) als "Beisitzerin" aus. Plötzlich fiel mir das Angebot des Psychologen wieder ein.
Ich sagte ihr, dass ich mittlerweile in psychologischer Behandlung wäre - und nun machte sie einen folgenschweren Fehler; sie lachte mich aus !
In diesem Moment platzte mir der Kragen und der ganze Frust der vergangenen Monate entlud sich. Ich schrie sie an; ich brüllte die ganze Straße zusammen. Es war mir egal - ich ließ alles heraus. Ich zählte jeden Punk auf; ihre Demütigungen, Erniedrigungen, Kränkungen, die Lügen, die Bedrohung gegen meine Person und die Verletzungen, die sie mir zufügte.
Das alles suchte sich nun seinen Weg und kam endlich bei der richtigen Person an. Nach etlichen Minuten hatte ich mich dann weitgehend wieder beruhigt und wir setzten das Gespräch in normaler Lautstärke fort.
Den Psychologen lehnte sie dann mit den Worten ab: "Ich werde mich NIEMALS mit einem Psychologen unterhalten!"
Wir beließen es bei ihrer anwesenden Freundin.
Was dann folgte, schockte mich persönlich sehr, denn sie log, dass sich die Balken bogen.
Ich sagte etwas; sie log; ich korrigierte sie; sie stritt ab - und so ging das die ganze Zeit. Sie verdrehte Tatsachen, leugnete und erfand sogar Gespräche (mit meiner besten Freundin) die es nie gegeben hat. Ich war absolut sprachlos. Wir brachen das Gespräch nach 1,5 Stunden
ergebnislos ab. Ihre Freundin bot sich dann nachträglich noch als "Vermittlerin" an, falls noch Fragen auftauchen sollten.
Dieses Angebot nahm ich tatsächlich einige Tage später an, da mir im Nachhinein noch massive Lügen auffielen, die ich so unmöglich im Raum stehen lassen konnte. Ich konnte meine Behauptungen sogar mit ausgedruckten Chatverläufen beweisen, jedoch verzichtete die Freundin darauf, denn sie glaubte mir überraschender Weise auch so. Denn auch ihr sind etliche Widersprüche bei den Aussagen und erlebten Verhaltensweisen ihrer Freundin aufgefallen.
Nach der "Aussprache" (vor meinem Wohnblock) hatte ich am nächsten Tag meinen festgesetzten Termin beim Psychologen. Er sagte, dass es gut war, dass ich endlich
alles raus lassen konnte - ich bestätigte ihn. Doch jetzt sollte der Super-Gau folgen ...

In den letzten 5 Minuten der Gesprächsstunde bat ich den Psychologen um eine persönliche Einschätzung zu Lucy. Er sagte mir, dass er sich nicht festlegen möchte, da er Lucy ja nie "live" erlebt hat und auch sonst eher keine Diagnosen stellt, aber er würde bei Lucy eine BORDERLINE-Störung vermuten !
Ich fing an zu lachen und meinte lapidar: "Na passt ja, habe ich ja auch ..."
Der Psychologe dachte, dass ich etwas falsch verstanden hätte und wollte sich bei mir entschuldigen: "Nein, nein, ich wollte Sie nicht ..."
Ich unterbrach ihn: "Doch, doch, das ist ja schon vor 25 Jahren bei mir diagnostiziert worden."
Ich möchte noch einmal betonen, dass das Wort "Borderline" in den ganzen Sitzungen bis zu diesem Moment kein einziges Mal gefallen ist.
Und es ist kein Scherz, dass mir wirklich erst in diesem Moment eingefallen ist, dass ich vor 25 Jahren (!!!) den Begriff "Borderline" in einem Gerichtsgutachten, das über mich verfasst wurde, überflogen habe. Unglaublich!
Ich habe mich im letzten Sommer sogar noch mit einer Mutter unterhalten, deren Tochter sich angefangen hat zu ritzen. Ich sagte ihr, dass eine mögliche Borderline-Störung bei ihrer Tochter vorliegen könnte. Als sie mich fragte, wie sich ein Mensch so etwas nur antun kann, habe ich ihr von dem inneren Druck erzählt, den ein Borderliner verspürt und dass dieser sich so "Erleichterung" verschafft.
Und so bescheuert es klingen mag; ich habe NIEMALS einen Bezug zu mir selbst gesehen,
obwohl meine Unterarme von Narben gezeichnet sind. Wie blind kann man eigentlich sein?
Hätte mich die Mutter gefragt, woher ich das alles weiß, hätte ich ihr wahrscheinlich erzählt, dass ich das mal irgendwo gelesen habe ...!
Auweia ... Ich komme mir so extrem dumm vor !

Und jetzt gibt es zwei Menschen (die Frau aus diesem Forum und der Psychologe) die glauben, dass ausgerechnet meine Herzensdame von der gleichen Störung betroffen ist ?! Das muss ich erst einmal verdauen.
Kann es wirklich sein, dass die beiden recht haben?
Seit dieser "Offenbahrung", habe ich praktisch jede Minute mit Lucy noch einmal rekapituliert und stelle fest, dass verdammt viel für diese These spricht.
Ich habe in den vergangenen Tagen sogar noch einen "Perspektiv-Wechsel" vorgenommen und bin der Meinung, dass Lucy sogar mehr für mich empfinden könnte, als mir bewusst war. Aber kann ein Verhalten so gegensätzlich sein? Kann eine Person eine andere wie den
letzten Dreck behandeln obwohl sie eigentlich genau das Gegenteil empfindet?
Selbst ich würde Jemanden, der mir diese Frage stellt, mit "Nein" antworten, denn wenn dich eine Person wie Dreck behandelt, dann ist das eine eindeutige Aussage.
Jedoch unter dem Gesichtspunkt einer (möglichen) Borderline-Störung, würde ich meine Meinung wahrscheinlich überdenken.
Ich erwähnte oben, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch vermied (es waren sonst immer andere Personen zugegen).
Aber ein 4-Augen-Gespräch gab es doch und das war prägend für mich.
An diesem Tag riss mir Lucy im wahrsten Sinne des Wortes 3 Stunden lang (per Whatsapp) den A... auf.
Sie war stinksauer wegen einer Sache, welche sich im Nachhinein als von ihr künstlich aufgebauscht herausstellte.
Ich hatte (später) den Eindruck, dass sie eher wieder einen Grund suchte um Kontakt zu mir aufzunehmen, denn ich hatte mich 8 Tage nicht mehr bei ihr gemeldet (weil sie es wünschte!).
Nachdem sie mir also in Schriftform gehörig das Fell über die Ohren gezogen hatte, suchte ich das klärende Gespräch. Nach der Arbeit fing ich sie ab und bot ihr freundlich an, dass sie mich alles fragen könne, was sie wissen möchte.
Sie hingegen meinte nur kleinlaut: "Ich weiß nicht, was ich dich fragen soll ..."
Ich war verwundert, denn das war nicht die Lucy, die mir eben noch die Hölle heiß gemacht hat. Das zeigte mir, dass Lucy über Whatsapp eine riesige Klappe hat, aber sobald ich (alleine) vor ihr stehe ist sie ganz lieb.
Ergibt nun auch das Ignorieren plötzlich einen Sinn? Denn wenn man es näher betrachtet, erfüllt das Ignorieren sogar zwei Funktionen.
Zum Einen bestraft man sein Gegenüber durch Missachtung und zum Anderen guckt man der anderen Person NICHT in die Augen.
Ich habe ihre Ignoranz natürlich immer als Bestrafung verstanden, aber wieso eigentlich, ich hatte ihr ja schließlich nie etwas böses getan?!
Konnte oder wollte sie mir nur nicht in die Augen sehen?
Und wenn sie mit mir nichts zu tun haben möchte, wieso suchte sie immer den Kontakt?

Diese neue Sichtweise macht mich wirklich sprachlos.

Kennt von euch jemand ein solches Borderline-Verhalten oder hat ähnliche Erfahrungen machen müssen.

Ich muss mich selbst erst einmal neu "definieren"; möchte mich aber grundsätzlich auch besser schützen können.
Der Psychologe meinte, dass es zwischen zwei Borderlinern durchaus funktionen kann, vorausgesetzt, beide denken "schwarz".
Wenn einer aber "weiß" denkt und der andere "schwarz" ist das eine ziemlich explosive Mischung - wie recht er hat ...

Vielen lieben Dank für sachliche und neutrale Meinungen


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6. Februar um 22:40
In Antwort auf wackelzahn

Hallo Community,

ich benötige eure Hilfe und wende mich speziell an Personen, die Erfahrung mit Borderline-Persönlichkeiten haben.

Einige von euch kennen möglicherweise bereits meine "Geschichte", da ich schon einige Male in diesem Forum darüber schrieb.
Jetzt gab es jedoch eine ziemlich krasse Wendung in dieser Angelegenheit, die mich nicht nur zwingt, mein eigenes Leben komplett neu zu bewerten, sondern auch diese "Geschichte" in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Eines vorweg: Ich bin mir seit Jahrzehnten darüber bewusst, dass bei mir eine Persönlichkeitsstörung vorliegt, die besonders in meiner Jugendzeit zum Ausbruch kam. Darunter hatte nicht nur meine Familie sehr zu leiden, sondern auch mein gesamtes Umfeld. Der Wendepunkt kam, als mir damals ein Richter einen väterlichen Rat mit auf den Weg gab. Er sagte damals zu mir, dass ich lernen sollte zu reden, da man mir meine Wut nicht ansehen würde. Diesen Ratschlag nahm ich mir zu Herzen.
Ich hatte mich bis Dezember 2018 nie mit dieser Persönlichkeitsstörung auseinander gesetzt, sondern erkannte lediglich, dass ich mit meinen Emotionen nicht umgehen konnte - positive wie negative.
Ich begann (unterbewusst) Techniken und Methoden zu entwickeln, die mich die letzten
25 Jahre weitgehend davon abhielten, Frustration, Stress und Gefühle in mich
hineinzufressen. Denn solche aufgestauten Emotionen verursachten bei einem "Ausbruch" in der Vergangenheit einen totalen Kontrollverlust meinerseits.
Durch meine Techniken lebte ich bis zum letzten Jahr sehr angepasst und niemand hätte
bei mir jemals eine Störung vermutet.
 
Einige von euch werden es schon vermuten - Ja, ich bin ein Borderliner und mir dieser Tatsache erst seit Dezember 2018 durch ein Gespräch mit einem Psychologen wirklich bewusst. Ich muss allerdings sagen, dass mein Hilfeersuchen NICHT meine Person, sondern das Gegenstück (ich nenne sie hier LUCY) in dieser Angelegenheit betrifft.
Denn was das Gespräch mit dem Psychologen zu Tage brachte, war eindeutig mehr als ich erwartet habe.

An dieser Stelle möchte ich nochmals auf die "Geschichte" im letzten Jahr eingehen -
ich hoffe mich kurz fassen zu können und die Situation auf den Punkt zu bringen.

Ich lernte im letzten Jahr eine neue Arbeitskollegin kennen. Wir waren uns symphatisch und ich mochte ihre lebenslustige Art sehr. Sie zog mich in ihren Bann und ich wollte sie gerne näher kennenlernen. Emotionen spielten zu diesem Zeitpunkt bei mir noch keine Rolle, zumal sie auch um einiges jünger war als ich.
Ich hatte die Hoffnung, eine wundervolle Freundschaft mit ihr eingehen zu können.

Dann kam es leider aufgrund eines "verunglückten" Scherzes zu einem Streit zwischen uns. Obwohl sie versuchte, dass Missverständnis bei der nächsten Gelegenheit aufzuklären, blockte ich Trottel ihre Entschuldigung ab. Dann wurde sie sauer und wir ignorierten uns für
2 Wochen.
Ich erkannte in dieser Zeit meine Dummheit, nahm Kontakt zu ihr auf und entschuldigte
mich bei ihr - wir begruben das Kriegsbeil.
In den darauf folgenden Tagen intensivierte sich unser Kontakt und wir schrieben beinahe Tag und Nacht. Es gab auch sexuelle Avancen ihrerseits, die ich interessiert, jedoch misstrauisch zur Kenntnis nahm.
Das Misstrauen liegt einfach in meiner Natur, denn Sex konnte ich bisher nur mit Frauen haben, die ich schon länger kannte und denen ich vertraue.
Was mich jedoch sehr irritierte, waren ihre ständigen Versuche, mir meine Gefühle ihr gegenüber zu entlocken. Sie meinte stets, dass sie den Eindruck habe, dass ich ihr noch etwas sagen wolle. Als ich dann im Gegenzug fragte, warum sie mich das ständig fragt, meinte sie nur, dass sie es mir leichter machen wolle darüber zu reden.
Durch den intensiven Kontakt und der Tatsache, dass sie mir gar nicht mehr aus dem Kopf ging, musste ich mir selber irgendwann eingestehen, dass ich mich in sie verknallt hatte.
Ich gestand ihr meine Gefühle.
Allerdings war ihre Reaktion eine etwas andere, wie ich erwartet hätte, denn sie rastete völlig aus. Sie machte mir Vorwürfe und verstand nicht, wie ich mich in sie verlieben konnte.
Ich war wie vor den Kopf gestossen und hatte den Eindruck, nach einer durchzechten Nacht  in einem Käfig voller hungriger Tiger wachgeworden zu sein.
Von nun an begannen die Probleme und sie zeigte mir gegenüber ein merkwürdiges Verhalten.
Sie war wie ein "Überraschungsei", denn ich wusste nie, welches Verhalten mich am nächsten Tag erwarten würde.
So machte sie mir mal unmissverständlich klar, dass sie keinen Kontakt wünsche - ich akzeptierte das. Dann war es aber für mich unverständlich, dass sie mitunter schon am nächsten Tag, mittels Vorwänden, den Kontakt zu mir suchte.
Was mir aber sehr schwer zusetzte, waren die Tage, an denen sie mich eiskalt ignorierte - darunter litt ich massiv.
Ich tat natürlich das, was ich die letzten Jahre getan habe; ich redete bzw. schrieb. Ich hatte die Hoffnung, wenn ich ihr sage, dass mich ihr Verhalten verletzt, dass sie dann damit aufhören würde. Aber weit gefehlt, ich bekam eine pampige Antwort und sie intensivierte ihre
Handlungen sogar noch.
Ich befand mich auf einem Leidensweg, der mich wirklich an meine Grenzen brachte.
Und anstatt ihr mal meine Meinung zu sagen, verfiel ich wieder in alte Verhaltensmuster - ich schluckte ihre verbalen Attacken, Demütigungen und Kränkgungen. Das war ein Fehler wie sich später herausstellen sollte ...
Ich war zutiefst verletzt und ihr ewiges Hin und Her - kein Kontakt, dann doch wieder Kontaktaufnahme - wühlte mich massiv auf.
Ich sah mich ausser Stande die Reissleine zu ziehen und befand mich in einem absoluten Gefühlschaos.
Dann war wieder einer dieser Tage, an dem sie mir (mal wieder) schrieb, dass sie keinen Kontakt wolle. Hätte es mich eigentlich wundern müssen, dass sie mich 2 Tage später wieder anrief und mich um einen Gefallen bat? Eigentlich nicht.
Ich erfüllte ihr ihren Wunsch; sie begegnete mir nett und freundlich. Das änderte sich allerdings schlagartig, als (für sie) unerwartet meine beste Freundin an dem Tag auftauchte. Plötzlich war sie nicht mehr nett und freundlich, sondern spuckte Gift und Galle - sie sabotierte sogar mutwillig meine Arbeit. Ich begriff ihr Verhalten nicht.
Erst einige Wochen später, als ich mit dem Kind meiner besten Freundin auf Arbeit auftauchte und sie ihn unverhofft anzickte, kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass sie
möglicherweise eifersüchtig auf meine beste Freundin war.
Ich verstand jedoch nicht, dass sie Eifersucht zeigt, wenn sie mich wie den letzten Dreck behandelt !? Aber ich erkannte zumindest, dass sie ihre Emotionen nicht unter Kontrolle hat.
Da ich ohnehin in einem Gefühlschaos steckte, war ich allerdings unfähig ihre Verhaltensweisen zu interpretieren.
Nach einer zufälligen Beobachtung meinerseits, lief die Angelegenheit dann völlig aus dem Ruder.
Sie begann Lügen über mich zu verbreiten, bauschte Situationen künstlich auf und bedrohte mich sogar (alles hinter meinem Rücken). Sie rechnete allerdings nicht damit, dass mir die ganzen Sachverhalte lückenlos zugetragen wurden.
Nun hatte ich neben verletzten Gefühlen auch ne Menge Wut und Frust im Bauch. Ich steckte fest. Ich kündigte diesen (Neben-)job.
In meiner Verzweiflung wandte ich mich damals an dieses Forum um irgendwie meine Wut niederzuschreiben. Ich wurde jedoch böse angefeindet und merkte, dass es eine schlechte Idee war, auf diese Art meinen Frust loszuwerden.
Kurz bevor ich den Tread löschen wollte, fiel mir jedoch ein Kommentar auf, der mich stutzig machte.
Eine Frau (wenn du dich wiedererkennst, vielen lieben Dank für deinen wirklich sachlichen und hilfreichen Denkanstoss) meinte, dass meine Wut die "falsche" Person (Lucy) treffen würde. Die Frau (ich habe leider den Namen vergessen), vermutete bei Lucy eine Borderline-Störung und sie könne wahrscheinlich nichts für ihr Verhalten.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ich diese Information noch nicht verwerten, doch behielt sie im Hinterkopf.

Mein Gefühlschaos und der Frust, schlugen immer mehr auf mein Gemüt, ich verlor 12 Kilo Körpergewicht und es schlichen sich erste Suizidgedanken bei mir ein.
Ich versuchte dagegen anzukämpfen, doch der innere Druck war einfach zu groß. Als ich dann in meinem (Haupt-)job nach einem Missverständnis einen Kollegen angriff, war für mich das Ende der Fahnenstange erreicht.
Ich reichte umgehend 14 Tage Urlaub ein und suchte noch am gleichen Abend einen psychologischen Krisendienst in meiner Stadt auf. Die Gespräche begannen; Sitzung um Sitzung, doch irgendwie half das alles nichts. Die Selbsttötungsgedanken blieben, wie auch die Wut.
Der Psychologe fragte, was denn helfen könnte - mir war klar, nur eine Aussprache mit Lucy.
Er bot sich als neutrale Person in einem Gespräch an, jedoch war ich mir sicher, dass Lucy das Gespräch ablehnen würde.
Wie der Zufall will, erwischte ich Lucy, wie sie gerade mit einer Freundin (auch meine ehemalige Arbeitskollegin) an meinem Wohnblock nach meinem Namen suchte.
Ich stellte sie zur Rede und ein Gespräch begann. Im weiteren Verlauf wurde gefragt, was ich wolle; ich bat um eine Aussprache. Lucy verweigerte ein 4-Augen-Gespräch und wollte auch auf keinen Fall, dass meine beste Freundin als neutrale Person fungiert.

(Randbemerkung: Mir fällt im Übrigen auf, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch mit mir vermied). Da ich ihr NIE bösartig entgegentrat, sondern immer voller Hoffnung auf eine Veränderung in ihrem Verhalten war, erscheint mir diese Vermeidung im Nachhinein merkwürdig.)

Dass sie weder mit mir alleine noch im Beisein meiner besten Freundin reden wollte, musste ich akzeptieren, jedoch schlug ich auch ihre Freundin (die neben ihr stand) als "Beisitzerin" aus. Plötzlich fiel mir das Angebot des Psychologen wieder ein.
Ich sagte ihr, dass ich mittlerweile in psychologischer Behandlung wäre - und nun machte sie einen folgenschweren Fehler; sie lachte mich aus !
In diesem Moment platzte mir der Kragen und der ganze Frust der vergangenen Monate entlud sich. Ich schrie sie an; ich brüllte die ganze Straße zusammen. Es war mir egal - ich ließ alles heraus. Ich zählte jeden Punk auf; ihre Demütigungen, Erniedrigungen, Kränkungen, die Lügen, die Bedrohung gegen meine Person und die Verletzungen, die sie mir zufügte.
Das alles suchte sich nun seinen Weg und kam endlich bei der richtigen Person an. Nach etlichen Minuten hatte ich mich dann weitgehend wieder beruhigt und wir setzten das Gespräch in normaler Lautstärke fort.
Den Psychologen lehnte sie dann mit den Worten ab: "Ich werde mich NIEMALS mit einem Psychologen unterhalten!"
Wir beließen es bei ihrer anwesenden Freundin.
Was dann folgte, schockte mich persönlich sehr, denn sie log, dass sich die Balken bogen.
Ich sagte etwas; sie log; ich korrigierte sie; sie stritt ab - und so ging das die ganze Zeit. Sie verdrehte Tatsachen, leugnete und erfand sogar Gespräche (mit meiner besten Freundin) die es nie gegeben hat. Ich war absolut sprachlos. Wir brachen das Gespräch nach 1,5 Stunden
ergebnislos ab. Ihre Freundin bot sich dann nachträglich noch als "Vermittlerin" an, falls noch Fragen auftauchen sollten.
Dieses Angebot nahm ich tatsächlich einige Tage später an, da mir im Nachhinein noch massive Lügen auffielen, die ich so unmöglich im Raum stehen lassen konnte. Ich konnte meine Behauptungen sogar mit ausgedruckten Chatverläufen beweisen, jedoch verzichtete die Freundin darauf, denn sie glaubte mir überraschender Weise auch so. Denn auch ihr sind etliche Widersprüche bei den Aussagen und erlebten Verhaltensweisen ihrer Freundin aufgefallen.
Nach der "Aussprache" (vor meinem Wohnblock) hatte ich am nächsten Tag meinen festgesetzten Termin beim Psychologen. Er sagte, dass es gut war, dass ich endlich
alles raus lassen konnte - ich bestätigte ihn.  Doch jetzt sollte der Super-Gau folgen ...

In den letzten 5 Minuten der Gesprächsstunde bat ich den Psychologen um eine persönliche Einschätzung zu Lucy. Er sagte mir, dass er sich nicht festlegen möchte, da er Lucy ja nie "live" erlebt hat und auch sonst eher keine Diagnosen stellt, aber er würde bei Lucy eine BORDERLINE-Störung vermuten !
Ich fing an zu lachen und meinte lapidar: "Na passt ja, habe ich ja auch ..."
Der Psychologe dachte, dass ich etwas falsch verstanden hätte und wollte sich bei mir entschuldigen: "Nein, nein, ich wollte Sie nicht ..."
Ich unterbrach ihn: "Doch, doch, das ist ja schon vor 25 Jahren bei mir diagnostiziert worden."
Ich möchte noch einmal betonen, dass das Wort "Borderline" in den ganzen Sitzungen bis zu diesem Moment kein einziges Mal gefallen ist.
Und es ist kein Scherz, dass mir wirklich erst in diesem Moment eingefallen ist, dass ich vor 25 Jahren (!!!) den Begriff "Borderline" in einem Gerichtsgutachten, das über mich verfasst wurde, überflogen habe. Unglaublich!
Ich habe mich im letzten Sommer sogar noch mit einer Mutter unterhalten, deren Tochter sich angefangen hat zu ritzen. Ich sagte ihr, dass eine mögliche Borderline-Störung bei ihrer Tochter vorliegen könnte. Als sie mich fragte, wie sich ein Mensch so etwas nur antun kann, habe ich ihr von dem inneren Druck erzählt, den ein Borderliner verspürt und dass dieser sich so "Erleichterung" verschafft.
Und so bescheuert es klingen mag; ich habe NIEMALS einen Bezug zu mir selbst gesehen,
obwohl meine Unterarme von Narben gezeichnet sind. Wie blind kann man eigentlich sein?
Hätte mich die Mutter gefragt, woher ich das alles weiß, hätte ich ihr wahrscheinlich erzählt, dass ich das mal irgendwo gelesen habe ...!
Auweia ... Ich komme mir so extrem dumm vor !

Und jetzt gibt es zwei Menschen (die Frau aus diesem Forum und der Psychologe) die glauben, dass ausgerechnet meine Herzensdame von der gleichen Störung betroffen ist ?! Das muss ich erst einmal verdauen.
Kann es wirklich sein, dass die beiden recht haben?
Seit dieser "Offenbahrung", habe ich praktisch jede Minute mit Lucy noch einmal rekapituliert und stelle fest, dass verdammt viel für diese These spricht.
Ich habe in den vergangenen Tagen sogar noch einen "Perspektiv-Wechsel" vorgenommen und bin der Meinung, dass Lucy sogar mehr für mich empfinden könnte, als mir bewusst war. Aber kann ein Verhalten so gegensätzlich sein? Kann eine Person eine andere wie den
letzten Dreck behandeln obwohl sie eigentlich genau das Gegenteil empfindet?
Selbst ich würde Jemanden, der mir diese Frage stellt, mit "Nein" antworten, denn wenn dich eine Person wie Dreck behandelt, dann ist das eine eindeutige Aussage.
Jedoch unter dem Gesichtspunkt einer (möglichen) Borderline-Störung, würde ich meine Meinung wahrscheinlich überdenken.
Ich erwähnte oben, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch vermied (es waren sonst immer andere Personen zugegen).
Aber ein 4-Augen-Gespräch gab es doch und das war prägend für mich.
An diesem Tag riss mir Lucy im wahrsten Sinne des Wortes 3 Stunden lang (per Whatsapp) den A... auf.
Sie war stinksauer wegen einer Sache, welche sich im Nachhinein als von ihr künstlich aufgebauscht herausstellte.
Ich hatte (später) den Eindruck, dass sie eher wieder einen Grund suchte um Kontakt zu mir aufzunehmen, denn ich hatte mich 8 Tage nicht mehr bei ihr gemeldet (weil sie es wünschte!).
Nachdem sie mir also in Schriftform gehörig das Fell über die Ohren gezogen hatte, suchte ich das klärende Gespräch. Nach der Arbeit fing ich sie ab und bot ihr freundlich an, dass sie mich alles fragen könne, was sie wissen möchte.
Sie hingegen meinte nur kleinlaut: "Ich weiß nicht, was ich dich fragen soll ..."
Ich war verwundert, denn das war nicht die Lucy, die mir eben noch die Hölle heiß gemacht hat. Das zeigte mir, dass Lucy über Whatsapp eine riesige Klappe hat, aber sobald ich (alleine) vor ihr stehe ist sie ganz lieb.
Ergibt nun auch das Ignorieren plötzlich einen Sinn? Denn wenn man es näher betrachtet, erfüllt das Ignorieren sogar zwei Funktionen.
Zum Einen bestraft man sein Gegenüber durch Missachtung und zum Anderen guckt man der anderen Person NICHT in die Augen.
Ich habe ihre Ignoranz natürlich immer als Bestrafung verstanden, aber wieso eigentlich, ich hatte ihr ja schließlich nie etwas böses getan?!
Konnte oder wollte sie mir nur nicht in die Augen sehen?
Und wenn sie mit mir nichts zu tun haben möchte, wieso suchte sie immer den Kontakt?

Diese neue Sichtweise macht mich wirklich sprachlos.

Kennt von euch jemand ein solches Borderline-Verhalten oder hat ähnliche Erfahrungen machen müssen.

Ich muss mich selbst erst einmal neu "definieren"; möchte mich aber grundsätzlich auch besser schützen können.
Der Psychologe meinte, dass es zwischen zwei Borderlinern durchaus funktionen kann, vorausgesetzt, beide denken "schwarz".
Wenn einer aber "weiß" denkt und der andere "schwarz" ist das eine ziemlich explosive Mischung - wie recht er hat ...

Vielen lieben Dank für sachliche und neutrale Meinungen


 

Wer soll das alles lesen? 

habe es nur bis zur Hälfte geschafft und kann nur eines sagen: 

Wie unprofessionell kann man am Arbeitsplatz eigentlich nur sein? Ihr vergisst, dass ihr Kollegen seid! Nicht mehr! Halte Anstand. Diese Frau will dich nicht.

4 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

6. Februar um 23:16

Sorry kann man wirklich nicht lesen.

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6. Februar um 23:39
In Antwort auf wackelzahn

Hallo Community,

ich benötige eure Hilfe und wende mich speziell an Personen, die Erfahrung mit Borderline-Persönlichkeiten haben.

Einige von euch kennen möglicherweise bereits meine "Geschichte", da ich schon einige Male in diesem Forum darüber schrieb.
Jetzt gab es jedoch eine ziemlich krasse Wendung in dieser Angelegenheit, die mich nicht nur zwingt, mein eigenes Leben komplett neu zu bewerten, sondern auch diese "Geschichte" in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Eines vorweg: Ich bin mir seit Jahrzehnten darüber bewusst, dass bei mir eine Persönlichkeitsstörung vorliegt, die besonders in meiner Jugendzeit zum Ausbruch kam. Darunter hatte nicht nur meine Familie sehr zu leiden, sondern auch mein gesamtes Umfeld. Der Wendepunkt kam, als mir damals ein Richter einen väterlichen Rat mit auf den Weg gab. Er sagte damals zu mir, dass ich lernen sollte zu reden, da man mir meine Wut nicht ansehen würde. Diesen Ratschlag nahm ich mir zu Herzen.
Ich hatte mich bis Dezember 2018 nie mit dieser Persönlichkeitsstörung auseinander gesetzt, sondern erkannte lediglich, dass ich mit meinen Emotionen nicht umgehen konnte - positive wie negative.
Ich begann (unterbewusst) Techniken und Methoden zu entwickeln, die mich die letzten
25 Jahre weitgehend davon abhielten, Frustration, Stress und Gefühle in mich
hineinzufressen. Denn solche aufgestauten Emotionen verursachten bei einem "Ausbruch" in der Vergangenheit einen totalen Kontrollverlust meinerseits.
Durch meine Techniken lebte ich bis zum letzten Jahr sehr angepasst und niemand hätte
bei mir jemals eine Störung vermutet.
 
Einige von euch werden es schon vermuten - Ja, ich bin ein Borderliner und mir dieser Tatsache erst seit Dezember 2018 durch ein Gespräch mit einem Psychologen wirklich bewusst. Ich muss allerdings sagen, dass mein Hilfeersuchen NICHT meine Person, sondern das Gegenstück (ich nenne sie hier LUCY) in dieser Angelegenheit betrifft.
Denn was das Gespräch mit dem Psychologen zu Tage brachte, war eindeutig mehr als ich erwartet habe.

An dieser Stelle möchte ich nochmals auf die "Geschichte" im letzten Jahr eingehen -
ich hoffe mich kurz fassen zu können und die Situation auf den Punkt zu bringen.

Ich lernte im letzten Jahr eine neue Arbeitskollegin kennen. Wir waren uns symphatisch und ich mochte ihre lebenslustige Art sehr. Sie zog mich in ihren Bann und ich wollte sie gerne näher kennenlernen. Emotionen spielten zu diesem Zeitpunkt bei mir noch keine Rolle, zumal sie auch um einiges jünger war als ich.
Ich hatte die Hoffnung, eine wundervolle Freundschaft mit ihr eingehen zu können.

Dann kam es leider aufgrund eines "verunglückten" Scherzes zu einem Streit zwischen uns. Obwohl sie versuchte, dass Missverständnis bei der nächsten Gelegenheit aufzuklären, blockte ich Trottel ihre Entschuldigung ab. Dann wurde sie sauer und wir ignorierten uns für
2 Wochen.
Ich erkannte in dieser Zeit meine Dummheit, nahm Kontakt zu ihr auf und entschuldigte
mich bei ihr - wir begruben das Kriegsbeil.
In den darauf folgenden Tagen intensivierte sich unser Kontakt und wir schrieben beinahe Tag und Nacht. Es gab auch sexuelle Avancen ihrerseits, die ich interessiert, jedoch misstrauisch zur Kenntnis nahm.
Das Misstrauen liegt einfach in meiner Natur, denn Sex konnte ich bisher nur mit Frauen haben, die ich schon länger kannte und denen ich vertraue.
Was mich jedoch sehr irritierte, waren ihre ständigen Versuche, mir meine Gefühle ihr gegenüber zu entlocken. Sie meinte stets, dass sie den Eindruck habe, dass ich ihr noch etwas sagen wolle. Als ich dann im Gegenzug fragte, warum sie mich das ständig fragt, meinte sie nur, dass sie es mir leichter machen wolle darüber zu reden.
Durch den intensiven Kontakt und der Tatsache, dass sie mir gar nicht mehr aus dem Kopf ging, musste ich mir selber irgendwann eingestehen, dass ich mich in sie verknallt hatte.
Ich gestand ihr meine Gefühle.
Allerdings war ihre Reaktion eine etwas andere, wie ich erwartet hätte, denn sie rastete völlig aus. Sie machte mir Vorwürfe und verstand nicht, wie ich mich in sie verlieben konnte.
Ich war wie vor den Kopf gestossen und hatte den Eindruck, nach einer durchzechten Nacht  in einem Käfig voller hungriger Tiger wachgeworden zu sein.
Von nun an begannen die Probleme und sie zeigte mir gegenüber ein merkwürdiges Verhalten.
Sie war wie ein "Überraschungsei", denn ich wusste nie, welches Verhalten mich am nächsten Tag erwarten würde.
So machte sie mir mal unmissverständlich klar, dass sie keinen Kontakt wünsche - ich akzeptierte das. Dann war es aber für mich unverständlich, dass sie mitunter schon am nächsten Tag, mittels Vorwänden, den Kontakt zu mir suchte.
Was mir aber sehr schwer zusetzte, waren die Tage, an denen sie mich eiskalt ignorierte - darunter litt ich massiv.
Ich tat natürlich das, was ich die letzten Jahre getan habe; ich redete bzw. schrieb. Ich hatte die Hoffnung, wenn ich ihr sage, dass mich ihr Verhalten verletzt, dass sie dann damit aufhören würde. Aber weit gefehlt, ich bekam eine pampige Antwort und sie intensivierte ihre
Handlungen sogar noch.
Ich befand mich auf einem Leidensweg, der mich wirklich an meine Grenzen brachte.
Und anstatt ihr mal meine Meinung zu sagen, verfiel ich wieder in alte Verhaltensmuster - ich schluckte ihre verbalen Attacken, Demütigungen und Kränkgungen. Das war ein Fehler wie sich später herausstellen sollte ...
Ich war zutiefst verletzt und ihr ewiges Hin und Her - kein Kontakt, dann doch wieder Kontaktaufnahme - wühlte mich massiv auf.
Ich sah mich ausser Stande die Reissleine zu ziehen und befand mich in einem absoluten Gefühlschaos.
Dann war wieder einer dieser Tage, an dem sie mir (mal wieder) schrieb, dass sie keinen Kontakt wolle. Hätte es mich eigentlich wundern müssen, dass sie mich 2 Tage später wieder anrief und mich um einen Gefallen bat? Eigentlich nicht.
Ich erfüllte ihr ihren Wunsch; sie begegnete mir nett und freundlich. Das änderte sich allerdings schlagartig, als (für sie) unerwartet meine beste Freundin an dem Tag auftauchte. Plötzlich war sie nicht mehr nett und freundlich, sondern spuckte Gift und Galle - sie sabotierte sogar mutwillig meine Arbeit. Ich begriff ihr Verhalten nicht.
Erst einige Wochen später, als ich mit dem Kind meiner besten Freundin auf Arbeit auftauchte und sie ihn unverhofft anzickte, kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass sie
möglicherweise eifersüchtig auf meine beste Freundin war.
Ich verstand jedoch nicht, dass sie Eifersucht zeigt, wenn sie mich wie den letzten Dreck behandelt !? Aber ich erkannte zumindest, dass sie ihre Emotionen nicht unter Kontrolle hat.
Da ich ohnehin in einem Gefühlschaos steckte, war ich allerdings unfähig ihre Verhaltensweisen zu interpretieren.
Nach einer zufälligen Beobachtung meinerseits, lief die Angelegenheit dann völlig aus dem Ruder.
Sie begann Lügen über mich zu verbreiten, bauschte Situationen künstlich auf und bedrohte mich sogar (alles hinter meinem Rücken). Sie rechnete allerdings nicht damit, dass mir die ganzen Sachverhalte lückenlos zugetragen wurden.
Nun hatte ich neben verletzten Gefühlen auch ne Menge Wut und Frust im Bauch. Ich steckte fest. Ich kündigte diesen (Neben-)job.
In meiner Verzweiflung wandte ich mich damals an dieses Forum um irgendwie meine Wut niederzuschreiben. Ich wurde jedoch böse angefeindet und merkte, dass es eine schlechte Idee war, auf diese Art meinen Frust loszuwerden.
Kurz bevor ich den Tread löschen wollte, fiel mir jedoch ein Kommentar auf, der mich stutzig machte.
Eine Frau (wenn du dich wiedererkennst, vielen lieben Dank für deinen wirklich sachlichen und hilfreichen Denkanstoss) meinte, dass meine Wut die "falsche" Person (Lucy) treffen würde. Die Frau (ich habe leider den Namen vergessen), vermutete bei Lucy eine Borderline-Störung und sie könne wahrscheinlich nichts für ihr Verhalten.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ich diese Information noch nicht verwerten, doch behielt sie im Hinterkopf.

Mein Gefühlschaos und der Frust, schlugen immer mehr auf mein Gemüt, ich verlor 12 Kilo Körpergewicht und es schlichen sich erste Suizidgedanken bei mir ein.
Ich versuchte dagegen anzukämpfen, doch der innere Druck war einfach zu groß. Als ich dann in meinem (Haupt-)job nach einem Missverständnis einen Kollegen angriff, war für mich das Ende der Fahnenstange erreicht.
Ich reichte umgehend 14 Tage Urlaub ein und suchte noch am gleichen Abend einen psychologischen Krisendienst in meiner Stadt auf. Die Gespräche begannen; Sitzung um Sitzung, doch irgendwie half das alles nichts. Die Selbsttötungsgedanken blieben, wie auch die Wut.
Der Psychologe fragte, was denn helfen könnte - mir war klar, nur eine Aussprache mit Lucy.
Er bot sich als neutrale Person in einem Gespräch an, jedoch war ich mir sicher, dass Lucy das Gespräch ablehnen würde.
Wie der Zufall will, erwischte ich Lucy, wie sie gerade mit einer Freundin (auch meine ehemalige Arbeitskollegin) an meinem Wohnblock nach meinem Namen suchte.
Ich stellte sie zur Rede und ein Gespräch begann. Im weiteren Verlauf wurde gefragt, was ich wolle; ich bat um eine Aussprache. Lucy verweigerte ein 4-Augen-Gespräch und wollte auch auf keinen Fall, dass meine beste Freundin als neutrale Person fungiert.

(Randbemerkung: Mir fällt im Übrigen auf, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch mit mir vermied). Da ich ihr NIE bösartig entgegentrat, sondern immer voller Hoffnung auf eine Veränderung in ihrem Verhalten war, erscheint mir diese Vermeidung im Nachhinein merkwürdig.)

Dass sie weder mit mir alleine noch im Beisein meiner besten Freundin reden wollte, musste ich akzeptieren, jedoch schlug ich auch ihre Freundin (die neben ihr stand) als "Beisitzerin" aus. Plötzlich fiel mir das Angebot des Psychologen wieder ein.
Ich sagte ihr, dass ich mittlerweile in psychologischer Behandlung wäre - und nun machte sie einen folgenschweren Fehler; sie lachte mich aus !
In diesem Moment platzte mir der Kragen und der ganze Frust der vergangenen Monate entlud sich. Ich schrie sie an; ich brüllte die ganze Straße zusammen. Es war mir egal - ich ließ alles heraus. Ich zählte jeden Punk auf; ihre Demütigungen, Erniedrigungen, Kränkungen, die Lügen, die Bedrohung gegen meine Person und die Verletzungen, die sie mir zufügte.
Das alles suchte sich nun seinen Weg und kam endlich bei der richtigen Person an. Nach etlichen Minuten hatte ich mich dann weitgehend wieder beruhigt und wir setzten das Gespräch in normaler Lautstärke fort.
Den Psychologen lehnte sie dann mit den Worten ab: "Ich werde mich NIEMALS mit einem Psychologen unterhalten!"
Wir beließen es bei ihrer anwesenden Freundin.
Was dann folgte, schockte mich persönlich sehr, denn sie log, dass sich die Balken bogen.
Ich sagte etwas; sie log; ich korrigierte sie; sie stritt ab - und so ging das die ganze Zeit. Sie verdrehte Tatsachen, leugnete und erfand sogar Gespräche (mit meiner besten Freundin) die es nie gegeben hat. Ich war absolut sprachlos. Wir brachen das Gespräch nach 1,5 Stunden
ergebnislos ab. Ihre Freundin bot sich dann nachträglich noch als "Vermittlerin" an, falls noch Fragen auftauchen sollten.
Dieses Angebot nahm ich tatsächlich einige Tage später an, da mir im Nachhinein noch massive Lügen auffielen, die ich so unmöglich im Raum stehen lassen konnte. Ich konnte meine Behauptungen sogar mit ausgedruckten Chatverläufen beweisen, jedoch verzichtete die Freundin darauf, denn sie glaubte mir überraschender Weise auch so. Denn auch ihr sind etliche Widersprüche bei den Aussagen und erlebten Verhaltensweisen ihrer Freundin aufgefallen.
Nach der "Aussprache" (vor meinem Wohnblock) hatte ich am nächsten Tag meinen festgesetzten Termin beim Psychologen. Er sagte, dass es gut war, dass ich endlich
alles raus lassen konnte - ich bestätigte ihn.  Doch jetzt sollte der Super-Gau folgen ...

In den letzten 5 Minuten der Gesprächsstunde bat ich den Psychologen um eine persönliche Einschätzung zu Lucy. Er sagte mir, dass er sich nicht festlegen möchte, da er Lucy ja nie "live" erlebt hat und auch sonst eher keine Diagnosen stellt, aber er würde bei Lucy eine BORDERLINE-Störung vermuten !
Ich fing an zu lachen und meinte lapidar: "Na passt ja, habe ich ja auch ..."
Der Psychologe dachte, dass ich etwas falsch verstanden hätte und wollte sich bei mir entschuldigen: "Nein, nein, ich wollte Sie nicht ..."
Ich unterbrach ihn: "Doch, doch, das ist ja schon vor 25 Jahren bei mir diagnostiziert worden."
Ich möchte noch einmal betonen, dass das Wort "Borderline" in den ganzen Sitzungen bis zu diesem Moment kein einziges Mal gefallen ist.
Und es ist kein Scherz, dass mir wirklich erst in diesem Moment eingefallen ist, dass ich vor 25 Jahren (!!!) den Begriff "Borderline" in einem Gerichtsgutachten, das über mich verfasst wurde, überflogen habe. Unglaublich!
Ich habe mich im letzten Sommer sogar noch mit einer Mutter unterhalten, deren Tochter sich angefangen hat zu ritzen. Ich sagte ihr, dass eine mögliche Borderline-Störung bei ihrer Tochter vorliegen könnte. Als sie mich fragte, wie sich ein Mensch so etwas nur antun kann, habe ich ihr von dem inneren Druck erzählt, den ein Borderliner verspürt und dass dieser sich so "Erleichterung" verschafft.
Und so bescheuert es klingen mag; ich habe NIEMALS einen Bezug zu mir selbst gesehen,
obwohl meine Unterarme von Narben gezeichnet sind. Wie blind kann man eigentlich sein?
Hätte mich die Mutter gefragt, woher ich das alles weiß, hätte ich ihr wahrscheinlich erzählt, dass ich das mal irgendwo gelesen habe ...!
Auweia ... Ich komme mir so extrem dumm vor !

Und jetzt gibt es zwei Menschen (die Frau aus diesem Forum und der Psychologe) die glauben, dass ausgerechnet meine Herzensdame von der gleichen Störung betroffen ist ?! Das muss ich erst einmal verdauen.
Kann es wirklich sein, dass die beiden recht haben?
Seit dieser "Offenbahrung", habe ich praktisch jede Minute mit Lucy noch einmal rekapituliert und stelle fest, dass verdammt viel für diese These spricht.
Ich habe in den vergangenen Tagen sogar noch einen "Perspektiv-Wechsel" vorgenommen und bin der Meinung, dass Lucy sogar mehr für mich empfinden könnte, als mir bewusst war. Aber kann ein Verhalten so gegensätzlich sein? Kann eine Person eine andere wie den
letzten Dreck behandeln obwohl sie eigentlich genau das Gegenteil empfindet?
Selbst ich würde Jemanden, der mir diese Frage stellt, mit "Nein" antworten, denn wenn dich eine Person wie Dreck behandelt, dann ist das eine eindeutige Aussage.
Jedoch unter dem Gesichtspunkt einer (möglichen) Borderline-Störung, würde ich meine Meinung wahrscheinlich überdenken.
Ich erwähnte oben, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch vermied (es waren sonst immer andere Personen zugegen).
Aber ein 4-Augen-Gespräch gab es doch und das war prägend für mich.
An diesem Tag riss mir Lucy im wahrsten Sinne des Wortes 3 Stunden lang (per Whatsapp) den A... auf.
Sie war stinksauer wegen einer Sache, welche sich im Nachhinein als von ihr künstlich aufgebauscht herausstellte.
Ich hatte (später) den Eindruck, dass sie eher wieder einen Grund suchte um Kontakt zu mir aufzunehmen, denn ich hatte mich 8 Tage nicht mehr bei ihr gemeldet (weil sie es wünschte!).
Nachdem sie mir also in Schriftform gehörig das Fell über die Ohren gezogen hatte, suchte ich das klärende Gespräch. Nach der Arbeit fing ich sie ab und bot ihr freundlich an, dass sie mich alles fragen könne, was sie wissen möchte.
Sie hingegen meinte nur kleinlaut: "Ich weiß nicht, was ich dich fragen soll ..."
Ich war verwundert, denn das war nicht die Lucy, die mir eben noch die Hölle heiß gemacht hat. Das zeigte mir, dass Lucy über Whatsapp eine riesige Klappe hat, aber sobald ich (alleine) vor ihr stehe ist sie ganz lieb.
Ergibt nun auch das Ignorieren plötzlich einen Sinn? Denn wenn man es näher betrachtet, erfüllt das Ignorieren sogar zwei Funktionen.
Zum Einen bestraft man sein Gegenüber durch Missachtung und zum Anderen guckt man der anderen Person NICHT in die Augen.
Ich habe ihre Ignoranz natürlich immer als Bestrafung verstanden, aber wieso eigentlich, ich hatte ihr ja schließlich nie etwas böses getan?!
Konnte oder wollte sie mir nur nicht in die Augen sehen?
Und wenn sie mit mir nichts zu tun haben möchte, wieso suchte sie immer den Kontakt?

Diese neue Sichtweise macht mich wirklich sprachlos.

Kennt von euch jemand ein solches Borderline-Verhalten oder hat ähnliche Erfahrungen machen müssen.

Ich muss mich selbst erst einmal neu "definieren"; möchte mich aber grundsätzlich auch besser schützen können.
Der Psychologe meinte, dass es zwischen zwei Borderlinern durchaus funktionen kann, vorausgesetzt, beide denken "schwarz".
Wenn einer aber "weiß" denkt und der andere "schwarz" ist das eine ziemlich explosive Mischung - wie recht er hat ...

Vielen lieben Dank für sachliche und neutrale Meinungen


 

Geschafft! Bin tatsächlich durch, unglaublich...
Und nun zu dir TE:
1. Falls du nochmal einen Beitrag verfassen solltest, fasse dich bitte kürzer. Niemand will einen Roman lesen!
2. Ob sie nun das gleiche Krankheitsbild wie du hast oder nicht, sie ist nicht gut für dich oder deine psychische Gesundheit. Du solltest sie meiden und das was da zwischen euch vorgefallen ist, dringend hinter dir lassen. Es zerdenken, bestimmte Gegebenheiten wälzen und hinterfragen ist Zeitverschwendung.
Gehe den Weg weiter, den du begonnen hast und bekomme deine Erkrankung in den Griff.
Lass sie ihr Leben leben, denn ich denke dass die Art Stress die sie durch ihre, ich nenne es mal, aufbrausende Art in dein Leben bringt, schadet dir!
Sei dir selbst wichtiger. 

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7. Februar um 7:08
In Antwort auf wackelzahn

Hallo Community,

ich benötige eure Hilfe und wende mich speziell an Personen, die Erfahrung mit Borderline-Persönlichkeiten haben.

Einige von euch kennen möglicherweise bereits meine "Geschichte", da ich schon einige Male in diesem Forum darüber schrieb.
Jetzt gab es jedoch eine ziemlich krasse Wendung in dieser Angelegenheit, die mich nicht nur zwingt, mein eigenes Leben komplett neu zu bewerten, sondern auch diese "Geschichte" in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Eines vorweg: Ich bin mir seit Jahrzehnten darüber bewusst, dass bei mir eine Persönlichkeitsstörung vorliegt, die besonders in meiner Jugendzeit zum Ausbruch kam. Darunter hatte nicht nur meine Familie sehr zu leiden, sondern auch mein gesamtes Umfeld. Der Wendepunkt kam, als mir damals ein Richter einen väterlichen Rat mit auf den Weg gab. Er sagte damals zu mir, dass ich lernen sollte zu reden, da man mir meine Wut nicht ansehen würde. Diesen Ratschlag nahm ich mir zu Herzen.
Ich hatte mich bis Dezember 2018 nie mit dieser Persönlichkeitsstörung auseinander gesetzt, sondern erkannte lediglich, dass ich mit meinen Emotionen nicht umgehen konnte - positive wie negative.
Ich begann (unterbewusst) Techniken und Methoden zu entwickeln, die mich die letzten
25 Jahre weitgehend davon abhielten, Frustration, Stress und Gefühle in mich
hineinzufressen. Denn solche aufgestauten Emotionen verursachten bei einem "Ausbruch" in der Vergangenheit einen totalen Kontrollverlust meinerseits.
Durch meine Techniken lebte ich bis zum letzten Jahr sehr angepasst und niemand hätte
bei mir jemals eine Störung vermutet.
 
Einige von euch werden es schon vermuten - Ja, ich bin ein Borderliner und mir dieser Tatsache erst seit Dezember 2018 durch ein Gespräch mit einem Psychologen wirklich bewusst. Ich muss allerdings sagen, dass mein Hilfeersuchen NICHT meine Person, sondern das Gegenstück (ich nenne sie hier LUCY) in dieser Angelegenheit betrifft.
Denn was das Gespräch mit dem Psychologen zu Tage brachte, war eindeutig mehr als ich erwartet habe.

An dieser Stelle möchte ich nochmals auf die "Geschichte" im letzten Jahr eingehen -
ich hoffe mich kurz fassen zu können und die Situation auf den Punkt zu bringen.

Ich lernte im letzten Jahr eine neue Arbeitskollegin kennen. Wir waren uns symphatisch und ich mochte ihre lebenslustige Art sehr. Sie zog mich in ihren Bann und ich wollte sie gerne näher kennenlernen. Emotionen spielten zu diesem Zeitpunkt bei mir noch keine Rolle, zumal sie auch um einiges jünger war als ich.
Ich hatte die Hoffnung, eine wundervolle Freundschaft mit ihr eingehen zu können.

Dann kam es leider aufgrund eines "verunglückten" Scherzes zu einem Streit zwischen uns. Obwohl sie versuchte, dass Missverständnis bei der nächsten Gelegenheit aufzuklären, blockte ich Trottel ihre Entschuldigung ab. Dann wurde sie sauer und wir ignorierten uns für
2 Wochen.
Ich erkannte in dieser Zeit meine Dummheit, nahm Kontakt zu ihr auf und entschuldigte
mich bei ihr - wir begruben das Kriegsbeil.
In den darauf folgenden Tagen intensivierte sich unser Kontakt und wir schrieben beinahe Tag und Nacht. Es gab auch sexuelle Avancen ihrerseits, die ich interessiert, jedoch misstrauisch zur Kenntnis nahm.
Das Misstrauen liegt einfach in meiner Natur, denn Sex konnte ich bisher nur mit Frauen haben, die ich schon länger kannte und denen ich vertraue.
Was mich jedoch sehr irritierte, waren ihre ständigen Versuche, mir meine Gefühle ihr gegenüber zu entlocken. Sie meinte stets, dass sie den Eindruck habe, dass ich ihr noch etwas sagen wolle. Als ich dann im Gegenzug fragte, warum sie mich das ständig fragt, meinte sie nur, dass sie es mir leichter machen wolle darüber zu reden.
Durch den intensiven Kontakt und der Tatsache, dass sie mir gar nicht mehr aus dem Kopf ging, musste ich mir selber irgendwann eingestehen, dass ich mich in sie verknallt hatte.
Ich gestand ihr meine Gefühle.
Allerdings war ihre Reaktion eine etwas andere, wie ich erwartet hätte, denn sie rastete völlig aus. Sie machte mir Vorwürfe und verstand nicht, wie ich mich in sie verlieben konnte.
Ich war wie vor den Kopf gestossen und hatte den Eindruck, nach einer durchzechten Nacht  in einem Käfig voller hungriger Tiger wachgeworden zu sein.
Von nun an begannen die Probleme und sie zeigte mir gegenüber ein merkwürdiges Verhalten.
Sie war wie ein "Überraschungsei", denn ich wusste nie, welches Verhalten mich am nächsten Tag erwarten würde.
So machte sie mir mal unmissverständlich klar, dass sie keinen Kontakt wünsche - ich akzeptierte das. Dann war es aber für mich unverständlich, dass sie mitunter schon am nächsten Tag, mittels Vorwänden, den Kontakt zu mir suchte.
Was mir aber sehr schwer zusetzte, waren die Tage, an denen sie mich eiskalt ignorierte - darunter litt ich massiv.
Ich tat natürlich das, was ich die letzten Jahre getan habe; ich redete bzw. schrieb. Ich hatte die Hoffnung, wenn ich ihr sage, dass mich ihr Verhalten verletzt, dass sie dann damit aufhören würde. Aber weit gefehlt, ich bekam eine pampige Antwort und sie intensivierte ihre
Handlungen sogar noch.
Ich befand mich auf einem Leidensweg, der mich wirklich an meine Grenzen brachte.
Und anstatt ihr mal meine Meinung zu sagen, verfiel ich wieder in alte Verhaltensmuster - ich schluckte ihre verbalen Attacken, Demütigungen und Kränkgungen. Das war ein Fehler wie sich später herausstellen sollte ...
Ich war zutiefst verletzt und ihr ewiges Hin und Her - kein Kontakt, dann doch wieder Kontaktaufnahme - wühlte mich massiv auf.
Ich sah mich ausser Stande die Reissleine zu ziehen und befand mich in einem absoluten Gefühlschaos.
Dann war wieder einer dieser Tage, an dem sie mir (mal wieder) schrieb, dass sie keinen Kontakt wolle. Hätte es mich eigentlich wundern müssen, dass sie mich 2 Tage später wieder anrief und mich um einen Gefallen bat? Eigentlich nicht.
Ich erfüllte ihr ihren Wunsch; sie begegnete mir nett und freundlich. Das änderte sich allerdings schlagartig, als (für sie) unerwartet meine beste Freundin an dem Tag auftauchte. Plötzlich war sie nicht mehr nett und freundlich, sondern spuckte Gift und Galle - sie sabotierte sogar mutwillig meine Arbeit. Ich begriff ihr Verhalten nicht.
Erst einige Wochen später, als ich mit dem Kind meiner besten Freundin auf Arbeit auftauchte und sie ihn unverhofft anzickte, kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass sie
möglicherweise eifersüchtig auf meine beste Freundin war.
Ich verstand jedoch nicht, dass sie Eifersucht zeigt, wenn sie mich wie den letzten Dreck behandelt !? Aber ich erkannte zumindest, dass sie ihre Emotionen nicht unter Kontrolle hat.
Da ich ohnehin in einem Gefühlschaos steckte, war ich allerdings unfähig ihre Verhaltensweisen zu interpretieren.
Nach einer zufälligen Beobachtung meinerseits, lief die Angelegenheit dann völlig aus dem Ruder.
Sie begann Lügen über mich zu verbreiten, bauschte Situationen künstlich auf und bedrohte mich sogar (alles hinter meinem Rücken). Sie rechnete allerdings nicht damit, dass mir die ganzen Sachverhalte lückenlos zugetragen wurden.
Nun hatte ich neben verletzten Gefühlen auch ne Menge Wut und Frust im Bauch. Ich steckte fest. Ich kündigte diesen (Neben-)job.
In meiner Verzweiflung wandte ich mich damals an dieses Forum um irgendwie meine Wut niederzuschreiben. Ich wurde jedoch böse angefeindet und merkte, dass es eine schlechte Idee war, auf diese Art meinen Frust loszuwerden.
Kurz bevor ich den Tread löschen wollte, fiel mir jedoch ein Kommentar auf, der mich stutzig machte.
Eine Frau (wenn du dich wiedererkennst, vielen lieben Dank für deinen wirklich sachlichen und hilfreichen Denkanstoss) meinte, dass meine Wut die "falsche" Person (Lucy) treffen würde. Die Frau (ich habe leider den Namen vergessen), vermutete bei Lucy eine Borderline-Störung und sie könne wahrscheinlich nichts für ihr Verhalten.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ich diese Information noch nicht verwerten, doch behielt sie im Hinterkopf.

Mein Gefühlschaos und der Frust, schlugen immer mehr auf mein Gemüt, ich verlor 12 Kilo Körpergewicht und es schlichen sich erste Suizidgedanken bei mir ein.
Ich versuchte dagegen anzukämpfen, doch der innere Druck war einfach zu groß. Als ich dann in meinem (Haupt-)job nach einem Missverständnis einen Kollegen angriff, war für mich das Ende der Fahnenstange erreicht.
Ich reichte umgehend 14 Tage Urlaub ein und suchte noch am gleichen Abend einen psychologischen Krisendienst in meiner Stadt auf. Die Gespräche begannen; Sitzung um Sitzung, doch irgendwie half das alles nichts. Die Selbsttötungsgedanken blieben, wie auch die Wut.
Der Psychologe fragte, was denn helfen könnte - mir war klar, nur eine Aussprache mit Lucy.
Er bot sich als neutrale Person in einem Gespräch an, jedoch war ich mir sicher, dass Lucy das Gespräch ablehnen würde.
Wie der Zufall will, erwischte ich Lucy, wie sie gerade mit einer Freundin (auch meine ehemalige Arbeitskollegin) an meinem Wohnblock nach meinem Namen suchte.
Ich stellte sie zur Rede und ein Gespräch begann. Im weiteren Verlauf wurde gefragt, was ich wolle; ich bat um eine Aussprache. Lucy verweigerte ein 4-Augen-Gespräch und wollte auch auf keinen Fall, dass meine beste Freundin als neutrale Person fungiert.

(Randbemerkung: Mir fällt im Übrigen auf, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch mit mir vermied). Da ich ihr NIE bösartig entgegentrat, sondern immer voller Hoffnung auf eine Veränderung in ihrem Verhalten war, erscheint mir diese Vermeidung im Nachhinein merkwürdig.)

Dass sie weder mit mir alleine noch im Beisein meiner besten Freundin reden wollte, musste ich akzeptieren, jedoch schlug ich auch ihre Freundin (die neben ihr stand) als "Beisitzerin" aus. Plötzlich fiel mir das Angebot des Psychologen wieder ein.
Ich sagte ihr, dass ich mittlerweile in psychologischer Behandlung wäre - und nun machte sie einen folgenschweren Fehler; sie lachte mich aus !
In diesem Moment platzte mir der Kragen und der ganze Frust der vergangenen Monate entlud sich. Ich schrie sie an; ich brüllte die ganze Straße zusammen. Es war mir egal - ich ließ alles heraus. Ich zählte jeden Punk auf; ihre Demütigungen, Erniedrigungen, Kränkungen, die Lügen, die Bedrohung gegen meine Person und die Verletzungen, die sie mir zufügte.
Das alles suchte sich nun seinen Weg und kam endlich bei der richtigen Person an. Nach etlichen Minuten hatte ich mich dann weitgehend wieder beruhigt und wir setzten das Gespräch in normaler Lautstärke fort.
Den Psychologen lehnte sie dann mit den Worten ab: "Ich werde mich NIEMALS mit einem Psychologen unterhalten!"
Wir beließen es bei ihrer anwesenden Freundin.
Was dann folgte, schockte mich persönlich sehr, denn sie log, dass sich die Balken bogen.
Ich sagte etwas; sie log; ich korrigierte sie; sie stritt ab - und so ging das die ganze Zeit. Sie verdrehte Tatsachen, leugnete und erfand sogar Gespräche (mit meiner besten Freundin) die es nie gegeben hat. Ich war absolut sprachlos. Wir brachen das Gespräch nach 1,5 Stunden
ergebnislos ab. Ihre Freundin bot sich dann nachträglich noch als "Vermittlerin" an, falls noch Fragen auftauchen sollten.
Dieses Angebot nahm ich tatsächlich einige Tage später an, da mir im Nachhinein noch massive Lügen auffielen, die ich so unmöglich im Raum stehen lassen konnte. Ich konnte meine Behauptungen sogar mit ausgedruckten Chatverläufen beweisen, jedoch verzichtete die Freundin darauf, denn sie glaubte mir überraschender Weise auch so. Denn auch ihr sind etliche Widersprüche bei den Aussagen und erlebten Verhaltensweisen ihrer Freundin aufgefallen.
Nach der "Aussprache" (vor meinem Wohnblock) hatte ich am nächsten Tag meinen festgesetzten Termin beim Psychologen. Er sagte, dass es gut war, dass ich endlich
alles raus lassen konnte - ich bestätigte ihn.  Doch jetzt sollte der Super-Gau folgen ...

In den letzten 5 Minuten der Gesprächsstunde bat ich den Psychologen um eine persönliche Einschätzung zu Lucy. Er sagte mir, dass er sich nicht festlegen möchte, da er Lucy ja nie "live" erlebt hat und auch sonst eher keine Diagnosen stellt, aber er würde bei Lucy eine BORDERLINE-Störung vermuten !
Ich fing an zu lachen und meinte lapidar: "Na passt ja, habe ich ja auch ..."
Der Psychologe dachte, dass ich etwas falsch verstanden hätte und wollte sich bei mir entschuldigen: "Nein, nein, ich wollte Sie nicht ..."
Ich unterbrach ihn: "Doch, doch, das ist ja schon vor 25 Jahren bei mir diagnostiziert worden."
Ich möchte noch einmal betonen, dass das Wort "Borderline" in den ganzen Sitzungen bis zu diesem Moment kein einziges Mal gefallen ist.
Und es ist kein Scherz, dass mir wirklich erst in diesem Moment eingefallen ist, dass ich vor 25 Jahren (!!!) den Begriff "Borderline" in einem Gerichtsgutachten, das über mich verfasst wurde, überflogen habe. Unglaublich!
Ich habe mich im letzten Sommer sogar noch mit einer Mutter unterhalten, deren Tochter sich angefangen hat zu ritzen. Ich sagte ihr, dass eine mögliche Borderline-Störung bei ihrer Tochter vorliegen könnte. Als sie mich fragte, wie sich ein Mensch so etwas nur antun kann, habe ich ihr von dem inneren Druck erzählt, den ein Borderliner verspürt und dass dieser sich so "Erleichterung" verschafft.
Und so bescheuert es klingen mag; ich habe NIEMALS einen Bezug zu mir selbst gesehen,
obwohl meine Unterarme von Narben gezeichnet sind. Wie blind kann man eigentlich sein?
Hätte mich die Mutter gefragt, woher ich das alles weiß, hätte ich ihr wahrscheinlich erzählt, dass ich das mal irgendwo gelesen habe ...!
Auweia ... Ich komme mir so extrem dumm vor !

Und jetzt gibt es zwei Menschen (die Frau aus diesem Forum und der Psychologe) die glauben, dass ausgerechnet meine Herzensdame von der gleichen Störung betroffen ist ?! Das muss ich erst einmal verdauen.
Kann es wirklich sein, dass die beiden recht haben?
Seit dieser "Offenbahrung", habe ich praktisch jede Minute mit Lucy noch einmal rekapituliert und stelle fest, dass verdammt viel für diese These spricht.
Ich habe in den vergangenen Tagen sogar noch einen "Perspektiv-Wechsel" vorgenommen und bin der Meinung, dass Lucy sogar mehr für mich empfinden könnte, als mir bewusst war. Aber kann ein Verhalten so gegensätzlich sein? Kann eine Person eine andere wie den
letzten Dreck behandeln obwohl sie eigentlich genau das Gegenteil empfindet?
Selbst ich würde Jemanden, der mir diese Frage stellt, mit "Nein" antworten, denn wenn dich eine Person wie Dreck behandelt, dann ist das eine eindeutige Aussage.
Jedoch unter dem Gesichtspunkt einer (möglichen) Borderline-Störung, würde ich meine Meinung wahrscheinlich überdenken.
Ich erwähnte oben, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch vermied (es waren sonst immer andere Personen zugegen).
Aber ein 4-Augen-Gespräch gab es doch und das war prägend für mich.
An diesem Tag riss mir Lucy im wahrsten Sinne des Wortes 3 Stunden lang (per Whatsapp) den A... auf.
Sie war stinksauer wegen einer Sache, welche sich im Nachhinein als von ihr künstlich aufgebauscht herausstellte.
Ich hatte (später) den Eindruck, dass sie eher wieder einen Grund suchte um Kontakt zu mir aufzunehmen, denn ich hatte mich 8 Tage nicht mehr bei ihr gemeldet (weil sie es wünschte!).
Nachdem sie mir also in Schriftform gehörig das Fell über die Ohren gezogen hatte, suchte ich das klärende Gespräch. Nach der Arbeit fing ich sie ab und bot ihr freundlich an, dass sie mich alles fragen könne, was sie wissen möchte.
Sie hingegen meinte nur kleinlaut: "Ich weiß nicht, was ich dich fragen soll ..."
Ich war verwundert, denn das war nicht die Lucy, die mir eben noch die Hölle heiß gemacht hat. Das zeigte mir, dass Lucy über Whatsapp eine riesige Klappe hat, aber sobald ich (alleine) vor ihr stehe ist sie ganz lieb.
Ergibt nun auch das Ignorieren plötzlich einen Sinn? Denn wenn man es näher betrachtet, erfüllt das Ignorieren sogar zwei Funktionen.
Zum Einen bestraft man sein Gegenüber durch Missachtung und zum Anderen guckt man der anderen Person NICHT in die Augen.
Ich habe ihre Ignoranz natürlich immer als Bestrafung verstanden, aber wieso eigentlich, ich hatte ihr ja schließlich nie etwas böses getan?!
Konnte oder wollte sie mir nur nicht in die Augen sehen?
Und wenn sie mit mir nichts zu tun haben möchte, wieso suchte sie immer den Kontakt?

Diese neue Sichtweise macht mich wirklich sprachlos.

Kennt von euch jemand ein solches Borderline-Verhalten oder hat ähnliche Erfahrungen machen müssen.

Ich muss mich selbst erst einmal neu "definieren"; möchte mich aber grundsätzlich auch besser schützen können.
Der Psychologe meinte, dass es zwischen zwei Borderlinern durchaus funktionen kann, vorausgesetzt, beide denken "schwarz".
Wenn einer aber "weiß" denkt und der andere "schwarz" ist das eine ziemlich explosive Mischung - wie recht er hat ...

Vielen lieben Dank für sachliche und neutrale Meinungen


 

Kein Psychologe wird so handeln oder sich aeussern wie du das beschreibst. 

Kein Psychologe sollte eine Diagnose, nicht einmal eine Verdachtsdiagnose, ueber eine Person die er/sie nie selber behandelt hat. 

Das waere total unprofessional. Falls das wirklich passiert ist, dann such dir jemand anders um mit dir Therapie zu machen. 

 

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7. Februar um 8:48
In Antwort auf wackelzahn

Hallo Community,

ich benötige eure Hilfe und wende mich speziell an Personen, die Erfahrung mit Borderline-Persönlichkeiten haben.

Einige von euch kennen möglicherweise bereits meine "Geschichte", da ich schon einige Male in diesem Forum darüber schrieb.
Jetzt gab es jedoch eine ziemlich krasse Wendung in dieser Angelegenheit, die mich nicht nur zwingt, mein eigenes Leben komplett neu zu bewerten, sondern auch diese "Geschichte" in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Eines vorweg: Ich bin mir seit Jahrzehnten darüber bewusst, dass bei mir eine Persönlichkeitsstörung vorliegt, die besonders in meiner Jugendzeit zum Ausbruch kam. Darunter hatte nicht nur meine Familie sehr zu leiden, sondern auch mein gesamtes Umfeld. Der Wendepunkt kam, als mir damals ein Richter einen väterlichen Rat mit auf den Weg gab. Er sagte damals zu mir, dass ich lernen sollte zu reden, da man mir meine Wut nicht ansehen würde. Diesen Ratschlag nahm ich mir zu Herzen.
Ich hatte mich bis Dezember 2018 nie mit dieser Persönlichkeitsstörung auseinander gesetzt, sondern erkannte lediglich, dass ich mit meinen Emotionen nicht umgehen konnte - positive wie negative.
Ich begann (unterbewusst) Techniken und Methoden zu entwickeln, die mich die letzten
25 Jahre weitgehend davon abhielten, Frustration, Stress und Gefühle in mich
hineinzufressen. Denn solche aufgestauten Emotionen verursachten bei einem "Ausbruch" in der Vergangenheit einen totalen Kontrollverlust meinerseits.
Durch meine Techniken lebte ich bis zum letzten Jahr sehr angepasst und niemand hätte
bei mir jemals eine Störung vermutet.
 
Einige von euch werden es schon vermuten - Ja, ich bin ein Borderliner und mir dieser Tatsache erst seit Dezember 2018 durch ein Gespräch mit einem Psychologen wirklich bewusst. Ich muss allerdings sagen, dass mein Hilfeersuchen NICHT meine Person, sondern das Gegenstück (ich nenne sie hier LUCY) in dieser Angelegenheit betrifft.
Denn was das Gespräch mit dem Psychologen zu Tage brachte, war eindeutig mehr als ich erwartet habe.

An dieser Stelle möchte ich nochmals auf die "Geschichte" im letzten Jahr eingehen -
ich hoffe mich kurz fassen zu können und die Situation auf den Punkt zu bringen.

Ich lernte im letzten Jahr eine neue Arbeitskollegin kennen. Wir waren uns symphatisch und ich mochte ihre lebenslustige Art sehr. Sie zog mich in ihren Bann und ich wollte sie gerne näher kennenlernen. Emotionen spielten zu diesem Zeitpunkt bei mir noch keine Rolle, zumal sie auch um einiges jünger war als ich.
Ich hatte die Hoffnung, eine wundervolle Freundschaft mit ihr eingehen zu können.

Dann kam es leider aufgrund eines "verunglückten" Scherzes zu einem Streit zwischen uns. Obwohl sie versuchte, dass Missverständnis bei der nächsten Gelegenheit aufzuklären, blockte ich Trottel ihre Entschuldigung ab. Dann wurde sie sauer und wir ignorierten uns für
2 Wochen.
Ich erkannte in dieser Zeit meine Dummheit, nahm Kontakt zu ihr auf und entschuldigte
mich bei ihr - wir begruben das Kriegsbeil.
In den darauf folgenden Tagen intensivierte sich unser Kontakt und wir schrieben beinahe Tag und Nacht. Es gab auch sexuelle Avancen ihrerseits, die ich interessiert, jedoch misstrauisch zur Kenntnis nahm.
Das Misstrauen liegt einfach in meiner Natur, denn Sex konnte ich bisher nur mit Frauen haben, die ich schon länger kannte und denen ich vertraue.
Was mich jedoch sehr irritierte, waren ihre ständigen Versuche, mir meine Gefühle ihr gegenüber zu entlocken. Sie meinte stets, dass sie den Eindruck habe, dass ich ihr noch etwas sagen wolle. Als ich dann im Gegenzug fragte, warum sie mich das ständig fragt, meinte sie nur, dass sie es mir leichter machen wolle darüber zu reden.
Durch den intensiven Kontakt und der Tatsache, dass sie mir gar nicht mehr aus dem Kopf ging, musste ich mir selber irgendwann eingestehen, dass ich mich in sie verknallt hatte.
Ich gestand ihr meine Gefühle.
Allerdings war ihre Reaktion eine etwas andere, wie ich erwartet hätte, denn sie rastete völlig aus. Sie machte mir Vorwürfe und verstand nicht, wie ich mich in sie verlieben konnte.
Ich war wie vor den Kopf gestossen und hatte den Eindruck, nach einer durchzechten Nacht  in einem Käfig voller hungriger Tiger wachgeworden zu sein.
Von nun an begannen die Probleme und sie zeigte mir gegenüber ein merkwürdiges Verhalten.
Sie war wie ein "Überraschungsei", denn ich wusste nie, welches Verhalten mich am nächsten Tag erwarten würde.
So machte sie mir mal unmissverständlich klar, dass sie keinen Kontakt wünsche - ich akzeptierte das. Dann war es aber für mich unverständlich, dass sie mitunter schon am nächsten Tag, mittels Vorwänden, den Kontakt zu mir suchte.
Was mir aber sehr schwer zusetzte, waren die Tage, an denen sie mich eiskalt ignorierte - darunter litt ich massiv.
Ich tat natürlich das, was ich die letzten Jahre getan habe; ich redete bzw. schrieb. Ich hatte die Hoffnung, wenn ich ihr sage, dass mich ihr Verhalten verletzt, dass sie dann damit aufhören würde. Aber weit gefehlt, ich bekam eine pampige Antwort und sie intensivierte ihre
Handlungen sogar noch.
Ich befand mich auf einem Leidensweg, der mich wirklich an meine Grenzen brachte.
Und anstatt ihr mal meine Meinung zu sagen, verfiel ich wieder in alte Verhaltensmuster - ich schluckte ihre verbalen Attacken, Demütigungen und Kränkgungen. Das war ein Fehler wie sich später herausstellen sollte ...
Ich war zutiefst verletzt und ihr ewiges Hin und Her - kein Kontakt, dann doch wieder Kontaktaufnahme - wühlte mich massiv auf.
Ich sah mich ausser Stande die Reissleine zu ziehen und befand mich in einem absoluten Gefühlschaos.
Dann war wieder einer dieser Tage, an dem sie mir (mal wieder) schrieb, dass sie keinen Kontakt wolle. Hätte es mich eigentlich wundern müssen, dass sie mich 2 Tage später wieder anrief und mich um einen Gefallen bat? Eigentlich nicht.
Ich erfüllte ihr ihren Wunsch; sie begegnete mir nett und freundlich. Das änderte sich allerdings schlagartig, als (für sie) unerwartet meine beste Freundin an dem Tag auftauchte. Plötzlich war sie nicht mehr nett und freundlich, sondern spuckte Gift und Galle - sie sabotierte sogar mutwillig meine Arbeit. Ich begriff ihr Verhalten nicht.
Erst einige Wochen später, als ich mit dem Kind meiner besten Freundin auf Arbeit auftauchte und sie ihn unverhofft anzickte, kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass sie
möglicherweise eifersüchtig auf meine beste Freundin war.
Ich verstand jedoch nicht, dass sie Eifersucht zeigt, wenn sie mich wie den letzten Dreck behandelt !? Aber ich erkannte zumindest, dass sie ihre Emotionen nicht unter Kontrolle hat.
Da ich ohnehin in einem Gefühlschaos steckte, war ich allerdings unfähig ihre Verhaltensweisen zu interpretieren.
Nach einer zufälligen Beobachtung meinerseits, lief die Angelegenheit dann völlig aus dem Ruder.
Sie begann Lügen über mich zu verbreiten, bauschte Situationen künstlich auf und bedrohte mich sogar (alles hinter meinem Rücken). Sie rechnete allerdings nicht damit, dass mir die ganzen Sachverhalte lückenlos zugetragen wurden.
Nun hatte ich neben verletzten Gefühlen auch ne Menge Wut und Frust im Bauch. Ich steckte fest. Ich kündigte diesen (Neben-)job.
In meiner Verzweiflung wandte ich mich damals an dieses Forum um irgendwie meine Wut niederzuschreiben. Ich wurde jedoch böse angefeindet und merkte, dass es eine schlechte Idee war, auf diese Art meinen Frust loszuwerden.
Kurz bevor ich den Tread löschen wollte, fiel mir jedoch ein Kommentar auf, der mich stutzig machte.
Eine Frau (wenn du dich wiedererkennst, vielen lieben Dank für deinen wirklich sachlichen und hilfreichen Denkanstoss) meinte, dass meine Wut die "falsche" Person (Lucy) treffen würde. Die Frau (ich habe leider den Namen vergessen), vermutete bei Lucy eine Borderline-Störung und sie könne wahrscheinlich nichts für ihr Verhalten.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ich diese Information noch nicht verwerten, doch behielt sie im Hinterkopf.

Mein Gefühlschaos und der Frust, schlugen immer mehr auf mein Gemüt, ich verlor 12 Kilo Körpergewicht und es schlichen sich erste Suizidgedanken bei mir ein.
Ich versuchte dagegen anzukämpfen, doch der innere Druck war einfach zu groß. Als ich dann in meinem (Haupt-)job nach einem Missverständnis einen Kollegen angriff, war für mich das Ende der Fahnenstange erreicht.
Ich reichte umgehend 14 Tage Urlaub ein und suchte noch am gleichen Abend einen psychologischen Krisendienst in meiner Stadt auf. Die Gespräche begannen; Sitzung um Sitzung, doch irgendwie half das alles nichts. Die Selbsttötungsgedanken blieben, wie auch die Wut.
Der Psychologe fragte, was denn helfen könnte - mir war klar, nur eine Aussprache mit Lucy.
Er bot sich als neutrale Person in einem Gespräch an, jedoch war ich mir sicher, dass Lucy das Gespräch ablehnen würde.
Wie der Zufall will, erwischte ich Lucy, wie sie gerade mit einer Freundin (auch meine ehemalige Arbeitskollegin) an meinem Wohnblock nach meinem Namen suchte.
Ich stellte sie zur Rede und ein Gespräch begann. Im weiteren Verlauf wurde gefragt, was ich wolle; ich bat um eine Aussprache. Lucy verweigerte ein 4-Augen-Gespräch und wollte auch auf keinen Fall, dass meine beste Freundin als neutrale Person fungiert.

(Randbemerkung: Mir fällt im Übrigen auf, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch mit mir vermied). Da ich ihr NIE bösartig entgegentrat, sondern immer voller Hoffnung auf eine Veränderung in ihrem Verhalten war, erscheint mir diese Vermeidung im Nachhinein merkwürdig.)

Dass sie weder mit mir alleine noch im Beisein meiner besten Freundin reden wollte, musste ich akzeptieren, jedoch schlug ich auch ihre Freundin (die neben ihr stand) als "Beisitzerin" aus. Plötzlich fiel mir das Angebot des Psychologen wieder ein.
Ich sagte ihr, dass ich mittlerweile in psychologischer Behandlung wäre - und nun machte sie einen folgenschweren Fehler; sie lachte mich aus !
In diesem Moment platzte mir der Kragen und der ganze Frust der vergangenen Monate entlud sich. Ich schrie sie an; ich brüllte die ganze Straße zusammen. Es war mir egal - ich ließ alles heraus. Ich zählte jeden Punk auf; ihre Demütigungen, Erniedrigungen, Kränkungen, die Lügen, die Bedrohung gegen meine Person und die Verletzungen, die sie mir zufügte.
Das alles suchte sich nun seinen Weg und kam endlich bei der richtigen Person an. Nach etlichen Minuten hatte ich mich dann weitgehend wieder beruhigt und wir setzten das Gespräch in normaler Lautstärke fort.
Den Psychologen lehnte sie dann mit den Worten ab: "Ich werde mich NIEMALS mit einem Psychologen unterhalten!"
Wir beließen es bei ihrer anwesenden Freundin.
Was dann folgte, schockte mich persönlich sehr, denn sie log, dass sich die Balken bogen.
Ich sagte etwas; sie log; ich korrigierte sie; sie stritt ab - und so ging das die ganze Zeit. Sie verdrehte Tatsachen, leugnete und erfand sogar Gespräche (mit meiner besten Freundin) die es nie gegeben hat. Ich war absolut sprachlos. Wir brachen das Gespräch nach 1,5 Stunden
ergebnislos ab. Ihre Freundin bot sich dann nachträglich noch als "Vermittlerin" an, falls noch Fragen auftauchen sollten.
Dieses Angebot nahm ich tatsächlich einige Tage später an, da mir im Nachhinein noch massive Lügen auffielen, die ich so unmöglich im Raum stehen lassen konnte. Ich konnte meine Behauptungen sogar mit ausgedruckten Chatverläufen beweisen, jedoch verzichtete die Freundin darauf, denn sie glaubte mir überraschender Weise auch so. Denn auch ihr sind etliche Widersprüche bei den Aussagen und erlebten Verhaltensweisen ihrer Freundin aufgefallen.
Nach der "Aussprache" (vor meinem Wohnblock) hatte ich am nächsten Tag meinen festgesetzten Termin beim Psychologen. Er sagte, dass es gut war, dass ich endlich
alles raus lassen konnte - ich bestätigte ihn.  Doch jetzt sollte der Super-Gau folgen ...

In den letzten 5 Minuten der Gesprächsstunde bat ich den Psychologen um eine persönliche Einschätzung zu Lucy. Er sagte mir, dass er sich nicht festlegen möchte, da er Lucy ja nie "live" erlebt hat und auch sonst eher keine Diagnosen stellt, aber er würde bei Lucy eine BORDERLINE-Störung vermuten !
Ich fing an zu lachen und meinte lapidar: "Na passt ja, habe ich ja auch ..."
Der Psychologe dachte, dass ich etwas falsch verstanden hätte und wollte sich bei mir entschuldigen: "Nein, nein, ich wollte Sie nicht ..."
Ich unterbrach ihn: "Doch, doch, das ist ja schon vor 25 Jahren bei mir diagnostiziert worden."
Ich möchte noch einmal betonen, dass das Wort "Borderline" in den ganzen Sitzungen bis zu diesem Moment kein einziges Mal gefallen ist.
Und es ist kein Scherz, dass mir wirklich erst in diesem Moment eingefallen ist, dass ich vor 25 Jahren (!!!) den Begriff "Borderline" in einem Gerichtsgutachten, das über mich verfasst wurde, überflogen habe. Unglaublich!
Ich habe mich im letzten Sommer sogar noch mit einer Mutter unterhalten, deren Tochter sich angefangen hat zu ritzen. Ich sagte ihr, dass eine mögliche Borderline-Störung bei ihrer Tochter vorliegen könnte. Als sie mich fragte, wie sich ein Mensch so etwas nur antun kann, habe ich ihr von dem inneren Druck erzählt, den ein Borderliner verspürt und dass dieser sich so "Erleichterung" verschafft.
Und so bescheuert es klingen mag; ich habe NIEMALS einen Bezug zu mir selbst gesehen,
obwohl meine Unterarme von Narben gezeichnet sind. Wie blind kann man eigentlich sein?
Hätte mich die Mutter gefragt, woher ich das alles weiß, hätte ich ihr wahrscheinlich erzählt, dass ich das mal irgendwo gelesen habe ...!
Auweia ... Ich komme mir so extrem dumm vor !

Und jetzt gibt es zwei Menschen (die Frau aus diesem Forum und der Psychologe) die glauben, dass ausgerechnet meine Herzensdame von der gleichen Störung betroffen ist ?! Das muss ich erst einmal verdauen.
Kann es wirklich sein, dass die beiden recht haben?
Seit dieser "Offenbahrung", habe ich praktisch jede Minute mit Lucy noch einmal rekapituliert und stelle fest, dass verdammt viel für diese These spricht.
Ich habe in den vergangenen Tagen sogar noch einen "Perspektiv-Wechsel" vorgenommen und bin der Meinung, dass Lucy sogar mehr für mich empfinden könnte, als mir bewusst war. Aber kann ein Verhalten so gegensätzlich sein? Kann eine Person eine andere wie den
letzten Dreck behandeln obwohl sie eigentlich genau das Gegenteil empfindet?
Selbst ich würde Jemanden, der mir diese Frage stellt, mit "Nein" antworten, denn wenn dich eine Person wie Dreck behandelt, dann ist das eine eindeutige Aussage.
Jedoch unter dem Gesichtspunkt einer (möglichen) Borderline-Störung, würde ich meine Meinung wahrscheinlich überdenken.
Ich erwähnte oben, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch vermied (es waren sonst immer andere Personen zugegen).
Aber ein 4-Augen-Gespräch gab es doch und das war prägend für mich.
An diesem Tag riss mir Lucy im wahrsten Sinne des Wortes 3 Stunden lang (per Whatsapp) den A... auf.
Sie war stinksauer wegen einer Sache, welche sich im Nachhinein als von ihr künstlich aufgebauscht herausstellte.
Ich hatte (später) den Eindruck, dass sie eher wieder einen Grund suchte um Kontakt zu mir aufzunehmen, denn ich hatte mich 8 Tage nicht mehr bei ihr gemeldet (weil sie es wünschte!).
Nachdem sie mir also in Schriftform gehörig das Fell über die Ohren gezogen hatte, suchte ich das klärende Gespräch. Nach der Arbeit fing ich sie ab und bot ihr freundlich an, dass sie mich alles fragen könne, was sie wissen möchte.
Sie hingegen meinte nur kleinlaut: "Ich weiß nicht, was ich dich fragen soll ..."
Ich war verwundert, denn das war nicht die Lucy, die mir eben noch die Hölle heiß gemacht hat. Das zeigte mir, dass Lucy über Whatsapp eine riesige Klappe hat, aber sobald ich (alleine) vor ihr stehe ist sie ganz lieb.
Ergibt nun auch das Ignorieren plötzlich einen Sinn? Denn wenn man es näher betrachtet, erfüllt das Ignorieren sogar zwei Funktionen.
Zum Einen bestraft man sein Gegenüber durch Missachtung und zum Anderen guckt man der anderen Person NICHT in die Augen.
Ich habe ihre Ignoranz natürlich immer als Bestrafung verstanden, aber wieso eigentlich, ich hatte ihr ja schließlich nie etwas böses getan?!
Konnte oder wollte sie mir nur nicht in die Augen sehen?
Und wenn sie mit mir nichts zu tun haben möchte, wieso suchte sie immer den Kontakt?

Diese neue Sichtweise macht mich wirklich sprachlos.

Kennt von euch jemand ein solches Borderline-Verhalten oder hat ähnliche Erfahrungen machen müssen.

Ich muss mich selbst erst einmal neu "definieren"; möchte mich aber grundsätzlich auch besser schützen können.
Der Psychologe meinte, dass es zwischen zwei Borderlinern durchaus funktionen kann, vorausgesetzt, beide denken "schwarz".
Wenn einer aber "weiß" denkt und der andere "schwarz" ist das eine ziemlich explosive Mischung - wie recht er hat ...

Vielen lieben Dank für sachliche und neutrale Meinungen


 

also...

1. von einer Beziehung zwischen 2 Borderlinern würde ich UNBEDINGT abraten. Selbst Bekanntschaft ist da schon gewagt. Kollegen kein Ding, wenn sich beide soweit im Griff haben, die berufliche Beziehung auf der beruflichen Ebene zu lassen.
Als Partner brauchen wir jemanden, der etwas ausgleichen kann - also vorzugsweise jemanden, der dazu neigt, weniges zu persönlich zu nehmen.

2. Du musst dringend lernen, Dich von Menschen, die Dir nicht gut tun, zu distanzieren. Emotional zumindest, wenn das allein nicht geht oder noch nicht geht, dann auch persönlich.

3. such Dir einen anderen Psychologen.

4. denk mal ganz bis zum Ende. Du hast eine Person, die Dich so mitnimmt und aufwühlt, dass es bis zu Suizid-Gedanken geht, dass Du einen Krisenpsychologen aufsuchst, dass Du nicht in der Lage bist, Deiner Arbeit nachzugehen.
Mal angenommen, die Lucy hätte einem Gespräch zugestimmt und es wäre sogar optimal gelaufen. Was hätte das denn selbst im optimalsten Falle ändern können?

5. es ist völlig egal, ob Deine Lucy Grenzgängerin ist oder nicht - ihr seid offensichtlich Gift für einander, welchen Unterschied macht da der Name des Giftes?

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7. Februar um 20:58
In Antwort auf sphinxkitten1

Geschafft! Bin tatsächlich durch, unglaublich...
Und nun zu dir TE:
1. Falls du nochmal einen Beitrag verfassen solltest, fasse dich bitte kürzer. Niemand will einen Roman lesen!
2. Ob sie nun das gleiche Krankheitsbild wie du hast oder nicht, sie ist nicht gut für dich oder deine psychische Gesundheit. Du solltest sie meiden und das was da zwischen euch vorgefallen ist, dringend hinter dir lassen. Es zerdenken, bestimmte Gegebenheiten wälzen und hinterfragen ist Zeitverschwendung.
Gehe den Weg weiter, den du begonnen hast und bekomme deine Erkrankung in den Griff.
Lass sie ihr Leben leben, denn ich denke dass die Art Stress die sie durch ihre, ich nenne es mal, aufbrausende Art in dein Leben bringt, schadet dir!
Sei dir selbst wichtiger. 

Guten Abend,

und vielen Dank, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, den gesamten Text zu lesen.
Ich gebe zu, dass der Text leider länger wurde, als geplant. Ich bitte das zu entschuldigen und gelobe Besserung. 
Den Text habe ich am PC vorgeschrieben und war somit nicht unter Zeitdruck und wenn man erst einmal im Schreibfluss ist ...

Lucy zu meiden, ist gar nicht so einfach, denn wir wohnen nur 500 Meter auseinander. Die größte Gefahr war eben dieser Job, aber der ist für mich Geschichte und für meine beste Freundin mittlerweile auch. 

Ich kann allerdings nicht ganz die Meinung teilen, dass das Hinterfragen Zeitverschwendung ist. Ich kann zwar Deine Intention nachvollziehen, aber mir ist es wichtig, zu verstehen. 
Ich will/muss verstehen, warum alle meine "Schutzmaßnahmen" bei Lucy versagt haben, denn so kann ich mich zukünftig besser schützen. Die Geschichte mit Lucy stellt da keine Ausnahme dar, denn ich hinterfrage immer die Situationen, die mich beinahe zum Ausrasten brachten.
So hatte ich beispielsweise vor Jahren fast eine Person niedergeschlagen, die mich bis aufs Blut reizte. Durch Hinterfragen der Situation stellte sich später heraus, dass die Person Demenz hatte - die Tochter hatte vergessen uns darüber zu informieren.

Ein anderes Mal drohte mir aus heiterem Himmel ein Gast auf einer Geburtstagsfeier Schläge an. Ich kannte ihn nicht und hatte kein Plan, was der Vogel von mir wollte. 
Mit zwei unmissverständlichen Sätzen setzte ich ihn Schach Matt und ich verließ die Szenerie. Niemand auf der Feier wusste, was der Typ für ein Problem hatte. 
Erst nach sehr langer Überlegung fiel mir ein, dass eine unbedachte Äußerung meinerseits, seine Eifersucht aufflammen ließ. 

Verstehen heißt für mich lernen.

Aber ich danke Dir sehr, dass Du mir Mut machst und ich werde den Weg weitergehen. Ich denke, eine Psychotherapie zu machen und meine Vergangenheit aufzuarbeiten.

Vielen Dank für Deinen Kommentar

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8. Februar um 0:53
In Antwort auf avarrassterne1

also...

1. von einer Beziehung zwischen 2 Borderlinern würde ich UNBEDINGT abraten. Selbst Bekanntschaft ist da schon gewagt. Kollegen kein Ding, wenn sich beide soweit im Griff haben, die berufliche Beziehung auf der beruflichen Ebene zu lassen.
Als Partner brauchen wir jemanden, der etwas ausgleichen kann - also vorzugsweise jemanden, der dazu neigt, weniges zu persönlich zu nehmen.

2. Du musst dringend lernen, Dich von Menschen, die Dir nicht gut tun, zu distanzieren. Emotional zumindest, wenn das allein nicht geht oder noch nicht geht, dann auch persönlich.

3. such Dir einen anderen Psychologen.

4. denk mal ganz bis zum Ende. Du hast eine Person, die Dich so mitnimmt und aufwühlt, dass es bis zu Suizid-Gedanken geht, dass Du einen Krisenpsychologen aufsuchst, dass Du nicht in der Lage bist, Deiner Arbeit nachzugehen.
Mal angenommen, die Lucy hätte einem Gespräch zugestimmt und es wäre sogar optimal gelaufen. Was hätte das denn selbst im optimalsten Falle ändern können?

5. es ist völlig egal, ob Deine Lucy Grenzgängerin ist oder nicht - ihr seid offensichtlich Gift für einander, welchen Unterschied macht da der Name des Giftes?

Hallo,

und vielen Dank für Deinen Kommentar, Du bist genau die Person, die ich mit meinem Thema ansprechen wollte.

Ich glaube das Problem ist (wenn Lucy wirklich von dieser Störung betroffen ist), dass wir nichts voneinander wussten. Ich wusste ja selber nicht einmal, dass ich Borderliner bin. Und dann hat sich alles verselbständigt und endete im Chaos. Wir haben so viele Personen mit hineingezogen und das konnte am Ende nur mit einem großen Knall enden. 

Zu 1.
Ich war nie auf eine Beziehung mit Lucy aus, aber ich denke, dass sie genau das geglaubt hat und sich dadurch unter Druck gesetzt fühlte. Ich hatte im Leben noch nie eine Partnerschaft - mit diesem Gedanken habe ich schon vor Jahren abgeschlossen.
Lucy hatte auch noch nie einen Partner.
Wenn wir nur mal miteinander geredet hätten ... stattdessen haben wir uns nur bekämpft - sie auf ihre Weise und ich auf meine.
Wenn ich mich von meinen Gefühlsschwankungen leiten ließ, habe ich viel dummes Zeug geschrieben. So schrieb ich einmal, dass meine Emotionen (Liebe) nur gespielt waren und ich nur sehen wollte, wie sie reagiert. Ein anderes Mal schrieb ich in meiner Wut, dass sie es nie wieder wagen soll, mich anzusprechen.
Ich habe keine Ahnung, wie tief dieses Worte Lucy trafen, da sie ja nie darüber sprach, aber sie ließ es mich spüren... 
Und ich war dumm genug mich ihr zu öffnen und sagte ihr, was mich verletzt - genau da hat sie natürlich den Hebel angesetzt.
Schei... Ich liebe dieses verdammte Mädchen und könnte vor lauter Eifersucht durchdrehen. 
Wir haben nicht einmal eine verdammte Freundschaft hinbekommen und als Arbeitskollegen haben wir auch versagt.
Du hast leider vollkommen recht  - es kann zw. 2 Borderlinern nicht funktionieren !

Zu 2. und 5.
Ich distanziere mich generell von Personen, die mir nicht gut tun - bei Lucy hat das leider nicht geklappt. Wie auch? Wenn ich mit ihr innerlich abgeschlossen hatte, wickelte sie mich wieder um ihren kleinen Finger. Ja, wir sind Gift für einander, aber offensichtlich wirkte das wie eine Droge.
Ich sehe Lucy oft in ihrem dunklen Zimmer am Fenster stehen - sie wartet auf mich ... und ich suche sie. Ich muss diesen Teufelskreis durchbrechen!

zu 4.Ich vertrete die Ansicht, dass man einen Menschen so behandeln sollte, wie man selbst behandelt werden möchte. Ich hatte immer die Hoffnung, dass auch Lucy das versteht. Aber das hat und kann sie nicht. Sie selbst bat mich damals, privat und beruflich zu trennen - ich stimmte zu. Es hätte mir schon gereicht, wenn man sich Guten Tag und Auf Wiedersehen wünscht und normal seine Arbeit nachgeht. Selbst das konnte sie nicht. Sogar ich vor ihr stand und sie mich bedienen sollte, guckte sie an mir vorbei und sagte: "Der Nächste bitte."  Na wie gut, dass das liebe Fräulein trennen kann ... !Und genau das hätte ich mir von einem Gespräch erwartet - einfache Regeln und Respekt dem anderen gegenüber. Kann sie nicht; will sie nicht; wird sie nicht.Einem weiteren Gespräch würde ich übrigens nicht mehr zustimmen. Was soll ich mich mit einem Menschen unterhalten, der mir rotz-frech ins Gesicht lügt? Also ich denke, hier kann man nichts mehr gerade biegen.  Sie ist die schönste, cleverste und abgebrühteste Frau, die ich jemals kennengelernt habe, aber leider auch die widersprüchlichste und gefährlichste. Ich werde auf jeden Fall eine Psychotherapie in Anspruch nehmen.   
 
Vielen, vielen Dank für Deine Hilfe

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8. Februar um 1:17

Hallo theola,

na zum Glück sind ja nicht alle Frauen so verrückt, wie diese "Tante".

Ich habe schon vor langer Zeit erkannt, dass ich nicht mit einer Frau zusammen sein kann und möchte, für die ich etwas empfinde. Mehr als ne emotionslose Affäre ist nicht drin und daran wird auch eine Therapie nichts ändern können. 

Du wirst es nich glauben, aber ich habe gegenwärtig Kontakt mit 2 Frauen, die sich mehr vorstellen/wünschen würden. Und ich bin nicht in der Lage, mich darauf einzulassen  ...  

LG

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8. Februar um 1:31
In Antwort auf evaeden

Kein Psychologe wird so handeln oder sich aeussern wie du das beschreibst. 

Kein Psychologe sollte eine Diagnose, nicht einmal eine Verdachtsdiagnose, ueber eine Person die er/sie nie selber behandelt hat. 

Das waere total unprofessional. Falls das wirklich passiert ist, dann such dir jemand anders um mit dir Therapie zu machen. 

 

Hallo,

warum sollte er nicht so handeln?
Ich habe ihn doch schließlich um seine persönliche Einschätzung gebeten. 
Ausserdem sagte er mir deutlich, dass er sich nicht festlegen möchte und keine Diagnose stellt. 
Es ist auch zubedenken, dass ich ihm viel über Lucys Leben und ihre Familie erzählt habe, was ich natürlich nicht in diesem Forum tun werde. Dadurch konnte der Psychologe sogar eine mögliche Ursache in Lucys vermuteter Störung erkennen.
Seine Argumente sind nicht von der Hand zu weisen.

Eine Aussenstehende (die Frau in diesem Forum, deren Namen ich nicht weiß vermutete als erste bei Lucy eine Borderline-Störung. Leider habe ich keine Ahnung, welche Indikatoren sie dafür gesehen hat.  

LG

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8. Februar um 8:01

Ich verstehe nur Bahnhof. Drücke Dich bitte deutlicher aus oder erspare Dir solche Kommentare.

mit bestem Gruß 

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8. Februar um 8:09
In Antwort auf wackelzahn

Hallo,

und vielen Dank für Deinen Kommentar, Du bist genau die Person, die ich mit meinem Thema ansprechen wollte.

Ich glaube das Problem ist (wenn Lucy wirklich von dieser Störung betroffen ist), dass wir nichts voneinander wussten. Ich wusste ja selber nicht einmal, dass ich Borderliner bin. Und dann hat sich alles verselbständigt und endete im Chaos. Wir haben so viele Personen mit hineingezogen und das konnte am Ende nur mit einem großen Knall enden. 

Zu 1.
Ich war nie auf eine Beziehung mit Lucy aus, aber ich denke, dass sie genau das geglaubt hat und sich dadurch unter Druck gesetzt fühlte. Ich hatte im Leben noch nie eine Partnerschaft - mit diesem Gedanken habe ich schon vor Jahren abgeschlossen.
Lucy hatte auch noch nie einen Partner.
Wenn wir nur mal miteinander geredet hätten ... stattdessen haben wir uns nur bekämpft - sie auf ihre Weise und ich auf meine.
Wenn ich mich von meinen Gefühlsschwankungen leiten ließ, habe ich viel dummes Zeug geschrieben. So schrieb ich einmal, dass meine Emotionen (Liebe) nur gespielt waren und ich nur sehen wollte, wie sie reagiert. Ein anderes Mal schrieb ich in meiner Wut, dass sie es nie wieder wagen soll, mich anzusprechen.
Ich habe keine Ahnung, wie tief dieses Worte Lucy trafen, da sie ja nie darüber sprach, aber sie ließ es mich spüren... 
Und ich war dumm genug mich ihr zu öffnen und sagte ihr, was mich verletzt - genau da hat sie natürlich den Hebel angesetzt.
Schei... Ich liebe dieses verdammte Mädchen und könnte vor lauter Eifersucht durchdrehen. 
Wir haben nicht einmal eine verdammte Freundschaft hinbekommen und als Arbeitskollegen haben wir auch versagt.
Du hast leider vollkommen recht  - es kann zw. 2 Borderlinern nicht funktionieren !

Zu 2. und 5.
Ich distanziere mich generell von Personen, die mir nicht gut tun - bei Lucy hat das leider nicht geklappt. Wie auch? Wenn ich mit ihr innerlich abgeschlossen hatte, wickelte sie mich wieder um ihren kleinen Finger. Ja, wir sind Gift für einander, aber offensichtlich wirkte das wie eine Droge.
Ich sehe Lucy oft in ihrem dunklen Zimmer am Fenster stehen - sie wartet auf mich ... und ich suche sie. Ich muss diesen Teufelskreis durchbrechen!

zu 4.Ich vertrete die Ansicht, dass man einen Menschen so behandeln sollte, wie man selbst behandelt werden möchte. Ich hatte immer die Hoffnung, dass auch Lucy das versteht. Aber das hat und kann sie nicht. Sie selbst bat mich damals, privat und beruflich zu trennen - ich stimmte zu. Es hätte mir schon gereicht, wenn man sich Guten Tag und Auf Wiedersehen wünscht und normal seine Arbeit nachgeht. Selbst das konnte sie nicht. Sogar ich vor ihr stand und sie mich bedienen sollte, guckte sie an mir vorbei und sagte: "Der Nächste bitte."  Na wie gut, dass das liebe Fräulein trennen kann ... !Und genau das hätte ich mir von einem Gespräch erwartet - einfache Regeln und Respekt dem anderen gegenüber. Kann sie nicht; will sie nicht; wird sie nicht.Einem weiteren Gespräch würde ich übrigens nicht mehr zustimmen. Was soll ich mich mit einem Menschen unterhalten, der mir rotz-frech ins Gesicht lügt? Also ich denke, hier kann man nichts mehr gerade biegen.  Sie ist die schönste, cleverste und abgebrühteste Frau, die ich jemals kennengelernt habe, aber leider auch die widersprüchlichste und gefährlichste. Ich werde auf jeden Fall eine Psychotherapie in Anspruch nehmen.   
 
Vielen, vielen Dank für Deine Hilfe

ja auf uns wirkt vieles wie eine Droge - im guten wie im schlechten. Und nicht von ungefähr haben wir auch einen Hang zu den "echten" Drogen. Wir müssen damit leben lernen...
und nein, das wird nicht schön und leicht auch nicht - nur halt alternativlos.

https://psychologie.gofeminin.de/forum/borderline-von-dem-gefuhl-in-gefuhlen-zu-ertrinken-ii-fd9946

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8. Februar um 8:36

ich habe es gerade noch einmal nachgelesen, ich habe in dem ganzen Thread keine Stelle gefunden, wo von einem Arzt die Rede ist

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8. Februar um 9:18

die Psychologie gehört zu den Sozialwissenschaften, nicht zum medizinischer Bereich. Ärzte auf diesem Gebiet sind Psychiater. Ein Psychologe ist kein Arzt.

Ansonsten beneide ich Dich um Deine noch vorhandenen Ideale. Ich habe sowohl von Psychologen, als auch von Psychiatern schon sehr viel schlimmeres gehört.

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8. Februar um 10:04

Es gibt internationale anerkannte Indikatoren, die auf eine Borderline-Störung hinweisen w.B. Nähe-Distanz-Problematik, massive Gefühlsschwankungen oder  unberechenbare emotionale Ausbrüche.

Vielleicht hat der Psychologe in meinen Darstellungen der Situation mehr gesehen als du glauben oder verstehen kannst.
Wenn du meinen Bericht für einen „hanebüchenen Roman“ hälst, dann ist das deine Sache und interessiert mich nicht wirklich. 
Ich versuche hier eine Sache aufzuarbeiten, die mir schwer zugesetzt hat und deine Kommentare sind alles andere als hilfreich.

Du kannst glauben was du willst, dass obliegt dir. Wenn du lediglich provozieren willst, weil es dir Spaß macht, dann suche dir doch bitte einen anderen Tread oder eröffne eine eigene Diskussion.

In diesem Sinne

schönes Leben noch

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8. Februar um 10:14

Hallo,

und vielen lieben Dank für deinen Tip.
Ich werde das mal mit dem Psychologen besprechen. 
Was bitte ist eine Familienaufstellung? 
Noch nie gehört den Begriff... 

Klar, es gibt immer Verbesserungen. Zum Beispiel sollte ich die Frauen in Zukunft sorgfältiger auswählen *lach*

Ich verstehe natürlich was du meinst. Mein „System“ ist offensichtlich nicht perfekt, sonst hätte es bei Lucy nicht versagt.

Liebe Grüße an Dich 
 

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8. Februar um 10:19

Leider lieben Borderliner halt das Drama, somit wird es dir schwer fallen, von dieser Dame wegzubleiben. Sie gefällt dir wohl genau deswegen, weil sie so einen Terz macht. Naja, irgendwann würde es auch öde werden.

Zu unprofessionellen Psychologen: ja, die gibt es zuhauf. Ich würde nicht zu sehr auf diese Aussage von ihm gehen, es könnte in der Tat alles mögliche an Störungen sein, was die Dame hat, Narzissmus, Bipolar, etc pp, jedoch ist das auch eigentlich ziemlich egal, oder? Sie könnte auch völlig gesund sein und du nimmst sie nur verzerrt wahr, alles möglich. Auf jeden Fall scheppert es ordentlich zwischen euch, also wenn dir das gefällt, nur zu

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8. Februar um 10:26

Wer ist schon "gesund", und wer "krank"?

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8. Februar um 10:31

Danke Frau Fuchs,

ich konnte eben mal wieder herzhaft lachen.

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8. Februar um 11:53
In Antwort auf jara

Leider lieben Borderliner halt das Drama, somit wird es dir schwer fallen, von dieser Dame wegzubleiben. Sie gefällt dir wohl genau deswegen, weil sie so einen Terz macht. Naja, irgendwann würde es auch öde werden.

Zu unprofessionellen Psychologen: ja, die gibt es zuhauf. Ich würde nicht zu sehr auf diese Aussage von ihm gehen, es könnte in der Tat alles mögliche an Störungen sein, was die Dame hat, Narzissmus, Bipolar, etc pp, jedoch ist das auch eigentlich ziemlich egal, oder? Sie könnte auch völlig gesund sein und du nimmst sie nur verzerrt wahr, alles möglich. Auf jeden Fall scheppert es ordentlich zwischen euch, also wenn dir das gefällt, nur zu

Borderliner lieben das Drama - ist das so? 
Haben Boderliner möglicherweise sogar ein Aufmerksamkeitsdefizit?

Kann mir jemand etwas dazu sagen?

Du liegst nicht falsch mit deiner Annahme! 
Also ich konnte vorher ganz gut ohne Lucy leben, jetzt kann ich es irgendwie nicht mehr.... Arghhh 

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8. Februar um 16:06

Ja, sorry das sollte natürlich nicht so rüber kommen, als würden die Borderliner nicht leiden, natürlich tun sie das, es ist nunmal eine sehr schwere Krankheit. Und dazu gehört leider, dass sie sich das Drama halt antun, sie können gewissermassen nicht anders. So ist es besser ausgedrückt, denke ich. Sie tun sich oftmals auch noch weitere Sachen an, Selbstverletzung, Drogenmissbrauch und riskantes Verhalten gehören auch zum Krankheitsbild. Es ist wie ein Zwang, sich irgendwie zu spüren, da sie, wie du ja auch selber beschreibst, teilweise unter unerträglichen inneren Spannungszuständen leiden, welche sie um jeden Preis ausagieren müssen.
Auch eher typisch wäre die widersprüchlichkeit ala Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Sie wollen liebe, machen aber die Leute fertig, die sie lieben. Es ist halt alles verworren und verdreht bei ihnen und somit extrem anstrengend. Das haut selbst den stärksten Mann auf Dauer um. Auch viele Therapeuten. Mit ADHS hat das natürlich nichts zu tun, ausser das beides Krankheiten sind.

Hast du denn eine gesicherte Diagnose, TE? Oftmals haben Leute, die sich zu Borderlinern hingezogen fühlen eine sogenannte Komplementärstörung, das heisst sie sind das dazu passende Gegenstück an psychischen Auffälligkeiten.

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10. Februar um 10:09

Guten Morgen,
 ich hatte leider viel zu tun, deswegen schaffe ich es auch erst heute mich wieder zu melden. Du sprichst exakt die Thematik an, auf die ich hinaus will - AufmerksamkeitsSUCHT.Bei Lucy ist mir leider aufgefallen, dass sie hinter meinem Rücken viele Lügen über mich verbreitet und/oder vorgefallene Situationen künstlich aufbauschte. Jetzt war sie natürlich das "Opfer" und stand im Mittelpunkt. 
Ich hingegen war der A... und sah mich ständig gezwungen, die Sachverhalte permanent richtigzustellen. Es ist ja bekannt, dass Borderliner sehr manipulativ sind, aber mir war es eindeutig zu anstrengend, das Chaos zu beseitigen, welches Lucy hinterließ.
Zugegeben, wir haben beide manipuliert - Lucy durch Lügen und Intrigen und ich durch Offenheit und Ehrlichkeit. Beides kam übrigens nicht gut an und belastete unser (gemeinsames) Umfeld sehr. 
Aufgrund ihrer Darstellungen, rieten ihr sogar Personen eine Strafanzeige gegen mich zu stellen, was sie aber strikt ablehnte - ein Schelm, der Böses dabei denkt ....

In diesem Sinne 

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

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10. Februar um 10:37
In Antwort auf jara

Ja, sorry das sollte natürlich nicht so rüber kommen, als würden die Borderliner nicht leiden, natürlich tun sie das, es ist nunmal eine sehr schwere Krankheit. Und dazu gehört leider, dass sie sich das Drama halt antun, sie können gewissermassen nicht anders. So ist es besser ausgedrückt, denke ich. Sie tun sich oftmals auch noch weitere Sachen an, Selbstverletzung, Drogenmissbrauch und riskantes Verhalten gehören auch zum Krankheitsbild. Es ist wie ein Zwang, sich irgendwie zu spüren, da sie, wie du ja auch selber beschreibst, teilweise unter unerträglichen inneren Spannungszuständen leiden, welche sie um jeden Preis ausagieren müssen.
Auch eher typisch wäre die widersprüchlichkeit ala Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Sie wollen liebe, machen aber die Leute fertig, die sie lieben. Es ist halt alles verworren und verdreht bei ihnen und somit extrem anstrengend. Das haut selbst den stärksten Mann auf Dauer um. Auch viele Therapeuten. Mit ADHS hat das natürlich nichts zu tun, ausser das beides Krankheiten sind.

Hast du denn eine gesicherte Diagnose, TE? Oftmals haben Leute, die sich zu Borderlinern hingezogen fühlen eine sogenannte Komplementärstörung, das heisst sie sind das dazu passende Gegenstück an psychischen Auffälligkeiten.

Guten Morgen jara,

ja, es gibt eine gesicherte Diagnose. Vor 25 Jahren wurde durch das Jugendgericht ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches von einer Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie geschrieben wurde. Bei dieser Ärztin war ich zu dieser Zeit schon länger in Behandlung.

Liebe Grüße vom Wackelzahn

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10. Februar um 16:59
In Antwort auf jara

Ja, sorry das sollte natürlich nicht so rüber kommen, als würden die Borderliner nicht leiden, natürlich tun sie das, es ist nunmal eine sehr schwere Krankheit. Und dazu gehört leider, dass sie sich das Drama halt antun, sie können gewissermassen nicht anders. So ist es besser ausgedrückt, denke ich. Sie tun sich oftmals auch noch weitere Sachen an, Selbstverletzung, Drogenmissbrauch und riskantes Verhalten gehören auch zum Krankheitsbild. Es ist wie ein Zwang, sich irgendwie zu spüren, da sie, wie du ja auch selber beschreibst, teilweise unter unerträglichen inneren Spannungszuständen leiden, welche sie um jeden Preis ausagieren müssen.
Auch eher typisch wäre die widersprüchlichkeit ala Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Sie wollen liebe, machen aber die Leute fertig, die sie lieben. Es ist halt alles verworren und verdreht bei ihnen und somit extrem anstrengend. Das haut selbst den stärksten Mann auf Dauer um. Auch viele Therapeuten. Mit ADHS hat das natürlich nichts zu tun, ausser das beides Krankheiten sind.

Hast du denn eine gesicherte Diagnose, TE? Oftmals haben Leute, die sich zu Borderlinern hingezogen fühlen eine sogenannte Komplementärstörung, das heisst sie sind das dazu passende Gegenstück an psychischen Auffälligkeiten.

Hallo jara,

habe ich mich möglicherweise verlesen und falsch geantwortet?

"Hast du denn eine gesicherte Diagnose, TE? Oftmals haben Leute, die sich zu Borderlinern hingezogen fühlen eine sogenannte Komplementärstörung, das heisst sie sind das dazu passende Gegenstück an psychischen Auffälligkeiten."

Auf wen bezog sich deine Frage nach der Diagnose; auf mich oder auf Lucy?

Das erwähnte Gutachten bezog sich natürlich auf mich; bei Lucy gibt es nur die Annahme MEINES Psychologen !

Ich hatte zwar noch auf eine Aussprache mit dem Chef des Nebenjobs gehofft (er ist mit Lucy verwandt), dann hätte ich ihn direkt gefragt, ob etwas bekannt ist. Allerdings war ihm das Chaos, was wir beide veursacht haben, wohl zu perfekt, so dass er froh ist wenn alles vorbei ist. Keine Aussprache; keine gesicherte Info.

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14. Februar um 8:38

Danke für den guten Beitrag.

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14. Februar um 8:46
In Antwort auf wackelzahn

Guten Morgen,
 ich hatte leider viel zu tun, deswegen schaffe ich es auch erst heute mich wieder zu melden. Du sprichst exakt die Thematik an, auf die ich hinaus will - AufmerksamkeitsSUCHT.Bei Lucy ist mir leider aufgefallen, dass sie hinter meinem Rücken viele Lügen über mich verbreitet und/oder vorgefallene Situationen künstlich aufbauschte. Jetzt war sie natürlich das "Opfer" und stand im Mittelpunkt. 
Ich hingegen war der A... und sah mich ständig gezwungen, die Sachverhalte permanent richtigzustellen. Es ist ja bekannt, dass Borderliner sehr manipulativ sind, aber mir war es eindeutig zu anstrengend, das Chaos zu beseitigen, welches Lucy hinterließ.
Zugegeben, wir haben beide manipuliert - Lucy durch Lügen und Intrigen und ich durch Offenheit und Ehrlichkeit. Beides kam übrigens nicht gut an und belastete unser (gemeinsames) Umfeld sehr. 
Aufgrund ihrer Darstellungen, rieten ihr sogar Personen eine Strafanzeige gegen mich zu stellen, was sie aber strikt ablehnte - ein Schelm, der Böses dabei denkt ....

In diesem Sinne 

Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

Vorsicht.

Wahrnehmung ist - gerade, ganz besonders und unbedingt für uns Grenzgänger - ein verdammt subjektives Ding.

Dass was für Dich so nach "Offenheit und Ehrlichkeit" aussieht, muss es nicht aus einer anderen Perspektive auch sein. Man wird schnell zum "unschuldigen Opfer" in der eigenen Wahrnehmung, dazu muss man noch nicht mal Borderliner sein, die Rolle ist zu verführerisch, die fängt auch die Gesunden ein. Uns aber noch mehr und bedeutend leichter. Auch Du erzählst Deinem Umfeld Deine Version der Geschichte - wie jeder Mensch. Und wie bei jedem Menschen ist auch Deine Version nicht die ganze "Wahrheit" (sofern es so etwas wie Wahrheit überhaupt gibt, ich halte "Wahrheit" genauso wie "Objektivität" für ein rein theoretisches Konstrukt, aber das ist ein anderes Thema) - Was unterm Strich bleibt: Auch Deine Geschichte hat 2 Seiten (MINDESTENS), Du erzählst (und vermutlich kennst) aber nur eine davon - das solltest Du NIE vergessen und nie außer Acht lassen, sonst zieht es Dich zu leicht von Deinem Weg.

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15. Februar um 18:05
In Antwort auf avarrassterne1

Vorsicht.

Wahrnehmung ist - gerade, ganz besonders und unbedingt für uns Grenzgänger - ein verdammt subjektives Ding.

Dass was für Dich so nach "Offenheit und Ehrlichkeit" aussieht, muss es nicht aus einer anderen Perspektive auch sein. Man wird schnell zum "unschuldigen Opfer" in der eigenen Wahrnehmung, dazu muss man noch nicht mal Borderliner sein, die Rolle ist zu verführerisch, die fängt auch die Gesunden ein. Uns aber noch mehr und bedeutend leichter. Auch Du erzählst Deinem Umfeld Deine Version der Geschichte - wie jeder Mensch. Und wie bei jedem Menschen ist auch Deine Version nicht die ganze "Wahrheit" (sofern es so etwas wie Wahrheit überhaupt gibt, ich halte "Wahrheit" genauso wie "Objektivität" für ein rein theoretisches Konstrukt, aber das ist ein anderes Thema) - Was unterm Strich bleibt: Auch Deine Geschichte hat 2 Seiten (MINDESTENS), Du erzählst (und vermutlich kennst) aber nur eine davon - das solltest Du NIE vergessen und nie außer Acht lassen, sonst zieht es Dich zu leicht von Deinem Weg.

Hallo avarrassterne1,

Du sprichst gezielt auf das "Schwarz-Weiß-Denken" bei Borderlinern an?

Ja, dieser Mangel an Objektivität hat mir vor 25 Jahren schon Ärger bereitet.
Allerdings habe ich im Laufe der Zeit auch dafür "Techniken" dafür/dagegen entwickelt.
Ich hinterfrage grundsätzlich meine Ansichten - Liege ich möglicherweise falsch? Gibt es noch ANDERE Möglichkeiten? Ich beginne Fakten zu sammeln und mache mir ein einfaches Prinzip der Mathematik zu nutze: Was ist gegeben und was wird gesucht?
Dann rede ich sehr viel mit Freunden über mein Erlebtes. Ich lasse Meinungen zu und gleiche sie mit meinen Fakten ab. Das hilft ungemein.
Und wenn ich etwas erlebt habe und darüber berichte, dann lasse ich nichts aus und beschönige auch nichts. Aus diesem Grund ist wohl auch mein Eingangstread so lang ausgefallen. Sorry nochmal dafür.

LG Wackelzahn

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15. Februar um 18:32

Hallo liebe Community und liebe Mitleser,

ich möchte mich auf diesem Wege recht herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die hilfreich (!) und sachlich zu dieser Diskussion beigetragen haben. Ohne euch wäre ich meiner "Lösung" wohl nie näher gekommen. Ein ganz besonderer Dank geht an die Userin "jara", denn ohne ihren Kommentar, wäre ich wohl weiterhin einer falschen Fährte nachgejagd.

Der Psychologe lag mit seiner Einschätzung, dass bei Lucy möglicherweise eine Borderline-Störung vorliegen könnte,leider falsch. Ich muss trotzdem nochmal betonen, dass er sich nicht festlegen wollte und KEINE Diagnose gestellt hat.
Trotzdem bin ich ihm für seine Einschätzung dankbar, denn sie hat einen Denkprozess bei mir ausgelöst. Das war ein Anfang.
Du Userin "jara" lenkte mich dann mit ihrem Kommentar zur "Komlementärstörung" in die richtige Richtung. Ich las sehr viel und recherchierte weiter. Plötzlich ging mir ein Licht auf.
Alles was ich laß passte nun 1 zu 1 auf das was ich erlebte - jedes Wort und jede Handlung ihrerseits.
Lucy ist keine Borderlinerin, sondern eine Narzisstin.

Nun ist mir auch bewusst, warum sie keinerlei Empathie zu zeigen vermag oder völlig isoliert lebt.

Na darauf muss man erstmal kommen ...

Als unbewusster Borderliner war ich für sie natürlich ein leichtes Opfer.
Ich habe nach dieser Erkenntnis am Dienstag meine Konsequenzen gezogen. Zwar schrieb ich seit 2 Monaten an einem Brief für Lucy, aber diesen werde ich nun nicht mehr beenden. Ich habe mich mit einer freundschaftlich-formulierten SMS von Lucy verabschiedet und ihr einen guten Weg gewünscht.
Ich werde ihr NIE helfen können also versuche ich es auch gar nicht erst.

Mir geht es nach dieser Erkenntnis sehr gut und ich habe für nächste Woche bereits einen Termin beim Psychologen gemacht. Ich werde die Thematik mit ihm besprechen und mich um einen ambulanten Therapieplatz bemühen.
Ich bin in meinem Leben vorher noch nie auf einen Narzissten gestossen; ich brauche diesbezüglich auch keinen Nachschlag.

Vielen lieben Dank nochmal an euch alle und Danke avarrassterne1 und jara

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15. Februar um 18:37
In Antwort auf wackelzahn

Hallo liebe Community und liebe Mitleser,

ich möchte mich auf diesem Wege recht herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die hilfreich (!) und sachlich zu dieser Diskussion beigetragen haben. Ohne euch wäre ich meiner "Lösung" wohl nie näher gekommen. Ein ganz besonderer Dank geht an die Userin "jara", denn ohne ihren Kommentar, wäre ich wohl weiterhin einer falschen Fährte nachgejagd.

Der Psychologe lag mit seiner Einschätzung, dass bei Lucy möglicherweise eine Borderline-Störung vorliegen könnte,leider falsch. Ich muss trotzdem nochmal betonen, dass er sich nicht festlegen wollte und KEINE Diagnose gestellt hat.
Trotzdem bin ich ihm für seine Einschätzung dankbar, denn sie hat einen Denkprozess bei mir ausgelöst. Das war ein Anfang.
Du Userin "jara" lenkte mich dann mit ihrem Kommentar zur "Komlementärstörung" in die richtige Richtung. Ich las sehr viel und recherchierte weiter. Plötzlich ging mir ein Licht auf.
Alles was ich laß passte nun 1 zu 1 auf das was ich erlebte - jedes Wort und jede Handlung ihrerseits.
Lucy ist keine Borderlinerin, sondern eine Narzisstin.

Nun ist mir auch bewusst, warum sie keinerlei Empathie zu zeigen vermag oder völlig isoliert lebt.

Na darauf muss man erstmal kommen ...

Als unbewusster Borderliner war ich für sie natürlich ein leichtes Opfer.
Ich habe nach dieser Erkenntnis am Dienstag meine Konsequenzen gezogen. Zwar schrieb ich seit 2 Monaten an einem Brief für Lucy, aber diesen werde ich nun nicht mehr beenden. Ich habe mich mit einer freundschaftlich-formulierten SMS von Lucy verabschiedet und ihr einen guten Weg gewünscht.
Ich werde ihr NIE helfen können also versuche ich es auch gar nicht erst.

Mir geht es nach dieser Erkenntnis sehr gut und ich habe für nächste Woche bereits einen Termin beim Psychologen gemacht. Ich werde die Thematik mit ihm besprechen und mich um einen ambulanten Therapieplatz bemühen.
Ich bin in meinem Leben vorher noch nie auf einen Narzissten gestossen; ich brauche diesbezüglich auch keinen Nachschlag.

Vielen lieben Dank nochmal an euch alle und Danke avarrassterne1 und jara

Meine Grammatik ist ja heute furchtbar ... sorry und bitte überlesen.
Eine Korrekturfunktion wäre eine tolle Sache

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15. Februar um 18:40
In Antwort auf wackelzahn

Hallo Community,

ich benötige eure Hilfe und wende mich speziell an Personen, die Erfahrung mit Borderline-Persönlichkeiten haben.

Einige von euch kennen möglicherweise bereits meine "Geschichte", da ich schon einige Male in diesem Forum darüber schrieb.
Jetzt gab es jedoch eine ziemlich krasse Wendung in dieser Angelegenheit, die mich nicht nur zwingt, mein eigenes Leben komplett neu zu bewerten, sondern auch diese "Geschichte" in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Eines vorweg: Ich bin mir seit Jahrzehnten darüber bewusst, dass bei mir eine Persönlichkeitsstörung vorliegt, die besonders in meiner Jugendzeit zum Ausbruch kam. Darunter hatte nicht nur meine Familie sehr zu leiden, sondern auch mein gesamtes Umfeld. Der Wendepunkt kam, als mir damals ein Richter einen väterlichen Rat mit auf den Weg gab. Er sagte damals zu mir, dass ich lernen sollte zu reden, da man mir meine Wut nicht ansehen würde. Diesen Ratschlag nahm ich mir zu Herzen.
Ich hatte mich bis Dezember 2018 nie mit dieser Persönlichkeitsstörung auseinander gesetzt, sondern erkannte lediglich, dass ich mit meinen Emotionen nicht umgehen konnte - positive wie negative.
Ich begann (unterbewusst) Techniken und Methoden zu entwickeln, die mich die letzten
25 Jahre weitgehend davon abhielten, Frustration, Stress und Gefühle in mich
hineinzufressen. Denn solche aufgestauten Emotionen verursachten bei einem "Ausbruch" in der Vergangenheit einen totalen Kontrollverlust meinerseits.
Durch meine Techniken lebte ich bis zum letzten Jahr sehr angepasst und niemand hätte
bei mir jemals eine Störung vermutet.
 
Einige von euch werden es schon vermuten - Ja, ich bin ein Borderliner und mir dieser Tatsache erst seit Dezember 2018 durch ein Gespräch mit einem Psychologen wirklich bewusst. Ich muss allerdings sagen, dass mein Hilfeersuchen NICHT meine Person, sondern das Gegenstück (ich nenne sie hier LUCY) in dieser Angelegenheit betrifft.
Denn was das Gespräch mit dem Psychologen zu Tage brachte, war eindeutig mehr als ich erwartet habe.

An dieser Stelle möchte ich nochmals auf die "Geschichte" im letzten Jahr eingehen -
ich hoffe mich kurz fassen zu können und die Situation auf den Punkt zu bringen.

Ich lernte im letzten Jahr eine neue Arbeitskollegin kennen. Wir waren uns symphatisch und ich mochte ihre lebenslustige Art sehr. Sie zog mich in ihren Bann und ich wollte sie gerne näher kennenlernen. Emotionen spielten zu diesem Zeitpunkt bei mir noch keine Rolle, zumal sie auch um einiges jünger war als ich.
Ich hatte die Hoffnung, eine wundervolle Freundschaft mit ihr eingehen zu können.

Dann kam es leider aufgrund eines "verunglückten" Scherzes zu einem Streit zwischen uns. Obwohl sie versuchte, dass Missverständnis bei der nächsten Gelegenheit aufzuklären, blockte ich Trottel ihre Entschuldigung ab. Dann wurde sie sauer und wir ignorierten uns für
2 Wochen.
Ich erkannte in dieser Zeit meine Dummheit, nahm Kontakt zu ihr auf und entschuldigte
mich bei ihr - wir begruben das Kriegsbeil.
In den darauf folgenden Tagen intensivierte sich unser Kontakt und wir schrieben beinahe Tag und Nacht. Es gab auch sexuelle Avancen ihrerseits, die ich interessiert, jedoch misstrauisch zur Kenntnis nahm.
Das Misstrauen liegt einfach in meiner Natur, denn Sex konnte ich bisher nur mit Frauen haben, die ich schon länger kannte und denen ich vertraue.
Was mich jedoch sehr irritierte, waren ihre ständigen Versuche, mir meine Gefühle ihr gegenüber zu entlocken. Sie meinte stets, dass sie den Eindruck habe, dass ich ihr noch etwas sagen wolle. Als ich dann im Gegenzug fragte, warum sie mich das ständig fragt, meinte sie nur, dass sie es mir leichter machen wolle darüber zu reden.
Durch den intensiven Kontakt und der Tatsache, dass sie mir gar nicht mehr aus dem Kopf ging, musste ich mir selber irgendwann eingestehen, dass ich mich in sie verknallt hatte.
Ich gestand ihr meine Gefühle.
Allerdings war ihre Reaktion eine etwas andere, wie ich erwartet hätte, denn sie rastete völlig aus. Sie machte mir Vorwürfe und verstand nicht, wie ich mich in sie verlieben konnte.
Ich war wie vor den Kopf gestossen und hatte den Eindruck, nach einer durchzechten Nacht  in einem Käfig voller hungriger Tiger wachgeworden zu sein.
Von nun an begannen die Probleme und sie zeigte mir gegenüber ein merkwürdiges Verhalten.
Sie war wie ein "Überraschungsei", denn ich wusste nie, welches Verhalten mich am nächsten Tag erwarten würde.
So machte sie mir mal unmissverständlich klar, dass sie keinen Kontakt wünsche - ich akzeptierte das. Dann war es aber für mich unverständlich, dass sie mitunter schon am nächsten Tag, mittels Vorwänden, den Kontakt zu mir suchte.
Was mir aber sehr schwer zusetzte, waren die Tage, an denen sie mich eiskalt ignorierte - darunter litt ich massiv.
Ich tat natürlich das, was ich die letzten Jahre getan habe; ich redete bzw. schrieb. Ich hatte die Hoffnung, wenn ich ihr sage, dass mich ihr Verhalten verletzt, dass sie dann damit aufhören würde. Aber weit gefehlt, ich bekam eine pampige Antwort und sie intensivierte ihre
Handlungen sogar noch.
Ich befand mich auf einem Leidensweg, der mich wirklich an meine Grenzen brachte.
Und anstatt ihr mal meine Meinung zu sagen, verfiel ich wieder in alte Verhaltensmuster - ich schluckte ihre verbalen Attacken, Demütigungen und Kränkgungen. Das war ein Fehler wie sich später herausstellen sollte ...
Ich war zutiefst verletzt und ihr ewiges Hin und Her - kein Kontakt, dann doch wieder Kontaktaufnahme - wühlte mich massiv auf.
Ich sah mich ausser Stande die Reissleine zu ziehen und befand mich in einem absoluten Gefühlschaos.
Dann war wieder einer dieser Tage, an dem sie mir (mal wieder) schrieb, dass sie keinen Kontakt wolle. Hätte es mich eigentlich wundern müssen, dass sie mich 2 Tage später wieder anrief und mich um einen Gefallen bat? Eigentlich nicht.
Ich erfüllte ihr ihren Wunsch; sie begegnete mir nett und freundlich. Das änderte sich allerdings schlagartig, als (für sie) unerwartet meine beste Freundin an dem Tag auftauchte. Plötzlich war sie nicht mehr nett und freundlich, sondern spuckte Gift und Galle - sie sabotierte sogar mutwillig meine Arbeit. Ich begriff ihr Verhalten nicht.
Erst einige Wochen später, als ich mit dem Kind meiner besten Freundin auf Arbeit auftauchte und sie ihn unverhofft anzickte, kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass sie
möglicherweise eifersüchtig auf meine beste Freundin war.
Ich verstand jedoch nicht, dass sie Eifersucht zeigt, wenn sie mich wie den letzten Dreck behandelt !? Aber ich erkannte zumindest, dass sie ihre Emotionen nicht unter Kontrolle hat.
Da ich ohnehin in einem Gefühlschaos steckte, war ich allerdings unfähig ihre Verhaltensweisen zu interpretieren.
Nach einer zufälligen Beobachtung meinerseits, lief die Angelegenheit dann völlig aus dem Ruder.
Sie begann Lügen über mich zu verbreiten, bauschte Situationen künstlich auf und bedrohte mich sogar (alles hinter meinem Rücken). Sie rechnete allerdings nicht damit, dass mir die ganzen Sachverhalte lückenlos zugetragen wurden.
Nun hatte ich neben verletzten Gefühlen auch ne Menge Wut und Frust im Bauch. Ich steckte fest. Ich kündigte diesen (Neben-)job.
In meiner Verzweiflung wandte ich mich damals an dieses Forum um irgendwie meine Wut niederzuschreiben. Ich wurde jedoch böse angefeindet und merkte, dass es eine schlechte Idee war, auf diese Art meinen Frust loszuwerden.
Kurz bevor ich den Tread löschen wollte, fiel mir jedoch ein Kommentar auf, der mich stutzig machte.
Eine Frau (wenn du dich wiedererkennst, vielen lieben Dank für deinen wirklich sachlichen und hilfreichen Denkanstoss) meinte, dass meine Wut die "falsche" Person (Lucy) treffen würde. Die Frau (ich habe leider den Namen vergessen), vermutete bei Lucy eine Borderline-Störung und sie könne wahrscheinlich nichts für ihr Verhalten.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ich diese Information noch nicht verwerten, doch behielt sie im Hinterkopf.

Mein Gefühlschaos und der Frust, schlugen immer mehr auf mein Gemüt, ich verlor 12 Kilo Körpergewicht und es schlichen sich erste Suizidgedanken bei mir ein.
Ich versuchte dagegen anzukämpfen, doch der innere Druck war einfach zu groß. Als ich dann in meinem (Haupt-)job nach einem Missverständnis einen Kollegen angriff, war für mich das Ende der Fahnenstange erreicht.
Ich reichte umgehend 14 Tage Urlaub ein und suchte noch am gleichen Abend einen psychologischen Krisendienst in meiner Stadt auf. Die Gespräche begannen; Sitzung um Sitzung, doch irgendwie half das alles nichts. Die Selbsttötungsgedanken blieben, wie auch die Wut.
Der Psychologe fragte, was denn helfen könnte - mir war klar, nur eine Aussprache mit Lucy.
Er bot sich als neutrale Person in einem Gespräch an, jedoch war ich mir sicher, dass Lucy das Gespräch ablehnen würde.
Wie der Zufall will, erwischte ich Lucy, wie sie gerade mit einer Freundin (auch meine ehemalige Arbeitskollegin) an meinem Wohnblock nach meinem Namen suchte.
Ich stellte sie zur Rede und ein Gespräch begann. Im weiteren Verlauf wurde gefragt, was ich wolle; ich bat um eine Aussprache. Lucy verweigerte ein 4-Augen-Gespräch und wollte auch auf keinen Fall, dass meine beste Freundin als neutrale Person fungiert.

(Randbemerkung: Mir fällt im Übrigen auf, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch mit mir vermied). Da ich ihr NIE bösartig entgegentrat, sondern immer voller Hoffnung auf eine Veränderung in ihrem Verhalten war, erscheint mir diese Vermeidung im Nachhinein merkwürdig.)

Dass sie weder mit mir alleine noch im Beisein meiner besten Freundin reden wollte, musste ich akzeptieren, jedoch schlug ich auch ihre Freundin (die neben ihr stand) als "Beisitzerin" aus. Plötzlich fiel mir das Angebot des Psychologen wieder ein.
Ich sagte ihr, dass ich mittlerweile in psychologischer Behandlung wäre - und nun machte sie einen folgenschweren Fehler; sie lachte mich aus !
In diesem Moment platzte mir der Kragen und der ganze Frust der vergangenen Monate entlud sich. Ich schrie sie an; ich brüllte die ganze Straße zusammen. Es war mir egal - ich ließ alles heraus. Ich zählte jeden Punk auf; ihre Demütigungen, Erniedrigungen, Kränkungen, die Lügen, die Bedrohung gegen meine Person und die Verletzungen, die sie mir zufügte.
Das alles suchte sich nun seinen Weg und kam endlich bei der richtigen Person an. Nach etlichen Minuten hatte ich mich dann weitgehend wieder beruhigt und wir setzten das Gespräch in normaler Lautstärke fort.
Den Psychologen lehnte sie dann mit den Worten ab: "Ich werde mich NIEMALS mit einem Psychologen unterhalten!"
Wir beließen es bei ihrer anwesenden Freundin.
Was dann folgte, schockte mich persönlich sehr, denn sie log, dass sich die Balken bogen.
Ich sagte etwas; sie log; ich korrigierte sie; sie stritt ab - und so ging das die ganze Zeit. Sie verdrehte Tatsachen, leugnete und erfand sogar Gespräche (mit meiner besten Freundin) die es nie gegeben hat. Ich war absolut sprachlos. Wir brachen das Gespräch nach 1,5 Stunden
ergebnislos ab. Ihre Freundin bot sich dann nachträglich noch als "Vermittlerin" an, falls noch Fragen auftauchen sollten.
Dieses Angebot nahm ich tatsächlich einige Tage später an, da mir im Nachhinein noch massive Lügen auffielen, die ich so unmöglich im Raum stehen lassen konnte. Ich konnte meine Behauptungen sogar mit ausgedruckten Chatverläufen beweisen, jedoch verzichtete die Freundin darauf, denn sie glaubte mir überraschender Weise auch so. Denn auch ihr sind etliche Widersprüche bei den Aussagen und erlebten Verhaltensweisen ihrer Freundin aufgefallen.
Nach der "Aussprache" (vor meinem Wohnblock) hatte ich am nächsten Tag meinen festgesetzten Termin beim Psychologen. Er sagte, dass es gut war, dass ich endlich
alles raus lassen konnte - ich bestätigte ihn.  Doch jetzt sollte der Super-Gau folgen ...

In den letzten 5 Minuten der Gesprächsstunde bat ich den Psychologen um eine persönliche Einschätzung zu Lucy. Er sagte mir, dass er sich nicht festlegen möchte, da er Lucy ja nie "live" erlebt hat und auch sonst eher keine Diagnosen stellt, aber er würde bei Lucy eine BORDERLINE-Störung vermuten !
Ich fing an zu lachen und meinte lapidar: "Na passt ja, habe ich ja auch ..."
Der Psychologe dachte, dass ich etwas falsch verstanden hätte und wollte sich bei mir entschuldigen: "Nein, nein, ich wollte Sie nicht ..."
Ich unterbrach ihn: "Doch, doch, das ist ja schon vor 25 Jahren bei mir diagnostiziert worden."
Ich möchte noch einmal betonen, dass das Wort "Borderline" in den ganzen Sitzungen bis zu diesem Moment kein einziges Mal gefallen ist.
Und es ist kein Scherz, dass mir wirklich erst in diesem Moment eingefallen ist, dass ich vor 25 Jahren (!!!) den Begriff "Borderline" in einem Gerichtsgutachten, das über mich verfasst wurde, überflogen habe. Unglaublich!
Ich habe mich im letzten Sommer sogar noch mit einer Mutter unterhalten, deren Tochter sich angefangen hat zu ritzen. Ich sagte ihr, dass eine mögliche Borderline-Störung bei ihrer Tochter vorliegen könnte. Als sie mich fragte, wie sich ein Mensch so etwas nur antun kann, habe ich ihr von dem inneren Druck erzählt, den ein Borderliner verspürt und dass dieser sich so "Erleichterung" verschafft.
Und so bescheuert es klingen mag; ich habe NIEMALS einen Bezug zu mir selbst gesehen,
obwohl meine Unterarme von Narben gezeichnet sind. Wie blind kann man eigentlich sein?
Hätte mich die Mutter gefragt, woher ich das alles weiß, hätte ich ihr wahrscheinlich erzählt, dass ich das mal irgendwo gelesen habe ...!
Auweia ... Ich komme mir so extrem dumm vor !

Und jetzt gibt es zwei Menschen (die Frau aus diesem Forum und der Psychologe) die glauben, dass ausgerechnet meine Herzensdame von der gleichen Störung betroffen ist ?! Das muss ich erst einmal verdauen.
Kann es wirklich sein, dass die beiden recht haben?
Seit dieser "Offenbahrung", habe ich praktisch jede Minute mit Lucy noch einmal rekapituliert und stelle fest, dass verdammt viel für diese These spricht.
Ich habe in den vergangenen Tagen sogar noch einen "Perspektiv-Wechsel" vorgenommen und bin der Meinung, dass Lucy sogar mehr für mich empfinden könnte, als mir bewusst war. Aber kann ein Verhalten so gegensätzlich sein? Kann eine Person eine andere wie den
letzten Dreck behandeln obwohl sie eigentlich genau das Gegenteil empfindet?
Selbst ich würde Jemanden, der mir diese Frage stellt, mit "Nein" antworten, denn wenn dich eine Person wie Dreck behandelt, dann ist das eine eindeutige Aussage.
Jedoch unter dem Gesichtspunkt einer (möglichen) Borderline-Störung, würde ich meine Meinung wahrscheinlich überdenken.
Ich erwähnte oben, dass Lucy generell jedes 4-Augen-Gespräch vermied (es waren sonst immer andere Personen zugegen).
Aber ein 4-Augen-Gespräch gab es doch und das war prägend für mich.
An diesem Tag riss mir Lucy im wahrsten Sinne des Wortes 3 Stunden lang (per Whatsapp) den A... auf.
Sie war stinksauer wegen einer Sache, welche sich im Nachhinein als von ihr künstlich aufgebauscht herausstellte.
Ich hatte (später) den Eindruck, dass sie eher wieder einen Grund suchte um Kontakt zu mir aufzunehmen, denn ich hatte mich 8 Tage nicht mehr bei ihr gemeldet (weil sie es wünschte!).
Nachdem sie mir also in Schriftform gehörig das Fell über die Ohren gezogen hatte, suchte ich das klärende Gespräch. Nach der Arbeit fing ich sie ab und bot ihr freundlich an, dass sie mich alles fragen könne, was sie wissen möchte.
Sie hingegen meinte nur kleinlaut: "Ich weiß nicht, was ich dich fragen soll ..."
Ich war verwundert, denn das war nicht die Lucy, die mir eben noch die Hölle heiß gemacht hat. Das zeigte mir, dass Lucy über Whatsapp eine riesige Klappe hat, aber sobald ich (alleine) vor ihr stehe ist sie ganz lieb.
Ergibt nun auch das Ignorieren plötzlich einen Sinn? Denn wenn man es näher betrachtet, erfüllt das Ignorieren sogar zwei Funktionen.
Zum Einen bestraft man sein Gegenüber durch Missachtung und zum Anderen guckt man der anderen Person NICHT in die Augen.
Ich habe ihre Ignoranz natürlich immer als Bestrafung verstanden, aber wieso eigentlich, ich hatte ihr ja schließlich nie etwas böses getan?!
Konnte oder wollte sie mir nur nicht in die Augen sehen?
Und wenn sie mit mir nichts zu tun haben möchte, wieso suchte sie immer den Kontakt?

Diese neue Sichtweise macht mich wirklich sprachlos.

Kennt von euch jemand ein solches Borderline-Verhalten oder hat ähnliche Erfahrungen machen müssen.

Ich muss mich selbst erst einmal neu "definieren"; möchte mich aber grundsätzlich auch besser schützen können.
Der Psychologe meinte, dass es zwischen zwei Borderlinern durchaus funktionen kann, vorausgesetzt, beide denken "schwarz".
Wenn einer aber "weiß" denkt und der andere "schwarz" ist das eine ziemlich explosive Mischung - wie recht er hat ...

Vielen lieben Dank für sachliche und neutrale Meinungen


 

Sorry aber wieder ein Beitrag den kein Mensch lesen kann. Bei mir kommt das übergriffig rüber denn Leute die dir helfen wollen müssen sich das antun weil du dir keine Mühe gibst dichtzumachen beschränken, zusammen zu fassen, zu gewichten.

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15. Februar um 18:41
In Antwort auf herbstblume6

Sorry aber wieder ein Beitrag den kein Mensch lesen kann. Bei mir kommt das übergriffig rüber denn Leute die dir helfen wollen müssen sich das antun weil du dir keine Mühe gibst dichtzumachen beschränken, zusammen zu fassen, zu gewichten.

Das nehme ich zur Kenntnis. Vielen Dank

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16. Februar um 11:20
In Antwort auf wackelzahn

Hallo liebe Community und liebe Mitleser,

ich möchte mich auf diesem Wege recht herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die hilfreich (!) und sachlich zu dieser Diskussion beigetragen haben. Ohne euch wäre ich meiner "Lösung" wohl nie näher gekommen. Ein ganz besonderer Dank geht an die Userin "jara", denn ohne ihren Kommentar, wäre ich wohl weiterhin einer falschen Fährte nachgejagd.

Der Psychologe lag mit seiner Einschätzung, dass bei Lucy möglicherweise eine Borderline-Störung vorliegen könnte,leider falsch. Ich muss trotzdem nochmal betonen, dass er sich nicht festlegen wollte und KEINE Diagnose gestellt hat.
Trotzdem bin ich ihm für seine Einschätzung dankbar, denn sie hat einen Denkprozess bei mir ausgelöst. Das war ein Anfang.
Du Userin "jara" lenkte mich dann mit ihrem Kommentar zur "Komlementärstörung" in die richtige Richtung. Ich las sehr viel und recherchierte weiter. Plötzlich ging mir ein Licht auf.
Alles was ich laß passte nun 1 zu 1 auf das was ich erlebte - jedes Wort und jede Handlung ihrerseits.
Lucy ist keine Borderlinerin, sondern eine Narzisstin.

Nun ist mir auch bewusst, warum sie keinerlei Empathie zu zeigen vermag oder völlig isoliert lebt.

Na darauf muss man erstmal kommen ...

Als unbewusster Borderliner war ich für sie natürlich ein leichtes Opfer.
Ich habe nach dieser Erkenntnis am Dienstag meine Konsequenzen gezogen. Zwar schrieb ich seit 2 Monaten an einem Brief für Lucy, aber diesen werde ich nun nicht mehr beenden. Ich habe mich mit einer freundschaftlich-formulierten SMS von Lucy verabschiedet und ihr einen guten Weg gewünscht.
Ich werde ihr NIE helfen können also versuche ich es auch gar nicht erst.

Mir geht es nach dieser Erkenntnis sehr gut und ich habe für nächste Woche bereits einen Termin beim Psychologen gemacht. Ich werde die Thematik mit ihm besprechen und mich um einen ambulanten Therapieplatz bemühen.
Ich bin in meinem Leben vorher noch nie auf einen Narzissten gestossen; ich brauche diesbezüglich auch keinen Nachschlag.

Vielen lieben Dank nochmal an euch alle und Danke avarrassterne1 und jara

Wie soll man als Leser mit diesem Post umgehen?

Da noch immer von Borderline gesprochen wird, wäre es vielleicht nicht schlecht mal die heutige Bezeichnung zu nennen. 

Ob sie wirklich eine narzisstische Persönlichkeit hat oder nur Tendenzen oder einfach keine Kinderstube, kann kein Mitglied oder du diagnostizieren. Das können Fachleute, wenn sie selbst einen aufsucht und selbst dann ist es fraglich ob die Wissenschaft das ganze menschliche Spektrum aufgedeckt hat und richtig diagnostizieren kann. 

Deine stöbern im Internet hilft dir zu verstehen, aber ein gut gemeinter Rat, da ihr irgendwie noch ein Umfeld teilt. Behalt deine Annahme für dich und posaune sie noch in alle Welt. Hilf dir zu erst selbst und geh deinen Weg und lerne einfach Menschen aus dem Weg zu gehen, die dir nicht gut tun. 

Dein Danke ist vielleicht euphorisch lieb gemeint, aber in meinen Augen steckt ein negativer Subtext dahinter der tief blicken lässt. 

 

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16. Februar um 17:26

Hallo shadow78,

es soll auch Menschen geben, die meinen was sie sagen - Danke !
Warum du glaubst einen "negativen Subtext" herauszulesen, ist mir schleierhaft.

Da noch immer von Borderline gesprochen wird, wäre es vielleicht nicht schlecht mal die heutige Bezeichnung zu nennen.

Muss ich den Sinn dahinter verstehen?
In diesem Forum kann man keine Einträge verändern, geschweige denn die Titel.
Und eine Borderline-Problematik bleibt es immer noch; wegen mir selbst.

Ich finde es ja nett, dass du mir schreibst, dass ich lernen soll Menschen aus dem Weg zu gehen, die mir nicht gut tun. Das tue ich seit Jahrzehnten.
Warum denkst du, habe ich diesen Job gekündigt (2 Anläufe)?
Vielleicht weil die Frau ihre eigenen Kontaktverbote nicht eingehalten hat und immer wieder auf mich zu kam?

Trotzdem Danke für deinen Kommentar

LG Wackelzahn

 

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18. Februar um 8:23
In Antwort auf wackelzahn

Hallo avarrassterne1,

Du sprichst gezielt auf das "Schwarz-Weiß-Denken" bei Borderlinern an?

Ja, dieser Mangel an Objektivität hat mir vor 25 Jahren schon Ärger bereitet.
Allerdings habe ich im Laufe der Zeit auch dafür "Techniken" dafür/dagegen entwickelt.
Ich hinterfrage grundsätzlich meine Ansichten - Liege ich möglicherweise falsch? Gibt es noch ANDERE Möglichkeiten? Ich beginne Fakten zu sammeln und mache mir ein einfaches Prinzip der Mathematik zu nutze: Was ist gegeben und was wird gesucht?
Dann rede ich sehr viel mit Freunden über mein Erlebtes. Ich lasse Meinungen zu und gleiche sie mit meinen Fakten ab. Das hilft ungemein.
Und wenn ich etwas erlebt habe und darüber berichte, dann lasse ich nichts aus und beschönige auch nichts. Aus diesem Grund ist wohl auch mein Eingangstread so lang ausgefallen. Sorry nochmal dafür.

LG Wackelzahn

nein, die Wahrnehmungsstörung, die fast jeder von uns hat, spreche ich gezielt an

Habe in meinem Thread, den ich weiter oben gelinkt habe, einiges dazu geschrieben.

Das mit dem "liege ich möglicher Weise falsch" funktioniert bei mir beispielsweise so gar nicht sicher. In manchen Punkten - beruflich beispielsweise - gar kein Ding. Aber sobald es persönlich und schlimmstenfalls sehr emotional wird - kann ich das in die Tonne treten und zwar mit Anlauf. Da kann ich teilweise noch nicht mal sehen, dass ich falsch liege, wenn es mich in die Nase beißt und ich es schwarz auf weiß nachlesen kann. Auch nicht wenn ich es mit einigem zeitlichen Abstand noch einmal lese. Wenn es nur gesprochen und nicht zum Nachlesen ist ... game over.

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18. Februar um 8:33
In Antwort auf wackelzahn

Hallo liebe Community und liebe Mitleser,

ich möchte mich auf diesem Wege recht herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die hilfreich (!) und sachlich zu dieser Diskussion beigetragen haben. Ohne euch wäre ich meiner "Lösung" wohl nie näher gekommen. Ein ganz besonderer Dank geht an die Userin "jara", denn ohne ihren Kommentar, wäre ich wohl weiterhin einer falschen Fährte nachgejagd.

Der Psychologe lag mit seiner Einschätzung, dass bei Lucy möglicherweise eine Borderline-Störung vorliegen könnte,leider falsch. Ich muss trotzdem nochmal betonen, dass er sich nicht festlegen wollte und KEINE Diagnose gestellt hat.
Trotzdem bin ich ihm für seine Einschätzung dankbar, denn sie hat einen Denkprozess bei mir ausgelöst. Das war ein Anfang.
Du Userin "jara" lenkte mich dann mit ihrem Kommentar zur "Komlementärstörung" in die richtige Richtung. Ich las sehr viel und recherchierte weiter. Plötzlich ging mir ein Licht auf.
Alles was ich laß passte nun 1 zu 1 auf das was ich erlebte - jedes Wort und jede Handlung ihrerseits.
Lucy ist keine Borderlinerin, sondern eine Narzisstin.

Nun ist mir auch bewusst, warum sie keinerlei Empathie zu zeigen vermag oder völlig isoliert lebt.

Na darauf muss man erstmal kommen ...

Als unbewusster Borderliner war ich für sie natürlich ein leichtes Opfer.
Ich habe nach dieser Erkenntnis am Dienstag meine Konsequenzen gezogen. Zwar schrieb ich seit 2 Monaten an einem Brief für Lucy, aber diesen werde ich nun nicht mehr beenden. Ich habe mich mit einer freundschaftlich-formulierten SMS von Lucy verabschiedet und ihr einen guten Weg gewünscht.
Ich werde ihr NIE helfen können also versuche ich es auch gar nicht erst.

Mir geht es nach dieser Erkenntnis sehr gut und ich habe für nächste Woche bereits einen Termin beim Psychologen gemacht. Ich werde die Thematik mit ihm besprechen und mich um einen ambulanten Therapieplatz bemühen.
Ich bin in meinem Leben vorher noch nie auf einen Narzissten gestossen; ich brauche diesbezüglich auch keinen Nachschlag.

Vielen lieben Dank nochmal an euch alle und Danke avarrassterne1 und jara

Dir ist schon klar, dass man uns Borderlinern auch immer nachsagt, gar keine Empathie zu haben, andere rücksichtslos zu manipulieren und nur an uns selbst zu denken?
Alles eine Frage der Perspektive....

Aber noch mal: was auch immer sie hat - oder eben nicht hat - ist rein spekulativ und völlig irrlevant.
Die Frage ist da für mich: warum konntest Du nicht aus der Tatsache, dass Ihr beide Gift füreinander seid, die Konsequenzen ziehen, sondern brauchst erst einen Namen für das Gift, um es als Gift anzuerkennen?
Weil damit jetzt irgendwo sie "schuld" ist?
Ich glaube, auch und gerade für Borderliner ist es wichtig, mit "inkompatibel" abhaken zu können, ohne falsch / richtig bewerten zu müssen.

 

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18. Februar um 13:42
In Antwort auf avarrassterne1

Dir ist schon klar, dass man uns Borderlinern auch immer nachsagt, gar keine Empathie zu haben, andere rücksichtslos zu manipulieren und nur an uns selbst zu denken?
Alles eine Frage der Perspektive....

Aber noch mal: was auch immer sie hat - oder eben nicht hat - ist rein spekulativ und völlig irrlevant.
Die Frage ist da für mich: warum konntest Du nicht aus der Tatsache, dass Ihr beide Gift füreinander seid, die Konsequenzen ziehen, sondern brauchst erst einen Namen für das Gift, um es als Gift anzuerkennen?
Weil damit jetzt irgendwo sie "schuld" ist?
Ich glaube, auch und gerade für Borderliner ist es wichtig, mit "inkompatibel" abhaken zu können, ohne falsch / richtig bewerten zu müssen.

 

zur empathie:
das ist ein ähnliches vorurteil wie das, dass jeder borderliner "ritzen" müsste. es kommt immer auf die phasen und bie beziehung zueinander an. und verallgemeinern lässt sich eh nichts. im großen und ganze kenne ich einige betroffene, die gerade in berufen arbeiten, die empathie als grundvoraussetzung haben, da diese menschen sehr gerne helfen - so lange es nicht zu nahe und zu verbindlich ist...
 

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18. Februar um 13:57
In Antwort auf pete1974

zur empathie:
das ist ein ähnliches vorurteil wie das, dass jeder borderliner "ritzen" müsste. es kommt immer auf die phasen und bie beziehung zueinander an. und verallgemeinern lässt sich eh nichts. im großen und ganze kenne ich einige betroffene, die gerade in berufen arbeiten, die empathie als grundvoraussetzung haben, da diese menschen sehr gerne helfen - so lange es nicht zu nahe und zu verbindlich ist...
 

weiß ich.
Nur kommt das daher, dass wir nach außen unter bestimmten Umständen so WIRKEN, ob es jetzt so ist oder nicht und wir das beabsichtigen oder nicht.

Deswegen: eine Frage der Perspektive.

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