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Blasenentzündung - Ursache auch psychisch?

Letzte Nachricht: 19. Januar 2005 um 14:00
19.01.05 um 13:04

Hallo, ich habe folgendes Problem:

Ich bin seit gut 3 Jahren mit meiner Partnerin zusammen, leben jedoch nach wie vor in einer Wochenendbeziehung. Für uns beide ist es die erste Beziehung (wir sind beid über 25).

Meine Partnerin hat mir irgendwann anvertraut, dass sie als Kind missbraucht wurde, wobei ich bisher davon ausgehe, dass sie nicht von ihm missbraucht wurde, sondern als Werkzeug ihrer Lustbefriedigung benutzt wurde.

Unsere ersten Erfahrungen mit Sexualität und Geschlechtsverkehr waren vorsichtig und unbeholfen, aber okay, wobei sich meine Partnerin (wohl aufgrund ihrer negativen Vorerfahrungen) in aller Regel sehr passiv verhält. Sie hat z.B. auch eine Abneigung, mein erigiertes Glied zu berühren, zu masturbieren, etc. Vor Sperma ekelt sie sich auch, wenn es ihr über die Hand läuft.

Nach einiger Zeit bekam sie - vermutlich aufgrund von GV- eine Blasenentzündung, die mit Antibiotika behandelt wurde. Diese tauchte inzwischen immer häufiger auf und wurde stets mit Antibiotika behandelt.

Inzwischen haben wir praktisch keinen GV mehr aus Angst vor einer Blasenentzündung.

Meine Frage:

Kann so eine Blasenentzündung (neben körperlichen Ursachen) auch psychische Ursachen haben? Kann der Missbrauch in der Kindheit damit irgendwie, vielleicht auch nur indirekt, zusammenhängen?

Grund meiner Frage:

Ich halte es für dringend notwendig, dass sie sich einer Psychologin anvertraut, um diese Erlebnisse zu verarbeiten. So weit ich dies überhaupt kann, wäre ich zu jeder Mithilfe hierbei bereit. Nur: Meine Partnerin möchte auf keinen Fall eine solche Therapie durchführen, da sie keinen Sinn darin sieht. Wenn überhaupt, würde sie es nur mir zuliebe tun (was nach meiner Ansicht nichts bringen würde). Einen Zusammenhang zwischen dem Missbrauch als Kind und der Blasenentzündung schließt sie kategorsich aus, "weil ihr Frauenarzt immer Antibiotika verscheibt" (er weiß natürlich nichts über den Missbrauch).

Was kann ich tun? Ich sehe unsere Beziehung gefährdet, will aber alles tun, um sie zu retten. Nur: Ganz ohne körperliche Zärtlichkeit und Sexualität kann ich mir auf Dauer eine Partnerschaft nicht vorstellen, doch genau darauf läuft im Moment alles hinaus.

Bitte helft uns.

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19.01.05 um 13:49

...diese Vorsichtsmassnahmen kennen wir bereits...
Hallo Kleineente,

herzlichen Danke für Deine rasche Antwort. Sie bestärkt mich in meiner Vermutung. Natürlich kennen wir diese "Tricks" schon längst, nur wirklich genutze hat es bisher auch nichts.

Mein Problem ist, ihr diesen Zusammenhang klar zu machen und sie letztlich dazu zu bringen, eine Therapie in bezug auf den Missbrauch zu machen. So lange sie keine Therapie machen möchte (bzw. höchstens eine PAARTHERAPIE - mir zuliebe), hat das keinen Sinn.

Hoffentlich melden sich noch mehr Leute - vielleicht auch Ärzte, Psychologen, etc., damit ich ihr diesen Thread mal zeigen kann. Wer weiß, vielleicht kann sie das ja überzeugen... .

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19.01.05 um 14:00

Ein guter Ansatz!
In der Tat wäre ich durchaus bereit, für eine gewisse Zeit auf den GV zu verzichten. Das habe ich ihr auch schon mehrmals angeboten. Mir ist vor allem der Austausch von Zärtlichkeit sehr wichtig - da meine ich nunmal mehr als nur Küssen und sich in Armen halten. Es ist so wunderschön, den nackten Körper zu streicheln, liebkosen etc. und diese Empfindungen nicht nur zu schenken, sondern auch zu empfangen.

Leider macht sie (vor allem nach einer weiteren Blasenentzündung) völlig zu. So hat sie sich auch schon mal geäußert, dass sie auch ohne Sexualität leben könne. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass dies nicht ihre "Stimme des Herzens" ist. Wenn eine Paartherapie helfen kann - ich bin dabei - mit Sicherheit !!

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