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Bitte helft mir, Panikattacken durch Trennung und starke Abhängigkeit

5. Oktober 2009 um 16:18

Ich erzähle euch so kurz es geht, um was es geht...

vor ca. 6 Wochen habe ich mich von meinem derzeitigen Freund getrennt. Die Beziehung war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, das wusste ich, aber war zu schwach, um "abzuspringen"...

Naja, in der Beziehung hab ich sehr viel Leid, Demütigungen, Traurigkeit erfahren. Er akzeptierte mich nich so, wie ich bin.. Meinen Job, mein Aussehen, meine Art, einfach alles von mir wollte er ändern, bzw. ich sollte es ändern... Jeden Tag gab es Vorwürfe, warum ich noch nicht "weitergekommen" sei... Selbst beim Essen habe ich Rechenschaft abgelegt. also kurz um, es gab natürlich auch schöne Zeiten, aber die beengenden, schlechten zeiten, unter denen ich unter einen enormen druck stand, haben überwogen.

Kurze Zeit nach der trennung fühlte ich ein befreiendes gefühl. ich dachte, es sei richtig.. dieses gefühl hielt nicht lange an. ich leide unter panikattacken, kann nicht essen, nicht schlafen.. es ist wie eine droge, von der man nicth weg kommt.. ich weiß, dass es falsch ist, ihn anzurufen, aber ich tu es trotzdem.. danach geht es mir dann noch schlechter.. mein selbstwertgefühl ist im keller. ich habe das gefühl, dass ich aus dieser teufels-spirale nicht mehr rauskomme..

viell. habt ihr ähnliche erfahrungen, oder könnt mir tipps geben..

ich mache schon seit ca. 9 Monaten eine Therapie, aber auch die holt mich nicht da raus...

Amber

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5. Oktober 2009 um 20:27

Er hat dich für sein Ego benutzt
Liebe Amber,

ich habe deinen Beitrag gelesen und war sehr bestürzt. Es macht mich traurig das wir den Männern so viel Macht über uns und unser Selbstwertgefühl einräumen. Auch mein Selbstwertgefühl habe ich 1 Jahr lang manipulieren lassen. Ich war emotional und finanziell von ihm abhängig. Er hat es ausgenutzt. Ob es bewußt oder unbewußt war weiß ich nicht. Ich bin seit 2 Monaten getrennt und habe die Situation nun ganz klar erkannt. Dein Ex hat ein sehr geringes Selbstwertgefühl und hat es auf deine Kosten (Nörgelei) aufpoliert indem er Macht über dich ausgeübt hat. So etwas nennt man emotionalen Mißbrauch. Das hat ihm Stärke gegeben. Wahrscheinlich warst du auch noch diejenige die sich nach Streitigkeiten bei ihm entschuldigt hat. Das wird auch sehr viele Selbstzweifel bei dir ausgelöst haben weil man spürt das es so eigentlich nicht richtig ist. ????

Frage dich doch einmal selbst ob die ihn noch wirklich liebst.
Hand aufs Herz: Könnten es auch Verlustängste sein. Auch wenn der Verlust durch deine Initiative zustande kam, ist es trotzden ein Verlust und der tut immer weh. Auch das du ihn anrufst kann ich sehr gut verstehen. Das habe ich auch getan. Das nennt man Selbstsabotage. Du willst dein Selbstwertgefühl aufwerten in der Hoffnung ihn emotional zu erreichen. Oder die zweite Möglichkeit: Du willst unbewußt noch einmal, oder vielleicht auch noch mehrere Male, merken wie scheiße der ist. Das er dir überhaupt nicht gut tut. Bei mir war es beides. Jetzt sehe ich ganz klar das er mich für seine Zwecke benutzt hat und das Schlimmste, ich habe es zugelassen. Jetzt bin ich einfach nur noch wütend. Aber das wird auch immer weniger. Allmählich kann ich über ihn lachen,da mir klar geworden ist das er echt ein Problem hat und solange er es nicht durchschaut nie eine glückliche Beziehung führen wird.

Ich hoffe das es dir bald auch besser geht und dein Leidensweg nicht mehr lange anhält.

Ich wünsche dir alles Liebe, Gute und vor allen ganz viel Kraft.

GLG Kathrin

PS: Mein Beitrag steht unter : Ausgenutzt und verarscht

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6. Oktober 2009 um 19:35

Wenn die Attacken zu schlimm sind,..
...helfen evt. neben der Therapie die richtigen Antidepressiva über die schwierigste Phase. Wenn man ein niedrig dosiertes nimmt, ist das Absetzen hinterher meist auch kein Problem, besonders, wenn man es wirklich nur vorübergehend benötigt (bspw. 1/2 Jahr). Hast Du denn in der Therapie schon erkannt, warum Du solche Attacken hast, wo das begründet liegt?

Ansonsten gelten natürlich die Reden meiner Vorrednerinnen gleichermaßen. Aber bei schweren Fällen kommt man eben manchmal mit eigenem Nachdenken nicht weiter und braucht die kleinen Pillen. Es gab hier zwar vor geraumer Zeit einmal so Panikbeiträge nach dem Motto: nehmt das Zeug bloß nicht! usw.

Unter strenger ärztlicher Aufsicht eingenommen sehe ich das aber definitiv als unproblematische und gute Hilfsmöglichkeit an.

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