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Bindungstyp "unsicher-ängstlich" trifft auf "unsicher-vermeidend" - Lösungsstrategien

19. Oktober 2020 um 12:36 Letzte Antwort: 19. Oktober 2020 um 12:52

Hallo liebe Mitglieder,

dies ist der erste Foreneintrag meines Lebens. Ich habe mich dazu enschlossen, da ich vor einem großen Problem stehe und Rat brauche. Ich bin männlich und ein "unsicherer-ängstlicher" Bindungstyp , meine Freundin hingegen "unsicher-vermeidend". Ich habe mich mit dem Thema mehrere Wochen befasst und weiß wie unpassend diese Kombination ist aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse hinsichtlich Nähe und Distanz. Manche Internetseiten verweisen auf den Rat zur Trennung, doch was ich eher benötige sind ein paar Tipps, wie eine derartige Beziehung besser funktioniert da ich diese Frau nicht aufgeben werde.

Zu uns: wir sind seit 2 Jahren zusammen und wohnen seit 10 Monaten in einer gemeinsamen Wohnung. Anfangs gab es viel Zuneigung Ihrerseits, sie wollte massig kuscheln und Sex. Je gefestigter unsere Bindung wurde, desto mehr nahm dies ab und nun ist kompletter Stillstand seit 3 Monaten. Von Grund aus ist sie eher der ruhige Typ und redet wenig, auf Nachrichten reagiert sie gerne mal ein paar Stunden später und braucht auch viel Zeit alleine für sich, ihre Hobbys und ihre Freundinnen. Sobald man sie zu sehr vereinnahmt geht sie auf Abstand und stellt auch das kuscheln ein. Sie kommt mit dieser Entfernung sehr gut klar und sagt, dass sie glücklich ist in der Beziehung und mich liebt. Sie habe einfach nicht diesen Drang nach Nähe und fühlt sich schnell umklammert.

Wie das Schicksal es will, bin ich natürlich das komplette Gegenteil. Ich will am liebsten den ganzen Abend kuscheln und mehrmals wöchentlich Sex. Körperliche und emotionale Nähe sind für mich ein Grundbedürfnis, desto mehr, desto besser. Am besten so nah, dass man aneinander erstickt . Wenn sie mir mal nicht auf Textnachrichten antwortet werde ich unruhig. Ich investiere 120 % in die Beziehung. Am liebsten würde ich das ganze Wochenende mit ihr verbringen und ihr so nahe sein wie nur möglich. Meine Gedanken schweifen oft um sie und ich laufe ihr regelrecht hinterher.

Mir ist klar, dass wenn ich meinen Bedürfnissen freien Lauf lasse und Nähe antriggere, ich sie von mir immer weiter wegtreibe. Sozusagen ein Teufelskreis indem immer einer bedürftig ist nach Nähe oder Distanz ist.  Daher habe ich seit mehreren Wochen versucht von mir aus auf Abstand zu gehen, mich auf meine Hobbys zu kontzentrieren, viel Zeit bei meinen Kumpels zu verbringen und sie auf mich zukommen zu lassen. Das hat dazu geführt, dass sie wieder öfter meine Nähe sucht. Das ist wirklich wunderschön, aber dennoch geht es etwas träge voran. Vielleicht brauche ich einfach noch etwas Geduld. 

Ich habe im Internet mal folgenden Satz gelesen: "Ein unsicher-vermeidender Beziehungstypus kann meist nur Sex oder emotionale Nähe zulassen".

Dieser Satz haut bei mir die Fragezeichen heraus.
Bedeutet dass das lanfristige "AUS" für ein Sexleben mit einem unsicher-vermeidenden Beziehungstyp?
Sollte ich weiter Distanz schaffen um das Bedürfnis ihrerseits zu aktivieren?
Sollte ich beim Liebesakt evtl. die emotionale Nähe runterschrauben (also im Sinne von "nicht so liebevoll"

Wer hat ähnliche Beziehungen gehabt?
Wer kann mir Tipps geben?
Woran seid ihr ggf. gescheitert, worauf sollte ich achten?
Wie seid ihr mit euren Nähe-Bedürfnissen umgegangen?

Gibt es evtl. Frauen die so veranlagt sind wie meine Freundin und können aus erster Hand beratschlagen?

Was würde euer Bedürfnis nach Nähe und Intimität fördern?

Help me, thanks










 

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19. Oktober 2020 um 12:46
In Antwort auf

Hallo liebe Mitglieder,

dies ist der erste Foreneintrag meines Lebens. Ich habe mich dazu enschlossen, da ich vor einem großen Problem stehe und Rat brauche. Ich bin männlich und ein "unsicherer-ängstlicher" Bindungstyp , meine Freundin hingegen "unsicher-vermeidend". Ich habe mich mit dem Thema mehrere Wochen befasst und weiß wie unpassend diese Kombination ist aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse hinsichtlich Nähe und Distanz. Manche Internetseiten verweisen auf den Rat zur Trennung, doch was ich eher benötige sind ein paar Tipps, wie eine derartige Beziehung besser funktioniert da ich diese Frau nicht aufgeben werde.

Zu uns: wir sind seit 2 Jahren zusammen und wohnen seit 10 Monaten in einer gemeinsamen Wohnung. Anfangs gab es viel Zuneigung Ihrerseits, sie wollte massig kuscheln und Sex. Je gefestigter unsere Bindung wurde, desto mehr nahm dies ab und nun ist kompletter Stillstand seit 3 Monaten. Von Grund aus ist sie eher der ruhige Typ und redet wenig, auf Nachrichten reagiert sie gerne mal ein paar Stunden später und braucht auch viel Zeit alleine für sich, ihre Hobbys und ihre Freundinnen. Sobald man sie zu sehr vereinnahmt geht sie auf Abstand und stellt auch das kuscheln ein. Sie kommt mit dieser Entfernung sehr gut klar und sagt, dass sie glücklich ist in der Beziehung und mich liebt. Sie habe einfach nicht diesen Drang nach Nähe und fühlt sich schnell umklammert.

Wie das Schicksal es will, bin ich natürlich das komplette Gegenteil. Ich will am liebsten den ganzen Abend kuscheln und mehrmals wöchentlich Sex. Körperliche und emotionale Nähe sind für mich ein Grundbedürfnis, desto mehr, desto besser. Am besten so nah, dass man aneinander erstickt . Wenn sie mir mal nicht auf Textnachrichten antwortet werde ich unruhig. Ich investiere 120 % in die Beziehung. Am liebsten würde ich das ganze Wochenende mit ihr verbringen und ihr so nahe sein wie nur möglich. Meine Gedanken schweifen oft um sie und ich laufe ihr regelrecht hinterher.

Mir ist klar, dass wenn ich meinen Bedürfnissen freien Lauf lasse und Nähe antriggere, ich sie von mir immer weiter wegtreibe. Sozusagen ein Teufelskreis indem immer einer bedürftig ist nach Nähe oder Distanz ist.  Daher habe ich seit mehreren Wochen versucht von mir aus auf Abstand zu gehen, mich auf meine Hobbys zu kontzentrieren, viel Zeit bei meinen Kumpels zu verbringen und sie auf mich zukommen zu lassen. Das hat dazu geführt, dass sie wieder öfter meine Nähe sucht. Das ist wirklich wunderschön, aber dennoch geht es etwas träge voran. Vielleicht brauche ich einfach noch etwas Geduld. 

Ich habe im Internet mal folgenden Satz gelesen: "Ein unsicher-vermeidender Beziehungstypus kann meist nur Sex oder emotionale Nähe zulassen".

Dieser Satz haut bei mir die Fragezeichen heraus.
Bedeutet dass das lanfristige "AUS" für ein Sexleben mit einem unsicher-vermeidenden Beziehungstyp?
Sollte ich weiter Distanz schaffen um das Bedürfnis ihrerseits zu aktivieren?
Sollte ich beim Liebesakt evtl. die emotionale Nähe runterschrauben (also im Sinne von "nicht so liebevoll"

Wer hat ähnliche Beziehungen gehabt?
Wer kann mir Tipps geben?
Woran seid ihr ggf. gescheitert, worauf sollte ich achten?
Wie seid ihr mit euren Nähe-Bedürfnissen umgegangen?

Gibt es evtl. Frauen die so veranlagt sind wie meine Freundin und können aus erster Hand beratschlagen?

Was würde euer Bedürfnis nach Nähe und Intimität fördern?

Help me, thanks










 

Äh...

Dreht sich dein Leben nur um sie?

Hast du kein eigenes Leben? Eigene Hobbies?

Auch in einer Beziehung ist es wichtig sein eigenes Leben beizubehalten.

Auch versuchst du hier völlig irrelevant Dinge, Begriffe zu Tode zu analysieren.

Wieso sollten WIR wissen was eine x-beliebige Website sich mit einem x-beliebigen Begriff gedacht hat?

Und welche Rolle spielt das für dich und deine Freundin? Keine. Korrekt.

Du zerdenkst, klammerst und erstickst deine Beziehung da sie dein einziger Lebenssinn zu sein scheint.

Anstrengend.

Ich glaube ihr passt langfristig einfach nicht zueinander. Einer wird leiden und ich denke das bist du.

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19. Oktober 2020 um 12:52

Wie wäre es, wenn ihr aufhört im klassischen Beziehungsmodell zu denken ?

Deine Freundin braucht Abstand, warum seid ihr so früh zusammebgezogen, obwohl das offenbar gar nicht ihren Bedürfnissen entspricht?

Am Anfang war das nur der Hormonrausch, weil alles neu war. Jetzt ist es Alltag sich jeden Tag zu sehen und offenbar ist ihr das einfach zu viel.

Veränderungen kann man nur bei sich selbst herbeiführen und ich finde es ziemlich traurig, dass du dein Verhalten veränderst um eine gewünschte Reaktion herbeizuführen, statt dass du dich veränderst, dass es ihr besser geht.

Dein Text liest sich, als würdest du nur Möglichkeiten suchen, sie zu manipulieren, damit sie wieder mehr deine Bedürfnisse befriedigt.

Das wird so auf Dauer nicht funktionieren. Das wird immer nur kurzfristig Erfolg haben und wenn deine Freundin nicht völlig dumm ist, wird sie schnell merken, dass du versuchst sie in eine Richtung zu lenken und dann wird sie sich erst recht erdrückt fühlen.

Du kannst auf Krampf nicht einseitig eine Beziehung am Laufen erhalten. Sie muss daran genau so Interesse haben und bereit sein, an sich und der Beziehung arbeiten zu wollen.

Sie scheint abef glücklich und du bist es, der auf Teufel komm raus Veränderungen herbeiführen will.

Du solltest dir bewusst machen, dass bei so unterschiedlichen Bedürfnissen immer einer zu kurz kommen wird und das es keinen dauerhaften Bestand hat, wenn du dich vorstellst, damit du zu deinem "Recht" kommst.

Du solltest sie akzeptieren wie sie ist oder dich trennen.

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