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Bindungsangst, Zunkunftsängste

19. August um 14:26

Hallo! seit nunmehr 2 Jahren bin ich (w,23) Single. In meiner vergangenen (wirklich ungesunden!) Beziehung fungierte ich jahrelang als Anhängsel meines Ex-Parnters und traute mich nicht, mich zu trennen aus Angst alleine da zu stehen (ich hatte kaum noch Freunde und schlechten Bezug zu meiner Familie). Nach meiner Trennung vor zwei Jahren lernte ich, alleine, unabhängig und frei zu sein. Nach Monaten schaffte ich es, abends allein fernzusehen und das Allein-Sein zu geniessen. Ich lernte, alleine glücklich zu sein. Ich baute mir einen neuen, tollen Freundskreis auf und auch das Verhältnis zu meiner Familie entwickelte sich prächtig. Ich wurde immer glücklicher! Verliebte Pärchen machten mir zu schaffen, da ich seit meiner Trennung keinen passenden "Traumprinzen" mehr kennen lernte. Ich erschaffte mir die Gedankenblase, lieber alleine glücklich als zu zweit wieder eingeschlossen und unglücklich zu sein. Ich redete mir ein, dass ich nur eine neue Beziehung eingehen möchte, wenn dieser alle meine Wünsche (z.B. charakterlich, optisch etc.) erfüllen würde. Ich redete mir ein, dass der nächste, den ich in mein Herz schließe, der "Richtige" sein wird und muss. Aus Angst vor Enttäuschung. Vor einigen Wochen lernte ich einen attraktiven Mann kennen. Er erfüllt alle, wirklich alle meine Vorstellung. Er passt charakterlich wie optisch perfekt zu mir und versteht sich prächtig mit meinen Freunden und meiner Familie. Wir trafen uns öfter, küssten uns, kuschelten und hatten auch Sex. Es fühlte sich gut an. Inzwischen haben wir den Status "wir sind jetzt zusammen" erreicht. Kurze Zeit später fing mein Herz an, so schwer zu werden, als würde ich eine Last mit mir herumtragen. Ist er nun der richtige? Bin ich wirklich verliebt? Ist er es wert, meine gewonnene Freiheit (teilweise) wieder abzugeben? Ich habe das Gefühl, so lange Single gewesen zu sein, dass ich nicht mehr zum "Beziehungs-Modus" umschalten kann. Es ist, als würde es mir die Luft abdrücken. Ich hab ihm von meinen Ängsten erzählt, er meinte, er sei in mich verliebt und kann mich verstehen, dass meine Liebe zu ihm erst noch wachsen muss und dass er mir alle Zeit der Welt geben würde, hauptsache er verliert mich nicht. Was ist nur los mit mir? Könnt ihr solche Gefühle kategorisieren? Hab ich Angst, etwas zu "verpassen"? Ich habe mir immer den "perfekten Partner" gewünscht, jetzt ist er da, rundherum das was ich mir vorstelle... woher kommt diese Panik? Ich hab ihn wahnsinnig gerne bei mir, kann aber noch nicht von Liebe sprechen. Ist das normal oder entwickelt sich dieses Gefühl nicht mehr (wir kennen uns jetzt 2 Monate)?

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19. August um 14:39
In Antwort auf flinkerfuchs

Hallo! seit nunmehr 2 Jahren bin ich (w,23) Single. In meiner vergangenen (wirklich ungesunden!) Beziehung fungierte ich jahrelang als Anhängsel meines Ex-Parnters und traute mich nicht, mich zu trennen aus Angst alleine da zu stehen (ich hatte kaum noch Freunde und schlechten Bezug zu meiner Familie). Nach meiner Trennung vor zwei Jahren lernte ich, alleine, unabhängig und frei zu sein. Nach Monaten schaffte ich es, abends allein fernzusehen und das Allein-Sein zu geniessen. Ich lernte, alleine glücklich zu sein. Ich baute mir einen neuen, tollen Freundskreis auf und auch das Verhältnis zu meiner Familie entwickelte sich prächtig. Ich wurde immer glücklicher! Verliebte Pärchen machten mir zu schaffen, da ich seit meiner Trennung keinen passenden "Traumprinzen" mehr kennen lernte. Ich erschaffte mir die Gedankenblase, lieber alleine glücklich als zu zweit wieder eingeschlossen und unglücklich zu sein. Ich redete mir ein, dass ich nur eine neue Beziehung eingehen möchte, wenn dieser alle meine Wünsche (z.B. charakterlich, optisch etc.) erfüllen würde. Ich redete mir ein, dass der nächste, den ich in mein Herz schließe, der "Richtige" sein wird und muss. Aus Angst vor Enttäuschung. Vor einigen Wochen lernte ich einen attraktiven Mann kennen. Er erfüllt alle, wirklich alle meine Vorstellung. Er passt charakterlich wie optisch perfekt zu mir und versteht sich prächtig mit meinen Freunden und meiner Familie. Wir trafen uns öfter, küssten uns, kuschelten und hatten auch Sex. Es fühlte sich gut an. Inzwischen haben wir den Status "wir sind jetzt zusammen" erreicht. Kurze Zeit später fing mein Herz an, so schwer zu werden, als würde ich eine Last mit mir herumtragen. Ist er nun der richtige? Bin ich wirklich verliebt? Ist er es wert, meine gewonnene Freiheit (teilweise) wieder abzugeben? Ich habe das Gefühl, so lange Single gewesen zu sein, dass ich nicht mehr zum "Beziehungs-Modus" umschalten kann. Es ist, als würde es mir die Luft abdrücken. Ich hab ihm von meinen Ängsten erzählt, er meinte, er sei in mich verliebt und kann mich verstehen, dass meine Liebe zu ihm erst noch wachsen muss und dass er mir alle Zeit der Welt geben würde, hauptsache er verliert mich nicht. Was ist nur los mit mir? Könnt ihr solche Gefühle kategorisieren? Hab ich Angst, etwas zu "verpassen"? Ich habe mir immer den "perfekten Partner" gewünscht, jetzt ist er da, rundherum das was ich mir vorstelle... woher kommt diese Panik? Ich hab ihn wahnsinnig gerne bei mir, kann aber noch nicht von Liebe sprechen. Ist das normal oder entwickelt sich dieses Gefühl nicht mehr (wir kennen uns jetzt 2 Monate)?

Hi,

ich kenne Deine Gedanken / Ängste - dieser neue Mann ist fast zu schön, um wahr zu sein. Vor allem wusstest Du, was Du als Single hattest und gibst nun wieder einen Teil Deiner Freiheit für die Partnerschaft her. Ich ticke (leider) ähnlich. 
Vielleicht hast Du auch die Möglichkeit mit Deinem Partner darüber ein wenig zu reden, um Dich besser auf ihn einzulassen und dass er Dir vielleicht ein wenig die Scheu nehmen kann. Diese Anfangsphase einer Partnerschaft gehört bei mir auch immer zur Feuerprobe, ich merke richtig, wie mich das anstrengt und ich mich selbst blockiere, was ich vermutlich auf meine bisherigen Erlebnisse zurückführen kann oder muss und ich denke, Dir geht es da ähnlich.

Alles Liebe


 

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19. August um 15:23

ich kann Dir nur raten, erst mal mit Fachleuten zu reden, ob das Bindungsängste sind oder nicht.

Zweifel, ob man die richtige Entscheidung getroffen hat, gehören aber immer dazu.
Und klar, wir Menschlein vermissen ja immer das, was wir gerade nicht haben - gehört auch dazu.

Die Frage ist, ob das alles ein Ausmaß hat, dass Dich beeinträchtigt - dann solltest Du etwas dagegen tun.

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19. August um 17:14

vielleicht solltest du dir mal Hilfe holen. immerhin willst du ja nicht dein Leben lang single bleiben oder?

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