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Bin total am Verzweifeln

29. Februar 2012 um 12:53

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal zu folgendem euren Rat, Hilfe, Meinung oder was auch immer.

Ich (27 Jahre) bin jetzt seit 22.02 mit meiner Freundin (21) 3 Jahre zusammen. Um kurz auf die Umstände unserer Beziehung zu sprechen zu kommen, es war von Anfang eine Beziehung mit Hindernissen. Aber meiner Meinung nach Hindernisse die sich bewältigen lassen konnten und auch weiterhin bewältigen lassen. Sonst wären wir ja keine 3 Jahre zusammen.

Als wir damals zusammengekommen sind, war ich nur noch für 2 weitere Monate in Deutschland und musste dann nach 2 Monaten nach Italien zum arbeiten. Dadurch hatten wir von Anfang an eine Fernbeziehung. Sie konnte damals leider dann nur 6 Wochen in den Sommerferien zu mir nach Italien kommen. Bis dahin hatte immer alles gut funktioniert.

Nachdem ich dann aber in Italien fertig war, hatte ich seit September 2009 einen neuen Job in Deutschland. Entfernung zum Wohnort meiner Freundin 250km. Wir wurden quasi von einer Fernbeziehung in die nächste geschleudert. Nach ca. 3 Monaten kamen mir Zweifel, ob ich das noch weiter so durchstehen kann und wie das ganze weitergehen kann.
Damals hat mir meine Freundin gehörig in den Hintern getreten, dass ich nicht so einfach aufgeben kann usw. und ich bin froh drum. Von dem Zeitpunkt an haben wir echt eine super Beziehung geführt.
Die letzten 2 Jahre hatte ich nie irgendwelche Zweifel. Ich war und bin auch immer noch davon überzeugt, dass es meine Traumfrau ist und ich immer mit Ihr zusammen bleiben möchte.
So etwas kam auch immer von Ihr aus.

In etwa einem halben Jahr ist meine Freundin mit Ihrer Übersetzerschule fertig und möchte danach noch eine Ausbildung machen. Ich habe mich total gefreut, dass sie hier in meiner Gegend etwas gesucht hat, damit wir mehr Zeit für einander haben.

Ich habe mich noch nie so glücklich in einer Beziehung gefühlt wie in den letzten Monaten. Jedesmal wenn ich im Auto auf den weg zu Ihr saß hab ich Herzrasen bekommen und ganz schwitzige Hände und hab mich gefreut wie ein kleines Kind.
Wir haben uns so gut wie jedes Wochenende gesehen. Über Weihnachten und Neujahr waren wir 3 Wochen die ganze Zeit zusammen und das hat uns beiden auch sehr gut getan und wir haben die Zeit auch sehr genossen. Gerade nach solchen Zeiten wo wir längere Zeit zusammen waren, fiel der Abschied natürlich besonders schwer.

Vor 11 Tagen ging meine Freundin dann mit einem Schüleraustausch der Schule nach Spanien. Zuerst wollte Sie natürlich nicht dort hin bzw. hätte ich mit sollen. Aber geht natürlich nicht. Anfangs haben wir noch immer jeden Abend per skype telefoniert und auch immer sms geschrieben. Sie hat auch immer gesagt wie sehr sie mich vermisst usw.

Nach 6 Tagen kam dann immer weniger, Sie hatte auch dann immer keine Zeit zu telefonieren und die sms kamen auch nur noch ganz selten. Bis hin zu jedem zweiten Tag eine.
Das kam mir da alles schon irgendwie komisch vor. Habe mir aber nichts gedacht, weil sie davor schon immer sagte dass ihre Professorin so einen strengen Terminplan hat sind sie sehr gestresst. Ich habe ihr dann nur gesagt sie solle die letzte Zeit noch genießen und dass ich mich freue wenn sie wieder da ist.

Ich habe mir dann Montag und Dienstag jetzt extra freigenommen um Sie zu überraschen und Sie am Dienstag Abend vom Flughafen abzuholen. Habe mir den ganzen Tag schon irgendwie gedacht ob Sie sich freuen wird und war kurz bevor ich Sie holen wollte sogar kurz davor die ganze sache abzublasen. Sie hatte eh gedacht, dass ich nicht da bin, weil ich arbeiten muss.

Als ich Sie dann gestern abgeholt hatte war Sie nicht sonderlich erfreut. Eine kurze Umarmung und ein Kuss und dass wars. Im Auto hat Sie dann Ihrer Mutter alles mögliche von Ihrem Trip erzählt. Hatte mich irgendwie die ganze Zeit nicht so wirklich beachtet. Dann bei Ihr zu Hause ging das ganze weiter.

Ich bin dann irgendwann in Ihr Zimmer und habe da auf Sie gewartet. Nachdem Sie mich ca. 60 min warten hat lassen kam Sie dann endlich.
Ich hab dann natürlich gefragt ob alles in Ordnung ist und ich das Gefühl hab Sie beachtet mich gar nicht.

Dann meinte Sie zu mir, dass wir reden müssen. Ich hab mir nur gedacht oh scheiße ich habs doch gewusst.

Bei unserem Gespräch hat sie mir dann eben offenbart, dass sie irgendwie das gefühl hat, dass in unserer Beziehung alles zur gewohnheit geworden ist. Sie hat irgendwie Zweifel an der Beziehung und daran ob das alles reicht, um weiter zusammenzubleiben. Sie hatte in Spanien eben die Zeit und den nötigen Abstand um das ganze so zu sehen.

Das ganze hat mich natürlich sehr getroffen, weil ich das ganze nicht so seh und auch überhaupt keine ahnung hatte, dass sie das so sehen könnte. Hatte ja auch nie so den anschein gemacht.

Ich habe dann immer wieder gefragt was ich denn jetzt machen kann oder soll oder wie ich das ganze jetzt sehen soll.

Sie meinte sie braucht jetzt erstmal Zeit zum nachdenken. Ich habe dann schon gemerkt dass es wohl besser ist wenn ich geh.
Ich hab ihr aber auch gesagt, dass das für mich brutal hart ist, ihr jetzt zeit zum nachdenken zu geben, weil sie ja in spanien zeit hatte nachzudenken und das ganze so angefangen hat.

Ich bin gerade echt am verzweifeln und weis gerade echt nicht mehr was ich machen soll. Ich kann das alles nicht einfach so hinnehmen und nichts tun. Anderseits weis ich auch, dass ich nichts machen kann / soll. Ich will ihr den freiraum geben, um sich zu entfalten in unserer Beziehung, aber trotzdem will ich ja um Sie kämpfen und unbedingt die Beziehung retten bzw. weiterführen.

Ich weis grad echt nicht mehr weiter.
Wäre schön wenn hier ein paar von euch einfach mal eure Meinung oder ein paar Ratschläge schreiben könnten.
Falls noch jemand was wissen will fragt mich einfach. Ich bin über jede Antwort dankbar.

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29. Februar 2012 um 12:57

... noch ein Zusatz ...
im Moment, bzw schon über die letzten 3 - 4 Monate bin ich sogar soweit, dass ich gesagt habe, dass ich mir vorstellen könnte mein Geschäft aufzugeben (bin selbstständig) um irgendwie zu schauen, dass wir eine gemeinsame Zukunft aufbauen können.
Ich hab ihr in letzter Zeit denk ich oft gezeigt, dass ich wirklich alles für sie machen würde.

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