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Bin sehr sehr traurig

13. Dezember 2007 um 18:27

Hallo,
Immer mal wieder hab ich hier reingeschaut in der letzten Zeit und jetzt muss ich auch mal meine Geschichte loswerden, denn irgendwie ist es tröstlich, dass es doch leider vielen so ähnlich geht wie mir. Mein Mann (36) ist vor zwei Wochen nach 8 Jahren Beziehung ausgezogen. Ich (36) bin hier in unserem neu gebauten Haus mit zwei Kindern (5 und 7)zurückgeblieben. Vor einem Jahr hatte er eine Affäre und seit dem sind wir am Arbeiten an unserer Ehe. Wir waren bei einem Paartherapeuten und gehen jetzt zu einer anderen Psychologin, nachdem mein Mann den Therapeuten total ausgehebelt hat. ZU der PSychologin gehen wir getrennt und sie tut mir -und ihm wohl auch sehr gut. Aber jetzt kam eben raus, dass er irgendwelche Blockaden hat und sie nur lösen kann, wenn er auszieht und wieder ein Leben für sich allein aufbaut. Laut unserer Therapeutin soll das ein Experiment sein und sie denkt, dass er so wieder den Zugang zu mir findet. Aber ich habe die Angst, dass er so nie wieder zurückkommt. Er kommt zwar einmal die Woche und am Wochenende und übernimmt die Kinder (der Große leidet total unter dem Auszug seines Papas) aber zu mir ist er irgendwie komisch. Heute haben wir telefoniert und er meinte, dass es ihm total gut gehe und er es geniesse, er geht fast jeden Abend mit Leuten aus und hat seinen Spaß und ich sitze hier bei den Kindern, denn jeden Abend kann ich mir auch keinen Babysitter leisten, vor allem machen die Kinder ja dabei auch gar nicht mit. DIe Therapeutin sagte, mein Mann soll so wieder auf mich zugehen, aber ich habe nicht das Gefühl, denn ich finde die Situation verkrampt und leide sehr darunter. Und eigentlich habe ich nach dem Telefonat auch die Hoffnung irgendwie schon fast aufgegeben, dass er wieder zurückkommt.
ICh fühle mich sehr kraftlos und leer, muss aber für die Kinder und vor den Kindern irgendwie stark sein, damit sie nicht zu sehr leiden.
Soviel zu der Kurzversion meiner Geschichte.

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14. Dezember 2007 um 10:11

Toll...
... heute haben wir telefoniert und er meinte, dass es ihm total gut gehe und er es geniesse, er geht fast jeden Abend mit Leuten aus und hat seinen Spaß und ich sitze hier bei den Kindern....

wie schön für ihn, oder? Kein Verpflichtung etc. Das finde ich immer so erschreckend, wie schnell die sich an die neue Situation gewöhnen können und wie toll das doch alles plötzlich ist! Und du? Bleibst auf der Strecke? Ich denke, du hast im moment eh keine Lust auf Party's, oder! Aber das andere drumherum bleibt ja auch bei dir hängen! Und der gnädige Herr erzählt dir auch noch wie toll das jetzt alles ist. Finde ich echt egoistisch! Du sitzt da und musst den Kids erklären, warum es alles so ist, wie es jetzt ist. Musst Stärke und Kraft zeigen, damit sie nicht leiden!

Ich könnt da immer kotzen, sorry!

Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke für die nächste Zeit!

Liebe Grüße Christine

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14. Dezember 2007 um 10:52

Na prima,
endlich hat dein Mann, das was er sich wohl immer gewünscht hat... ein bequemes Leben, seine Freiheit und auf der anderen Seite seine liebe, brave Ehefrau und die Kinder, die auf ihn warten, wenn er gerade mal Lust hat sie zu treffen.

Nimm deinen Mann mehr in die Pflicht, nur weil er nicht mehr bei dir wohnt, kann er dir doch nicht die Verantwortung z.B. für die Kinder alleine überlassen. Er soll regelmäßig die Kinder hüten z.B. jedes zweite Wochenende, aber auch unter der Woche, so dass du auch deinen Freiraum hast.

Nutze dann diesen Freiraum, gehe aus usw. genieße die Zeit, nur so merkt er, dass du auch eine eigene Persönlichkeit hast, um die er sich auch bemühen muss, wenn er dich behalten will.

Ich verstehe ehrlich gesagt die Psyhologin nicht? Hast du mit ihr einmal darüber gesprochen?

GLG

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14. Dezember 2007 um 20:09

Ihr habt beide Kinder
und auch beide eine Verpflichtung, aber bitte
auch beide das Recht auf Freiheit und Genuß.
So ganz versteh ich die Therapeutin nicht also ich würde das nochmal ansprechen. Ich finde wichtig, dass auch du etwas findest, das dir Spass macht wie immer das auch heißt ob es Tanzen oder Singen im Chor oder der Malkurs. Du mußt auch für dich etwas haben. Weder bei dir noch bei deinem Mann ist jeden Abend Party angesagt, schließlich habt ihr Kinder.
Gruß Melike

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15. Dezember 2007 um 9:46

Mir geht es genauso
Hallo!

Ich kann dich verstehen, denn mir geht es im Moment genauso wie dir, mein Mann ist vor einer Woche, nach einem heftigen Streit ausgezogen (erstmal zu Freunden, morgen schaut er sich eine Wohnung an). Ich habe auch zwei Kinder 10 u. 7 J. Das er sich morgen eine Wohnung ansieht hat mich total geschockt, ich weiss auch nicht wie er das bezahlen will. denn wir haben auch noch ein Haus abzubezahlen. Er will jetzt mein Auto verkaufen, damit er mehr Geld hat. Ich habe auch die Befürchtung, wenn er erst mal alleine lebt, dass er nicht mehr zurückkommt, weil er sich als erstes eine neue Frau suchen wird, weil er eigentlich nicht alleine leben kann.

Er stellt sich das alles so toll vor, gestern meinte er zu mir, dass er Heiligabend zu Besuch kommen würde und im Kinderzimmer übernachten will, weil er seinen Freunden bei denen er wohnt, nicht stören will. Als ich ihn dann fragte ob er auch Silvester kommen würde, meinte er, Silvester würde er dann doch lieber bei seinen Freunden feiern.
Aber am Heiligabend auf heile Familie machen, dazu habe ich ehrlich gesagt keine Lust zu und habe ihn später noch einmal angerufen, dass ich es nicht will (obwohl es mir für meine Kinder leid tut) wenn er die Trennung will, dann auch mit allem Konsequenzen. Dazu sagte er zu mir, das ich ihn jetzt kennenlernen werde und legte wortlos auf.

Ich weiß auch nicht wie Weinachten überstehen soll, bin im Moment das heulende Elend. Wenn du magst kannst du mir gerne schreiben, würde mich freuen auch gerne per PN

Liebe Grüsse

Nurie

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15. Dezember 2007 um 10:27

Eure Ziele sind unterschiedlich!
Guten Morgen Eulalia,
ich frage mich ernsthaft, ob die Therapeuten den Ernst der Lage begreift. Du solltest auf jeden Fall mit ihr darüber reden, wie Du Dich bei diesem "Experiment" fühlst.

Dein Mann hat Spaß, und wo bleibst DU? Er genießt ja förmlich das getrennt sein. Sorry, aber unternimm schleunigst etwas. Das Experiment kann so nicht funktionieren und das solltest Du der Therapeutin auch so sagen.

Ein Aufeinanderzugehen, sieht ein wenig anders aus. Ich vermute mal, den ersten Therapeuten hat er wohl "ausgehebelt", weil dieser ihn mit der Wahrheit konfrontiert hat. Und die jetzige so nach seinen Wunschvorstellungen ihn bestätigt.

Rede mit der Therapeutin, Du hast mehr aufzuarbeiten als er.

Wünsche Dir alles Gute.



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15. Dezember 2007 um 11:36
In Antwort auf magnolia1510

Eure Ziele sind unterschiedlich!
Guten Morgen Eulalia,
ich frage mich ernsthaft, ob die Therapeuten den Ernst der Lage begreift. Du solltest auf jeden Fall mit ihr darüber reden, wie Du Dich bei diesem "Experiment" fühlst.

Dein Mann hat Spaß, und wo bleibst DU? Er genießt ja förmlich das getrennt sein. Sorry, aber unternimm schleunigst etwas. Das Experiment kann so nicht funktionieren und das solltest Du der Therapeutin auch so sagen.

Ein Aufeinanderzugehen, sieht ein wenig anders aus. Ich vermute mal, den ersten Therapeuten hat er wohl "ausgehebelt", weil dieser ihn mit der Wahrheit konfrontiert hat. Und die jetzige so nach seinen Wunschvorstellungen ihn bestätigt.

Rede mit der Therapeutin, Du hast mehr aufzuarbeiten als er.

Wünsche Dir alles Gute.



Danke für die Unterstützung!
Hallo,

Vielen Dank für die guten Wünsche!Das tut sehr gut!


Heute kommt mein Mann, wir gehen dann zusammen aus (das sollen wir von der Therapeutin her so machen). ICh habe viel nachgedacht und für mich beschlossen, dass ich das mal so alles beobachten werde - wie er sich mir gegenüber verhält, was er so erzählt, etc. - und dann meiner Therapeutin nächste Woche alles brühwarm erzähle und auch sage, dass ich unter diesen Bedingungen nicht mehr mitmache. Der Entschluss war schwer und es ist sehr traurig, aber ich denke, dass ich auf mich selbst achten muss, damit ich nciht kaüutt gehe.

Habe übrigens gestern meinen Ehering ausgezogen und mir dafür einen schicken Ring für den Mittelfinger gekauft! Mal sehen, ob ihm das überhaupt auffällt!

Viele Grüße!

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17. Dezember 2007 um 10:38

Guten Morgen Tanita,
mir geht es eigentlich ganz gut, bis auf ein paar Tage, aber bei mir sind es ja auch schon ein paar Tage her mit der Trennung.

Am Anfang hatte ich überhaupt keine Lust auf irgendwelche Aktivitäten! Habe mich förmlich im Haus verkrochen, vor lauter Trauer!

So war das eigentlich auch nicht gemeint, natürlich soll man rausgehen und Spaß haben. Nur nach so kurzer Zeit, ist das bei den meisten einfach nicht möglich.

Tja, das "Warum" habe ich noch nicht aus meinem Lexikon gestrichen. Sicherlich bin ich mir über einiges klar, aber das man verläßt und gleich neu beginnt, ist für mich immer noch nicht vorstellbar. Man kann doch nicht einfach alles hinter sich lassen, ohne an die Familie zu denken! Ich höre immer noch den Standesbeamten: in guten wie in schlechten Zeiten! Vielleicht hatten wir einfach zuviele "schlechte Zeiten"! Aber ihn glücklich zu sehen belastet mich doch sehr! Zumal ich noch nicht genesen bin!

Machen wir das Beste daraus und versuchen nicht über das "Warum" nachzudenken. Ich lebe von Tag zu Tag und genieße jeden, wenn es mir gut geht.

LG Christine

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18. Dezember 2007 um 10:16

Gut so,
nur wer positiv denkt, strahlt auch positives aus! Und das können wir hier doch alle gebrauchen!!!! Wieso war dein WE so schrecklich für dich? Meine Freundin, die nun schon seit 4 Jahren allein lebt, und das auch gut so findet (kann ich allerdings nicht nachvollziehen) genießt jede Sekunde, die sie allein sein kann. Sie hat ihren pedantischen Mann kurz vor Weihnachten verlassen und genießt ihr neues Leben in vollen Zügen. Sie hat 3 Kinder(Kids alle pupertär)und kommt prima damit zurecht alleinerziehend zu sein. Respekt sag ich nur. Aber auch sie ist damals durchs tiefe Tal gegangen. Sie ist für mich so eine Art Vorbild, ich hoffe, es wird mir auch irgendwann so gut gehen wir ihr! Und dann werde ich zu mir selber sagen: Respekt, meine Liebe, das hast du gut gemacht! Und bei allen anderen Verlassenheitsüberlebenen wird es hoffentlich auch so sein! In diesem Sinne

liebe Grüße an alle!!!

Christine

LG Christine

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18. Dezember 2007 um 12:17

Hi Tanita,
Sorry, mein PC zu Hause ist irgendwie kaputt und ich weiß noch nicht, wann ich ihn repariert bekommen. Daher habe ich mich etwas länger nicht gemeldet und kann jetzt nur kurz...

Was ist denn los? Wieso war dein WE schlimm???

Ich drücke dich!

Liebe Grüße

Anke

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18. Dezember 2007 um 22:23
In Antwort auf hamsterchen2408

Guten Morgen Tanita,
mir geht es eigentlich ganz gut, bis auf ein paar Tage, aber bei mir sind es ja auch schon ein paar Tage her mit der Trennung.

Am Anfang hatte ich überhaupt keine Lust auf irgendwelche Aktivitäten! Habe mich förmlich im Haus verkrochen, vor lauter Trauer!

So war das eigentlich auch nicht gemeint, natürlich soll man rausgehen und Spaß haben. Nur nach so kurzer Zeit, ist das bei den meisten einfach nicht möglich.

Tja, das "Warum" habe ich noch nicht aus meinem Lexikon gestrichen. Sicherlich bin ich mir über einiges klar, aber das man verläßt und gleich neu beginnt, ist für mich immer noch nicht vorstellbar. Man kann doch nicht einfach alles hinter sich lassen, ohne an die Familie zu denken! Ich höre immer noch den Standesbeamten: in guten wie in schlechten Zeiten! Vielleicht hatten wir einfach zuviele "schlechte Zeiten"! Aber ihn glücklich zu sehen belastet mich doch sehr! Zumal ich noch nicht genesen bin!

Machen wir das Beste daraus und versuchen nicht über das "Warum" nachzudenken. Ich lebe von Tag zu Tag und genieße jeden, wenn es mir gut geht.

LG Christine

Christine
denk daran, es ist ein gestohlenes Glück auf dem Unglück aufgebaut.

warte bis der Alltag eingekehrt ist. Dann wird sich zeigen, wie "toll" es doch mit der Neuen ist...

Kopf hoch...

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