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Bin in meine (lesbische) Kollegin verliebt

22. Juni 2009 um 22:05

Meine Kollegin, sie ist mitte 20, hatte bislang immer nur Beziehungen mit Frauen und nur eine, zudem eine sehr schlechte, Erfahrung mit einem Mann.
Vor circa einem Jahr führten wir das erste mal einige intensive Gespräche über diese Themen, diese Gespräche wurden dann immer vertrauter.
Zunächst hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass sie mich als Frau mal interessieren würde,
bis sie mir dann sagte, ich sei jemand bei dem sie sich vorstellen könnte, es einmal mit einem Mann zu probieren.

Zunächst habe ich das nicht so ganz ernst genommen, weil sie auch gerade erst eine neue Freundin hatte, ich fühlte mich aber natürlich sehr geschmeichelt.
Wir führten dann immer wieder sehr lange Gespräche über ihre Ängste in Bezug auf Männer und wurden uns immer vertrauter, aber ohne uns körperlich näher zu kommen.
Sie hatte mir auch gleich gesagt, dass sie sich gar nicht sicher sei, ob sie sich überhaupt mit einem Mann einlassen kann und das sie dafür sicher sehr viel Zeit bräuchte.

Irgendwann sprachen wir dann sogar darüber, wie es weiter gehen würde, wenn sich zwischen uns etwas entwickeln würde und waren beide davon überzeugt, dass sich daraus sicher etwas festeres ergeben könnte.
Nach einer Weile kamen wir uns dann auch etwas näher, allerdings nur sehr, sehr verhalten, auch noch nach über einem halben Jahr beschränkten sich sämtliche Zärtlichkeiten auf einige flüchtige Augenblicke, mal ein Kuss, meist aber nur eine kurze Umarmung.

Nun, das eigentliche Problem entwickelte sich dann daraus, dass sie mir immer mehr bedeutete, sich mir aber nie richtig widmen konnte, weil sie ja ihre neue Freundin hatte und das mit uns so nebenher lief. Nach nun mehr einem Jahr bin ich auch mittlerweile davon überzeugt, dass eine Beziehung mit einem Mann für sie nicht wirklich etwas ist.
Ich habe ihr mein Problem dann erklärt und mittlerweile haben wir wieder ein relativ neutrales Verhältnis, wenn auch immer noch sehr vertraut.

Nur leider gelingt es mir nicht die Sache abzuhaken, ich sehe sie ja fast jeden Tag, wir arbeiten oft 8 Stunden nebeneinander. Natürlich war ich schon mal unglücklich verliebt, aber entweder man sieht sich dann nicht mehr, oder es ist etwas vorgefallen, nur wie soll man jemanden vergessen, den man immer wieder sieht, der einen nett behandelt und immer offen und ehrlich zu einem war?
Zudem hatte ich noch nie zu einem Menschen so großes vertrauen.

Wenn wir uns urlaubsbedingt mal 1-2 Wochen nicht sehen und ich es tatsächlich schaffe, sie mal nicht zu vermissen, verfalle ich ihr gleich wieder am ersten Arbeitstag.
Ich sage mir auch immer wieder, dass es einfach nichts werden konnte, dass ich einfach nur unsere Freundschaft genießen sollte usw.
Auch versuche ich mich abzulenken, vor kurzem habe ich sogar eine tolle Frau kennen gelernt, mit der ich mich verabredet habe. Sie war amüsant, intelligent, hübsch und nett, aber ich Dummkopf sitze ihr gegenüber und denke daran, wie toll es wäre, jetzt mit meiner Kollegin dort zu sitzen.

Tja also, da es so ziemlich ausgeschlossen ist, dass ich mir einen anderen Job suche, werde ich wohl da durch müssen und kann nur darauf hoffen, dass ich sie irgendwann nicht mehr so toll finde, aber gerade heute, nach dem wir 8 Stunden nebeneinander gearbeitet haben, frage ich mich allerdings, wann das wohl sein wird.

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24. Juni 2009 um 9:30

Hallo
Ich habe ihr schon öfters gesagt, dass sie mir sehr viel bedeutet, was sie einerseits ganz toll findet, sie auf der anderen Seite aber wohl auch irgendwie belastet, das ist ganz merkwürdig.
Sie wollte die Sicherheit haben, dass es nicht nur ein Flirt wird, aber es auch ganz locker angehen lassen. Das war alles ein ziemliches hin und her.

Was die Treffen mit anderen Frauen anbelangt, so ist das sicher eine gute Ablenkung, allerdings könnte es dann auch sein, dass sich eine Frau für mich interessiert, ich dafür dann aber gar nicht den Kopf frei habe. Ich werde ja sicher kein Date bekommen, wenn ich gleich offen sage, dass ich nur eine Ablenkung suche. Das ganze wäre also nicht ehrlich und sehr unfair.

Was dich angeht, so sehe ich dich eher in der Situation meiner Kollegin, sie kam ja auch auf mich zu und hat auch noch eine Beziehung. Für mich war sie deshalb zunächst mal uninteressant und du bist ja sogar verheiratet, was deinen Kollegen sicher davon abhalten wird, den ersten Schritt zu machen.
Hmm......aber bring deinen Kollegen bloß nicht in so eine Situation wie ich sie jetzt habe, sonst schreibt er demnächst auch hier.

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25. Juni 2009 um 13:02

Hmm....
Manchmal braucht man auch einfach nur Prügel, um eine Sache abzuhaken.
Ich habe mich heute dazu durch gerungen meiner Kollegin zu sagen, wie sehr mir das ganze zu schaffen macht. Wir hatten zwar letztens mal über einiges gesprochen, aber vieles war offen geblieben und wie es bei mir innerlich aussieht, hatte ich auch nicht so richtig erwähnt.
Jedenfalls dachte ich mir, dass es vielleicht gut für mich wäre, ihr mal zu sagen, wie ich jetzt empfinde.
Ihre Antwort darauf war: Ich dachte das hätten wir geklärt
Das war nicht gerade das, was ich erwartet hatte und ich habe ihr dann gesagt, dass meine Gefühle sich nicht einfach so klären lassen.
Sie sagte dann, dass sie irgendwie fertig sei und Kopfschmerzen habe und das sie nicht taktlos sein wollte.
Das hat mich echt sehr enttäuscht, ich habe ihr schon so oft geholfen, wenn sie mal ein Problem hatte und sie geht damit um, als würde es sie gar nicht betreffen.

Letztens hatte sie schon so eine dumme Sache von sich gegeben, als sie sagte, sie wäre zwar noch nicht in ihre jetzige Freundin verliebt, aber sie würde hoffen, dass das noch kommt.
Das war so, als würde es mich gar nicht geben. Nur hatte sie ja den ersten Schritt gemacht.
Das hat mich sehr getroffen und war auch der Grund dafür, warum ich das ganze dann abhaken wollte. Und jetzt noch einmal mehr.
Oder sehe ich das alles zu eng?

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