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Bin in einer Beziehung mit einer Borderlinerin

27. Februar um 10:42
In Antwort auf sphinxkitten1

Mag sein, dass das manchmal der Fall ist aber ob es hier so ist, weißt du nicht. Und ich persönlich glaube es nicht, denn ansonsten hätte der TE, wenn er wissen würde dass ihre Familie Teil des Problems ist, sich nicht weiter deren Nähe gesucht. Ich kann nur sagen, dass es mir sehr geholfen hat, mich mit der Familie meines Mannes austauschen zu können, als sein psychischer Zustand immer mehr außer Kontrolle geraten ist. Das waren für mich die einzigen die verstehen konnten, wie hilflos ich mich gefühlt habe. Wir haben uns gegenseitig Kraft gegeben und das war auch gut so. 

Der TE hat selber Probleme und hat niemanden mehr. Die Familie kann auch voreingenommen sein und und und, also so genau weiss man es nicht. Ich rate hier aber zur Vorsicht, und kann die Freundin verstehen, dass sie sich jetzt isoliert fühlt.

Zwangseinweisung wäre sicher das beste, ist aber leider Gottes nicht möglich.

TE, geh mit gutemnBeispiel voran und begib dich in Therapie, evtl.bewirkt das was bei ihr, wenn sie sieht, dass es wenigstens einer versucht.

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27. Februar um 10:43
In Antwort auf jara

Wurde sie in der Familie verprügelt und missbraucht, oder war das anderswo?

Sie wurde vom Opa vergewaltigt und der ist nicht mehr. Alles andere und auch vergewaltigt wurde sie in der Stadt wo sie jetzt wieder hin abgehauen ist

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27. Februar um 10:44
In Antwort auf jara

Die Grenze wäre, dass er sie fallen lässt. Das schliesst er aber für sich aus. Also kann er nicht mehr tun als sein Leben zu leben und für sie eben da zu sein.

nein.

Die Grenze liegt WEIT davor.

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27. Februar um 10:45
In Antwort auf user22511

Sie wurde vom Opa vergewaltigt und der ist nicht mehr. Alles andere und auch vergewaltigt wurde sie in der Stadt wo sie jetzt wieder hin abgehauen ist

Wusste ihre Mutter davon? Das war jedenfalls Familie und du kennst hier nicht alle Verstrickungen. Du musst da vorsichtig sein, evtl stichst du in ein Wespennest.

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27. Februar um 10:47
In Antwort auf avarrassterne1

sehe ich (als Borderliner...) völlig anders.
Also ja: nicht persönlich nehmen, weil es nicht persönlich ist - ja, stimmt ein Stück weit.

ABER:
Gerade wenn man mit jemandem zusammen ist, der nicht so die Leuchte darin ist, die Grenzen der anderen zu wahren (und überhaupt wahrzunehmen) - ist es wichtig, dass die Menschen ihre eigenen Grenzen ziehen, deutlich machen und ggf. verteidigen.
Also NIE, NIE, NIEMALS immer Rücksicht nehmen, bis man nicht mehr kann und dann noch weiter, bis alles zusammenbricht. Sondern klar und deutlich: bis hierhin und nicht weiter - und zwar bevor die Grenzen überschritten sind und alles zu spät ist!

Rücksicht ist bei jeder Krankheit wichtig und richtig, ABER
- nie generell, sondern an den Punkten, wo sie wirklich nötig ist
- wie immer gilt: die Dosis macht das Gift! (und zu viel an der falschen Stelle ist Gift für beide! )
- niemals über die eigenen Möglichkeiten und Grenzen hinaus!
- Rücksicht besteht nicht zwingend aus nachgeben. Rücksicht kann auch sein "sie sieht die Grenze nicht, ich muss die ganz dick und klar zeigen und vllt. einmal mehr darauf hinweisen".

Das habe ich bzw wir schon gemacht sehr oft sogar, sie ist immer abgehauen und wir waren dann immer wieder da um sie aufzufangen 

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27. Februar um 10:47
In Antwort auf avarrassterne1

nein.

Die Grenze liegt WEIT davor.

Was wäre ne passende Grenze für den TE? Selber Therapie, Selbsthilfegruppe, sich in der Family nicht einmischen, mehr fällt mir nicht ein.

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27. Februar um 10:48
In Antwort auf avarrassterne1

als ob die helfen würden...

Wie meinst du das??? 

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27. Februar um 10:51
In Antwort auf sphinxkitten1

Das ist Quatsch. Es würde weder ihm noch ihr helfen, wenn sie sich völlig verschanzen vor allen anderen. Ihn würde das nur psychisch ebenso kaputt machen wie sie und ihr Problem würde das nicht aus der Welt schaffen. 

Ich möchte ihr so gerne helfen, aber der Arzt stellte bei mir letzte Woche fest, daß ich kurz vor'm Burnout stand und min einen stillen Nervenzusammenbruch hatte, weil ich mich abgekapselt habe. Jetzt darf ich Antidepressiva nehmen 

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27. Februar um 10:54
In Antwort auf user22511

Wie meinst du das??? 

ich habe
- 3 stationäre und / oder teilstationäre
- 2 ambulante
Therapien hinter mir, verteilt auf ~10 Jahre. Die längste 9 Monate am Stück.
Wg. Borderline, SVV, generalisierten Angststörungen, Depressionen. - Primärdiagnose Borderline.
Ergebnisse bei allen: keine Verbesserung oder Verschlechterung.

Auch wenn ich mich mit Kommentaren darüber in der Öffentlichkeit zurück halte, weil ich niemandem den Mut nehmen will, es zu versuchen (und ggf. noch mal und noch mal) - wenn ich diese ewigen "muss sie zur Therapie und dann wird alles besser, sonst nicht" - Kommentare lese, kommt mir so die Galle hoch, dass ich mir den Kommentar nicht immer verkneifen kann.

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27. Februar um 10:54
In Antwort auf jara

Könnte sie halt stören, wenn sie mit ihrer Family Probleme hat und du jetzt bei denen bist und quasi mit ihnen gemeinsame Sache machst. Hilfreich ist es bestimmt nicht, verstehst du?

Klar verstehe ich das. Sie weiß ja nicht was ich mache oder wo ich bin. Sie hat den Kontakt ja zu uns allen abgebrochen

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27. Februar um 10:58
In Antwort auf jara

Bist du eigentlich in Therapie?

Habe ich alles hinter mir. Und jetzt habe ich mir auch Hilfe gesucht die ich auch kriege, damit ich nicht kaputt gehe. Muss dazu sagen das ich Jahre lang im Gefängnis war weil ich meine Familie beschützen wollte. Und habe dabei alles verloren. 

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27. Februar um 10:59
In Antwort auf sphinxkitten1

Mag sein, dass das manchmal der Fall ist aber ob es hier so ist, weißt du nicht. Und ich persönlich glaube es nicht, denn ansonsten hätte der TE, wenn er wissen würde dass ihre Familie Teil des Problems ist, sich nicht weiter deren Nähe gesucht. Ich kann nur sagen, dass es mir sehr geholfen hat, mich mit der Familie meines Mannes austauschen zu können, als sein psychischer Zustand immer mehr außer Kontrolle geraten ist. Das waren für mich die einzigen die verstehen konnten, wie hilflos ich mich gefühlt habe. Wir haben uns gegenseitig Kraft gegeben und das war auch gut so. 

So geht es mir auch

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27. Februar um 11:02
In Antwort auf jara

Der TE hat selber Probleme und hat niemanden mehr. Die Familie kann auch voreingenommen sein und und und, also so genau weiss man es nicht. Ich rate hier aber zur Vorsicht, und kann die Freundin verstehen, dass sie sich jetzt isoliert fühlt.

Zwangseinweisung wäre sicher das beste, ist aber leider Gottes nicht möglich.

TE, geh mit gutemnBeispiel voran und begib dich in Therapie, evtl.bewirkt das was bei ihr, wenn sie sieht, dass es wenigstens einer versucht.

Ich habe meinen alten Therapeuten der mir hilft, da er meine Probleme kennt. Sie isoliert sich selber, auch wenn es blöd klingt, sie ist abgehauen und nicht ich oder wir. Sie hat sich dazu entschieden diesen Weg zu gehen

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27. Februar um 11:05
In Antwort auf jara

Wusste ihre Mutter davon? Das war jedenfalls Familie und du kennst hier nicht alle Verstrickungen. Du musst da vorsichtig sein, evtl stichst du in ein Wespennest.

Ihre Mutter hat was gemacht als sie das mitkriegte. Und bei mir weiß sie wie ich zu diesen Dingen stehe, da sie weiß warum ich damals in haft war

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27. Februar um 11:07
In Antwort auf jara

Was wäre ne passende Grenze für den TE? Selber Therapie, Selbsthilfegruppe, sich in der Family nicht einmischen, mehr fällt mir nicht ein.

Die ersten beiden Punkte mache ich bereits. Selbsthilfegruppe waren wir sogar zusammen hin. Was das famileninterne angeht halte ich mich raus. Wir reden einfach nur, unternehmen was zur Ablenkung 

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27. Februar um 11:12
In Antwort auf user22511

Ihre Mutter hat was gemacht als sie das mitkriegte. Und bei mir weiß sie wie ich zu diesen Dingen stehe, da sie weiß warum ich damals in haft war

Vielleicht hat es ihr aber nicht geholfen, was ihre Mutter da gemacht hat. Und du hast sie auch verletzt mit dem Schreiben mit ihren Freunden. Ihr Verhalten hat also, für sie selbst zumindest, bestimmt gute Gründe. Vielleicht fühlt sie sich unverstanden, oder unter Druck gesetzt, oder was auch immer, aber ich würde sie jetzt in Ruhe lassen, mich um meine Baustellen kümmern(du hast ja selber zu kämpfen mit dir) und sie einfach von sich aus kommen lassen. Mehr kannst du jetzt nicht tun. Du kannst sie nicht retten. Das geht nicht. Rette dich selbst, guck dass es dir besser geht und du stabil bleibst und konzentriere dich darauf. Du musst erstmal dir selbst helfen, siehst du das ein?

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27. Februar um 11:14
In Antwort auf jara

Was wäre ne passende Grenze für den TE? Selber Therapie, Selbsthilfegruppe, sich in der Family nicht einmischen, mehr fällt mir nicht ein.

in die Richtung denke ich nicht.

Der TE schrieb, dass er kurz vor dem Burnout steht - wie kam das?
Durch Liebeskummer, weil sie weggelaufen ist? Nun, nach meiner Meinung bestenfalls AUCH.
In der Hauptsache vermutlich damit, dass die eigene Belastungsgrenze an ganz, ganz, ganz vielen Tagen durch viel kleinere - aber eben sehr viele Ereignisse überschritten wurde. - Und bei denen gilt es anzusetzen.

https://psychologie.gofeminin.de/forum/borderline-von-dem-gefuhl-in-gefuhlen-zu-ertrinken-ii-fd9946
=> einiges davon habe ich dort rein geschrieben.
 

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27. Februar um 11:18
In Antwort auf jara

Vielleicht hat es ihr aber nicht geholfen, was ihre Mutter da gemacht hat. Und du hast sie auch verletzt mit dem Schreiben mit ihren Freunden. Ihr Verhalten hat also, für sie selbst zumindest, bestimmt gute Gründe. Vielleicht fühlt sie sich unverstanden, oder unter Druck gesetzt, oder was auch immer, aber ich würde sie jetzt in Ruhe lassen, mich um meine Baustellen kümmern(du hast ja selber zu kämpfen mit dir) und sie einfach von sich aus kommen lassen. Mehr kannst du jetzt nicht tun. Du kannst sie nicht retten. Das geht nicht. Rette dich selbst, guck dass es dir besser geht und du stabil bleibst und konzentriere dich darauf. Du musst erstmal dir selbst helfen, siehst du das ein?

Du hast rechtklar. Immer wenn ich gefragt habe, weil sie nicht so gut aussah, ob alles ok ist und sie mit mir reden kann, kam nur das ich es eh nicht verstehen kann und ihr auch nie zuhören würde. Und das obwohl sie es besser weiß. 

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27. Februar um 11:23
In Antwort auf avarrassterne1

ich habe
- 3 stationäre und / oder teilstationäre
- 2 ambulante
Therapien hinter mir, verteilt auf ~10 Jahre. Die längste 9 Monate am Stück.
Wg. Borderline, SVV, generalisierten Angststörungen, Depressionen. - Primärdiagnose Borderline.
Ergebnisse bei allen: keine Verbesserung oder Verschlechterung.

Auch wenn ich mich mit Kommentaren darüber in der Öffentlichkeit zurück halte, weil ich niemandem den Mut nehmen will, es zu versuchen (und ggf. noch mal und noch mal) - wenn ich diese ewigen "muss sie zur Therapie und dann wird alles besser, sonst nicht" - Kommentare lese, kommt mir so die Galle hoch, dass ich mir den Kommentar nicht immer verkneifen kann.

Was hat dir geholfen oder hilft dir noch immer damit gut leben zu können? 

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27. Februar um 11:26
In Antwort auf avarrassterne1

in die Richtung denke ich nicht.

Der TE schrieb, dass er kurz vor dem Burnout steht - wie kam das?
Durch Liebeskummer, weil sie weggelaufen ist? Nun, nach meiner Meinung bestenfalls AUCH.
In der Hauptsache vermutlich damit, dass die eigene Belastungsgrenze an ganz, ganz, ganz vielen Tagen durch viel kleinere - aber eben sehr viele Ereignisse überschritten wurde. - Und bei denen gilt es anzusetzen.

https://psychologie.gofeminin.de/forum/borderline-von-dem-gefuhl-in-gefuhlen-zu-ertrinken-ii-fd9946
=> einiges davon habe ich dort rein geschrieben.
 

Ich hab die Welt nicht mehr verstanden, weil wir glücklich waren bis dahin, haben uns ein paar Tage zuvor ein Tattoo stechen lassen was unsere Liebe zu einander widerspiegelt. Alles war gut, wir waren auf Wohnungssuche und alles lief. Und dann ein falscher Satz der nicht böse gemeint war und weck war sie, weil sie nicht gemerkt hat was mit mir bei all dem Stress los war, wo sie mir gegenüber so kühl war 

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27. Februar um 12:22
In Antwort auf sphinxkitten1

Was hat dir geholfen oder hilft dir noch immer damit gut leben zu können? 

hab aufgehört mir helfen zu lassen und angefangen, mir zu helfen.

Mich in die nächste Unibibliothek gesetzt und gefühlt tonnenweise Fachbücher gelesen, mir da die Techniken herausgesucht, die für mich taugen (und die man mir wohl hätte in der Therapie eigentlich erklären sollen), ... tja, ansonsten: Sturheit und keine andere Wahl haben, "hilft" irgendwie auch.
Mein Mann hilft mir tatsächlich aber auch - als neutrale Bewertung einer Wahrnehmung, der ich vertrauen kann (was bei meinen eigenen Wahrnehmungen oft genug gar nicht geht), beispielsweise. Als jemand, der oft eher merkt als ich, wann ich mal runterschalten und Gegenmaßnahmen einleiten muss, weil ich wieder auf einen Schub zusteuere.
u.a.m.

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27. Februar um 12:26
In Antwort auf user22511

Ich hab die Welt nicht mehr verstanden, weil wir glücklich waren bis dahin, haben uns ein paar Tage zuvor ein Tattoo stechen lassen was unsere Liebe zu einander widerspiegelt. Alles war gut, wir waren auf Wohnungssuche und alles lief. Und dann ein falscher Satz der nicht böse gemeint war und weck war sie, weil sie nicht gemerkt hat was mit mir bei all dem Stress los war, wo sie mir gegenüber so kühl war 

ja, plötzliche Wechsel der Gefühlslage, auch um 180°, ohne für andere erkennbaren Grund, gehören zum Krankheitsbild.
Dass die Gefühlslage gern im extremen Bereich ist (in allen Richtungen), auch. Menschen in einer extremen Gefühlslage verhalten sich nicht sonderlich sinnvoll und nicht sonderlich rational - ist bei jedem Menschen so, es tritt nur bei den "normalen" sehr viel seltener auf als bei uns Borderlinern.

Kann man mit Übung, Erfahrung und den richtigen Techniken zum großen Teil abfangen, Gefühle sind nur Gefühle, man muss sich von denen nicht steuern lassen, man kann sie kontrollieren. Das zu lernen - ist schwer und häßlich. Nur leider für Borderliner ziemlich alternativlos.

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27. Februar um 12:51
In Antwort auf avarrassterne1

hab aufgehört mir helfen zu lassen und angefangen, mir zu helfen.

Mich in die nächste Unibibliothek gesetzt und gefühlt tonnenweise Fachbücher gelesen, mir da die Techniken herausgesucht, die für mich taugen (und die man mir wohl hätte in der Therapie eigentlich erklären sollen), ... tja, ansonsten: Sturheit und keine andere Wahl haben, "hilft" irgendwie auch.
Mein Mann hilft mir tatsächlich aber auch - als neutrale Bewertung einer Wahrnehmung, der ich vertrauen kann (was bei meinen eigenen Wahrnehmungen oft genug gar nicht geht), beispielsweise. Als jemand, der oft eher merkt als ich, wann ich mal runterschalten und Gegenmaßnahmen einleiten muss, weil ich wieder auf einen Schub zusteuere.
u.a.m.

Und du vertraust deinem Mann da und wertest ihn nicht ab? Darf ich fragen, wie es deinem Mann gelungen ist, dein Vertrauen zu erlangen und dieses stabil zu halten?

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27. Februar um 13:19
In Antwort auf jara

Und du vertraust deinem Mann da und wertest ihn nicht ab? Darf ich fragen, wie es deinem Mann gelungen ist, dein Vertrauen zu erlangen und dieses stabil zu halten?

ich führe keine Beziehung mit Menschen, denen ich nicht mindestens 100% vertraue.
Habe ich noch nie, werde ich auch nie.

Wie er das geschafft hat? Nun, Vertrauen braucht Zeit, Loyalität und Kompatibilität. Ansonsten sind nicht alle Menschen gleich, auch nicht alle Borderliner.
Ich bin als Borderline schizoider Typus diagnostiziert (als es diese Diagnose noch gab ) - d.h. (u.a.) ich lasse eh nur wenige Menschen an mich heran und auch nur seeeeeeeeeeeehrrrrrr laaaaaaaaaangsammmmmmm und stückchenweise.
Inzwischen sind wir knapp 20 Jahre zusammen in paar Wochen 14 davon verheiratet - und ja, ich vertraue ihm jederzeit und blind.

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27. Februar um 13:33
In Antwort auf avarrassterne1

ich führe keine Beziehung mit Menschen, denen ich nicht mindestens 100% vertraue.
Habe ich noch nie, werde ich auch nie.

Wie er das geschafft hat? Nun, Vertrauen braucht Zeit, Loyalität und Kompatibilität. Ansonsten sind nicht alle Menschen gleich, auch nicht alle Borderliner.
Ich bin als Borderline schizoider Typus diagnostiziert (als es diese Diagnose noch gab ) - d.h. (u.a.) ich lasse eh nur wenige Menschen an mich heran und auch nur seeeeeeeeeeeehrrrrrr laaaaaaaaaangsammmmmmm und stückchenweise.
Inzwischen sind wir knapp 20 Jahre zusammen in paar Wochen 14 davon verheiratet - und ja, ich vertraue ihm jederzeit und blind.

aber... damit das nicht so klingt, als wäre bei mir in Beziehungsdingen alles streßfrei: NEIN, ist es nicht.

Ich habe Tage, wo ich beispielsweise Umarmungen nur mit zusammengebissenen Zähnen ertragen kann - egal von wem. Hat nichts, gar nichts mit demjenigen zu tun, der mich umarmt, ist dennoch nicht gerade schmeichelhaft.
Es gibt Tage, wo ich mich zurückziehe und "einigle", weil andernfalls die Wahrscheinlichkeit, den Elefanten im Porzellanladen zu geben, locker bei 100% liegt.
Es gibt Tage, wo meine Bindungsangst nahezu übermächtig wird (die meisten Grenzgänger haben das gegenteilige Problem, nämlich massive Verlustängste - ich nicht, aber das andere Extrem ist auch keinen Deut besser. )...
usw. usw. usw.
 

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27. Februar um 13:42
In Antwort auf avarrassterne1

ich führe keine Beziehung mit Menschen, denen ich nicht mindestens 100% vertraue.
Habe ich noch nie, werde ich auch nie.

Wie er das geschafft hat? Nun, Vertrauen braucht Zeit, Loyalität und Kompatibilität. Ansonsten sind nicht alle Menschen gleich, auch nicht alle Borderliner.
Ich bin als Borderline schizoider Typus diagnostiziert (als es diese Diagnose noch gab ) - d.h. (u.a.) ich lasse eh nur wenige Menschen an mich heran und auch nur seeeeeeeeeeeehrrrrrr laaaaaaaaaangsammmmmmm und stückchenweise.
Inzwischen sind wir knapp 20 Jahre zusammen in paar Wochen 14 davon verheiratet - und ja, ich vertraue ihm jederzeit und blind.

Also nicht der emotional instabile Typus, der in seinen Beziehungen regelmässig durchdreht und alles abbricht. Aha. Denn die Instabilität gerade in nahen Beziehungen ist ja gerade charakteristisch für diesen Typ, wie auch die Instabilität zu sich selbst. Du scheinst dann zumindest keine gravierenden Schwierigkeiten beim Erhalten einer engen Beziehung zu haben, aber ich würde behaupten, der grossteil der Erkrankten hat diese sehr wohl und egal was der Partner da für Geduld und Liebe aufbringt, er wird immer wieder schwerst verletzt und von sich gestossen.

Vielleicht haben dir die Therapien da ja doch mehr genutzt, als du denkst. Ist nicht selbstverständlich, so eine stabile Ehe zu führen mit der Krankheit.

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27. Februar um 13:47
In Antwort auf avarrassterne1

aber... damit das nicht so klingt, als wäre bei mir in Beziehungsdingen alles streßfrei: NEIN, ist es nicht.

Ich habe Tage, wo ich beispielsweise Umarmungen nur mit zusammengebissenen Zähnen ertragen kann - egal von wem. Hat nichts, gar nichts mit demjenigen zu tun, der mich umarmt, ist dennoch nicht gerade schmeichelhaft.
Es gibt Tage, wo ich mich zurückziehe und "einigle", weil andernfalls die Wahrscheinlichkeit, den Elefanten im Porzellanladen zu geben, locker bei 100% liegt.
Es gibt Tage, wo meine Bindungsangst nahezu übermächtig wird (die meisten Grenzgänger haben das gegenteilige Problem, nämlich massive Verlustängste - ich nicht, aber das andere Extrem ist auch keinen Deut besser. )...
usw. usw. usw.
 

Ich denke, ein sehr grosses Problem ist ja das ständige Hin und Herpendeln zwischen massiver Bindungsangst und massiver Verlustangst. Dies verwirrt und quält den Partner mMn am meisten, er wird ja regelrecht mit verrückt gemacht durch das ständige geh weg komm her. Dadurch ist es auch so verdammt schwer, nen Cut zu machen. Borderliner sind leider Suchtgefahr pur durch diese Achterbahn der Gefühle.

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27. Februar um 13:55
In Antwort auf jara

Also nicht der emotional instabile Typus, der in seinen Beziehungen regelmässig durchdreht und alles abbricht. Aha. Denn die Instabilität gerade in nahen Beziehungen ist ja gerade charakteristisch für diesen Typ, wie auch die Instabilität zu sich selbst. Du scheinst dann zumindest keine gravierenden Schwierigkeiten beim Erhalten einer engen Beziehung zu haben, aber ich würde behaupten, der grossteil der Erkrankten hat diese sehr wohl und egal was der Partner da für Geduld und Liebe aufbringt, er wird immer wieder schwerst verletzt und von sich gestossen.

Vielleicht haben dir die Therapien da ja doch mehr genutzt, als du denkst. Ist nicht selbstverständlich, so eine stabile Ehe zu führen mit der Krankheit.

Emotional instabil ist jeder Borderliner. Per Definition. Dass ich sehr wohl (reichlich) Probleme mit Beziehungen habe, hatte ich ja geschrieben. Ich habe vielleicht den minimalen Vorteil, dass ich von Natur aus zum Rückzug, ggf. in mich selbst (Stichwort Dissoziationen) neige - aber das Thema "verbrannte Erde" ist mir so gar nicht unbekannt.
Weswegen man als Borderliner lernen muss, das zu kontrollieren, andernfalls ist man schlicht nicht beziehungsfähig.
Und unsere Partner lernen müssen, dass "Grenzen setzen" wichtiger (und hilfreicher - für BEIDE) sein kann als "Geduld und Liebe".
 

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27. Februar um 15:35
In Antwort auf avarrassterne1

Emotional instabil ist jeder Borderliner. Per Definition. Dass ich sehr wohl (reichlich) Probleme mit Beziehungen habe, hatte ich ja geschrieben. Ich habe vielleicht den minimalen Vorteil, dass ich von Natur aus zum Rückzug, ggf. in mich selbst (Stichwort Dissoziationen) neige - aber das Thema "verbrannte Erde" ist mir so gar nicht unbekannt.
Weswegen man als Borderliner lernen muss, das zu kontrollieren, andernfalls ist man schlicht nicht beziehungsfähig.
Und unsere Partner lernen müssen, dass "Grenzen setzen" wichtiger (und hilfreicher - für BEIDE) sein kann als "Geduld und Liebe".
 

Naja, es gibt eben verschiedene Typen, den impulsiven Typus und den Typus, wo halt die emotionale Instabilität nochmal extrem hervortritt, also den Borderline Typus. Beim impulsiven sind nochmal andere Probleme sehr im Vordergrund, zB Unberechenbarkeit, und dem klassischen Typus rechnet man halt die Instabilität in Beziehungen verstärkt zu. Gibt sicher auch Mischformen, manche tun sich evtl etwas leichter mit Beziehungen, andere nicht, wie du ja auch schreibst. Und du hattest ja auch mittlerweile massig Therapie und dadurch auch ganz andere Infos über dich selbst bekommen. Evtl.hast du es dann doch so gelernt, jetzt zu vertrauen, wenn es früher für dich schlimmer war. Das lässt doch hoffen.

Aber davon ist die Freundin des TE ja noch meilenweit entfernt, somit wird das ein schweres Unterfangen für ihn, so oder so, mit allen Grenzen, Geduld, Liebe, auf den Kopf stellen. Es liegt einfach wirklich nur sehr sehr bedingt in seiner Hand, viel kann er da nicht ausrichten, ausser zu schauen, dass er nicht selber mit untergeht.

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27. Februar um 15:56
In Antwort auf jara

Naja, es gibt eben verschiedene Typen, den impulsiven Typus und den Typus, wo halt die emotionale Instabilität nochmal extrem hervortritt, also den Borderline Typus. Beim impulsiven sind nochmal andere Probleme sehr im Vordergrund, zB Unberechenbarkeit, und dem klassischen Typus rechnet man halt die Instabilität in Beziehungen verstärkt zu. Gibt sicher auch Mischformen, manche tun sich evtl etwas leichter mit Beziehungen, andere nicht, wie du ja auch schreibst. Und du hattest ja auch mittlerweile massig Therapie und dadurch auch ganz andere Infos über dich selbst bekommen. Evtl.hast du es dann doch so gelernt, jetzt zu vertrauen, wenn es früher für dich schlimmer war. Das lässt doch hoffen.

Aber davon ist die Freundin des TE ja noch meilenweit entfernt, somit wird das ein schweres Unterfangen für ihn, so oder so, mit allen Grenzen, Geduld, Liebe, auf den Kopf stellen. Es liegt einfach wirklich nur sehr sehr bedingt in seiner Hand, viel kann er da nicht ausrichten, ausser zu schauen, dass er nicht selber mit untergeht.

richtig. Genau das ist für ihn die wichtigste Erkenntnis.

Es liegt einfach wirklich nur sehr sehr bedingt in seiner Hand, viel kann er da nicht ausrichten.

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