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Forum / Liebe & Beziehung

Bin ich zu wenig entspannt.

Letzte Nachricht: 13. Februar um 12:02
F
feena_29293413
13.02.23 um 11:52

Guten Tag zusammen
 
Im Moment stehe ich in meinem Leben vor einigen Herausforderungen. Im grossen Ganzen läuft alles gut, deswegen mach ich mir Gedanken, ob ich selbst häufig zu verkrampft auf das Leben sehe.
 
Seit einem Jahr bin ich in einer Beziehung. Sie läuft grundsätzlich super. Mein Partner hat eine Tochter auch mit der verstehe ich mich super und wir möchten bald alle zusammenwohnen.
 
Ich selbst bin 28, habe vor einem Jahr das Studium abgeschlossen und bald mein anschliessendes Praktikum fertig. Danach beginne ich meine erste «richtige» Stelle und geniesse eigentlich mein Leben sehr.
 
In meinem Alter beginnt aber jetzt die Zeit in der alle übers Heiraten und Kinder kriegen sprechen. Das lässt natürlich auch mich nicht kalt. Ich wünsche es mir sehr eine Familie zu haben. Aber eigentlich habe ich das ja bereits mit meinem Partner. Zudem geniesse ich die kinderfreie Zeit ebenso. Auch in meiner Single-Zeit habe ich immer gewusst, dass ich mir das wünsche, aber nicht das Mutter-Sein stand an erster Stelle, sondern die Familie und die Gemeinschaft.
 
Seit ca. einem halben Jahr haben mein Partner und ich nun immer wieder Krisen bei denen wir die Diskussion über weitere Kinder haben. Ich wünsche mir das (nicht jetzt, da ich gerne unabhängig sein will und mich dafür zuerst im Job festigen muss etc. und ich das Leben wie ich es habe sehr geniesse). Mein Partner kann sich weitere Kinder nicht wirklich vorstellen. Er ist froh ist seine Tochter kein Baby mehr, und dass er wieder mehr Freiheit hat.
Für mich ist es sehr schwierig. Ich bin mir auch nicht 100% sicher, ob ich meine Einstellung ändere. Vielleicht denke ich ja mein Leben lang, Kinder ja, aber nicht jetzt. Aber ich bin genauso wenig bereit mit 28 zu entscheiden niemals eigene Kinder zu haben.
 
Wir kommen dann immer wieder an den Punkt, ob das nun die Trennung bedeuten muss. Denn mein Partner sagt: er fühle es nicht ein weiteres Kind zu haben. Vielleicht ändere sich dies in Zukunft, aber er kann mir das ja nicht versprechen.
 
Ich bin dann immer so hin und her gerissen, denn ich weiss, dass ich den Mut hätte mich zu trennen, wenn für mich der Kinderwunsch so gross ist. Aber ich weiss auch, dass es im Moment nicht aktuell genug ist, diesen Schritt zu gehen. Aber dann frage ich mich halt, ob das Zusammenziehen dann nicht noch warten sollte (was ich aber eigentlich unbedingt will und mich darauf freue).
 
Ausserdem denke ich manchmal, dass es auch unglaublich schwer ist, einfach nach einem Jahr sich sicher genug zu fühlen ein Kind zu haben. Ich verstehe sehr gut, dass er das im Moment nicht weiss. Auch bin ich doch ab und an noch unsicher in der Patchwork-Konstellation, da es eine grosse Umstellung für mich (denn ich bin mir nicht gewohnt meinen Partner zu teilen), für meinen Partner (gleichzeitig zwei Bedürfnisse zu erfüllen) und auch für seine Tochter (die 2 Jahre ihren Papa mit niemandem teilen musste) war.
Ich weiss auch, dass ein Teil von mir ein Kind möchte um vollständig dazu zu gehören, was definitiv die falsche Motivation ist. Ich bin manchmal unsicher, eifersüchtig oder muss zurückstecken. Ich denke, ich muss erst mit dem zurechtkommen bevor ich einen neuen Menschen in die Welt setze.
Neben der neuen Beziehung, dem Bonuskind und dem Umzug, bin ich erst vor 2 Jahren weg von meiner Familie und meinen Freunden in eine neue Stadt gezogen, habe jetzt eine neue Herausforderung mit neuer Stelle vor mir und nicht zu vergessen waren die letzten 3 Jahre mit Corona sowieso nicht gerade die einfachsten. Das strahle ich wohl auch aus, dass ich überhaupt nicht angekommen bin und darein sollte wohl kein Kind entstehen (ist auch meine Meinung).
 
Daher verstehe ich, dass wir eher beide nicht sicher sind was wir wollen, was sich richtig anfühlt und was nicht. Ich merke auch, dass ich in der Situation trotzig werde und kein Nein hören will.
Und ich bin auch nicht zu streng mit mir: denn ich weiss, dass für mich das Thema eigene Kinder wohl eine Sache für über 30 ist. Dies bedeutet, aber auch, dass, wenn ich will ich nicht mehr ewig Zeit haben werde einen Partner zu finden, der das auch mit mir will. Das ist ein Risiko, das ich aber wohl eingehen muss.
 
Ausserdem würde ich es wohl auch geniessen Single zu sein, das wäre dann aber nicht der Moment an dem ich an Kinder denken würde, sondern eher an meine Freiheit.
 
So oder so, sollte ich wohl alles auf mich zukommen lassen, wenn ein Punkt erreicht ist, der mir zeigt ich muss etwas ändern, oder dass ich etwas Neues will, werde ich es sicherlich merken.
 
Kennt ihr das auch, diese Umbruchphasen, bei denen alles so ungewiss scheint und man so viele Lebensverändernde Entscheidungen vor sich hat. Wie seid ihr damit umgegangen?
 
Liebe Grüsse
 

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L
linea
13.02.23 um 12:02

Das kennt jeder ab einem Bestimmten Alter.

Wie du schon sagtest, der erste "richtige" Job, das erste zusammenzihen, haben die meisten ja auch schon erlebt.
Ich habe daraus gelernt, das es eh immer anders kommt, als man denkt. Plane nicht dein ganzes Leben vor, der Plan geht eh schief.
Wenn du aktuell noch keine Kinder haben willst und er auch nicht ist doch ok, keiner weiß, ob du in den nächsten 10 Jahren deine Meinung änderst, oder ob es doch einen Unfall gibt.

Lebe so, wie du es gerade aktuell tun möchtest und mach das beste draus. Weiter geht es immer, das kein keiner aufhalten.

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