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Bin ich zu ,,süchtig" nach meinem Freund?

21. Oktober um 20:51

Hallo,
ich bin Nin und uch habe da eine Frage an euch....
Bin ich zu abhängig von meinem Freund ?
Mein Freund und ich sind bald 6 Monate zusammen und ich liebe ihn wirklich sehr. Nur manchmal hab ich das Gefühl ich würde ihn zu sehr lieben...
Ich will ihn ständig um mich herum haben und wenn ich ihn mal nicht sehen kann werde ich sehr traurig und fühle mich einsam, obwohl ich genug Freunde hätte mit denen ich etwas unternehmen könnte. Aber wenn er nicht da ist hab ich gar keine Lust irgendwas zu machen..
Ein guter Freund von mir hat mir auch schonmal gesagt, dass ich zu anhänglich wäre. Dann war ich mega sauer auf ihn, warum er denn soetwas sagt.
Mein Freund und ich machen immer Dienstag bis Donnerstag Nachmittags zusammen was und die anderen Tage will ich ihm Freiraum geben, dass er sich auch mit seinen Freunden treffen kann und so.
Und als er einmal an einem Dienstag etwas mit seinem Kumpel machen wolle bin ich völlig ausgeflippt, warum er das tut und wie er mir sowas antun kann usw.
Er will generell nicht so viel Zeit mit mir verbringen als ich mit ihm (zumindest kommt es mir so vor)
Ich will auch immer sehr gerne mit ihm abends telefonieren, doch meistens telefoniert er lieber mit seinen Freunden und zockt mit ihnen.
Dann fühl ich mich auch immer sehr ungeliebt, weil lieber etwas mit ihnen machen will als mit mir 
Ich will ihn am liebsten immer um mich haben, doch er will das meist nicht.
Dann denk ich immer das er mich sehr viel weniger liebt als er mich.
Ich hab desswegen auch schon oft das Gespräch mit ihm gesucht, aber leider immer ohne Erfolg. Er wurde meist wütend oder sehr, sehr traurig und das will ich ja nicht also hab ich das Gespräch abgebrochen um ihn zu trösten.

Stimmt etwas an meiner Denkweise nicht ?
Was kann ich tun ?
Sollte ich mir professionelle Hilfe suchen ?

Bin sehr dankbar für alle Antworten 😊

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21. Oktober um 20:52

Sorry für die vielen Tippfehler 🙈
Ich heiße Nina und nicht Nin 

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22. Oktober um 7:46

Jap, das klingt nach emotionaler Abhängigkeit. Das größte Problem dabei ist, dass du deinen Freund mit deinem Klammerverhalten auf Dauer von dir wegtreibst, und das ist ja wahrscheinlich genau das, was du am wenigsten willst. Er möchte sicherlich lieber ne fröhliche, selbstbewusste Freundin, und keine, die ihm die Verantwortung für ihr persönliches Glück aufs Auge drückt und jedesmal zu nem Häufchen Elend mutiert, wenn er was ohne sie machen will. Er hat schließlich genug mit seinem eigenen Leben zu tun.


"Ich will ihn am liebsten immer um mich haben, doch er will das meist nicht.
Dann denk ich immer das er mich sehr viel weniger liebt als er mich."


Daran merkst du schon, dass ihm deine Klammerei zuviel wird. In so ner Situation geht der "Beklammerte" ganz automatisch und unbewusst auf Abstand. Stell dir vor, du unterhältst dich mit jemandem, der dir gegenübersteht, und der rückt dir körperlich dabei immer mehr auf die Pelle, während du ganz normal mit ihm sprichst. Du wirst dann ganz automatisch nen kleinen Schritt zurückgehen. Dann nen größeren, und noch einen, ohne dass du das bewusst wirklich wahrnimmst. Und irgendwann stehst du mit dem Rücken an der Wand und bekommst Panikgefühle, weil du nicht weiter ausweichen kannst - und weißt nicht mal genau, wieso, denn dein Bewusstsein hat von dem ganzen Nähe-Distanz-Spielchen gar nix mitbekommen und führt einfach nur ne "normale" Unterhaltung.


"Stimmt etwas an meiner Denkweise nicht ?"

Wenn man verliebt ist, will man natürlich seinen Freund gern um sich haben - so weit, so normal. Aber dass du ohne ihn fast gar nix mehr auf die Reihe bringst und gar keinen Spaß mehr haben kannst, das ist ungesund. Und wie gesagt, du schlägst ihn so geradezu in die Flucht.


"Was kann ich tun ?"

Versuch dich wieder verstärkt um dein eigenes Leben zu kümmern. Wenn dein Freund was ohne dich macht, dann tu was für dich. Tu Dinge, die dir Spaß machen (bzw. früher mal Spaß gemacht haben), und/oder tu sinnvolle Dinge, die dich im Leben weiterbringen oder mit denen du anderen hilfst. Auch wenn dir das am Anfang falsch und sinnlos vorkommt - der Appetit kommt in diesem Fall beim Essen, wie man so schön sagt


"Sollte ich mir professionelle Hilfe suchen ?"

Wenn du's allein nicht schaffst, wär das ganz sinnvoll, ja. Vor allem, wenn es irgendwelche Verlusttraumata aus deiner Kindheit gibt, die was mit deinem aktuellen Problem zu tun haben könnten. Aber bisher hast du's ja noch gar nicht ernsthaft versucht, aus deiner Abhängigkeit rauszukommen, deshalb probier's erstmal ohne Hilfe.

lg
cefeu

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