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Bin ich (w) der Mann in der Beziehung ?

18. Dezember 2019 um 19:12 Letzte Antwort: 19. Dezember 2019 um 10:21

Hey Leute kurz zu den Rahmenbedingungen: mein Freund (25) und ich (w22) sind seit 4 Jahren ein Paar und unsere Beziehung an sich ist auch sehr schön: gemeinsame Interessen, keine Eifersucht, viel Romantik usw.. 

Jedoch löst das Thema Alkohol bei uns ab und zu Diskussionen aus.. mein Freund hat deshalb seinen Führerschein verloren und ist auch nicht motiviert ihn wieder zu bekommen.. dadurch habe ich mich schon oft wie ein Chauffeur gefühlt und außerdem konnte er mir in Notsituationen (Autopanne oder gesundheitliches Problem) nicht helfen. Hinzu kommt, dass ich ihn durch den häufigen Alkoholkonsum oft nach Hause "schleppen" musste und es andauernd Probleme gab weil er einen Schlüssel/ Handy/ Portmonee verloren hat oder sogar auf Partys eingeschlafen ist. Manchmal versucht er an seinem Konsum etwas zu ändern manchmal meint er ich übertreibe.. ich kann mich jedoch seit längerem nicht mehr bei ihm "geborgen und sicher" fühlen weil ich ständig auf ihn aufpassen musste.. ich weiß dass ich eine selbstständige Frau bin, die nicht auf einen Mann angewiesen ist aber ich wünsche mir einfach oft eine "starke Schulter" - die mir mein Freund in seiner Lage nicht vermittelt. Kann er daran wohl arbeiten? Übertreibe ich? 

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18. Dezember 2019 um 19:39

Ich denke wir leben in dem Zeitalter, wo man und Frau gleichermaßen Verantwortung tragen müssen. Was auch nicht ausschließt dass der eine für den anderen einsteht. Soll natürlich nicht heißen das man sich ausnutzen lassen muss. 
ich sehe an dieser Stelle das Problem der Selbstverständlichkeit, und die kann tödlich sein egal ob in der Beziehung oder Ehe. 
ein vernünftiges Gespräch wird da einiges klären. Grenzen setzen und eventuell mal aufem Pott setzen ✌️

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18. Dezember 2019 um 19:43
In Antwort auf leobeo

Hey Leute kurz zu den Rahmenbedingungen: mein Freund (25) und ich (w22) sind seit 4 Jahren ein Paar und unsere Beziehung an sich ist auch sehr schön: gemeinsame Interessen, keine Eifersucht, viel Romantik usw.. 

Jedoch löst das Thema Alkohol bei uns ab und zu Diskussionen aus.. mein Freund hat deshalb seinen Führerschein verloren und ist auch nicht motiviert ihn wieder zu bekommen.. dadurch habe ich mich schon oft wie ein Chauffeur gefühlt und außerdem konnte er mir in Notsituationen (Autopanne oder gesundheitliches Problem) nicht helfen. Hinzu kommt, dass ich ihn durch den häufigen Alkoholkonsum oft nach Hause "schleppen" musste und es andauernd Probleme gab weil er einen Schlüssel/ Handy/ Portmonee verloren hat oder sogar auf Partys eingeschlafen ist. Manchmal versucht er an seinem Konsum etwas zu ändern manchmal meint er ich übertreibe.. ich kann mich jedoch seit längerem nicht mehr bei ihm "geborgen und sicher" fühlen weil ich ständig auf ihn aufpassen musste.. ich weiß dass ich eine selbstständige Frau bin, die nicht auf einen Mann angewiesen ist aber ich wünsche mir einfach oft eine "starke Schulter" - die mir mein Freund in seiner Lage nicht vermittelt. Kann er daran wohl arbeiten? Übertreibe ich? 

Diese Beziehung bezeichnest Du als "an sich sehr schön"?

Dein Freund gehört auf Entzug, sonst Trennung

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18. Dezember 2019 um 19:46
In Antwort auf leobeo

Hey Leute kurz zu den Rahmenbedingungen: mein Freund (25) und ich (w22) sind seit 4 Jahren ein Paar und unsere Beziehung an sich ist auch sehr schön: gemeinsame Interessen, keine Eifersucht, viel Romantik usw.. 

Jedoch löst das Thema Alkohol bei uns ab und zu Diskussionen aus.. mein Freund hat deshalb seinen Führerschein verloren und ist auch nicht motiviert ihn wieder zu bekommen.. dadurch habe ich mich schon oft wie ein Chauffeur gefühlt und außerdem konnte er mir in Notsituationen (Autopanne oder gesundheitliches Problem) nicht helfen. Hinzu kommt, dass ich ihn durch den häufigen Alkoholkonsum oft nach Hause "schleppen" musste und es andauernd Probleme gab weil er einen Schlüssel/ Handy/ Portmonee verloren hat oder sogar auf Partys eingeschlafen ist. Manchmal versucht er an seinem Konsum etwas zu ändern manchmal meint er ich übertreibe.. ich kann mich jedoch seit längerem nicht mehr bei ihm "geborgen und sicher" fühlen weil ich ständig auf ihn aufpassen musste.. ich weiß dass ich eine selbstständige Frau bin, die nicht auf einen Mann angewiesen ist aber ich wünsche mir einfach oft eine "starke Schulter" - die mir mein Freund in seiner Lage nicht vermittelt. Kann er daran wohl arbeiten? Übertreibe ich? 

Er kann nur daran arbeiten, indem er sein Problem erkennt und Verantwortung für sich selber übernimmt. 

Du hingegen musst aufhören, ihn zu betüdeln und seine Fehler auszumerzen, denn genau das hindert ihn daran. 

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18. Dezember 2019 um 19:52
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Diese Beziehung bezeichnest Du als "an sich sehr schön"?

Dein Freund gehört auf Entzug, sonst Trennung

Naja ich habe es bislang so gesehen, dass es ja "sein Problem" ist, weil es nicht direkt unsere Beziehung beeinflusst hat.. aber vielleicht gestehe ich mir auch nicht ein, dass ich doch mehr als gedacht darunter leide 

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18. Dezember 2019 um 19:56
In Antwort auf leobeo

Naja ich habe es bislang so gesehen, dass es ja "sein Problem" ist, weil es nicht direkt unsere Beziehung beeinflusst hat.. aber vielleicht gestehe ich mir auch nicht ein, dass ich doch mehr als gedacht darunter leide 

Was heisst leiden?
Du hast durch ihn jede Menge Mehrbelastung.
Würde das weniger so sehen, dass Du der Mann in der Beziehung bist, sondern die Mutter, die auf ihr unselbständiges Kind aufpassen muss.

Wie kommt er denn zur Arbeit?

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18. Dezember 2019 um 20:05
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Was heisst leiden?
Du hast durch ihn jede Menge Mehrbelastung.
Würde das weniger so sehen, dass Du der Mann in der Beziehung bist, sondern die Mutter, die auf ihr unselbständiges Kind aufpassen muss.

Wie kommt er denn zur Arbeit?

Ja so fühle ich mich auch oft..
er hat ein bahnticket.. das ist auch eigentlich kein Problem. Ich setze ja auch nicht voraus das jeder ein Auto hat. Einmal habe ich beim Auto fahren einen Migräneanfall mit übelkeit, Sehstörungen etc bekommen und da mussten wir das Auto am Straßenrand stehen lassen und ein Taxi nehmen. Da wurde mir das erste mal klar wie viel einfacher es wäre wenn er ab und zu mal einspringen könnte beim fahren 

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18. Dezember 2019 um 22:35
In Antwort auf leobeo

Hey Leute kurz zu den Rahmenbedingungen: mein Freund (25) und ich (w22) sind seit 4 Jahren ein Paar und unsere Beziehung an sich ist auch sehr schön: gemeinsame Interessen, keine Eifersucht, viel Romantik usw.. 

Jedoch löst das Thema Alkohol bei uns ab und zu Diskussionen aus.. mein Freund hat deshalb seinen Führerschein verloren und ist auch nicht motiviert ihn wieder zu bekommen.. dadurch habe ich mich schon oft wie ein Chauffeur gefühlt und außerdem konnte er mir in Notsituationen (Autopanne oder gesundheitliches Problem) nicht helfen. Hinzu kommt, dass ich ihn durch den häufigen Alkoholkonsum oft nach Hause "schleppen" musste und es andauernd Probleme gab weil er einen Schlüssel/ Handy/ Portmonee verloren hat oder sogar auf Partys eingeschlafen ist. Manchmal versucht er an seinem Konsum etwas zu ändern manchmal meint er ich übertreibe.. ich kann mich jedoch seit längerem nicht mehr bei ihm "geborgen und sicher" fühlen weil ich ständig auf ihn aufpassen musste.. ich weiß dass ich eine selbstständige Frau bin, die nicht auf einen Mann angewiesen ist aber ich wünsche mir einfach oft eine "starke Schulter" - die mir mein Freund in seiner Lage nicht vermittelt. Kann er daran wohl arbeiten? Übertreibe ich? 

schreib doch einfach, dass du einen Partner suchst, der dir mehr Sicherheit gibt.

Warum der Blödsinn mit dem Geschlecht? 
Also all die Dinge, die dein Freund macht, machen ihn weniger männlich?
Heißt also Frauen sind unzuverlässig.

Interessant deine Sichtweise

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18. Dezember 2019 um 23:08

solange dein freund oder mann nicht erkennt das er krank ist und etwas dagegen tun muss, wirst du immer diejenige sein welche alles ausbügelt. 

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19. Dezember 2019 um 1:40

wieso quält man sich selbst so in einer Beziehung?

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19. Dezember 2019 um 9:42
In Antwort auf jim

schreib doch einfach, dass du einen Partner suchst, der dir mehr Sicherheit gibt.

Warum der Blödsinn mit dem Geschlecht? 
Also all die Dinge, die dein Freund macht, machen ihn weniger männlich?
Heißt also Frauen sind unzuverlässig.

Interessant deine Sichtweise

Das Klischee sagt ja, dass Männer stark zu sein haben und Frau mal eine starke Schulter zum anlehnen braucht.

Das vermisst sie.

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19. Dezember 2019 um 10:21
Beste Antwort

Ich seh das auch weniger als ein Problem mit Geschlechterrollen(-klischees), sondern der Freund der TE scheint nicht mal die Verantwortung für sich übernehmen zu können/wollen, die er als erwachsener Mensch hat. Also Mama-Kind-Beziehung.

@TE: Du musst dir schon klarmachen, dass diese Mama-Kind-Rollenverteilung von euch beiden getragen wird, und so auch nur weitergeht, wenn ihr beide eure zugewiesenen Rollen annehmt. Wenn du es ablehnst, weiter auf ihn "aufzupassen", seine suffbedingten Probleme für ihn zu klären / abzufedern undsoweiter, dann wird er sich nach anderen Lösungsmöglichkeiten umsehen müssen.
Das würde also z.B. heißen, du "schleppst" ihn nicht mehr nach Hause, wenn er auf ner Party abgestürzt ist. Wenn er seinen Schlüssel verliert, dann hilfst du ihm nicht beim Suchen - und wenn er deswegen irgend ne gemeinsame Unternehmung absagen muss, dann gehst du da halt allein oder mit ner Freundin hin und lässt dir davon nicht den Spaß verderben. Du hörst auf, ihm zu sagen, dass er sich ändern soll. Du lässt ihn buchstäblich mit seinen Problemen allein. Nur so kann er sich deren voller Tragweite bewusst werden und ggf. den Willen entwickeln, was zu ändern.

Eine Person, die einem Abhängigen dabei "hilft", trotz Konsum im Leben halbwegs zu funktionieren, nennt man übrigens "co-abhängig". Das sind meistens Partner, Elternteile oder schlimmstenfalls sogar Kinder des Betroffenen. Und letztlich helfen die dem Abhängigen nur, mit seinem Konsum weiterzumachen, denn für sie läuft's ja.

"Kann er daran wohl arbeiten?"

Können schon - die Frage ist, ob er will. Denn es ist natürlich unbequem für ihn. Das heißt, die bequemere Variante (= mit dir als co-abhängiger Partnerin) darf nicht mehr zur Verfügung stehen. Und das heißt, dass als allererstes du an deinem Verhalten arbeiten, also aus der Co-Abhängigkeit rauskommen und die Mutterrolle ablegen solltest. Letztlich kannst du sowieso nur dich selbst ändern. Dass er dann für dich mal ein kurzfristiges Problem lösen kann (also z.B. als Fahrer einspringen kann, wenn du ein gesundheitliches Problem hast), ist erst der *nachzähl* dritte Schritt. Bevor er sowas wie ne starke Schulter bieten kann, muss er erstmal sein eigenes Leben in den Griff kriegen und sich auf gleiche Stufe mit dir begeben, und davor muss er den entsprechenden Tritt in den Hintern kriegen.

lg
cefeu

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