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Bin ich verrückt ?

12. Dezember 2015 um 23:24 Letzte Antwort: 15. Dezember 2015 um 14:30

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, jemand kann sich kurz Zeit nehmen und (m)eine Geschichte lesen. Es gibt jemanden, der mich so oft in meinem Leben aus der Bahn geworfen hat und mich jetzt wieder einmal im Gefühlschaos und Leid zurücklässt. Leider fehlt es mir momentan an einer guten Freundin, die sich das alles anhört

Es ist wohl eine von vielen Liebesgeschichten mit Herzschmerz, nur kommt dazu, dass ich mich selbst kaputt mache und hoffe, durch eure Antworten irgendwie an den Punkt zu kommen, all das hinter mir zu lassen.

Vor genau 5 Jahren lernte ich einen Mann kennen. Damals war ich 18, er war 20. Ich nenne ihn mal Jakob. Ich hatte mit 18 schon ein bis zwei Beziehungen hinter mir, die alle nicht sehr erfreulich verliefen. Jakob war ein extrem geheimnisvoller Mensch, sehr ruhig und zurückhaltend, mit sehr grünen Augen und dunklen Haaren. Er war nicht wirklich der Frauenschwarm und ich konnte mir nicht erklären, warum seine Aura und Energie mich so extrem anzogen. Wenn ich neben Jakob saß, wollte ich seine Haut spüren, wollte in der Wärme bleiben, die er ausstrahlte. Es klingt komisch, aber ich fühlte mich zu Hause, wenn er da war. Da war ein Band, wie ich es bei mir und meiner Schwester kannte. Als hätte ich Jakob schon einmal gekannt, in einem anderen Leben....

Komischerweise war es bei Jakob genauso. Ich sah in seinen Augen, wie sehr er mich mochte. Wir verbrachten die Nacht zusammen, ohne intim zu werden. Die Gefühle im Raum waren intim genug.

Ich sah Jakob immer wieder wie zufällig. Mal am See, mal bei Freunden. Jedes mal wenn wir uns sahen, zogen wir uns sofort zurück um allein zu sein. Wir lachten viel und genossen diesen stillen Raum der entstand, wenn wir beieinander waren. Wenn die Welt in den Hintergrund rückte und es nur noch uns beide gab.

Jakob hatte eine Freundin,nennen wir sie Anna. Anna war sehr schön, sehr groß und sehr offen. Wenn sie einen Raum betrat, schauten sie alle an. Ich fand sie immer schon faszinierend und sie schüchterte mich ein. Jakob und Anna waren drei Jahre zusammen. Während dieser Zeit trafen wir uns immer noch zufällig. In den Ferien schlief ich sogar bei ihm, ohne dass wir uns je berührten. Wir redeten viel. Ertrugen die Spannung zwischen uns. Einmal war Jakob zusammen mit Anna da. Also bei Freunden. Anna weinte sehr laut und lag am Küchenboden. Sie weinte wegen Jakob, warum genau wusste ich nicht. Anscheinend wollte er die Nacht hier verbringen. Ich versuchte sie zu trösten, als sie mich mit kalten und feuchten Augen anblickte und sagte :"Das ist doch eh alles nur wegen dir".

Ein anderes Mal war ich bei Jakob zu Hause, mit seinem Cousin, der mein bester Freund ist. Die beiden rauchten Gras und überredeten mich auch mitzurauchen. Ich wusste, dass ich das Zeug nicht vertrage, aber man ist eben jung... Sofort kippte ich um und verlor kurz das Bewusstsein. Jakob fing mich auf und als ich aufwachte sah ich sein Gesicht. Ich zog ihn zu mir auf den Boden und lachte komisch. Ich war anscheinend ziemlich high. Er kicherte darüber. In diesem Zustand legte ich mich zu ihm und das erste Mal berührte ich Jakob richtig. Ich küsste ihn. Dachte an seine Freundin und alles verschwamm wieder. Es war einfach zu überwältigend, es war noch intensiver als ich es mir die ganze Zeit ausgemalt hatte. Endlich konnte ich ihn berühren. Trotzdem gingen wir nicht weiter, ich torkelte hinaus und legte mich in ein anderes Zimmer. Nach dieser Nacht liebte ich Jakob. Ich wollte ihn anfassen, ihn küssen, ihn lieben, ihn bei mir haben. Wir redeten wochenlang miteinander, telefonierten jeden Abend. Bis ich fragte "Jakob, liebst du Anna ?". Er sagte : "Ehm, ja ?". "Jakob, liebst du mich ?"......... Er antwortete nach langem Schweigen : "Ich glaub, ich muss jetzt auflegen". Das Telefon glitt aus meiner Hand und ich weinte an diesem Abend. Und am Abend darauf. Und die nächste Woche. Ich sah Jakob erst nach zwei Jahren wieder.


Ich kam gerade vom Einkaufen mit meiner Schwester nach Hause. Es war Winter. Als ich mein Auto abschloss, stand da Jakob. Durchgefroren. Ich war so geschockt und überwältigt, er hatte sehr viel abgenommen und sah ganz anders aus, als der Jakob vor zwei Jahren. Seine Stimme zitterte, als er fragte, ob er mit mir Reden könne. Ich war eigentlich nur für die Winterferien zu Hause, ich befand mich zu der Zeit mitten in einem Auslandsaufenthalt. Jakob war da, weil er Anna endlich verlassen hatte, wie er sagte. Er hatte auch die drogen verlassen. Später erzählte er mir, dass er eigentlich erwartet hatte, dass ich ihn schlug. Wegen dem was damals war. Ich schlug ihn nicht. Das war nämlich immer so, wenn ich ihn sah : Alles war wieder gut. Er war wieder da.

Wir verbrachten die zwei schönsten Wochen, an die ich mich erinnern kann. Wir küssten uns, liebten uns, verbrachten jede Sekunde miteinander, immer im Hinterkopf, dass ich bald wieder ins Ausland musste. aber es kam anders. Aus persönlichen Gründen musste ich den Aufenthalt abbrechen. Einerseits war ich traurig, andererseits aufgeregt weil Jakob sich endlich für mich entschieden hatte.

Plötzlich verschwand er für ein paar Tage. Ich wusste überhaupt nicht, was los war. Er erklärte, dass alles so schnell ging, er wäre durcheinander, es wäre so viel. Wochen vergingen, zwischen zärtlichen Treffen und extremem Rückzug seinerseits. Er sagte mir, dass etwas nicht mit ihm stimmte. Er war sehr traurig. Er hatte viele Albträume. Ich hatte Angst, sehnte mich so nach ihm, wenn er sich wieder zurückzog. Versuchte ihn, aus seinem Loch rauszuholen. Er erklärte mir unter Tränen, dass er sich vielleicht etwas antun würde. Eine Woche vor Sylvester sagte er, dass es besser wäre, wir würden uns nicht mehr sehen. Für eine Weile. Ich weinte Rotz und Wasser. Hielt den Schmerz kaum aus. Zwang mich, keinen Kontakt zu suchen. Am Sylvesterabend betrank ich mich und nach dem Countdown überfiel mich so eine große Sehnsucht, dass ich zu meinen Freunden fuhr. Ich wusste, dass er auch da war. Als ich aus dem Auto stieg, stand er weinend vor mir, nahm mich lange in den Arm. Auch ich weinte. Der Abend war schrecklich, ich versuchte ihn zu ignorieren und mir den Schmerz nicht ansehen zu lassen.

Ich weiß nicht warum er nach dem Abend wieder zu mir kam. Ich hatte ihn ignoriert und er schrieb mir ein paar Tage darauf. Wie es mir ginge. Schlecht. Ihm auch. Also trafen wir uns wieder.

Das nächste halbe Jahr mit Jakob lässt sich schwer in Worte fassen. Ich hatte mich selbst vergessen, mein einziger Lebensinhalt bestand darin, ihn zu retten. Ihm zu helfen. Aus der Depression, weg vom Alkohol und dem Gras. Ich weinte so viel. Er weinte viel. Erzählte mir seine Geschichte, vom alkoholkranken Vater. Von der Mutter, die ging. Manchmal ging es Jakob besser, aber dann ging er lieber zu seinen Freunden. Ich sah ihn meist dann, wenn es ihm sehr schlecht ging. Dazu kam noch, dass Anna mir das Leben schwer machte. Sie hasste mich dafür, dass Jakob sie verlassen hatte. Wollte mich umbringen, wie sie Freunden erzählte. Ich träumte viel, von Anna und von Jakob, wie er sich etwas antat.
ich fand heraus, dass Jakob wieder Kontakt hatte mit Anna. Das hatte er mir verheimlicht. Mir ging es hundeelend. Unser letzter Versuch war im Sommer eine WG, in die wir studienbedingt einzogen. Jakob kam oft nicht nach Hause. Meistens nachts. Er rauchte wieder. Eines Nachts kam er ins Zimmer und erzählte, dass er gerade vor den Zug springen wollte. Ich weinte. Ich konnte nicht mehr. Wir schliefen miteinander, um den Schmerz zu vergessen. Wir schliefen sehr selten miteinander, er hatte sehr große Schwierigkeiten mit Sex und körperlicher Nähe.
jakob verließ die WG. Unter Tränen gab er mir den Schlüssel, er sah mich so lange an und weinte. Die Monate nach der Trennung waren ein Höllentrip. Ich blieb zurück mit all dem Schmerz, allein in der neuen Stadt. Er nahm meine ganzen Gedanken ein. Ich weinte Tag und Nacht. Drei Monate schaffte ich es, der Sehnsucht nicht nachzugeben. Bis zum Geburtstag seines Bruders. Ich fuhr hin und wusste, es war ein Fehler. Wollte Frieden schließen, mit mir selbst. Jakob ignorierte mich den ganzen Abend, ich war Luft. Irre wie ich war, blieb ich hartnäckig, wollte mit ihm reden. Er sah mich kalt an, drückte mich kurz und verschwand.

Seitdem ist ein Jahr vergangen. In der Zwischenzeit hatte ich einen neuen Partner, von dem ich mich wieder nach 8 Monaten Qualen wegen Alkohol trennte. Am Tag der Trennung fuhr ich zu meinem besten Freund. Und da saß Jakob. Mein Herz blieb stehen und ich ging hinaus, um zu weinen. Die frische Trennung und der alte Schmerz mit Jakob brachen durch. Jakob setzte sich zu mir und wir redeten. Mit Tränen in den Augen fragte ich ihn, ob man mich nicht lieben könnte ? Er schüttelte traurig den Kopf. "Nein, du bist der liebenswerteste Mensch den ich kenne. Ich bin aber ein Vollidiot". Ich hielt mich sehr zurück, verbrachte viel Zeit mit Freunden, um die neue Trennung zu verarbeiten. Jakob war auch immer dabei. Wir hielten Distanz. Dennoch kamen wieder die Momente, an denen wir von der Gruppe weggingen, um unter den Sternen spazieren zu gehen. Wir hatten uns so viel zu erzählen. Jakob war so anders. Er schien gelöst, erzählte mir von dem Schmerz, der ihn damals plagte. Dass er viel verarbeitet hat, sich mit seinen Eltern versöhnt hat. So unbeschwert hatte ich ihn noch nie gesehen. Nach ein paar Wochen überwältigte uns die Leidenschaft und wir schliefen miteinander. Es war wundervoll, extrem intensiv, mein Körper schien zu bersten. Doch irgendwie wurde Jakob wieder komisch. Eines Abends erzählte ich, ich würde zum studieren in eine andere Stadt ziehen. Er war diesen Abend sehr still und sagte kaum ein Wort. Als wir spazieren gingen, sah ich plötzlich Tränen in seinen Augen. Ich dachte, ich hätte mich verguckt. Dann brach es heraus. Lautes Schluchzen, so hatte ich ihn noch nie weinen sehen.

"WAS ist denn passiert"? , fragte ich. "Es ist, weil du gehst", sagte er. Ich war so perplex und baff, konnte die Situation nicht realisieren. Wir weinten beide, ich sagte ihm, ich könne das nicht mehr, mit uns. Das würde ich nicht noch einmal durchstehen. Er weinte noch mehr. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass Jakob im Jahr zuvor während unserer Beziehung nie "Ich liebe dich" sagen konnte. Nicht wegen mir, wie er sagte, sondern weil er generell nichts mehr fühlen konnte im Leben. "Ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich dich damals geliebt habe. Ich habe es nur nicht verstanden", sagte er jetzt. "Jakob, ich kann das nicht mehr ertragen. Wenn du nochmal zur Anna zurückgehst, verliere ich mein Herz". ( Er war nach uns wieder kurz mit ihr zusammen). "Niemals", flüsterte er. Wir nahmen uns ganz fest bei den Händen, aus Angst, dass wieder etwas kam, um uns zu trennen. Ein alter Schmerz.

Nun sitze ich hier in meinem Zimmer. Das Ganze ist zwei Monate her. Jakob hatte sich nach dem Liebesgeständnis wieder zurückgezogen. Ganz still und heimlich, wie zufällig. Mein bester Freund war fassungslos, er beteuerte immer wieder, Jakob hätte sogar ihm erzählt wie sehr er mich liebt und mich will. Keiner versteht es. Ich am allerwenigsten. Nur diesmal kam auch die Wut, die ich so lange vermisst hatte. Ich ließ Jakob nicht wieder still und leise verschwinden und stellte ihn zur Rede. " Ich habe so viel zu tun für die Uni und werde überhaupt keine Zeit haben. ICH DACHTE DU VERSTEHST DAS". Das ist das letzte, was ich von ihm gehört habe. Wieder liegt da ein großer Scherbenhaufen und ich bin so traurig und wütend, dass ich es überhaupt wieder zulassen konnte, nach allem was passiert ist.

Bitte, kann mir jemand sagen, WAS mir da überhaupt passiert ist ? Stimmt etwas mit mir nicht ? Bin ich verrückt ? Solche Gefühle kann ein Mensch doch nicht spielen ? Was ist mit Jakob ?? Was ist mit mir, dass ich meine eigene Wahrnehmung in Frage stelle und nicht mehr weiß, wer ich bin und was mir da passiert ist ? So viele Jahre... Ich hoffe, jemand kann mir helfen. Wieso treffe ich Jakob immer wieder ? Wieso fühle ich so eine Seelenverwandschaft, wenn es doch einfach nicht funktionieren will ? Wieso kann Jakob nicht bei mir bleiben ?

Ich danke jedem, der sich die Zeit genommen hat, diesen Roman zu lesen <3.

Mehr lesen

13. Dezember 2015 um 7:52

Hallo
für mich hat dein Jakob eine psychische Störung und liebt das grosse Drama .Du klammerst dich an etwas was nicht da ist . sorry aber wärt ihr Seelenverwandt würde er dich festhalten und für die Beziehung kämpfen statt mit seiner Ex zu poppen .löse dich von ihm notfalls mit Hilfe eines Psychologen der dir bisschen Klarheit schafft . alles gute für deine (hoffentlich bald unabhängige ) Zukunft .

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13. Dezember 2015 um 9:18

Du bis 23
und ihr nehmt Drogen und Dein Schwarm hatte oder hat eine Freundin.

Manchmal läuft das Leben halt besser, wenn man nicht JEDEM Gefühl unmittelbar nachgibt und dabei den Kopf nicht benutzt.

Fakt ist das der Mann immer wieder zweigleisig fährt, wiederholt und Jahrelang den Kontakt abbricht.
Er nimmt Drogen und gibt auch jedem kleinsten Gefühl sofort nach. Dann die Angst davor obs auch richtig war...

Benutze eben den Kopf, was ist an Drogen so beziehungsfördernd und warum sind Kontaktabbrüche super?
Was ist daran gut immer wieder 2 Freundinnen zu haben und warum sollte er das ändern?

Wenn wir es genau betrachten, dann nur weil Du das willst.

Sollte ich nächste Woche eine Villa mit Pool und Poolboy wollen, könntest Du mir sagen wie ich das machen soll?

Gibt halt Dinge die selbsterklärend nicht funktionieren, so wie mit eckigen Rädern fahren.

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13. Dezember 2015 um 10:14

Hut ab
der Text ist mir zu lang , kostet zuviel Zeit alles zu lesen aber als SCHRIFTSTELLERIN oder JOURNALiSTI wäre das MädeL
TOP !

doch wenn ein Mann mit 23 J anfängt zu weinen, nur weil Du in eine andere Stadt ziehst er Dich jahrelang in der Luft hängen lies,
Frage Ich mich nur ob er sich einmal je Gedanken machte was Du die ganze Zeit empfandest.
Vergiss die "Knülle" , warum braucht der 2 Freundinnen ?
Ein Psychofall in der hier ansässigen "Stiftung" wäre er therapierbar.

Dir alles Gute !

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13. Dezember 2015 um 11:21

Danke
, das war sehr ehrlich. Ich bin mir auch sicher, dass es an meinen Sehnsüchten liegt. Ich wusste nicht, dass ich von einem Menschen so abhängig werden kann, einfach weil er anscheinend meine Muster so sehr erfüllt.

Dass er Alkohol trinkt, habe ich leider zu spät bemerkt. Ich trinke selber nur selten, habe in meinem Elternhaus nie Kontakt damit gehabt.

Ich idealisiere generell viel, dachte dass er nur jemanden braucht, der ihm hilft, damit alles wieder gut wird.

Ich habe in letzter Zeit viel getan, um es mir gut gehen zu lassen. Weil mich die Gedanken wieder einholten, versuchte ich sie einfach niederzuschreiben. Und vielleicht durch eine Resonanz besser verstehen zu können. Ich danke dir und irgendetwas ist in mir passiert, irgendwie bin ich gerade aufgewacht. Idealisierung ist wirklich was ganz schlimmes.

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13. Dezember 2015 um 11:23

Einen Groschenroman
hatte ich zwar nicht beabsichtigt, aber du hast Recht. Es gibt definitiv wichtigeres im Leben. Mein Leben ist es auch, an dem ich arbeiten muss. Damit diese Grübelei verschwindet. In einem ausgefüllten und glücklichen Leben haben solche Beziehungen wohl auch keinen Platz.....

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13. Dezember 2015 um 11:28
In Antwort auf 0kalle1

Hut ab
der Text ist mir zu lang , kostet zuviel Zeit alles zu lesen aber als SCHRIFTSTELLERIN oder JOURNALiSTI wäre das MädeL
TOP !

doch wenn ein Mann mit 23 J anfängt zu weinen, nur weil Du in eine andere Stadt ziehst er Dich jahrelang in der Luft hängen lies,
Frage Ich mich nur ob er sich einmal je Gedanken machte was Du die ganze Zeit empfandest.
Vergiss die "Knülle" , warum braucht der 2 Freundinnen ?
Ein Psychofall in der hier ansässigen "Stiftung" wäre er therapierbar.

Dir alles Gute !

Das weiß ich auch nicht.
Seiner Meinung nach, denkt er sehr viel daran, wie es mir geht. Aber natürlich ist er komplett in seiner Welt und seinen Themen verstrickt. Warum ich mich nicht genauso gut wie er, auf mich selbst konzentrieren kann, ist mir ein Rätsel... ich hoffe das ändert sich durch den Umbruch in meinem Leben, der bald stattfindet.

Wenn du Psychofall sagst, gehe ich davon aus, dass du ihn für psychisch krank hälst. Dass einen die Bindung zu so jemandem in Zweifel und Chaos zurücklässt, ist dann wohl anzunehmen. Vielleicht hilft es mir, ihn so abzustempeln, anstatt ständig Ausflüchte für sein Verhalten zu suchen.

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13. Dezember 2015 um 11:33
In Antwort auf letters

Du bis 23
und ihr nehmt Drogen und Dein Schwarm hatte oder hat eine Freundin.

Manchmal läuft das Leben halt besser, wenn man nicht JEDEM Gefühl unmittelbar nachgibt und dabei den Kopf nicht benutzt.

Fakt ist das der Mann immer wieder zweigleisig fährt, wiederholt und Jahrelang den Kontakt abbricht.
Er nimmt Drogen und gibt auch jedem kleinsten Gefühl sofort nach. Dann die Angst davor obs auch richtig war...

Benutze eben den Kopf, was ist an Drogen so beziehungsfördernd und warum sind Kontaktabbrüche super?
Was ist daran gut immer wieder 2 Freundinnen zu haben und warum sollte er das ändern?

Wenn wir es genau betrachten, dann nur weil Du das willst.

Sollte ich nächste Woche eine Villa mit Pool und Poolboy wollen, könntest Du mir sagen wie ich das machen soll?

Gibt halt Dinge die selbsterklärend nicht funktionieren, so wie mit eckigen Rädern fahren.

Gefühl und Kopf
ist wohl das Problem. Eines schaltet das andere aus. Ich bin eigentlich ein sehr rationaler Mensch, weshalb ich die Geschehnisse ja auch rational erklären möchte. Was aber unmöglich ist. Ich sollte sie einfach als gegeben akzeptieren.

Drogen sind schrecklich, Kontaktabbrüche auch. Beides hat mir geschadet. Ich habe insgesamt zweimal in meinem Leben gekifft und es nie vertragen. Worüber ich froh bin.

Dass er tatsächlich zweigleisig fährt, ist mir erst jetzt richtig bewusst. Er hat es immer so erklärt, dass er es nie beabsichtigt hatte, dass er zunächst von Anna nicht loskam, und danach wahrscheinlich aus Einsamkeit.

Du hast Recht, unterbewusst will ein Teil von mir dieses Drama anscheinend. Leider. Das möchte ich aber ein für alle Mal hinter mir lassen....

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13. Dezember 2015 um 11:36

Kein Fake
leider. Zwischen besoffen Auto fahren und kiffen lagen ein paar Jahre, aber ich möchte mich nicht rausreden

Emotionen sind in meinem Alter manchmal wirklich ärgerlich dämlich. Wirklich flirten kann er nicht, da hab ich wohl einen großen Teil dazu beigetragen.

Im erwachsen werden bin ich wohl mittendrin, ich versuch mein bestes zu geben .

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13. Dezember 2015 um 11:41

Nein.
Ich will mein Leben nicht mit so jemandem verbringen. Das kann ich klar beantworten, trotz all dem Chaos in meinem Kopf. Aber das ist wohl die große Wahrheit, die du da aussprichst und die es mir so schwer fällt, anzunehmen : Es hat keinen Sinn. Er ist, wie er ist. Es wird sich nie etwas daran ändern. Ich dachte immer, wir sind noch jung und jeder braucht seinen Prozess. Ich dachte, wir könnten ihn zusammen gehen. Dass ich mich darin verliere, habe ich zu spät bemerkt...

Ich sehe gerne das Gute im Menschen, bin aber auch schwarz-weiß Denker. Habe oft Vorurteile und pauschalisiere viel. Ich versuche das, zu beobachten und zu ändern.

Du hast den Nagel auf den Punkt getroffen : Er hat sich immer nur um sich selbst gekümmert. Auch, als wir zusammen gewohnt haben. Die kleinen Bröckchen an Liebe, die er mir gelegentlich zuwarf, hielten mich. Aber auch jetzt, wo ich mir hier Gedanken mache, über alles was passiert ist, lebt er sein Leben, geht in die Uni und findet sich gut so wie er ist, während ich meine eigene Psyche anzweifle.

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13. Dezember 2015 um 11:42

Tut mir Leid,
dass du das so siehst. Ist wirklich kein Fake.

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13. Dezember 2015 um 11:42

Hehe

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13. Dezember 2015 um 11:47
In Antwort auf freizeitkluge

Hallo
für mich hat dein Jakob eine psychische Störung und liebt das grosse Drama .Du klammerst dich an etwas was nicht da ist . sorry aber wärt ihr Seelenverwandt würde er dich festhalten und für die Beziehung kämpfen statt mit seiner Ex zu poppen .löse dich von ihm notfalls mit Hilfe eines Psychologen der dir bisschen Klarheit schafft . alles gute für deine (hoffentlich bald unabhängige ) Zukunft .

Das Drama
liebe ich wohl auch, sonst wär ich nicht hier. Obwohl ich Psychospielchen extrem hasse, finde ich mich in so einer Geschichte wieder. Aber daran bin ich wohl selber Schuld. Ich verstehe mich einfach nicht, jeder gesunde Mensch würde vor so einer ambivalenten Beziehung fliehen und ich idealisiere und vergesse, was gewesen ist. Während Jakob das Gras brauchte, war er wohl meine Droge.

Ich bin wirklich zuversichtlich, dass ich bald unabhängig sein kann. Mein Leben ändert sich gerade radikal, vielleicht gehört das nun zum Teil meiner Vergangenheit. Danke dir.

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13. Dezember 2015 um 11:48

Sehr schön
gesagt Die arme Weisheit, ich hoffe sie ist nicht endgültig vor mir geflohen

Ich schreibe weiter, wenngleich vielleicht über interessantere Themen, die keine Kommentare wie "bei dem blabla wird mir kotzübel", oder "liest sich wie ein Groschenroman" hervorrufen.
Danke für DEINEN Rat.

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13. Dezember 2015 um 11:52

Nein,
das wollte ich eigentlich nicht. Ob du es glaubst oder nicht, leide ich tatsächlich an meiner Situation. Aber schön, dass du ohne mit der Wimper zu zucken jegliche Wahrheit die im Geschriebenen steckt, als verkifften Schreibmüll abstempelst.

Solche Reaktionen musste ich wohl erwarten

Und dass wir noch nicht ertrunken sind, wundert mich auch

Ich hoffe, dass du so etwas nie erleben musst.

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13. Dezember 2015 um 11:56

Subtile
Homophobie find ich ätzend, aber lachen musste ich trotzdem. Danke

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14. Dezember 2015 um 11:03

Es tut gut
zu hören, dass es auch andere Menschen gibt, die so etwas erleben. Es würde mich sehr interessieren, warum man diese Erfahrung macht... Vielleicht, damit tatsächlich Geschichten geschrieben werden können...

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14. Dezember 2015 um 12:00

Es gibt sie ja
die ewig Leidenden, doch mit Philantropie hat dies weniger zu schaffen. Es liegt wohl eher daran, dass du mit der Melancholie verheiratet bist. Ein wirklicher Philantrop findet konsequent den Schluss, wenn er bemerkt, dass einem Partner oder Menschen nicht mehr zu helfen ist und nutzt seine Zeit lieber dort, wo seine Aufwendungen auch Früchte tragen.
Über euer Krankheitsbild möchte ich natürlich nicht hier diskutieren.
Es gibt ja auch Menschen, die einen gemeinsamen Suizidpartner suchen und das ist kein Spaß, wie sich das hier so einige jetzt denken werden.

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15. Dezember 2015 um 14:24


Ich studiere Germanistik, hatte also so etwas in Erwägung gezogen . Danke, solche Antworten sind schön.

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15. Dezember 2015 um 14:30

Stichwort Eigenverantwortung
ist genau der Punkt. Genau darum geht es, bei ihm und bei mir.
Ich suche das Drama keineswegs unbewusst, wenn ich mich darin wiederfinde, bin ich wütend und frage mich, warum es mir schon wieder passiert. Mittlerweile kann ich früher aussteigen, dass ich aber Menschen treffe, die sich anfangs normal verhalten nur um dann komplett umzuschwingen, konnte ich noch nicht beeinflussen.

Ja, er kann sich nur selbst helfen. Damals wusste er, dass er Hilfe braucht. Ich hatte ihn an eine sehr gute Therapeutin vermittelt, bei der er sich aber nicht gemeldet hat. Momentan ist er davon überzeugt, dass mit ihm wieder alles in Ordnung ist, obwohl er mehr kifft als damals. Gerade die Frage, ob er Beziehungen überhaupt will und braucht, kann er selbst nicht beantworten. Daher hat er diesbezüglich auch nie etwas unternommen. Aber ich schweife ab, ich weiß, dass es jetzt um mich gehen wird.

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15. Dezember 2015 um 14:30
In Antwort auf philantropin923

Stichwort Eigenverantwortung
ist genau der Punkt. Genau darum geht es, bei ihm und bei mir.
Ich suche das Drama keineswegs unbewusst, wenn ich mich darin wiederfinde, bin ich wütend und frage mich, warum es mir schon wieder passiert. Mittlerweile kann ich früher aussteigen, dass ich aber Menschen treffe, die sich anfangs normal verhalten nur um dann komplett umzuschwingen, konnte ich noch nicht beeinflussen.

Ja, er kann sich nur selbst helfen. Damals wusste er, dass er Hilfe braucht. Ich hatte ihn an eine sehr gute Therapeutin vermittelt, bei der er sich aber nicht gemeldet hat. Momentan ist er davon überzeugt, dass mit ihm wieder alles in Ordnung ist, obwohl er mehr kifft als damals. Gerade die Frage, ob er Beziehungen überhaupt will und braucht, kann er selbst nicht beantworten. Daher hat er diesbezüglich auch nie etwas unternommen. Aber ich schweife ab, ich weiß, dass es jetzt um mich gehen wird.

Fehler
*bewusst war gemeint.

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