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Bin ich mit einer Narzistin zusammen?

5. Juni um 15:41

Liebe Community,

ich habe eine ziemlich problematische Beziehung.

Ich führe seit 9 Monaten eine Beziehung, die mich ziemlich ratlos macht. Meine Freundin ist sieben Jahre jünger (ich, m, 34), sehr erfolgreich und sehr attraktiv, dominant und selbstbewusst, aber sie hat auch viele innere Zweifel, die sie nicht immer artikulieren kann. Ich habe mich sofort in sie verliebt, und sie auch in mich. Es fühlte sich wie die erste große Liebe an, aber schon schnell kamen die ersten Irritationen und Probleme. Ich stellte fest, dass meine Freundin sehr oft die Beziehungen gewechselt hat (manchmal nach sechs Monaten), mit Leuten teilweise zusammen war, die sie gar nicht richtig geliebt hat. Am Anfang war sie auch zu mir sehr aufmerksam, Liebesschwüre waren an der Tagesordnung, sie sagte, sie hätte sich noch nie so geborgen gefühlt. Doch schon nach drei Monaten wirkte sie weniger aufmerksam, der Sex wurde schlechter. Sie sagte mir sogar, dass sie guten Sex nur außerhalb der Beziehung haben kann, dass da „das Kopfkino“ funktioniert und dass es ja eine Vorstellung unserer modernen Gesellschaft ist, dass Liebe und Sexualität Hand in Hand gehen sollten.

Schon früh stellte ich fest, dass sie eine Nähe-Distanz-Problematik hat. Manchmal ist sie sehr eng, aber oft fremdelt sie, braucht Distanz, meint, sie hätte einen hohen Freiheitsdrang und müsse auch mal alleine sein. Sex geht meistens von mir aus und ich sehe, dass es ihr nicht immer leicht fällt, mit mir Lust zu spüren, weil es eben „nichts Neues“ ist. Sie flirtet viel und sagt auch in meiner Anwesenheit, wenn sie einen anderen Mann heiß findet. Früher hatte sie oft One-Night-Stands oder Affären und hangelte sich von einem Abenteuer zum nächsten. Unser erster Urlaub war dementsprechend komisch: Die erste Woche lief sehr innig und sexuell, die zweite war eine Katastrophe. Sie kritisierte mich nur, mäkelte an meinem Aussehen, war total distanziert, verletzend und beleidigend. Als würden wir schon 6 Jahre zusammen sein und nicht erst 4 Monate. Wir haben irre viel Zeit miteinander verbracht, deswegen dachte ich, dass es daran lag. Parallel sprach sie aber auch von Kindern und dass sie sich ein Zuhause wünscht und dass ich ihr das geben kann. Sie wirkt zerrissen: einerseits verliebt, andererseits sucht sie immer die Exit-Option.

Es ging immer hoch und runter. Mal war sie nah, mal distanziert. Alles drehte sich, als sie einen anderen Mann kennenlernte und mir sagte, dass er eine offene Beziehung führt und dass sie das auch ausprobieren möchte, obwohl wir die gleiche Woche zusammenziehen wollten. Ich war natürlich geschockt, aber irgendwie habe ich damit gerechnet, weil sie schon öfter die Andeutung machte, wie schwer es ihr fällt, guten Sex in einer Beziehung zu haben. Ich sagte erst okay, sie solle sich mit dem Typen treffen und mal schauen, wie es ist, aber der betreffende Abend war dann eigentlich für mich die Hölle. Im nächsten Urlaub war sie dann trotzdem mega distanziert und ich sagte, dass so eine offene Beziehung nicht funktionieren kann, wenn sie mich nicht respektiert und keine Liebe schenkt und dafür sich mit anderen Männern trifft. Es wirkte fast so, als wollte sie die Sexualität nach außen verlagern.

Wir redeten und es wurde besser, wir schlossen die Beziehung wieder und sagten, dass nur Küssen erlaubt sei. Nur einen Monat später wurde sie wieder distanzierter, der Sex schlechter. Sie machte immer mehr andere Verabredungen (wir wohnen seit 2 Monaten zusammen) und sie will immer noch Männer auf Dates treffen. Sie sagte mir, sie hätte eine Quarterlife-Krise, dass sie das Gefühl habe, zu früh erwachsen worden zu sein. Sie möchte mehr Platz und auch die Wochenende eher allein verbringen. Und wir sollen stattdessen konkret uns verabreden, damit es nicht langweilig wird. Sie will allein auf Konzerte und Festivals, um Männer kennenzulernen und zu knutschen. Sie sagt, das würde unserer Beziehung gut tun und sie würde mich dadurch auch durch andere Augen sehen. Ah ja, mit ihrer Liebe zu mir soll das nichts zu tun haben. Sie sei immer noch mega verliebt, nur habe sie eben einen hohen Freiheitsdrang.

Was mich erstaunt: Sie meinte, nach einer Zeit werde sie immer böse zu ihren Freunden und suche die Distanz. Ihrer Mutter ist genauso, hat den Vater jahrzehntelang fertig gemacht, war herrisch und rachsüchtig. Meine Freundin hat sehr darunter gelitten, aber jetzt reproduziert sie die Verhaltensmuster. Sie wollte sogar eine Therapie machen. Trotzdem ändert sie nicht viel an ihrem Verhalten. Sie sucht ständig nach Bestätigung und der Sex ist immer mega kompliziert. Sie glaubt, das man eben keinen guten Sex haben kann, wenn man zusammen wohnt. Sie wirkt total abgebrüht. Aber sie sagt auch immer, dass sie sich auf keinen Fall trennen will und dass sie mega glücklich ist in der Beziehung, dass sie nur nach einem gutemn Mittelweg sucht.

Was denkt ihr? Habe ich es mit einem pathologischen Fall zu tun, mit einer Narzistin? Ist sie beziehungsunfähig oder braucht sie einfach einen anderen Partner, der nicht so nähebedürftig ist wie ich?

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5. Juni um 16:04
In Antwort auf thomas19833.

Liebe Community,

ich habe eine ziemlich problematische Beziehung. 

Ich führe seit 9 Monaten eine Beziehung, die mich ziemlich ratlos macht. Meine Freundin ist sieben Jahre jünger (ich, m, 34), sehr erfolgreich und sehr attraktiv, dominant und selbstbewusst, aber sie hat auch viele innere Zweifel, die sie nicht immer artikulieren kann. Ich habe mich sofort in sie verliebt, und sie auch in mich. Es fühlte sich wie die erste große Liebe an, aber schon schnell kamen die ersten Irritationen und Probleme. Ich stellte fest, dass meine Freundin sehr oft die Beziehungen gewechselt hat (manchmal nach sechs Monaten), mit Leuten teilweise zusammen war, die sie gar nicht richtig geliebt hat. Am Anfang war sie auch zu mir sehr aufmerksam, Liebesschwüre waren an der Tagesordnung, sie sagte, sie hätte sich noch nie so geborgen gefühlt. Doch schon nach drei Monaten wirkte sie weniger aufmerksam, der Sex wurde schlechter. Sie sagte mir sogar, dass sie guten Sex nur außerhalb der Beziehung haben kann, dass da „das Kopfkino“ funktioniert und dass es ja eine Vorstellung unserer modernen Gesellschaft ist, dass Liebe und Sexualität Hand in Hand gehen sollten.
 
Schon früh stellte ich fest, dass sie eine Nähe-Distanz-Problematik hat. Manchmal ist sie sehr eng, aber oft fremdelt sie, braucht Distanz, meint, sie hätte einen hohen Freiheitsdrang und müsse auch mal alleine sein. Sex geht meistens von mir aus und ich sehe, dass es ihr nicht immer leicht fällt, mit mir Lust zu spüren, weil es eben „nichts Neues“ ist. Sie flirtet viel und sagt auch in meiner Anwesenheit, wenn sie einen anderen Mann heiß findet. Früher hatte sie oft One-Night-Stands oder Affären und hangelte sich von einem Abenteuer zum nächsten. Unser erster Urlaub war dementsprechend komisch: Die erste Woche lief sehr innig und sexuell, die zweite war eine Katastrophe. Sie kritisierte mich nur, mäkelte an meinem Aussehen, war total distanziert, verletzend und beleidigend. Als würden wir schon 6 Jahre zusammen sein und nicht erst 4 Monate. Wir haben irre viel Zeit miteinander verbracht, deswegen dachte ich, dass es daran lag. Parallel sprach sie aber auch von Kindern und dass sie sich ein Zuhause wünscht und dass ich ihr das geben kann. Sie wirkt zerrissen: einerseits verliebt, andererseits sucht sie immer die Exit-Option.
 
Es ging immer hoch und runter. Mal war sie nah, mal distanziert. Alles drehte sich, als sie einen anderen Mann kennenlernte und mir sagte, dass er eine offene Beziehung führt und dass sie das auch ausprobieren möchte, obwohl wir die gleiche Woche zusammenziehen wollten. Ich war natürlich geschockt, aber irgendwie habe ich damit gerechnet, weil sie schon öfter die Andeutung machte, wie schwer es ihr fällt, guten Sex in einer Beziehung zu haben. Ich sagte erst okay, sie solle sich mit dem Typen treffen und mal schauen, wie es ist, aber der betreffende Abend war dann eigentlich für mich die Hölle. Im nächsten Urlaub war sie dann trotzdem mega distanziert und ich sagte, dass so eine offene Beziehung nicht funktionieren kann, wenn sie mich nicht respektiert und keine Liebe schenkt und dafür sich mit anderen Männern trifft. Es wirkte fast so, als wollte sie die Sexualität nach außen verlagern.
 
Wir redeten und es wurde besser, wir schlossen die Beziehung wieder und sagten, dass nur Küssen erlaubt sei. Nur einen Monat später wurde sie wieder distanzierter, der Sex schlechter. Sie machte immer mehr andere Verabredungen (wir wohnen seit 2 Monaten zusammen) und sie will immer noch Männer auf Dates treffen. Sie sagte mir, sie hätte eine Quarterlife-Krise, dass sie das Gefühl habe, zu früh erwachsen worden zu sein. Sie möchte mehr Platz und auch die Wochenende eher allein verbringen. Und wir sollen stattdessen konkret uns verabreden, damit es nicht langweilig wird. Sie will allein auf Konzerte und Festivals, um Männer kennenzulernen und zu knutschen. Sie sagt, das würde unserer Beziehung gut tun und sie würde mich dadurch auch durch andere Augen sehen. Ah ja, mit ihrer Liebe zu mir soll das nichts zu tun haben. Sie sei immer noch mega verliebt, nur habe sie eben einen hohen Freiheitsdrang.
 
Was mich erstaunt: Sie meinte, nach einer Zeit werde sie immer böse zu ihren Freunden und suche die Distanz. Ihrer Mutter ist genauso, hat den Vater jahrzehntelang fertig gemacht, war herrisch und rachsüchtig. Meine Freundin hat sehr darunter gelitten, aber jetzt reproduziert sie die Verhaltensmuster. Sie wollte sogar eine Therapie machen. Trotzdem ändert sie nicht viel an ihrem Verhalten. Sie sucht ständig nach Bestätigung und der Sex ist immer mega kompliziert. Sie glaubt, das man eben keinen guten Sex haben kann, wenn man zusammen wohnt. Sie wirkt total abgebrüht. Aber sie sagt auch immer, dass sie sich auf keinen Fall trennen will und dass sie mega glücklich ist in der Beziehung, dass sie nur nach einem gutemn Mittelweg sucht. 
 
Was denkt ihr? Habe ich es mit einem pathologischen Fall zu tun, mit einer Narzistin? Ist sie beziehungsunfähig oder braucht sie einfach einen anderen Partner, der nicht so nähebedürftig ist wie ich? 

liest sich sehr anstrengend euer miteinander. sorry, ich glaube, ihr seid beide
narzissten.
 

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5. Juni um 16:18

Falls du Netflix hast, schau dir mal den Film Newness an. Er zeigt ungefähr eine ähnliche situation. Ein paar, was dann in eine offene beziehung ging und merkte wie praktisch es am anfang war, aber sich immer mehr zum negativen hin zog. Sowas kann die Beziehung wirklich sehr stark belasten und nach einem Jahr kann sie schon dahin sein.
Es kann natürlich sein, dass du vlt. nicht der richtige bist, aber ich vermute, dass sie ein problem hat. Sie weiß noch nicht so recht, was sie will und das sollte sie herraus finden. Doch zum anderen glaube ich, dass sie sich schon ausprobiert, nur merkt sie wie gelassen dieses Ausprobieren ist. Von dieser Gelassenheit möchte sie sich natürlich ungern trennen. Ihr ist wohl zudem nicht bewusst, wie sehr sie die person verletzt, die sie liebt. Also dich. Egoismuss ist von Person zu Person anders ausgeprägt. Bei manchen mehr und bei manchen weniger. In einer Beziehung sollte es meiner Meinung nach harmonieren, sonst wird eine/r nie komplett glücklich sein.
Zudem solltest du dich fragen, bist du mit ihr glücklich und vor allem...bist du zufrieden.
Das sind zwei untertschiedliche Faktoren, die aber beide voneinander abhängen.

Mein Tipp. Geht zu einer Partnerberatung. Ihr habt wahrscheinlich schon viel geredet und wahrscheinlich hat es nichts gebracht. Wenn das der Fall ist, bleibt meiner Meinung nach nur solch eine Beratung übrig. Wenn du ihr schon den Vorschlag machst, wirst du sehr schnell an ihrer Reaktion merken, ob sie bereit ist oder nicht. Ist sie es nicht und schiebt sie alles immer weiter auf, vermute ich, dass es nicht wirklich was zwischen euch werden kann.
Du musst ja beachten, das sie ganze 7 Jahre jünger als du bist. Das ist beachtlich. Meiner erfahrung nach, suchen sich manche mädchen gerne ältere Männer aus, um herauszufinden, ob sich über die jahre, beim Sex usw. sich was verändern kann. Leider konnten diese Mädchen eine Beziehung mit solch einem Mann nie wirklich ernst nehmen.
Also.

Sprecht euch aus und macht wenn wirklich nichts mehr geht eine Partnerberatung. Dann siehst du was du an ihr hast.

LG
Tobi

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5. Juni um 16:47
In Antwort auf thomas19833.

Liebe Community,

ich habe eine ziemlich problematische Beziehung. 

Ich führe seit 9 Monaten eine Beziehung, die mich ziemlich ratlos macht. Meine Freundin ist sieben Jahre jünger (ich, m, 34), sehr erfolgreich und sehr attraktiv, dominant und selbstbewusst, aber sie hat auch viele innere Zweifel, die sie nicht immer artikulieren kann. Ich habe mich sofort in sie verliebt, und sie auch in mich. Es fühlte sich wie die erste große Liebe an, aber schon schnell kamen die ersten Irritationen und Probleme. Ich stellte fest, dass meine Freundin sehr oft die Beziehungen gewechselt hat (manchmal nach sechs Monaten), mit Leuten teilweise zusammen war, die sie gar nicht richtig geliebt hat. Am Anfang war sie auch zu mir sehr aufmerksam, Liebesschwüre waren an der Tagesordnung, sie sagte, sie hätte sich noch nie so geborgen gefühlt. Doch schon nach drei Monaten wirkte sie weniger aufmerksam, der Sex wurde schlechter. Sie sagte mir sogar, dass sie guten Sex nur außerhalb der Beziehung haben kann, dass da „das Kopfkino“ funktioniert und dass es ja eine Vorstellung unserer modernen Gesellschaft ist, dass Liebe und Sexualität Hand in Hand gehen sollten.
 
Schon früh stellte ich fest, dass sie eine Nähe-Distanz-Problematik hat. Manchmal ist sie sehr eng, aber oft fremdelt sie, braucht Distanz, meint, sie hätte einen hohen Freiheitsdrang und müsse auch mal alleine sein. Sex geht meistens von mir aus und ich sehe, dass es ihr nicht immer leicht fällt, mit mir Lust zu spüren, weil es eben „nichts Neues“ ist. Sie flirtet viel und sagt auch in meiner Anwesenheit, wenn sie einen anderen Mann heiß findet. Früher hatte sie oft One-Night-Stands oder Affären und hangelte sich von einem Abenteuer zum nächsten. Unser erster Urlaub war dementsprechend komisch: Die erste Woche lief sehr innig und sexuell, die zweite war eine Katastrophe. Sie kritisierte mich nur, mäkelte an meinem Aussehen, war total distanziert, verletzend und beleidigend. Als würden wir schon 6 Jahre zusammen sein und nicht erst 4 Monate. Wir haben irre viel Zeit miteinander verbracht, deswegen dachte ich, dass es daran lag. Parallel sprach sie aber auch von Kindern und dass sie sich ein Zuhause wünscht und dass ich ihr das geben kann. Sie wirkt zerrissen: einerseits verliebt, andererseits sucht sie immer die Exit-Option.
 
Es ging immer hoch und runter. Mal war sie nah, mal distanziert. Alles drehte sich, als sie einen anderen Mann kennenlernte und mir sagte, dass er eine offene Beziehung führt und dass sie das auch ausprobieren möchte, obwohl wir die gleiche Woche zusammenziehen wollten. Ich war natürlich geschockt, aber irgendwie habe ich damit gerechnet, weil sie schon öfter die Andeutung machte, wie schwer es ihr fällt, guten Sex in einer Beziehung zu haben. Ich sagte erst okay, sie solle sich mit dem Typen treffen und mal schauen, wie es ist, aber der betreffende Abend war dann eigentlich für mich die Hölle. Im nächsten Urlaub war sie dann trotzdem mega distanziert und ich sagte, dass so eine offene Beziehung nicht funktionieren kann, wenn sie mich nicht respektiert und keine Liebe schenkt und dafür sich mit anderen Männern trifft. Es wirkte fast so, als wollte sie die Sexualität nach außen verlagern.
 
Wir redeten und es wurde besser, wir schlossen die Beziehung wieder und sagten, dass nur Küssen erlaubt sei. Nur einen Monat später wurde sie wieder distanzierter, der Sex schlechter. Sie machte immer mehr andere Verabredungen (wir wohnen seit 2 Monaten zusammen) und sie will immer noch Männer auf Dates treffen. Sie sagte mir, sie hätte eine Quarterlife-Krise, dass sie das Gefühl habe, zu früh erwachsen worden zu sein. Sie möchte mehr Platz und auch die Wochenende eher allein verbringen. Und wir sollen stattdessen konkret uns verabreden, damit es nicht langweilig wird. Sie will allein auf Konzerte und Festivals, um Männer kennenzulernen und zu knutschen. Sie sagt, das würde unserer Beziehung gut tun und sie würde mich dadurch auch durch andere Augen sehen. Ah ja, mit ihrer Liebe zu mir soll das nichts zu tun haben. Sie sei immer noch mega verliebt, nur habe sie eben einen hohen Freiheitsdrang.
 
Was mich erstaunt: Sie meinte, nach einer Zeit werde sie immer böse zu ihren Freunden und suche die Distanz. Ihrer Mutter ist genauso, hat den Vater jahrzehntelang fertig gemacht, war herrisch und rachsüchtig. Meine Freundin hat sehr darunter gelitten, aber jetzt reproduziert sie die Verhaltensmuster. Sie wollte sogar eine Therapie machen. Trotzdem ändert sie nicht viel an ihrem Verhalten. Sie sucht ständig nach Bestätigung und der Sex ist immer mega kompliziert. Sie glaubt, das man eben keinen guten Sex haben kann, wenn man zusammen wohnt. Sie wirkt total abgebrüht. Aber sie sagt auch immer, dass sie sich auf keinen Fall trennen will und dass sie mega glücklich ist in der Beziehung, dass sie nur nach einem gutemn Mittelweg sucht. 
 
Was denkt ihr? Habe ich es mit einem pathologischen Fall zu tun, mit einer Narzistin? Ist sie beziehungsunfähig oder braucht sie einfach einen anderen Partner, der nicht so nähebedürftig ist wie ich? 

"aber schon schnell kamen die ersten Irritationen und Probleme. Ich stellte fest, dass meine Freundin sehr oft die Beziehungen gewechselt hat (manchmal nach sechs Monaten), mit Leuten teilweise zusammen war, die sie gar nicht richtig geliebt hat."

Du warst es, der irritiert war und ein Problem damit hat.
Damit auch: "Sie meinte, nach einer Zeit werde sie immer böse zu ihren Freunden und suche die Distanz. Ihrer Mutter ist genauso, hat den Vater jahrzehntelang fertig gemacht, war herrisch und rachsüchtig. Meine Freundin hat sehr darunter gelitten, aber jetzt reproduziert sie die Verhaltensmuster."

Du verlierst, wenn du aus dem, was sie dir anvertraut hat, einen Strick zu drehen versuchst ("Schlampe". Von dir erzählst du ja nicht, wie viele Partnerinnen du schon hattest. 

Dominante Frauen sind immer interessant, aber es gibt auch viele Varianten. Ihr Selbstbewusstsein kann natürlich anerzogen sein, aber es wird auch mit ihrem Berufsleben zu tun haben, das du wohl meinst, wenn du schreibst, sie sei erfolgreich.

Das kannst du versuchen: Mit ihr sprechen, wie ihr das handhaben könnt, dass ihr euch in der Beziehung oder Familie anders verhaltet als im Job. Dort ist sie dominant, aber in der Beziehung scheinst du eher derjenige zu sein, der die Hosen anhaben will. Frage sie danach. Aber wenn du deine Beziehung erhalten und ausbauen willst, höre auf, über ihre vielen negativen Seiten nachzugrübeln: Narzistin, beziehungsunfähig, patholisch ... Sie ist jung, attraktiv und weiß das. Wenn dir das jetzt nicht mehr zusagt, müsstest du gucken, ob das überhaupt zu dir passt. Oder vielleicht doch eher eine, bei der du nicht so viel Angst hast vor Konkurrenten. Sie sollte aus ganz freien Stücken bei dir bleiben, dazu gehört eine Menge Vertrauen. Also denke nicht unlogisch und versuche sie zu irgendetwas zu zwingen oder sie einzuengen. 

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5. Juni um 18:13
In Antwort auf thomas19833.

Liebe Community,

ich habe eine ziemlich problematische Beziehung. 

Ich führe seit 9 Monaten eine Beziehung, die mich ziemlich ratlos macht. Meine Freundin ist sieben Jahre jünger (ich, m, 34), sehr erfolgreich und sehr attraktiv, dominant und selbstbewusst, aber sie hat auch viele innere Zweifel, die sie nicht immer artikulieren kann. Ich habe mich sofort in sie verliebt, und sie auch in mich. Es fühlte sich wie die erste große Liebe an, aber schon schnell kamen die ersten Irritationen und Probleme. Ich stellte fest, dass meine Freundin sehr oft die Beziehungen gewechselt hat (manchmal nach sechs Monaten), mit Leuten teilweise zusammen war, die sie gar nicht richtig geliebt hat. Am Anfang war sie auch zu mir sehr aufmerksam, Liebesschwüre waren an der Tagesordnung, sie sagte, sie hätte sich noch nie so geborgen gefühlt. Doch schon nach drei Monaten wirkte sie weniger aufmerksam, der Sex wurde schlechter. Sie sagte mir sogar, dass sie guten Sex nur außerhalb der Beziehung haben kann, dass da „das Kopfkino“ funktioniert und dass es ja eine Vorstellung unserer modernen Gesellschaft ist, dass Liebe und Sexualität Hand in Hand gehen sollten.
 
Schon früh stellte ich fest, dass sie eine Nähe-Distanz-Problematik hat. Manchmal ist sie sehr eng, aber oft fremdelt sie, braucht Distanz, meint, sie hätte einen hohen Freiheitsdrang und müsse auch mal alleine sein. Sex geht meistens von mir aus und ich sehe, dass es ihr nicht immer leicht fällt, mit mir Lust zu spüren, weil es eben „nichts Neues“ ist. Sie flirtet viel und sagt auch in meiner Anwesenheit, wenn sie einen anderen Mann heiß findet. Früher hatte sie oft One-Night-Stands oder Affären und hangelte sich von einem Abenteuer zum nächsten. Unser erster Urlaub war dementsprechend komisch: Die erste Woche lief sehr innig und sexuell, die zweite war eine Katastrophe. Sie kritisierte mich nur, mäkelte an meinem Aussehen, war total distanziert, verletzend und beleidigend. Als würden wir schon 6 Jahre zusammen sein und nicht erst 4 Monate. Wir haben irre viel Zeit miteinander verbracht, deswegen dachte ich, dass es daran lag. Parallel sprach sie aber auch von Kindern und dass sie sich ein Zuhause wünscht und dass ich ihr das geben kann. Sie wirkt zerrissen: einerseits verliebt, andererseits sucht sie immer die Exit-Option.
 
Es ging immer hoch und runter. Mal war sie nah, mal distanziert. Alles drehte sich, als sie einen anderen Mann kennenlernte und mir sagte, dass er eine offene Beziehung führt und dass sie das auch ausprobieren möchte, obwohl wir die gleiche Woche zusammenziehen wollten. Ich war natürlich geschockt, aber irgendwie habe ich damit gerechnet, weil sie schon öfter die Andeutung machte, wie schwer es ihr fällt, guten Sex in einer Beziehung zu haben. Ich sagte erst okay, sie solle sich mit dem Typen treffen und mal schauen, wie es ist, aber der betreffende Abend war dann eigentlich für mich die Hölle. Im nächsten Urlaub war sie dann trotzdem mega distanziert und ich sagte, dass so eine offene Beziehung nicht funktionieren kann, wenn sie mich nicht respektiert und keine Liebe schenkt und dafür sich mit anderen Männern trifft. Es wirkte fast so, als wollte sie die Sexualität nach außen verlagern.
 
Wir redeten und es wurde besser, wir schlossen die Beziehung wieder und sagten, dass nur Küssen erlaubt sei. Nur einen Monat später wurde sie wieder distanzierter, der Sex schlechter. Sie machte immer mehr andere Verabredungen (wir wohnen seit 2 Monaten zusammen) und sie will immer noch Männer auf Dates treffen. Sie sagte mir, sie hätte eine Quarterlife-Krise, dass sie das Gefühl habe, zu früh erwachsen worden zu sein. Sie möchte mehr Platz und auch die Wochenende eher allein verbringen. Und wir sollen stattdessen konkret uns verabreden, damit es nicht langweilig wird. Sie will allein auf Konzerte und Festivals, um Männer kennenzulernen und zu knutschen. Sie sagt, das würde unserer Beziehung gut tun und sie würde mich dadurch auch durch andere Augen sehen. Ah ja, mit ihrer Liebe zu mir soll das nichts zu tun haben. Sie sei immer noch mega verliebt, nur habe sie eben einen hohen Freiheitsdrang.
 
Was mich erstaunt: Sie meinte, nach einer Zeit werde sie immer böse zu ihren Freunden und suche die Distanz. Ihrer Mutter ist genauso, hat den Vater jahrzehntelang fertig gemacht, war herrisch und rachsüchtig. Meine Freundin hat sehr darunter gelitten, aber jetzt reproduziert sie die Verhaltensmuster. Sie wollte sogar eine Therapie machen. Trotzdem ändert sie nicht viel an ihrem Verhalten. Sie sucht ständig nach Bestätigung und der Sex ist immer mega kompliziert. Sie glaubt, das man eben keinen guten Sex haben kann, wenn man zusammen wohnt. Sie wirkt total abgebrüht. Aber sie sagt auch immer, dass sie sich auf keinen Fall trennen will und dass sie mega glücklich ist in der Beziehung, dass sie nur nach einem gutemn Mittelweg sucht. 
 
Was denkt ihr? Habe ich es mit einem pathologischen Fall zu tun, mit einer Narzistin? Ist sie beziehungsunfähig oder braucht sie einfach einen anderen Partner, der nicht so nähebedürftig ist wie ich? 

Ich denke eher, dass Du es hier mit einer Egoistin zu tun hast, die Dich so lange bequatscht, bis sie bekommt, was sie will.

Wenn sie es dann hat, dann ist es auch wieder nicht richtig. Sie verkauft Dich für "dumm". Allein der Satz, dass man keinen guten Sex haben kann, wenn man zusammen wohnt, ist vom Grundsatz her dummes Geschwätz und dient wohl eher als Mittel zum Zweck, damit Du all ihre Spielchen mitmachst.

Psychisch ganz gesund ist ihr Verhalten und ihre Denkweise nicht, wobei ich der Meinung bin, dass sie ihre Denkweise einsetzt, um andere Menschen zu manipulieren, was man häufig bei Narzissten vorfindet. Und das scheint ja bei Dir gut zu funktionieren.

Wenn Du keine Dramabeziehung haben willst, dann solltest Du mal über Beziehungsregeln nachdenken. Also was ist okay für Dich in einer Beziehung und was nicht? Du wirst sonst durch sie, wie ein Fähnchen im Wind, was seine eigenen Wertvorstellungen in die Tonne kloppt und das wird Dich weder glücklich noch zufrieden machen.

Wenn Du ihre Spielchen weiter mitmachst, dann wirst Du zu ihrem Hampelmann und frage Dich mal selbst, ob man einen Mann ohne Rückgrat noch achten und respektieren kann?

Sollte sie wirklich eine Narzisstin sein, dann sind Therapien praktisch wirkungslos, weil Narzissten frühzeitig gelernt haben, dass es immer einen Dummen gibt, der ihre Spielchen mitspielt. Narzissten sind emotional überhaupt nicht fähig einem anderen Menschen so viel Gefühl entgegenzubringen, dass man das als Liebe bezeichnen könnte.

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6. Juni um 13:55

Ob du ihr Verhalten jetzt narzsstisch nennst, oder nicht, das ist egal. Ob das als pathologisch diagnostiziert wird, oder nicht ist ebenso belanglos.

Sie hat dir gesagt, was du von ihr zu erwarten hast. Sie wird sich nicht ändern und du wirst sie nicht ändern. Ihr lebt in verschiedenen Welten.

Mach dir wieder klar, was du dir von Beziehung und von einer Partnerin wüschst, und such dir eine, deren Vorstellungen mit deinen zusammen passen.

Wahrscheinlich bist du noch von der Intensität des emotionalen Wechselbades fasziniert. Das trägt aber nicht. Bald wird das unerträglich.

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6. Juni um 14:45

Also ansatzweise bin ich auch so, wie deine Freundin. Aber nur ansatzweise, da ich dieses bedürfnis weitaus geringfügiger habe. Außerdem würd ich nicht beleidigend werden in der beziehung, das ist etwas seltsam. Klingt so nach Druck oder Frust, weil der Ausgleich nicht wirklich da ist.
Ich hab z.b. auch mal ne offene beziehung geführt und das ging einige Jahre gut. Ist vielleicht kein schlechter Weg bei ihr, das problem ist nur, dass du dann auch andere Frauen kennenlernen solltest und auch willst, denn nur dann kann das Spaß machen.

Wenn du meinst, dass ist für dich gar nicht möglich, wäre es zu einseitig und damit machst du dich nur seelisch kaputt.
Es kann gut sein , dass sie in einigen Jahren sesshaft wird, nachdem sie merkt, dass ne beiehung viel schöner ist, als so kurze Flirts. Eigentlich müsste man auch beim Sex in einer beziehung merken, welche Vorteile das ganze haben kann. z.b. Vertrauen und gemeinsame Chemie, dass man sich gut aufeinander einstellen kann usw.

Aber naja die polygamie hat den nachteil dass der Reiz des Unbekannten und neue nso groß ist, dass sie sich oft dagegen wehren muss und dann eben so unzufrieden wird.

 

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6. Juni um 14:55

Wie kommst du ausgerechnet auf narzisstisch? 

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