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Bin ich ihr zu langweilig / zu wenig dominant?

28. April 2013 um 11:01

Hallo miteinander,

meine Ehefrau und ich sind nun beide über 50, und ich muss hier mal die o.g. Frage aufwerfen, oder anders formuliert: Was kann ein Frauenversteher tun, um etwas Dominanz zu zeigen? Aber vielleicht liegt unser Problem auch ganz woanders, deshalb mal der Reihe nach:

Als unser Miteinander einst begann, war ich knapp 33 Jahre alt und (christlich brav erzogen und ein schüchterner Typ) sexuell noch weitgehend unbeschrieben. Kannte nur ... und ein wenig Petting (meine vorherigen drei Beziehungen hatten alle nur je ca. 3 Monate gehalten). Meine jetzige Frau war damals 30 und hatte (in dieser Reihenfolge) eine zweijährige Ehe, ONS und eine fünfjährige feste Partnerschaft hinter sich. Da ihr letzterer Freund mein Kumpel gewesen war, kannten wir uns schon etliche Jahre, und als sie dann mit ihm auseinander war, ging alles ganz schnell. Bei Kuscheln während unseres zweiten Dates schoss es mir in den Sinn, dass sie sicher wegen ihrer Vorgeschichte längst nicht so lang auf *** verzichten wollte/konnte wie ich, und ich sprach die Frage vorsichtig aus, ob wir nicht demnächst... (hatte in dem Moment nämlich noch keine Verhüterli dabei), woraufhin sie sich jedoch sogleich aller Hüllen entledigte. Und binnen weniger Minuten hatte sie mich 33-Jährigen (endlich) entjungfert. So unkompliziert habe es zehn Jahre zuvor in der Hochzeitsnacht mit ihrem Ehemann nicht funktioniert, meinte sie danach. Es sei eben ungünstig, wenn zwei es miteinander beginnen müssen, die beide noch keine Vorkenntnisse haben... Überhaupt plauderten wir damals öfters mal über Sex, sie erwähnte z.B. Ich würde nie jemandem einen Orgasmus vorspielen und sie versicherte mir (auf meine Nachfrage), dass sie mit mir völlig zufrieden sei, und ich es nicht schlechter mache als der Vorgänger. Mit ihm - meinem Kumpel - hatte sie nach meinem Eindruck sehr erotische Jahre verbracht. Im Gegensatz zu ihm brachte der Sex mit mir nach intensivem Bemühen (ca. 1,5 Jahre) auch Nachwuchs. Während unsere drei Sprösslinge nun langsam groß geworden sind, köchelt leider unsere sexuelle Zweisamkeit auf allmählich kleiner werdender Sparflamme. Ab und an versuche ich, mit meiner Frau mal wieder drüber zu sprechen (z.B. Wie gefiel es die letztens, als ich Dich oral verwöhnte?, Was hast Du für Wünsche/Phantasien?). Sie führt dann auch immer bereitwillig einige Minuten lang einen solchen Dialog, ergreift aber niemals selbst die Initiative dazu. So landen wir immer wieder beim Blümchensex... Nur leider ist dieser nach 14 Ehejahren nicht mehr spannend genug für mehr als ca. 2x pro Monat. Zu unserem letzten Hochzeitstag und in der Zeit, die seitdem verging (ca. 6 Wochen), habe ich meine Frau mit Komplimenten und Blumen mal wesentlich reichlicher bedacht als sonst. Doch genau seitdem ist sie nun noch öfter zu müde. Ich fürchte, ich habe leider mit diesen Komplimenten etc. etwas getan, was sie eher abtörnt. Sie ist nämlich recht selbstbewusst u.a. weil ihr wegen ihres anziehendem Äußeren (O-Ton z.B.: Irgendwelche Kosmetik besitze+brauche ich nicht brauchte ich noch nie!) stets genug Aufmerksamkeit zuteil wurde/wird.

Und nachdem ich dies alles niedergeschrieben habe fällt mit auf, dass vor mir eigentlich wohl nicht nur die Frage liegt Wie kann mehr Schwung/Abwechslung in unser Liebesleben kommen?, sondern vielmehr: Was sollte ich tun, um unsere Beziehung zu erhalten?!!! Denn einerseits haben wir uns im Alltagsleben in den vielen Jahren immer besser zusammengerauft, so dass ich ihr (ehrlicherweise!) letztens zum Hochzeitstag sagte: Ich hab' dich noch gerner als damals. Auch bin ich mir sicher, dass sie bisher nicht fremd ging/geht. Aber was kann/sollte ich tun, damit dies so bleibt?

Vielen Dank schon mal im Voraus an alle, die diese lange Story bis hierher gelesen haben und mir nun auch noch was antworten...
LG
S64a

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28. April 2013 um 11:53

Lies mal folgendes Buch:
"Ich lieb dich nicht, wenn du mich liebst: Nähe und Distanz in Liebesbeziehungen"

Sehr interessant,wie ich finde. Und vieles deutet darauf hin,daß Du der sogenannte Unterlegene bist und Deine Frau die Überlegene ist. Einer liebt meist mehr in Beziehungen, sind oft diejenigen,die weniger selbstbewußt sind. Sie überhäufen den Partner mit ihrer Liebe,was den widerum zurückschrecken läßt und er sich entfernt...das wiederum treibt den anderen dazu,noch mehr zu lieben...ein Teufelskreis.

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28. April 2013 um 12:23

"Ich hab' dich noch gerner als damals."
, uff da hätte ich auch schlucken müssen.
noch verkrampfter geht es wohl nicht ?

hier ist doch die frage ob es euch beiden gut geht, miteinander. oder ob einem was fehlt.
fehlt dir was ? aufmerksamkeit ? sex ?
nehmt euch zeit. die kinder werden ja nicht mehr so klein sein.
redet und kuschelt. oder fahr mit ihr irgendo hin.
macht mal was was ihr sonst nie macht !

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28. April 2013 um 14:43

Tanzkurs
Ja, Tanzkurs machen war auch schon mal unsere Idee. Allerdings nur in dem Sinn, dass wir gemeinsam dahin gehen (so wie einst in unseren Anfangsjahren zum Volkstanz). Da ich von uns beiden der mit Abstand schlechtere Tänzer bin, wäre zwar <nur für mich> eigentlich richtig/dran. Aber meine Frau würde bei so was auf jeden Fall dabei sein wollen, und zwar in erster Linie deshalb, weil sie einfach so sehr gerne tanzt. Und falls sich dennoch ein Tanzkurs-Szenario für mich allein ergäbe, bin ich leider ziemlich sicher, dass es so ähnlich ausgänge wie in Jugendjahren einst in der Disco: Durch meinen Mix aus Unsportlichkeit->Blamageangst->Steifheit + Schüchternheit verschiebe ich das (eigentlich so dringend gewünschte) Anbaggern immer aufs nächste Mal..., bis es zu spät ist. Wenn ich nur wenigstens sicher wäre, dass ich mittels des Kurses einen ausreichenden Aufholeffekt meiner Tanzfähigkeiten zu den ihren erzielen kann... Dass ich von meiner Frau nicht hinterher trotzdem noch zu hören bekomme: Du kannst nicht führen! (Habe leider noch den zusätzlichen Nachteil, dass sie ein klein wenig fülliger 170/74kg ist als ich 188/73kg.)

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28. April 2013 um 14:53

Nimm sie
Sowas hab ich zumindest vereinzelt auch schon versucht, fiel richtig gierig über sie her, es wurde einer Vergewaltigung ähnlicher als einem Streichel-Vorspiel. Ähnlich wie bei alternativen Stellungen (die wir auch wegen sportlich zu anstrengend wieder abwählten) ergab sich allerdings ein Problem: Ich selbst sah es genauso, wie die folgende Rückmeldung meiner Frau es beschreibt: Diese Dinge machen Spaß, bringen mich in Fahrt, aber sie geilen dich selbst mehr auf als mich. Dadurch ist es dann mit unserem Orgasmus-Zeitpunkt schwieriger. In der Tat braucht sie, egal was vorher gelaufen ist, zum Erreichen des Höhepunkts am Schluss immer ca. 10 Minuten vaginale Friktionen, bevorzugt in der Missionarsstellung. Bin ich nun durch eine vorherige aufregende (z.B. dominante) Action recht aufgeputscht, so komme ich meist schon ca. 2 Minuten vor Ihrem Orgasmus (manchmal auch noch schneller, wenn ich die Tage vorher zu wenig masturbiert habe). Und ich merke dann, wie sie sich beeilt/quält, um es noch rechtzeitig während meiner Rest-Erektion zu schaffen. Dann stattdessen ein kurzes Päuschen zu machen (z.B. Dusche, oder den Ständer manuell wieder erhärten), das scheint sie auch nicht recht anzutörnen (gönnt mir wohl nicht den doppelten Orgasmus?).

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