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Bin ich ein Unikum?

22. März 2007 um 0:12

bin mit meinem Mann seit 30 Jahren zusammen. Haben gemeinsam vier Kinder!!! Versuchen immer alles gemeinsam zu regeln! Was uns nicht immer gelungen ist! Muß man denn immer gleich die Beziehung in Frage stellen?

Kann man nicht gemeinsam kämpfen, um vielleicht auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen? Ich habe das Gefühl, dass keiner mehr bereit ist, sich mit Problemen auseinanderzusetzen. ÜBERLASSEN WIR MAL DIE ERZIEHUNG DER SCHULE ETC:ETC:

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22. März 2007 um 9:18

Ich
habe noch nie junge Mädels gemaßregelt! Habe selber vier Töchter und nehme ihre Probleme auch mit ihren Partnern sehr ernst. Rate natürlich, wenn eine Beziehung nicht mehr zu retten ist sich zu trennen. Was ich nur bemängel, dass viele junge Leute heute sehr leichtfertig aufgeben.

Genauso erschreckend finde ich, dass die wenigsten Kinder in einer intakten Familie aufwachsen., ihnen fehlt dann irgentwie die Vorbildfunktion. Das soll jetzt nicht überheblich von mir klingen, da ich selber ein Kind aus einer gescheiterten Familie bin.

Liebe Grüße Mary

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22. März 2007 um 9:55

Re
*Heute trennen sich die jungen Leute ziemlich schnell*
--> das stimmt teils! viele ja, weil sie nichts anderes vorgelebt bekommen..und meinen *mitschwimmen* zu müssen--
aber es gibt auch die, die in jungen jahren bestimmte vorstellungen und werte vertreten..
und sich nicht so leicht beeinflussen lassen..und eine beziehung auch als beziehung sehen..

*dass viele von ihnen heute ,wenn sie zusammen ziehen , direkt perfekt eingerichtet sind. Das geht mit der Wohnung los, und hört meistens mit den zwei Autos auf, die vor der Türe stehen*
--> das mag stimmen, aber auch nicht in allen fällen- ich muss mir auch alles selbst verdienen und habe noch keine eigene wohnung und auf kosten vom vater staat möcht ich auch nicht leben- wenn ich das nötige geld dazu haben werde, werd ich mir auch alles *selbst* kaufen.. ich steh da nicht so drauf, wenn man mir alles hinter her schmeißt- aber wahrscheinlich liegts daran, dass ich so erzogen wurde mit einem gewissen
*minimum* auszukommen.. und das geld und was da hinter steckt zu schätzen weiß..

genauso was beziehungen betrifft.. einige sehen es eben nur als SPAß.. aber zu denen fällt mir nichts ein..
wenn ich das nur als *spaß* sehe, wozu gehe ich dann eine beziehung ein?!?
solche leute kann man dann irgendwo nicht ernst nehmen..

zu einer beziehung gehören eben gute, SOWIE schlechte zeiten dazu.. und auf mich kann man zählen.. egal in welcher situation, wenn mein partner mich braucht- egal ob wir grad streit haben oder was auch immer, ich bin für ihn da.. aber sowas kann einer allein nicht schaffen.. dazu gehören eben 2.. um eine beziehung aufblühen zu lassen, sie zu erhalten.. viele verlieren aber schnell die lust, weil sie eben merken, dass es nicht nur zucker-schlecken ist.. schade.. aber was soll man machen? solchen leuten kann mans schlecht vermitteln, wenn sies selbst nicht einsehen...

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22. März 2007 um 10:04
In Antwort auf maata_12500735

Ich
habe noch nie junge Mädels gemaßregelt! Habe selber vier Töchter und nehme ihre Probleme auch mit ihren Partnern sehr ernst. Rate natürlich, wenn eine Beziehung nicht mehr zu retten ist sich zu trennen. Was ich nur bemängel, dass viele junge Leute heute sehr leichtfertig aufgeben.

Genauso erschreckend finde ich, dass die wenigsten Kinder in einer intakten Familie aufwachsen., ihnen fehlt dann irgentwie die Vorbildfunktion. Das soll jetzt nicht überheblich von mir klingen, da ich selber ein Kind aus einer gescheiterten Familie bin.

Liebe Grüße Mary

Das ist ja der punkt...
wir "jungen" mädls (weiß nicht ob ich da noch dazu gehöre? *g*) haben es teilweise nicht richtig vorgelebt bekommen, von den eltern. die beziehung zwischen meinen eltern war ein drama. es begann als ich 5 war und endete erst mit 16. sie hätten sich früher trennen sollen, dann hätten sie meinen brüdern und mir viel erspart.

ich kenne meine probleme die ich in einer partnerschaft habe. misstrauen, selbstzweifel, ungeduld.... und wenn er nicht so funktioniert wie ich will, wird er entsorgt. ich finde es traurig, aber leider ist es so.

wünsche mir so sehr eine aufrichige beziehung, doch es soll wohl nicht sein!

LG
Nutschinu

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22. März 2007 um 10:14

Oh je..
*dass wenn die Ehe schief geht, sie alles durch zwei teilen können*
--> das is ja so.. als obs schon vorprogrammiert wäre, dass die ehe früher oder später in die brüche geht

wenn ich heirate und den mann liebe, dann denk ich doch nicht an die trennung..!!

ich mein einerseits mag das ja gut sein.. aber für mich wär das ABSOLUT NICHTS.. wär mir zu komisch.. außerdem..bin ich da absolut nicht materialistisch eingestellt.. wenn die ehe kaputt ist, die liebe weg, dann kann er alle möbel haben- ich würde nicht mit diesen sachen leben wollen.. wenn eine trennung, dann mit allem drum und dran.. halbe sachen mag und mach ich nich..bevor ich mich dann noch wegen solchen sachen zu lange aufhalten muss.. nee..

wie findest du denn sowas?? lese das übrigens auch zum ersten mal..

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22. März 2007 um 10:17

Das ist ein Punkt, den ich nie ganz verstanden habe.
Möglichst viel ausprobiert haben... Am meisten ausprobiert habe ich immer mit den Frauen, mit denen ich am längsten zusammen war, denn da war das Vertrauen am grössten (das bezieht sich nicht nur auf den sexuellen Bereich).

Geht das nur mir so, oder kennen das noch andere? Woher kommt dann der (Trug?-)Schluss, dass man viele Partner braucht um viel auszuprobieren?

mfg Gnrrkk

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22. März 2007 um 10:25
In Antwort auf marvyn_12936135

Das ist ein Punkt, den ich nie ganz verstanden habe.
Möglichst viel ausprobiert haben... Am meisten ausprobiert habe ich immer mit den Frauen, mit denen ich am längsten zusammen war, denn da war das Vertrauen am grössten (das bezieht sich nicht nur auf den sexuellen Bereich).

Geht das nur mir so, oder kennen das noch andere? Woher kommt dann der (Trug?-)Schluss, dass man viele Partner braucht um viel auszuprobieren?

mfg Gnrrkk

Gnrrkk
das frag ich mich auch.. ich hab nicht das gefühl, dass ich was verpasst habe oder verpasse.. während andere immer noch durch fremde betten hüpfen und sich so sehnlichst das suchen, was ich seit jahren habe..

keine bettgeschichte oder dieses leichte verliebt sein ist mit einer langen beziehung vergleichbar..

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22. März 2007 um 10:27
In Antwort auf orangecountry

Re
*Heute trennen sich die jungen Leute ziemlich schnell*
--> das stimmt teils! viele ja, weil sie nichts anderes vorgelebt bekommen..und meinen *mitschwimmen* zu müssen--
aber es gibt auch die, die in jungen jahren bestimmte vorstellungen und werte vertreten..
und sich nicht so leicht beeinflussen lassen..und eine beziehung auch als beziehung sehen..

*dass viele von ihnen heute ,wenn sie zusammen ziehen , direkt perfekt eingerichtet sind. Das geht mit der Wohnung los, und hört meistens mit den zwei Autos auf, die vor der Türe stehen*
--> das mag stimmen, aber auch nicht in allen fällen- ich muss mir auch alles selbst verdienen und habe noch keine eigene wohnung und auf kosten vom vater staat möcht ich auch nicht leben- wenn ich das nötige geld dazu haben werde, werd ich mir auch alles *selbst* kaufen.. ich steh da nicht so drauf, wenn man mir alles hinter her schmeißt- aber wahrscheinlich liegts daran, dass ich so erzogen wurde mit einem gewissen
*minimum* auszukommen.. und das geld und was da hinter steckt zu schätzen weiß..

genauso was beziehungen betrifft.. einige sehen es eben nur als SPAß.. aber zu denen fällt mir nichts ein..
wenn ich das nur als *spaß* sehe, wozu gehe ich dann eine beziehung ein?!?
solche leute kann man dann irgendwo nicht ernst nehmen..

zu einer beziehung gehören eben gute, SOWIE schlechte zeiten dazu.. und auf mich kann man zählen.. egal in welcher situation, wenn mein partner mich braucht- egal ob wir grad streit haben oder was auch immer, ich bin für ihn da.. aber sowas kann einer allein nicht schaffen.. dazu gehören eben 2.. um eine beziehung aufblühen zu lassen, sie zu erhalten.. viele verlieren aber schnell die lust, weil sie eben merken, dass es nicht nur zucker-schlecken ist.. schade.. aber was soll man machen? solchen leuten kann mans schlecht vermitteln, wenn sies selbst nicht einsehen...

Du
kannst stolz sein, dass deine Eltern dir so viele Werte mit auf dem Weg gegeben haben. Es sind nicht, wie du schon geschrieben hast die Materiellen Werte.

Liebe Grüße Mary

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22. März 2007 um 10:28

Da
fällt mir auch nichts zu ein...............

Gruß Mary

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22. März 2007 um 10:36
In Antwort auf sommer_12381933

Das ist ja der punkt...
wir "jungen" mädls (weiß nicht ob ich da noch dazu gehöre? *g*) haben es teilweise nicht richtig vorgelebt bekommen, von den eltern. die beziehung zwischen meinen eltern war ein drama. es begann als ich 5 war und endete erst mit 16. sie hätten sich früher trennen sollen, dann hätten sie meinen brüdern und mir viel erspart.

ich kenne meine probleme die ich in einer partnerschaft habe. misstrauen, selbstzweifel, ungeduld.... und wenn er nicht so funktioniert wie ich will, wird er entsorgt. ich finde es traurig, aber leider ist es so.

wünsche mir so sehr eine aufrichige beziehung, doch es soll wohl nicht sein!

LG
Nutschinu

Ich
denke, du wirst an deiner Einstellung arbeiten müssen, aber es kann natürlich auch sein, dass du den richtigen Partner noch nicht gefunden hast für den es sich lohnt zu kämpfen.

Liebe Grüße Mary

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22. März 2007 um 10:38
In Antwort auf orangecountry

Re
*Heute trennen sich die jungen Leute ziemlich schnell*
--> das stimmt teils! viele ja, weil sie nichts anderes vorgelebt bekommen..und meinen *mitschwimmen* zu müssen--
aber es gibt auch die, die in jungen jahren bestimmte vorstellungen und werte vertreten..
und sich nicht so leicht beeinflussen lassen..und eine beziehung auch als beziehung sehen..

*dass viele von ihnen heute ,wenn sie zusammen ziehen , direkt perfekt eingerichtet sind. Das geht mit der Wohnung los, und hört meistens mit den zwei Autos auf, die vor der Türe stehen*
--> das mag stimmen, aber auch nicht in allen fällen- ich muss mir auch alles selbst verdienen und habe noch keine eigene wohnung und auf kosten vom vater staat möcht ich auch nicht leben- wenn ich das nötige geld dazu haben werde, werd ich mir auch alles *selbst* kaufen.. ich steh da nicht so drauf, wenn man mir alles hinter her schmeißt- aber wahrscheinlich liegts daran, dass ich so erzogen wurde mit einem gewissen
*minimum* auszukommen.. und das geld und was da hinter steckt zu schätzen weiß..

genauso was beziehungen betrifft.. einige sehen es eben nur als SPAß.. aber zu denen fällt mir nichts ein..
wenn ich das nur als *spaß* sehe, wozu gehe ich dann eine beziehung ein?!?
solche leute kann man dann irgendwo nicht ernst nehmen..

zu einer beziehung gehören eben gute, SOWIE schlechte zeiten dazu.. und auf mich kann man zählen.. egal in welcher situation, wenn mein partner mich braucht- egal ob wir grad streit haben oder was auch immer, ich bin für ihn da.. aber sowas kann einer allein nicht schaffen.. dazu gehören eben 2.. um eine beziehung aufblühen zu lassen, sie zu erhalten.. viele verlieren aber schnell die lust, weil sie eben merken, dass es nicht nur zucker-schlecken ist.. schade.. aber was soll man machen? solchen leuten kann mans schlecht vermitteln, wenn sies selbst nicht einsehen...

Das
ist doch mal eine sehr gute Einstellung!!!!!!!!!

Liebe Grüße Mary

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22. März 2007 um 10:48
In Antwort auf maata_12500735

Du
kannst stolz sein, dass deine Eltern dir so viele Werte mit auf dem Weg gegeben haben. Es sind nicht, wie du schon geschrieben hast die Materiellen Werte.

Liebe Grüße Mary

Danke mary..
ich bin auch dafür dankbar und hoffe auch irgendwann das an meine kinder weitergeben zu können..

man kann kindern jedoch nur gewisse sachen beibringen- ob sie das auffassen und für sich so *übernehmen* und sich damit *identifizieren* können ist eine andere sache..

ich kenne viele personen, deren erltern sich sehr viel mühe gegeben haben- wirklich gefruchtet hat es nicht..

weil eben der eigene charakter eine große rolle spielt.. dieser kann sich durch vieles
*verändern* oder *gestärkt* werden..

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22. März 2007 um 11:02

Hallo
Erst einmal möchte ich dir wieder Respekt zollen! Das, was ihr hinbekommen habt, schaffen nicht viele Ehepaare, doch genau solche Ehen wie die Eure geben mir die Hoffnung, dass es noch so etwas wie wahren Zusammenhalt gibt.
Ich weiß, dass ich erfahrungsmäßig hier überhaupt nicht mitschreiben kann, aber ich wollte einfach meine Meinung zu dem Thema "die jungen Dinger wollen sich nicht mit Problemen auseinander setzen" schreiben und mal ein paar positive Beispiele aufzeigen. (Klar ist meine Umwelt auch überschüttet mit negativen Beispielen)

Meine beste Freundin ist seit 5 Jahren mit ihrem Freund zusammen (genauso alt wie ich), haben aber schon viel an schweren Zeiten durchmachen müssen: der dreckige Rosenkrieg seiner Eltern, keiner hat sich um die Kinder gekümmert, der ältere Bruder hat die Biege gemacht und da musste er (mittlerweile von vll. 400Euro lebend)die kleinen Geschwister alleine versorgen, nebenbei mal das Abi machen und die Krönung waren dann die mehreren Schlaganfälle seines Vaters, der fast schon ein Pflegefall wurde. Niemand wollte ihm aber helfen, nur eine war da, seine Partnerin, die sich um seine Geschwister gekümmert hat, als wären sie ihre eigenen, etc. Das finde ich schon einigermaßen heftig, vielleicht gibt es Schlimmeres, aber für ein jugendliches Paar finde ich es beachtlich.
Anderes Paar: Meine andere Freundin hat seit 4 Jahren einen Freund, der in den USA wohnt. Mittlerweile ist er für 1 Semester erstmal hier und ich denke auch, dass sie ihm nach Hause folgen wird. Die beiden haben 4 Jahre über das Internet und über das Telephon umeinander gekämpft. Es war nie einfach und teilweise war es wirklich nicht mehr schön, aber sie haben durchgehalten und können jetzt richtig zusammen sein. Selbst viele Erwachsene hätten DAS nicht durchgehalten, da bin ich mir sicher.
Meine eigene Beziehung ist vielleicht "nur" 2 1/2 Jahre alt, aber seine psychischen Probleme (Wahrnehmungsstörungen) waren und sind es manchmal immer noch eine große Herausforderung. Man konnte gar nicht voraussehen, was als nächstes kam: Mal hat er mich angesehen und ich war der "Staatsfeind Nr.1" oder seine Gefühle waren vollends taub (nicht nur mich sondern auch seine ganze Familie betreffend). Ich bin bei ihm geblieben, trotz aller Warnungen, dass es eh nicht mit uns klappen könnte. So oft musste er sich meinem (mittlerweile) tyrannischen Vater entgegenstellen, etc. Da hätten manche in meiner Umgebung keine Lust darauf gehabt "Die hat einen komischen Vater, nee ich lass' es mal." So ungefähr. Ich höre mal auf, weitere Dinge aufzuzählen. Jetzt ist die Hölle einigermaßen vorbei (mal vom Verhalten meines Vaters abgesehen) und wir haben eine wunderschöne Beziehung, er ist einfach der liebste Mensch auf der Welt.
Paar Nr.1 ist schon verlobt; Paar Nr.2 und mein Schatz&ich machen uns da auch schon Gedanken darüber.
Ich finde es auch schade, dass viele aus diesem Forum junge Leute verurteilen, die sich aus vielen Gründen jetzt schon binden wollen. Das mag zwar naiv klingen, aber das macht mir nichts aus.
(Alle, die jetzt klischeehaft denken, dass wir im unteren Bereich der sozialen Leiter anzusiedeln sind, irren sich - im Gegenteil, wir sind eher im oberen Bereich vorzufinden.)

Also: Es geht auch anders.

Liebe Grüße,
Angel

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22. März 2007 um 11:12
In Antwort auf maata_12500735

Ich
denke, du wirst an deiner Einstellung arbeiten müssen, aber es kann natürlich auch sein, dass du den richtigen Partner noch nicht gefunden hast für den es sich lohnt zu kämpfen.

Liebe Grüße Mary

Es liegt aber nicht nur an mir...
viele männer legen auch keinen wert mehr darauf, um eine frau zu kämpfen, zu umwerben...
es wird alles so zackig abgehandelt...
ich brauche sehr lange um zu vertrauen, aber so viel zeit haben die meisten eben nicht...

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22. März 2007 um 11:16
In Antwort auf torra_11953428

Hallo
Erst einmal möchte ich dir wieder Respekt zollen! Das, was ihr hinbekommen habt, schaffen nicht viele Ehepaare, doch genau solche Ehen wie die Eure geben mir die Hoffnung, dass es noch so etwas wie wahren Zusammenhalt gibt.
Ich weiß, dass ich erfahrungsmäßig hier überhaupt nicht mitschreiben kann, aber ich wollte einfach meine Meinung zu dem Thema "die jungen Dinger wollen sich nicht mit Problemen auseinander setzen" schreiben und mal ein paar positive Beispiele aufzeigen. (Klar ist meine Umwelt auch überschüttet mit negativen Beispielen)

Meine beste Freundin ist seit 5 Jahren mit ihrem Freund zusammen (genauso alt wie ich), haben aber schon viel an schweren Zeiten durchmachen müssen: der dreckige Rosenkrieg seiner Eltern, keiner hat sich um die Kinder gekümmert, der ältere Bruder hat die Biege gemacht und da musste er (mittlerweile von vll. 400Euro lebend)die kleinen Geschwister alleine versorgen, nebenbei mal das Abi machen und die Krönung waren dann die mehreren Schlaganfälle seines Vaters, der fast schon ein Pflegefall wurde. Niemand wollte ihm aber helfen, nur eine war da, seine Partnerin, die sich um seine Geschwister gekümmert hat, als wären sie ihre eigenen, etc. Das finde ich schon einigermaßen heftig, vielleicht gibt es Schlimmeres, aber für ein jugendliches Paar finde ich es beachtlich.
Anderes Paar: Meine andere Freundin hat seit 4 Jahren einen Freund, der in den USA wohnt. Mittlerweile ist er für 1 Semester erstmal hier und ich denke auch, dass sie ihm nach Hause folgen wird. Die beiden haben 4 Jahre über das Internet und über das Telephon umeinander gekämpft. Es war nie einfach und teilweise war es wirklich nicht mehr schön, aber sie haben durchgehalten und können jetzt richtig zusammen sein. Selbst viele Erwachsene hätten DAS nicht durchgehalten, da bin ich mir sicher.
Meine eigene Beziehung ist vielleicht "nur" 2 1/2 Jahre alt, aber seine psychischen Probleme (Wahrnehmungsstörungen) waren und sind es manchmal immer noch eine große Herausforderung. Man konnte gar nicht voraussehen, was als nächstes kam: Mal hat er mich angesehen und ich war der "Staatsfeind Nr.1" oder seine Gefühle waren vollends taub (nicht nur mich sondern auch seine ganze Familie betreffend). Ich bin bei ihm geblieben, trotz aller Warnungen, dass es eh nicht mit uns klappen könnte. So oft musste er sich meinem (mittlerweile) tyrannischen Vater entgegenstellen, etc. Da hätten manche in meiner Umgebung keine Lust darauf gehabt "Die hat einen komischen Vater, nee ich lass' es mal." So ungefähr. Ich höre mal auf, weitere Dinge aufzuzählen. Jetzt ist die Hölle einigermaßen vorbei (mal vom Verhalten meines Vaters abgesehen) und wir haben eine wunderschöne Beziehung, er ist einfach der liebste Mensch auf der Welt.
Paar Nr.1 ist schon verlobt; Paar Nr.2 und mein Schatz&ich machen uns da auch schon Gedanken darüber.
Ich finde es auch schade, dass viele aus diesem Forum junge Leute verurteilen, die sich aus vielen Gründen jetzt schon binden wollen. Das mag zwar naiv klingen, aber das macht mir nichts aus.
(Alle, die jetzt klischeehaft denken, dass wir im unteren Bereich der sozialen Leiter anzusiedeln sind, irren sich - im Gegenteil, wir sind eher im oberen Bereich vorzufinden.)

Also: Es geht auch anders.

Liebe Grüße,
Angel

Ich
habe eine Gänsehaut bekommen, als ich deinen Beitrag gelesen habe.

Viel, viel Glück und alles Liebe Mary

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22. März 2007 um 11:17
In Antwort auf torra_11953428

Hallo
Erst einmal möchte ich dir wieder Respekt zollen! Das, was ihr hinbekommen habt, schaffen nicht viele Ehepaare, doch genau solche Ehen wie die Eure geben mir die Hoffnung, dass es noch so etwas wie wahren Zusammenhalt gibt.
Ich weiß, dass ich erfahrungsmäßig hier überhaupt nicht mitschreiben kann, aber ich wollte einfach meine Meinung zu dem Thema "die jungen Dinger wollen sich nicht mit Problemen auseinander setzen" schreiben und mal ein paar positive Beispiele aufzeigen. (Klar ist meine Umwelt auch überschüttet mit negativen Beispielen)

Meine beste Freundin ist seit 5 Jahren mit ihrem Freund zusammen (genauso alt wie ich), haben aber schon viel an schweren Zeiten durchmachen müssen: der dreckige Rosenkrieg seiner Eltern, keiner hat sich um die Kinder gekümmert, der ältere Bruder hat die Biege gemacht und da musste er (mittlerweile von vll. 400Euro lebend)die kleinen Geschwister alleine versorgen, nebenbei mal das Abi machen und die Krönung waren dann die mehreren Schlaganfälle seines Vaters, der fast schon ein Pflegefall wurde. Niemand wollte ihm aber helfen, nur eine war da, seine Partnerin, die sich um seine Geschwister gekümmert hat, als wären sie ihre eigenen, etc. Das finde ich schon einigermaßen heftig, vielleicht gibt es Schlimmeres, aber für ein jugendliches Paar finde ich es beachtlich.
Anderes Paar: Meine andere Freundin hat seit 4 Jahren einen Freund, der in den USA wohnt. Mittlerweile ist er für 1 Semester erstmal hier und ich denke auch, dass sie ihm nach Hause folgen wird. Die beiden haben 4 Jahre über das Internet und über das Telephon umeinander gekämpft. Es war nie einfach und teilweise war es wirklich nicht mehr schön, aber sie haben durchgehalten und können jetzt richtig zusammen sein. Selbst viele Erwachsene hätten DAS nicht durchgehalten, da bin ich mir sicher.
Meine eigene Beziehung ist vielleicht "nur" 2 1/2 Jahre alt, aber seine psychischen Probleme (Wahrnehmungsstörungen) waren und sind es manchmal immer noch eine große Herausforderung. Man konnte gar nicht voraussehen, was als nächstes kam: Mal hat er mich angesehen und ich war der "Staatsfeind Nr.1" oder seine Gefühle waren vollends taub (nicht nur mich sondern auch seine ganze Familie betreffend). Ich bin bei ihm geblieben, trotz aller Warnungen, dass es eh nicht mit uns klappen könnte. So oft musste er sich meinem (mittlerweile) tyrannischen Vater entgegenstellen, etc. Da hätten manche in meiner Umgebung keine Lust darauf gehabt "Die hat einen komischen Vater, nee ich lass' es mal." So ungefähr. Ich höre mal auf, weitere Dinge aufzuzählen. Jetzt ist die Hölle einigermaßen vorbei (mal vom Verhalten meines Vaters abgesehen) und wir haben eine wunderschöne Beziehung, er ist einfach der liebste Mensch auf der Welt.
Paar Nr.1 ist schon verlobt; Paar Nr.2 und mein Schatz&ich machen uns da auch schon Gedanken darüber.
Ich finde es auch schade, dass viele aus diesem Forum junge Leute verurteilen, die sich aus vielen Gründen jetzt schon binden wollen. Das mag zwar naiv klingen, aber das macht mir nichts aus.
(Alle, die jetzt klischeehaft denken, dass wir im unteren Bereich der sozialen Leiter anzusiedeln sind, irren sich - im Gegenteil, wir sind eher im oberen Bereich vorzufinden.)

Also: Es geht auch anders.

Liebe Grüße,
Angel

Angel
find ich sehr schön!!! das zeigt doch mal den nötigen zusammenhalt, den vielen fehlt!

das ist es eben.. neben dem schönen tralala und märchen mit happy end gibts eben auch das tal der tiefen trauer und den wald voller probleme.. - man muss aber lernen sich da durchzukämpfen und irgendwann kann man zurückblicken und sehen, was man *gemeinsam* erreicht hat.. und solche sachen stärken die beziehung auch.. auch wenn man manchmal an einem strang allein zieht.. ab und zu muss man den partner eben mitreissen..

aber gibt einem kraft zu sehen, dass es noch
paare gibt, die trotz hindernissen das beste draus machen..!!!

und ps. mary- find ich absolut stark, dass eure ehe so lange angehalten hat und wünsche euch für die nächsten 30 jahre viel glück !!! übrigens.. meine eltern sind auch schon seit 30 jahren verheiratet, kennen sich aber seit öhmm.. glaube 40 jahren sind aber seit 35 jahren ein paar.. (find ich extrem heftig )

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22. März 2007 um 12:11
In Antwort auf torra_11953428

Hallo
Erst einmal möchte ich dir wieder Respekt zollen! Das, was ihr hinbekommen habt, schaffen nicht viele Ehepaare, doch genau solche Ehen wie die Eure geben mir die Hoffnung, dass es noch so etwas wie wahren Zusammenhalt gibt.
Ich weiß, dass ich erfahrungsmäßig hier überhaupt nicht mitschreiben kann, aber ich wollte einfach meine Meinung zu dem Thema "die jungen Dinger wollen sich nicht mit Problemen auseinander setzen" schreiben und mal ein paar positive Beispiele aufzeigen. (Klar ist meine Umwelt auch überschüttet mit negativen Beispielen)

Meine beste Freundin ist seit 5 Jahren mit ihrem Freund zusammen (genauso alt wie ich), haben aber schon viel an schweren Zeiten durchmachen müssen: der dreckige Rosenkrieg seiner Eltern, keiner hat sich um die Kinder gekümmert, der ältere Bruder hat die Biege gemacht und da musste er (mittlerweile von vll. 400Euro lebend)die kleinen Geschwister alleine versorgen, nebenbei mal das Abi machen und die Krönung waren dann die mehreren Schlaganfälle seines Vaters, der fast schon ein Pflegefall wurde. Niemand wollte ihm aber helfen, nur eine war da, seine Partnerin, die sich um seine Geschwister gekümmert hat, als wären sie ihre eigenen, etc. Das finde ich schon einigermaßen heftig, vielleicht gibt es Schlimmeres, aber für ein jugendliches Paar finde ich es beachtlich.
Anderes Paar: Meine andere Freundin hat seit 4 Jahren einen Freund, der in den USA wohnt. Mittlerweile ist er für 1 Semester erstmal hier und ich denke auch, dass sie ihm nach Hause folgen wird. Die beiden haben 4 Jahre über das Internet und über das Telephon umeinander gekämpft. Es war nie einfach und teilweise war es wirklich nicht mehr schön, aber sie haben durchgehalten und können jetzt richtig zusammen sein. Selbst viele Erwachsene hätten DAS nicht durchgehalten, da bin ich mir sicher.
Meine eigene Beziehung ist vielleicht "nur" 2 1/2 Jahre alt, aber seine psychischen Probleme (Wahrnehmungsstörungen) waren und sind es manchmal immer noch eine große Herausforderung. Man konnte gar nicht voraussehen, was als nächstes kam: Mal hat er mich angesehen und ich war der "Staatsfeind Nr.1" oder seine Gefühle waren vollends taub (nicht nur mich sondern auch seine ganze Familie betreffend). Ich bin bei ihm geblieben, trotz aller Warnungen, dass es eh nicht mit uns klappen könnte. So oft musste er sich meinem (mittlerweile) tyrannischen Vater entgegenstellen, etc. Da hätten manche in meiner Umgebung keine Lust darauf gehabt "Die hat einen komischen Vater, nee ich lass' es mal." So ungefähr. Ich höre mal auf, weitere Dinge aufzuzählen. Jetzt ist die Hölle einigermaßen vorbei (mal vom Verhalten meines Vaters abgesehen) und wir haben eine wunderschöne Beziehung, er ist einfach der liebste Mensch auf der Welt.
Paar Nr.1 ist schon verlobt; Paar Nr.2 und mein Schatz&ich machen uns da auch schon Gedanken darüber.
Ich finde es auch schade, dass viele aus diesem Forum junge Leute verurteilen, die sich aus vielen Gründen jetzt schon binden wollen. Das mag zwar naiv klingen, aber das macht mir nichts aus.
(Alle, die jetzt klischeehaft denken, dass wir im unteren Bereich der sozialen Leiter anzusiedeln sind, irren sich - im Gegenteil, wir sind eher im oberen Bereich vorzufinden.)

Also: Es geht auch anders.

Liebe Grüße,
Angel

@orange und mary
Danke für eure positiven Antworten! Ich wünsche euch auch viel, viel Glück für eure Beziehungen!

Ja, viele Leute verbinden die Liebe mit permanentem Glücklichsein und lassen sich dann von den Herausforderungen einer Beziehung einschüchtern, ist halt schade.
Aber trotzdem denke ich, dass das gemeinsame Durchhalten in schweren Zeiten nicht unbedingt ein Garant für das Fortbestehen einer Beziehung sein muss.
Man darf sich nicht darauf "ausruhen" und somit das weiterhin nötige "Arbeiten" an der Beziehung ausser Acht lassen.

Liebe Grüße,
Angel

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22. März 2007 um 12:11
In Antwort auf orangecountry

Danke mary..
ich bin auch dafür dankbar und hoffe auch irgendwann das an meine kinder weitergeben zu können..

man kann kindern jedoch nur gewisse sachen beibringen- ob sie das auffassen und für sich so *übernehmen* und sich damit *identifizieren* können ist eine andere sache..

ich kenne viele personen, deren erltern sich sehr viel mühe gegeben haben- wirklich gefruchtet hat es nicht..

weil eben der eigene charakter eine große rolle spielt.. dieser kann sich durch vieles
*verändern* oder *gestärkt* werden..

Da
schreibst du ein wahres Wort, aber man kann versuchen den Grundstein zu legen und hoffen, dass die Kinder das Beste daraus machen. Viele Faktoren spielen eine Rolle besonders in der Pubertät. Glaube mir da habe ich einiges mit den Mädels erlebt. Die jüngste ist 12.Jahre und fängt so langsam an zu pubertieren.
Manchmal denke ich " oh nee, nicht schon wieder!"
Auch ich kenne viele Menschen im Bekanntenkreis deren Kinder ein bisschen abgedrifftet sind, aber ich kann aus Erfahrung sagen, dass über 90% der Jugendlichen wieder in die Normalität zurückkehren. Besser sie probieren sich in der Jugend aus, als später wenn man Familie und Verantwortung hat.

Liebe Grüße Mary

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22. März 2007 um 12:16
In Antwort auf torra_11953428

@orange und mary
Danke für eure positiven Antworten! Ich wünsche euch auch viel, viel Glück für eure Beziehungen!

Ja, viele Leute verbinden die Liebe mit permanentem Glücklichsein und lassen sich dann von den Herausforderungen einer Beziehung einschüchtern, ist halt schade.
Aber trotzdem denke ich, dass das gemeinsame Durchhalten in schweren Zeiten nicht unbedingt ein Garant für das Fortbestehen einer Beziehung sein muss.
Man darf sich nicht darauf "ausruhen" und somit das weiterhin nötige "Arbeiten" an der Beziehung ausser Acht lassen.

Liebe Grüße,
Angel

Stimmt
es gibt keine Garantie!

Mary

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22. März 2007 um 12:55

Bin ich auch eins? (Ein Unikum)
Hallo zusammen...

ich bin noch recht frisch verheiratet. Wir haben uns auch recht früh zum heiraten entschlossen. Unsere Umwelt (gerade meine Eltern und einige Freunde) waren sehr sehr skeptisch.

Mein Mann wird in diesem Jahr 29 und ich 24. Wir sind seit 4 Jahren ein glücklich verheiratetes Paar.

Wir haben noch keine Kinder. Doch wir haben eine Menge schwere Zeiten durchlebt.
Meine Eltern haben von Anfang an was gegen meinen Mann gehabt. (Weil er 3 Jahre älter ist als ich)
Die Lage zu Hause hat sich damals sehr sehr sehr zugespitzt.
Ich hab das Feld geräumt und bin auf den Bauernhof meiner jetztigen Schwiegereltern gezogen und hab über ein halbes Jahr mit meinem Mann in seinem alten kleinen Kinderzimmer gelebt.

Danach sind wir in unsere erst Wohnung gezogen.


Die Geschichte mit meinen Eltern hat mir sehr sehr lange nach gehängt. Die Beleidigungen und die Dinge die damals gelaufen sind haben tiefe Wunden hinter lassen. Aber mein Mann hat mich aufgefangen.

Ich finde es garnicht so schlecht, wenn man jung heiratet. Man hat dann die Chance ziemlich früh in seinem Leben zusammen zu wachsen. Sich auf den anderen einzustellen. Halt parallel zusammen wirklich erwachsen zu werden.
Wir haben zusammen den Haushalt im Griff. Planen ständig neue Abläufe, weil die alten sich nicht bewährt haben. (Haben das mit dem Haushaltführen/Kochen etc. beide nicht so richtig von Haus aus beigebracht bekommen und die mütterlichen Vorbilder wären auch nicht wirklich...)



Klar, schwere Zeiten schweißen zusammen, aber glückliche Zeiten schaffen Erinnerungen.
Wenn ich unser Hochzeitslied im Radio höre, dann bekomme ich Gänshaut.
Oder ich hab ein Augenkino über alte schöne Erinnerungen aus gemeinsamen Urlauben.


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22. März 2007 um 13:10
In Antwort auf katya_12077352

Bin ich auch eins? (Ein Unikum)
Hallo zusammen...

ich bin noch recht frisch verheiratet. Wir haben uns auch recht früh zum heiraten entschlossen. Unsere Umwelt (gerade meine Eltern und einige Freunde) waren sehr sehr skeptisch.

Mein Mann wird in diesem Jahr 29 und ich 24. Wir sind seit 4 Jahren ein glücklich verheiratetes Paar.

Wir haben noch keine Kinder. Doch wir haben eine Menge schwere Zeiten durchlebt.
Meine Eltern haben von Anfang an was gegen meinen Mann gehabt. (Weil er 3 Jahre älter ist als ich)
Die Lage zu Hause hat sich damals sehr sehr sehr zugespitzt.
Ich hab das Feld geräumt und bin auf den Bauernhof meiner jetztigen Schwiegereltern gezogen und hab über ein halbes Jahr mit meinem Mann in seinem alten kleinen Kinderzimmer gelebt.

Danach sind wir in unsere erst Wohnung gezogen.


Die Geschichte mit meinen Eltern hat mir sehr sehr lange nach gehängt. Die Beleidigungen und die Dinge die damals gelaufen sind haben tiefe Wunden hinter lassen. Aber mein Mann hat mich aufgefangen.

Ich finde es garnicht so schlecht, wenn man jung heiratet. Man hat dann die Chance ziemlich früh in seinem Leben zusammen zu wachsen. Sich auf den anderen einzustellen. Halt parallel zusammen wirklich erwachsen zu werden.
Wir haben zusammen den Haushalt im Griff. Planen ständig neue Abläufe, weil die alten sich nicht bewährt haben. (Haben das mit dem Haushaltführen/Kochen etc. beide nicht so richtig von Haus aus beigebracht bekommen und die mütterlichen Vorbilder wären auch nicht wirklich...)



Klar, schwere Zeiten schweißen zusammen, aber glückliche Zeiten schaffen Erinnerungen.
Wenn ich unser Hochzeitslied im Radio höre, dann bekomme ich Gänshaut.
Oder ich hab ein Augenkino über alte schöne Erinnerungen aus gemeinsamen Urlauben.


Ich
denke, dass es deinen Eltern nicht bewusst war wie sehr sie dich verletzt haben. Ein Altersunterschied von 3.Jahre ist völlig in Ordnung auch wenn der Unterschied 10.Jahre wäre, und du den Mann liebst müssen die Eltern das akteptieren.

Ich wünsche die sehr, dass du wieder einen Weg zu deinen Eltern findest und du glücklich wirst.

Eine Frage habe ich noch: Was haben deine Eltern denn gegen deinen Mann? Ich ertappe mich manchmal selber dabei, dass ich denke, besonders bei meiner ältesten Tochter, ihr Freund wäre zu chaotisch für sie. Wenn sie mir jetzt eröffnen würde, (sie ist 23.Jahre)
sie wollte heiraten, würde ich ihr auch abraten und ihr raten erst mal ihr Studium zuende zu machen. Manchmal sind wir Eltern auch nur Menschen! Ich habe übrigens auch mit 23. Jahren geheiratet.

Liebe Grüße Mary

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