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Bin ich egoistisch?

23. Mai 2014 um 15:28

Ich bin 25, verheiratet und habe zwei Kinder.
Ich hab eine abgeschlossene Ausbildung und auch schon einige Zeit in dem Bereich gearbeitet. Aber ich möchte noch ein Studium beginnen. Diesen Wunsch habe ich schon länger und ich habe auch mir viele Gedanken dazu gemacht. Mein Mann hält davon überhaupt nichts. Seiner Meinung nach bin ich egoistisch. ich würde nicht an die Familie denken und was das Beste für die Familie ist. Letztens meinte er im Streit zu mir, ich sollte mal aufhören nur an mich zu denken und von meinem Selbstverwirklichungstrip runter kommen.
Dann fing er wieder an mit einem dritten Kind. Er wünscht sich noch ein weiteres Kind. Hatten wir so eigentlich auch geplant und vorgehabt. Aber für mich ist das gerade eher zweitrangig. Wir haben ja schon zwei wunderbare Kinder.

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23. Mai 2014 um 15:56

Mir ist auch klar,
dass die Umsetzung meines Wunsches, letztendlich auch Einschränkungen für uns als Familie mit sich bringt. Entweder werden wir weniger Geld zu Verfügung haben, wenn ich wegen dem Studium meinen Job aufgebe. Oder mein Mann muss sehr viel mehr im Haushalt tun und ich hätte wahrscheinlich etwas weniger Zeit für unsere Kinder.
Jeder müsste sich da ein wenig drauf einstellen und einiges umorganisiseren. Aber ich denke schon dass das klappt wenn man an einem Strang zieht. Sonst Haben wir das auch immer getan. Darum versteh ich gar nicht warum so wenig Unterstüzung von meinem Mann kommt. Ok, ja ich wollte auch immer drei Kinder haben, vielleicht ist er jetzt enttäuscht, aber wir haben doch schon zwei.

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23. Mai 2014 um 16:15

Ja zur Zeit arbeite ich
und verdiene auch ein Teil unseres Geldes.
Das Einkommen von meinem Mann würde zum Leben ausreichen, aber wir hätten natürlich trotzdem Einschränkungen wenn mein Gehalt wegfällt.
Haben oft drüber gesprochen schon. Mal vernünftig, mal gestritten. Weiter sind wir immer noch nicht.
Aus seiner Sicht ist es aber so, dass desto mehr Zeit ich für unsere Kinder (und wahrscheinlich auch ihn hätte) desto besser wäre es für unsere Familie. Das stimmt ja irgendwo auch, aber ich bin ja trotzdem noch ich und nicht nur seine Frau und Mutter seiner Kinder sondern auch ein Mensch mit Wünschen und Zielen im Leben. Er hat mir auch vorgeworfen, dass ich ständig mit sowas ankommen würde. Erst will ich wieder anfangen zu arbeiten anstatt ganz zuhause zu bleiben und mich nur um Kinder und Haushalt zu kümmern. Da hätte er mich auch unterstützt und alles mit mir überlegt und umorganisiert, dass es funktioniert. Dann mal einen Kurzurlaub mit einer Freundin. Da hätte er es mir auch ermöglicht obwohl er eigentlich dagegen war. (gab damals auch endlos lange Diskussionen). Und jetzt möchte ich studieren...
Stimmt zwar so auch alles was er sagt, aber es ist doch nicht zu viel verlangt Unterstützung von seinem Mann zu erwarten wenn man als Frau arbeiten gehen möchte. oder? Ich verstehe seine Vorwürfe überhaupt nicht.

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23. Mai 2014 um 16:32

Wünsche ändern sich
Ich finde das absolut ok,dass du noch vorhast etwas anderes in deinem Leben zu machen.
Natürlich geht es im großen und ganzen darum was du willst.
Aber "nur",weil du Mann und Kinder hast,musst du nicht auf einen Wunsch verzichten,der erfüllbar ist.
Warum solltest du dein Leben lang noch einem Beruf nachgehen,der dich nicht glücklich macht anstatt zu studieren?
Ich sehe das eher so,dass dein Mann in dem Fall egoistisch ist,weil er nicht möchte,dass du deine Wünsche in die Tat umsetzst,weil sich dadurch evtl. mehr Arbeit im Haus ergibt,weniger Zeit mit dir etc.
Aber ein Studium ist nur für eine gewisse Zeit und dabei sollte man seinen Partner defintiv unterstützen.

Die Sache mit dem Kind...Naja,man plant oft und viel.Aber die Vorstellungen können sich mit der Zeit ändern.
Und wenn du derzeit oder überhaupt kein 3. Kind mehr willst,weil dir deine beiden reichen aus welchen Gründen auch immer,dann muss dein Freund das akzeptieren.
Schließlich ist ein weiteres Kind eine große Verantwortung und man kümmert sich als Mutter bis zum Ende des Lebens darum.
Das ist nichts was man machen wollte,weil nur ein Partner es will

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23. Mai 2014 um 16:39

Ich hab ihn nie als emanzipierten Mann bezeichnet
Doch, er hat bisher mit mir an einem Strang gezogen. Als ich arbeiten gehen wollte, war es auch alles kein Problem. (Darum verstehe ich auch seine Vorwürfe jetzt noch weniger, weil er damals sofort gesagt hatte, wenn ich das möchte wird er mich unterstützen wo er kann und er hat er auch dann gemacht). Diskussionen gab es nur bei dem Urlaub, wobei er dann ja doch eingewilligt hat und sich in der Zeit wo ich weg war um alles gekümmtert hat. Und nun ja, jetzt stellt er sich auch quer wegen dem Studium.
Ich weiß, dass es viel modernere und aufgeschlossenere Männer als ihn gibt. Aber bisher hat es trotzdem alles gut funktioniert. Und er ist auch kein Pascha. Nur jetzt reden wir wirklich schon lange wegen dem Studieren.

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23. Mai 2014 um 17:37

Siehst du es wirklich so?
Ich dachte eher, dass er findet, dass ich zuviel an mich denke und das er deswegen das alles aufzählt. ich hatte nicht das Gefühl, dass ihn das damals gestört hat. Er ist bei so etwas eigentlich sehr offen. Aber vielleicht hast du auch recht.
Auf jeden Fall weiß ich nicht, wie ich nun am besten weiter vorgehen soll. Ich könnte mich auch einfach bewerben und ihn vor vollendete Tatsachen stellen. Aber das finde ich irgendwie nicht richtig und ich glaube dann wäre er echt sauer.

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23. Mai 2014 um 20:42

Na so ein Monster ist er jetzt auch nicht
Klein und abhängig will er mich wohl kaum halten. Ansonsten hätte er ja damals auch schon sich dagegen stellen können, dass ich arbeiten gehe. Hat er aber nicht. Stattdessen hat er mich voll und ganz unterstützt. Auch vor seiner Mutter, die das ja nicht richtig verstehen konnte. Aber ich versteh es ja selber nicht, warum er jetzt so quer schlägt.

Ohne seine Unterstützung... kommt drauf an.
Meine Eltern wohnen nicht in unserer Nähe. Die scheiden schon mal aus. Seine Familie wohnt in der Nähe von uns. Von denen haben wir auch immer viel Unterstützung und Hilfe bekommen. Auch wenn seine Mutter manches bei uns (wie das ich unbedingt arbeiten gehen wollte) nicht nachvollziehen konnte. Sie war trotzdem immer da, wenn ich Hilfe brauchte. Aber da wusste sie auch, dass mein Mann hinter mir steht. Ich weiß nicht wie es wäre, wenn er weiterhin dagegen bleibt. Gute Freunde würden mir auch mal helfen, aber regelmässig ist auch eher schlecht, weil die selber alle viel zu tun haben.

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23. Mai 2014 um 20:57

Ok, dann hab ich deinen Text falsch interpretiert
Ja du hast recht. Und neben Einschränlungen hätte er eigentlich nichts davon außer eine glückliche Frau. Und das sollte ihm das eigentlich wert sein. Ich hoffe, ich kann mich einfach noch mit ihm einigen. Immerhin hat er als ich in Urlaub wollte, ein paar Tage sich allein um alles gekümmert, nur damit ich glücklich bin und in Urlaub kann.
Aber verunsichern tut es mich schon, dass wir uns dieses Mal sogar streiten deswegen

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23. Mai 2014 um 22:06

Haben noch mal darüber geredet
war ein sehr offenes und ehrliches Gespräch.
Er hat mir noch mal gesagt, dass er enttäuscht ist, weil er sich noch mind. ein weiteres Kind wünscht. Und er Angst hat, dass ich dann zu wenig Zeit für ihn und die Kinder habe. Er hat mich auch gefragt, ob ich es bereue so früh geheiratet zu haben und schon Mutter von zwei Kindern zu sein.
Er hat mir gesagt, dass er mich niemals einfach hängen lassen würde, aber das er sich trotzdem wünscht, dass ich zumindest noch ein paar Jahre warte, bis unsere Kinder größer sind.


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23. Mai 2014 um 22:09


ich würde niemals abtreiben

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23. Mai 2014 um 22:16

Ich glaube
nach meinem Gespräch gerade mit ihm kann man sein verhalten gar nicht mit logik erklären. Er hat mich ja gefragt, ob ich es bereue so früh geheiratet zu haben. Ich glaube, dass ist sein Hauptproblem. Das er denkt, dass ich mich irgendwie von der Familie abwende, weil ich mich gegen ein drittes Kind entscheide und stattdessen ein Studium will. Vielleicht denkt, er dass ich das Gefühl habe etwas verpasst zu haben durch die frühe Heirat

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23. Mai 2014 um 22:59

Naja zwingen tut er mich nicht
er ist nur nicht zufrieden damit

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23. Mai 2014 um 23:22

Große Karrierewünsche habe ich überhaupt nicht
Hauptsächlich möchte ich das Studium aus Interesse beginnen. Mehr als mein Mann werde ich sicher nicht verdienen, da er wahrscheinlich immer in Vollzeit arbeiten wird, während ich, eher nur in Teilzeit arbeiten möchte. Mir ist es wichtig, dass auch später wenn meine Kinder von der Schule kommen, jemand zuhause ist. Aber ich finde das Studium trotzdem sehr wichtig für mich, einfach zum weiterbilden und auch um meine Berufschancen zu verbessern falls ich irgendwann mal darauf angewiesn sein sollte. Die kleine ist noch gar nicht im Kindergarten. Bisher habe ich gearbeitet, paar stunden die Woche. Das hat auch gut geklappt, wobei ein Studium wohl schon mehr Zeit in Anspruch nehmen würde.
Zu seiner Familie, sie sind sehr lieb und hzerzlich, aber haben ihre eigenen Vorstellungen. Sein Vater fand meine Idee mit dem Studium eigentlich aber auch ganz gut, und meinte zu ihm er soll mich einfach mal machen lassen.
Er hat ja jetzt gesagt, dass er mich nicht hängen lassen würde, wenn es hart auf hart kommt, aber er will lieber, dass ich dann noch warte bis unsere Kinder älter sind. Ich weiß nicht richtig was nun. Ich will nicht warten. Andererseits, jetzt ist er mir ein wenig entgegen gekommen. Will ihm nicht direkt gleich wieder auf die Füße treten

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23. Mai 2014 um 23:33

Es geht mir weniger
um das Streben nach höherem als darum, dass ich gerne aus Interesse das Studium beginnen möchte.
Für mich stehen meine Kinder und mein Mann an erster Stelle. Und das bleibt auch so, auch wenn er da wohl zweifel dran hat. Aber ich hab ja auch noch andere Wünsche, die eben nur mich betreffen.
Vielleicht wäre es auch besser für meine Kinder, wenn ich tatsächlich jeden Tag zuhause wäre. Aber ich bin 25 und ich möchte einfach noch ein wenig mehr vom leben haben.

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23. Mai 2014 um 23:48

Ja das klang nicht so toll
mein Mann würde sich wieder über diesen Satz von mir ziemlich aufregen. Aber so meine ich das gar nicht wie es klingt. Aber ich habe wirklich sehr früh geheiratet und Familie gegründet und ich hab einfach auch noch andere Interessen wie eben das Studium. Ich kann nicht den ganzen Tag nur zuhause sitzen und den Haushalt schmeißen und mich um unsere Kinder kümmern. Aber ich vernachlässige ja niemanden dabei. Bin ich zumindest der Meinung

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24. Mai 2014 um 0:23

Darum geht es überhaupt nicht
ich kümmer mich gerne um meine Kinder und um den Haushalt. Ich koche auch gerne für meinen Mann und so weiter und so fort. Aber ich sehe es nicht als meine einzige Lebensaufgabe/Lebensinhalt an. Mir war auch damals in der Ausbildung schon relativ schnell klar, dass ich lieber doch studieren hätte sollen. Ich hab die Ausbildung dann aber erst zu ende gemacht, da ich etwas abgeschlossenes haben wollte und da schon klar war, dass wir heiraten werden.

Bisher haben wir uns darüber noch keine Gedanken gemacht, über ein eigenes Haus. Fühle mich eigentlich ganz wohl in unserer Wohnung.

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24. Mai 2014 um 9:05

Partnerschaft
In einer Beziehung muss man sich selbst aber doch nicht komplett aufgeben.
Es gibt ein Wir,aber es sollte immer auch ein Du und Ich geben,wo jeder auch mal etwas dafür macht,dass er selbst glücklich und zufrieden ist.Man sollte sich niemals komplett für jemanden aufopfern und aufgeben vor allem!
Es gibt Wünsche,die relativ leicht umzusetzen sind.Ich finde,ein Studium gehört dazu.
Das muss auch nichts damit zu tun haben,dass man höher hinaus will,was besseres werden will,mehr verdienen will.
Aber soll sie jetzt ihr Leben lang einen Job machen,der sie nicht glücklich macht,nur damit ihr Mann zufrieden ist?
Studenten sind meistens sogar viel weniger Stunden am Tag in der Uni als Vollzeitarbeiter auf der Arbeit.
Das sie da weniger Zeit für ihre Kinder hat glaube ich nicht.
Lernen könnte sie dann zb auch während ihre Kinder es selbst für die Schule tun oder wenn sie mal alleine in ihrem Zimmer spielen.
Das ist alles machbar,ohne griße Einschränkungen im Alltag.

"Was man hat das weiss man aber was einmal werden wird, das weiss man leider nie"

Damit hast du Recht.Aber selbst,wenn sie jetzt das Studium nicht anfängt und ihr Leben so weiterlebt,wie sie es jetzt macht,kann sich plötzlich alles verändern.
Eine Sicherheit hast du nie.

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25. Mai 2014 um 15:48

Krankheit
ist doch aber etwas ganz anderes!
Man muss selbst zurückstecken,weil der andere auf einen angewiesen ist.Dafür heiratet man ja auch "in guten,wie in schlechten Tagen".Ich hoffe natürlich,dass mir und meinem Freund das nie passiert,aber falls er irgendwann mal krankheitsbedingt meine Hilfe benötigt,würde ich alles dafür tun,ihm zu helfen und alles weitere hinten anstellen.

In diesem Fall geht es aber so weit ich weiß um zwei gesunde Menschen,die zwei Kinder zusammen haben und beiden einen festen Job haben.
Nun hat einer dieser beiden Menschen die Möglichkeit sich einen Wunsch zu erfüllen.Für den beiden nicht sonderlich viel einstecken müssen.
Der Mann muss vielleicht mal etwas mehr im Haushalt machen,muss ab und zu die Kinder nehmen,wenn sie dann vielleicht mal lernen muss.
Was wäre daran so schlimm?
Ich finde es sehr egoistisch von ihrem Mann,dass er nicht bereit ist für einige Zeit seinen Alltag umzustellen um sie zu unterstützen.
Er ist jetzt im Moment zufrieden wie es läuft.Er hat anscheinend einen Job,mit dem er zufrieden ist.Frau geht arbeiten,kümmert sich um Kinder und Haushalt-TOP!

Dabei sollte er doch mal bedenken,dass seine Frau damit nich zufrieden ist.Und wenn wir von dem "Wir" ausgehen,was es in einer Beziehung auch geben muss,sollte der Mann in dem Fall doch eher sagen "Ok,meine Frau ist nicht glücklich.Also machen wir zusammen etwas dafür,dass es sich ändert."
Ich sehe in dem Fall aber nur,dass er möchte,dass sie zurücksteckt,damit er seinen Willen bekommt,selbst aber nicht bereit ist,ihr entgegen zu kommen.

Natürlich kann es bei jedem von uns plötzlich dazu kommen,dass es ein Ende mit uns nimmt.Autounfall,Krankheit etc.
Aber wenn man anfängt sein Leben danach zu richten,dass es bald ja vorbei sein kann und man mit Angst durchs Leben geht oder mit der Einstellung,dass es sich nicht lohnt,etwas neues zu beginnen,da es schnell vorbei sein kann,hat man doch schon verloren.

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