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Bin Geliebte eines verheirateten Kollegen mit Kindern

28. April 2007 um 18:33 Letzte Antwort: 7. Mai 2007 um 20:02

Die denkbar "beste" Konstellation...
Er ist 13 Jahre älter, verheiratet, hat zwei Söhne im Alter von 11 und 8 Jahren.
Eigentlich arbeiten wir seit über zehn Jahren in der selben Firma, doch über den Weg sind wir uns erst vor zwei Jahren gelaufen.
Zu Beginn war es ein normaler aber netter Kontakt.
Nach unserem ersten Treffen (wir hatten bis dahin nur übers Telefon und per Mail Kontakt, da er Außendienstler ist) entwickelte alles eine seltsame Eigendynamik. Es entstanden auf beiden Seiten Gefühle, bis er mich fragte, ob er meine Absichten richtig erkannt hätte. Erst log ich, doch irgendwann kam es doch raus... Kurz darauf begann unsere Nebenbeziehung. Obwohl wir uns der Umstände mehr als bewusst waren und sind...

Das ist nun sechs Monate her. In den letzten Wochen hat er zugegeben, dass er gern mehr mit mir hätte. Doch das wird nicht passieren, denn... nun ja... Ihr wisst selbst. Familie, Kinder, Haus... sogar jobmäßig kann ihm das schaden. Wir machen trotzdem weiter. Mittlerweile sehen wir uns fast jeden Tag! Ich wundere mich, dass seine Frau das so hinnimmt. Sie muss es längst wissen, zumindest ahnen. Er selbst sagt, dass er überzeugt ist, dass sie nicht so blind sein kann.

Die Ehe ist nicht unglücklich. Nicht unglücklicher als die vieler. Aber der Alltag hat viel zerstört. Ein Grund, weshalb nach 15 Jahren Ehe Platz für mich ist.

Er ist hin und her gerissen. Das merke ich, das sagt er. Doch ich weiß, dass er sich immer für seine Familie entscheiden wird. Ich kann es ihm nicht einmal verdenken. Auch seine Frau verstehe ich... Was würde ich an ihrer Stelle tun? Schweigen, warten und hoffen, dass sich der Alte ausspinnt.

Vor kurzem sagte er mir, dass er mich liebt.
Der Tag, an dem er es mir gestand, war dramatisch. Er war am Boden zerstört, weil er sich zu diesem Geständnis "durchgerungen" hatte. Lang hatte er sich bemüht, seine Gefühle zu leugnen. Nun ist es raus.

Wie es weitergeht, weiß ich nicht. Ich will gar nicht darüber nachdenken. Ja, ich hätte ihn gern für mich. Ja, ich bin trotzdem froh, dass ich ihn im Alltag nicht erleben muss. Ja, es ist nicht richtig, weil ich den Vater seiner Kinder begehre... Aber es ist passiert, wir haben es beide gewollt und nun müssen wir mit den Konsequenzen leben, wie immer sie aussehen.

Die Situation ist ein einziges Klischee.
Was sagt Ihr dazu? Seid ruhig ehrlich, denn nichts von dem, was Ihr schreibt, könnte mich überraschen, da ich selbst schon viel zu viel darüber nachgedacht habe.

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28. April 2007 um 19:15

Im Moment...
...bin ich ganz froh, dass ich ihn nicht im Alltag erleben muss. Die Alternative wäre ja, dass er von heute auf morgen zu mir kommt. Und ich weiß nicht, ob wir uns dafür schon gut genug kennen. Also, für das Zusammenleben. Ich würde gern noch etwas Zeit verstreichen lassen, ABER das birgt auch die Gefahr insich, dass es sich doch negativ entwickelt. Vor allem wenn nicht wir die Entscheidung treffen, wie es weiter geht, sondern Dritte...

Bist Du in einer ähnlichen Lage?

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28. April 2007 um 19:30
In Antwort auf an0N_1194588899z

Im Moment...
...bin ich ganz froh, dass ich ihn nicht im Alltag erleben muss. Die Alternative wäre ja, dass er von heute auf morgen zu mir kommt. Und ich weiß nicht, ob wir uns dafür schon gut genug kennen. Also, für das Zusammenleben. Ich würde gern noch etwas Zeit verstreichen lassen, ABER das birgt auch die Gefahr insich, dass es sich doch negativ entwickelt. Vor allem wenn nicht wir die Entscheidung treffen, wie es weiter geht, sondern Dritte...

Bist Du in einer ähnlichen Lage?

@ctiger1
Habe erst jetzt Deine Beiträge entdeckt...
Du stehst da, wo ich vor gut 5,5 Monaten war. Viel Glück.

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28. April 2007 um 21:03

Ich weiß nicht...
Ich habe oft darüber nachgedacht. Als meine Affäre begann, war ich selbst noch in einer Beziehung, die ich später beendete. Denne ich war mir absolut sicher, dass der Betrug nur ein Symptom für die eh schon kaputte Beziehung war. Wenn man mal soweit ist, hilft kein Reparieren mehr... Die Probleme liegen schon viel weiter zurück.

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29. April 2007 um 12:20

Über Klischee
bei mir war eine Studentin 29 im Spiel, eine deren Vater, als sie 13 Jahre war,die Familie für eine junge Frau verlassen hatte.Mein Mann 58, Professor, seit 20 Jahre glücklich vereiratet, war in eine schwierige Phase,demotiviert,leicht depressiv. unsere Tochter gerade weg für einen Auslandjahr. So hat es angefangen. Er sagte mir, nach 2 Jahre geheime Beziehung, als es rauskam, er wollte "etwas neues" und ist in fürchbare 5 Monate dann zu ihr gezogen.Wir sind jetzt 2 Jahre getrennt.Er hat die Scheidung beantragt.Mit der Tochter riesige Schwierigkeiten.Natürlich gab es Alltagstrott und Müdigkeit.Es ist auch oft einfacher mit einer "neuen" Frau zu reden als mit der eigenen,so fängt es immer an. Aber meinst du nicht daß dieser Mann irgendwann müde sein wird? das wird er dir dann nicht sagen. Um plakativ zu sein:
for men to grow old is mandatory, to grow up is an optional.

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29. April 2007 um 20:09
In Antwort auf mette_12057861

Über Klischee
bei mir war eine Studentin 29 im Spiel, eine deren Vater, als sie 13 Jahre war,die Familie für eine junge Frau verlassen hatte.Mein Mann 58, Professor, seit 20 Jahre glücklich vereiratet, war in eine schwierige Phase,demotiviert,leicht depressiv. unsere Tochter gerade weg für einen Auslandjahr. So hat es angefangen. Er sagte mir, nach 2 Jahre geheime Beziehung, als es rauskam, er wollte "etwas neues" und ist in fürchbare 5 Monate dann zu ihr gezogen.Wir sind jetzt 2 Jahre getrennt.Er hat die Scheidung beantragt.Mit der Tochter riesige Schwierigkeiten.Natürlich gab es Alltagstrott und Müdigkeit.Es ist auch oft einfacher mit einer "neuen" Frau zu reden als mit der eigenen,so fängt es immer an. Aber meinst du nicht daß dieser Mann irgendwann müde sein wird? das wird er dir dann nicht sagen. Um plakativ zu sein:
for men to grow old is mandatory, to grow up is an optional.

Verwirrend
Heute ist kein guter Tag, um über alles nachzudenken...
Müde? Hm, wenn man müde bezüglich einer Beziehung ist, sucht man sich doch keine neue. Denn früher oder später kommen natürlich die gleichen Sorgen, Nöte, Gedanken usw.
Wir machen im Moment diese Phase durch. Wochenlang haben wir uns nun fast jeden Tag gesehen. Plötzlich - von heute auf morgen - ist er hier und dort und morgen da eingebunden. Das Schlimmste ist, dass er es mir immer erst ein paar Stunden vor einem geplanten Date mitteilt. Feigheit nenne ich das. Und er verbaut mir mit diesem Verhalten meine eigene Planungen.

Tja, er spürt wohl, dass er nicht alles haben kann.
Dass IMMER jemand leiden wird, egal wie er sich entscheidet.
Wird er sich für seine Familie entscheiden, wird es sicher eine Weile ganz gut gehen. Aber seine Frau... nun ja... die Ehe wird nie wieder glücklich werden, denn dafür haben sich die beiden bereits zu weit voneinander entfernt. Aber eigentlich wäre mir das dann egal, denn ich würde sicher leiden und hätte genug mit mir selbst zu tun...

Ich wusste, warum ich mich immer etwas gebremst habe.
Er sagt, wir sollten über Grundsätzliches sprechen. Hm, gut, wenn er will.
Aber ich will ja nicht, dass er jetzt schon zu mir kommt. Vielleicht wäre es eine Lösung, es seiner Frau zu gestehen - also, er ihr. Das würde meine Situation stärken. Auch wenn es ihr weh tut. Aber das wäre mir - ehrlich gesagt - egal... Man betrügt dann, wenn eine Beziehung kaputt ist. Und dass sie kaputt ging, dafür sind BEIDE verantwortlich.

Ich bin etwas durcheinander, traurig... rechne mit dem Ende. Wie immer. Wie in jeder Beziehung...

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7. Mai 2007 um 19:59

Hey...
...ich muss zugeben: von all` den geliebten hier bist du mir sogar sympathoisch: du bist ehrlich, du legst alles auf den tisch, du redest nichts schön, schwebst nicht auf wolke sieben uns hier vor, und überhaupt: sachlich, ehrlich, direkt! und vor allem lügst du dir selbst nichts in die tasche!

das finde ich cshonmal echt klasse!
ok, ich muss zugeben, dass ich für betrüger/innen nicht viel übrig halte, weil ich weiß wie es ist betrogen zu werden!

aber, nunja, du liebst ihn auch und er dich und es hat sich halt so ergeben...und leider kann ich dir da nicht weiterhelfen.
aber ich denk die zeit wird alles mit sich bringen, aber leider bleiben die männer bei deren frauen, weil sie meistens weinfach zu ängstlich sind *weswegen auch immer* aber sie wollen IHR leben nicht aufgeben tja, dieses leben...hart aber unfair!


viel glück, angie.

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7. Mai 2007 um 20:02
In Antwort auf mette_12057861

Über Klischee
bei mir war eine Studentin 29 im Spiel, eine deren Vater, als sie 13 Jahre war,die Familie für eine junge Frau verlassen hatte.Mein Mann 58, Professor, seit 20 Jahre glücklich vereiratet, war in eine schwierige Phase,demotiviert,leicht depressiv. unsere Tochter gerade weg für einen Auslandjahr. So hat es angefangen. Er sagte mir, nach 2 Jahre geheime Beziehung, als es rauskam, er wollte "etwas neues" und ist in fürchbare 5 Monate dann zu ihr gezogen.Wir sind jetzt 2 Jahre getrennt.Er hat die Scheidung beantragt.Mit der Tochter riesige Schwierigkeiten.Natürlich gab es Alltagstrott und Müdigkeit.Es ist auch oft einfacher mit einer "neuen" Frau zu reden als mit der eigenen,so fängt es immer an. Aber meinst du nicht daß dieser Mann irgendwann müde sein wird? das wird er dir dann nicht sagen. Um plakativ zu sein:
for men to grow old is mandatory, to grow up is an optional.

@1dema...
*Es ist auch oft einfacher mit einer "neuen" Frau zu reden als mit der eigenen,so fängt es immer an.*

...wie recht du hast!!!

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