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Bin gefangen, bitte helft mir.

9. August 2005 um 14:42


hallo, ich bin gefangen in einem fremden land in das ich für meinen freund vor 3 jahren gezogen bin. es ist ein dorf in der schweiz. alle hassen mich hier, sie gaffen und tuscheln, sie lästern. seit dem ich ein paar mal in der lokalen zeitung erschienen bin, weil ich ab und zu als model arbeite ist es kaum zum aushalten.

selbst angestellte der gemeinde, sowie das arbeitsamt behandeln mich wie dreck und beschimpfen mich sogar am telefon. einige wenige verhalten sich mir gegenüber normal.

mache hier gerade meine fahrschule (jawohl mit 24 jahren) wenn ich mit meinem fahrlehrer durch das dorf fahre, zittere ich kriege schweissausbrüche oder wie heute einen heulkrampf. derart peinlich ist mir das, das mich diese leute auf der strasse in dem dorf mit der fahrschule sehen.fahre ich noch an der sch.. exfreundin meines freundes vorbei die in ihrem eigenen auto sitzt und eindeutig jünger ist, dreh ich völlig durch.

letztens wollte mein freund ein auto für mich kaufen. einen tag später kauft es die ex meines freundes ihm vor der nase weg.

alle halten mich für arrogant, es sei denn sie lernen mich kennen. habe hier keine freunde, mit meinem freund läuft es auch nicht mehr rund. aber ich liebe und hänge an ihm und möchte nicht umsonst hierher gezogen sein.

was soll ich tun? wie kann ich gelassener mit diesen dorfleuten umgehen? wie, das mein herz nicht jedesmal in 1000 teile zerspringt, wenn jemand dumm schaut? wie soll ich gleichzeitig den immerwiederkehrenden hass der aus liebe entsprang meines freundes verkraften, der sich nun "langsam" von mir trennen will? ich kann nicht mehr, muss innere ruhe finden-sonst platze ich vor lauter groll und wut die in mir pulsiert und mich vergiftet!

ich will und kann hier nicht weg... weiss nicht mehr weiter.

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9. August 2005 um 14:56

Also
als erstes kann ich mir überhaupt nicht vorstellen wie jemand dich hassen kann ohne dich zu kennen. kann es sein das du dir das nicht nur einbildest? das du e.v zu emozional reagierst? vielleicht hast du ja einfach heimweh?!?

der immerwiderkehrende hass deines freundes der aus liebe entspringt! .... hast du deinen satz schon mal richtig gelesen? hass der aus liebe enspringst?!? ... was ist tatsächlich los bei euerer liebe?

vielleicht solltest du dir darüber gedanken machen.

lin

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9. August 2005 um 15:07

Hi,
ich kann mir vorstellen, dass es schwer ist in einem kleinen Dorf als Neuling akzeptiert zu werden. Dorfbewohner können recht merkwürdige Eigenbrötler sein, die sperrlich etwas neues tollerieren.
Am meisten Anerkennung bekommst du sicherlich mit Anpassung. Das heißt sich den ewohnern und ihren Gewohnheiten gutstellen. Evtl. in einen Verein eintreten und dort die Leute kennenlernen. Etwas für die Kirche tun (falls es ein katholischer Ort ist). So etwas wird gern gesehen!
Ansonsten mußt du trotzdem du selbst bleiben und evtl. mal was an deinem Selbstvertrauen tun. Und Selbstbewußtsein entwickeln. Geh vorallem auf die Leute immer freundlich zu und bleibe stehts höflich.

Die Geschichte mit deinem Freund habe ich leider nicht so ganz verstanden, weil du dich doch recht theatralisch ausdrückst.


Hoffe ich konnte trotzdem helfe. Kannst ja mal antworten!

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9. August 2005 um 15:11

Das ist kein Leben so!
Ich schließe mich jaja an, raus aus diesem Dreckskaff, lieber eine neue Existenz in Frieden aufbauen, als diesen Kriegspfad. Es leuchtet mir nicht ein, was man davon hat, von morgens bis abends zu kämpfen? Es gibt viele schöne Flecken auf Erden, wo die Menschen ganz anders sind, wieso ausharren und sich ein "dickes Fell zulegen"? Was hat man davon, wenn man sein Leben auf diese Art und Weise verschwendet, wenn man an einem Ort bleibt, wo man sichtlich und spürbar UNERWÜNSCHT ist? Das ist kein Leben, das ist nur noch Spießrutenlaufen und kann sterbenskrank machen.
Jeder Mensch hat das Recht, glücklich zu werden, und bevor man gegen Windmühlen kämpft, zieht man lieber da hin, wo keine sind.
Doch, GIB AUF und gehe, es wird Dir Deine Gesundheit und letztendlich Dein Leben retten, denn die psychosomatische Krankheit ist jetzt schon Dein, und die Stiche sitzen. So ein dickes Fell kann man gar nicht haben, man ist schließlich nicht aus Holz.

LG und zieh noch dieses Jahr um, am besten bis Herbst!

Fairy

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9. August 2005 um 15:14
In Antwort auf diegruenefee

Das ist kein Leben so!
Ich schließe mich jaja an, raus aus diesem Dreckskaff, lieber eine neue Existenz in Frieden aufbauen, als diesen Kriegspfad. Es leuchtet mir nicht ein, was man davon hat, von morgens bis abends zu kämpfen? Es gibt viele schöne Flecken auf Erden, wo die Menschen ganz anders sind, wieso ausharren und sich ein "dickes Fell zulegen"? Was hat man davon, wenn man sein Leben auf diese Art und Weise verschwendet, wenn man an einem Ort bleibt, wo man sichtlich und spürbar UNERWÜNSCHT ist? Das ist kein Leben, das ist nur noch Spießrutenlaufen und kann sterbenskrank machen.
Jeder Mensch hat das Recht, glücklich zu werden, und bevor man gegen Windmühlen kämpft, zieht man lieber da hin, wo keine sind.
Doch, GIB AUF und gehe, es wird Dir Deine Gesundheit und letztendlich Dein Leben retten, denn die psychosomatische Krankheit ist jetzt schon Dein, und die Stiche sitzen. So ein dickes Fell kann man gar nicht haben, man ist schließlich nicht aus Holz.

LG und zieh noch dieses Jahr um, am besten bis Herbst!

Fairy

PS: "Aufgeben" kann oft ein Segen sein
Nur ist es in unserem Kulturkreis leider hochangesehen, bis zur Selbstaufgabe auszuhalten.
Ich bin lieber ein lebender Feigling als ein toter Held ..

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9. August 2005 um 15:23

Hey, ...
kopf hoch! Hast gute Tipps bekommen und das gleich noch so schnell *wunder* muss also gar nichts mehr sagen ausser:
Ich wohne auch in der Schweiz (komme aus Deutschland) und die Leute sind hier einfach oberflächlicher. Aber wenn du sie richtig kennenlernst, kannst du hier genauso tiefe Freundschaften finden wie anderswo.

Wo wohnst du denn genau?

Grüsse, Kimani

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9. August 2005 um 16:20
In Antwort auf kimani1

Hey, ...
kopf hoch! Hast gute Tipps bekommen und das gleich noch so schnell *wunder* muss also gar nichts mehr sagen ausser:
Ich wohne auch in der Schweiz (komme aus Deutschland) und die Leute sind hier einfach oberflächlicher. Aber wenn du sie richtig kennenlernst, kannst du hier genauso tiefe Freundschaften finden wie anderswo.

Wo wohnst du denn genau?

Grüsse, Kimani

Soso kimani
... die leute sind in der schweiz einfach oberflächlicher?!? denk ich aber garnicht! sie haben halt nur so wie einige andere länder nicht gleich die beste meinung von den deutschen! .... und wenn ich das lese was du da schreibst haben sie damit ja auch nicht unrecht!

die schweiz-deutsche doppelbürgerin Lin!

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9. August 2005 um 17:06
In Antwort auf lindaria

Soso kimani
... die leute sind in der schweiz einfach oberflächlicher?!? denk ich aber garnicht! sie haben halt nur so wie einige andere länder nicht gleich die beste meinung von den deutschen! .... und wenn ich das lese was du da schreibst haben sie damit ja auch nicht unrecht!

die schweiz-deutsche doppelbürgerin Lin!

@ lindaria
Was wird das hier? Länderkieg?

So einen Satz, dass einige Länder nicht die beste Meinung von uns deutschen haben, muß man doch nun wirklich nicht bringen!

Vorallem, was willst du damit bitte ausdrücken? Würd mich nur mal so interessieren!

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9. August 2005 um 19:17
In Antwort auf schnuddel75

@ lindaria
Was wird das hier? Länderkieg?

So einen Satz, dass einige Länder nicht die beste Meinung von uns deutschen haben, muß man doch nun wirklich nicht bringen!

Vorallem, was willst du damit bitte ausdrücken? Würd mich nur mal so interessieren!

An schuddel
gewiss kein länderkrieg! finds einfach daneben wenn jemand schreibt schweizer sind oberflächlicher! übrigens falls du es noch nicht gelesen hab solltest bin ich genauso im besitzt einen deutschen passes!!...

.... habe genauso deutsche wie schweizer freunde und finde keinen oberflächlicher als den anderen!...

also find ich das vollkommen daneben was da geschrieben wurde und konnte mir deshalb einen komentar nich verkneifen.

also nichts für ungut! lin

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9. August 2005 um 19:41

Jaja, die schweiz...
ich kann dich verstehen. auf dörfern gehen die uhren ja immer etwas anders. aber in der schweiz besonders!!

ich weiß jan ich, wo du herkommst und wo du jetzt genau in der schweiz bist. (okay, die schweiz ist seeehr inhomogen)

ich hab aber lange genug in der ostschweiz gewohnt, um zu wissen, dass ich hier wohl dauerhaft auch nie glücklich werden würde. meiner erfahrung nach sind die meisten (zum glück nicht alle!!!!) schweizer sehr verschlossen, fremden und unbekanntem gegenüber seehr ablehnend und z.b. deutschen gegenüber fast feindseelig.
das erste, was ich hier am bahnhof gehört hab, als ich in diesem 70.000seelen-kaff (provinzmetropole) angekommen bin war "scheißdeutsche" (natürlich auf schweizerdeutsch...)

hab mir von schweizer freunden erklären lassen, dass für viele wohl das alleinige sprechen auf hochdeutsch schon arrogant klingt. seit dem gehen mir solche vorwürfe am allerwertesten vorbei.

ich muss sagen, dass ich selbst nach 1,5 jahren fast (zum glück nich ausschließich)nur kontakte zu anderen deutschen knüpfen konnte. diese kontakte (leidensgemneinschaft) machen das leben wenigsten noch etwas erträglich. wenn du aber in irgend so nem hinterwäldlerischen bergdorf bist, is natürlich sehr sch...
kann dich da verstehen.

ich würd das einfach ignorieren und mich versuchen, so schnell wie möglich da wegzukommen oder du kriechst ihnen in den ar.... und machst bei allem mit. dann wirst du vielleicht eines tages mit viel glück dann doch mal aufgenommen.

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9. August 2005 um 20:05

Ich bin selbst...
.. vor 5jahren in die schweiz gezogen und hatte nie probleme.
allerdings kenne ich einige frauen die in einer ähnlichen sitation sind wie du

das sind alles frauen die mit ihrem partner herkamen, keine arbeite haben, sich vom partner im grossen stil finanzieren lassen, unter integration verstehen, dass man auf SIE zukommt und sich weiterhin weigern den dialekt zu verstehen geschweige denn zu sprechen.
könnte das auch auf dich zutreffen? zumindest ein bisschen?

warum glaubst du dass alle dich *hassen*.
was hast du getan um freunde zu finden?
wieso kannst du NICHT gelassen mit den menschen umgehen? woher kommt dein *hass*?

"[ich] möchte nicht umsonst hierher gezogen sein." in dem punkt stimme ich der grünen fee zu, manchmal muss man einsehen, dass man einen falschen weg gewählt hat- und jeh eher man das einsehen kann- umso besser!!


sparkling

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9. August 2005 um 20:08
In Antwort auf betonmischer

Jaja, die schweiz...
ich kann dich verstehen. auf dörfern gehen die uhren ja immer etwas anders. aber in der schweiz besonders!!

ich weiß jan ich, wo du herkommst und wo du jetzt genau in der schweiz bist. (okay, die schweiz ist seeehr inhomogen)

ich hab aber lange genug in der ostschweiz gewohnt, um zu wissen, dass ich hier wohl dauerhaft auch nie glücklich werden würde. meiner erfahrung nach sind die meisten (zum glück nicht alle!!!!) schweizer sehr verschlossen, fremden und unbekanntem gegenüber seehr ablehnend und z.b. deutschen gegenüber fast feindseelig.
das erste, was ich hier am bahnhof gehört hab, als ich in diesem 70.000seelen-kaff (provinzmetropole) angekommen bin war "scheißdeutsche" (natürlich auf schweizerdeutsch...)

hab mir von schweizer freunden erklären lassen, dass für viele wohl das alleinige sprechen auf hochdeutsch schon arrogant klingt. seit dem gehen mir solche vorwürfe am allerwertesten vorbei.

ich muss sagen, dass ich selbst nach 1,5 jahren fast (zum glück nich ausschließich)nur kontakte zu anderen deutschen knüpfen konnte. diese kontakte (leidensgemneinschaft) machen das leben wenigsten noch etwas erträglich. wenn du aber in irgend so nem hinterwäldlerischen bergdorf bist, is natürlich sehr sch...
kann dich da verstehen.

ich würd das einfach ignorieren und mich versuchen, so schnell wie möglich da wegzukommen oder du kriechst ihnen in den ar.... und machst bei allem mit. dann wirst du vielleicht eines tages mit viel glück dann doch mal aufgenommen.

Na,
wenn ich so statements lese würde ich als *schweizer* auch nicht *juhu* über *deutsche* rufen.
denn nach dem was du schreibst könnte man wirklich annehmen, dass du arrogant BIST.


sparkling

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9. August 2005 um 20:17
In Antwort auf lindaria

An schuddel
gewiss kein länderkrieg! finds einfach daneben wenn jemand schreibt schweizer sind oberflächlicher! übrigens falls du es noch nicht gelesen hab solltest bin ich genauso im besitzt einen deutschen passes!!...

.... habe genauso deutsche wie schweizer freunde und finde keinen oberflächlicher als den anderen!...

also find ich das vollkommen daneben was da geschrieben wurde und konnte mir deshalb einen komentar nich verkneifen.

also nichts für ungut! lin

@ lindaria
Mußt trotzdem nich gleich so böse reagieren

lg

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9. August 2005 um 20:32
In Antwort auf nonsparkling

Na,
wenn ich so statements lese würde ich als *schweizer* auch nicht *juhu* über *deutsche* rufen.
denn nach dem was du schreibst könnte man wirklich annehmen, dass du arrogant BIST.


sparkling

Was is daran denn arrogant?
sind halt nur meine beobachtungen und erlebnisse.

hab versucht, mich mit negativem auch stark zurückzuhalten und denke, dass mir das zumindest halbwegs auch gelungen is.

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9. August 2005 um 21:22
In Antwort auf betonmischer

Was is daran denn arrogant?
sind halt nur meine beobachtungen und erlebnisse.

hab versucht, mich mit negativem auch stark zurückzuhalten und denke, dass mir das zumindest halbwegs auch gelungen is.

Für mich,
klingt das sehr nach von oben herab wenn du verkündest das DIE SCHWEIZER i.d.r.verschlossen und fremden gegenüber ablehenend sind aber du zum glück ja deutsche leidensgenossen gefunden hast


sparkling

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9. August 2005 um 22:16
In Antwort auf nonsparkling

Ich bin selbst...
.. vor 5jahren in die schweiz gezogen und hatte nie probleme.
allerdings kenne ich einige frauen die in einer ähnlichen sitation sind wie du

das sind alles frauen die mit ihrem partner herkamen, keine arbeite haben, sich vom partner im grossen stil finanzieren lassen, unter integration verstehen, dass man auf SIE zukommt und sich weiterhin weigern den dialekt zu verstehen geschweige denn zu sprechen.
könnte das auch auf dich zutreffen? zumindest ein bisschen?

warum glaubst du dass alle dich *hassen*.
was hast du getan um freunde zu finden?
wieso kannst du NICHT gelassen mit den menschen umgehen? woher kommt dein *hass*?

"[ich] möchte nicht umsonst hierher gezogen sein." in dem punkt stimme ich der grünen fee zu, manchmal muss man einsehen, dass man einen falschen weg gewählt hat- und jeh eher man das einsehen kann- umso besser!!


sparkling

Danke
... für die vielen tips. davon mal abgesehen, das es doch recht unterschiedliche meinungen von schweizern und deutschen gibt. dazu mal folgendes:

ich habe die schweizer (also 80 %) als anfangs megafreundlich, aber unehrlich empfunden. ein schweizer wird dir nie direkt ins gesicht sagen wenn ihm was nicht passt, zumindest sagen mir das auch andere deutsche die in der schweiz arbeiten. deswegn sind deutsche auch nicht sehr beliebt, weil sie den mund aufmachen können und das für die liebsamen schweizer zu offen ist.

das mit der sprache ist nunmal so, das man deutsche schon von ganz allein arrogant findet weil sich das hochdeutsch so arrogant, so sauber anhört. so piekfein! wie man mir sagte. da halt ich also meine klappe wenn ich mit leuten in einer bar bin und schon heisst es: die ist so arrogant, das sie nicht mal was sagt. das erfahre ich natürlich hintenrum!

ich will mich nicht über die schweizer im allgemeinen aufregen, denn es gibt ebenso sch.. deutsche...

aber ich habe sie nunmal so erlebt. ich habe mich in meinem ganzen leben noch nie gefühlt, wie jetzt als ausländer. das fängt bei der jobsuche an (" nein nur schweizer!) und hört bei der wohnungssuche auf (wir vermieten nur an schweizer!)

lasst es euch gut gehen und ich versuche nun mein bestes!

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9. August 2005 um 22:35
In Antwort auf nonsparkling

Für mich,
klingt das sehr nach von oben herab wenn du verkündest das DIE SCHWEIZER i.d.r.verschlossen und fremden gegenüber ablehenend sind aber du zum glück ja deutsche leidensgenossen gefunden hast


sparkling

Is aber
meiner erfahrung nach vielfach (nicht immer!) so. das finde ich schon bei den schweizern untereinander krass. die grenzen sich da nach kantonen ab, die zusammen deutlich weniger einwohner haben als ne deutsche kleinstadt. und wenn die da schon zwischen den popeligen kantonen so differenzieren und sich teilweise untereinander so abgrenzen, wie viel krasser is das dann erst den deutschen gegenüber?

ich bin hier vollkommen ohne vorurteile und recht offen hingekommen und erstmal krass auf zurückhaltung und ablehnung bei vielen gestoßen.

ja, ich will nich sagen, dass die schweizer schlechtere menschen sind als andere oder dass es keine ausnahmen gibt. meine beobachtung is trotzdem, dass sie zumindest viel zurückhaltender und verschlossener sind und fremdes vielfach leider auch tendentiell erstmal ablehnen.

ohne, dass man es am anfang beabsichtigt hat, hat sich einfach eine gemeinschaft unter deutschen gebildet, die allesamt halt vor dieser situation hier stehen:
fremdes land, kaum zu verstehende sprache, merkwürdige sitten und gebräuche und keinen kontakt zur ortsbevölkerung.

und ich kann dir ganz sicher sagen, dass die mehrheit der bewohner der kleinstadt in der ich studiere deutschen eine krasse ablehnung gegenüber hat und diese das auch deutlich spüren lässt. das fängt beim polizisten an, der die schweizer erstmal nur verwarnt und deutsche fürs gleiche vergehen (z.b. zu laute musik) saftig abkassiert, geht über die "freundlichen" zurufe auf offener straße, das verhalten der schweizer mitstudenten, die deutsche erstmal ausgrenzen (ja, sicher nich alle!) etc.

und da hab ich halt leute (= deutsche mitstudenten) gefunden, die im gleichen boot sitzen. und sowas bezeichne ich in diesem zusammenhang als "leidensgenossen".

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9. August 2005 um 22:50
In Antwort auf tears80

Danke
... für die vielen tips. davon mal abgesehen, das es doch recht unterschiedliche meinungen von schweizern und deutschen gibt. dazu mal folgendes:

ich habe die schweizer (also 80 %) als anfangs megafreundlich, aber unehrlich empfunden. ein schweizer wird dir nie direkt ins gesicht sagen wenn ihm was nicht passt, zumindest sagen mir das auch andere deutsche die in der schweiz arbeiten. deswegn sind deutsche auch nicht sehr beliebt, weil sie den mund aufmachen können und das für die liebsamen schweizer zu offen ist.

das mit der sprache ist nunmal so, das man deutsche schon von ganz allein arrogant findet weil sich das hochdeutsch so arrogant, so sauber anhört. so piekfein! wie man mir sagte. da halt ich also meine klappe wenn ich mit leuten in einer bar bin und schon heisst es: die ist so arrogant, das sie nicht mal was sagt. das erfahre ich natürlich hintenrum!

ich will mich nicht über die schweizer im allgemeinen aufregen, denn es gibt ebenso sch.. deutsche...

aber ich habe sie nunmal so erlebt. ich habe mich in meinem ganzen leben noch nie gefühlt, wie jetzt als ausländer. das fängt bei der jobsuche an (" nein nur schweizer!) und hört bei der wohnungssuche auf (wir vermieten nur an schweizer!)

lasst es euch gut gehen und ich versuche nun mein bestes!

Kann ich alles 100% unterschreiben!!!!
hab ich eigentlich auch alles so erlebt. du nimmst mir die worte aus dem mund

aber wo (in welcher region, welchem kanton) wohnst du denn?

meine erlebnisse beziehen sich aber überwiegend auf die ostschweiz. vielleicht sind die leute aus der romandie da auch etwas cooler drauf...

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9. August 2005 um 23:50


ich ganz unwahr...

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10. August 2005 um 8:29
In Antwort auf betonmischer

Jaja, die schweiz...
ich kann dich verstehen. auf dörfern gehen die uhren ja immer etwas anders. aber in der schweiz besonders!!

ich weiß jan ich, wo du herkommst und wo du jetzt genau in der schweiz bist. (okay, die schweiz ist seeehr inhomogen)

ich hab aber lange genug in der ostschweiz gewohnt, um zu wissen, dass ich hier wohl dauerhaft auch nie glücklich werden würde. meiner erfahrung nach sind die meisten (zum glück nicht alle!!!!) schweizer sehr verschlossen, fremden und unbekanntem gegenüber seehr ablehnend und z.b. deutschen gegenüber fast feindseelig.
das erste, was ich hier am bahnhof gehört hab, als ich in diesem 70.000seelen-kaff (provinzmetropole) angekommen bin war "scheißdeutsche" (natürlich auf schweizerdeutsch...)

hab mir von schweizer freunden erklären lassen, dass für viele wohl das alleinige sprechen auf hochdeutsch schon arrogant klingt. seit dem gehen mir solche vorwürfe am allerwertesten vorbei.

ich muss sagen, dass ich selbst nach 1,5 jahren fast (zum glück nich ausschließich)nur kontakte zu anderen deutschen knüpfen konnte. diese kontakte (leidensgemneinschaft) machen das leben wenigsten noch etwas erträglich. wenn du aber in irgend so nem hinterwäldlerischen bergdorf bist, is natürlich sehr sch...
kann dich da verstehen.

ich würd das einfach ignorieren und mich versuchen, so schnell wie möglich da wegzukommen oder du kriechst ihnen in den ar.... und machst bei allem mit. dann wirst du vielleicht eines tages mit viel glück dann doch mal aufgenommen.

Genau wegen so deutschen wie du betonmischer!!
... werdet ihr in der schweiz nicht gemaocht. du bist wirklich arrogant!

ausserdem glaub ich das es immer auf die person selbst ankommt, ob man gemocht wird oder nicht. ... egal in welchem land! vielleicht kommst du so oder so unsympatisch rüber auch bei deutschen. ...

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10. August 2005 um 8:31
In Antwort auf betonmischer

Is aber
meiner erfahrung nach vielfach (nicht immer!) so. das finde ich schon bei den schweizern untereinander krass. die grenzen sich da nach kantonen ab, die zusammen deutlich weniger einwohner haben als ne deutsche kleinstadt. und wenn die da schon zwischen den popeligen kantonen so differenzieren und sich teilweise untereinander so abgrenzen, wie viel krasser is das dann erst den deutschen gegenüber?

ich bin hier vollkommen ohne vorurteile und recht offen hingekommen und erstmal krass auf zurückhaltung und ablehnung bei vielen gestoßen.

ja, ich will nich sagen, dass die schweizer schlechtere menschen sind als andere oder dass es keine ausnahmen gibt. meine beobachtung is trotzdem, dass sie zumindest viel zurückhaltender und verschlossener sind und fremdes vielfach leider auch tendentiell erstmal ablehnen.

ohne, dass man es am anfang beabsichtigt hat, hat sich einfach eine gemeinschaft unter deutschen gebildet, die allesamt halt vor dieser situation hier stehen:
fremdes land, kaum zu verstehende sprache, merkwürdige sitten und gebräuche und keinen kontakt zur ortsbevölkerung.

und ich kann dir ganz sicher sagen, dass die mehrheit der bewohner der kleinstadt in der ich studiere deutschen eine krasse ablehnung gegenüber hat und diese das auch deutlich spüren lässt. das fängt beim polizisten an, der die schweizer erstmal nur verwarnt und deutsche fürs gleiche vergehen (z.b. zu laute musik) saftig abkassiert, geht über die "freundlichen" zurufe auf offener straße, das verhalten der schweizer mitstudenten, die deutsche erstmal ausgrenzen (ja, sicher nich alle!) etc.

und da hab ich halt leute (= deutsche mitstudenten) gefunden, die im gleichen boot sitzen. und sowas bezeichne ich in diesem zusammenhang als "leidensgenossen".

Wenn es dir nicht passt, geh zurück nach deutschland..
... und such dir dort einen job!

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10. August 2005 um 10:59

Tupperparty!
veranstalte doch mal eine tupperparty (gibt's sowas eigentlich in der schweiz?) und lade einige bekannte und nachbarinnen ein. da können sie dann hautnah erleben, dass du doch nicht so arrogant bist, wie sie wohl denken. 1 glas sekt o.ä. senkt hier auch die hemmschwelle bei der konversation wenn's gut läuft, greift schon die "mundpropaganda", der kreis wird grösser & du hast womöglich auch noch ne "einnahmequelle".
die idee mit dem vereinsbeitritt oder kirche etc. finde ich auch gut, nur muss frau für sowas geeignet sein.
eine allgemeine party könnte als anbiedern verstanden werden und wenn männer dabei sind, ist die möglichkeit auch hoch, dass die anderen frauen denken, du (als model aus der grosstadt ) würdest dich an die dörfliche männerwelt "ranschmeissen". keine möglichkeiten geben, ein konkurrenzdenke bei den anderen zu entwickeln - deshalb mal zunächst unter den damen den bekanntenkreis erweitern und dann weitersehen..

viel glück!

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10. August 2005 um 11:09
In Antwort auf lindaria

Wenn es dir nicht passt, geh zurück nach deutschland..
... und such dir dort einen job!

Geht gar nich,
ich bin nämlich noch in der ausbildung. das mit dem job kommt erst später.
aber ja, dann will ich auf jeden fall hier weg! versuche auch möglichst große anteile meiner ausbildung woanders abzuleisten, soviel wie eben geht.

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10. August 2005 um 11:10

Sicherlich
sind es auch teilweise die selben probleme, die viele leute haben, wenn sie wo im ausland leben.
nur in der schweiz is das noch alles etwas besonders...

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10. August 2005 um 11:29

Hallo Tears,
ich habe nur die ersten Beiträge gelesen, aber die Leute haben anscheinend keine Ahnung, wie es ist neu in einen kleinen Ort zu kommen, wo jeder jeden kennt und miteinander verwandt ist (und leicht degeniert ist). Das kann man nicht mit der Stadt vergleichen und hat auch nicht unbedingt was mit der Schweiz zu tun. (ich wohne übrigens auch in der Schweiz).

Ich bin in einem Kaff in Tirol aufgewachsen, als einzige Ausländerin und noch dazu als einzige Evangelische an der ganzen Schule. Obwohl ich schnellstmöglichst diesen furchtbaren Dialekt gelernt habe, war ich nie richtig integriert. Als Kind ist man sich dessen sowieso nicht bewusst, ich dachte immer alles an mir sei verkehrt, da ich das von meiner Umgebung vermittelt bekam und habe verzweifelt versucht mich anzupassen. Ich war trotzdem immer ein Aussenseiter.

Man kommt einfach in diese Welt nicht rein - ich war so froh als wir endlich weggezogen sind (ich war damals 14). Es war wie eine Befreiung, endlich konnte ich mich so verhalten, wie ich mich fühlte, es interessierte keinen ob ich katholisch oder evangelisch bin. Das ist mir erst später bewusst geworden, dass ich mich nicht mehr verstecken musst und einfach so sein konnte, wie ich bin...

Ich denke nicht, dass Du da auf Dauer heimisch wirst. Wenn Du mit Deinem Freund zusammen bleiben willst, solltest Du trotzdem versuchen mit ihm woanders hinzugehen... deswegen leidet Eure Beziehung wahrscheinlich auch so, weil er natürlich zwischen allen Stühlen sitzt, wenn er aus dem Ort kommt. Meine Mutter ist irgendwann übrigens depressiv geworden. Ansonsten würde ich da trotzdem weggehen, ob mit oder ohne ihm. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich an Deiner Situation was ändert. Und: so gross ist die Schweiz nicht, man muss nicht unbedingt in einem Kaff leben, sondern kann auch in die nächstgrössere Stadt gehen...

LG und viel Mut,

xeres

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10. August 2005 um 11:30

An jaja ...wer sich anpasst...
... hat nirgenswo probleme. ist so! habe in deutschland gelebt und in australien gearbeitet bin jetzt wieder in der schweiz und muss sagen ich hatte nirgenswo probleme.

es gibt einfach leute die wollen und können sich nicht anpassen. egal ob türke, deutscher oder schweizer...

lin

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10. August 2005 um 11:35

Wenn Du...
in der Innerschweiz (Schwyz) zu Hause bist, überrascht mich das nicht... sind sowieso Hinterwäldler da. Zieh lieber nach Zürich.

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10. August 2005 um 14:06
In Antwort auf lindaria

Genau wegen so deutschen wie du betonmischer!!
... werdet ihr in der schweiz nicht gemaocht. du bist wirklich arrogant!

ausserdem glaub ich das es immer auf die person selbst ankommt, ob man gemocht wird oder nicht. ... egal in welchem land! vielleicht kommst du so oder so unsympatisch rüber auch bei deutschen. ...

Na,
du musst es ja wissen...

was is denn an meinen erlebnissen bitte so arrogant?

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10. August 2005 um 14:37

Achtung, hier Schweizerin!
Hallo zusammen

Finde diesen Beitrag sehr interessant und möchte dazu aus Sicht einer Schweizerin - in einem ostschweizer Dorf aufgewachsen - auch meinen Senf dazu geben

Meine Mutter ist vor knapp 30 Jahren aus Afrika in unser Dorf gezogen. Mit ihrem leicht gebräunten Teint hatte sie es laut ihren Erzählungen auch nicht gerade leicht, doch sie hat sich mit ihrer selbstbewussten Art durchgeschlagen und ist heute akzeptierter (und ich würde behaupten mehr Schweizer) als manch ein anderer. Ein Beispiel zum Schmunzeln: Meine Mutter mit mir im Kinderwagen unterwegs... Eine Frau aus dem Dorf sieht in den Kinderwagen hinein und meint: "Jesses, das isch jo gar nöd brun" meine Mutter "Bin jo au nöd mit em Chemifeger (Kaminfeger) is Bett, oder?!"
Find die Geschichte immer noch toll... ha ha...

Ich kann nicht sagen, dass da nicht etwas Wahres dran wäre, dass man es als Neuzuzögling in so einem Dorf nicht leicht hat. Der Dorf-Schweizer ist halt zurückhaltend und etwas scheu. Das hat aber nichts mit Verschlossenheit o.ä. zu tun und erst recht nichts mit Feindseeligkeit. Im Gegenteil, meist sind die Leute sehr interessiert an neuem. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel und es gibt natürlich auch die eifersüchtigen "Wöschwyber" aber das gibt es ja überall.

Für unser Dorf kann ich nur sagen, dass ein einfaches "Grüezi" schon sehr viel bewirkt. Es ist einfach ein MUSS in einem Dorf, dass man sich auf der Strasse grüsst, ob man sich nun kennt oder nicht und ob man sich nun mag oder nicht. Alles weitere kommt dann halt auf die jeweilige Person an. Und wie Lindaria zu recht sagt; es liegt auch an einem selbst sich anzupassen. Lebte selbst auch in Amerika, in Deutschland und jetzt in Zürich und hatte nie Probleme. Am Anfang ists immer hart, aber man muss sich selber halt zwingen auf die Leute zuzugehen und dann kommt es ganz von alleine.

Liebe Tear, wünsche Dir viel Kraft, um das Segel in Deinem Dorf noch herumzureissen. Versuch alle Feindseeligkeiten zu vergessen und auf die Leute zuzugehen und bitte Deinen Freund Dir dabei zu helfen, dann kommt das schon alles gut. So eine Tupperware- (gibt es in der Schweiz) oder Schmuckparty (Pierre Lang) ist gar keine so schlechte Idee! Oder überlege Dir den Sommer über im Dorfrestaurant oder in einem Verein auszuhelfen, so kommst du auch eher an die Leute heran...

Liebe Grüsse
Lauraly




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10. August 2005 um 14:57

Mal abgesehen davon...
... das ich deinen ton ziemlich agressiv finde ist mir deine argumentation voellig schleierhaft.
schwyzerduetsch kannst du nicht mit einem deutschen oder oesterreichischen dialekt vergleichen- schwyzerduetsch kannst du ohne weiteres naemlich nicht verstehen.

die sprache des landes in dem man lebt zu verstehen ist in meinen augen keine zumutung.

was das mit DDR und "keine fremden wollen" zu tun ist mir ebenfalls nicht klar, geschweige denn inwiefern mich das ansprechen soll??? ( ich, ossi, lebe zusammen mit einem serben in der schweiz...)


sparkling

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10. August 2005 um 15:04
In Antwort auf nonsparkling

Mal abgesehen davon...
... das ich deinen ton ziemlich agressiv finde ist mir deine argumentation voellig schleierhaft.
schwyzerduetsch kannst du nicht mit einem deutschen oder oesterreichischen dialekt vergleichen- schwyzerduetsch kannst du ohne weiteres naemlich nicht verstehen.

die sprache des landes in dem man lebt zu verstehen ist in meinen augen keine zumutung.

was das mit DDR und "keine fremden wollen" zu tun ist mir ebenfalls nicht klar, geschweige denn inwiefern mich das ansprechen soll??? ( ich, ossi, lebe zusammen mit einem serben in der schweiz...)


sparkling

Naja
zumindest bei uns im ort gibts schon ne starke ablehnung gegeüber fremden. das sind in erster linie die ausländer und komischerweise die studenten.
auch das finde ich komisch: nur weil man an einer uni studiert (die für wiwi halt nen recht guten ruf hat) wird man hier schief angesehen.

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10. August 2005 um 15:15
In Antwort auf lauraly

Achtung, hier Schweizerin!
Hallo zusammen

Finde diesen Beitrag sehr interessant und möchte dazu aus Sicht einer Schweizerin - in einem ostschweizer Dorf aufgewachsen - auch meinen Senf dazu geben

Meine Mutter ist vor knapp 30 Jahren aus Afrika in unser Dorf gezogen. Mit ihrem leicht gebräunten Teint hatte sie es laut ihren Erzählungen auch nicht gerade leicht, doch sie hat sich mit ihrer selbstbewussten Art durchgeschlagen und ist heute akzeptierter (und ich würde behaupten mehr Schweizer) als manch ein anderer. Ein Beispiel zum Schmunzeln: Meine Mutter mit mir im Kinderwagen unterwegs... Eine Frau aus dem Dorf sieht in den Kinderwagen hinein und meint: "Jesses, das isch jo gar nöd brun" meine Mutter "Bin jo au nöd mit em Chemifeger (Kaminfeger) is Bett, oder?!"
Find die Geschichte immer noch toll... ha ha...

Ich kann nicht sagen, dass da nicht etwas Wahres dran wäre, dass man es als Neuzuzögling in so einem Dorf nicht leicht hat. Der Dorf-Schweizer ist halt zurückhaltend und etwas scheu. Das hat aber nichts mit Verschlossenheit o.ä. zu tun und erst recht nichts mit Feindseeligkeit. Im Gegenteil, meist sind die Leute sehr interessiert an neuem. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel und es gibt natürlich auch die eifersüchtigen "Wöschwyber" aber das gibt es ja überall.

Für unser Dorf kann ich nur sagen, dass ein einfaches "Grüezi" schon sehr viel bewirkt. Es ist einfach ein MUSS in einem Dorf, dass man sich auf der Strasse grüsst, ob man sich nun kennt oder nicht und ob man sich nun mag oder nicht. Alles weitere kommt dann halt auf die jeweilige Person an. Und wie Lindaria zu recht sagt; es liegt auch an einem selbst sich anzupassen. Lebte selbst auch in Amerika, in Deutschland und jetzt in Zürich und hatte nie Probleme. Am Anfang ists immer hart, aber man muss sich selber halt zwingen auf die Leute zuzugehen und dann kommt es ganz von alleine.

Liebe Tear, wünsche Dir viel Kraft, um das Segel in Deinem Dorf noch herumzureissen. Versuch alle Feindseeligkeiten zu vergessen und auf die Leute zuzugehen und bitte Deinen Freund Dir dabei zu helfen, dann kommt das schon alles gut. So eine Tupperware- (gibt es in der Schweiz) oder Schmuckparty (Pierre Lang) ist gar keine so schlechte Idee! Oder überlege Dir den Sommer über im Dorfrestaurant oder in einem Verein auszuhelfen, so kommst du auch eher an die Leute heran...

Liebe Grüsse
Lauraly




Super,
deine mutter hat es also nach 30 jahren geschafft.
aber wa, wenn man nur für wenige jahre hier is?

ich studiere an einer kleineren uni der ostschweiz (bekannt is sie nur für bwl, obwohl das viele gar nich studieren) und hab gleich festgestellt:
1.) viele leute mögen dich nich, weil du an der uni studierst
2.) die mögen dich erstrecht nich, weil du aus deutschland kommst

ohne mich je näher erlebt zu haben oder mich zu kennen! was soll ich da bitte von heute auf morgen anpassen (30 jahre wollte ich eigentlich nich hier bleiben...)

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10. August 2005 um 15:21
In Antwort auf nonsparkling

Mal abgesehen davon...
... das ich deinen ton ziemlich agressiv finde ist mir deine argumentation voellig schleierhaft.
schwyzerduetsch kannst du nicht mit einem deutschen oder oesterreichischen dialekt vergleichen- schwyzerduetsch kannst du ohne weiteres naemlich nicht verstehen.

die sprache des landes in dem man lebt zu verstehen ist in meinen augen keine zumutung.

was das mit DDR und "keine fremden wollen" zu tun ist mir ebenfalls nicht klar, geschweige denn inwiefern mich das ansprechen soll??? ( ich, ossi, lebe zusammen mit einem serben in der schweiz...)


sparkling

Aber warum denn sprechen?
also ich komme aus der weiteren region großen norddeutschen messestadt.
da sind jedes jahr zur computermesse cebit viele leute aus fremden ländern (z.b. asiaten).
natürlich sprechen die meisten kein deutsch. aber ich hab eigentlich nie erlebt, dass sich da die leute hinstellen und sagen, "ihr seid jetzt in norddeutschland, da müsst ihr nunmal hochdeutsch sprechen". man akzeptiert, dass die leute dialekt drauf haben oder eben nur englisch sprechen. und trotzdem spricht man mit ihnen und hilft ihnen weiter. und zwar dann auf englisch. denn es geht ja darum, dass diese leute auch einen verstehen.

ich finde schon dass es ne zumutung is, von jedem, der in ein land reist die reginonale sprache perfekt zu beherrschen und zu verstehen. gerade wenn man sich auch anders verständlich machen kann und der andere entsprechend antworten könnte - wenn er denn nur wollte.

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10. August 2005 um 15:36
In Antwort auf betonmischer

Aber warum denn sprechen?
also ich komme aus der weiteren region großen norddeutschen messestadt.
da sind jedes jahr zur computermesse cebit viele leute aus fremden ländern (z.b. asiaten).
natürlich sprechen die meisten kein deutsch. aber ich hab eigentlich nie erlebt, dass sich da die leute hinstellen und sagen, "ihr seid jetzt in norddeutschland, da müsst ihr nunmal hochdeutsch sprechen". man akzeptiert, dass die leute dialekt drauf haben oder eben nur englisch sprechen. und trotzdem spricht man mit ihnen und hilft ihnen weiter. und zwar dann auf englisch. denn es geht ja darum, dass diese leute auch einen verstehen.

ich finde schon dass es ne zumutung is, von jedem, der in ein land reist die reginonale sprache perfekt zu beherrschen und zu verstehen. gerade wenn man sich auch anders verständlich machen kann und der andere entsprechend antworten könnte - wenn er denn nur wollte.

Sprechen...
.. wird auch nicht vorausgesetzt- aber es macht es auf jeden fall leichter. ganz abgesehen davon, dass man sich bestimmt begriffe annehmen muss um auch nur ein broetchen kaufen zu koennen oder eine strassenbahnfahrkarte

uebrigends kannst du besucher nicht mit menschen vergleichen die zugezogen sind.


sparkling

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