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Beziehungsstress durch Kinderthema

17. März 2007 um 13:33

Hallo Ihr Lieben,

ich habe lange gesucht, aber zu diesem Thema keine Einträge gefunden. Geht es jemandem von Euch ähnlich? Bräuchte wirklich Eure Meinungen udn v.a. Erfahrungen. Danke vorabn fürs Lesen

Bin 31, verheiratet, mein Mann wünscht sich Kinder und Familie, was ich mir theoretisch auch immer vorstellen konnte. Je näher aber nun der geplante Zeitpunkt kommt (nächstes Jahr), desto mehr wächst meine Angst, denn ich habe mich zwar theoretisch für ein Kind mit ihm entschieden, aber ich wünsche es mir innerlich bisher nicht. Ich hatte immer gedacht, dass der Kinderwunsch sich mit der Zeit schon einstellen wird und dass es an meiner Vorgeschichte liegt (traumatische Abtreibung vor 10 Jahren, obwohl ich das Kind wollte), doch momentan fühle ich mich einfach nur unter Druck gesetzt, worunter die Beziehung sehr leidet. Und je schlechter die Beziehung, desto schwächer ist meines Erachtens die emotionale Basis, aus der ein Kinderwunsch erntstehen könnte, also ein echtes Dilemma. Fühlt sich an wie ein Damoklesschwert, was permanent über mir / uns schwebt. Wir wollen demnächst mit einer Ehebratung starten, habe dafür auch schon einen Termin in 4 Wochen.

Aber es spielen noch viele andere Aspekte hinein: Wie sind schon 8 Jahre zusammen, aber ich wühle mich wie eingesperrt, weil alles so vernünftig ist, wir kaum lachen. Andererseits ist er ein sehr lieber Mann, uns verbindet viel, eigentlich dachte ich auch, dass ich ihn liebe, aber diese Liebe fängt irgendwie an zu bröckeln in den letzten Woche (seit ich erkannt habe, dass ich innerlich momentan noch kein Kind will) und weil ich mich so unter Druck gesetzt fühle durch seine Gewissheit, was er sich vom Leben wünscht und was ich ihm ja vielleicht gar nicht geben kann. Mittlerweile bin ich ganz durcheinander und weiß kaum noch, was ich wirklich fühle für ihn.

Ich bin sehr traurig deswegen, auch verzweifelt, weil ich im Moment keinen Ausweg sehe. Ich denke halt auch: Ich kann doch nicht vor 10 Jahren für einen Mann, gegen meinen Willen, ein Kind nicht bekommen und daran fast zerbrechen und jetzt für einen Mann, gegen meinen Willen, ein Kind bekommen - das wäre ja wie ein Spiegelbild der damaligen Ereignisse und sicher nicht gut, für niemanden.

Wem geht es ähnlich oder wer hat etwas ähnliches erlebt und einen Weg da heraus gefunden?

Liebe Grüße
Arwenlee

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17. März 2007 um 15:57

Liebe Arwenlee..
.. mich hat dein Beitrag sehr angesprochen und berührt, da ich in einer ähnlichen Situation bin. Klipp-und-klar-Antworten oder Patentrezepte habe ich zwar nicht auf Lager, aber vielleicht hilft es auch schon, sich einfach etwas auszutauschen.

Ich habe verstanden dass: ..du schon ein ganzes gutes Stück Leben (8 J.) mit deinem Mann verbracht hast, ihr wohl Gemeinsamkeiten und gemeinsame Interessen habt, aber euer Alltag von Vernunft, Ernst & Ordnung geprägt ist. Ich habe auch verstanden, dass dein Mann einen länger gehegten Kinderwunsch hat, du dich mit einem positiv-neutralen "Ja, später einmal" auch in die Richtung eingeklinkt hast, nun aber merkst, dass kein Herzenswunsch nach einem Kind bei dir aufgekommen ist. Und ich habe verstanden, dass du zwar recht zufrieden in deiner langjährigen Partnerschaft bist, aber nicht seelig glücklich (also, wenn es das gibt ) und dir vielleicht mehr Energie, Lachen, Schwung wünschst. Stimmt das so?

Wie erlebt ihr beide denn die Situation? Weiß dein Mann von deinen Gedanken, deiner Misere? Ist für ihn der Kinderwunsch so groß, dass er unbedingt erfüllt werden muss und für ihn in eine Partnerschaft ein Kind einfach hineingehört? Oder würde er auch ohne Kind zufrieden sein können? Wie hat sich eure Beziehung entwickelt in puncto Ernst vs. Lockerheit & Lachen? Seid ihr beide immer eher still gewesen, oder ist das im Laufe der Jahre so geworden? Hast du schon vorher etwas vermisst und merkst erst jetzt beim Thema Kind, dass dir etwas fehlt? Oder hat dich die Partnerschaft immer erfüllt? Ich habe jetzt ersteinmal ein paar Fragen aufgeworfen, die mir in den Sinn kamen, als ich dein Posting las. Ich hoffe, das war nicht zuviel? Kurz zu mir: Ich bin erst Mitte zwanzig und mit meinem Partner seit gut einem Jahr zusammen. Da aber jeder wissen möchte, woran er beim anderen ist, kam auch bei uns die KiWu-Frage auf. Meiner ist sehr traurig, dass ich mir ein Familienleben mit Kindern nicht/ schwer vorstellen kann, hofft aber noch (Damoklesschwert :/).

Gruß,
seelentaucherin1

P.S.: Wie alt ist dein Mann?

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17. März 2007 um 16:32
In Antwort auf ashley_12938824

Liebe Arwenlee..
.. mich hat dein Beitrag sehr angesprochen und berührt, da ich in einer ähnlichen Situation bin. Klipp-und-klar-Antworten oder Patentrezepte habe ich zwar nicht auf Lager, aber vielleicht hilft es auch schon, sich einfach etwas auszutauschen.

Ich habe verstanden dass: ..du schon ein ganzes gutes Stück Leben (8 J.) mit deinem Mann verbracht hast, ihr wohl Gemeinsamkeiten und gemeinsame Interessen habt, aber euer Alltag von Vernunft, Ernst & Ordnung geprägt ist. Ich habe auch verstanden, dass dein Mann einen länger gehegten Kinderwunsch hat, du dich mit einem positiv-neutralen "Ja, später einmal" auch in die Richtung eingeklinkt hast, nun aber merkst, dass kein Herzenswunsch nach einem Kind bei dir aufgekommen ist. Und ich habe verstanden, dass du zwar recht zufrieden in deiner langjährigen Partnerschaft bist, aber nicht seelig glücklich (also, wenn es das gibt ) und dir vielleicht mehr Energie, Lachen, Schwung wünschst. Stimmt das so?

Wie erlebt ihr beide denn die Situation? Weiß dein Mann von deinen Gedanken, deiner Misere? Ist für ihn der Kinderwunsch so groß, dass er unbedingt erfüllt werden muss und für ihn in eine Partnerschaft ein Kind einfach hineingehört? Oder würde er auch ohne Kind zufrieden sein können? Wie hat sich eure Beziehung entwickelt in puncto Ernst vs. Lockerheit & Lachen? Seid ihr beide immer eher still gewesen, oder ist das im Laufe der Jahre so geworden? Hast du schon vorher etwas vermisst und merkst erst jetzt beim Thema Kind, dass dir etwas fehlt? Oder hat dich die Partnerschaft immer erfüllt? Ich habe jetzt ersteinmal ein paar Fragen aufgeworfen, die mir in den Sinn kamen, als ich dein Posting las. Ich hoffe, das war nicht zuviel? Kurz zu mir: Ich bin erst Mitte zwanzig und mit meinem Partner seit gut einem Jahr zusammen. Da aber jeder wissen möchte, woran er beim anderen ist, kam auch bei uns die KiWu-Frage auf. Meiner ist sehr traurig, dass ich mir ein Familienleben mit Kindern nicht/ schwer vorstellen kann, hofft aber noch (Damoklesschwert :/).

Gruß,
seelentaucherin1

P.S.: Wie alt ist dein Mann?

Seelentaucherin1
du hast die richtigen worte gefunden das ist viel zum überlegen ,ich denke das die frage lautet was will ich (frau) auch heute noch sind kinder fast ausschlislich frauen sache und sie (kinder) verändern unser leben zu 100% ich habe zwei ,krigt keine kinder wen ihr sie nicht wirklich wollt bitte!

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22. März 2007 um 21:20
In Antwort auf ashley_12938824

Liebe Arwenlee..
.. mich hat dein Beitrag sehr angesprochen und berührt, da ich in einer ähnlichen Situation bin. Klipp-und-klar-Antworten oder Patentrezepte habe ich zwar nicht auf Lager, aber vielleicht hilft es auch schon, sich einfach etwas auszutauschen.

Ich habe verstanden dass: ..du schon ein ganzes gutes Stück Leben (8 J.) mit deinem Mann verbracht hast, ihr wohl Gemeinsamkeiten und gemeinsame Interessen habt, aber euer Alltag von Vernunft, Ernst & Ordnung geprägt ist. Ich habe auch verstanden, dass dein Mann einen länger gehegten Kinderwunsch hat, du dich mit einem positiv-neutralen "Ja, später einmal" auch in die Richtung eingeklinkt hast, nun aber merkst, dass kein Herzenswunsch nach einem Kind bei dir aufgekommen ist. Und ich habe verstanden, dass du zwar recht zufrieden in deiner langjährigen Partnerschaft bist, aber nicht seelig glücklich (also, wenn es das gibt ) und dir vielleicht mehr Energie, Lachen, Schwung wünschst. Stimmt das so?

Wie erlebt ihr beide denn die Situation? Weiß dein Mann von deinen Gedanken, deiner Misere? Ist für ihn der Kinderwunsch so groß, dass er unbedingt erfüllt werden muss und für ihn in eine Partnerschaft ein Kind einfach hineingehört? Oder würde er auch ohne Kind zufrieden sein können? Wie hat sich eure Beziehung entwickelt in puncto Ernst vs. Lockerheit & Lachen? Seid ihr beide immer eher still gewesen, oder ist das im Laufe der Jahre so geworden? Hast du schon vorher etwas vermisst und merkst erst jetzt beim Thema Kind, dass dir etwas fehlt? Oder hat dich die Partnerschaft immer erfüllt? Ich habe jetzt ersteinmal ein paar Fragen aufgeworfen, die mir in den Sinn kamen, als ich dein Posting las. Ich hoffe, das war nicht zuviel? Kurz zu mir: Ich bin erst Mitte zwanzig und mit meinem Partner seit gut einem Jahr zusammen. Da aber jeder wissen möchte, woran er beim anderen ist, kam auch bei uns die KiWu-Frage auf. Meiner ist sehr traurig, dass ich mir ein Familienleben mit Kindern nicht/ schwer vorstellen kann, hofft aber noch (Damoklesschwert :/).

Gruß,
seelentaucherin1

P.S.: Wie alt ist dein Mann?

Zu Deinen Fragen, liebe Seelentaucherin
Erstmal danke an Euch und an Dich, Seelentaucherin, für die Beiträge.

Ja es ist wirklich viel Stoff zum Nachdenken, deswegen will ich erts mal versuchen, Deine Fragen zu beantworten, in der Hoffnung auf neue Einsichten.

Mein Mann ist 33, wird dieses Jahr 34, und der Kinderwunsch (mind. 2) ist bei ihm eine feste Gewissheit, ein Lebenswunsch und -plan. Würde ich nicht darauf eingehen können, würde ich ihn kreuzunglücklich machen. Oder wie meine freundin sagt: Wenn Du merkst, dass Du das echt nicht kannst, musst Du ihn freigeben, damit zumindest er glücklich werden kann. Und das ist natürlich auch horror, weil wir so zusammengewachsne sind, er ein Teil von mir ist, Liebe auch noch da ist und, ja, ich auch nicht allein sein möchte.

Und, ja, du hast recht, ich bin seelsich mit ihm nicht mehr richtig glücklich, was ich etwa seit Januar merke, was aber wohl viel an mir liegt und daran, das ich mich schon sehr verändert habe in den 8 Jahren unserer Beziehung, wohingegen er eher stetig ist. Inwieweit das, was ich vermisse, überhaupt möglich ist auf Dauer - eine Liebe, die einen in den Himmel reißt, die nicht alltäglich wird, inspiriert, von großer Nähe in Gesprächen geprägt, von Achtung, Humor, Verwegenheit und ja, auch Erotik (die bei uns eher am einschlafen ist) - das frage ich mich auch etwa seit Januar. Und seitdem ist mir auch klar, dass ich dieses Lachen und die Leichtigkeit vermisse, die kleinen Verrücktheiten im Alltag, oder "Energie, Lachen, Schwung" wie Du schreibst.

Die momentane Situation ist schon ziemlich bedrückend, weil die gemeinsame Zukunftsperspektive ja dadurch so in Frage gestellt ist. Wir reden ein bisschen darüber, im Februar, als wir 8 Jahr ezusammen waren, habe ich ihm gesagt, wie es bei mir mit Kinderwunsch aussieht, dass ich da zur Zeit nichts wünsche und auch einfach nicht weiß, ob sich das einstellen wird. Seitdem ist es mit der Beziehung eher beragb gegangene, stabilisiert sich aber gerade auch wieder.

Eigentlich dachte ich, die Liebe ist da - woran mein Mann ganz fest glaubt - doch ich merke einfach, wie sie durch die Belastung und meiner Sehnsucht nach einer anderen Qualität von Beziehung bröckelt, und ich gar nicht mehr zu 100 % vom Herzen her da sein kann, wenn ich mit ihm zusammen bin. Und auch das tut weh, weil ich einfach nicht weiß, ob ich zu ihm zurückfinden kann.


Du fragst, wie sich unsere Beziehung entwickelt hat in puncto Ernst vs. Lockerheit & Lachen. Wir waren schon immer relativ rational, wobei ich eigentlich sehr emotional bin und der Verstand und die Kontrolle der Gefühle für mich eine Überlebensstrategie geworden sind. Als wir zusammen kamen, hatte ich gerade eine schwer Zeit hinter mir, aber in den letzten Jahren bin ich wieder viel offener, selbstbewusster und optimistischer geworden, und auch das beginnt uns ein wenig zu trennen.

Liebe Seelentaucherin, Ihr seid noch nicht so lange zusammen, aus meiner Sicht bist Du noch so jung, dass ich hoffe, dass Ihr das Thema bei Euch wirklich erst einmal zurückstellen könnt und Eure Liebe genießen könnt. Oder ist es schon ein großer Punkt geworden?

Andererseits: An mir kannst Du sehen, was bei einem zurückstellen daraus in Folge in späteren Jahren geschehen kann.

Ich danke Dir und den anderen für Eure Zeit und fürs Zuhören.

Alles Liebe für Dich
Arwenlee

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23. März 2007 um 12:57
In Antwort auf sana'_12839191

Zu Deinen Fragen, liebe Seelentaucherin
Erstmal danke an Euch und an Dich, Seelentaucherin, für die Beiträge.

Ja es ist wirklich viel Stoff zum Nachdenken, deswegen will ich erts mal versuchen, Deine Fragen zu beantworten, in der Hoffnung auf neue Einsichten.

Mein Mann ist 33, wird dieses Jahr 34, und der Kinderwunsch (mind. 2) ist bei ihm eine feste Gewissheit, ein Lebenswunsch und -plan. Würde ich nicht darauf eingehen können, würde ich ihn kreuzunglücklich machen. Oder wie meine freundin sagt: Wenn Du merkst, dass Du das echt nicht kannst, musst Du ihn freigeben, damit zumindest er glücklich werden kann. Und das ist natürlich auch horror, weil wir so zusammengewachsne sind, er ein Teil von mir ist, Liebe auch noch da ist und, ja, ich auch nicht allein sein möchte.

Und, ja, du hast recht, ich bin seelsich mit ihm nicht mehr richtig glücklich, was ich etwa seit Januar merke, was aber wohl viel an mir liegt und daran, das ich mich schon sehr verändert habe in den 8 Jahren unserer Beziehung, wohingegen er eher stetig ist. Inwieweit das, was ich vermisse, überhaupt möglich ist auf Dauer - eine Liebe, die einen in den Himmel reißt, die nicht alltäglich wird, inspiriert, von großer Nähe in Gesprächen geprägt, von Achtung, Humor, Verwegenheit und ja, auch Erotik (die bei uns eher am einschlafen ist) - das frage ich mich auch etwa seit Januar. Und seitdem ist mir auch klar, dass ich dieses Lachen und die Leichtigkeit vermisse, die kleinen Verrücktheiten im Alltag, oder "Energie, Lachen, Schwung" wie Du schreibst.

Die momentane Situation ist schon ziemlich bedrückend, weil die gemeinsame Zukunftsperspektive ja dadurch so in Frage gestellt ist. Wir reden ein bisschen darüber, im Februar, als wir 8 Jahr ezusammen waren, habe ich ihm gesagt, wie es bei mir mit Kinderwunsch aussieht, dass ich da zur Zeit nichts wünsche und auch einfach nicht weiß, ob sich das einstellen wird. Seitdem ist es mit der Beziehung eher beragb gegangene, stabilisiert sich aber gerade auch wieder.

Eigentlich dachte ich, die Liebe ist da - woran mein Mann ganz fest glaubt - doch ich merke einfach, wie sie durch die Belastung und meiner Sehnsucht nach einer anderen Qualität von Beziehung bröckelt, und ich gar nicht mehr zu 100 % vom Herzen her da sein kann, wenn ich mit ihm zusammen bin. Und auch das tut weh, weil ich einfach nicht weiß, ob ich zu ihm zurückfinden kann.


Du fragst, wie sich unsere Beziehung entwickelt hat in puncto Ernst vs. Lockerheit & Lachen. Wir waren schon immer relativ rational, wobei ich eigentlich sehr emotional bin und der Verstand und die Kontrolle der Gefühle für mich eine Überlebensstrategie geworden sind. Als wir zusammen kamen, hatte ich gerade eine schwer Zeit hinter mir, aber in den letzten Jahren bin ich wieder viel offener, selbstbewusster und optimistischer geworden, und auch das beginnt uns ein wenig zu trennen.

Liebe Seelentaucherin, Ihr seid noch nicht so lange zusammen, aus meiner Sicht bist Du noch so jung, dass ich hoffe, dass Ihr das Thema bei Euch wirklich erst einmal zurückstellen könnt und Eure Liebe genießen könnt. Oder ist es schon ein großer Punkt geworden?

Andererseits: An mir kannst Du sehen, was bei einem zurückstellen daraus in Folge in späteren Jahren geschehen kann.

Ich danke Dir und den anderen für Eure Zeit und fürs Zuhören.

Alles Liebe für Dich
Arwenlee

Perspektiven
Liebe Arwenlee,
schön, dass du noch geantwortet hast. Auch ich erlebe das Zusammensein mit meinem Freund zur Zeit als bedrückend - eben weil eine gemeinsame Zukunftsperspektive nur zu verwirklichen (oder erst einmal zu erdenken) ist, wenn man in so zentralen Themen wie der KiWu-Frage übereinstimmt. Ich möchte so gern planen - nur eben ohne Kinder. Ich möchte aber auch das Heute, unser Leben jetzt, genießen, ohne vor lauter Sorge und schweren Gedanken um nachgeben oder gehen ständig bedrückt zu sein. Ich habe bemerkt, wie sehr sich mein Freund in letzter Zeit zurückgenommen hat, wie er grübelt, zweifelt und von einer Zwischenentscheidung zur nächsten flattert. Das wir noch nicht lange zusammen sind, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Was belastet, belastet eben. Dazu kommt, dass mein Freund um einiges älter ist als ich und dadurch für ihn schon die Frage steht:

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23. März 2007 um 13:01
In Antwort auf sana'_12839191

Zu Deinen Fragen, liebe Seelentaucherin
Erstmal danke an Euch und an Dich, Seelentaucherin, für die Beiträge.

Ja es ist wirklich viel Stoff zum Nachdenken, deswegen will ich erts mal versuchen, Deine Fragen zu beantworten, in der Hoffnung auf neue Einsichten.

Mein Mann ist 33, wird dieses Jahr 34, und der Kinderwunsch (mind. 2) ist bei ihm eine feste Gewissheit, ein Lebenswunsch und -plan. Würde ich nicht darauf eingehen können, würde ich ihn kreuzunglücklich machen. Oder wie meine freundin sagt: Wenn Du merkst, dass Du das echt nicht kannst, musst Du ihn freigeben, damit zumindest er glücklich werden kann. Und das ist natürlich auch horror, weil wir so zusammengewachsne sind, er ein Teil von mir ist, Liebe auch noch da ist und, ja, ich auch nicht allein sein möchte.

Und, ja, du hast recht, ich bin seelsich mit ihm nicht mehr richtig glücklich, was ich etwa seit Januar merke, was aber wohl viel an mir liegt und daran, das ich mich schon sehr verändert habe in den 8 Jahren unserer Beziehung, wohingegen er eher stetig ist. Inwieweit das, was ich vermisse, überhaupt möglich ist auf Dauer - eine Liebe, die einen in den Himmel reißt, die nicht alltäglich wird, inspiriert, von großer Nähe in Gesprächen geprägt, von Achtung, Humor, Verwegenheit und ja, auch Erotik (die bei uns eher am einschlafen ist) - das frage ich mich auch etwa seit Januar. Und seitdem ist mir auch klar, dass ich dieses Lachen und die Leichtigkeit vermisse, die kleinen Verrücktheiten im Alltag, oder "Energie, Lachen, Schwung" wie Du schreibst.

Die momentane Situation ist schon ziemlich bedrückend, weil die gemeinsame Zukunftsperspektive ja dadurch so in Frage gestellt ist. Wir reden ein bisschen darüber, im Februar, als wir 8 Jahr ezusammen waren, habe ich ihm gesagt, wie es bei mir mit Kinderwunsch aussieht, dass ich da zur Zeit nichts wünsche und auch einfach nicht weiß, ob sich das einstellen wird. Seitdem ist es mit der Beziehung eher beragb gegangene, stabilisiert sich aber gerade auch wieder.

Eigentlich dachte ich, die Liebe ist da - woran mein Mann ganz fest glaubt - doch ich merke einfach, wie sie durch die Belastung und meiner Sehnsucht nach einer anderen Qualität von Beziehung bröckelt, und ich gar nicht mehr zu 100 % vom Herzen her da sein kann, wenn ich mit ihm zusammen bin. Und auch das tut weh, weil ich einfach nicht weiß, ob ich zu ihm zurückfinden kann.


Du fragst, wie sich unsere Beziehung entwickelt hat in puncto Ernst vs. Lockerheit & Lachen. Wir waren schon immer relativ rational, wobei ich eigentlich sehr emotional bin und der Verstand und die Kontrolle der Gefühle für mich eine Überlebensstrategie geworden sind. Als wir zusammen kamen, hatte ich gerade eine schwer Zeit hinter mir, aber in den letzten Jahren bin ich wieder viel offener, selbstbewusster und optimistischer geworden, und auch das beginnt uns ein wenig zu trennen.

Liebe Seelentaucherin, Ihr seid noch nicht so lange zusammen, aus meiner Sicht bist Du noch so jung, dass ich hoffe, dass Ihr das Thema bei Euch wirklich erst einmal zurückstellen könnt und Eure Liebe genießen könnt. Oder ist es schon ein großer Punkt geworden?

Andererseits: An mir kannst Du sehen, was bei einem zurückstellen daraus in Folge in späteren Jahren geschehen kann.

Ich danke Dir und den anderen für Eure Zeit und fürs Zuhören.

Alles Liebe für Dich
Arwenlee

Perspektiven - komplett
Liebe Arwenlee,

schön, dass du noch geantwortet hast. Auch ich erlebe das Zusammensein mit meinem Freund zur Zeit als bedrückend - eben weil eine gemeinsame Zukunftsperspektive nur zu verwirklichen (oder erst einmal zu erdenken) ist, wenn man in so zentralen Themen wie der KiWu-Frage übereinstimmt.
Ich möchte so gern planen - nur eben ohne Kinder. Ich möchte aber auch das Heute, unser Leben jetzt, genießen, ohne vor lauter Sorge und schweren Gedanken um nachgeben oder gehen ständig bedrückt zu sein. Ich habe bemerkt, wie sehr sich mein Freund in letzter Zeit zurückgenommen hat, wie er grübelt, zweifelt und von einer Zwischenentscheidung zur nächsten flattert. Das wir noch nicht lange zusammen sind, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Was belastet, belastet eben. Dazu kommt, dass mein Freund um einiges älter ist als ich und dadurch für ihn schon die Frage steht: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"
Was deine Freundin in puncto freigeben sagt, stimmt. Das ist letztendlich die fairste und beste Lösung für beide. Aber wer steuert schon gern bewusst auf ein Ende zu?
Ich würde das Problem gern MIT meinem Freund lösen und nicht ohne ihn.

In diesem Sinne,
liebe Grüße von

seelentaucherin1

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2. April 2007 um 19:32
In Antwort auf ashley_12938824

Perspektiven - komplett
Liebe Arwenlee,

schön, dass du noch geantwortet hast. Auch ich erlebe das Zusammensein mit meinem Freund zur Zeit als bedrückend - eben weil eine gemeinsame Zukunftsperspektive nur zu verwirklichen (oder erst einmal zu erdenken) ist, wenn man in so zentralen Themen wie der KiWu-Frage übereinstimmt.
Ich möchte so gern planen - nur eben ohne Kinder. Ich möchte aber auch das Heute, unser Leben jetzt, genießen, ohne vor lauter Sorge und schweren Gedanken um nachgeben oder gehen ständig bedrückt zu sein. Ich habe bemerkt, wie sehr sich mein Freund in letzter Zeit zurückgenommen hat, wie er grübelt, zweifelt und von einer Zwischenentscheidung zur nächsten flattert. Das wir noch nicht lange zusammen sind, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Was belastet, belastet eben. Dazu kommt, dass mein Freund um einiges älter ist als ich und dadurch für ihn schon die Frage steht: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"
Was deine Freundin in puncto freigeben sagt, stimmt. Das ist letztendlich die fairste und beste Lösung für beide. Aber wer steuert schon gern bewusst auf ein Ende zu?
Ich würde das Problem gern MIT meinem Freund lösen und nicht ohne ihn.

In diesem Sinne,
liebe Grüße von

seelentaucherin1

Gemeinsam lösen - das wäre schön!
Liebe Seelentaucherin,

gemeinsam das Problem lösen, mit Deinem Freund, das klingt nach einem guten Weg und ich drücke Dir dafür sehr die Daumen. Ob wir genau das noch schaffen können, auch mit der Beratung - keine Ahnung. Mittlerweile denke ich, dass ein großer Fehler war, dass wir uns hierzu zwar ausgetauscht haben über die Jahre, aber nicht wirtklich verstanden haben und uns nicht aufeinander zubewegt haben. Und natürlich, dass ich mir selbst etwas vorgemacht habe...

Schreib doch mal, wie es bei Euch weitergeht mit dem Thema. Ich melde mich nach der ersten beratung, versprochen.

Liebe Grüße
Arwenlee

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10. April 2007 um 11:58

Hallo Arwenlee!
Nach längerer Pause bin ich einmal wieder im Forum und wollte fragen, wie es dir/ euch geht. Wie ging die Beratung aus? Seit ihr an einer Lösung dran?

Gruß
seelentaucherin1

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10. April 2007 um 15:29
In Antwort auf ashley_12938824

Hallo Arwenlee!
Nach längerer Pause bin ich einmal wieder im Forum und wollte fragen, wie es dir/ euch geht. Wie ging die Beratung aus? Seit ihr an einer Lösung dran?

Gruß
seelentaucherin1

Morgen...
Hallo Seelentaucherin,

schön, wieder von Dir zu lesen. Der Beratungstermin ist morgen. Bin ziemlich durcheinander. Mein Mann legt sich so ins Zeug, ich denke, er hat Angst, mich zu verlieren, will angeblich sogar über eine Zukunft mit mir aber ohne Kinder nachdenken.

... aber damit würde ich ihn unglücklich machen, das weiß ich. Und das wäre nicht fair.

Und wie geht es Dir?

Liebe Grüße
Arwenlee

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10. April 2007 um 15:33

Antwort
Hallo Cleo,

das war damals eine ganz üble Situation: Ich war einem deutliuch älteren Mann hörig, der in einer Sekte war und mich in der Beziehung nicht gut behandelt hat. Hörig sein bedeutet, die eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahrnehmen bzw. die des Partners darüber stellen. Er wollte das Kind nicht, gab mir keine Erlaubnis, es zu bekommen und ich hatte keine Kraft, mich dem zu widersetzen. So ließ ich - eigentlich gegen meinen inneren Willen - eine Abtreibung vornehmen. Daran bin ich komplett zerbrochen und es hat lange gedauert, bis ich in kleinen Schritten wieder zu leben anfing. Mittlerweile ist es 10 Jahre her und soweit es geht, denke ich, verarbeitet, es bleibt für mich aber ein Trauma.

Vielleicht kannst Du jetzt nachvollziehen, wrum die momentane Situation für mich so schwierig ist.

Liebe Grüße
Arwenlee

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10. April 2007 um 16:34
In Antwort auf celine_12124313

Seelentaucherin1
du hast die richtigen worte gefunden das ist viel zum überlegen ,ich denke das die frage lautet was will ich (frau) auch heute noch sind kinder fast ausschlislich frauen sache und sie (kinder) verändern unser leben zu 100% ich habe zwei ,krigt keine kinder wen ihr sie nicht wirklich wollt bitte!

Nur soviel:
es ist eine der grössten Kulturleistungen, Sex und Fortpflanzung trennen zu können.

Es ist eine grosser Befreiungsschlag für die Frau, selbst über Schwangerschaft oder nicht entscheiden zu können.

Unsere grossmütter, u.U. sogar unsere Mütter konnten das nicht! Sex war ein Lebensrisiko für die Frau, konnte in Abhängigkeit bringen, mit unerwünschten Kindern belasten, zur Abtreibung zwingen (die oft genug tödlich für die Frau endete). Alles ein Gruselszenario.

Das ist vorbei!

WARUM, liebe Threadstarterin, warum solltest Du als moderne Frau die Kontrolle über Körper und Zukunftsgestaltung abgeben? Du hast sie! Nimm sie in Gebrauch. Was DU willst, ist hier entscheidet. Soviel "Kulturfortschritt" sollte sich jede wert sein.

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11. April 2007 um 12:07
In Antwort auf sana'_12839191

Morgen...
Hallo Seelentaucherin,

schön, wieder von Dir zu lesen. Der Beratungstermin ist morgen. Bin ziemlich durcheinander. Mein Mann legt sich so ins Zeug, ich denke, er hat Angst, mich zu verlieren, will angeblich sogar über eine Zukunft mit mir aber ohne Kinder nachdenken.

... aber damit würde ich ihn unglücklich machen, das weiß ich. Und das wäre nicht fair.

Und wie geht es Dir?

Liebe Grüße
Arwenlee

Meiner...
...macht es zur Zeit ganz ähnlich. Ist ganz besonders liebevoll, zuvorkommend und "anhänglich" (aber im pos. Sinne).

Wir diskutieren alle paar Tage und legen uns unsere Pros und Contras dar. Jeder kann dabei die Meinung des anderen nachvollziehen - aber eben nicht mitgehen.

Auch mein Freund hat schon etwas resigniert zu mir gemeint: "Na gut, dann haben wir eben kein Kind." Aber schon am nächsten Abend war mein "Teilsieg" dahin und er schwärmte mir davon vor wie es wäre, "so ein Kleines" zu haben. Bald darauf stimmt er mir aber wieder in einem meiner Contra-Argumente zu. Hach!

Schlimm, dass die Diskussion bald zwangsläufig in einen Machtkampf abgleitet.

Und wer weiß dabei, wie wir wirklich zufrieden wären? Mein Freund kann mir nicht sagen, ob ein Familienleben denn nun 100%ig das Richtige für ihn wäre - er würde die Erfahrung nur halt gern machen.

Ich kann mich dabei immer nur wieder meines Verstandes und Bauchgefühls bemächtigen und feststellen, dass Nachwuchs für mich momentan nicht in Frage kommt. Dabei möchte ich bleiben und damit auch - wie eine andere Mitleserin gestern schrieb - die Kontrolle über meine Lebensplanung, meinen Körper behalten.

Wir müssen uns doch mindestens genauso viel Ego(ismus) zugestehen, wie es die meisten Männer ohne nachzudenken tun.

Alles Gute für heute!

seelentaucherin1

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15. April 2007 um 18:55
In Antwort auf ashley_12938824

Meiner...
...macht es zur Zeit ganz ähnlich. Ist ganz besonders liebevoll, zuvorkommend und "anhänglich" (aber im pos. Sinne).

Wir diskutieren alle paar Tage und legen uns unsere Pros und Contras dar. Jeder kann dabei die Meinung des anderen nachvollziehen - aber eben nicht mitgehen.

Auch mein Freund hat schon etwas resigniert zu mir gemeint: "Na gut, dann haben wir eben kein Kind." Aber schon am nächsten Abend war mein "Teilsieg" dahin und er schwärmte mir davon vor wie es wäre, "so ein Kleines" zu haben. Bald darauf stimmt er mir aber wieder in einem meiner Contra-Argumente zu. Hach!

Schlimm, dass die Diskussion bald zwangsläufig in einen Machtkampf abgleitet.

Und wer weiß dabei, wie wir wirklich zufrieden wären? Mein Freund kann mir nicht sagen, ob ein Familienleben denn nun 100%ig das Richtige für ihn wäre - er würde die Erfahrung nur halt gern machen.

Ich kann mich dabei immer nur wieder meines Verstandes und Bauchgefühls bemächtigen und feststellen, dass Nachwuchs für mich momentan nicht in Frage kommt. Dabei möchte ich bleiben und damit auch - wie eine andere Mitleserin gestern schrieb - die Kontrolle über meine Lebensplanung, meinen Körper behalten.

Wir müssen uns doch mindestens genauso viel Ego(ismus) zugestehen, wie es die meisten Männer ohne nachzudenken tun.

Alles Gute für heute!

seelentaucherin1

Kein Kind, dafür Therapie...
Hallo liebe Seelentaucherin,

letzten Mittwoch war es soweit, wir waren bei der Eheberatung. Ergebnis: Wir brauchen keine Eheberatung, weil er ja schon der richtige für mich ist und die Beziehung an sich nicht das eigentliche Thema, sondern meine Vergangenheit.

Gut war, dass von dem Therapeuten ein sehr deutliches Statement zum Kinderthema kam, dass es mit meiner Situation und meinen Gefühlen schlichtweg undenkbar ist. War mir ja auch schon klar, aber halt erst seit Februar. Dass mein Mann das nun aber nochmal von neutraler Seite gehört hat, war schon eine Hilfe - das Thema ist somit (erstmal) vom Tisch. Erstmal, denn er hofft natürlich auf später... (s.u.)

Der Therapeut meinte, nachdem er die ganzen Hintergründe kannte, dass ich schon viel zu lange vor meiner Vergangenheit weglaufe und mich das unendlich viel Kraft kostet, und dass ich meine Gefühle, v.a. die Zwangsgedanken (es ist momentan häufig der Gedanke: ich kann nicht mehr), ernst nehmen bzw. erst mal mit meinen Gefühlen in Kontakt kommen sollte und dass er eine analytische Therapie für mich für sinnvoll halten würde.

Er hat mir auch sonst einige sehr heftige, zutreffende Sachen gesagt und ein paar Hammer-Fragen gestellt. Die tage danach bin ich erstmal in mich gegangen, denn die Idee einer Therapie macht mir Angst: Mich wieder mit dem ganzen Mist befassen, den ich ja eigentlich hinter mir lassen will. Auch habe ich Angst, dass meine größtenteils recht gute seelische Allgemeinverfassung darunter leiden könnte, ich trauriger werde usw.

Mittlerweile denke ich aber, dass ich es machen werde. Sollte es mir gar nicht gut tun, kann ich ja immer noch damit aufhören ... (das ist so ein kleiner Trick, damit ich mich überhaupt traue, damit anzufangen).

Ob ich jemals Kindern haben werde, haben will, weiß ich nicht. Diese Frage ist auch nicht Zielsetzung in der Therapie. Und irgendwie ist sie für mich auch gerade gar nicht wichtig. Mein innerliches Nein dazu ist so groß, so ohne jede Unsicherheit, dass sich die Frage gar nicht stellt. Genau der Punkt Kontrolle über meinen Körper, Autonomie usw. ist mir so wichtig. Ich will das einfach nicht! Vor allem nicht jetzt. Auch liegt es aus meiner Sicht im Bereich des möglichen, dass nach oder während der Therapie die Erkenntnis wachsen könnte, dass es das mit meinem Mann nicht ist - auch wenn ich ihn liebe, irgendwie.

Alles in allem ist es für mich gerade etwas heftig, wegen der vielen alten Sachen, un ich bin ziemlich dureinander. Aber zugleich habe ich das Gefühl dass ich aufgewacht bin. Dass ich mich um mich kümmere, um das was ich will.

Was dabei herauskommt? Wir werden sehen

Ich bin gespannt, wie es bei Dir weitergeht damit, denn wie diese Kinderfrage eine Beziehung belasten kann, erlebe ich ja gerade selbst. Ich wünsche Dir jedenfalls, liebe Seelentaucherin, alles Gute und Liebe und würde mich freuen, bei Gelegenheit wieder von Dir zu hören, ggf. auch per PN.

Für heute Tschüß sagt
Arwenlee



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15. April 2007 um 19:55

Mann und kinderwunsch
liebe arwenlee,

mir stellt sich hier als allererstes die frage, was für ein vater wäre er? würde er sich einbringen, dich stützen, warum ist dieses thema so sehr wichtig für ihn?

ich meine, klar, ein mann ist ein mann wenn er einen baum gepflanzt, ein haus gebaut und ein kind in die welt gesetzt hat ...

für männer ist das nie so einschneidend, insbesondere wenn du eine traumatische erfahrung machen musstest bei diesem thema ... au wei! find ich klasse dass du so ernsthaft drüber nachdenkst und deinen ängsten und zweifeln so ehrlich begegnest und sie so auf den tisch gebracht hast.

nen mann kann leicht ein kind wollen, das will ich damit sagen ... leider sind sie sich nicht immer über die konsequenzen im klaren, verklären das, romantisieren und idealisieren das ...

also ... wie sieht er es? als abenteuer, sahnehäubchen, i-tüpfelchen, will er irgendwas ausleben was er selbst nicht hatte, oder warum will er unbedingt ein kind?

neugierig wie immer
glen

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15. April 2007 um 20:27
In Antwort auf glen

Mann und kinderwunsch
liebe arwenlee,

mir stellt sich hier als allererstes die frage, was für ein vater wäre er? würde er sich einbringen, dich stützen, warum ist dieses thema so sehr wichtig für ihn?

ich meine, klar, ein mann ist ein mann wenn er einen baum gepflanzt, ein haus gebaut und ein kind in die welt gesetzt hat ...

für männer ist das nie so einschneidend, insbesondere wenn du eine traumatische erfahrung machen musstest bei diesem thema ... au wei! find ich klasse dass du so ernsthaft drüber nachdenkst und deinen ängsten und zweifeln so ehrlich begegnest und sie so auf den tisch gebracht hast.

nen mann kann leicht ein kind wollen, das will ich damit sagen ... leider sind sie sich nicht immer über die konsequenzen im klaren, verklären das, romantisieren und idealisieren das ...

also ... wie sieht er es? als abenteuer, sahnehäubchen, i-tüpfelchen, will er irgendwas ausleben was er selbst nicht hatte, oder warum will er unbedingt ein kind?

neugierig wie immer
glen

Sprache?
Ich finde es symptomatisch, wie sehr sich Arwenlee hier rechtfertigt. Warum glaubt sie, das sei nötig? Weil sie sich verbiegen will, ihre Lebensgeschichte in einen Koffer packt und sich dem Wunsch des Partners fügen will? Wenn sie nicht will, basta, da genügt ein klares NEIN.

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15. April 2007 um 20:29
In Antwort auf zinderella30

Sprache?
Ich finde es symptomatisch, wie sehr sich Arwenlee hier rechtfertigt. Warum glaubt sie, das sei nötig? Weil sie sich verbiegen will, ihre Lebensgeschichte in einen Koffer packt und sich dem Wunsch des Partners fügen will? Wenn sie nicht will, basta, da genügt ein klares NEIN.

Oh ja ...
... da sagst du was sehr wahres.

vielleicht liegts auch daran, dass von frau im allgemeinen erwartet wird, sie habe gefälligst kinder zu wollen, sonst sei sie nicht normal ...

vielleicht möchte sie sich von vorneherein solchen "anschuldigungen" entziehen, was ich gut verstehen könnte.

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15. April 2007 um 22:36

Für mich ist die Sache klar!
Aber auch nur, weil ich die selbe Geschichte erlebt habe wie du!

Ich weiß jetzt nicht, was die anderen geschrieben haben, aber ich sehe die Sache recht eindeutig.

Eine Frau wünscht sich NICHT! aus dem nichts heraus ein Kind. Eine Frau wünscht sich immer VON EINEM BESTIMMTEN MANN ein Kind.
Soll heißen, dass es in der Mehrzahl so ist, dass nicht zuerst der Kinderwunsch besteht und die Frau dann losgeht und sich den passenden Mann sucht. Es ist in den meisten Fällen umgekehrt. Die Frau lernt irgendwann im Optimalfall den "Richtigen" kennen und weiß instinktiv, dass sie mit diesem Mann Nachkommen zeugen kann/will/wird. Bei dieser Entscheidung spielen eine Vielzahl von Kriterien eine Rolle. Der Mann hat jedoch hierbei nicht wirklich viel zu sagen.....(sorry Männer, aber das ist wissenschaftlich erwiesen).

Ich möchte nicht mit Sicherheit sagen, dass du den falschen Partner hast, aber es liegt im Bereich des Möglichen.

Bei mir war es zb ähnlich. Ich war über 10 Jahre mit einem Mann zusammen, einem wundervollen Menschen, der mir auch jeden Wunsch von den Augen ablas. Kinderwunsch von meiner Seite: NULL!

Dann lernte ich meinen jetzigen Mann kennen und wußte sofort: DEN! SOFORT! HEIRATEN! KINDER!
Hatte er ne Chance.....? Nein!
Was geschah: Wir heirateten und ich habe heute zwei Kinder. Jeder, der mich länger nicht gesehen hat, begegnet mir heute mit den Worten "WAS DU???? KINDER????? Na das hätte ich ja nie gedacht!"

Tja............

Im Bereich des Möglichen.

Du bist keine 20 mehr und solltest dir und deinem Partner zuliebe klare (auch schmerzvolle) Entscheidungen treffen. Wie gesagt: Dir UND ihm zuliebe.

Alles GUte
linchen

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15. April 2007 um 23:07

Hallo arwenlee,
Deine Vorgeschichte,kann ich verstehen,dass Du zögerst.

Nur ,denke es mal durch,ist es der falsche Man n,die grundsätzlich falsche Entscheidung zum falschen Zeitpunkt?

Ich denke,euch würde eine Generalüberholung eurer Ehe guttun.
Wenn Du derzeit kein Kind möchtest,ist das Deine Entscheidung,Wünsche und Bedürfnisse sind veränderbar,auch in einer Beziehung,die so relativ jung startete wie eure samt Eheverpflichtung als freiwillig Entscheidung seinerzeit bei euch.

Hör in Dich rein.

W a s macht das alles mit Dir?
Es geht Dir nicht gut,denn Du fühlst Dich beinahe erpresst,Dich endlich schwängern zu lassen,keine guten Voraussetzungen.

Halte es Dir deutlich vor Augen,dass eine Trennung bei euch unvermeidlich wird.

Eure Bedürfnisse haben sich sehr auseinanderdividiert,lese ich raus,das ist legitim.
Nur-so werdet ihr keinen Konsens bezüglich dieses Brennpunktthemas eurer Ehe finden können.
Klink Dich mal aus,vielleicht wäre eine Auszeit nicht schlecht.

Entweder ihr ändert die Kursrichtung eurer Ehe in Richtung wieder-interessanter,oder ihr trennt euch.
Dann kann er eine Frau finden,die sich zügig schwängern lässt und die Kids möchte und grosszieht.
Es ist nicht schlimm,es ist einfach eine traurige Entwicklung.

Hoffentlich findest Du eine machbare Entscheidung auf kurz oder länger für Dich,für euch.

LG

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15. April 2007 um 23:34

Ja....
geben tut es Vieles!

Aber auch hier gilt oft das, was ich beschrieben habe. Jene Single-Frauen sind nicht immer überzeugte Singles und auch nicht aus Überzeugung kinderlos. Sie sind es selten, weil sie es so wollen und weil sie so leidenschaftliche Karrierefrauen sind, sondern weil ihnen schlicht noch nicht der Richtige begegnet ist!


Auch hier ist dann der Wunsch nach einem Kind zu allererst mal der Wunsch nach dem richtigen Partner. Nicht nur als Mittel zum Zweck und als Weg zum "Ziel Kind", sondern auch als Teil der Erfüllung!


M.E. nach braucht die Verfasserin keine Paar-Therapie, so wie vorgeschlagen, sondern schlicht einen anderen Partner.

Aber das ist bur eine Vermutung, da ich die Beiden nicht kenne.
Aber wie ich bereits schrieb: Im Bereich des Möglichen liegt es für mich!

LG
linchen

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16. April 2007 um 19:16

Entscheidung gefällt: Kein Kind, Therapie (für mich)
Hallo Ihr Lieben,

danke für Eure Anteilnahme und gerade auch für die jüngsten Beiträge. Gestern hatte ich bereits an Seelentaucherin weiter unten als Antwort, und damit leicht übersehbar, geschrieben, wie es weitergegangen ist (Kein Kind, dafür Therapie... / Gesendet von arwenlee am 15 April um 18:55).

Ich bin mir jetzt definitiv sicher: Kein Kind. Und stehe auch dazu. Dazu zu gelangen, da hat die einmalige Paartherapie-Stunde letzte Woche schon sehr geholfen. Ob künftig doch Kind/Kinder oder nicht, mit diesem Mann oder einem anderen, ist mir jetzt erst mal egal, und das befreit mich. Stattdessen werde ich mich um mich kümmern, und, ja, auch eine Therapie anfangen. Obwohl mir das Angst macht, aber die Entscheidung steht ebenfalls. Es gibt genug, vor dem ich schon lange weglaufe...vieles, was genau jetzt hochgekommen ist, mit dem Kinderthema und mit Mißbrauchserlebnissen verbunden ist.

Es liegt im Bereich des möglichen, dass durch die Therapie die Erkenntnis wachsen könnte, dass es das mit meinem Mann nicht ist - auch wenn ich ihn liebe, irgendwie.

Danke an Euch alle für Eure Antworten und Gedanken, Euer Interesse und Eure Denkanstösse (gerade auch die heftigen) haben mir sehr geholfen.

Liebe Grüße und alles Gute für Euch
Arwenlee



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16. April 2007 um 20:05
In Antwort auf sana'_12839191

Entscheidung gefällt: Kein Kind, Therapie (für mich)
Hallo Ihr Lieben,

danke für Eure Anteilnahme und gerade auch für die jüngsten Beiträge. Gestern hatte ich bereits an Seelentaucherin weiter unten als Antwort, und damit leicht übersehbar, geschrieben, wie es weitergegangen ist (Kein Kind, dafür Therapie... / Gesendet von arwenlee am 15 April um 18:55).

Ich bin mir jetzt definitiv sicher: Kein Kind. Und stehe auch dazu. Dazu zu gelangen, da hat die einmalige Paartherapie-Stunde letzte Woche schon sehr geholfen. Ob künftig doch Kind/Kinder oder nicht, mit diesem Mann oder einem anderen, ist mir jetzt erst mal egal, und das befreit mich. Stattdessen werde ich mich um mich kümmern, und, ja, auch eine Therapie anfangen. Obwohl mir das Angst macht, aber die Entscheidung steht ebenfalls. Es gibt genug, vor dem ich schon lange weglaufe...vieles, was genau jetzt hochgekommen ist, mit dem Kinderthema und mit Mißbrauchserlebnissen verbunden ist.

Es liegt im Bereich des möglichen, dass durch die Therapie die Erkenntnis wachsen könnte, dass es das mit meinem Mann nicht ist - auch wenn ich ihn liebe, irgendwie.

Danke an Euch alle für Eure Antworten und Gedanken, Euer Interesse und Eure Denkanstösse (gerade auch die heftigen) haben mir sehr geholfen.

Liebe Grüße und alles Gute für Euch
Arwenlee



Habe dir gerade...
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Gruß,
seelentaucherin1

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