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Beziehungsprobleme

6. September 2004 um 23:37

Ich weiß einfach nicht wie es in meiner Beziehung weiter gehen soll. Nun habe ich mich im Internet mal nach Foren umgeschaut und bin hier gelandet. Bin momentan völlig aufgelöst wegen dem ganzen Streit, den wir in letzter Zeit ständig haben.:*-( Wir sind seit bald 2 Jahren zusammen und langsam habe ich das Gefühl, daß es nie mehr oder kaum noch so werden kann wie am Anfang. Auf Grund beruflicher Einspannung meines Freundes, sehen wir uns nur alle paar Wochen mal bzw. versuchen es jedes Wochenende. Diese Einteilung führt zu gewaltigem Stress, denn einige Dinge sind ja zusätzlich auch noch am Wochenende zu erledigen. Anfangs war alles so schön, doch mittlerweile gibt es fast nur noch Zoff. Es sind nichtmal besonders auffallende Anlässe,meistens Nebensächlichkeiten, die sich unheimlich aufstauen wenn sie zusammen kommen. Nachdem wir uns ein paar Wochen fast gar nicht gesehen hatten, war das nächste Treffen wieder total blöd..letztlich haben wir uns nichtmal mehr mit einem Kuss verabschiedet. Vielleicht war das ja nun alles zwischen uns,aber ich möcht das nicht, auch wenn ich momentan gar nicht mehr weiß wie ich meine ganzen entäuschten Gefühle deuten soll, so glaube ich doch noch, daß ich ihn doch sehr liebe. Mindestens mal habe ich ihn so als Mensch geliebt, wie zu dem Zeitpunkt als wir zusammen kamen. Ich kann nicht begreifen wie er sich in letzter Zeit mehr und mehr so verändert hat. Er greift mich ständig an (mit Vorwürfen),klar hat er zur Zeit einiges am Arbeitsplatz zu tun, aber muss er mir deshalb weh tun..Er kann mir zur Zeit nicht mal mehr bestätigen, daß er mich "wirklich" noch liebt..dh.doch,er sagt er liebt mich wohl irgenwie noch aber er weiß auch nicht wie es weiter gehen soll und was mit seinen gefühlen los ist.."schnief"..eine andere Frau hat er auch nicht kennengelernt(das glaube ich ihm auch). Ich fürchte, daß uns die Alltagsumstände immer weiter auseinander gebracht haben.Ausserdem ist er über 8 Jahre älter als ich..das mag jetzt auch nicht soo viel sein, aber auch daraus resultieren Probleme:es hat vielleicht alles damit angefangen, daß er am Anfang schon so große Ziele mit uns hatte und ich erstmal alles auf uns zu kommen lassen wollte (heirat usw.ist ja ne schöne Vorstellung, aber direkt in Plaung damit wollte ich mit um die 19-20 nun auch noch nicht gehen). Er hatte irgendwann das gefühl, daß es mir wohl nicht so ernst ist mit ihm wie umgekehrt,aber so einfach konnte man das nicht sagen, da es auch einfach an meinem Alter lag. Naja..ansonsten hat er noch 2 oder 3 Hobbys(natürlich vollkommen normal,habe ich ja auch),denen er auch noch in seiner freien Zeit nachkommt,teilweise ja auch mit mir und wenn nicht, so halte ich es ja auch für gut, wenn beide auch manchmal eigene sachen machen können. Aber:wir haben halt eh immer so kurz Zeit für Unternehmungen(ausser an freien Tagen), so daß es dadurch noch mehr eingeschränkt wird. Egal was zu kurz kommt, beides ist natürlich doof und ich weiß im Moment einfach wie gesagt nicht wie es anders und wieder schöner werden kann. Seufz. Danke für jede nette und ernstgemeinte Antwort, Lg

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11. September 2004 um 22:17

Hallo
Habe mir Deine lange Geschichte durchgelesen. Ich kann Dich sehr gut verstehen. Auch ich habe einen 9 Jahre älteren Partner, der sehr beruflich eingespannt ist. Er sagt, er möchte sein leben mit mir verbringen - aber ich fühle mich noch zu jung dafür und weiß nicht, ob ich mit seinem Job auf Dauer klar kommen würde. Zumindest, wenn er nicht ab und an ein paar Abstriche macht. Ich finde einfach, der Partner, der am meisten beruflich eingespannt ist, sollte auch schauen, wie man die wenige freie gemeinsame Zeit nutzen kann und wo man Abstriche machen kann/muss. Ich fühle mich nicht wohl, so wie wir miteinander den Alltag leben. Oft höre ich dann, ich wäre nicht Alltagsstreßfähig oder Beziehungsfähig. Haben wir wirklich zu hohe Ansprüche? Man wünscht sich als Frau doch ab und an Aufmerksamkeit, gemeinsame Unternehmungen und das einem der Partner ab und an zeigt, dass man ihm etwas bedeutet und dass man geliebt wird. Aber mit dieser Selbstverständlichkeit der Beziehung komme ich einfach nicht klar. Ich fühle mich noch zu jung, um mich ganz dem Haushalt (oft allein) u. um sein Kind (ab und an) zu kümmern und für ihn den Rücken für seinen Job frei halten. Ich bin es leid, soviele Abstriche zu machen und auf meinen Parnter verzichten zu müssen oder teilen zu müssen (ich meine damit, dass ich ihn mit seinem Job u.seinem Kind teile-ich bin immer das dritte Rad am Wagen). Wir leben zwar (noch) zusammen in seiner Wohnung aber wir sehen uns abends oft erst 20 uhr und er schläft lang und ich muss früh raus. Und am Wochenende ist er beruflich abends bis früh morgens/nachts weg. Vielleicht ergeht es ja anderen auch so. Und was mich auch sehr beschäftigt u. manchmal neidisch u. eifersüchtig macht ist, dass er oft in der Öffentlichkeit (jobmäßig) steht. Ich bin zugezogen u. kenne sehr wenige.
Das ist alles nicht fair!
So, nun habe ich wohl auch genügend geschrieben. Es tut gut, sich mal alles von der Seele zu schreiben u. ich mekre, dass man nicht allein ist u.andere oft mit gleichen Sorgen zu kämpfen haben.
In diesem Sinne
gute Nacht

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20. September 2004 um 1:38
In Antwort auf onequestion

Hallo
Habe mir Deine lange Geschichte durchgelesen. Ich kann Dich sehr gut verstehen. Auch ich habe einen 9 Jahre älteren Partner, der sehr beruflich eingespannt ist. Er sagt, er möchte sein leben mit mir verbringen - aber ich fühle mich noch zu jung dafür und weiß nicht, ob ich mit seinem Job auf Dauer klar kommen würde. Zumindest, wenn er nicht ab und an ein paar Abstriche macht. Ich finde einfach, der Partner, der am meisten beruflich eingespannt ist, sollte auch schauen, wie man die wenige freie gemeinsame Zeit nutzen kann und wo man Abstriche machen kann/muss. Ich fühle mich nicht wohl, so wie wir miteinander den Alltag leben. Oft höre ich dann, ich wäre nicht Alltagsstreßfähig oder Beziehungsfähig. Haben wir wirklich zu hohe Ansprüche? Man wünscht sich als Frau doch ab und an Aufmerksamkeit, gemeinsame Unternehmungen und das einem der Partner ab und an zeigt, dass man ihm etwas bedeutet und dass man geliebt wird. Aber mit dieser Selbstverständlichkeit der Beziehung komme ich einfach nicht klar. Ich fühle mich noch zu jung, um mich ganz dem Haushalt (oft allein) u. um sein Kind (ab und an) zu kümmern und für ihn den Rücken für seinen Job frei halten. Ich bin es leid, soviele Abstriche zu machen und auf meinen Parnter verzichten zu müssen oder teilen zu müssen (ich meine damit, dass ich ihn mit seinem Job u.seinem Kind teile-ich bin immer das dritte Rad am Wagen). Wir leben zwar (noch) zusammen in seiner Wohnung aber wir sehen uns abends oft erst 20 uhr und er schläft lang und ich muss früh raus. Und am Wochenende ist er beruflich abends bis früh morgens/nachts weg. Vielleicht ergeht es ja anderen auch so. Und was mich auch sehr beschäftigt u. manchmal neidisch u. eifersüchtig macht ist, dass er oft in der Öffentlichkeit (jobmäßig) steht. Ich bin zugezogen u. kenne sehr wenige.
Das ist alles nicht fair!
So, nun habe ich wohl auch genügend geschrieben. Es tut gut, sich mal alles von der Seele zu schreiben u. ich mekre, dass man nicht allein ist u.andere oft mit gleichen Sorgen zu kämpfen haben.
In diesem Sinne
gute Nacht

Hallo
Hallo..ich habe mich wirklich sehr über deine Antwort gefreut"umarm"Hatte hier schon gar keine mehr erwartet und erst recht nicht von jemandem, dem es so ähnlich geht. Schön, daß du dir die Mühe mit dem Lesen, des etwas lang gewordenen Beitrags gemacht hast. Ja..ich frage mich auch manchmal, ob ich zu hohe Erwartungen habe. Allerdings weiß ich eben auch, daß mein Freund für seine berufliche Einspannung auch nicht so viel kann. Er hat vor einiger Zeit die Firma gewechselt und ist in seinem neuen Beruf noch in der Einarbeitungszeit. Aber in manchen Momenten wären unterschiedlichere nette Unternehmungen (so, wie es mal war)schon mal wieder sehr schön. Momentan sind auch die arbeitsfreien Tage am Wochenende sehr verplant durch Arbeiten, die ausserhalb des Jobs noch anstehen..Dinge am PC,Haushalt usw.(gut,dieses Wochenende gab es sogar eine stückweite Besserung..ob Ausnahme wirkliche Steigerung weiß ich allerdings noch nicht..nach einem Streit hatten haben wir zumindest über mehrere Stunden mal wieder einen sehr schönen Ausflug ins Grüne gemacht
re.."Man wünscht sich als Frau doch ab und an Aufmerksamkeit, gemeinsame Unternehmungen und das einem der Partner ab und an zeigt, dass man ihm etwas bedeutet und dass man geliebt wird. Aber mit dieser Selbstverständlichkeit der Beziehung komme ich einfach nicht klar."

Oh ja,das sind alles wahre Wünsche, ich halte abwechslungsreiche und vor allem gemeinsame und liebevolle Gestaltungen von Freizeit/Untetnehmungen für sehr wichtige Grundlagen oder Eckpfeiler einer Beziehung. Natürlich spielen Arbeit/Haushalt und diese alltäglichen Dinge eine große Rolle im Leben, aber ohne diese Momente, wo man sich bewußt genügend Zeit für schöne Aktionen (Ausflug, Kino,lecker Essengehen, auch mal ausserhalb der "Zu-Bett-geh-Zeit" wieder ausgedehnt kuscheln usw....)nimmt, wird eben auch aus einer Partnerschaft immer mehr Routine und Gewohnheit. Wohnt das Kind deines Partners denn bei ihm/euch und akzeptiert es dich?Was du mit den unterschiedlichen Tagesabläufen angesprochen hast, trifft es bei uns auch so ähnlich..wobei es bei euch (am Wochenende erst sehr spät heimkommen)in dieser Hinsicht noch ausgeprägter zu sein scheint. Wir wohnen zwar nicht zusammen, aber wenn ich mal einige Tage bei ihm bleibe ist es meistens so, dass er Abends recht früh ins Bett muss(was ich ja auch verstehe)und morgens auch eher früher als ich aus dem Haus geht. Wir frühstücken also höchstens am Wochenende gemeinsam und Abends muss ich mich auch vollkommen an seinen Plan halten (unter der Woche),da er nach dem langen Arbeitstag meist nichts mehr unternehmen möchte und den Abend eher ruhig gestalten will. Das verste ich ja von meinem Verstand her auch vollkommen, nur zu gefühlsmäßigen Enttäuschungen kommt es eben doch, weil es sich in diesen Situationen ständig ergibt, daß ich mich abgewiesen und ungenügend beachtet von ihm fühle..und seufz..und ich weiß ja, daß sowohl ich als auch er an diesen Momenten ihren Anteil beitragen. Aber es staunt sich dann manchmal so eine Sehnsuch nach diesen vielen kleinen wunderschönen Momenten auf, die wir in der Anfangszeit unserer Beziehung (wo auch seine Arbeitszeiten mehr Kompromisse möglich gemacht haben) sowas von häufig hatten. Momentan fühlt es sich teilweise für mich so an, als würde ich schon das Leben einer älteren Ehefrau führen, die sich damit abgefunden hat "wie du sagtest" hauptsächlich ihrem Mann den Rücken freizuhalten. Was die beruflichen Unternehmungen von deinem Freund betrifft: gibt es Bereiche in seinem Beruf, wo er dich mal mitnehmen könnte, also Möglichkeiten zum Kennenlernen der Leute, mit denen er zu tun hat?Oder ist das kaum möglich? Ach..du kennst es sicher auch zur Genüge, wenn man sich stundenlang auf den Feierabend freut (meist ab 20 Uhr) und diese Abende dann teilweise im Streit enden oder verplanter als erhofft sind und somit auch keine wirklich ausgedehnten Momente einer romantischen Zweisamkeit zulassen. Achja, es tut wirklich gut, wenn man sich Dinge von der Seele schreiben kann. Vielen Dank nochmal für deine Antwort. In diesem Sinne wünsche ich Dir auch wieder eine gute Nacht. Liebe Grüße

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20. September 2004 um 23:37

Liebe silberkatze
vielleicht wäre es gut, wenn ihr mal eine gewisse zeit lang miteinander verbringen würdet, urlaub oder so, um auch mal mehrere tage zusammen zu sein und zu sehen, wie es euch damit geht...

viel glück

leonie

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21. September 2004 um 13:05
In Antwort auf onequestion

Hallo
Habe mir Deine lange Geschichte durchgelesen. Ich kann Dich sehr gut verstehen. Auch ich habe einen 9 Jahre älteren Partner, der sehr beruflich eingespannt ist. Er sagt, er möchte sein leben mit mir verbringen - aber ich fühle mich noch zu jung dafür und weiß nicht, ob ich mit seinem Job auf Dauer klar kommen würde. Zumindest, wenn er nicht ab und an ein paar Abstriche macht. Ich finde einfach, der Partner, der am meisten beruflich eingespannt ist, sollte auch schauen, wie man die wenige freie gemeinsame Zeit nutzen kann und wo man Abstriche machen kann/muss. Ich fühle mich nicht wohl, so wie wir miteinander den Alltag leben. Oft höre ich dann, ich wäre nicht Alltagsstreßfähig oder Beziehungsfähig. Haben wir wirklich zu hohe Ansprüche? Man wünscht sich als Frau doch ab und an Aufmerksamkeit, gemeinsame Unternehmungen und das einem der Partner ab und an zeigt, dass man ihm etwas bedeutet und dass man geliebt wird. Aber mit dieser Selbstverständlichkeit der Beziehung komme ich einfach nicht klar. Ich fühle mich noch zu jung, um mich ganz dem Haushalt (oft allein) u. um sein Kind (ab und an) zu kümmern und für ihn den Rücken für seinen Job frei halten. Ich bin es leid, soviele Abstriche zu machen und auf meinen Parnter verzichten zu müssen oder teilen zu müssen (ich meine damit, dass ich ihn mit seinem Job u.seinem Kind teile-ich bin immer das dritte Rad am Wagen). Wir leben zwar (noch) zusammen in seiner Wohnung aber wir sehen uns abends oft erst 20 uhr und er schläft lang und ich muss früh raus. Und am Wochenende ist er beruflich abends bis früh morgens/nachts weg. Vielleicht ergeht es ja anderen auch so. Und was mich auch sehr beschäftigt u. manchmal neidisch u. eifersüchtig macht ist, dass er oft in der Öffentlichkeit (jobmäßig) steht. Ich bin zugezogen u. kenne sehr wenige.
Das ist alles nicht fair!
So, nun habe ich wohl auch genügend geschrieben. Es tut gut, sich mal alles von der Seele zu schreiben u. ich mekre, dass man nicht allein ist u.andere oft mit gleichen Sorgen zu kämpfen haben.
In diesem Sinne
gute Nacht

"Ich finde einfach,
der Partner, der am meisten beruflich eingespannt ist, sollte auch schauen, wie man die wenige freie gemeinsame Zeit nutzen kann..."

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