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Beziehungsprobleme, die unüberwindbar sind

30. Januar 2005 um 20:57

Hallo zusammen,

wie schon im Titel beschrieben, geht es mir um die Beziehungsprobleme bei uns allen. Ich würde gerne mal wissen, worüber ihr so klagen könnt und, ob ihr die Probleme trotzdem in den Griff bekommen habt, obwohl ihr euch eigentlich schon damit angefunden habt, dass die Beziehung daran kaputt gehen wird.

Tja, warum frage ich das eigentlich? In meiner Beziehung gibt es zwei große Themen, wo ich auch glaube, dass wir daran kaputt gehen werden. Ich werde diese nachher noch im genaueren erläutern. Auf jeden Fall kommen diese Theme immer wieder zur Sprache und wir sagen uns, dass wir daran arbeiten müssen und so weiter, aber trotzdem landen wir immer da wieder, wo wir angefangen haben. Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar nützliche Tipps geben und meine Beziehung zu retten. Vorab möchte ich aber noch sagen, dass ich jetzt nicht damit sagen will, wenn ich hier keinen guten Vorschlag finde, dass ich mich dann von meinem Freund trennen werde. Nein, ich möchte nur mal eure Meinung wissen und, ob es euch eventuell genauso geht.

Hier nun meine zwei Beziehungsprobleme: Das Reden und der Sex! Zwei schwierige Themen, die eigentlich gar nicht zusammen in einem Satz genannt werden dürfen und ich muss auch ehrlich sagen, dass ich auch weiß, dass die Probleme miteinander zu tun haben. Ich denke mal, dass sich das irgendwann alles so ergeben hat. Ich bin nun schon fast zwei Jahre mit meinem Freund zusammen und eigentlich bin ich ja auch glücklich mit ihm, wenn nicht diese beiden großen Probleme in unserer Beziehung wären, die uns regelrecht erdrücken. Mein Freund ist, wie ich sagen möchte, meine große Liebe. Es ist so, wenn ich ihn sehe, als wenn man in warmes schönes Wasser springt und sich einfach wohl fühlen kann, weil man Geborgenheit spürt. Leider ist es nur so, dass ich das Problem habe, dass ich ihn nie sofort anmerkern kann, wenn er mich verletzt, was leider immer häufiger passiert. Dadurch staut sich viel an, was sich dann irgendwann beim Sex entläd. Ich schlafe nicht gerne mit ihm, weil er mein erster Mann ist und ich irgendwie immer wieder auch da von ihm entäuscht werde. Mit der Enttäuschung ist jetzt nicht gemeint, dass es zu schnell vorbei ist, was mich bei meinem ersten Mal sehr traurig gemacht hat. Nein, mit der Enttäuschung ist gemeint, dass ich oft das Gefühl habe, dass ich ihm egal bin und er nur seine Befriefigung sucht. Früher war er viel zärtlicher, als wir noch keinen Sex hatten. Aber ich will ihm ja auch nicht immer sagen, wenn wir miteinander schlafen, was er anders machen soll. Wo wir gleich wieder bei Thema sind, dass wir nicht genug reden. Ich habe das Gefühl, dass er mich manchmal gar nicht richtig zuhört. Ich weiß ja, dass man nicht immer merken soll. Aber kann man mich denn verstehen? Ich tue so viel, dass es ihm mit mir gefällt und er will nur, in meinen Augen, seine Befriedigung. Aus diesem Grund schlafe ich fast immer mit ihm, obwohl ich gar keine Lust habe. Ich hab mich daran gewöhnt und es mir mittlerweile wirklich egal, was mit meinem Körper passiert: Ich lasse es über mich ergehen, fühle mich noch nicht einmal schmutzig mehr dabein, und drehe mich dann um um zu vergessen. Ich weiß, dass es nicht so weitergehen kann, aber es ist irgendwie wie ein Zwang: Ich will mich nicht mehr bei ihm fallen lassen, weil ich genau weiß, wenn ich mich fallen lasse oder zu viel erwarte, dass ich enttäuscht werde. Ich denke viel darüber nach und ich weiß auch nicht, warum ich ihn nicht einfach mal anschreie, wenn er mir weh tut. Ich bin halt ein Harmoniemensch. Ich sehe doch auch ein, dass es nicht so weitergehen soll.

Also meine Frage an euch: Was soll ich denn anders machen? Hab ich vielleicht Leidensgenossen? Was soll er anders machen? Oder ist nur noch eine Trennung die Flucht aus dem Teufelskreis, wobei ich mittlerweile glaube, dass ich niemals mehr Spaß am Sex haben kann?

Ich bitte euch um Hilfe.

Schon mal vielen Dank für eure Tipps.

Eure Zauberin

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31. Januar 2005 um 0:09

Gebrauchsgegenstand?
Siehst Du Dich so und lässt das mit Dir machen?
Wo ist Deine Selbstachtung und wo s e i n Einfühlungsvermögen,nicht zu merken,was in Dir vorgeht?
Klar,bei Männern ist es schon oft so,dass der sexuelle KOntakt überwiegt,den meisten Spass bringt und das Reden eher ein Hemmschuh ist.
Worüber auch,wenn der Sex für ihn ok ist,was will man dann noch reden....

Ich hab ziemlich sorgenvoll gelesen,was Du" mit Dir machen lässt" und in welche Rolle Du damit gedrängt wirst.
Das ist auf DAuer nicht gut.
Und wenn Du es schwer hast,mit ihm zu reden...ist es schwierig,wie sollst Du ihm dann klarmachen können,was Du empfindest.

Liebe Zauberin,arbeite ein bisschen an Deinem Selbstbewusstsein,er ist nicht der Nabel der WElt,auch wenn ich weiss,wie tief die Gefühle gehen,bei der ersten Liebe oder auch beim ersten Sex,den vergiss man so schnell nicht-leider auch nicht,ob er jetzt gut,ok,oder grottenschlecht war.

Meine intensiven Kontakte über die Jahre,wenn ich da Rückschau halte, jeder Mann war anders,vergleichen bleibt nicht aus,kann aber auch gefährlich werden
Ich hatte brillante Liebhaber,durchschnittliche und unterdurchschnittliche,einfühlsame Männer,Idioten,Egozentriker,Arroganzler,nette und liebe Freunde,alles.
Um das rauszufinden,wo der Unterschied liegt,hab ich eben ziemlich viel rumprobiert.
Ob das was für Dich wäre,kann ich nicht beurteilen.
Aber versuche Deinem Freund,Deine Gefühle näher zu bringen,und Dich nicht nur als "Sexobjekt" benutzen zu lassen.
da kann auch die große Liebe schnell vorbeigehen,wenn man sich als Frau weder geliebt,noch verstanden oder wertgeschätzt fühlt.
LG
B.

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31. Januar 2005 um 12:52

Selbstbewußtsein
Hallo Zauberin,

ich kenne dein Problem sehr gut. Ich bin auch ein Mensch der sehr "harmoniesüchtig" ist, wie du das ausdrückst. Das bringt einen immer in Situationen in denen man leidet. Man hat dann in diesen Situationen, in denen der andere einen verletzt, das Gefühl man möchte jetzt mit der Hand auf den Tisch hauen und schafft es doch nicht. Man hat das Gefühl: Jetzt, wo ich DICH am meisten brauche, bist du am weitesten von mir entfernt. Ich glaube nicht das das Reden sein Problem ist, ich denke eher das Problem des Redens ist dein Problem. Genau in dieser Situation bist du nämlich in der Zwickmühle zwischen der Offenbarung deiner Gefühle -und damit wieder verletztbar- und du willst auf der anderen Seite IHN nicht verletzen bzw. könntest mit seiner Reaktion (Trotz, Schweigen, Entzug von Zärtlichkeiten) nicht umgehen. Das wirkt sich selbstverständlich auch auf deinen Sex aus. Um sich wirklich fallen zu lassen , Spaß daran zu haben und damit guten Sex zu haben und sich dann auch befriedigt zu fühlen, musst du vertrauen - Dir vertrauen und Ihm vertrauen. Da du aber "ständig" das Gefühl hast verletzt zu werden und dein Selbstwertgefühl am Boden zerstört ist, ist das in meinen Augen gar nicht möglich.

Ich kann dir nur raten mehr Selbstvertrauen aufzubauen und deine Verlustängste, denn die klingen in deinem Text deutlich an, abzubauen. Ich weiß das das so einfach gesagt ist - ich kenne diese Gefühle. Vielleicht hilft dir ein Freund/Freundin mit in dem du in einem Verein tätig wirst, Sport in einem Fitnessclub, auch eine Veränderung deines Style's kann dir helfen, der Aufbau eines eigenen Freundeskreises, eigentlich hilft dir alles was dir bewußt macht wieviel Wert du bist. Auf keinen Fall empfand und empfinde ich den Weg als einfach, aber ich denke du schaffst das.

mit vielen Grüßen
VHM

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31. Januar 2005 um 13:10

Du
fragst, was du machen sollt??!!! Die Frage erübrigt sich glaube ich, weil du es dir selbst schon beantwortet hast: REDEN, mit IHM reden, ihn anschreien, wenn es nicht anders geht. An deiner Stelle würde ich ihm diesen Brief hier zum Lesen geben. Denn ich bin der Meinung, dass er dein jetztiges Gefühl und Befinden sehr gut zum Ausdruck bringt. Vielleicht rüttelt es ihn ein bißchen auf, denn das hört sich sehr traurig an. Nicht nur traurig, sondern schon fast "krank". Du läßt es über dich ergehen, du fühlst dich nicht mal schmtzig dabei!!!! Die letzte Bemerkung finde ich ein bißchen merkwürdig und vielleicht liegt ja da der Hund begraben!!! Wieso sollte man sich schmutzig fühlen beim SEx???? Meinst du das wirklich ernst? Lies dir das selbst nochmal durch, was du da geschrieben hast. Ich glaube, das gibt irgendwo deine Haltung Sex gegenüber wider!! Hast im Allgemeinen das GEfühl, dass Sex etwas "Schmutziges" ist? Meine Frage ist ernst gemeint!

WEnn du nicht bereit bist, endlich deinen Mund aufzumachen und deinem Freund genau das zu sagen, was du hier geschrieben hast, dann sehe ich schwarz für euch. Ehrlich!!! Mit meckern hat das übrigens nichts zu tun, denn wenn es nicht mal möglich ist, in einer Beziehung über seine Wünsche und Gefühle offen sprechen zu "dürfen", dann finde ich gibt es überhaupt keinen Grund mehr, solch eine Beziehung aufrecht zu erhalten!! Du solltest lernen, dein übertriebenes Harmoniebedürfnis nicht überzubewerten, sprich klar sagen können, was du denkst und fühlst, und dein Freund sollte lernen zuzuhören!

lg
duschka

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31. Januar 2005 um 19:05
In Antwort auf gena_12107388

Du
fragst, was du machen sollt??!!! Die Frage erübrigt sich glaube ich, weil du es dir selbst schon beantwortet hast: REDEN, mit IHM reden, ihn anschreien, wenn es nicht anders geht. An deiner Stelle würde ich ihm diesen Brief hier zum Lesen geben. Denn ich bin der Meinung, dass er dein jetztiges Gefühl und Befinden sehr gut zum Ausdruck bringt. Vielleicht rüttelt es ihn ein bißchen auf, denn das hört sich sehr traurig an. Nicht nur traurig, sondern schon fast "krank". Du läßt es über dich ergehen, du fühlst dich nicht mal schmtzig dabei!!!! Die letzte Bemerkung finde ich ein bißchen merkwürdig und vielleicht liegt ja da der Hund begraben!!! Wieso sollte man sich schmutzig fühlen beim SEx???? Meinst du das wirklich ernst? Lies dir das selbst nochmal durch, was du da geschrieben hast. Ich glaube, das gibt irgendwo deine Haltung Sex gegenüber wider!! Hast im Allgemeinen das GEfühl, dass Sex etwas "Schmutziges" ist? Meine Frage ist ernst gemeint!

WEnn du nicht bereit bist, endlich deinen Mund aufzumachen und deinem Freund genau das zu sagen, was du hier geschrieben hast, dann sehe ich schwarz für euch. Ehrlich!!! Mit meckern hat das übrigens nichts zu tun, denn wenn es nicht mal möglich ist, in einer Beziehung über seine Wünsche und Gefühle offen sprechen zu "dürfen", dann finde ich gibt es überhaupt keinen Grund mehr, solch eine Beziehung aufrecht zu erhalten!! Du solltest lernen, dein übertriebenes Harmoniebedürfnis nicht überzubewerten, sprich klar sagen können, was du denkst und fühlst, und dein Freund sollte lernen zuzuhören!

lg
duschka

@ Duschka
Ich möchte dir deine Frage gerne beantworten, ob ich Sex als schmutzig empfinde: Ja, oft tue ich das. Leider musste ich in meiner Vergangenheit oft miterleben, wie eine Frau (meine Mutter) Sex über sich ergehen lassen musste und ich habe oft gesehen, wie mein Vater nach ein paar Sekunden danach aus dem Zimmer kam. Mittlerweile sind diese getrennt, doch mein Bild über eine Beziehung ist geblieben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich genau weiß, wenn ich mit meinem Freund bis an mein Lebensende (ich weiß selbst, dass das naiv klingt ) zusammenbleibe, dass er mich dann auch nach zwanzig Jahre Ehe betrügen wird. Ich versuche ja meine Gefühle klar auszudrücken, aber mir wurde irgendwie in die Wiege gelegt, dass man zu allem "ja und amen" sagen soll. Was sagst du dazu, Helferin?

Zauberin

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31. Januar 2005 um 19:12
In Antwort auf petera_11841767

Selbstbewußtsein
Hallo Zauberin,

ich kenne dein Problem sehr gut. Ich bin auch ein Mensch der sehr "harmoniesüchtig" ist, wie du das ausdrückst. Das bringt einen immer in Situationen in denen man leidet. Man hat dann in diesen Situationen, in denen der andere einen verletzt, das Gefühl man möchte jetzt mit der Hand auf den Tisch hauen und schafft es doch nicht. Man hat das Gefühl: Jetzt, wo ich DICH am meisten brauche, bist du am weitesten von mir entfernt. Ich glaube nicht das das Reden sein Problem ist, ich denke eher das Problem des Redens ist dein Problem. Genau in dieser Situation bist du nämlich in der Zwickmühle zwischen der Offenbarung deiner Gefühle -und damit wieder verletztbar- und du willst auf der anderen Seite IHN nicht verletzen bzw. könntest mit seiner Reaktion (Trotz, Schweigen, Entzug von Zärtlichkeiten) nicht umgehen. Das wirkt sich selbstverständlich auch auf deinen Sex aus. Um sich wirklich fallen zu lassen , Spaß daran zu haben und damit guten Sex zu haben und sich dann auch befriedigt zu fühlen, musst du vertrauen - Dir vertrauen und Ihm vertrauen. Da du aber "ständig" das Gefühl hast verletzt zu werden und dein Selbstwertgefühl am Boden zerstört ist, ist das in meinen Augen gar nicht möglich.

Ich kann dir nur raten mehr Selbstvertrauen aufzubauen und deine Verlustängste, denn die klingen in deinem Text deutlich an, abzubauen. Ich weiß das das so einfach gesagt ist - ich kenne diese Gefühle. Vielleicht hilft dir ein Freund/Freundin mit in dem du in einem Verein tätig wirst, Sport in einem Fitnessclub, auch eine Veränderung deines Style's kann dir helfen, der Aufbau eines eigenen Freundeskreises, eigentlich hilft dir alles was dir bewußt macht wieviel Wert du bist. Auf keinen Fall empfand und empfinde ich den Weg als einfach, aber ich denke du schaffst das.

mit vielen Grüßen
VHM

"Endlich auch mal ein Leidensgenosse"
Hallo VHM,

ich hoffe, dass du den Titel nicht als Angriff wahrnimmst. Ich versuche ihm ja wirklich zu vertrauen und mich fallen zu lassen. Aber ich habe auch mal in einer anderen Diskussion von mir geschrieben, dass ich mich nicht in meinerm Körper wohl fühle und ich mich deswegen auch nicht so richtig fallen lassen kann. Ich versuche schon seit fünf oder sechs Jahren abzunehmen und schaffe es nicht, weil ich entweder nicht so richtig will, oder weil ich einfach, was ich auch glaube, nicht genug Disziplin dafür habe. Ich hab mich irgendwie damit abgefunden, dass ich das hässliche Endlein bin und ich bin froh, dass ich nicht zickig bin, weil ich dann eh nie jemanden abbekommen würde. Mit den Freunden finde ich es eine gute Idee, aber leider habe ich keine, weil niemand in meinem Alter mit meiner Art klar kommt (Trinke nicht, rauche nicht, bin sehr nachdenklich und keine falsche Schlange).

Ich merke selbst, dass ich in einer Zwickmühle bin und, wenn ich ihm dann alles sagen will, vergesse ich vieles. Es ist nicht einfach, was soll ich denn ohne Freunde machen um mich aufzubauen. Ich meine, es war immer toll für mich, gute Noten zu schreiben. Aber ich weiß ja auch, dass ich an mit arbeiten muss um zufriedener und glücklicher zu werden. Hast du vielleicht einen Tipp für mich? Was würdest du machen?

Zauberin

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31. Januar 2005 um 19:14
In Antwort auf BrunhildeP

Gebrauchsgegenstand?
Siehst Du Dich so und lässt das mit Dir machen?
Wo ist Deine Selbstachtung und wo s e i n Einfühlungsvermögen,nicht zu merken,was in Dir vorgeht?
Klar,bei Männern ist es schon oft so,dass der sexuelle KOntakt überwiegt,den meisten Spass bringt und das Reden eher ein Hemmschuh ist.
Worüber auch,wenn der Sex für ihn ok ist,was will man dann noch reden....

Ich hab ziemlich sorgenvoll gelesen,was Du" mit Dir machen lässt" und in welche Rolle Du damit gedrängt wirst.
Das ist auf DAuer nicht gut.
Und wenn Du es schwer hast,mit ihm zu reden...ist es schwierig,wie sollst Du ihm dann klarmachen können,was Du empfindest.

Liebe Zauberin,arbeite ein bisschen an Deinem Selbstbewusstsein,er ist nicht der Nabel der WElt,auch wenn ich weiss,wie tief die Gefühle gehen,bei der ersten Liebe oder auch beim ersten Sex,den vergiss man so schnell nicht-leider auch nicht,ob er jetzt gut,ok,oder grottenschlecht war.

Meine intensiven Kontakte über die Jahre,wenn ich da Rückschau halte, jeder Mann war anders,vergleichen bleibt nicht aus,kann aber auch gefährlich werden
Ich hatte brillante Liebhaber,durchschnittliche und unterdurchschnittliche,einfühlsame Männer,Idioten,Egozentriker,Arroganzler,nette und liebe Freunde,alles.
Um das rauszufinden,wo der Unterschied liegt,hab ich eben ziemlich viel rumprobiert.
Ob das was für Dich wäre,kann ich nicht beurteilen.
Aber versuche Deinem Freund,Deine Gefühle näher zu bringen,und Dich nicht nur als "Sexobjekt" benutzen zu lassen.
da kann auch die große Liebe schnell vorbeigehen,wenn man sich als Frau weder geliebt,noch verstanden oder wertgeschätzt fühlt.
LG
B.

@ BrunhildeP
Vielen Dank für deine einfühlsamen Worte. Aber ich hab auch irgendwie das Gefühl, dass ich nie wieder Sex schön finden kann, weil mir immer wieder die schrecklichen Momente in die Augen schießen. Was kann ich denn konkret gegen meine Probleme machen?

Zauberin

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31. Januar 2005 um 19:18

Anfangsgründe
Hallo Heatherhoney,

die Gründe, die du nennst, warum viele andere schon mit jemandem geschlafen haben, obwohl sie keine Lust hatten, sind mir gut bekannt. Denn mit denen hat es schließlich angefangen. Ich hatte kein schönes erstes Mal, weil ich zu viele erwartungen hatte und versuchte es durch die Quantität wieder wett zu machen. Aber leider ging meine Rechnung nicht auf und ich bin nun da, wo wohl keine andere Frau sein will...

Zauberin

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31. Januar 2005 um 20:10
In Antwort auf kailey_12038627

@ BrunhildeP
Vielen Dank für deine einfühlsamen Worte. Aber ich hab auch irgendwie das Gefühl, dass ich nie wieder Sex schön finden kann, weil mir immer wieder die schrecklichen Momente in die Augen schießen. Was kann ich denn konkret gegen meine Probleme machen?

Zauberin

Versteh
mich bitte nicht falsch,wenn Du mich konkret fragst,und Dich das so extrem belastet: Mach eine Therapie.
vielleicht bei einem Paartherapeuten oder einem guten Analytiker.
Wie man den findet?
Durch Empfehlungen von Bekannten,oder mal die Ärztekammer anrufen....
und probieren,was Dein Bauchgefühl Dir beim ersten Termin sagt,ob Du mit ihm oder ihr bis über die SChmerzgrenze hinweg arbeiten kannst/das für Dich vorstellbar ist.
Das kann dann schon helfen.....
Lg
B.

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31. Januar 2005 um 23:37

Ich mach' mir Sorgen um Dich!
Liebe Zauberin,

Du hast ja auch schon den Beitrag zu Freundschaften und anderen sozialen Kontakten geschrieben und schon da war mir aufgefallen, dass bei Dir einiges in Schieflage ist.

Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll.. Ich bin damit wirklich überfordert und ich glaube, das geht hier vielen so. Es ist auch bei weitem nicht damit getan, dass Du ein bisschen an Deinem Selbstwertgefühl arbeitest.. *Wie* willst Du das denn tun? Ich habe den Eindruck, dass Dir total die Basis fehlt.
Vorneweg: Bitte geh' in eine Therapie. Ich würde Dir eine tiefenpsychologische Gesprächstherapie nahelegen. Informiere Dich im Internet und bei Deiner Krankenkasse. Schau: Du bist noch so jung und gerade in einer Phase der Entwicklung Deiner Persönlichkeit. Und die Zeit ist einfach zu schade, um traurig zu sein oder sie an Menschen zu verschwenden, die Dir nicht guttun. Also tu' was für Dich und lass' Dich dabei von Menschen unterstützen, die was davon verstehen. Verlieren kannst Du dabei zumindest nichts..

Was mir zu Dir einfällt:

Freundschaft/soziale Kontakte
Menschen *können* Dich nicht mögen, wenn sie Dich gar nicht kennen. Und ich habe nicht den Eindruck, dass Du *Dich* zeigst. Auf der anderen Seite können sie Dich auch nicht hassen, denn sie hassen ja schlimmstenfalls den Menschen, den Du vorgibst zu sein - ist das der Grund, warum Du Dich versteckst, zum Selbstschutz?
Du schriebst, dass Du anderen in den A*** gekrochen bist, damit sie Dich mögen. Aber auf diese Art wird Dich nie jemand (wirklich) mögen, denn Du zeigst ihnen ja gar nicht, wer Du wirklich bist, wie Du wirklich denkst, was Dich ausmacht. Und Menschen merken das intuitiv, wenn sich jemand verstellt und damit erregt man meist nur Argwohn. Denn Du bist ja nicht ehrlich und unehrlichen Menschen wird misstraut. Also erreichst Du mit diesem Verhalten genau das Gegenteil, wie Du ja auch selbst gemerkt hast. Du bist ja nicht authentisch. Bei manchen wirst Du vielleicht damit ankommen, aber die mögen auch nicht Dich, sondern die mögen einfach, dass man ihnen nach dem Mund redet oder dass man Dinge für sie tut.. Ist ja auch ganz praktisch. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwer für Dich ist, aus Dir rauszugehen und vor allem geht das nicht von heute auf morgen und eben deswegen empfehle ich Dir, Dir Hilfe zu nehmen. Ich frage mich, wer um alles in der Welt das an Dir verbrochen hat und ich denke, es ist auch wichtig für Dich, dieser Frage auf den Grund zu gehen und Wege daraus, zu Dir selbst, zu finden.

Ähnliches gilt für Deinen "Freund". Wie kannst Du jemanden lieben, der Dich so behandelt, bei dem Du so beim Sex empfindest. Ich glaube auch nicht, dass Du ihn liebst. Deinem Beitrag nach habe ich eher das Gefühl, dass Du glaubst, nichts besseres zu bekommen bzw. nichts besseres verdient zu haben. Warum strafst Du Dich so? Was meinst Du Schlimmes getan zu haben?, dass Du es verdienst, so behandelt zu werden, so zu leben? Hasst Du Dich den wirklich so sehr? Warum?

Vielleicht mag der ein oder andere Mitleser meinen, ich dramatisiere hier, vielleicht liege ich auch völlig falsch. Aber ich habe den Eindruck, dass Deine Beiträge eine gewisse Sprache haben und das ist das was ich in und zwischen Deinen Zeilen lese.

Es ist auch alles ein bisschen ungeordnet und ich kann das auch leider nicht so gut in Worte fassen, vor allem nicht kurz. Aber ich hoffe, dass Du diesen Beitrag als Anregung nimmst.
Stell' Dir doch einfach eine Zeit vor, in der Du mit Dir im Reinen bist, nicht an Dir zweifelst, Dich liebst und auch von anderen geliebt wirst - und vor allen Dingen glücklich sein wirst und du dieses Gefühl auch in die Zukunft tragen kannst. Das kannst und wirst Du mit Hilfe schaffen.

LG
Endymia

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1. Februar 2005 um 7:45
In Antwort auf kailey_12038627

@ Duschka
Ich möchte dir deine Frage gerne beantworten, ob ich Sex als schmutzig empfinde: Ja, oft tue ich das. Leider musste ich in meiner Vergangenheit oft miterleben, wie eine Frau (meine Mutter) Sex über sich ergehen lassen musste und ich habe oft gesehen, wie mein Vater nach ein paar Sekunden danach aus dem Zimmer kam. Mittlerweile sind diese getrennt, doch mein Bild über eine Beziehung ist geblieben. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich genau weiß, wenn ich mit meinem Freund bis an mein Lebensende (ich weiß selbst, dass das naiv klingt ) zusammenbleibe, dass er mich dann auch nach zwanzig Jahre Ehe betrügen wird. Ich versuche ja meine Gefühle klar auszudrücken, aber mir wurde irgendwie in die Wiege gelegt, dass man zu allem "ja und amen" sagen soll. Was sagst du dazu, Helferin?

Zauberin

Guten Morgen Zauberin!
Das habe ich bereits vermutet, dass der Grund dafür tiefer liegt, in deiner Kindheit! Ich kann dich sehr gut verstehen, dass du diese Muster nicht ablegen kannst. Wie sollst du auch, du hast ja nichts anderes erleben können/dürfen. Du hast noch nie ein schöneres Miteinander erlebt. Nun, in diesem Fall muss ich dir raten (wahrscheinlich hattest du dir schon selbst darüber GEdanken gemacht) dir Hilfe von außen zu holen, in Form einer Therapie (Gespräch, Verhalten usw.). Ich weiß nicht, wie du dazu stehst? Ich habe auch schon eine Therapie hinter mir. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Dein Problem sitzt tiefer, als dass wir hier in diesem Forum fähig sind, dir zu helfen, auch wenn wir gerne würden Du scheinst eine sehr sensible Frau zu sein. Denn so kann es nicht weiter gehen, glaube mir. Wenn du dieses Problem verdrängst und versuchst alles in dich hineinzufressen, dann muss ich dir leider sagen, dass du die Verantwortung für dein Leben abgibst! Denn kein Anderer auf dieser Erde übernimmt die Verantwortung für dein Leben, nur du hast es in der Hand Also traue dich, vertraue dir erstmal deinem Hausarzt an, du muss ja nicht unbedingt ihm dein Problem schildern. Einfach beraten lassen, an wen du dich wenden könntest! Trau dich. Du hast nichts zu verlieren, eher etwas Neues zu lernen, das dir helfen kann, deine negativen Bilder einer Beziehung aus deinen Gedanken zu verbannen und die Verantwortung, dein Glück selbst zu meistern, zu übernehmen.

lg
duschka

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1. Februar 2005 um 10:50
In Antwort auf kailey_12038627

"Endlich auch mal ein Leidensgenosse"
Hallo VHM,

ich hoffe, dass du den Titel nicht als Angriff wahrnimmst. Ich versuche ihm ja wirklich zu vertrauen und mich fallen zu lassen. Aber ich habe auch mal in einer anderen Diskussion von mir geschrieben, dass ich mich nicht in meinerm Körper wohl fühle und ich mich deswegen auch nicht so richtig fallen lassen kann. Ich versuche schon seit fünf oder sechs Jahren abzunehmen und schaffe es nicht, weil ich entweder nicht so richtig will, oder weil ich einfach, was ich auch glaube, nicht genug Disziplin dafür habe. Ich hab mich irgendwie damit abgefunden, dass ich das hässliche Endlein bin und ich bin froh, dass ich nicht zickig bin, weil ich dann eh nie jemanden abbekommen würde. Mit den Freunden finde ich es eine gute Idee, aber leider habe ich keine, weil niemand in meinem Alter mit meiner Art klar kommt (Trinke nicht, rauche nicht, bin sehr nachdenklich und keine falsche Schlange).

Ich merke selbst, dass ich in einer Zwickmühle bin und, wenn ich ihm dann alles sagen will, vergesse ich vieles. Es ist nicht einfach, was soll ich denn ohne Freunde machen um mich aufzubauen. Ich meine, es war immer toll für mich, gute Noten zu schreiben. Aber ich weiß ja auch, dass ich an mit arbeiten muss um zufriedener und glücklicher zu werden. Hast du vielleicht einen Tipp für mich? Was würdest du machen?

Zauberin

Angriff
Hallo Zauberin,

zu deiner Beruhigung, ich fühle mich nicht angeriffen. Aber dabei fällt mir gleich mal deine Art auf: Mach dir keine Sorgen darüber wie deine Botschaft bei irgendwem ankommt, das kann keiner, denn dafür sind Menschen in ihren Erfahrungen zu unterschiedlich. Deine Schreibweise gibt aber auch einen zweiten Ansatzpunkt: "ICH VERSUCHE....., nein für die Zukunft in der Kommunikation mit dir selbst: Ich WERDE ihm -nicht- vertrauen. Ich WERDE so und so viel abnehmen. Stell dir doch da für den Anfang ein realistisches Ziel und setz es um. Und wenn du alleine nicht die Motivation dafür aufbringst, es gibt doch Diätclubs wie die Weihgt Watchers. Dort findest du Gleichgesinnte und vielleicht entwickeln sich da auch Freundschaften. Du hast geschrieben du bist sehr nachdenklich. Denke darüber nach was du an dir ändern möchtest und setze das in kleinen Schritten um und lass NICHT MEHR ihn den Mittelpunkt deines Lebens sein, dafür bist du viel zu jung und wenn der SEX mit ihm keinen Spaß macht, lass es und sag es ihm: Heute geschlossen !

Da du mich gefragt, was ich machen würde. Mir hilft wenn ich Frust hab zum Beispiel irgendwo ins Cafe gehen, Zeitung mit, eine Kaffe trinken, die Leute beobachten. Oder ich gehe z.Bsp. laufen. Laufen hilft mir immer sehr gut zum Frustabbau. Ich denke dir dürfte alles helfen was den momentanen Frust mindert und wenns schreien ist und du Gläser an der Wand wirfst. Ich musste auch lernen das was mich ärgert sofort rauszulassen und nicht in mir aufzustauen. Und glaub mir das lernt man.

Viele Grüße
VHM


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1. Februar 2005 um 12:12
In Antwort auf kailey_12038627

"Endlich auch mal ein Leidensgenosse"
Hallo VHM,

ich hoffe, dass du den Titel nicht als Angriff wahrnimmst. Ich versuche ihm ja wirklich zu vertrauen und mich fallen zu lassen. Aber ich habe auch mal in einer anderen Diskussion von mir geschrieben, dass ich mich nicht in meinerm Körper wohl fühle und ich mich deswegen auch nicht so richtig fallen lassen kann. Ich versuche schon seit fünf oder sechs Jahren abzunehmen und schaffe es nicht, weil ich entweder nicht so richtig will, oder weil ich einfach, was ich auch glaube, nicht genug Disziplin dafür habe. Ich hab mich irgendwie damit abgefunden, dass ich das hässliche Endlein bin und ich bin froh, dass ich nicht zickig bin, weil ich dann eh nie jemanden abbekommen würde. Mit den Freunden finde ich es eine gute Idee, aber leider habe ich keine, weil niemand in meinem Alter mit meiner Art klar kommt (Trinke nicht, rauche nicht, bin sehr nachdenklich und keine falsche Schlange).

Ich merke selbst, dass ich in einer Zwickmühle bin und, wenn ich ihm dann alles sagen will, vergesse ich vieles. Es ist nicht einfach, was soll ich denn ohne Freunde machen um mich aufzubauen. Ich meine, es war immer toll für mich, gute Noten zu schreiben. Aber ich weiß ja auch, dass ich an mit arbeiten muss um zufriedener und glücklicher zu werden. Hast du vielleicht einen Tipp für mich? Was würdest du machen?

Zauberin

Hallo Zauberin!
ich nochmal Ganz kurz zwecks Abnehmen: ich empfehle dir das Buch "Warum essen nicht dick macht" von Lena Bredow zu lesen. Es ist keine Diät, denn Diäten bringen nichts. Du gaukelst deinem Körper nur schlechte Zeiten vor und wenn Diät zu Ende ist und du in deine alten Essensmuster verfällst, hast du das Gewicht doppelt drauf: Yoyo-Effekt. Es ist eine Lebenseinstellung. Nur so konnte ich abnehmen und seit mehr als einem Jahr mein Gewicht halten, ohne auf etwas zu verzichten. Ich lege dir das sehr ans Herz, liebe Zauberin und ich bin mir sicher, dass das der erste Schritt sein wird für dich, ein neues Lebensgefühl zu entwickeln, wenn du dich wieder wohl fühlst in deinem Körper. Dazu gibt es auch ein Forum, da bin ich auch unterwegs: www.fett-weg.biz. DA sind ganz liebe Menschen unterwegs und es wird nicht nur über Abnehmen und Essen geredet, sondern man kann seinen ganzen Frust dort abladen und man wird ganz lieb aufgenommen Also los!!! Und das Buch kostet dich nicht mal 10 Euro, mehr musst du dafür nicht ausgeben!!!! Glaube mir, es klappt. Ich bin ein gutes BEispiel dafür.

lg
duschka

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1. Februar 2005 um 12:13
In Antwort auf gena_12107388

Hallo Zauberin!
ich nochmal Ganz kurz zwecks Abnehmen: ich empfehle dir das Buch "Warum essen nicht dick macht" von Lena Bredow zu lesen. Es ist keine Diät, denn Diäten bringen nichts. Du gaukelst deinem Körper nur schlechte Zeiten vor und wenn Diät zu Ende ist und du in deine alten Essensmuster verfällst, hast du das Gewicht doppelt drauf: Yoyo-Effekt. Es ist eine Lebenseinstellung. Nur so konnte ich abnehmen und seit mehr als einem Jahr mein Gewicht halten, ohne auf etwas zu verzichten. Ich lege dir das sehr ans Herz, liebe Zauberin und ich bin mir sicher, dass das der erste Schritt sein wird für dich, ein neues Lebensgefühl zu entwickeln, wenn du dich wieder wohl fühlst in deinem Körper. Dazu gibt es auch ein Forum, da bin ich auch unterwegs: www.fett-weg.biz. DA sind ganz liebe Menschen unterwegs und es wird nicht nur über Abnehmen und Essen geredet, sondern man kann seinen ganzen Frust dort abladen und man wird ganz lieb aufgenommen Also los!!! Und das Buch kostet dich nicht mal 10 Euro, mehr musst du dafür nicht ausgeben!!!! Glaube mir, es klappt. Ich bin ein gutes BEispiel dafür.

lg
duschka

P.S.
Du kannst das Buch ganz bequem über das oben genannte Forum direkt bestellen, oder bei www.amazon.de

lg
duschka

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1. Februar 2005 um 12:20

"themen an denen wir arbeiten müssen"
gibt es nicht!
JEDER muss für SICH dazu beitragen, gemeinsam eine glückliche beziehung zu leben
DU hast ein problem also musst auch DU für DICH anfangen es zu lösen.


sparkling

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1. Februar 2005 um 19:27

Therapie und so weiter
Darüber habe ich auch schon sehr oft nachgedacht und eigentlich wollte ich auch eine machen, aber als ich das meiner Mutter erzählt habe, dass ich eine Therapie machen möchte, meinte sie nur, dass ich doch auch mit ihr reden kann und da doch nur kranke Menschen hingehen. So verwarf ich den Gedanken wieder. Ich würde doch trotzdem gerne mal wissen, warum ich so bin und wieso das alles so ist. Ich weiß nur, weil ich mit meinem Hausarzt immer gut reden kann, dass sich mein Unterbewusstsein früher in Angstartacken gemeldet hat. Da konnte ich mir noch nicht einmal die Haare über Kopf föhnen, weil ich Angst hatte, dass dieses Mädchen aus dem Film "The Ring" gleich hinter mit stehen könnte. Das hat sich jetzt aber schon gebessert.

Zu einer Veränderung kann ich nur sagen, dass ich Anfang August letzten Jahre fünf Kilo abgenommen hatte und total toll ausgesehen hab. Jetzt ist wieder alles drauf. Wenn mir dann trotzdem mal ein Mann auf der Straße hinterherguckt, kann ich das nicht glauben bzw. will es nicht glauben. Ich würde ja gerne wieder abnehmen und ich bin auch total sauer auf mich, dass wieder alles drauf ist, aber ich habe einfach keine Disziplin. In meinem Büro, wo ich arbeite, essen alle Süßigkeiten und da fällt es mir echt schwer hart zu bleiben.

Ich war letztens mit meinem Freund beim Chinaimbiss und da meinte der Koch zu meinen Freund:" Du hast schöne Freundin!" Ich konnte das kaum glauben und hab nur gesagt, dass er das bestimmt nur so gesagt hat. Der andere Koch hat mir auch auf meinen Popo geschaut, was auch niemand macht.


Ich weiß, dass ich eure Tipps alle irgendwie nieder versuche zu machen, aber vielleicht seht ich ja, dass ich mich eigentlich nur selbst bemitleide und mein Leben wirklich ändern möchte.

Zu dem, dass ich immer Angst habe, was Falsches zu sagen, kann ich anmerken, dass auch oft falsch verstanden wird, was ich meine. Ich habe auf der Arbeit eine komische Kollegin, die keinen Spaß versteht und mich auch nie verstehen will. Sie soll mir ja auch eigentlich etwas beibringen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie nicht die charakterliche Größe besitzt mir das beizubringen oder sie hat keine Lust.

Das ich nachdenklich bin, macht mir nichts. Es macht mir nur etwas, dass damit niemand in meinem Alter klarkommt. In meinem Alter wollen sich alle nur betrinken und so weiter. Darauf habe ich keine Lust. Ich sage ja auch niemanden, dass ich ihn nicht leiden kann. Ich bin immer still und zurückhaltend. Ich habe auch das Gefühl, dass spätestens in einem Jahr mich wieder meine ganze Berufschulklasse hassen wird, weil niemand mit meiner Art klarkommt. Die, mit denen ich mich jetzt gut verstehe, werden dann den Schwanz einkneifen, weil sie Mitläufer sind. Aber ich will doch nur gemocht und akzeptiert werden. Ich versuche ja normal zu sein.

Was sagt ihr dazu?

Zauberin

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2. Februar 2005 um 8:36
In Antwort auf kailey_12038627

Therapie und so weiter
Darüber habe ich auch schon sehr oft nachgedacht und eigentlich wollte ich auch eine machen, aber als ich das meiner Mutter erzählt habe, dass ich eine Therapie machen möchte, meinte sie nur, dass ich doch auch mit ihr reden kann und da doch nur kranke Menschen hingehen. So verwarf ich den Gedanken wieder. Ich würde doch trotzdem gerne mal wissen, warum ich so bin und wieso das alles so ist. Ich weiß nur, weil ich mit meinem Hausarzt immer gut reden kann, dass sich mein Unterbewusstsein früher in Angstartacken gemeldet hat. Da konnte ich mir noch nicht einmal die Haare über Kopf föhnen, weil ich Angst hatte, dass dieses Mädchen aus dem Film "The Ring" gleich hinter mit stehen könnte. Das hat sich jetzt aber schon gebessert.

Zu einer Veränderung kann ich nur sagen, dass ich Anfang August letzten Jahre fünf Kilo abgenommen hatte und total toll ausgesehen hab. Jetzt ist wieder alles drauf. Wenn mir dann trotzdem mal ein Mann auf der Straße hinterherguckt, kann ich das nicht glauben bzw. will es nicht glauben. Ich würde ja gerne wieder abnehmen und ich bin auch total sauer auf mich, dass wieder alles drauf ist, aber ich habe einfach keine Disziplin. In meinem Büro, wo ich arbeite, essen alle Süßigkeiten und da fällt es mir echt schwer hart zu bleiben.

Ich war letztens mit meinem Freund beim Chinaimbiss und da meinte der Koch zu meinen Freund:" Du hast schöne Freundin!" Ich konnte das kaum glauben und hab nur gesagt, dass er das bestimmt nur so gesagt hat. Der andere Koch hat mir auch auf meinen Popo geschaut, was auch niemand macht.


Ich weiß, dass ich eure Tipps alle irgendwie nieder versuche zu machen, aber vielleicht seht ich ja, dass ich mich eigentlich nur selbst bemitleide und mein Leben wirklich ändern möchte.

Zu dem, dass ich immer Angst habe, was Falsches zu sagen, kann ich anmerken, dass auch oft falsch verstanden wird, was ich meine. Ich habe auf der Arbeit eine komische Kollegin, die keinen Spaß versteht und mich auch nie verstehen will. Sie soll mir ja auch eigentlich etwas beibringen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie nicht die charakterliche Größe besitzt mir das beizubringen oder sie hat keine Lust.

Das ich nachdenklich bin, macht mir nichts. Es macht mir nur etwas, dass damit niemand in meinem Alter klarkommt. In meinem Alter wollen sich alle nur betrinken und so weiter. Darauf habe ich keine Lust. Ich sage ja auch niemanden, dass ich ihn nicht leiden kann. Ich bin immer still und zurückhaltend. Ich habe auch das Gefühl, dass spätestens in einem Jahr mich wieder meine ganze Berufschulklasse hassen wird, weil niemand mit meiner Art klarkommt. Die, mit denen ich mich jetzt gut verstehe, werden dann den Schwanz einkneifen, weil sie Mitläufer sind. Aber ich will doch nur gemocht und akzeptiert werden. Ich versuche ja normal zu sein.

Was sagt ihr dazu?

Zauberin

Liebe Zauberin!
Ich weiß nicht,ob du meinen Beitrag zum Thema Abnehmen weiter unten gelesen hast. Hier nochmal: lies das Buch "Warum essen nicht dick macht" von Lena Bredow. Wie gesagt, das ist keine Diät, sondern eine Lebenseinstellung. Es geht nicht darum, WAS wir essen, sondern WIE und wann!! Schau doch mal auf der Website von ihr auf www.fett-weg.biz vorbei. Da kannst du dich ein bißchen reinlesen, worum es eigentlich geht und was die Diätindustrie mit einem macht. Das möchte ich dir sehr ans Herz leben, liebe Zauberin. Und das mit den Komplimenten annehmen: glaube mir, Männer, vor allem fremde Männer, würde nie ohne Grund dir einen Kompliment machen, sie meinen es auch so, was sie sagen. Aber das bringt nichts es dir zu sagen, weil du vom Kopf her das nicht glauben WILLST. Du hast null Selbstwergefühl.

Und da kommen wir schon wieder auf das Thema Therapie. Was deine Mutter sagt, ist FALSCH. Was heißt hier kranke Menschen!!! Wie definiert sie krank? WEnn du Zahnschmerzen hast, dann gehst du doch auch zum Arzt und wenn deine Seele schmerzt, dann ist überhaupt nichts Verwerfliches daran zu einem Menschen zu gehen, der es versteht, deine Ängste und deine Denkmuster zu entstricken und dir so zu helfen, zu einem anderen Bewußtsein zu kommen!!!!! Bitte, liebe Zauberin, du musst dein Leben selbst in die Hand nehmen. Und wenn du spürst, dass es etwas gibt, was du nichts verstehst an dir und in dir, dann hole dir Hilfe. Und wenn du schon sagst, dass du mit deiner Hausärztin sehr gut reden kannst, dann ist es schon sehr positiv. Rede mit ihr, und laß dich beraten. Sie wird dich verstehen und wird dich zu einem guten Spezialisten überweisen, der dir helfen kann. Was hast du zu verlieren???? Nichts, gar nichts! Und wenn du irgendwie Angst hast vor deiner Mutter, dann erzähl ihr doch erstmal nicht, dass du einen Therapeuten aufgesucht hast. Und wenn du einen sympatischen Therapeuten gefunden hast, dann kannst du mit ihm all deine Probleme mit deinen Mitmenschen, die du unten in deinem Beitrag beschrieben hast, besprechen und ihr könnt gemeinsam Lösungen suchen und finden. Ist es nicht toll, dass es HIlfe gibt!!!!! Man muss nur bereit sein, diese Hilfe anzunehmen und bereit sein und willig, sein Leben zu ändern!!

lg
duschka

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2. Februar 2005 um 15:19
In Antwort auf kailey_12038627

Therapie und so weiter
Darüber habe ich auch schon sehr oft nachgedacht und eigentlich wollte ich auch eine machen, aber als ich das meiner Mutter erzählt habe, dass ich eine Therapie machen möchte, meinte sie nur, dass ich doch auch mit ihr reden kann und da doch nur kranke Menschen hingehen. So verwarf ich den Gedanken wieder. Ich würde doch trotzdem gerne mal wissen, warum ich so bin und wieso das alles so ist. Ich weiß nur, weil ich mit meinem Hausarzt immer gut reden kann, dass sich mein Unterbewusstsein früher in Angstartacken gemeldet hat. Da konnte ich mir noch nicht einmal die Haare über Kopf föhnen, weil ich Angst hatte, dass dieses Mädchen aus dem Film "The Ring" gleich hinter mit stehen könnte. Das hat sich jetzt aber schon gebessert.

Zu einer Veränderung kann ich nur sagen, dass ich Anfang August letzten Jahre fünf Kilo abgenommen hatte und total toll ausgesehen hab. Jetzt ist wieder alles drauf. Wenn mir dann trotzdem mal ein Mann auf der Straße hinterherguckt, kann ich das nicht glauben bzw. will es nicht glauben. Ich würde ja gerne wieder abnehmen und ich bin auch total sauer auf mich, dass wieder alles drauf ist, aber ich habe einfach keine Disziplin. In meinem Büro, wo ich arbeite, essen alle Süßigkeiten und da fällt es mir echt schwer hart zu bleiben.

Ich war letztens mit meinem Freund beim Chinaimbiss und da meinte der Koch zu meinen Freund:" Du hast schöne Freundin!" Ich konnte das kaum glauben und hab nur gesagt, dass er das bestimmt nur so gesagt hat. Der andere Koch hat mir auch auf meinen Popo geschaut, was auch niemand macht.


Ich weiß, dass ich eure Tipps alle irgendwie nieder versuche zu machen, aber vielleicht seht ich ja, dass ich mich eigentlich nur selbst bemitleide und mein Leben wirklich ändern möchte.

Zu dem, dass ich immer Angst habe, was Falsches zu sagen, kann ich anmerken, dass auch oft falsch verstanden wird, was ich meine. Ich habe auf der Arbeit eine komische Kollegin, die keinen Spaß versteht und mich auch nie verstehen will. Sie soll mir ja auch eigentlich etwas beibringen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie nicht die charakterliche Größe besitzt mir das beizubringen oder sie hat keine Lust.

Das ich nachdenklich bin, macht mir nichts. Es macht mir nur etwas, dass damit niemand in meinem Alter klarkommt. In meinem Alter wollen sich alle nur betrinken und so weiter. Darauf habe ich keine Lust. Ich sage ja auch niemanden, dass ich ihn nicht leiden kann. Ich bin immer still und zurückhaltend. Ich habe auch das Gefühl, dass spätestens in einem Jahr mich wieder meine ganze Berufschulklasse hassen wird, weil niemand mit meiner Art klarkommt. Die, mit denen ich mich jetzt gut verstehe, werden dann den Schwanz einkneifen, weil sie Mitläufer sind. Aber ich will doch nur gemocht und akzeptiert werden. Ich versuche ja normal zu sein.

Was sagt ihr dazu?

Zauberin

Liebe Zauberin
Natürlich kannst Du auch mit Deiner Mutter reden, aber das wird Dich möglicherweise nicht weiterbringen.
Ein Therapeut geht die Sache ja auch ganz anders an: er schaut nicht, was Du "falsch" machst und gibt Dir dann Ratschläge, wie Du es besser machen könntest, sondern schaut mit Dir, warum Du Dich so verhälst und fühlst. Und dann kann eine Veränderung von innen passieren, indem Du Dich z.B. von alten Mustern löst. Anderes Verhalten und somit eine Änderung der Situation bzw. Deines Lebens kommt dann automatisch.
Das kann Deine Mutter wohl kaum leisten. Zudem ist sie möglicherweise Teil einiger Deiner Probleme oder vielleicht zumindest darin verstrickt. Deswegen ist es sinnvoll, mit einem Aussenstehenden zu sprechen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Therapeut nicht über Dich "urteilt" - somit kannst Du ihm ganz unverändert Deine Gedanken und Gefühle mitteilen. Wie oft bekommen nahestehende Person nur die geschönte, vertretbare Version, damit man sie nicht angreift oder sie vielleicht schlecht von einem denken könnten.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Strukturen in eurer Familie eine Rolle bei Deinen Schwierigkeiten spielen.

Dass da nur "kranke Menschen" hingehen ist auch totaler Blödsinn. Bei amerikanischen Filmen kommt es mir ja fast schon so vor, als wenn jeder, der es sich leisten kann, einen Therapeuten hat.. Aber vielleicht ist das auch bloß Hollywood. Ich finde es im Gegenteil sogar sehr gesund, die Verantwortung für sich zu übernehmen und seine Probleme anzugehen - anstatt wie viele andere einfach die Umwelt für seine Probleme und für's eigene Scheitern verantwortlich zu machen.
Zudem, was kann es besseres geben, als einen persönlichen Lebensberater? Oder jemanden, bei dem Du regelmäßig ohne Scheu und ohne einem schlechten Gewissen deinen Frust, deine Ängste und deine Probleme lassen kannst?

Noch zu Deinem obigen Posting: Gegen still und zurückhaltend ist ja prinzipiell gar nichts einzuwenden - aber bei Dir entspringt das ja nur Deiner Unsicherheit. Du versuchst normal zu sein: was ist denn für Dich "normal"? Und wäre das nicht auch wieder bloß eine Verstellung? Lerne lieber, Du selbst zu sein, denn das wäre wirklich normal.

Ich hatte mal eine Klassenkameradin, die war auch extrem schüchtern. Wenn sie dann mal innerhalb einer Gruppe den Mund aufmachte, kam es so unsicher rüber, dass bei allen umstehenden nur Fragezeichen in den Gesichtern erschienen. Sie wurde auch sehr schnell zum Spott der anderen (was mir leid tat).
Aber auf der anderen Seite hängte sie sich immer an mich und ein anderes Mädchen dran - sprach aber kaum ein Wort. Eine Unterhaltung war mit ihr quasi unmöglich. Das nervte mich irgendwann schon gewaltig, so einen "Schatten" zu haben. Ich hab sie dann irgendwann angerufen und ihr klipp und klar gesagt, dass ich das nicht will. Dass ich ja nichtmal weiss, ob sie mich überhaupt mag, oder mich nur benutzt, damit sie nicht alleine rumsteht. Sie hat damals geweint (was mir auch sehr leid tat), hat sich aber dann zurückgehalten. Mit der Zeit kamen wir uns dann auf natürliche Art näher und lernten einander kennen. Sie öffnete sich immer mehr. Inzwischen sind wir Freundinnen. Die anderen lernten auch, sie zu akzeptieren und sie war nicht mehr "das Opfer". Sie ist zwar immer noch eher der schüchterne Typ, aber ich mag sie mit ihren Eigenheiten und sie kann auch ganz schön kontra geben.
Wir hatten uns irgendwann auch mal über "damals" unterhalten und sie bestätigte mir, dass ihr Verhalten völlig unfair war. Und sie war mir letztendlich dankbar dafür, dass ich darunter rechtzeitig einen Schlussstrich gezogen hab, ihr aber gleichzeitig die Gelegenheit und Sicherheit gab, sich zumindest erstmal mir gegenüber langsam zu öffnen.
Ich hätte ja auch so lange warten können, bis ich sie "total doof" gefunden hätte bzw. sie gehasst hätte.
Und ich finde so schön, dass ich Gelegenheit hatte, sie kennzulernen, denn sie ist wirklich ein ganz toller Mensch - dafür bin ich dankbar.
Eine echte Freundschaft ist soviel besser als jede Zweckgemeinschaft, aber zu einer Freundschaft wird es nie, wenn sich der eine nur verstellt oder anpasst.

LG
Endymia

Ohje, dass ist ja mal wieder ganz schön lang geworden.. Naja.. wenn man einmal ins schreiben kommt..

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2. Februar 2005 um 17:49
In Antwort auf xue_12298819

Liebe Zauberin
Natürlich kannst Du auch mit Deiner Mutter reden, aber das wird Dich möglicherweise nicht weiterbringen.
Ein Therapeut geht die Sache ja auch ganz anders an: er schaut nicht, was Du "falsch" machst und gibt Dir dann Ratschläge, wie Du es besser machen könntest, sondern schaut mit Dir, warum Du Dich so verhälst und fühlst. Und dann kann eine Veränderung von innen passieren, indem Du Dich z.B. von alten Mustern löst. Anderes Verhalten und somit eine Änderung der Situation bzw. Deines Lebens kommt dann automatisch.
Das kann Deine Mutter wohl kaum leisten. Zudem ist sie möglicherweise Teil einiger Deiner Probleme oder vielleicht zumindest darin verstrickt. Deswegen ist es sinnvoll, mit einem Aussenstehenden zu sprechen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Therapeut nicht über Dich "urteilt" - somit kannst Du ihm ganz unverändert Deine Gedanken und Gefühle mitteilen. Wie oft bekommen nahestehende Person nur die geschönte, vertretbare Version, damit man sie nicht angreift oder sie vielleicht schlecht von einem denken könnten.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Strukturen in eurer Familie eine Rolle bei Deinen Schwierigkeiten spielen.

Dass da nur "kranke Menschen" hingehen ist auch totaler Blödsinn. Bei amerikanischen Filmen kommt es mir ja fast schon so vor, als wenn jeder, der es sich leisten kann, einen Therapeuten hat.. Aber vielleicht ist das auch bloß Hollywood. Ich finde es im Gegenteil sogar sehr gesund, die Verantwortung für sich zu übernehmen und seine Probleme anzugehen - anstatt wie viele andere einfach die Umwelt für seine Probleme und für's eigene Scheitern verantwortlich zu machen.
Zudem, was kann es besseres geben, als einen persönlichen Lebensberater? Oder jemanden, bei dem Du regelmäßig ohne Scheu und ohne einem schlechten Gewissen deinen Frust, deine Ängste und deine Probleme lassen kannst?

Noch zu Deinem obigen Posting: Gegen still und zurückhaltend ist ja prinzipiell gar nichts einzuwenden - aber bei Dir entspringt das ja nur Deiner Unsicherheit. Du versuchst normal zu sein: was ist denn für Dich "normal"? Und wäre das nicht auch wieder bloß eine Verstellung? Lerne lieber, Du selbst zu sein, denn das wäre wirklich normal.

Ich hatte mal eine Klassenkameradin, die war auch extrem schüchtern. Wenn sie dann mal innerhalb einer Gruppe den Mund aufmachte, kam es so unsicher rüber, dass bei allen umstehenden nur Fragezeichen in den Gesichtern erschienen. Sie wurde auch sehr schnell zum Spott der anderen (was mir leid tat).
Aber auf der anderen Seite hängte sie sich immer an mich und ein anderes Mädchen dran - sprach aber kaum ein Wort. Eine Unterhaltung war mit ihr quasi unmöglich. Das nervte mich irgendwann schon gewaltig, so einen "Schatten" zu haben. Ich hab sie dann irgendwann angerufen und ihr klipp und klar gesagt, dass ich das nicht will. Dass ich ja nichtmal weiss, ob sie mich überhaupt mag, oder mich nur benutzt, damit sie nicht alleine rumsteht. Sie hat damals geweint (was mir auch sehr leid tat), hat sich aber dann zurückgehalten. Mit der Zeit kamen wir uns dann auf natürliche Art näher und lernten einander kennen. Sie öffnete sich immer mehr. Inzwischen sind wir Freundinnen. Die anderen lernten auch, sie zu akzeptieren und sie war nicht mehr "das Opfer". Sie ist zwar immer noch eher der schüchterne Typ, aber ich mag sie mit ihren Eigenheiten und sie kann auch ganz schön kontra geben.
Wir hatten uns irgendwann auch mal über "damals" unterhalten und sie bestätigte mir, dass ihr Verhalten völlig unfair war. Und sie war mir letztendlich dankbar dafür, dass ich darunter rechtzeitig einen Schlussstrich gezogen hab, ihr aber gleichzeitig die Gelegenheit und Sicherheit gab, sich zumindest erstmal mir gegenüber langsam zu öffnen.
Ich hätte ja auch so lange warten können, bis ich sie "total doof" gefunden hätte bzw. sie gehasst hätte.
Und ich finde so schön, dass ich Gelegenheit hatte, sie kennzulernen, denn sie ist wirklich ein ganz toller Mensch - dafür bin ich dankbar.
Eine echte Freundschaft ist soviel besser als jede Zweckgemeinschaft, aber zu einer Freundschaft wird es nie, wenn sich der eine nur verstellt oder anpasst.

LG
Endymia

Ohje, dass ist ja mal wieder ganz schön lang geworden.. Naja.. wenn man einmal ins schreiben kommt..

Danke für deine "Geschichte"
Ich wäre dankbar, wenn man mir die Möglichkeit geben würde, dass ich mich in der Geschwindigkeit öffnen kann, wie ich es will. Ich hab nämlich schlechte Erfahrungen damit gemacht, wenn ich mich zu schnell öffne: Ich hatte ja schon geschrieben, dass mich mittlerweile alle meine Freunde und auch meine neuen Schulkameradinnen hassen. Heute in der Schule hab ich wieder diese Abneigung gegenüber mir bemerkt. Ich weiß nicht, ob ich die mal direkt darauf ansprechen soll, was sie an mir stört und warum sie mir so viel Hass entgegenbringen. Es könnte dann passieren, dass sie mich auslachen und ich dann wirklich der Depp bin oder sie mir Recht geben und dann, wie ich es schon oft erlebt habe, die ganze Klasse gegen mich aufhetzen. Anderesseits könnte es aber auch sein, dass sie mir einfach sagen, was sie gegen mich haben und ich dann die Chance bekomme, die auch deine Freundin von dir bekommen hat. Ich versuche ja auch nicht klettig zu sein. Ich lasse die ja auch in Ruhe, weil ich genau weiß, dass ich bei ihnen nicht landen kann. Ich weiß ja, dass ich, wie deine Freundin, in einer großen Gruppe nicht landen kann, weil sich niemand so mit mir beschäftigt, dass man so lange warten will, bis man mich selbst sehen kann. Die Mutter von meinem Freund hat mal zu mir gesagt, dass sie noch nie so einne tolle Ausstrahlung bei einem Menschen gesehen hat, wie bei mir. Mich müssten doch alle mögen! Aber bei mir scheint es so zu sein, dass niemand es riskieren will, sich wirklich mit mir anzufreunden. Viele machen sich oft lustig über mich. Die in der Klasse mit mir reden, denen versuche ich ja aucvh Paroli zu bieten. Aber was soll ich machen? Ich möchte ja gemocht werden. Trotzdem danke ich dir für den Betrag: Es scheint doch noch Menschen zu geben, die sich Zeit für jemanden nehmen um ihm kennen zu lernen.

Zauberin

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2. Februar 2005 um 17:58
In Antwort auf gena_12107388

Liebe Zauberin!
Ich weiß nicht,ob du meinen Beitrag zum Thema Abnehmen weiter unten gelesen hast. Hier nochmal: lies das Buch "Warum essen nicht dick macht" von Lena Bredow. Wie gesagt, das ist keine Diät, sondern eine Lebenseinstellung. Es geht nicht darum, WAS wir essen, sondern WIE und wann!! Schau doch mal auf der Website von ihr auf www.fett-weg.biz vorbei. Da kannst du dich ein bißchen reinlesen, worum es eigentlich geht und was die Diätindustrie mit einem macht. Das möchte ich dir sehr ans Herz leben, liebe Zauberin. Und das mit den Komplimenten annehmen: glaube mir, Männer, vor allem fremde Männer, würde nie ohne Grund dir einen Kompliment machen, sie meinen es auch so, was sie sagen. Aber das bringt nichts es dir zu sagen, weil du vom Kopf her das nicht glauben WILLST. Du hast null Selbstwergefühl.

Und da kommen wir schon wieder auf das Thema Therapie. Was deine Mutter sagt, ist FALSCH. Was heißt hier kranke Menschen!!! Wie definiert sie krank? WEnn du Zahnschmerzen hast, dann gehst du doch auch zum Arzt und wenn deine Seele schmerzt, dann ist überhaupt nichts Verwerfliches daran zu einem Menschen zu gehen, der es versteht, deine Ängste und deine Denkmuster zu entstricken und dir so zu helfen, zu einem anderen Bewußtsein zu kommen!!!!! Bitte, liebe Zauberin, du musst dein Leben selbst in die Hand nehmen. Und wenn du spürst, dass es etwas gibt, was du nichts verstehst an dir und in dir, dann hole dir Hilfe. Und wenn du schon sagst, dass du mit deiner Hausärztin sehr gut reden kannst, dann ist es schon sehr positiv. Rede mit ihr, und laß dich beraten. Sie wird dich verstehen und wird dich zu einem guten Spezialisten überweisen, der dir helfen kann. Was hast du zu verlieren???? Nichts, gar nichts! Und wenn du irgendwie Angst hast vor deiner Mutter, dann erzähl ihr doch erstmal nicht, dass du einen Therapeuten aufgesucht hast. Und wenn du einen sympatischen Therapeuten gefunden hast, dann kannst du mit ihm all deine Probleme mit deinen Mitmenschen, die du unten in deinem Beitrag beschrieben hast, besprechen und ihr könnt gemeinsam Lösungen suchen und finden. Ist es nicht toll, dass es HIlfe gibt!!!!! Man muss nur bereit sein, diese Hilfe anzunehmen und bereit sein und willig, sein Leben zu ändern!!

lg
duschka

Therapie und das Buch
Hallo Duschka,

erstmal möchte ich dir danken, dass du mir so gut hilfst. Es ist schön das Gefühl zu haben, dass da wirklich jemand einem helfen will. Sowas gibt es nicht mehr oft auf dieser Welt. Ich habe keine Angst vor einer Therapie und habe auch keine Angst das durchzusetzen bei meiner Mutter. Ich verstehe mich gut mit ihr. Aber momentan sagt sie, und ich merke das auch, dass ich noch einen letzten Hormonschub der Pubertät bekomme. Ich merke das wirklich selbst und am liebsten hätte ich einfach nur momentan meine Ruhe, weil ich niemanden mit meiner komischen Art verletzten will, denn das hat niemand verdient. Aber vielleicht kann es ja sein, wenn ich das so sagen darf, dass ich ja noch zehn Centimeter waschse ... Pubertät sei Dank. Bitte hoff für mich mit*g*.

Ich kenne ein anderes Buch, den Namen weiß ich nicht mehr, wo auch jemand über die Diätindustrie schimpft: Ich fand es nicht so gut, hab es ein wenig in der Bücherei angelesen. Ist das Buch, was du meinst denn auch so, dass die ersten 30 Seiten nur "gemeckert" wird. Das finde ich irgendwie schlimm: Das hilft mir nicht weiter, denn ich weiß ja, dass die Diätindustire uns nur dummes Zeug andrehen will. Ich möchte ein Buch, was mir sagt, wie die Person es geschafft hat, erfolgreich abzunehmen und das Gewicht auf Jahre hält und immer noch sein Lieblingsessen essen kann. Verstehst du, wie ich das meine?

Zauberin

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