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Beziehungsprobleme - Beziehung beenden oder nicht?

6. November 2008 um 14:00

Hallo,

ich hab im Moment mit meinem Lebensgefährten so meine Probleme und ich weiß einfach nicht weiter. Ich weiß eigentlich noch nicht mal ob ich hier Rat suche oder ob ich mir einfach mal alles von der Seele schreiben will.
Wir sind mittlerweile seit 4 Jahren zusammen. Begonnen hat es als Fernbeziehung. Seit letztem Jahr leben wir nun zusammen, seit er hier in meiner Nähe eine Stelle gefunden hat.
Anfangs war alles noch sehr harmonisch, da wir beide sehr harmoniebedürftig sind. Mittlerweile allerdings gibt es sooo verdammt viele Sachen die mich stören. Spreche ich sie an, habe ich das Gefühl er verzieht sich ins Schneckenhaus und macht "das" dann erst recht nicht. So langsam hab ich das Gefühl, als ob ich sein Mutterersatz oder sein Kindermädchen bin und ich habe dazu langsam keine Lust mehr. Hier einfach mal ein paar Beispiele:
- ich habe ihn mehrfach gebeten, seinen jährlichen Check beim Zahnarzt zu machen. Er ist bislang nicht in der Lage gewesen, einen Termin auszumachen. Als Ausrede höre ich immer nur "keine Zeit, hab ich vergessen, finde die Nr. im Telefonbuch nicht, etc."
- nach einem Streit meint er irgendwie immer, dass am nächsten Tag mit "Schatz, Schätzchen, Liebling" dann wieder alles in Ordnung ist. Selbstverständlich ohne den Streit nochmal zu erwähnen, geschweigedenn darüber zu diskutieren.
- Er redet mit mir nicht über Probleme, lieber über irgendwelche PC-Spiele oder Sport. Aber nicht über uns.
- Er hat Erektionsprobleme die natürlich (trotz viel Verständnis u. Zurückhaltung meinerseits) auch auf die Beziehung Einfluss haben. Zu nem Urologen hab ich ihn schon bekommen, auch wenn ich mitgehen musste und ihn erst in vielen langen Gesprächen überzeugen musste. Der gab ihm aber nur ein paar Tabletten á la Viagra und gut wars. Gut sind die E-Probleme aber noch lange nicht. Er sieht es meiner Meinung nach aber nicht ein, schiebt es auf Stress und zu viel rauchen, will zu keinem Arzt mehr gehen......im Durchschnitt läuft bei uns nur 1x im Monat was (wenn überhaupt) und das finde ich mit Mitte 30 irgendwie schon etwas dürftig.
-Hilfe im Haushalt oder ums Haus herum hat er mir bevor er zu mir zog hoch und heilig versprochen. Wenn er mal was von sich aus macht, dann auch nur so halb, so wischi-waschi eben. Hauptsache es ist gemacht. Korrigiere ich ihn oder bitte ihn darum es anders zu machen, zieht er sich wieder in sein Schneckenhaus zurück.

Leuts, ich habe so oft versucht mit ihm zu reden. Es ändert sich einfach NICHTS! Ich bin mittlerweile völlig verzweifelt. Könnt ihr mir helfen? Ich trage mich wirklich langsam mit dem Gedanken die Beziehung zu beenden. Ich merke einfach, dass ich immer unzufriedener werde und immer weniger mit ihm umgehen kann. Sage ich etwas geht er in sein Schneckenhaus, sage ich nichts, dann denkt er die Welt wäre in ordnung.
Habt ihr vielleicht ähnliche Probleme? Wie geht ihr mit euren Männern um?

Gruß
Susanne

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6. November 2008 um 14:18

Du...
...hast mit deinem Gefühl, du wirst zur Mutti und er mutiert zum bockigen Teenager wahrscheinlich schon den Kern des Problems getroffen.
Du kritisierst es, wenn er überhaupt mal was tut und damit machst du unbewußt auch das was er grade mal macht wieder nieder. Hört sich jetzt kritisierend an, ist aber eher so gemeint, das du immer mehr in die Rolle der Ansagerin reinrutscht, weil es dich nervt genauso wie alles andere auch.

Ich denke aus diesem Verhältnis das ihr momentan führt wieder eine gleichberechtigte Partnerschaft zu machen, ist mehr als schwierig, zumal er anscheinend gar nicht wirklich dran arbeiten möchte.

Ich denke mal, wenn du ihm nicht die Pistole auf die Brust setzt nach dem Motto, wenn das so weiter geht, kann ich nicht mehr mit dir zusammen leben, dass auch wirklich ernsthaft meinst und dementsprechend handelst, wird das nicht klappen.
Eine Alternative wäre es vielleicht, das er sich vorerst eine eigene Wohnung sucht und du erstmal wieder zur Ruhe kommst und ein wenig Abstand nehmen kannst, wenn dir danach ist oder, eigentlich mag ich diese Aussagen, mach Schluß, dass wird eh nichts mehr, nicht wirklich aber wenn sich nichts ändert wird es früher oder später doch so enden.

Denn für ihn IST in seinem Schneckenhaus alles in Ordnung, solange du nicht ernst machst mit bestimmten Konsequenzen.

Achja, ähnlich Probleme hab ich mit meinem jetzigen Partner nicht, wir wohnen allerdings auch nicht zusammen und jeder bekommt sein Leben gebacken .
Ich hatte allerdings auch vor meinem jetzigen Freund so eine ähnliche Beziehung, wo noch erschwerend hinzukam, das er vom trockenen Alki wieder zum nassen Alki wurde und die Beziehung an seiner Unselbstständigkeit die dadurch auch immer schlimmer wurde und dem Alkohol kaputt ging.
Ehrlichgesagt, auch wenn es fies klingt, heute bin ich froh, dass ich ihn los bin.

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6. November 2008 um 14:21


lach, Hallo Süße, lese gerade dein Posting und muß schmunzeln, denn meist sind wir uns doch immer ziemlich einig in unseren Ansichten aber diesmal wohl nicht.

Einen schönen Tag wünsch ich dir

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6. November 2008 um 14:28

Seh...
...ich zwar ähnlich aber wenn "Frau" irgendwann so genervt ist vom wie sagtest du so schön "Laissez- faire-Typ " und umgekehrt wahrscheinlich auch, wird das schwierig da eine wirklich funktionierende gemeinsame Basis zu finden.

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6. November 2008 um 14:41
In Antwort auf ofi21

Seh...
...ich zwar ähnlich aber wenn "Frau" irgendwann so genervt ist vom wie sagtest du so schön "Laissez- faire-Typ " und umgekehrt wahrscheinlich auch, wird das schwierig da eine wirklich funktionierende gemeinsame Basis zu finden.

...
Ja, ihr habt recht: ich bin eher der Typ, der seine Ziele und Wege genau kennt und er ist mehr der Laisser-faire-Typ.

Aber wir haben auch eine gemeinsame Basis....dachte ich zumindest bislang. Er kannte mein Leben, so wie ich es lebe, von Anfang an, da wir die meisten Wochenenden bei mir verbracht haben. Wieso wollte er mit mir zusammenziehen und mit mir leben, wenn er mit meinem Lebensstil nicht klarkommt?

Nur mal so nebenbei: ich korrigiere ihn nicht bei ALLEM was er tut. Er sagt selbst von sich, dass er schusselig ist. Er räumt z. B. das Abendbrot ab, anstatt das restliche Brot in den Brotbehälter zu tun bleibt es im Korb und wird trocken. An sich denkt man sich: wenn man ihm das einmal sagt, dann müsste es ja eigentlich gut sein. NEIN, ist es aber nicht! Er vergißt es immer und immer wieder, so dass ich shcon das Gefühl habe er tut es absichtlich weil er mich ärgern will. Will er aber gar nicht, sagt er. Er schiebt es dann eben wieder auf die Schusseligkeit und gut is! Aber ich finde so geht das einfach nicht mehr! Ich bemühe mich die Wohnung in Ordnung zu halten, komme außer meiner Vollzeit-Arbeit zu fast nix anderem mehr und er verbasselt eins nach dem anderen, entschuldigt sich, schiebt es auf seine Schusseligkeit und gut is. Sagt mal ehrlich: so geht es doch wohl auch nicht, oder?

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6. November 2008 um 14:51


Danke, supersonichh, ich weiß was du meinst.

Das Problem ist: er hat bis er zu mir gezogen ist bei seiner Mutter gewohnt. Eigene Verantwortung (mal abgesehen von seinem Job) hatte er eigentlich nicht. Er ist arbeiten gegangen, kam nach Hause, meist war gekocht, ab und an hat er mal gekocht (weil seine Mutter auch arbeiten geht) oder mal eingekauft oder auch mal Wäsche gemacht. Aber es war ihm egal, wie es in der Wohnung aussah. Was der eine nicht gesehen hat, hat der andere erst recht nicht weggeräumt. So ungefähr.

Ohne jetzt überheblich zu klingen (was ich nämlich wirklich nicht bin!!!)
Ich bin eine gestandene Frau. Ich habe einige Jahre bereits alleine gewohnt. Ich habe tutti-kompletti mein Leben in den eigenen Händen. Mit allem drum und dran. Vieles hat er erst durch mich kennengelernt oder bekommen. Zum ersten mal ist sein Konto im plus (vorher war es schön in den Miesen), er ist rundherum versichert, hat einen sicheren Job mit guter Altersabsicherung, kann sich wieder ein eigenes Auto leisten, etc. Es ist ganz einfach so: ich bin ihm überlegen! Das weiß ich. Ich will es doch auch gar nicht raushängen lassen. Aber anstatt sich bei der einen oder anderen Sache mal anzustrengen (das ist nämlich mein Motto, wenn jemand besser ist als ich) zieht er sich in sein Schneckenhaus und macht gar nichts. Ich lieb ihn einerseits, weil er eben so ein ruhiger, gutmütiger und lieber Kerl ist. Aber manchmal muss man sich doch einfach auch mal am Riemen reißen und Gas geben!

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6. November 2008 um 14:56
In Antwort auf briar_12870197

...
Ja, ihr habt recht: ich bin eher der Typ, der seine Ziele und Wege genau kennt und er ist mehr der Laisser-faire-Typ.

Aber wir haben auch eine gemeinsame Basis....dachte ich zumindest bislang. Er kannte mein Leben, so wie ich es lebe, von Anfang an, da wir die meisten Wochenenden bei mir verbracht haben. Wieso wollte er mit mir zusammenziehen und mit mir leben, wenn er mit meinem Lebensstil nicht klarkommt?

Nur mal so nebenbei: ich korrigiere ihn nicht bei ALLEM was er tut. Er sagt selbst von sich, dass er schusselig ist. Er räumt z. B. das Abendbrot ab, anstatt das restliche Brot in den Brotbehälter zu tun bleibt es im Korb und wird trocken. An sich denkt man sich: wenn man ihm das einmal sagt, dann müsste es ja eigentlich gut sein. NEIN, ist es aber nicht! Er vergißt es immer und immer wieder, so dass ich shcon das Gefühl habe er tut es absichtlich weil er mich ärgern will. Will er aber gar nicht, sagt er. Er schiebt es dann eben wieder auf die Schusseligkeit und gut is! Aber ich finde so geht das einfach nicht mehr! Ich bemühe mich die Wohnung in Ordnung zu halten, komme außer meiner Vollzeit-Arbeit zu fast nix anderem mehr und er verbasselt eins nach dem anderen, entschuldigt sich, schiebt es auf seine Schusseligkeit und gut is. Sagt mal ehrlich: so geht es doch wohl auch nicht, oder?

Wieso...
...er mit dir zusammen wohnen und leben wollte, obwohl ich euch von den Wochenenden her kanntest, willst du wissen?
Das ist meiner Meinung nach recht einfach zu erklären, ihr hattest bisher nur eure "BEziehungs-Sonntags-Wochenden und darauf freut man sich die Woche über, bereitet sich drauf vor, macht evtl. anfallende Aufgaben schon vorher. Nimmt sich einfach die Zeit für das Wochenende mit dem Liebsten. Hat frei, also die Belastung des Alltags und der Arbeit nicht.

All das fällt aber jetzt weg und der Alltag (mit Alltag meine ich nicht nur den negativ angehauchten, sondern allgemein) ist immer da, auch an den Wochenenden.

Er hatte wahrscheinlich genau wie du auch, die utopische Vorstellung, es ist dann IMMER, jeden Tag so wie an unseren Wochenenden.

Ich gebe zum einen auch supersonichh recht, ir müßt beide aufeinander zusehen. Du mußt etwas von seiner und er etwas von deiner Denkweise über das zusammen leben übernehmen.
Setzt euch gemeinsam zusammen und redet über eure Vorstellungen und Wünsche und versucht Kompromisse zu finden.
Wenn das dann immer noch nicht klappt. s. mein anderes Posting.

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6. November 2008 um 15:06
In Antwort auf briar_12870197


Danke, supersonichh, ich weiß was du meinst.

Das Problem ist: er hat bis er zu mir gezogen ist bei seiner Mutter gewohnt. Eigene Verantwortung (mal abgesehen von seinem Job) hatte er eigentlich nicht. Er ist arbeiten gegangen, kam nach Hause, meist war gekocht, ab und an hat er mal gekocht (weil seine Mutter auch arbeiten geht) oder mal eingekauft oder auch mal Wäsche gemacht. Aber es war ihm egal, wie es in der Wohnung aussah. Was der eine nicht gesehen hat, hat der andere erst recht nicht weggeräumt. So ungefähr.

Ohne jetzt überheblich zu klingen (was ich nämlich wirklich nicht bin!!!)
Ich bin eine gestandene Frau. Ich habe einige Jahre bereits alleine gewohnt. Ich habe tutti-kompletti mein Leben in den eigenen Händen. Mit allem drum und dran. Vieles hat er erst durch mich kennengelernt oder bekommen. Zum ersten mal ist sein Konto im plus (vorher war es schön in den Miesen), er ist rundherum versichert, hat einen sicheren Job mit guter Altersabsicherung, kann sich wieder ein eigenes Auto leisten, etc. Es ist ganz einfach so: ich bin ihm überlegen! Das weiß ich. Ich will es doch auch gar nicht raushängen lassen. Aber anstatt sich bei der einen oder anderen Sache mal anzustrengen (das ist nämlich mein Motto, wenn jemand besser ist als ich) zieht er sich in sein Schneckenhaus und macht gar nichts. Ich lieb ihn einerseits, weil er eben so ein ruhiger, gutmütiger und lieber Kerl ist. Aber manchmal muss man sich doch einfach auch mal am Riemen reißen und Gas geben!

Hmmmmmmmm
ich glaube da siehst du etwas ein wenig falsch und das ist sicher auch ein Problem, das dazu geführt hat, dass es jetzt so ist wie es ist.

Du fühlst dich ihm ÜBERLEGEN!!!

Entschuldige wenn ich das jetzt so sage aber du bist ihm NICHT überlegen, sondern dein Leben beruht eher auf der sicheren, geordneten, vernünftigen Seite. Sein Leben war eher ein Teil Chaos und "was ich heut kann besorgen, verschieb ich doch lieber auf morgen".
Das hat nichts mit Überlegenheit, sondern einfach mit einer anderen Lebenseinstellung zu tun.

Klar, natürlich ist es positiv, wenn die Finanzen i.O. sind, wenn man sich etwas leisten kann, wenn man vernünftiger mit seinem Geld umgeht, wenn man abgesichert ist für alle Eventualitäten.

Aber, wenn er vorher anders gelebt hat, muß das nicht bedeuten, dass er sein Leben als schlechter empfunden hat. Denn wenn er das tun würde, würde er bei all dem positiven was du anscheiend für ihn tust, nicht auf stur schalten, sondern es annehmen und mit dir zusammen ausbauen.
Macht er aber nicht.

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6. November 2008 um 15:21

"Beziehungsprobleme - Beziehung beenden oder nicht?"
Liebe Susanne,

ich kann dir nachfühlen, wie dir zumute ist. Auch ich habe so etwas erlebt.
Zuerst mal möchte ich dir sagen (weiß du vielleicht auch selbst schon), dass niemand und nichts dir Gefühle aufdrängen kann. Diese Gefühle die du fühlst sind in dir und das heißt, dass du etwas in dir nicht beachtest und ungelöst ist. Unser Gegenüber zeigt uns immer unser eigenes Spiegelbild. Entweder etwas, was wir bisher nicht leben wollten oder konnten. Wir suchen uns unsere Partner immer danach aus, was uns fehlt.
Du kannst es dir bildlich vorstellen indem du dir zwei Stück Käse mit Löchern vorstellst. Der eine Käse füllt die Löcher des anderen Käses, sodass ein vollständiges Stück entsteht. Wir versuchen durch unsere PartnerIn also immer GANZ zu werden. Gleich-Gültig (im Sinne von Gleichwertig) ob es sich nun um einen Partner handelt den wir als uns ähnlich empfinden oder einen, den wir als gegensätzlich empfinden.
Die Ähnlichkeiten bringen uns dazu, diese, unsere Eigenschaften im anderen wahrzunehmen und somit zu akzeptieren, die Un-Ähnlichkeiten oder Ergänzungen sind dass, was wir an uns nicht wahrhaben wollen oder nicht leben wollen oder meinen zu können. Wir trauen es uns aus was für einem Grund auch immer nicht zu.

Ich möchte dir, wenn du erlaubst nun gerne die Hilfe zur Selbsthilfe geben, denn nur du kannst selbst wissen, was da in dir ist.

Zuerst mal: Ihr seid beide erwachsene Menschen und somit verantwortungsvermögend. Das heißt, keiner von euch beiden (ich beziehe es jetzt in meinem Schreiben auf euch, kann man aber allgemein auf Partnerschaften übertragen) IST verantwortlich für das was der andere tut oder nicht tut. Hilfestellung, sofern vom Gegenüber erwünscht, ist durchaus in Ordnung. (Zu meiner Person möchte ich dir an dieser Stelle sagen, dass ich ein Mensch bin, der weder beurteilt noch verurteilt. Ich bin der Überzeugung, dass wir alle gleichwertig sind und beziehe Verhalten nicht auf den Menschen selbst. Denn Verhalten ändert sich je nachdem in was für einem Umfeld wir leben und wie wir leben. Ich betrachte den Menschen selbst hinter seiner Fassade. Mit Fassade meine ich den Selbstschutz, das Verhalten, das Umfeld und die Lernprozesse die dieser Mensch macht und machte.)

So und nun weiter, wenn du erlaubst. Ich gehe nun speziell auf dich ein, da ich ja nur darauf eingehen kann, was du schreibst. Auf ihn kann ich nicht eingehen, da ich von ihm ja nur deine Sichtweise kenne und er eine andere hat. (Du weißt ja bestimmt, jeder Mensch, auch wenn wir denken, er ist uns noch so ähnlich, hat seine eigenen Sichtweisen und somit seine eigene Realität)

Wenn du nun ein bestimmtes Verhalten an dir bemerkst, welches eine nicht erwünschte Gegenreaktion auslöst, dann frage dich, woher dieses Verhalten deinerseits kommt. Nimm dir die Zeit, ganz in Ruhe diesem Verhalten nachzuspüren. Irgendwoher kennst du es. Manchmal müssen wir dafür weit in die Vergangenheit reisen. Wichtig dabei ist, wenn du ein Gefühl dazu verspürst, es nicht zu verdrängen, sondern es zuzulassen und Willkommen zu heißen, denn jedes Gefühl, gleichwertig wie wir es beurteilen, hat eine Botschaft für uns. Das klingt vielleicht für dich abgehoben, aber wenn du dich damit auseinandersetzt, wirst du merken, dass dies tatsächlich so ist.

Ich greife mal ein Beispiel von dir heraus und fantasiere mal (aber bitte bedenke, dass ich nur fantasiere und du bei dir selbst gucken musst, ob das bei dir wirklich so ist. Sei bitte sehr kritisch meinen Worten gegenüber, denn nur du weißt, was für dich richtig und wichtig ist)

- ich habe ihn mehrfach gebeten, seinen jährlichen Check beim Zahnarzt zu machen. Er ist bislang nicht in der Lage gewesen, einen Termin auszumachen. Als Ausrede höre ich immer nur "keine Zeit, hab ich vergessen, finde die Nr. im Telefonbuch nicht, etc."

Irgendetwas in dir übernimmt die Verantwortung für ihn. Das was dich auch eher als Mutter denn als Partnerin für ihn fühlen lässt.
Ich fantasiere mal (Bitte sei kritisch, es MUSS nicht stimmig für dich sein!!!!, bei mir war es z.B., dass ich ein anderes Leben führen wollte, als mein eigenes, aber ich musste schnell feststellen, dass ich immer unzufriedener wurde, weil ich ja MEIN Leben nicht lebte)

Du suchst dir einen Mann anhand des unbewussten Wunsches heraus, ihn bemuttern zu können (denk daran, ist unbewusst), weil er dann von dir "abhängig" ist, dich vermeintlich bedingungslos liebt und somit du die Garantie hast, dass er dich nicht verlässt!
Ein Kind ist abhängig von den Personen die es betreuen, denn ohne die hätte es nicht die geringste Chance zu überleben.

Falls das für dich sein könnte, kannst du dich also nun fragen woher dieses unbewusste Wunschbild einer Partnerschaft herrührt.

Bist du vernachlässigt worden in deiner Kindheit und hast dir geschworen, dass dir das nie mehr passiert? (denk daran, dass das unbewusst geschieht. Bewusst wünscht du dir natürlich eine gleichberechtigte Partnerschaft)

Als Erläuterung: In unserer Kindheit legen wir unsere Beziehungsmuster fest. Wir lernen von den Menschen um uns, was für uns eine Beziehung ist und wie wir sie wollen. Diese Muster sind mit 7 Jahren abgeschlossen. Das was wir also bis zu unserem 7. Lebensjahr an Beziehungsmuster festgelegt haben, wird unbewusst und das was unbewusst ist, leben wir. Auch wenn immer noch viele Menschen denken, dass sie das leben, was sie bewusst wollen.

Ein Muster zeigt sich übrigens immer dann, wenn wir uns so Verhalten, wie wir es bewusst "eigentlich" gar nicht wollen!

Wenn ich also zum Beispiel mal wieder ärgerlich werde, obwohl ich es gar nicht wollte. usw.

Wichtig bei deiner Reise in dein Inneres sind zwei Dinge: Nimm dir Zeit und mach es dir bewusst. Lass das Gefühl dazu hochkommen und heiße es willkommen. Und nun füge es zusammen. Die Bilder und die Gefühle. Fühle, wie das für dich war, damals und erkenne darin dein Muster.

Leider können wir Muster nicht verändern, aber wir können sie uns bewusst machen und es uns damit leichter machen. Dies bewirkt, dass wir immer gelassener damit umgehen.

Ich hoffe ich konnte dich ein Stück weit begleiten, damit du für dich etwas mehr Klarheit zu gewinnen kannst.

Solltest du noch mehr wissen wollen, lass es mich wissen und werde dich gerne noch weiter begleiten.

Herzliche Grüße

VonHerzzuHerz







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6. November 2008 um 15:31

Oje...
...Du hast das Gefühl, als wärst Du sein Mutterersatz? Ist das denn ein Wunder, wenn Du Dich wie eine Mutter verhältst??

Er benötigt keine Mutter, die ihn auf einen "besseren" Weg lenken möchte, sondern eine Partnerin, die ihn auch mit seinen Fehlern liebt. Du versuchst, ihn zu erziehen! Kein Wunder, dass er da das Schneckenhaus bevorzugt. Er will sich nicht erziehen lassen! Er will geliebt werden!!

Du regst Dich darüber auf, dass er das Brot nicht in den Brotbehälter packt; dass er seinen jährlichen Zahnarztcheck nicht macht...Susanne, ich bitte Dich!!!! Und wenn er nach einem Streit "Schätzchen" oder "Liebling" sagt, dann mißfällt Dir das??? Sei froh, dass er so ist. Oder möchtest Du lieber, dass er Dich nach einem Streit tagelang nicht mit dem Ar... anschaut?

Versuche mal umzudenken. Arbeite an Deinem Verhalten und nicht an das Deines Freundes. Suche nicht an ihm krampfhaft Punkte, die Dich stören, sondern überleg mal, was ihn an Deinem Verhalten stören könnte. Wenn Du Dich mit dieser Frage selbstkritisch (ehrlich) auseinandersetzt, dann könnte es mit Euch noch was werden. Ansonsten sehe ich schwarz für Euch.

Alles Gute,
Hamlet

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6. November 2008 um 15:53
In Antwort auf hamlet64

Oje...
...Du hast das Gefühl, als wärst Du sein Mutterersatz? Ist das denn ein Wunder, wenn Du Dich wie eine Mutter verhältst??

Er benötigt keine Mutter, die ihn auf einen "besseren" Weg lenken möchte, sondern eine Partnerin, die ihn auch mit seinen Fehlern liebt. Du versuchst, ihn zu erziehen! Kein Wunder, dass er da das Schneckenhaus bevorzugt. Er will sich nicht erziehen lassen! Er will geliebt werden!!

Du regst Dich darüber auf, dass er das Brot nicht in den Brotbehälter packt; dass er seinen jährlichen Zahnarztcheck nicht macht...Susanne, ich bitte Dich!!!! Und wenn er nach einem Streit "Schätzchen" oder "Liebling" sagt, dann mißfällt Dir das??? Sei froh, dass er so ist. Oder möchtest Du lieber, dass er Dich nach einem Streit tagelang nicht mit dem Ar... anschaut?

Versuche mal umzudenken. Arbeite an Deinem Verhalten und nicht an das Deines Freundes. Suche nicht an ihm krampfhaft Punkte, die Dich stören, sondern überleg mal, was ihn an Deinem Verhalten stören könnte. Wenn Du Dich mit dieser Frage selbstkritisch (ehrlich) auseinandersetzt, dann könnte es mit Euch noch was werden. Ansonsten sehe ich schwarz für Euch.

Alles Gute,
Hamlet

Oje...????
Hallo Hamlet,

du urteilst ziemlich hart, findest du nicht? Woher willst du wissen, ob er unbewusst nicht einen Mutterersatz sucht? Eine die ihn bemuttert, wie er es ja von zu Hause und jeher gewohnt ist. Eine die ihm die Verantwortung abnimmt? Lieben tut sie ihn ja, sonst wäre sie nicht bei ihm, also daran kann es nicht liegen! Und wenn man in einer Mutterrolle ist, gehört nunmal das ganze Programm dazu: Verantwortung übernehmen, Erziehen usw usv.

Auch lieben Kinder ihre Eltern bedingunslos. Von daher, warum also nicht Liebling, Schatzi etc. egal was war?

Arbeite an deinem Verhalten, klingt, wenn auch sehr Un-Emphatisch ausgedrückt, überlegt. Doch genau das tut sie doch. Sie schreibt hier offen über ihre Probleme und bittet um Hilfestellung und keine Prognosen von einem Herrn Hamlet!

Ich hoffe du empfandest diese Stellungnahme deines Rates jetzt nicht für zu arg frech, denn du kennst dich ja bestimmt selbst und arbeitest fleißig an deinem Verhalten, welches, wie wir ja hier lesen, sehr "wohlüberlegt" ist! Und bist derlei gewohnt!

Herzliche Grüße

VonHerzzuHerz

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6. November 2008 um 16:29

Dragon
Hallo Drachenherz,

wie du lesen konntest, hab ich es weder als falsch noch richtig deklariert. Lediglich die Art und Weise wie "emphatisch" er es rübergebracht hat. Und wie du bei meinem Eintrag lesen konntest, kommt alles aus uns selbst. Zwei die sich zusammentun tun dies vordergründig bewusst, aber ihre unbewussten Muster sind es, die eine Ergänzung wünschen.

Somit könnte es bei ihm sein, dass er durchaus bemuttert werden will. (ich meine damit, dass er das unbewusst will und sie die Mutterrolle übernehmen will, auch unbewusst) Dennoch, dass was beide bewusst wollen, ist eine andere Geschichte.

Und es gibt durchaus nicht wenig Männer, die dies unbewusst wollen.

Wenn du nun mal ganz ohne zu beurteilen beide Rollen siehst, würde es doch passen!

Das dies vom Klischee-Rollenverhalten her ganz anders sein SOLLTE, ist eine andere Geschichte, die ja genau diese Streitpunkte auslöst.

Bewusst will er nicht bemuttert werden und sie keine Mutter sein. Bewusst wollen beide eine gleichwertige Partnerschaft.
Das will doch jeder Mensch!

Doch es ist nunmal so, dass unsere unbewussten Muster sobald die erste Verliebtheitsphase vorbei ist zum tragen kommen. Und da heißt es eben genau hinzusehen, wie diese Muster aussehen und wo bei uns der Knopf ist, der sie auslöst.

Auch du kennst bestimmt bei dir Verhaltensweisen, die du bewusst ablehnst. Solche Verhaltensweisen kommen immer dann zum tragen, wenn wir im Stress sind. Plötzlich ist da ein Ereignis oder ein Mensch, der oder dies genau diesen Knopf bei uns drückt.

Und das hat nichts mit esoterisch zu tun, sondern mit Menschlichkeit. So sind wir Menschen eben gestrickt.

Schönen Tag noch

Lieben Gruß

VonHerzzuHerz

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6. November 2008 um 16:50
In Antwort auf hamlet64

Oje...
...Du hast das Gefühl, als wärst Du sein Mutterersatz? Ist das denn ein Wunder, wenn Du Dich wie eine Mutter verhältst??

Er benötigt keine Mutter, die ihn auf einen "besseren" Weg lenken möchte, sondern eine Partnerin, die ihn auch mit seinen Fehlern liebt. Du versuchst, ihn zu erziehen! Kein Wunder, dass er da das Schneckenhaus bevorzugt. Er will sich nicht erziehen lassen! Er will geliebt werden!!

Du regst Dich darüber auf, dass er das Brot nicht in den Brotbehälter packt; dass er seinen jährlichen Zahnarztcheck nicht macht...Susanne, ich bitte Dich!!!! Und wenn er nach einem Streit "Schätzchen" oder "Liebling" sagt, dann mißfällt Dir das??? Sei froh, dass er so ist. Oder möchtest Du lieber, dass er Dich nach einem Streit tagelang nicht mit dem Ar... anschaut?

Versuche mal umzudenken. Arbeite an Deinem Verhalten und nicht an das Deines Freundes. Suche nicht an ihm krampfhaft Punkte, die Dich stören, sondern überleg mal, was ihn an Deinem Verhalten stören könnte. Wenn Du Dich mit dieser Frage selbstkritisch (ehrlich) auseinandersetzt, dann könnte es mit Euch noch was werden. Ansonsten sehe ich schwarz für Euch.

Alles Gute,
Hamlet


Mein lieber Hamlet,

danke für deine nette und verständnisvolle Mail. Nur für den Fall, dass es dich interessiert: ich arbeite bereits sehr lange an meiner Beziehung, man mag es kaum glauben. Und es soll doch tatsächlich passieren, dass irgendwann einfach alle Dämme einreißen. Und genau DAS ist es im Moment. Es kommt einfach viel zu viel zusammen.
Denn wenn es nach dir ginge, dann könnte deine Partnerin wohl faule Zähne im Mund haben, dich jetzt beschimpfen (dafür gehst du natürlich freudestrahlend dann mit ihr ins Bett...), du würdest dich NIE beschweren, dass Lebensmittel in den Müll fliegen und die Haushaltskasse deswegen Mitte des Monats leer ist.

Was ich will ist vernünftig und vor allem GLEICHBERECHTIGT zu leben! Das geht aber nicht, wenn einer sich dauernd hängen lässt, den anderen arbeiten lässt und meint, dass selbst bei Streitigkeiten ein Dackelblick und ein "Schatz, Schätzchen" reicht! Ich habe es oft genug mit allem versucht: mit Engelszungen reden, gar nix sagen und selber machen, etc. Und? Nichts!

Im übrigen: ICH war von Anfang an so wie ich jetzt bin. Wer damit nicht klarkommt kann eben nicht mit mir zusammen leben! Ende der Durchsage!

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6. November 2008 um 16:51

@Dragon und Herz...
Danke dragonheart...Du hast mich verstanden. Hoffe nur, dass es auch Susanne verstehen wird

vonherzzuherz: Der "Herr Hamlet" hat seinen Beitrag nicht auf Prognosen aufgebaut. Hättest Du die ersten 90% des Beitrages richtig gelesen, dann wäre Dir aufgefallen, dass der Beitrag den Charakter einer "Hilfestellung" hat.

Natürlich sind wir alle nicht allwissend. Wir können nur anhand der uns mitgeteilten Fakten unsere Meinung abgeben. Und diese sollte so objektiv wie möglich sein. Zu diesem Zweck posten User ihre Threads in diesem Forum, und ich denke, dass ich diesem Zweck gerecht geworden bin Was Susanne aus den Meinungen der User macht, ist allein ihr Bier!

Hamlet

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6. November 2008 um 16:58


Lieber Dragonheart,

pass mal auf: wenn er es satt hat, dass ich die Bessere bin, warum strengt er sich dann nicht an? Warum versucht er nicht endlich mal, mir den Rang abzulaufen? Klar, ich kann auch anderen vorwerfen, sie sollen für mich langsamer laufen, weil ich fette Kuh nicht so schnell rennen kann. Aber ist es nicht eher das Ziel, dass ich schneller, schlanker und besser werde?
Abgesehen davon: ich war wie ich jetzt bin, die ganze Zeit über. Er wußte auf was er sich einlässt, er wußte wie ich lebe und was für mich wichtig ist. Es hätte ihm dann vielleicht schon eher auffallen müssen, dass ihm mein Leben nicht passt. Oder? Und dass ich immer überlegener werde je mehr er sich in sein Schneckenhaus verkriecht und auf nichts reagiert, ist das nicht auch verständlich?
Was soll ich denn mehr tun als reden?
Soll ich darauf warten, dass meine Bude nem Dreckhaufen gleicht, keine Klamotten mehr im Schrank sind, die Lebensmittel in den Müll wandern weil sie schlecht sind, etc.?
Nee, danke, dahin will ich sicherlich nicht kommen...

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6. November 2008 um 17:01
In Antwort auf briar_12870197


Mein lieber Hamlet,

danke für deine nette und verständnisvolle Mail. Nur für den Fall, dass es dich interessiert: ich arbeite bereits sehr lange an meiner Beziehung, man mag es kaum glauben. Und es soll doch tatsächlich passieren, dass irgendwann einfach alle Dämme einreißen. Und genau DAS ist es im Moment. Es kommt einfach viel zu viel zusammen.
Denn wenn es nach dir ginge, dann könnte deine Partnerin wohl faule Zähne im Mund haben, dich jetzt beschimpfen (dafür gehst du natürlich freudestrahlend dann mit ihr ins Bett...), du würdest dich NIE beschweren, dass Lebensmittel in den Müll fliegen und die Haushaltskasse deswegen Mitte des Monats leer ist.

Was ich will ist vernünftig und vor allem GLEICHBERECHTIGT zu leben! Das geht aber nicht, wenn einer sich dauernd hängen lässt, den anderen arbeiten lässt und meint, dass selbst bei Streitigkeiten ein Dackelblick und ein "Schatz, Schätzchen" reicht! Ich habe es oft genug mit allem versucht: mit Engelszungen reden, gar nix sagen und selber machen, etc. Und? Nichts!

Im übrigen: ICH war von Anfang an so wie ich jetzt bin. Wer damit nicht klarkommt kann eben nicht mit mir zusammen leben! Ende der Durchsage!

Aber warum...
...bist Du denn so gekränkt, liebe Susanne? Kannst Du Kritik etwa nicht ertragen? Dann hast Du den Sinn eines Forums nicht verstanden. Ich denke, ich habe meinen Beitrag sachlich korrekt geschrieben. Wenn Du damit nicht umgehen kannst, dann verkrieche ich mich jetzt lieber in mein Schneckenhaus...oops...

...fällt Dir hier was auf?

Und meinst Du wirklich, Du müßtest mit einem Mann mit faulen Zähnen ins Bett, weil er seine jährliche Untersuchung beim Zahnarzt nicht wahrgenommen hat Dann solltest Du Dich tatsächlich von ihm trennen!

Alles Gute
Hamlet

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6. November 2008 um 17:11
In Antwort auf briar_12870197


Mein lieber Hamlet,

danke für deine nette und verständnisvolle Mail. Nur für den Fall, dass es dich interessiert: ich arbeite bereits sehr lange an meiner Beziehung, man mag es kaum glauben. Und es soll doch tatsächlich passieren, dass irgendwann einfach alle Dämme einreißen. Und genau DAS ist es im Moment. Es kommt einfach viel zu viel zusammen.
Denn wenn es nach dir ginge, dann könnte deine Partnerin wohl faule Zähne im Mund haben, dich jetzt beschimpfen (dafür gehst du natürlich freudestrahlend dann mit ihr ins Bett...), du würdest dich NIE beschweren, dass Lebensmittel in den Müll fliegen und die Haushaltskasse deswegen Mitte des Monats leer ist.

Was ich will ist vernünftig und vor allem GLEICHBERECHTIGT zu leben! Das geht aber nicht, wenn einer sich dauernd hängen lässt, den anderen arbeiten lässt und meint, dass selbst bei Streitigkeiten ein Dackelblick und ein "Schatz, Schätzchen" reicht! Ich habe es oft genug mit allem versucht: mit Engelszungen reden, gar nix sagen und selber machen, etc. Und? Nichts!

Im übrigen: ICH war von Anfang an so wie ich jetzt bin. Wer damit nicht klarkommt kann eben nicht mit mir zusammen leben! Ende der Durchsage!

Liebe Susanne
Du hast etwas, worauf du sehr stolz sein kannst. Du hast DICH! Und du stehst zu dir. Vielleicht hat diese Beziehung genau dies gefestigt? (Wie ich ja schrieb, sei kritisch mit meinen Aussagen, denn nur du weißt, was wirklich ist!)
Vielleicht wolltest du ja auch nur lernen etwas "nachlässiger" zu werden, damit du dein Leben mehr genießen kannst?

Such dir einfach die Facetten an ihm, die dich am Anfang faszinierten und guck nach, inwiefern du sie selbst lebst. Es muss ja nicht ausarten, es reicht ja, die Facetten in dir wahrzunehmen und sie in der richtigen Dosis zu leben wie es für dich stimmig ist.

In diesem Sinne!

Fühl dich umarmt!

VonHerzzuHerz

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6. November 2008 um 17:19
In Antwort auf hamlet64

@Dragon und Herz...
Danke dragonheart...Du hast mich verstanden. Hoffe nur, dass es auch Susanne verstehen wird

vonherzzuherz: Der "Herr Hamlet" hat seinen Beitrag nicht auf Prognosen aufgebaut. Hättest Du die ersten 90% des Beitrages richtig gelesen, dann wäre Dir aufgefallen, dass der Beitrag den Charakter einer "Hilfestellung" hat.

Natürlich sind wir alle nicht allwissend. Wir können nur anhand der uns mitgeteilten Fakten unsere Meinung abgeben. Und diese sollte so objektiv wie möglich sein. Zu diesem Zweck posten User ihre Threads in diesem Forum, und ich denke, dass ich diesem Zweck gerecht geworden bin Was Susanne aus den Meinungen der User macht, ist allein ihr Bier!

Hamlet

@Dragon und Herz...
Stimmt! Das ist es ja auch, was ich schrieb, nur nicht in Deinen Worten...

... es hat den "Charakter" einer Hilfestellung!

Deinen!

(Nicht wertend gemeint! Denn: Wir sind wie wir sind und wie wir sein wollen bestimmen wir selbst!)

In diesem Sinne

Sei gegrüßt

VonHerzzuHerz

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6. November 2008 um 19:54
In Antwort auf hamlet64

Aber warum...
...bist Du denn so gekränkt, liebe Susanne? Kannst Du Kritik etwa nicht ertragen? Dann hast Du den Sinn eines Forums nicht verstanden. Ich denke, ich habe meinen Beitrag sachlich korrekt geschrieben. Wenn Du damit nicht umgehen kannst, dann verkrieche ich mich jetzt lieber in mein Schneckenhaus...oops...

...fällt Dir hier was auf?

Und meinst Du wirklich, Du müßtest mit einem Mann mit faulen Zähnen ins Bett, weil er seine jährliche Untersuchung beim Zahnarzt nicht wahrgenommen hat Dann solltest Du Dich tatsächlich von ihm trennen!

Alles Gute
Hamlet

...
Ich lese hier keine Spur von Gekränktheit, nur eine normale Antwort. ^^

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6. November 2008 um 21:58
In Antwort auf briar_12870197


Lieber Dragonheart,

pass mal auf: wenn er es satt hat, dass ich die Bessere bin, warum strengt er sich dann nicht an? Warum versucht er nicht endlich mal, mir den Rang abzulaufen? Klar, ich kann auch anderen vorwerfen, sie sollen für mich langsamer laufen, weil ich fette Kuh nicht so schnell rennen kann. Aber ist es nicht eher das Ziel, dass ich schneller, schlanker und besser werde?
Abgesehen davon: ich war wie ich jetzt bin, die ganze Zeit über. Er wußte auf was er sich einlässt, er wußte wie ich lebe und was für mich wichtig ist. Es hätte ihm dann vielleicht schon eher auffallen müssen, dass ihm mein Leben nicht passt. Oder? Und dass ich immer überlegener werde je mehr er sich in sein Schneckenhaus verkriecht und auf nichts reagiert, ist das nicht auch verständlich?
Was soll ich denn mehr tun als reden?
Soll ich darauf warten, dass meine Bude nem Dreckhaufen gleicht, keine Klamotten mehr im Schrank sind, die Lebensmittel in den Müll wandern weil sie schlecht sind, etc.?
Nee, danke, dahin will ich sicherlich nicht kommen...


"Es hätte ihm vorher auffallen müssen, dass ihm mein Leben nicht paßt"????? Ich habe kein Wort darüber gelesen, dass ihm Dein Leben nicht paßt. Dafür lese ich aber in jeder Deiner Zeilen, dass Dir sein Leben nicht paßt. War er nicht auch so am Anfang, wie er jetzt ist? Nein halt - er hat sich ja schon von Dir biegen lassen (Konto nicht mehr im Miesen, rundumversichert...). Aber das reicht Dir ja nicht...da muß man doch noch mehr biegen können...

Den besten Hinweis habe ich weiter oben gelesen: Kauf Dir einen Hund! Aber einen jungen Hund...den kannst Du ganz nach Deinen Wünschen erziehen und anschließend wahnsinnig stolz drauf sein!

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7. November 2008 um 12:13

Liebe Dragonheart,
doch, ich bin bereit mir die Meinun der anderen anzuhören. Und das habe ich hier auch ausreichend getan. Gut, vielleicht hätte ich noch mehr zu mir, meinem Leben und meiner Beziehung schreiben müssen,um dass man auch wirklich versteht um was es mir geht.
Ich liebe meinen Freund, auch wenn es hier nicht gerade danach klingt. Aber er war einfach am Anfang (oder sagen wir die ersten 3 Jahre) anders. Er kam selbstbewußt daher, hatte seine Interessen, vertrat seine Meinung....und mittlerweile? Seit er bei mir wohnt schlich sich nach und nach ein, dass er nur noch macht was ich will. "Hat Schatzi es schön warm, möchte Schatzi was essen, wie war Schatzis Tag"... mir wäre es sehr lieb, wenn er, wie gringryu geschrieben hat, mal sein eigenes Ding machen würde. Wenn er, so fern von seiner Heimat, hier endlich mal neue Leute kennenlernen würde, abends mal weggehen würde. Nein, stattdessen hängt er an meinem Rockzipfel, möchte mir einerseits alles recht machen (was ich aber überhaupt nicht will, ich bin eigenständig genug!!!!!) und macht es dann doch nur halbherzig und so, dass ich dann eben was sage. Warum geht es nicht ehrlich? Soll er sagen "ich hab dazu keine Lust" und dann isses gut. Dann weiß ich Bescheid, erledige es selber, wir verschieben es, oder was auch immer. Ich habe mein eigenes Verhalten mehr als einmal unter die Lupe genommen. Und ich komme einfach nicht weiter! Ich ermuntere ihn, mal mit anderen wegzugehen oder sich ein Hobby zu suchen. Damit er was anderes sieht, was anderes erlebt. Ich lasse ihn in Ruhe, frage höchst selten was er hat, weil ich weiß, dass er es mir erzählt wenn etwas ist. Und ich schreibe ihm nicht STÄNDIG vor, was er zu tun hat. Aber was machst du, wenn du deinen Partner z. B. fragst, wie ihr das WE verbringen wollt und als Antwort immer nur "weiß nicht" kommt? Mit dem Argument, dass er ja keine Zeitung liest, folgedessen nicht weiß was in der Gegend so los ist und du ja immer die Zeitung liest und es deswegen weißt. Er überlässt mir doch alle Entscheidungen! Ich dränge ihm nichts auf. Ich bin durchaus auch gewillt und in der Lage, etwas alleine oder mit ner Freundin zu unternehmen, wenn er z. B. mal keine Lust hätte. Hat er aber, weil da wo ich hingehe will er auch hin.

Aber egal. Eurer Meinung nach scheine ich ja die böse Alte zu sein und er ist ja der herzensgute Liebe, der ja nur unverstanden ist. Ich denke, wenn du ihn zu hause hättest, wärst du auch nicht lange glücklich. Weißt du, Liebe und Herzlichkeit sind was wunderschönes und ich bin froh, dass ich einen Partner habe, der damit gesegnet ist. Aber zur Beziehung gehört eben auch Arbeitsteilung, Absprache, Diskussion und manchmal auch Streit. Und die gibt es von seiner Seite aus eben nicht. Alles unter den großen Teppich und fertig ist. Es gehört zu einer Beziehung auch zu reden, aber er schweigt einfach nur. Ich kann so doch gar nicht wissen, was in ihm vorgeht. Oder?

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7. November 2008 um 12:21
In Antwort auf briar_12870197

Liebe Dragonheart,
doch, ich bin bereit mir die Meinun der anderen anzuhören. Und das habe ich hier auch ausreichend getan. Gut, vielleicht hätte ich noch mehr zu mir, meinem Leben und meiner Beziehung schreiben müssen,um dass man auch wirklich versteht um was es mir geht.
Ich liebe meinen Freund, auch wenn es hier nicht gerade danach klingt. Aber er war einfach am Anfang (oder sagen wir die ersten 3 Jahre) anders. Er kam selbstbewußt daher, hatte seine Interessen, vertrat seine Meinung....und mittlerweile? Seit er bei mir wohnt schlich sich nach und nach ein, dass er nur noch macht was ich will. "Hat Schatzi es schön warm, möchte Schatzi was essen, wie war Schatzis Tag"... mir wäre es sehr lieb, wenn er, wie gringryu geschrieben hat, mal sein eigenes Ding machen würde. Wenn er, so fern von seiner Heimat, hier endlich mal neue Leute kennenlernen würde, abends mal weggehen würde. Nein, stattdessen hängt er an meinem Rockzipfel, möchte mir einerseits alles recht machen (was ich aber überhaupt nicht will, ich bin eigenständig genug!!!!!) und macht es dann doch nur halbherzig und so, dass ich dann eben was sage. Warum geht es nicht ehrlich? Soll er sagen "ich hab dazu keine Lust" und dann isses gut. Dann weiß ich Bescheid, erledige es selber, wir verschieben es, oder was auch immer. Ich habe mein eigenes Verhalten mehr als einmal unter die Lupe genommen. Und ich komme einfach nicht weiter! Ich ermuntere ihn, mal mit anderen wegzugehen oder sich ein Hobby zu suchen. Damit er was anderes sieht, was anderes erlebt. Ich lasse ihn in Ruhe, frage höchst selten was er hat, weil ich weiß, dass er es mir erzählt wenn etwas ist. Und ich schreibe ihm nicht STÄNDIG vor, was er zu tun hat. Aber was machst du, wenn du deinen Partner z. B. fragst, wie ihr das WE verbringen wollt und als Antwort immer nur "weiß nicht" kommt? Mit dem Argument, dass er ja keine Zeitung liest, folgedessen nicht weiß was in der Gegend so los ist und du ja immer die Zeitung liest und es deswegen weißt. Er überlässt mir doch alle Entscheidungen! Ich dränge ihm nichts auf. Ich bin durchaus auch gewillt und in der Lage, etwas alleine oder mit ner Freundin zu unternehmen, wenn er z. B. mal keine Lust hätte. Hat er aber, weil da wo ich hingehe will er auch hin.

Aber egal. Eurer Meinung nach scheine ich ja die böse Alte zu sein und er ist ja der herzensgute Liebe, der ja nur unverstanden ist. Ich denke, wenn du ihn zu hause hättest, wärst du auch nicht lange glücklich. Weißt du, Liebe und Herzlichkeit sind was wunderschönes und ich bin froh, dass ich einen Partner habe, der damit gesegnet ist. Aber zur Beziehung gehört eben auch Arbeitsteilung, Absprache, Diskussion und manchmal auch Streit. Und die gibt es von seiner Seite aus eben nicht. Alles unter den großen Teppich und fertig ist. Es gehört zu einer Beziehung auch zu reden, aber er schweigt einfach nur. Ich kann so doch gar nicht wissen, was in ihm vorgeht. Oder?

Ach...
und noch was: vielleicht findet ihr die Sache mit dem Zahnarzt albern. Aber zum einen war das zu ein Beispiel und zum anderen macht er sich um seine Gesundheit eben absolut keine Gedanken. Da ich selber chronisch krank bin weiß ich aber, wie wichtig es ist, ab und an mal zum Arzt zu gehen. Davon, dass ich alles auf seite schiebe geht es nicht weg und wird auch nicht besser. Ich mache mir einfach Sorgen um ihn, weil ich sehe, dass manche Dinge Symptome für eine Krankheit sind. Und er schiebt es einfach beiseite....

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7. November 2008 um 12:24

Ähm,
wo habe ich gesagt, dass ich mich nie geändert habe? Ich bin JETZT so wie ich bin, das ist richtig, aber auch das war ein weiter steiniger Weg. Um mehr von mir zu wissen, müsste ich mehr über mich und mein Leben schreiben. Aber da du ja anscheinend deine Meinung über mich schon hast lohnt es sich nicht.

Und noch was: ich versuche sehr häufig, mich in andere reinzuversetzen. Das bringt mein Beruf bereits schon so mit sich. Nur bei ihm gelingt es mir einfach nicht. Er handelt anders als ich denke, ist manchmal sowas von durchschaubar und manchmal eben gar nicht. Und was einfach fehlt ist das: reden!

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7. November 2008 um 14:03
In Antwort auf esme_12765963

"Beziehungsprobleme - Beziehung beenden oder nicht?"
Liebe Susanne,

ich kann dir nachfühlen, wie dir zumute ist. Auch ich habe so etwas erlebt.
Zuerst mal möchte ich dir sagen (weiß du vielleicht auch selbst schon), dass niemand und nichts dir Gefühle aufdrängen kann. Diese Gefühle die du fühlst sind in dir und das heißt, dass du etwas in dir nicht beachtest und ungelöst ist. Unser Gegenüber zeigt uns immer unser eigenes Spiegelbild. Entweder etwas, was wir bisher nicht leben wollten oder konnten. Wir suchen uns unsere Partner immer danach aus, was uns fehlt.
Du kannst es dir bildlich vorstellen indem du dir zwei Stück Käse mit Löchern vorstellst. Der eine Käse füllt die Löcher des anderen Käses, sodass ein vollständiges Stück entsteht. Wir versuchen durch unsere PartnerIn also immer GANZ zu werden. Gleich-Gültig (im Sinne von Gleichwertig) ob es sich nun um einen Partner handelt den wir als uns ähnlich empfinden oder einen, den wir als gegensätzlich empfinden.
Die Ähnlichkeiten bringen uns dazu, diese, unsere Eigenschaften im anderen wahrzunehmen und somit zu akzeptieren, die Un-Ähnlichkeiten oder Ergänzungen sind dass, was wir an uns nicht wahrhaben wollen oder nicht leben wollen oder meinen zu können. Wir trauen es uns aus was für einem Grund auch immer nicht zu.

Ich möchte dir, wenn du erlaubst nun gerne die Hilfe zur Selbsthilfe geben, denn nur du kannst selbst wissen, was da in dir ist.

Zuerst mal: Ihr seid beide erwachsene Menschen und somit verantwortungsvermögend. Das heißt, keiner von euch beiden (ich beziehe es jetzt in meinem Schreiben auf euch, kann man aber allgemein auf Partnerschaften übertragen) IST verantwortlich für das was der andere tut oder nicht tut. Hilfestellung, sofern vom Gegenüber erwünscht, ist durchaus in Ordnung. (Zu meiner Person möchte ich dir an dieser Stelle sagen, dass ich ein Mensch bin, der weder beurteilt noch verurteilt. Ich bin der Überzeugung, dass wir alle gleichwertig sind und beziehe Verhalten nicht auf den Menschen selbst. Denn Verhalten ändert sich je nachdem in was für einem Umfeld wir leben und wie wir leben. Ich betrachte den Menschen selbst hinter seiner Fassade. Mit Fassade meine ich den Selbstschutz, das Verhalten, das Umfeld und die Lernprozesse die dieser Mensch macht und machte.)

So und nun weiter, wenn du erlaubst. Ich gehe nun speziell auf dich ein, da ich ja nur darauf eingehen kann, was du schreibst. Auf ihn kann ich nicht eingehen, da ich von ihm ja nur deine Sichtweise kenne und er eine andere hat. (Du weißt ja bestimmt, jeder Mensch, auch wenn wir denken, er ist uns noch so ähnlich, hat seine eigenen Sichtweisen und somit seine eigene Realität)

Wenn du nun ein bestimmtes Verhalten an dir bemerkst, welches eine nicht erwünschte Gegenreaktion auslöst, dann frage dich, woher dieses Verhalten deinerseits kommt. Nimm dir die Zeit, ganz in Ruhe diesem Verhalten nachzuspüren. Irgendwoher kennst du es. Manchmal müssen wir dafür weit in die Vergangenheit reisen. Wichtig dabei ist, wenn du ein Gefühl dazu verspürst, es nicht zu verdrängen, sondern es zuzulassen und Willkommen zu heißen, denn jedes Gefühl, gleichwertig wie wir es beurteilen, hat eine Botschaft für uns. Das klingt vielleicht für dich abgehoben, aber wenn du dich damit auseinandersetzt, wirst du merken, dass dies tatsächlich so ist.

Ich greife mal ein Beispiel von dir heraus und fantasiere mal (aber bitte bedenke, dass ich nur fantasiere und du bei dir selbst gucken musst, ob das bei dir wirklich so ist. Sei bitte sehr kritisch meinen Worten gegenüber, denn nur du weißt, was für dich richtig und wichtig ist)

- ich habe ihn mehrfach gebeten, seinen jährlichen Check beim Zahnarzt zu machen. Er ist bislang nicht in der Lage gewesen, einen Termin auszumachen. Als Ausrede höre ich immer nur "keine Zeit, hab ich vergessen, finde die Nr. im Telefonbuch nicht, etc."

Irgendetwas in dir übernimmt die Verantwortung für ihn. Das was dich auch eher als Mutter denn als Partnerin für ihn fühlen lässt.
Ich fantasiere mal (Bitte sei kritisch, es MUSS nicht stimmig für dich sein!!!!, bei mir war es z.B., dass ich ein anderes Leben führen wollte, als mein eigenes, aber ich musste schnell feststellen, dass ich immer unzufriedener wurde, weil ich ja MEIN Leben nicht lebte)

Du suchst dir einen Mann anhand des unbewussten Wunsches heraus, ihn bemuttern zu können (denk daran, ist unbewusst), weil er dann von dir "abhängig" ist, dich vermeintlich bedingungslos liebt und somit du die Garantie hast, dass er dich nicht verlässt!
Ein Kind ist abhängig von den Personen die es betreuen, denn ohne die hätte es nicht die geringste Chance zu überleben.

Falls das für dich sein könnte, kannst du dich also nun fragen woher dieses unbewusste Wunschbild einer Partnerschaft herrührt.

Bist du vernachlässigt worden in deiner Kindheit und hast dir geschworen, dass dir das nie mehr passiert? (denk daran, dass das unbewusst geschieht. Bewusst wünscht du dir natürlich eine gleichberechtigte Partnerschaft)

Als Erläuterung: In unserer Kindheit legen wir unsere Beziehungsmuster fest. Wir lernen von den Menschen um uns, was für uns eine Beziehung ist und wie wir sie wollen. Diese Muster sind mit 7 Jahren abgeschlossen. Das was wir also bis zu unserem 7. Lebensjahr an Beziehungsmuster festgelegt haben, wird unbewusst und das was unbewusst ist, leben wir. Auch wenn immer noch viele Menschen denken, dass sie das leben, was sie bewusst wollen.

Ein Muster zeigt sich übrigens immer dann, wenn wir uns so Verhalten, wie wir es bewusst "eigentlich" gar nicht wollen!

Wenn ich also zum Beispiel mal wieder ärgerlich werde, obwohl ich es gar nicht wollte. usw.

Wichtig bei deiner Reise in dein Inneres sind zwei Dinge: Nimm dir Zeit und mach es dir bewusst. Lass das Gefühl dazu hochkommen und heiße es willkommen. Und nun füge es zusammen. Die Bilder und die Gefühle. Fühle, wie das für dich war, damals und erkenne darin dein Muster.

Leider können wir Muster nicht verändern, aber wir können sie uns bewusst machen und es uns damit leichter machen. Dies bewirkt, dass wir immer gelassener damit umgehen.

Ich hoffe ich konnte dich ein Stück weit begleiten, damit du für dich etwas mehr Klarheit zu gewinnen kannst.

Solltest du noch mehr wissen wollen, lass es mich wissen und werde dich gerne noch weiter begleiten.

Herzliche Grüße

VonHerzzuHerz







Hallo vonherzzuherz
ich finde toll, wie du schreibst!
Hast du was mit systemischer Beratung am Hut oder bist du Fachfrau????
Allerdings: Meinst du wirklich, man kann Muster nicht verändern? das sind ja sehr negative Prognosen... Ich persönlich sehe den Menschen als sich entwickelndes Wesen, das durchaus in der Lage ist, sich zu veärndern. Ja, ist schwer und man braucht oft jemanden, der eine neue, noch nicht gesehene Perspektive einführt (mir fehlt im Moment so jemand)... ABer ich denke, grundsätzlich wäre es möglich...
Toll jedenfalls, was du hier so geschrieben hast!
LG
Wienerchen

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7. November 2008 um 14:54
In Antwort auf briar_12870197

Liebe Dragonheart,
doch, ich bin bereit mir die Meinun der anderen anzuhören. Und das habe ich hier auch ausreichend getan. Gut, vielleicht hätte ich noch mehr zu mir, meinem Leben und meiner Beziehung schreiben müssen,um dass man auch wirklich versteht um was es mir geht.
Ich liebe meinen Freund, auch wenn es hier nicht gerade danach klingt. Aber er war einfach am Anfang (oder sagen wir die ersten 3 Jahre) anders. Er kam selbstbewußt daher, hatte seine Interessen, vertrat seine Meinung....und mittlerweile? Seit er bei mir wohnt schlich sich nach und nach ein, dass er nur noch macht was ich will. "Hat Schatzi es schön warm, möchte Schatzi was essen, wie war Schatzis Tag"... mir wäre es sehr lieb, wenn er, wie gringryu geschrieben hat, mal sein eigenes Ding machen würde. Wenn er, so fern von seiner Heimat, hier endlich mal neue Leute kennenlernen würde, abends mal weggehen würde. Nein, stattdessen hängt er an meinem Rockzipfel, möchte mir einerseits alles recht machen (was ich aber überhaupt nicht will, ich bin eigenständig genug!!!!!) und macht es dann doch nur halbherzig und so, dass ich dann eben was sage. Warum geht es nicht ehrlich? Soll er sagen "ich hab dazu keine Lust" und dann isses gut. Dann weiß ich Bescheid, erledige es selber, wir verschieben es, oder was auch immer. Ich habe mein eigenes Verhalten mehr als einmal unter die Lupe genommen. Und ich komme einfach nicht weiter! Ich ermuntere ihn, mal mit anderen wegzugehen oder sich ein Hobby zu suchen. Damit er was anderes sieht, was anderes erlebt. Ich lasse ihn in Ruhe, frage höchst selten was er hat, weil ich weiß, dass er es mir erzählt wenn etwas ist. Und ich schreibe ihm nicht STÄNDIG vor, was er zu tun hat. Aber was machst du, wenn du deinen Partner z. B. fragst, wie ihr das WE verbringen wollt und als Antwort immer nur "weiß nicht" kommt? Mit dem Argument, dass er ja keine Zeitung liest, folgedessen nicht weiß was in der Gegend so los ist und du ja immer die Zeitung liest und es deswegen weißt. Er überlässt mir doch alle Entscheidungen! Ich dränge ihm nichts auf. Ich bin durchaus auch gewillt und in der Lage, etwas alleine oder mit ner Freundin zu unternehmen, wenn er z. B. mal keine Lust hätte. Hat er aber, weil da wo ich hingehe will er auch hin.

Aber egal. Eurer Meinung nach scheine ich ja die böse Alte zu sein und er ist ja der herzensgute Liebe, der ja nur unverstanden ist. Ich denke, wenn du ihn zu hause hättest, wärst du auch nicht lange glücklich. Weißt du, Liebe und Herzlichkeit sind was wunderschönes und ich bin froh, dass ich einen Partner habe, der damit gesegnet ist. Aber zur Beziehung gehört eben auch Arbeitsteilung, Absprache, Diskussion und manchmal auch Streit. Und die gibt es von seiner Seite aus eben nicht. Alles unter den großen Teppich und fertig ist. Es gehört zu einer Beziehung auch zu reden, aber er schweigt einfach nur. Ich kann so doch gar nicht wissen, was in ihm vorgeht. Oder?

Liebe Susanne...
...niemand sieht Dich als "böse Alte". Deinen Postings sind die Fakten entnommen und beurteilt worden - nicht mehr und nicht weniger. Was Du aus diesen Beurteilungen machst, bleibt doch allein Dir überlassen. Niemand hier fordert von Dir, dass Du dies oder das Geschriebene umsetzen sollst. Aber die User, die sachlich auf DEINE Problemstellung eingehen, haben es verdient, dass Du ihre Sichtweise einfach nur akzeptierst. Lediglich die Sichtweise...! Wie gesagt - was Du daraus machst, ist doch ganz allein Deine Sache!!! Aber was machst Du? Du verteidigst Deine eigene Sichtweise und verurteilst scharf die der anderen, als würdest Du gerade von einem wilden Tier aufgefressen werden. Das ist hier doch kein "Angriffs"-Forum um den Sieger eines Streitgespräches festzustellen. In diesem Forum threaden Leute, die die Sichtweise anderer erfragen möchten. Und diese sollte ein Threadsteller/eine Threadstellerin nicht bis aufs Blut bekämpfen. Dein Problem ist bei Dir zu Hause, und nicht im Forum

Alles Gute,
Hamlet

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11. November 2008 um 15:06

Sorry,
aber geht denn nur derjenige auf das von Dir geschriebene ein, wenn er dir unumwunden recht gibt?
Ich persönlich denke, dass man über manche Dinge, die man geraten bekommt oder die man liest, vielleicht erstmal nachdenken muss. Und so lange ich darüber nachdenke äußere ich mich dazu nicht. Im ersten Moment neigt man nämlich vielleicht dazu zu sagen "der spinnt ja, was bildet der sich ein..." und erst wenn man länger darüber nachgedacht hat kommt man darauf, dass derjenige vielleicht doch recht hat.
Ich weiß, dass auch ich nicht ohne Fehler und Makel bin. Ganz sicher! Aber für mich gehört in eine Beziehung einfach ein geregelter Ablauf. Heißt einfach: wenn beide (so wie in unserem Fall) Vollzeit arbeiten gehen, dann muss man sich eben auch die haushaltlichen Pflichten teilen. Wenn einer sich nur auf den Standpunkt "ups, hab ich vergessen...." zurückzieht und an dem anderen die Arbeit hängen bleibt, dann steigert das sicherlich nicht gerade die Zufriedenheit. Abgesehen davon, dass dann einfach Zeit, die man gemeinsam hätte nutzen können, so mit leidlichen Pflichten verprasst wird.

Was aggressive oder konstruktive Kritik angeht: Ich hatte mir hier eigentlich erhofft, dass man mir vielleicht mal einen Tipp geben kann, was bei ihm abläuft um ihn einfach besser zu verstehen. Wie kann jemand so viele Dinge ignorieren? Macht man sich denn nicht selber Gedanken darüber, wenn einem z. B. dauernd was schiefgeht? Was könnte dahinterstecken? Eine Erkrankung? Ignoranz? Was auch immer?
Ja, sicherlich seid ihr hier der Meinung, dass ihr mir konstruktiv weitergeholfen habt. Weil ich ihm ja seine Freiheit nicht lasse (wo denn bitte?) und ihn dauernd frage, was er hat (wann den?) usw.
Dank einer Kollegin und einem ausführlichen Gespräch mit ihm bin ich jetzt etwas schlauer: es sieht nämlich fast so aus, als ob er unter ADS leiden würde...das nur mal so am Rande.
Vielen Dank trotzdem für eure Antworten. Wenn es hier so rüberkam, als ob ich agressiv werden würde: keine Sorge, bin ich nicht. Ich wollte mich damit verteidigen, das stimmt, allerdings aus dem Grund, dass hier wohl kaum einer mich und meinen Freund kennt und nicht wirklich weiß, was zwischen uns abgeht. Deswegen dachte ich, dass noch ein paar Erklärungen nötig sind. Aber gut, hat sich (denk ich mal) erledigt...

Gruß
Susanne

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