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Beziehungskrise ohne Krise

2. März 2012 um 10:11

Hallo erst einmal...

meine Beziehung steckt in einer Krise und ich kann das alles nicht einmal benennen, wie und was passiert ist. Ich kann nicht einmal behaupten, dass überhaupt etwas passiert ist, aber ich habe latent das Gefühl, dass jetzt gleich eine Bombe hochgeht.

Vermutlich kann man das auch "Eifersucht" nennen, ein Gefühl, dass ich so eigentlich gar nicht kenne und mit dem ich nicht umgehen kann. Überhaupt fällt es mir schwer, dieses Gefühl der "Eifersucht" von dem meiner Depression, in der ich seit einigen Wochen tief drinne stecke jedoch nicht in der Lage bin mir (schon wieder...) Hilfe zu suchen, ich stehe, kämpfe, laufe, und versuche dabei nicht umzufallen, abzugrenzen. Es gelingt mir. Noch.

Um wieder den Faden zu finden... meine Freundin hat sich erst kürzlich von ihrem Ehemann getrennt, kurz nachdem wir uns kennengelernt hatten. Im Moment ist sie beruflich sehr eingespannt und zunehmend habe ich das Gefühl, dass ich in ihrem Leben nur noch eine Rolle am Rande spiele. Sprach sie anfangs noch davon, dass wir irgendwann mal zusammenziehen, so ist von all dem keine Rede, anfängliche Wünsche (so abstrakt und fern in der Zukunft sie auch gelegen haben mögen), äußert sie nicht mehr.
Ja, ich auch nicht, ich bin "Mann" und als solcher per se dazu nicht in der Lage und oft habe ich Angst, Fragen zu stellen.
Sie selber scheint allerdings in letzter Zeit auch zunehmend "an sich" zu "zweifeln", äussert Sie sich doch immer wieder dahingehend, dass sie glaubt micht schlecht zu behandeln. Warum auch immer sie das denkt, denn das ist nicht der Fall. Den Grund für ihre "Zweifel" habe ich noch nicht herausgefunden, kann sie aber anscheinend auch nicht davon überzeugen, dass diese unberechtigt sind.
Auch andere Dinge, welche in letzter Zeit "vorgekommen" sind, vor allem Gespräche und einzelne Sätze und Fragen ihrerseits, machen mir zunehmend "Angst" und lassen mich befürchten, dass sie möglicherweise zu ihrem Mann zurückkehrt oder es gar jemand anderes geben könnte bzw. dieser Wunsch auf ihrer Seite besteht.

Sicher, es gäbe noch einiges zu schreiben, allerdings lässt meine Konzentrationsfähigkeit und meine Fähigkeit, strukturiert zu denken, im Moment sehr zu wünschen übrig.

In diesem Sinne...
Nabucco123

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2. März 2012 um 11:26

Verarbeitung
"Doch irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man mit der Verarbeitung des Erlebten anfängt und ich denke, dass sie evtl. gerade mittendrin ist, sich wirklich damit auseinander zu setzten"

Mit dem, was Du schreibst, triffst Du die Sache wohl absolut auf den Punkt. Sie geht seit einiger Zeit wieder zu einer Gesprächstherapie um dort die Umbrüche, die derzeit stattfinden, zu besprechen. Und möglicherweise auch anderes, sie berichtet davon nicht. So fragte sie mich auch, ob ich das "komisch finden" würde, dass sie dort nun hingeht. Ich hatte das seinerzeit verneint, war mir auch sicher dass ich es nicht "komisch finde" aber möglicherweise ist da doch unterschwellig (auch in anderen Dingen) das Gefühl, nicht involviert zu sein in das, was sie beschäftigt und diesbzgl. erst unter "ferner liefen" vorhanden zu sein.
Wie gesagt, auch beruflich steht sie zur Zeit sehr unter Druck und oft habe ich das Gefühl, ihr nicht geben zu können, was sie braucht um abschalten und entspannen zu können. Ich nehme sie in den Arm, versuche zuzuhören, aber als "Hilfe" empfinde ich mich nicht.

Reden... in dem Punkt ist sie mir, aufgrund ihrer psychologischen Ausbildung, sicher absolut überlegen und ich ahne (ich ahne immer alles und weiss doch nichts) dass sich das in eine ganz andere Richtung entwickelt und es am Ende weniger um "sie" als um "mich" gehen würde.

Danke für Deine Antwort.

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2. März 2012 um 11:33
In Antwort auf tendai_12849625

Verarbeitung
"Doch irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man mit der Verarbeitung des Erlebten anfängt und ich denke, dass sie evtl. gerade mittendrin ist, sich wirklich damit auseinander zu setzten"

Mit dem, was Du schreibst, triffst Du die Sache wohl absolut auf den Punkt. Sie geht seit einiger Zeit wieder zu einer Gesprächstherapie um dort die Umbrüche, die derzeit stattfinden, zu besprechen. Und möglicherweise auch anderes, sie berichtet davon nicht. So fragte sie mich auch, ob ich das "komisch finden" würde, dass sie dort nun hingeht. Ich hatte das seinerzeit verneint, war mir auch sicher dass ich es nicht "komisch finde" aber möglicherweise ist da doch unterschwellig (auch in anderen Dingen) das Gefühl, nicht involviert zu sein in das, was sie beschäftigt und diesbzgl. erst unter "ferner liefen" vorhanden zu sein.
Wie gesagt, auch beruflich steht sie zur Zeit sehr unter Druck und oft habe ich das Gefühl, ihr nicht geben zu können, was sie braucht um abschalten und entspannen zu können. Ich nehme sie in den Arm, versuche zuzuhören, aber als "Hilfe" empfinde ich mich nicht.

Reden... in dem Punkt ist sie mir, aufgrund ihrer psychologischen Ausbildung, sicher absolut überlegen und ich ahne (ich ahne immer alles und weiss doch nichts) dass sich das in eine ganz andere Richtung entwickelt und es am Ende weniger um "sie" als um "mich" gehen würde.

Danke für Deine Antwort.

Korrektur
Es müsste, ja, nicht "weniger um sie als um mich" als denn vielmehr "um uns" lauten.

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2. März 2012 um 11:58

Damit wäre
Damit wäre dann wohl alles gesagt.
"Im Moment sehe ich kein uns ... jeder ist für sich ..."

"Anscheinend ist es bereits vorbei für dich ... sonst wärst du nicht nur Zuschauer ..."
Ist es das? Bin ich das?

Ich weiss von ihren früheren Beziehungen nur, dass sie wohl nicht immer gut und fair behandelt worden ist. Und es war wohl schon immer so, auch in ihrer Kindheit, dass sie denjenigen, die ihr zur Seite stehen woll(t)en, bei ihr sind, vor den Kopf stösst. Das hat sie nun nicht getan, jedoch, sie fragt in letzter Zeit wieder und wieder, ob sie mich "schlecht behandeln" würde. Ich weiss nicht, wo das herkommt.

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2. März 2012 um 12:14
In Antwort auf tendai_12849625

Damit wäre
Damit wäre dann wohl alles gesagt.
"Im Moment sehe ich kein uns ... jeder ist für sich ..."

"Anscheinend ist es bereits vorbei für dich ... sonst wärst du nicht nur Zuschauer ..."
Ist es das? Bin ich das?

Ich weiss von ihren früheren Beziehungen nur, dass sie wohl nicht immer gut und fair behandelt worden ist. Und es war wohl schon immer so, auch in ihrer Kindheit, dass sie denjenigen, die ihr zur Seite stehen woll(t)en, bei ihr sind, vor den Kopf stösst. Das hat sie nun nicht getan, jedoch, sie fragt in letzter Zeit wieder und wieder, ob sie mich "schlecht behandeln" würde. Ich weiss nicht, wo das herkommt.

Womöglich..
.. kommt das auch daher, dass sie gerade einfach merkt und spürt, dass es dir mit der Situation nicht gut geht.. ich denke, das ist momentan sehr offensichtlich.
Vielleicht rührt sich da bei ihr auch eine Art schlechtes Gewissen oder Schuldgefühl, da sie dir momentan auch nicht das geben kann, was du brauchst. Für mich scheint sie selbst grad sehr in der Schwebe zu sein und ich hab auch den Eindruck, dass sie ihre Gefühle jetzt erst mal für sich selbst regeln/ordnen muss.
Für dich ist das natürlich eine sehr schwierige Geschichte.. vlt. auch aufgrund deiner eigenen Zweifel/Unsicherheiten. Und deshalb fände ich es schon auch wichtig, dass ihr mal ehrlich und offen sprecht, damit ihr beide wisst, was gerade der jeweilige "Status" beim anderen ist. Das heißt ja nicht, dass man sich dann gefühlstechnisch komplett abklärt und sicher gegenüber sitzen musst.. einfach mal klar aussprechen, wie es einem gerade geht, was man fühlt und erwartet, fände ich aber sehr wichtig.
Und ich fände es auch wichtig für dich, dass du für dich wieder etwas selbstständiger wirst. Ich kann gar nicht sagen, woran ich das festmache, aber du wirkst sehr emotional abhängig.. vielleicht hilft es auch dir, ein bisschen loszulassen, dich vermehrt und intensiv um DICH zu kümmern. Ich finde das auch in einer gut funktionierenden Beziehung wichtig, aber bei dir kommt es mir gerade noch viel wichtiger vor. Aber wie gesagt, das ist nur mein subjektiver Eindruck.

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2. März 2012 um 12:25
In Antwort auf margot_12511122

Womöglich..
.. kommt das auch daher, dass sie gerade einfach merkt und spürt, dass es dir mit der Situation nicht gut geht.. ich denke, das ist momentan sehr offensichtlich.
Vielleicht rührt sich da bei ihr auch eine Art schlechtes Gewissen oder Schuldgefühl, da sie dir momentan auch nicht das geben kann, was du brauchst. Für mich scheint sie selbst grad sehr in der Schwebe zu sein und ich hab auch den Eindruck, dass sie ihre Gefühle jetzt erst mal für sich selbst regeln/ordnen muss.
Für dich ist das natürlich eine sehr schwierige Geschichte.. vlt. auch aufgrund deiner eigenen Zweifel/Unsicherheiten. Und deshalb fände ich es schon auch wichtig, dass ihr mal ehrlich und offen sprecht, damit ihr beide wisst, was gerade der jeweilige "Status" beim anderen ist. Das heißt ja nicht, dass man sich dann gefühlstechnisch komplett abklärt und sicher gegenüber sitzen musst.. einfach mal klar aussprechen, wie es einem gerade geht, was man fühlt und erwartet, fände ich aber sehr wichtig.
Und ich fände es auch wichtig für dich, dass du für dich wieder etwas selbstständiger wirst. Ich kann gar nicht sagen, woran ich das festmache, aber du wirkst sehr emotional abhängig.. vielleicht hilft es auch dir, ein bisschen loszulassen, dich vermehrt und intensiv um DICH zu kümmern. Ich finde das auch in einer gut funktionierenden Beziehung wichtig, aber bei dir kommt es mir gerade noch viel wichtiger vor. Aber wie gesagt, das ist nur mein subjektiver Eindruck.

Selbständig
"aber du wirkst sehr emotional abhängig"
Ich kann die Aussage nur schwer einordnen. Richtig ist jedoch, dass ich im Moment den Eindruck habe, dass sie mir entgleitet und ich kaum bis gar nicht an sie rankomme.

Es ist schwierig, dann die richtigen Fragen zu stellen. Es gibt Dinge, was mich überraschte, in denen sie extremst sensibel reagiert. Derart sensibel, dass bspw. in einer Situation (wir hatten Sex) ich sagte, dass mir grad etwas halt nicht sonderlich gefällt, was gleich dazu führte, dass sie quasi die ganze Beziehung in Frage stellte. So tough sie auch wirkt gibt es halt doch Punkte (die wohl jeder hat) in denen sie äußerst empfindlich reagiert.

Ad hoc habe ich noch keine Idee, wie ich das thematisiere, ohne dass meine Fragen wie "Zweifel" wirken, ohne dass ich damit alles "in Frage" stelle und insbesondere, ohne dass sie mir zum Vorwurf macht erst "jetzt" (ich empfinde das Beschriebene seit rund 1 Woche recht stark) angesprochen zu haben.

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2. März 2012 um 12:31

Vieles
"du weisst nicht, was ihr Ex Mann ist alles an den Kopf geworfen hat "
Vieles weiss ich... und das war wahrlich nicht schön. Die letzten Jahre müssen schlimm gewesen sein, dass sie irgendwann begann, sich in andere Dinge zu "flüchten": Arbeit und Sport.

Wie gesagt, der "Verarbeitungsprozess" scheint ja derzeit in der Tat stattzufinden und möglicherweise ist es "normal", dass ich da eher am Rande stehe und nicht involviert bin.

Vielleicht beisst sich da tatsächlich die Schlange selber in den Schwanz... sie macht, aus Rücksicht mir gegenüber und meiner latent depressiven Grundstimmung, das Ganze mit sich selbst aus was dazu führt, dass ich mich "ausgegrenzt" fühle was dazu führt, dass sie aus Rücksicht mir gegenüber...

Wäre zumindest eine These, auf der man ein fälliges Gespräch aufbauen kann...

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2. März 2012 um 12:44
In Antwort auf tendai_12849625

Selbständig
"aber du wirkst sehr emotional abhängig"
Ich kann die Aussage nur schwer einordnen. Richtig ist jedoch, dass ich im Moment den Eindruck habe, dass sie mir entgleitet und ich kaum bis gar nicht an sie rankomme.

Es ist schwierig, dann die richtigen Fragen zu stellen. Es gibt Dinge, was mich überraschte, in denen sie extremst sensibel reagiert. Derart sensibel, dass bspw. in einer Situation (wir hatten Sex) ich sagte, dass mir grad etwas halt nicht sonderlich gefällt, was gleich dazu führte, dass sie quasi die ganze Beziehung in Frage stellte. So tough sie auch wirkt gibt es halt doch Punkte (die wohl jeder hat) in denen sie äußerst empfindlich reagiert.

Ad hoc habe ich noch keine Idee, wie ich das thematisiere, ohne dass meine Fragen wie "Zweifel" wirken, ohne dass ich damit alles "in Frage" stelle und insbesondere, ohne dass sie mir zum Vorwurf macht erst "jetzt" (ich empfinde das Beschriebene seit rund 1 Woche recht stark) angesprochen zu haben.

Also..
.. ich meinte das dahingehend, dass du dir wirklich furchtbar viele Sorgen machst, wie es mir mit allem geht, was du ansprichst.. du machst dir Gedanken, wie du was sagen kannst und wenn du es tun würdest, dann würdest du dich sorgen, dass du es vielleicht zu spät ansprichst. Das wirkt halt alles sehr auf sie fokusiert, als packst du sie grad in Watte, damit sie dir ja nicht entgleitet..
Aber ich finde halt, dass eine Beziehung so ein offenes Gespräch aushalten muss.. das MUSS drin sein, solange man es konstruktiv und ruhig führt.
Du kannst doch jetzt nicht so weitermachen und schweigen, weil du das Gefühl hast, dass du nicht weißt, was du ihr wie und wann zumuten kannst.. wo bleibst du da bei der Geschichte? Wo stehen deine Bedürfnisse? Genau das meinte ich mit emotional abhängig.

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2. März 2012 um 12:44

Lernen
"Sie will sich ja anscheinend mitteilen, sonst gäbe diese kleinen Winks von ihr nicht ... evtl. hat sie das einfach verlernt ..."

Genauer muss es heissen, dass ich das erst lernen muss. Und ich denke, ich mache Fortschritte auch wenn es manchmal ein paar Tage dauert. Sie kann das, durchaus, sie ist jemand der alles und vieles hinterfragt und, zugegeben, auch schonmal Dinge (zu sehr) ins Detail erfragt und klärt. Das also ist etwas, das definitiv bei mir zu suchen ist.

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2. März 2012 um 12:49
In Antwort auf margot_12511122

Also..
.. ich meinte das dahingehend, dass du dir wirklich furchtbar viele Sorgen machst, wie es mir mit allem geht, was du ansprichst.. du machst dir Gedanken, wie du was sagen kannst und wenn du es tun würdest, dann würdest du dich sorgen, dass du es vielleicht zu spät ansprichst. Das wirkt halt alles sehr auf sie fokusiert, als packst du sie grad in Watte, damit sie dir ja nicht entgleitet..
Aber ich finde halt, dass eine Beziehung so ein offenes Gespräch aushalten muss.. das MUSS drin sein, solange man es konstruktiv und ruhig führt.
Du kannst doch jetzt nicht so weitermachen und schweigen, weil du das Gefühl hast, dass du nicht weißt, was du ihr wie und wann zumuten kannst.. wo bleibst du da bei der Geschichte? Wo stehen deine Bedürfnisse? Genau das meinte ich mit emotional abhängig.

Bedürfnisse
Meine Bedürfnisse... ja, sie sagte schon entschuldigend, dass wohl einiges im Moment zu viel ist und ich dabei wohl zu kurz kommen würde. Was soll ich sagen... die Situation ist, wie sie ist, und ich muss (und will) damit klarkommen. Meine Bedürfnisse zu thematisieren (die ich nicht einmal konkret benennen kann, ich bin glücklich wenn sie bei mir im Arm liegt und wir reden) klingt für mich sehr danach, "Forderungen" zu stellen. Dazu aber habe ich kein "Recht", sie "gehört" mir nicht.

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2. März 2012 um 12:55
In Antwort auf tendai_12849625

Bedürfnisse
Meine Bedürfnisse... ja, sie sagte schon entschuldigend, dass wohl einiges im Moment zu viel ist und ich dabei wohl zu kurz kommen würde. Was soll ich sagen... die Situation ist, wie sie ist, und ich muss (und will) damit klarkommen. Meine Bedürfnisse zu thematisieren (die ich nicht einmal konkret benennen kann, ich bin glücklich wenn sie bei mir im Arm liegt und wir reden) klingt für mich sehr danach, "Forderungen" zu stellen. Dazu aber habe ich kein "Recht", sie "gehört" mir nicht.

Nö.
Ich denk nicht, dass das Forderungen sind. Und ich glaub auch, dass das schon ein großes Problem ist, wenn man seine eigenen Bedürfnisse nicht kennt.. vor allem wenns um Bedürfnisse betrifft, die nur DICH betreffen.. nicht sie, nicht euch.

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2. März 2012 um 12:57
In Antwort auf tendai_12849625

Bedürfnisse
Meine Bedürfnisse... ja, sie sagte schon entschuldigend, dass wohl einiges im Moment zu viel ist und ich dabei wohl zu kurz kommen würde. Was soll ich sagen... die Situation ist, wie sie ist, und ich muss (und will) damit klarkommen. Meine Bedürfnisse zu thematisieren (die ich nicht einmal konkret benennen kann, ich bin glücklich wenn sie bei mir im Arm liegt und wir reden) klingt für mich sehr danach, "Forderungen" zu stellen. Dazu aber habe ich kein "Recht", sie "gehört" mir nicht.

Ergänzung
Kürzlich sagte sie, ich seie der "liebste Mann" den sie je kennengelernt hat. Und bei all dem, macht mir diese Aussage irgendwie... ja... Angst. Soweit ich zurückblicke und weiss hatte sie immer Beziehungen quasi fast gesucht in denen sie "schlecht behandelt" worden ist. Der eine ist fremdgegangen, der andere hat sie kleingehalten und gar später gesagt, dass er sie "nie wirklich geliebt" habe.
Da bekommt "lieb" für mich einen unschönen Beigeschmack als wolle sie sagen "Ich liebe Dich" (was sie oft sagt) aber meint "Du langweilst mich".
Überhaupt gar nicht damit klarzukommen scheint sie, dass die "Rollen" in unserer Beziehung, um Vergleich zu ihren früheren Beziehungen, sich quasi umdrehen und ich es bin, der sich sorgt. Was "sonst" immer ihre "Aufgabe" war.

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2. März 2012 um 12:59
In Antwort auf margot_12511122

Nö.
Ich denk nicht, dass das Forderungen sind. Und ich glaub auch, dass das schon ein großes Problem ist, wenn man seine eigenen Bedürfnisse nicht kennt.. vor allem wenns um Bedürfnisse betrifft, die nur DICH betreffen.. nicht sie, nicht euch.

Bedürfnisse
Meine "Bedürfnisse" beziehen sich dann, soweit sie MICH betreffen, dann eher auf berufliche Aspekte. Da läuft es im Moment bei mir so gar nicht gut, obwohl ich in meinem "Traumberuf" arbeite, jedoch zunehmend desillusioniert bin. Aber das ist ein anderes Thema

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2. März 2012 um 13:11
In Antwort auf tendai_12849625

Bedürfnisse
Meine "Bedürfnisse" beziehen sich dann, soweit sie MICH betreffen, dann eher auf berufliche Aspekte. Da läuft es im Moment bei mir so gar nicht gut, obwohl ich in meinem "Traumberuf" arbeite, jedoch zunehmend desillusioniert bin. Aber das ist ein anderes Thema

Naja...
Aber du hast doch bestimmt Vorstellungen darüber, was dich als privaten Menschen (sei es familiär, in Freundschaften oder in Beziehungen) glücklich macht, was dir wichtig ist.. oder? Was brauchst DU, damit es dir gut geht?
Und wenn du das mal für dich rausgefiltert hast, kann man auch mal genau hinschauen, ob dir das deine Beziehung wirklich gibt.

In den letzten Jahren hab ich für mich gelernt, dass es ganz viele Menschen gibt (mich früher eingeschlossen), die gar nicht wissen, was sie wirklich wollen und brauchen. Viele haben nur so eine ungefähre Vorstellung, aber wer kanns schon ganz klar sagen? Aber wenn man das selbst nicht mal weiß, wie soll man dann eine glückliche Beziehung führen können?

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2. März 2012 um 13:25
In Antwort auf margot_12511122

Naja...
Aber du hast doch bestimmt Vorstellungen darüber, was dich als privaten Menschen (sei es familiär, in Freundschaften oder in Beziehungen) glücklich macht, was dir wichtig ist.. oder? Was brauchst DU, damit es dir gut geht?
Und wenn du das mal für dich rausgefiltert hast, kann man auch mal genau hinschauen, ob dir das deine Beziehung wirklich gibt.

In den letzten Jahren hab ich für mich gelernt, dass es ganz viele Menschen gibt (mich früher eingeschlossen), die gar nicht wissen, was sie wirklich wollen und brauchen. Viele haben nur so eine ungefähre Vorstellung, aber wer kanns schon ganz klar sagen? Aber wenn man das selbst nicht mal weiß, wie soll man dann eine glückliche Beziehung führen können?

Ja
Das wirklich herauszufiltern ist allerdings ein richtig langer Prozess. Und ich glaube ebenso, dass nicht nur ganz viele sondern die meisten das nicht wissen.
Zu Teilen der Bedürfnisse:
ich erlebe Zweisamkeit dann als besonders innig, wenn man gemeinsam was tut und erlebt. Damit meine ich NICHT fernsehen, aber bspw. durchaus ins Kino zu gehen. So banal das auch sein mag. Oder spazieren zu gehen, gemeinsam in ein Kaffee zu gehen. Etwas miteinander TUN und nicht nur miteinander SEIN. Aufgrund der speziellen Umstände mangelt es in letzter Zeit daran extrem. Wir sehen uns abends, nach der Arbeit, da gehen einem noch 100 Dinge des Tages durch den Kopf, man ist müde, da kommt so etwas wie Zweisamkeit kaum auf. An Wochenenden ist es auch nur bedingt besser hat sie doch hin und wieder Freitag abends noch Termine und kommt dann erst sehr spät zu mir. Samstags und Sonntags hat sie dann oft familiäre Verpflichtungen, das "uns" bzw. "wir" leidet da schon sehr.

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