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Beziehungskrise - Eifersucht, fremdgehen, ein verlorenes Kind

9. Februar 2012 um 12:42

Hallo,
mein Freund und ich haben derzeit ziemlich große Probleme. Aber wir lieben uns und wollen einen gemeinsame Zukunft. Daher hoffe ich das vllt einige von euch an diesem Punkt standen, wo wir jetzt sind und ich vllt gute Tipps von euch bekommen kann.
Um die gesamte Situation zu erklären müssen wir ins Jahr 2009 zurück gehen.
Ich war zu diesem Zeitpunkt mit einem anderen Mann zusammen. Ich erfuhr das ich schwanger war. Wir zogen zusammen und freuten uns auf unsere Tochter. Im 5. Monat erfuhr ich das meine Amily schwerstbehindert werden wird, wenn sie überhaupt die Schwangerschaft überlebt. Ich erfuhr dies an meinem 19. Geburtstag. Ich entschied mich gegen mein Kind. Es bringt dem Kind nichts und mir auch nicht. Ich hatte gerade erst meine Ausbildung beendet und mich bis an mein Lebensende um ein schwer krankes Kind kümmern? Ich wollte dies nicht. Ich lag 5 Tage im Krankenhaus und musste auf die Wehen warten. Es war also an sich eine normale Geburt. Natürlich wie die Männer sind, lies sich mein damaliger Freund nicht einmal blicken, er rief nicht an etc.
Nun habe ich seit dem 10.10.2010 wieder ein Freund. Und nun fangen die Probleme erst so richtig an.
Ich habe seit dem 18.08.2009 einen riesigen Kinderwunsch. Dann wurde ich ungewollt wieder schwanger. Ich weiß das mein Freund dagegen war. Seine reaktion war "Mein Vater bringt mich um" (Ich bin 21 und er 23). Danach schickte er mich nach Hause und die Sache war klar: Ich musste abtreiben.
Mein Freund begleitete mich zu dem Termin. Danach sind wir zu ihm gefahren. Er setzte sich vor seinen Pc und beschäftigte sich, ich lag im Bett und brauchte ihn. Ich bat ihn mich in den Arm zu nehmen, sich zu mir zu legen, er jedoch blockte total ab. Unsere Beziehung ging natürlich weiter. Mehr schleppend... Ich habe seitdem Hass auf ihn entwickelt, obwohl ich ihm verzeihen wollte. Ich liebe ihn wirklich über alles. Aber ich kann ihm nicht verzeihen. Ich kann nicht vergessen das er mich wegschickte, ich kann nicht vergessen das er mich nicht in den Arm genommen hat, ich kann nicht vergessen das ich ein 2.mal mein Kind gehen lassen musste. Ich lebe seit 3 Jahren mit dem Gefühl, ich sei nicht komplett, meiner Seele fehlt seit dem ein Stück. Und damit fing der ärger erst so richtig an:
Wir haben so viel Streit gehabt und missverständnisse in alltäglichen Situationen. Wir haben uns sogar gegenseitig körperlich angegriffen.
Ich bin ihm 2 mal fremdgegangen, wo ich selber nicht genau weiß warum. Bzw. beim 1 mal hat er mich 2 Wochen lang komplett ignoriert und sich nicht für mich interessiert und als ich aufgab zu kämpfen, habe ich diesen Fehler gemacht. Wir haben geredet er hat mir verziehen und es tut mir auch unendlich doll leid.
Am Anfang der Beziehung musste ich viel vor meinem Freund verstecken/verheimlichen. Ich rauche ab und zu gerne mal einen Joint und durch seine Kindheit war er belastet mit Vorurteilen. Irgendwann kam es raus. Natürlich war das Theater groß, es gab viele Tränen und vorwürfe, aber mittlerweile versteht er mich. Er aktzeptiert es. Ich lüge ihn nicht mehr an und rede offen mit ihm darüber und ab und zu zieht er auch mal. Es ist eine Lösung mit der wir beide Leben können. Ich bin nicht süchtig, das weiß er auch. Ich habe nur ab und zu zu viele Gedanken wegen meinen Kindern in meinem Kopf und da muss ich mal abschalten, etwas runter fahren. Aber logisch, sobald Kinder ins Haus stehen ist damit Schluss! Zurück zum Thema. Jedenfalls habe ich zu oft und zu sehr versucht meine Schattenseiten zu überdecken. Und er hat natürlich gemerkt das etwas nicht stimmt und hat angefangen mich zu kontrollieren. Er hat mein Handy durchforstet, er hat mein Facebook geknackt. Unser Vertrauen war einfach komplett zerstörrt.
Erst war er derjenige, der mir nicht vertraute und nun ist es irgendwie anders herum. Ich bin auf jedes Mädel eifersüchtig. Ich habe solche Angst ihn zu verlieren. Ich bin sogar auf seine Friseurin eifersüchtig. o_O Das ist doch nicht mehr normal. Ich habe solche Verlustängste. Gerade in den Situationen wo ich eifersüchtig bin kommt der Hass in mir auf und ich wünschte er würde gehen, für immer... Aber wenn er sich umdreht und gehen will, dann tut will ich das er bleibt, dann will ich das er mich in den Arm nimmt und ich einfach nur noch heule.
Wir haben keine Ahnung wie wir das in den Griff bekommen sollen.
Er trägt mich auf Händen und möchte alles tun damit es mir besser geht, aber ich weiß selber nicht genau was er tun kann. Ich habe das Gefühl das ich den Hass solange in mir trage, bis ich ein Kind habe. Bis meine Gier gestillt ist.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen und habt wertvolle Tipps.

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9. Februar 2012 um 13:14

Hallo!
Ich rate Dir DRINGEND einen Therapeuten aufzusuchen und eine Therapie zu machen! Du hast so viel zu verarbeiten, ich schätze bei Deiner Labilität wirst Du ohne Hilfe nicht auskommen! Du musst erstmal lernen mit DIR und Deinen Entscheidungen klar zu kommen! Ein weiteres Kind ist keine Lösung und purer Egoistmus, so lange Du Dich nicht im Griff hast! Wenn Du ein Kind bekommst, ohne gelernt zu haben, wie Du als eigenständige Frau Dich selbst lieben kannst, wirst Du dem Kind auf Dauer keine gute Mutter sein können! Ich möchte Dich mit meiner Aussage nicht erschrecken, sondern Dir wirklich Mut machen, Hilfe zu suchen! Dein inneres Leben in Ordnung zu bringen, sollte jetzt Deine erste Priorität sein! Danach kommt alles andere und meistens auch von allein! Alles Gute für Dich!!!!!

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9. Februar 2012 um 13:41

Hallo wundervollste
Ich gebe da meiner Vorrednerin absolut recht!

Es tut mir sehr leid, dass es Dir so geht und auch so ergangen ist. Aber auch Dein Leben wird sich zum Positiven ändern. Du bist noch jung!

In dieser Situation darfst Du gar nicht schwanger werden. Du solltest erst mal eine Therapie anfangen und das unverarbeitete Problem lernen zu verarbeiten um dann später entspannter wieder in die Beziehung und auch an eine Schwangerschaft rangehen.

Wenn Du jetzt so schwanger wirst, wirst Du alles später auf Dein Kind projezieren. Das Kind würde eventeull auch noch darunter leiden, dass seine Mutter ungelöste und schlimme Probleme mit sich führt.

Tu es bitte momentan einem Kind nicht an!

Du mußt erst mal jetzt für Dich und Deine Seele da sein und das verarbeiten. Erst dann kannst Du einen Schritt nach dem anderen machen.

Zudem muß ich sagen,. dass Du mit 21 Jahren noch sehr jung bist und Dir ja auch nicht grade die zeit davonläuft. Hier gibt es eine Meneg Frauen, denen die Zeit wirklich davonläuft.

Also, lass Dir Zeit damit!

Du tust mit solchen übereilten Schlüssen keinem einen gefallen, Dir auch nicht.

Lg Kruemel

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9. Februar 2012 um 14:02
In Antwort auf cicely_12274634

Hallo wundervollste
Ich gebe da meiner Vorrednerin absolut recht!

Es tut mir sehr leid, dass es Dir so geht und auch so ergangen ist. Aber auch Dein Leben wird sich zum Positiven ändern. Du bist noch jung!

In dieser Situation darfst Du gar nicht schwanger werden. Du solltest erst mal eine Therapie anfangen und das unverarbeitete Problem lernen zu verarbeiten um dann später entspannter wieder in die Beziehung und auch an eine Schwangerschaft rangehen.

Wenn Du jetzt so schwanger wirst, wirst Du alles später auf Dein Kind projezieren. Das Kind würde eventeull auch noch darunter leiden, dass seine Mutter ungelöste und schlimme Probleme mit sich führt.

Tu es bitte momentan einem Kind nicht an!

Du mußt erst mal jetzt für Dich und Deine Seele da sein und das verarbeiten. Erst dann kannst Du einen Schritt nach dem anderen machen.

Zudem muß ich sagen,. dass Du mit 21 Jahren noch sehr jung bist und Dir ja auch nicht grade die zeit davonläuft. Hier gibt es eine Meneg Frauen, denen die Zeit wirklich davonläuft.

Also, lass Dir Zeit damit!

Du tust mit solchen übereilten Schlüssen keinem einen gefallen, Dir auch nicht.

Lg Kruemel

Hallo,
danke für die Antworten, ich mein Ziel ist auch nicht jetzt ein Kind zubekommen, das würde derzeit nicht passen, das sehe ich selber.
Ich habe den Schritt mit dem Therapeuten getan. Ich habe mich für kurze Zeit in Behandlung befunden, aber irgendwie hat es nicht gefruchtet. Ich habe es abgebrochen, weil es mir persönlich nicht viel gebracht hat. Aber vllt lag es auch einfach an meinem Therapeuten, das wir nicht "zusammen gepasst" haben. Daher würde ich gerne den Weg über einen Therapeuten umgehen. Mir fällt es auch nicht wirklich leicht, wirklich meine Gefühle preis zu geben. Selbst mit meinen Freunden oder der Familie spreche ich nicht über das geschehene oder meine Gefühle... Ich möchte/kann mich nicht jemanden Fremden öffnen, gerade nicht, wenn dieser mir gegenüber sitzt. Ich hoffe ihr wisst was ich gerade versuche zu sagen. Ich weiß nicht genau wie ich es erkären soll.

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9. Februar 2012 um 14:21
In Antwort auf jesus_12634123

Hallo,
danke für die Antworten, ich mein Ziel ist auch nicht jetzt ein Kind zubekommen, das würde derzeit nicht passen, das sehe ich selber.
Ich habe den Schritt mit dem Therapeuten getan. Ich habe mich für kurze Zeit in Behandlung befunden, aber irgendwie hat es nicht gefruchtet. Ich habe es abgebrochen, weil es mir persönlich nicht viel gebracht hat. Aber vllt lag es auch einfach an meinem Therapeuten, das wir nicht "zusammen gepasst" haben. Daher würde ich gerne den Weg über einen Therapeuten umgehen. Mir fällt es auch nicht wirklich leicht, wirklich meine Gefühle preis zu geben. Selbst mit meinen Freunden oder der Familie spreche ich nicht über das geschehene oder meine Gefühle... Ich möchte/kann mich nicht jemanden Fremden öffnen, gerade nicht, wenn dieser mir gegenüber sitzt. Ich hoffe ihr wisst was ich gerade versuche zu sagen. Ich weiß nicht genau wie ich es erkären soll.

Hallo wundervollste
Also, das mit den Therapeuten ist auch nicht ganz so einfach.

Erst mal kann es sein, dass Du drei Therapeuten durchläufst, bevor Du den passenden findest, mit dem Du klar kommst.

Das ist also normal.

Zweitens bedarf es, je nach Größe der Problematiken längere Therapiesitzungen, meist bis zu zwei Jahren 1-2 Sitzungen pro Woche.

Das ist auch normal, denn ansonsten kann man den Kern Deiner eigentlichen Probleme nicht knacken. Dazu gehören aber Vorgespräche, Gespräche über Dein bisheriges Leben und dann langsam geht man auf die Probleme zu. Man arbeitet sich quasi stückchenweise voran.

Drittens, Sprechen hilft und nur wenn Du Dich langsam öffnest, kannst Du die Probleme bewältigen. Dabei wird Dir Dein Therapeut dann auch helfen. Aber vorher muß man logischerweise auch erst mal Vertrauen zu ihm haben.

Das alles weiß ein Therapeut und wird schrittweise dann auch mit Dir den Weg gehen.

Also, überlege es Dir doch noch mal. denn momentan sehe ich für Dein Problem keinen anderen Ausweg.

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9. Februar 2012 um 15:08

Vergessen zu schreiben
Danke für deine Antwort, ich habe vergessen zu schreiben, das mein Freund es unheimlich leid tut. Und er einsieht was er mir "angetan" hat und er unser Kind auch vermisst und er wenn er könnte es rückgänig machen würde. Jetzt nimmt er mich in den Arm und weint mit mir zusammen und geht auf mich ein. Er war einfach mit der Situation überfordert und wusste nicht was er machen sollte. Er wollte, was verständlich ist, erstmal leben. Etwas erreichen. Also er tröstet mich, zwar etwas zu spät, aber er tut es mitlerweile.

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Frühere Diskussionen
Ich weiß einfach nicht mehr was ich tuen soll...
Von: paula198711
neu
9. Februar 2012 um 14:55
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