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Beziehungsgeflecht...

27. Februar 2009 um 0:10

Halli Hallo, bin neu hier und wollte mal eure Meinung dazu hören:

Mein Ex (waren nicht verheiratet) und ich haben einen gemeinsamen Sohn von 2 Jahren (er wohnt bei mir) und gemeinsames Sorgerecht.
Er hatte damals eine Affaire angefangen die jetzt zur Beziehung (so kann man das auch nicht nennen) geworden ist.
Ich glaube, ich schreibe nur Stichpunkte hier auf, weil das sonst viel zu lange wird.

Also das übergeordente Thema ist unser gemeinsamer Sohn!

Und jetzt splittet sich das in 2 Sachen und zwar in den Vater vom Kind und seine jetzige Freundin:

Vater:
unpünktlich, unverbindlich, Anschreien als pädagogisches Mittel ( im Beisein anderer ruhiges Verhalten: Vorzeigepapa), Agressionen, Ernährung (sehr oft Mc Donalds), als wir damals noch zusammen waren kam ich abends nach Hause und mein Sohn und sein Vater waren weg nicht bescheid gesagt (kamen erst am nächsten Tag wieder, da dreht man doch am Rad, oder?), Umgang mit Medien; Er setzt meinen Sohn vor den Fernseher, um in Ruhe im Internet zu surfen (sehr oft), er nimmt mich nicht ernst, ist ambivalent zwischen seiner Freundin und mir, leere Drohungen setzt seine eigenen Bedürfnisse durch, ohne Einbezug von mir, will mich kaufen und abhängig machen, nicht kommunikativ, schiebt gerne Verantwortung(Sohn) ab -> auf seine Freundin.

So und jetzt seine Freundin:
Nimmt mich auch nicht ernst, provoziert unterschwellig sowie offensichtlich, Beeinflussung dritter, Lügen, sie hat Bilder von meinem Sohn im Internet veröffentlicht (dazu später...), Manipulation in allen erdenklichen Formen (Geste, Wort und Schrift), paradoxe Interventionen (keine Guten), Identitätsproblem -> Borderline Problematik (sie versucht ich zu sein und die Mutter zu sein, Kleidung( wir haben auf einmal dieselben Klamotten, Gesten, usw.)

Dazu kommt noch, dass beide meine Intimsphäre verletzen.

Zu den Bildern im Internet habe ich sie schon mehrfach darauf hingewiesen sie zu entfernen, aber sie ignoriert das und macht immer mehr Bilder rein, beschriftet sie auch noch ganz hübsch (manipulativ) und jetzt sogar Nacktbilder von meinem Sohn wo er in der Badewanne sitzt und alles (wirklich alles!) sieht.

Wie würdet Ihr weiter vorgehen? Wenn ich meinen Mund aufmache, dann kommen wieder Drohungen, er will mir das Kind weg nehmen oder ich werde schon sehen was ich davon habe, ich bekomme es ja nicht auf die Reihe auf den Kleinen aufzupassen, weil ich ja arbeiten gehe.

(Ich meine, ich gehe arbeiten und in der Zeit passt halt der Vater darauf auf, also ich denke ich bin schon bemüht, dass er den Kleinen so häufig wie möglich sieht und Zeit mit ihm verbringen kann)

Also ein Feedback wäre ganz angenehm

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27. Februar 2009 um 23:03

Also...
... ganz ehrlich meine Meinung: Für mich liest sich die Geschichte so: Vordergründig geht es Dir um das Wohl Deines Kindes, das spielt auch sicherlich eine große Rolle, ich will das nicht schmälern. Aber ich denke, Du hast nicht wirklich mit der Beziehung zu Deinem Ex abgeschlossen. Denn sonst würdest Du Dir nicht erlauben, darüber zu urteilen, ob die Sache mit seiner Neuen wirklich eine Beziehung ist oder nicht. Hättest Du wirklich abgeschlossen, würdest Du daran keinen Gedanken verlieren. Ich denke, das ist der springende Punkt bei der ganzen Geschichte.

Ganz ehrlich: Hast Du Dein Kind noch nie vor den Fernseher gesetzt? Hast Du noch nie mit ihm geschimpft? Warst Du noch nie mit ihm bei McDonalds? Zeigst Du niemandem stolz Fotos Deines Sohnes? Sagst Du Deinem Ex immer, wenn Du wegfährst mit dem Kleinen?

Man kann alles immer von zwei oder mehreren Seiten sehen. Je nachdem, wie die eigene Grundstimmung ist, kann eine Sache verharmlost oder extrem aufgebauscht werden. Dann kann aus der Tatsache, dass der Kleine mal ohne Handschuhe nach draußen geht, was ihn bestimmt nicht umbringen würde, entweder eine grobe, beschreienswerte Fahrlässigkeit werden oder eben einfach bloß das, was es ist: eine Vergesslichkeit, die aber nicht weiter schlimm ist. Oder man kann aus der Tatsache, dass die Neue ähnliche Klamotten trägt, eine Borderline-Störung machen oder es als Zufall betrachten, in den man nicht so viel reininterpretieren sollte.

Ich will damit sagen: Du kommst mir alles andere als gelassen vor, da neigt man durchaus dazu, die Dinge überzuinterpretieren. Werde Dir erst mal im Klaren darüber, dass Du mit der neuen Beziehung Deines Ex nichts zu schaffen hast, Du musst kein psychologisches Persönlichkeitsprofil der neuen Partnerin Deines Ex erstellen, so wie Du es oben getan hast. Das zeigt bloß eins: Anscheinend nimmt sie als Person ganz schön viel Platz in Deinen Gedanken ein. DAS würde ich zum Beispiel nicht als normal ansehen.

Meiner Meinung nach solltest Du Dich mit Deinem Ex nur noch als dem Vater eures gemeinsamen Kindes zusammensetzen und klären, wie die ihr euer Kind aufwachsen lassen wollt. Natürlich geht das nicht ohne Reibungspunkte, und es wird vermutlich auch immer wieder zu Differenzen kommen, aber um des Kindes willen sollte man versuchen, die Vergangenheit ruhen zu lassen und die Dinge - Kind und schlechte Gefühle wegen der Ex-Beziehung - nicht miteinander vermischen.

LG

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28. Februar 2009 um 18:59

Also BITTE!
ich verstehe, dass es praktischer sein mag das alleinige sorgerecht zu haben, aber das ist nebenher auch noch eins: unetisch.
Wieso soll ein kind das wohlweißlich zwei Elternteile hat nicht auch von beiden gleich sein? was würdest du als Mutter sagen, wenn der Mann dir kein Sorgerecht zugestehen würde? Auch wenn deine Erziehungsmetoden Preisgekrönt am Kirchtaum wehen: niemand hat das Recht ein kidn ganz für sich zu beanspruchen.

Wir Frauen müssen uns wirklich nicht wundern wenn wir in der altbacken Mutterrolle feststecken.

Würde ich ein kind bekommen: ich würde drauf bestehen! dass der Vater das Sorgerecht teilt.
Ja ich kann mir vorstellen, was das heißen kann, und was das für Probleme mitsich bringen kann, aber es ist einfach so, dass es nicht mein Kind ist sondern unser und er hat genau die selben Pflichten aber auch Rechte wie ich am Kind. Und wenn wir unterschiedliche Erziehungsstile haben, dann müssen wir uns an einen tisch setzen und es ausdiskutieren und nicht meinen automatisch als den besten anerkennen.

Der Threadstartering kann ich auch nur raten, irgendwie mit den beiden zu reden. Ohne anschuldigungen, einfach auf einer respektvollen ebene.
Sobald das Kind irgendeiner art von Schädigung ausgesetzt ist, muss man natürlich handeln. Etwas mehr TV und ein paar Bildchen im Netz sehe ich jetzt noch als diskutabel. Aber wenn du ernsthafte Gefahren für den kleinen siehst musst du dich natürlich an dritte stelle wenden und das Kind schützen. Ich würde auch versuchen, der neuen Freundin des Vaters etwas entgegen zu kommen, sie zumindest versuchen zu verstehen und ihr das auch zeigen. Ich glaube nicht dass du was erreichst, wenn du gegen sie kämpfst.

Suche das gespräch und versuch beide ernst zu nehmen, dann werden sie auch dich ernster nehmen. mehr kann ich leider nicht raten aber ich wünsch euch natürlich alles gute!

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1. März 2009 um 12:32

Danke
Danke erst einmal für die Antworten.

Nicht dass ich das jetzt so interpretieren würde, dass der Partner von meinem Ex Borderline hat, weils mir so passt. Nein, es ist diagnostiziert worden, sie geht in Behandlung, dass schon seit 1 Jahr.
Um mal ein Beispiel zu nennen. Das letzte Silvester. Ich hatte vorgeschlagen, dass wir alle zusammen feiern können. Die Vorbereitungen gingen ganz gut bis wir zum Bleigießen kamen. Mein Ex hatte gerade den Löffel über die Kerze gehalten, unser Sohn hat ihn unabsichtlich angerempelt, aber nichts verschüttet. Ex schreit ihn an, das Kind schaut mich an, fängt an zu weinen, die Freundin von meinem Ex sagt hat ihn gefragt, ob er zur Mama möchte. Er sagte: Ja. Aber sie reißt ihn an sich, knuddelt und küsst ihn, sodass er nicht mehr zu mir konnte.

So das war nur ein Beispiel, eine Situationen von vielen. Wie soll ich denn da ruhig bleiben?
Und mit meinem Ex kann ich wirklich nicht reden, da er sich auch, seitdem das ganze angefangen hat, wirklich um 180 C gedreht hat. Ich wollte eine Auflistung machen, welche Möbel er mitnimmt und welche ich nehme ( es ist nur ein Beispiel). Ich fragte ihn, und als Antwort kam nur: Ist mir egal, oder ja mach doch was du willst.
Sowas nervt einfach auf Dauer.

Ich bin jetzt schon einen Schritt weiter, und habe mit pro familia darüber geredet. Einen Anwalt wegen den Bildern in einer Chatcommunity hab ich auch schon darüber informiert, weil das geht gar nicht, die sind für alle sichtbar, das verletzt seine Intimsphäre. Und wenn man nach mehrmaligen bitten, sowas immer noch ignoriert, dann platzt mir irgendwann mal der Kragen, weil sowas gehört sich einfach nicht.

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1. März 2009 um 16:09

Vielleicht verstehen wir uns falsch
ich will nicht sagen, dass das alleinige Sorgerecht immer nur schlecht ist, ich will nur sagen, dass wir als Frauen kein Hauptanspruch an unserem Nachwuchs haben.

Wenn ein Elternteil eine Gefahr für das Kind darstellt oder keinerlei interesse hat das Kind zu sehen, ist das ein guter Grund ihn außen vor zu lassen.
Aber ich gehe mal davon aus, dass die meisten Menschen die ein Baby bekommen dies mit jemandem tun, dem sie vertrauen. Ich selbst würde mich fragen was ich für ne Hirnverbrannte Tussi war, wenn ich mich von nem Vollpfosten habe schwängern lassen.

Das sehe ich hier nicht. Ich sehe ein ExPaar das sich doch sehr bemüht, das miteinander kommuniziert, das keinen Schlammschlacht austrägt, eben zwei menschen, bei denen es schlicht und einfach nicht geklappt hat. Da finde ich es nicht verwunderlich, dass sie einst dem gemeinsamen Sorgerecht zugestimmt hat. Und es geht hier ja auch nicht um Bürokratie Zeugs sondern um den Umgang des Vaters (und seiner neuen Freundin) mit dem Kind. Gemeinsames Sorgerecht hin oder her.

Der Vater in diesem Fall ist ja kein Tyrann, soweit ich das einschätzen kann. Es klingt jetzt auch nicht nach dem perfekten Vorbild, rumschreien zum beispiel würde bei mir auch gar nicht gehen, aber ich glaube wirklich nicht das dem armen kerl das so bewusst ist. ich denke eher, er ist überfordert. Das macht es nicht besser und daran muss was geändert werden aber es wäre für mich kein Grund den Umgang gänzlich zu verbieten.

Ich will damit nur sagen, dass ich es absolut verstehe, dass man ein gemeinsames Sorgerecht hat wenn man ein gemeinsames Kind hat. Dass es ausnahmen gibt in denen ein Elternteil nicht gut ist für das Kind ist unumstritten, aber nicht die Regel.

Als Mutter automatisch einfach davon auszugehen man selbst habe ein vorrecht auf das gemeinsame Kind ist einfach unrecht. Das hat nichts damit zu tun, dass Kinder vor Menshcen die ihnen Schaden geschützt werden müssen. sei das jetzt lehrer, okel, tante, vater, mutter...

Das bezieht sich aber ja auch nicht auf diesen Fall hier. Als Mutter würde ich genau so kämpfen wenn ich etwas sehen würde, was meinem Kind schadet. Aber das hat ja vordergründig nichts mit dem gemeinsamen Sorgerecht zu tun. Was wäre, wenn hier ein Vater geschrieben hätte, dass seine Exfreundin dem Kind nicht guttut, sie aber dem gemeinsamen Sorgerecht nicht zustimmt. Es gibt eben immer zwei seiten.

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