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"Beziehungsangst" - wie soll sich Mann verhalten?

12. März 2007 um 10:57

Ich hoffe hier gibt es einige Frauen die mir vielleicht Tipps geben können.

Vor einigen Wochen lernte ich eine Frau in einer Single-Börse kennen, ein wahrer Glückstreffer wie sich später herausstellte. Sie ist unheimlich süß, nett, lustig und wir verstehen und prächtig.

Mittlerweile sind wir auch soweit, dass wir es mit einer Beziehung probieren. Ihr Problem, sie hatte (wie ich) seit knapp 2,5 Jahren keine Beziehung mehr und in dieser Zeit wohl sehr viel erleben müssen. Hat, auf deutsch gesagt, relativ viele Arschtritte verbuchen müssen, und ist seit dem eher pessimistisch eingestellt, kann nicht so wie sie vielleicht möchte und hat bei meinem Vorgängern schon fast nach Fehlern gesucht, um diese abschießen zu können.

Bisher habe ich Glück. Sie ist sich ihrem Problem bewusst, ist gewillt das zu ändern und sich wieder zu öffnen und in einer Beziehung fallen zu lassen.

Für mich ist es nicht wirklich einfach, aber auch kein unlösbares Unterfangen zu akzeptieren dass wir eine gewisse Distanz waren, uns in etwa nur einmal die Woche sehen und dafür halt recht oft telefonieren. Das Vertrauen in ihr ist da, und sie hat auch öfters bekundet dass ich in ihren Augen das bin, was sie wohl sucht. Das freut mich immens, denn sie ist seit Jahren die erste Frau überhaupt, die mich für sie richtig begeistern konnte und mit der ich mir auch eine Planung für die Zukunft vorstellen kann.

Allerdings mache ich mir nun natürlich Gedanken. Sie hat mir erzählt, dass wohl eine Bekannte von ihr auch sowas durchgemacht hat, und sie bei allen Frauen, die sie ihre Geschichte erzählt hat, auf Verständnis stieß. Die Bekannte hatte ebenfalls einen Verehrer, der echt viel durchmachen musste, es hat am Ende aber geklappt. Mir gegenüber hat sie auch erwähnt, dass es sicher nicht leicht werden wird -für mich und sie.

Positiv ist sicherlich, dass sie ihr Problem klar erkannt hat, sich dennoch auf eine Beziehung eingelassen hat und gewillt ist an sich zu arbeiten.

Nur was kann ich machen? An sich bin ich sehr ungeduldig, in Sachen Beziehungen und Liebe musste ich aber selber einige Querschläger einfangen. Dennoch bin ich nicht mal so traurig dass wir es langsam angehen lassen, da ich selber erstmal nach und nach gewisse Dinge ablegen muss und mir klar wird, dass eine Beziehung Veranwortung bedeutet und jeder Einschnitte in seiner Freiheit einnehmen muss.

Was mich also interessieren würde ist, gibt es Frauen die ähnliches durchgemacht haben? Die auch nicht ihre Zuneigung zu jemanden klar ausdrücken können, Angst vor der Verantwortung und dem stellenweisen Freiheitsverlust haben und in der Öffentlichkeit kaum zeigen können, dass sie jemanden "mögen"?

Das andere was mich interessiert ist, konnte das "Problem" aus eigener Kraft behoben werden, und wie kann ich als Mann mich da am besten miteinbringen? "Darf" ich ihr weiterhin Komplimente machen, und ihr zeigen wie gerne ich sie habe? Oder schrecke ich sie da eher mit ab?

Vielen Dank für Eure Antworten.

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12. März 2007 um 11:10

Good on you....
Zuerst einmal ein grosses Kompliment an Dich. Du machst dir Gedanken, bist präsent. Das ist ein sehr guter Anfang. Nach zwei gescheiterten Beziehungen war ich auch so. Ich hatte Angst, konnte mich nicht öffnen. Glaub mir, sie leidet auch darunter. Und sie arbeitet an sich. Mach weiter so. Komplimente und deine warme Art, werden sie wieder öffnen. Mit Kälte und Distanziertheit würdest du es vermasseln. Sie braucht einen aufmerksamen Partner, einen bei dem sie sich mal wieder anlehnen kann. Es wird dauern bis sie soweit ist, aber ich denke, dass es klappen wird. Sei geduldig. Wir sind so zerbrechlich und wenn uns ein paar Leute schon in den Hintern getreten haben, sind wir natürlich erst mal skeptisch und verunsichert. Sie ist beziehungsfähig. Davon bin ich überzeugt. Sie wird ihre Ängste überwinden. Gib ihr Zeit und sei ihr ein liebevoller Partner. Dann haut es hin. Alles Gute

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12. März 2007 um 11:20
In Antwort auf mette_12041133

Good on you....
Zuerst einmal ein grosses Kompliment an Dich. Du machst dir Gedanken, bist präsent. Das ist ein sehr guter Anfang. Nach zwei gescheiterten Beziehungen war ich auch so. Ich hatte Angst, konnte mich nicht öffnen. Glaub mir, sie leidet auch darunter. Und sie arbeitet an sich. Mach weiter so. Komplimente und deine warme Art, werden sie wieder öffnen. Mit Kälte und Distanziertheit würdest du es vermasseln. Sie braucht einen aufmerksamen Partner, einen bei dem sie sich mal wieder anlehnen kann. Es wird dauern bis sie soweit ist, aber ich denke, dass es klappen wird. Sei geduldig. Wir sind so zerbrechlich und wenn uns ein paar Leute schon in den Hintern getreten haben, sind wir natürlich erst mal skeptisch und verunsichert. Sie ist beziehungsfähig. Davon bin ich überzeugt. Sie wird ihre Ängste überwinden. Gib ihr Zeit und sei ihr ein liebevoller Partner. Dann haut es hin. Alles Gute

Danke
Danke für das Kompliment Bin selber über mich überrascht, aber ich habe sie halt schon unheimlich gerne und glaube auch fest dran dass da was ranwachsen kann, was für beide toll wäre.

Das sie leidet hat sie mir auch schon in ähnlicher Form mitgeteilt, sie scheint da auch mit ihren Freunden und Verwandten viel drüber zu reden und sich ernsthaft der Sache anzunehmen, das gibt mir ja wieder die Gewissheit dass sie will, und mir Antrieb am Ball zu bleiben.

Jedenfalls danke für den Beitrag, hilft mir schon weiter und ich werde sie weiterhin so gut behandeln wie bisher und gebe ihr so viel Zeit wie sie braucht.

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12. März 2007 um 11:29

Offen und direkt
Du betonst zweimal Beziehungen bedeuten für Dich Verantwortung und Freiheitsverlust bedeutet. Das hört sich irgendwie nach Opfer an ... ?? Ist das Dein vielleicht verborgenes Empfinden dazu ?

Ansonsten finde ich, dass der absolut beste Weg, mit jedem umzugehen der ist, dem Gegenüber offen und ehrlich zu begegnen und Deine Empfindungen auszudrücken - positive wie negative - aber auch in genau der subjektiven Art formuliert in der "Ich fühle" Form und nicht der "Du bist" Form. Das mag vielleicht ersteinmal gewöhnungsbedürftig sein, schafft aber mittelfristig weit mehr Vertrauen, als ein Verhalten was sich an den erahnten Wünschen des Gegenüber orientiert. Anders ist es vielleicht, wenn sie diese Wünsche formuliert.

jaja

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12. März 2007 um 11:59
In Antwort auf jaja2331

Offen und direkt
Du betonst zweimal Beziehungen bedeuten für Dich Verantwortung und Freiheitsverlust bedeutet. Das hört sich irgendwie nach Opfer an ... ?? Ist das Dein vielleicht verborgenes Empfinden dazu ?

Ansonsten finde ich, dass der absolut beste Weg, mit jedem umzugehen der ist, dem Gegenüber offen und ehrlich zu begegnen und Deine Empfindungen auszudrücken - positive wie negative - aber auch in genau der subjektiven Art formuliert in der "Ich fühle" Form und nicht der "Du bist" Form. Das mag vielleicht ersteinmal gewöhnungsbedürftig sein, schafft aber mittelfristig weit mehr Vertrauen, als ein Verhalten was sich an den erahnten Wünschen des Gegenüber orientiert. Anders ist es vielleicht, wenn sie diese Wünsche formuliert.

jaja

Zum Opfer
Würde es nicht als verborgenes Empfinden ansehen. Es ist eine Sache die ich wirklich so sehe. Unabhängig von den schönen Seiten einer Beziehung ist sowas auch Arbeit, da mache ich mir halt keine Illusionen.

Ich selber war ja genau wie sie jemand, der erstmal vieles einfach nur hinterfragt hat und Frauen erst gar nicht an mich ran ließ. Eben weil ich so oft enttäuscht wurde, da es auch viele Frauen gibt, die es mit Ehrlichkeit nicht ganz so genau nahmen.

Umso überraschter war ich zu sehen, wie gut es zwischen uns beiden ging. An sich bin ich eher der passivere und vorsichtigere, hier ist sie es.

Für mich ist es also sicherlich auch irgendwo ein Opfer, auch wenn es sich ein wenig negativ und kritisch anhört - jemand der aber so lange Single war, muss es ja auch irgendwie als Opfer sehen. Auf der anderen Seite weiß sie auch, dass ich jemand bin der ultra schwer für eine Beziehung zu gewinnen ist, und bei ihr bin ich soweit zu sagen, dass ich gewisse Einschränkungen gerne annehme, wenn auch nur nach und nach.

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12. März 2007 um 12:44

Charming...
ich kann mich dem Betrag zuvor nur anschliessen: Du hast eine sehr sensible, charmante u. stilvolle Art zu schreiben, daher gehe ich davon aus, dass du auch charakterlich gleich od. zumindest ähnlich bist. Dafür erstmal ein dickes Lob! Es erfordert viel Mut & Leidenschaft, sich mit den Problemen einer anderen, zunächst ggf. noch neuen Person auseinanderzusetzen. Es ist toll, dass du dir solche Gedanken machst und zeigt ganz klar, dass du auf dem richtigen Weg bist! Deine neue Bekannte kann sehr froh sein, dass sie einen solchen lieben & rücksichtsvollen Partner bekommt Ich kann dir nur eins mit auf den Weg geben: Erfahrungsgemäß verliert man seine Ängste, wenn man ganz lieb an die Hand genommen wird u. viel Feedback in Form von Komplimenten erhält. Das gibt einem richtig Auftrieb, macht selbstbewusst und sicher. Und ganz plötzlich sind alle Ängste vom Winde verweht... Drücke euch ganz fest die Däumchen, und : bleib so wie du bist )

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12. März 2007 um 13:57
In Antwort auf rodion_11953758

Zum Opfer
Würde es nicht als verborgenes Empfinden ansehen. Es ist eine Sache die ich wirklich so sehe. Unabhängig von den schönen Seiten einer Beziehung ist sowas auch Arbeit, da mache ich mir halt keine Illusionen.

Ich selber war ja genau wie sie jemand, der erstmal vieles einfach nur hinterfragt hat und Frauen erst gar nicht an mich ran ließ. Eben weil ich so oft enttäuscht wurde, da es auch viele Frauen gibt, die es mit Ehrlichkeit nicht ganz so genau nahmen.

Umso überraschter war ich zu sehen, wie gut es zwischen uns beiden ging. An sich bin ich eher der passivere und vorsichtigere, hier ist sie es.

Für mich ist es also sicherlich auch irgendwo ein Opfer, auch wenn es sich ein wenig negativ und kritisch anhört - jemand der aber so lange Single war, muss es ja auch irgendwie als Opfer sehen. Auf der anderen Seite weiß sie auch, dass ich jemand bin der ultra schwer für eine Beziehung zu gewinnen ist, und bei ihr bin ich soweit zu sagen, dass ich gewisse Einschränkungen gerne annehme, wenn auch nur nach und nach.

Opfer der Freiheit
Wenn Du Freiheit aufgibst und es als ein Opfer empfindest, dann hört es sich nicht nur negativ und kritisch an, sondern ist es für Dich dann doch auch, oder ?

Ich denke, man kann eine Beziehung auch so leben, dass man keine Opfer in seiner Freiheit bringen muß, wenn der Beziehung passt.
Warum soll man nicht spüren, was für Bedürfnisse man hat und diese gegenüber dem Partner ausdrücken und in Absprache mit ihm auch leben. Genau das tut Deine Freundin doch auch im Moment: Sie möchte Dich nur einmal die Woche treffen und ihr bisheriges Leben nicht vernachlässigen, in diesem Fall nach Deinen Worten, weil sie "Beziehung" (im allgemeinen) noch nicht traut. Wenn sie sich stattdessen Deinen Wünschen unterwirft, und Dich öfter trifft, als sie selbst mag, geht die Lebendigkeit zugrunde und damit ein wichtiges Element der Beziehung.

Wer schreibt vor, dass man jederzeit sich täglich sehen MUSS ? Wenn die Gemeinsamkeiten und das Vertrauen so wachsen, dass man mehr miteinander teilen möchte und das gegenseitig ist, wird man mehr Zeit miteinander verbringen.
Dann könnten aber auch Phasen in der Beziehung auftreten, in denen vielleicht die Individualität wieder etwas mehr Freiraum braucht. Wenn man das "opfert" wird wiederum die Beziehung leiden. Stattdessen könnte man es auch dem Partner mitteilen und das Bedürfnis ausleben.

Natürlich wird es auch vorübergehende Zeiten geben, in denen man die Bedürfnisse des Partners über seine eigenen stellen sollte, wenn er z.B. gerade hilfsbedürftig ist.
Aber ich denke, das sollte vorübergehend bleiben, weil sonst die Beziehung am Ende stirbt oder ein Partner opfert sich wirklich dem anderen.

jaja

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