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Beziehungen heute

3. April 2003 um 8:58 Letzte Antwort: 8. April 2003 um 10:16

Im Beitrag "heiraten" von Kati37 bin ich auf eine Aussage von Mondchen gestossen, der ich so nicht ganz zustimmen würde.

Sie meint, dass Beziehungen heute nicht mehr einen so hohen Stellenwert haben. Meiner Meinung nach bekommen sie aber gerade wieder einen hohen Stellenwert durch die derzeitige Gesellschaft. Eben weil Jobs unsicher sind, weil man nie weiß, wo es einen als nächstes hinverschlägt und was einen als nächstes erwartet, habe ich dass Gefühl, dass sich die Menschen auf ihre Beziehungen besinnen, weil das das einzige ist, was sie durch ihren Einfluss beständig halten können. Beziehung als der Punkt im Leben, wo man weiß, wo man hingehört. Woraus man die Kraft schöpfen kann, für die ganze Hektik im Alltag, die heutzutage vorherrscht. Die einem das Gefühl gibt, doch irgendwo festverankert zu sein.

Die vielen Ehen die jetzt geschieden werden, sind doch zum großen Teil die der Generation, die diesen "Wandel der Zeit" miterlebt hat. Die sozusagen teilweise unter den älteren Rollenverteilungen geheiratet haben und jetzt aber doch die neue leben wollen und das führt zu Konflikten. Die jungen Generationen heiraten aber doch schon unter diesen Prämissen und arrangieren sich von Beginn an damit. Also vielleicht sinkt die Scheidungsrate in den nächsten Jahren ja wieder!?

Das sind so meine Gedanken zu diesem Thema. Vielleicht sind sie weit her geholt oder total absurd. Mich würden mal eure Gedanken zu dem Thema interessieren, welchen Stellenwert ihr Beziehungen heutzutage gebt.

Viele Grüße
Kiddy

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3. April 2003 um 9:34

Beziehungen gestern und heute
Hallo kiddy,

ich habe mondchens Aussage auch gelesen und kann dem nicht so ganz zustimmen. Es klingt irgendwie so als war früher alles besser nur mit der karrieresucht der leute ist alles schlimmer geworden.
Auch heute noch machen die wenigsten Leute Karriere. Das ist in vielen berufen gar nicht möglich, aber auch bei diesen Leuten werden Ehen geschieden.

Was war die Ehe denn früher? Eine Zweckgemeinschaft, zur Zeugung von Nachwuchs, absicherung und besitzvergrösserung. Liebe hat meist wenig interessiert.

Wenn es in der Ehe nicht mehr lief, war eine Scheidung unmöglich, weil es gesellschaftliche Ächtung und für Frauen oft Armut. Bis 1977 galt bei scheidungen in Westdeutschland noch das Schuldprinzip, d.h. wer schuld war am scheitern der Beziehung bekam keinen Unterhalt. Da Frauen meist unterhaltsberechtigt waren, betraf das war allem sie, der ehemann konnte ihenn sogar das Ausüben eines Berufes verbieten.

Meiner Meinung nach kein wunder, dass viel mehr Menschen (vor allem Frauen) in unbefriedigenden beziehungen verharrten und die Partner nebeneinander her lebeten.

Heute hat es kein Mensch mehr nötig in
einer sachlechten beziehung zu bleiben und das ist richtig so.

Beziehungen haben heute einen ganz andren Zwecht. Sie sind in dem Sinne keine Wirtschaftsgemeinschaften mehr.
Die meisten Frauen sind nicht mehr auf einen Ernährer angewiesen, die meisten Männer können sich heute ihre Brote selber schmieren.
Wenn die Liebe vegeht oder ein Partner den anderen sehr verletzt kann mein die beziehung beenden. Die äusseren Zwänge zusammenzubleiben sind gering.

Gruss

RedDevil

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4. April 2003 um 17:37
In Antwort auf an0N_1188902399z

Beziehungen gestern und heute
Hallo kiddy,

ich habe mondchens Aussage auch gelesen und kann dem nicht so ganz zustimmen. Es klingt irgendwie so als war früher alles besser nur mit der karrieresucht der leute ist alles schlimmer geworden.
Auch heute noch machen die wenigsten Leute Karriere. Das ist in vielen berufen gar nicht möglich, aber auch bei diesen Leuten werden Ehen geschieden.

Was war die Ehe denn früher? Eine Zweckgemeinschaft, zur Zeugung von Nachwuchs, absicherung und besitzvergrösserung. Liebe hat meist wenig interessiert.

Wenn es in der Ehe nicht mehr lief, war eine Scheidung unmöglich, weil es gesellschaftliche Ächtung und für Frauen oft Armut. Bis 1977 galt bei scheidungen in Westdeutschland noch das Schuldprinzip, d.h. wer schuld war am scheitern der Beziehung bekam keinen Unterhalt. Da Frauen meist unterhaltsberechtigt waren, betraf das war allem sie, der ehemann konnte ihenn sogar das Ausüben eines Berufes verbieten.

Meiner Meinung nach kein wunder, dass viel mehr Menschen (vor allem Frauen) in unbefriedigenden beziehungen verharrten und die Partner nebeneinander her lebeten.

Heute hat es kein Mensch mehr nötig in
einer sachlechten beziehung zu bleiben und das ist richtig so.

Beziehungen haben heute einen ganz andren Zwecht. Sie sind in dem Sinne keine Wirtschaftsgemeinschaften mehr.
Die meisten Frauen sind nicht mehr auf einen Ernährer angewiesen, die meisten Männer können sich heute ihre Brote selber schmieren.
Wenn die Liebe vegeht oder ein Partner den anderen sehr verletzt kann mein die beziehung beenden. Die äusseren Zwänge zusammenzubleiben sind gering.

Gruss

RedDevil

Selten...
... so ein durchdachtes Posting gelesen.

Dank und Hochachtung!

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5. April 2003 um 19:47

Da hat sich viel getan die letzten 10 oder 20 Jahre,
Red Devil sieht das ziemlich richtig,finde ich........

es gibt ja nicht nur die Partnerbeziehung, für Singles u. ewige Singles haben gute Freunde mindestens den "Stellenwert"...

Meine besten -mir nahe stehenden Freunde sind mir wichtig, deren authetische Meinung ist offen, zeitweilig nicht so verletzend wie die meines Ex-Partners

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5. April 2003 um 20:30

Es gibt nicht nur eine Scheidungsrate,
es gibt auch eine Heiratsrate.

Die Thesen über den allgemein beklagten "Werteverfall", insbesondere was den Stellenwert von Ehe und Familie betrifft, gehen weit auseinander.

Ich empfehle einen Blick auf folgende Webseite, da stehen interessante Sachen zu diesem Thema drin:

http://www.fthenakis.de/Vortrag_Arbeitstagung_2000--01-11.pdf

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6. April 2003 um 0:03

Gedanken in s/w
Früher Ehe = Wirtschaftgemeinschaft
Heute Ehe = "Anker" in turbulenten Zeiten?

Beides sind doch starke Argumente (wenn auch mit ganz unterschiedlicher Motivation, klar).

Aber egal wie die Motivation ist senkt das bei meinen Bekannten / Arbeitskollegen inbes. unter den eher jüngeren keinesfalls die Trennungsrate....

Und zum Argument "Anker"...: Meine Erfahrung ist, dass sich Stress im Beruf häufig zuerst auf die Beziehung auswirkt. In der Leistungsgesellschaft sagt heute nämlich keiner: "Ich muss weniger arbeiten, sonst leidet meine Familie!" sondern es wird fleissig weitergeackert....

Und gerade zum "Werteverfall": Die Bereitschaft, eine Beziehung eher schnell zu beenden als zu versuchen daran zu arbeiten dürfte doch heute häufig höher als in der guten alten Zeit sein...

Schwarz-Weiss-denken wieder ausschalt...

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6. April 2003 um 16:27

Huch
Hi Kiddy,

das ist absolut nicht meine Meinung über Beziehung, die ich da vertreten habe.

Ich habe das Gefühl, dass es l e i d e r heute so ist, dass Beziehungen immer weiter in den Hintergrund gedrängt werden.

Es geht alles in Richtung Absicherung.

Als ich in brookes Diskussion "Geld, Liebe und Freundschaft" geschrieben habe, dass ich nie die Beziehung für eine Karriere eintauschen würde (wenn ich nur eins haben könnte), wurde mir geantwortet:

"Was wird denn die Quelle Deiner Zufriedenheit sein, wenn Dein Partner Dich irgendwann sitzenläßt, um mit einer jüngeren zu verschwinden?"


Von daher meine These, dass Beziehung in den Hintergrund gerückt ist, und alles auf Absicherung aus ist.

Für mich selber steht Beziehung sehr weit oben. Man kann "trotz" Beziehung Geld verdienen, Beziehung heißt nicht Selbstaufgabe.

Und in einer Beziehung ist man zu zweit. Zu zweit geht doch manches leichter, man ist nicht alleine und zu zweit lassen sich auch schwere Zeiten durchstehen, Zeiten der Arbeitslosigkeit psychisch und finanziell überbrücken.

Nein, das ist wirklich nicht m e i n e Meinung, was ich in dem Heiratsbeitrag geschrieben habe. Ich habe versucht, das darzustellen, wie es m.E oft in der heutigen Gesellschaft vorkommt.

Find es selber schön zu lesen, dass es auch noch viele Menschen gibt, die an eine Beziehung nicht nur mit "Was ist denn dann bei der Trennung?" rangehen.

Mondchen

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7. April 2003 um 10:08
In Antwort auf rana_12568865

Huch
Hi Kiddy,

das ist absolut nicht meine Meinung über Beziehung, die ich da vertreten habe.

Ich habe das Gefühl, dass es l e i d e r heute so ist, dass Beziehungen immer weiter in den Hintergrund gedrängt werden.

Es geht alles in Richtung Absicherung.

Als ich in brookes Diskussion "Geld, Liebe und Freundschaft" geschrieben habe, dass ich nie die Beziehung für eine Karriere eintauschen würde (wenn ich nur eins haben könnte), wurde mir geantwortet:

"Was wird denn die Quelle Deiner Zufriedenheit sein, wenn Dein Partner Dich irgendwann sitzenläßt, um mit einer jüngeren zu verschwinden?"


Von daher meine These, dass Beziehung in den Hintergrund gerückt ist, und alles auf Absicherung aus ist.

Für mich selber steht Beziehung sehr weit oben. Man kann "trotz" Beziehung Geld verdienen, Beziehung heißt nicht Selbstaufgabe.

Und in einer Beziehung ist man zu zweit. Zu zweit geht doch manches leichter, man ist nicht alleine und zu zweit lassen sich auch schwere Zeiten durchstehen, Zeiten der Arbeitslosigkeit psychisch und finanziell überbrücken.

Nein, das ist wirklich nicht m e i n e Meinung, was ich in dem Heiratsbeitrag geschrieben habe. Ich habe versucht, das darzustellen, wie es m.E oft in der heutigen Gesellschaft vorkommt.

Find es selber schön zu lesen, dass es auch noch viele Menschen gibt, die an eine Beziehung nicht nur mit "Was ist denn dann bei der Trennung?" rangehen.

Mondchen

Man braucht zwei Beine zum stehen
Hallo Mondchen,

für mich sind meine Betiehung und mein Beruf gleichwertig, mal dominiert das eine mal das andere. Mein Partner sieht das glücklicherweise ähnlich.

Ich bin z.B. während meines studiums für ein Jahr ins Ausland gegangen, obwohl ich meinen Partner hier hatte und er ist nach seinem Studium in eine andere Stadt gezogen und wir haben die letzten 3J. eine Wochenendbeziehung geführt.
Wenn ich irgndwann 7Tage die Woche, 12h arbeiten müsste, würde ich aber die Notbremse ziehen.

Du hast sicher recht, dass eine gute Beziehung hilft, schwere Zeiten zu überstehen. Genauso ist es aber leichter, wenn man beruflich zufrieden ist, eine z.B eine Trennung durchzustehen.
Wenn man auf 2 Beinen steht und eins wird weggezogen, hat man noch eins was hält.

Auf der Arbeit verbringen die meisten Menschen mehr Zeit als mit ihrem Partner, also sollte man idealerweise auch dort zufrieden sein.
Merkwürdigerweise gilt es für Männer immernoch als ziemlich normal, wenn sie sagen ihr Job ist ihnen wichtiger, oder wenigstens genauso wichtig wie ihre beziehung. Frauen gelten im selben Fall als Karrierezicken.

Sicherlich sollte man in einer Beziehung nicht ständig an Trennung denken, man sollte allerdings auch nicht vor dieser Möglichkeit die Augen verschliessen. Denn das machts es im ernstfall noch schlimmer.

Mein freund und ich ziehen jetzt z.B. zusammen. Wir haben beschlossen, das bei den Paar Sachen, die wir noch brauchen, wir sie nicht aus der gemeinsamen Kasse kaufen, sondern einer das und der andere das, damit bei einer evtl. Trennung jeder seine Sachen mitnehmen kann.
Man könnte das als unromantisch Bezeichnen oder las vernünftig.

Jeder hat da seine Ansichten. Ich als Kopfmensch halte es für unvernünftig, den Gedanken an Trennung völlig auszuklammern, was nicht heisst, das ich jeden Tag daran denke.

LG

RedDevil

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8. April 2003 um 10:16

Hallo brooke
In dem Beitrag "Grundsätzliches" habe ich ein paar Worte diesbezüglich geschrieben, deswegen möchte ich jetzt auch nicht weit ausschweifen.

Was du mit deinem Leben veranstaltest, belastet mich nicht.
Das ist hier ein Forum, in dem jeder seine Meinung äußern kann und wo es zwangsläufig auch unterschiedliche Meinungen gibt.

Ich behaupte nicht, dass alle Menschen nur noch ans Absichern der Beziehung im Fall der Trennung denken, aber es sind schon einige.

Es stört mich nicht, wenn du dich absicherst, ist ja Quatsch!! Trotzdem bist du halt in der Hinsicht ein gutes Beispiel für jemanden, der -man könnte fast sagen- den gegenteiligen Standpunkt vertritt.

Mittlerweile wirkt es hier sicherlich so, als ob du rein rational und ich rein emotional denken würde; was bestimmt so schwarz-weiß nicht der Fall ist.

Wir werden halt in unterschiedlichen Beziehungen glücklich; wenn wir beide einen Partner haben, der genauso denkt, ist das doch klasse.

Sonst müssten wir uns noch um einen Mann kloppen ....

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