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Beziehung zu einem Narziss - wer noch??

23. Juli 2009 um 19:28

Ich hatte die letzten Jahre eine wunderschöne und gleichzeitig schreckliche Beziehung.
Seinetwegen habe ich viel aufgegeben. Ich liebte ihn und habe sehr viel in diese Beziehung reingesteckt. Doch es war nie genug. Ständig musste ich Sorge haben, dass er fremdgeht, während er mir gleichzeitig übertrieben Eifersucht vorwarf - und weiterflirtete. In Diskussionen hatte er grundsätzlich Recht und Kritik an seinen handlungen und Entscheidungen gab es nicht. Irgendwann stritten wir nur noch und ich wurde immer trauriger und verzweifelte, weil ich keinen Ausweg mehr sah. Gleichzeitig verlangte er von mir, immer mehr zu tolerieren. Schließlich waren wir soweit, dass ich nur noch absolute Grundbedürfnisse hatte. Es war eine Art Kampf ums Überleben meinerseits, den ich dann mit der Trennung schließlich auch verlor. Ich weiß im Nachhinein nicht mehr, warum ich so viel mitgemacht habe - aber ich liebte ihn und wollte es einfach nicht wahrhaben. Jetzt geht es mir etwas besser, mein Selbstbewusstsein ist wieder da. Aber mein Vertrauen ist zerstört. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll und wie eine neue Beziehung möglich ist ... Als wir uns trennten, war für mich alles zu Ende, ich wollte nicht mehr Leben.

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie kann ich nach solch einer Erfahrung wieder normal weiterleben? Ich habe das gefühl, dass alles in mir zersprungen ist ...

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23. Juli 2009 um 23:09

Das könnte mein Partner gewesen sein!!
ich hatte auch so ein prachtexemplar zu hause,was er sagte war gesetz.er war eifersüchtig ohne grund.aber er hat mehrere affairen gehabt.

na ja ich will nicht weiter ausholen,es würde den rahmen sprengen aber wenn ich zurückblicke frage ich mich warum hab ich das so lange mitgemacht??warum hatte dieser mensch so eine macht über mich?

wie du weiterleben kannst,indem du dir jeden tag dieses gefängnis vor augen hälst und dir einen partner wünscht der zu deinen bedürfnissen steht.der dir ein partner und nicht gefängisswärter ist.

ich weiss es ist nicht leicht aber du wirst sehen die zeit lässt die narben verblassen.und für ar.......haben wir keine verwendung mehr!!


l.g



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4. Oktober 2011 um 20:51

Es geht weiter ...
Wegen Deines Textes hab ich mich als Mann hier angemeldet. Bei uns war die Geschlechterrolle umgekehrt: ich als Mann hab unter ihrem Narzissmus gelitten. 3 Jahre lang. Mehrfache Trennungen, immer eine lange Schweigephase bis sie wieder ankam. Es hat mich fertig gemacht. Und: letztlich das Gleiche wie bei Dir auch.
Wir sind jetzt 8 Wochen auseinander. Sie schweigt, und mich zerreisst es.
Aber: wichtig ist, dass wir erkennen was wir da gehegt und gepflegt haben: unseren eigenen Untergang.
Therapie setzt Einsicht voraus. Und die kann ich bei ihr nicht sehen. Also: fort mit Schaden, eine Weile leiden, guten Freunden auf die Nerven gehen.
Und irgendwann geht es dann wieder. Dann nämlich, wenn Dir dieser Mensch egal geworden ist und Du verinnerlicht hast, dass DU gesund bistund er krank.

Lies mal die Wikipedia zu diesem Thema und auch zum Thema "Borderline". Der Übergang erscheint mir fließend. Und es ist ziemlich aussichtslos zu hoffen, da noch etwas bewegen zu können!

Traurigen Gruss - flat

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9. Oktober 2011 um 11:11

Nach 1,5 Jahren...
...sind bei mir die Narben verheilt.

Ja es ist ein Kampf um das Überleben!
Ich habe nur 5 Monate an der Seite eines Narzisten verbracht, dennoch war es schlimm genug. Es zerstört vom ersten Tag an. Wer nicht rechtzeitig erkennt, trägt einen SChade fürs Leben.

Naja, also ich habe einige Stunden Aufarbeitung mit einer Psyschologin gemacht. Es hat mir wunderbar geholfen. Nämlich die Erkenntnis, dass es solchen Menschen nur möglich ist mit einem starken Partner zu leben, den sie dann klein machen.
Fazit: Die Erkenntnis dass ich eine starke Persönlichkeit bin, hat mir sehr viel weitergeholfen. Allein schon erkennen, dass ich eben eine starke Frau bin, hat mir sehr geholfen.

Sicher ist es nicht einfach die Spreu vom Weizen zu trennen, nach jetzt 1,5 Jahren und weiterem Erkennen was mich glücklich macht und wie der Mann sein muss mit dem ich leben möchte, kan ich sagen "ich bin frei" ich habe meine Loslassarbeit getan und fühle mich besser denn je!

Dennoch kehrt ab und zu dieses ganze Elend noch mal in meine Gedanken, allerdings posiitv, denn ich kann sagen"Hurra ich habe überlebt"! Tschakka ich bin eine starke Persönlichkeit.
Das allein gibt mir Kraft für alles weitere...
Und ja ich glaube, da draußen läuft genau der passende Partner für mich rum...tschakka!

Viel Glück bei der Aufarbeitung....

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9. Oktober 2011 um 11:55
In Antwort auf lamont_12135280

Es geht weiter ...
Wegen Deines Textes hab ich mich als Mann hier angemeldet. Bei uns war die Geschlechterrolle umgekehrt: ich als Mann hab unter ihrem Narzissmus gelitten. 3 Jahre lang. Mehrfache Trennungen, immer eine lange Schweigephase bis sie wieder ankam. Es hat mich fertig gemacht. Und: letztlich das Gleiche wie bei Dir auch.
Wir sind jetzt 8 Wochen auseinander. Sie schweigt, und mich zerreisst es.
Aber: wichtig ist, dass wir erkennen was wir da gehegt und gepflegt haben: unseren eigenen Untergang.
Therapie setzt Einsicht voraus. Und die kann ich bei ihr nicht sehen. Also: fort mit Schaden, eine Weile leiden, guten Freunden auf die Nerven gehen.
Und irgendwann geht es dann wieder. Dann nämlich, wenn Dir dieser Mensch egal geworden ist und Du verinnerlicht hast, dass DU gesund bistund er krank.

Lies mal die Wikipedia zu diesem Thema und auch zum Thema "Borderline". Der Übergang erscheint mir fließend. Und es ist ziemlich aussichtslos zu hoffen, da noch etwas bewegen zu können!

Traurigen Gruss - flat

Therapie...
...ist bei echten Narzisten nicht möglich!
Meist gehen diese Störungen ja mit anderen eine Symbiose ein. Es ist leider unmöglich einen Narzisten zu therapieren. Er wird mit jeder Therapie nur noch unausstehlicher, er lernt aus dieser Sache nur eins: Wie er Menschen noch schneller und besser d.h. effizienter kaputt machen kann.
Borderliner...sind anders zu betrachten.
Es gilt immer eins, wenn man diese Störungen erkennt, muss man laufen und zwar schnell und weit weg. Man darf keinen Gedanken mehr an den anderen verschwenden und vor allen Dingen eine absolute Kontaktsperre einhalten.

Ich kann nur jedem raten, der auf einen solchen Partner trifft, ganz schnell zu begreifen, es gibt keine Hilfe für den anderen!

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10. Oktober 2011 um 23:34

So ähnlich...
Fühle ich mich auch, ich habe immer versucht ihm alles Recht zu machen, keine grossen Widerworte gegeben, aber mein Leben wurde immer trauriger und trostloser!
Vorletzte Woche ist mein Papa verstorben, er war mit hier bei meiner Familie u ich hatte immer das Gefühl das die Eskalation kurz bevor steht, leider ist es am Abend nach der Beerdigung auch dazu gekommen.
Ich habe lange überlegt u beschlossen hier zu bleiben, evtl. die Wohnung meines Vaters zu behalten, nun muss ich nur noch irgendwie ein paar Klamotten u Unterlagen bekommen, ich werde wahrscheinlich meinen Job kündigen u mir hier etwas suchen. Ich habe furchtbare Angst den Absprung wieder nicht zu schaffen u zurück zu kriechen, ich hoffe ich schaffe es jetzt endlich!!!

LG
Knoedeline

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