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Beziehung zu einem Mann im Rollstuhl für Frauen vorstellbar?

11. Juni um 20:31

Hallo,

ich selbst bin Rollstuhlfahrer und da ich es sehr schwierig finde eine Partnerin zu finden möchte ich mal die Frage aufwerfen, ob für Frauen eine Beziehung zu einem Rollstuhlfahrer überhaupt vorstellbar ist.

Meine Behinderung ist beispielsweise gar nicht so tragisch. Wenn ich mich abstütze, kann ich zwar kurzzeitig stehen jedoch nicht gehen. Außerdem ist meine Motorik im linken Arm eingeschränkt, dass ist auch schon alles.

Ich habe den Eindruck, dass nur das Wort "Behinderung" fallen muss und mein gegenüber macht zu. In Face-to-Face Situationen gelingt es mir innerhalb von wenigen Minuten Ängste und Vorbehalte meines gegenübers abzubauen, nur kommt es gar nicht erst zu persönlichen Treffen.

Wie seht ihr das Ganze?

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11. Juni um 20:50

Ist sicherlich schwieriger aber nicht ausgeschlossen.  

es gibt durchaus solche Paare.  Versuche doch mal diese internetbörsen.  In der freien Wildbahn ist das kennenlernen noch einfacher.

viel Glück 

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11. Juni um 20:55

Für mich wäre es - wie bei jedem anderen potentiellen Partner auch - nur davon abhängig ob ich mich verlieben würde oder nicht. Das ist für mich persönlich immer eine Grundvoraussetzung. Ich gehöre aber auch nicht zu den Personen, die Pro- und Contralisten aufstellen, wenn es um eine Beziehung geht. Dafür bin ich zu emotionell. Auf mich wirkt der Mensch in seiner Gesamtheit, die persönliche Ausstrahlung, das Optische und ob sich Nähe zu diesem Menschen gut anfühlt oder nicht.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ob jemand im Rollstuhl sitzt oder nicht, hätte für mich dabei keine Bedeutung. Ich hatte mit körperlichen Behinderungen aber noch nie ein Problem, während ich Menschen kenne - z. B. meine Eltern - die da anders gestrickt sind (was ich selbst nie nachvollziehen konnte).

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11. Juni um 20:57

Für mich ist das vorstellbar. Solange mir der Mann an sich gefällt, also für mich attraktiv ist, ist mir das persönlich völlig wurscht, ob er eine körperliche Einschränkung hat.
Ich habe eine ziemlich ausgeprägte soziale Ader, ich kann ein weinendes kleines Kind nicht einfach stehen lassen, wenn es die Mama beim Einkaufen verloren hat, ich helfe selbstverständlich älteren Menschen über die Straße oder mit Einkaufstüten und ich hasse(!) Unfallgaffer, da fehlt mir jegliches Verständnis.
Für mich ist Mensch nicht anders oder weniger wert, nur weil er nicht der "gesellschaftlichen Norm" entspricht, zu alt, zu dick, zu klein etc.
 

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11. Juni um 21:01
In Antwort auf trekkie36

Hallo,

ich selbst bin Rollstuhlfahrer und da ich es sehr schwierig finde eine Partnerin zu finden möchte ich mal die Frage aufwerfen, ob für Frauen eine Beziehung zu einem Rollstuhlfahrer überhaupt vorstellbar ist.

Meine Behinderung ist beispielsweise gar nicht so tragisch. Wenn ich mich abstütze, kann ich zwar kurzzeitig stehen jedoch nicht gehen. Außerdem ist meine Motorik im linken Arm eingeschränkt, dass ist auch schon alles.

Ich habe den Eindruck, dass nur das Wort "Behinderung" fallen muss und mein gegenüber macht zu. In Face-to-Face Situationen gelingt es mir innerhalb von wenigen Minuten Ängste und Vorbehalte meines gegenübers abzubauen, nur kommt es gar nicht erst zu persönlichen Treffen.

Wie seht ihr das Ganze?

Ja, du hast Recht! 

Die Gesellschaft ist noch nicht bereit, Menschen mit Behinderungen als vollwertig anzuerkennen; geschweige denn, Partnerschaften mit ihnen einzugehen. 

In anderen europäischen Ländern läuft das besser und man bekommt auch deutlich mehr Unterstützung. Hier muss man um jedes Hilfsmittel jahrelang kämpfen, bis man es von der KK bewilligt bekommt und auch das Sozialamt macht oft Stress. Viele haben für solche Kämpfe mit Behörden keinen Nerv.

Für mich wäre eine Partnerschaft mit einem Menschen mit Behinderung deswegen nicht in Frage gekommen, weil ich selbst von Geburt an mit einer Mehrfach-Behinderung zu kämpfen habe. Heißt im Klartext; ich bin selbst hier und da auf fremde Hilfe angewiesen, die ein Partner mit Behinderung nicht hätte leisten können.

Frauen mit Behinderungen finden zwar leichter einen Partner; (weil die ja weder fremdgehen, noch abhauen können und weil man mit ihnen machen kann, was man will) , bezahlen aber solche Partnerschaften (und Hilfen) mit einem viel zu hohen Preis.

 

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11. Juni um 22:31
In Antwort auf trekkie36

Hallo,

ich selbst bin Rollstuhlfahrer und da ich es sehr schwierig finde eine Partnerin zu finden möchte ich mal die Frage aufwerfen, ob für Frauen eine Beziehung zu einem Rollstuhlfahrer überhaupt vorstellbar ist.

Meine Behinderung ist beispielsweise gar nicht so tragisch. Wenn ich mich abstütze, kann ich zwar kurzzeitig stehen jedoch nicht gehen. Außerdem ist meine Motorik im linken Arm eingeschränkt, dass ist auch schon alles.

Ich habe den Eindruck, dass nur das Wort "Behinderung" fallen muss und mein gegenüber macht zu. In Face-to-Face Situationen gelingt es mir innerhalb von wenigen Minuten Ängste und Vorbehalte meines gegenübers abzubauen, nur kommt es gar nicht erst zu persönlichen Treffen.

Wie seht ihr das Ganze?

Hallo .. du bist ein Mensch wie jeder andere .. und ja es gibt Frauen die sich etwas mit dir vorstellen können .. ich selbst habe wunderbare Erfahrungen mit einen Querschnittgelähmten Mann gehabt und es hat mir meine Augen geöffnet .. Nur Mut .. Liebe Grüße

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11. Juni um 22:58
In Antwort auf trekkie36

Hallo,

ich selbst bin Rollstuhlfahrer und da ich es sehr schwierig finde eine Partnerin zu finden möchte ich mal die Frage aufwerfen, ob für Frauen eine Beziehung zu einem Rollstuhlfahrer überhaupt vorstellbar ist.

Meine Behinderung ist beispielsweise gar nicht so tragisch. Wenn ich mich abstütze, kann ich zwar kurzzeitig stehen jedoch nicht gehen. Außerdem ist meine Motorik im linken Arm eingeschränkt, dass ist auch schon alles.

Ich habe den Eindruck, dass nur das Wort "Behinderung" fallen muss und mein gegenüber macht zu. In Face-to-Face Situationen gelingt es mir innerhalb von wenigen Minuten Ängste und Vorbehalte meines gegenübers abzubauen, nur kommt es gar nicht erst zu persönlichen Treffen.

Wie seht ihr das Ganze?

Ich sehe da kein Problem,  auch mit Rollstuhl kann man viel machen.
 
Es gibt viele Sportarten für Rollstuhlfahrer. 
Die Wege sind auch viel besser ausgebaut heutzutage.
Wenn der Humor,  Typ und Charakter passt ist doch alles gut.

Vielleicht haben einige Frauen Angst vor Inkontinenz oder Impotenz? 
Aber auch da gibt es Hilfsmittel.  

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12. Juni um 10:07

Ganz ehrlich? Ich würde wohl auch nicht gezielt einen Rollstuhlfahrer daten wollen. Da kommen mir auch sofort etliche Komplikationen in den Sinn. Würde mich jemand, der im Rollstuhl sitzt, z.B. über eine Dating-Plattform anschreiben, wäre ich auch erstmal überfordert und vermutlich distanziert.

Etwas anderes wäre es, wenn ich den Rollstuhlfahrer erstmal freundschaftlich kennenlernen würde. Wenn man über gemeinsame Hobbies und Interessen ins Gespräch kommt und nicht direkt über die Dating-Schiene. Wenn ich ihn im Alltag erlebe und mich nach und nach in ihn verlieben würde, weil er eben einfach ein toller Mensch ist. In dem Fall würde ich eine Beziehung auf jeden Fall eingehen.

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12. Juni um 13:54
In Antwort auf trekkie36

Hallo,

ich selbst bin Rollstuhlfahrer und da ich es sehr schwierig finde eine Partnerin zu finden möchte ich mal die Frage aufwerfen, ob für Frauen eine Beziehung zu einem Rollstuhlfahrer überhaupt vorstellbar ist.

Meine Behinderung ist beispielsweise gar nicht so tragisch. Wenn ich mich abstütze, kann ich zwar kurzzeitig stehen jedoch nicht gehen. Außerdem ist meine Motorik im linken Arm eingeschränkt, dass ist auch schon alles.

Ich habe den Eindruck, dass nur das Wort "Behinderung" fallen muss und mein gegenüber macht zu. In Face-to-Face Situationen gelingt es mir innerhalb von wenigen Minuten Ängste und Vorbehalte meines gegenübers abzubauen, nur kommt es gar nicht erst zu persönlichen Treffen.

Wie seht ihr das Ganze?

Ich wüsste nichts, was dagegen spräche. Allerdings habe ich Männer immer Face-to-Face kennengelernt, durch irgendwelche Alltagssituationen bzw. durch den gemeinsamen Freundes-und Bekanntenkreis.
Ich war nie auf Partnersuche, deshalb hab ich jemanden beim Kennenlernen auch nicht als potentiellen Partner abgecheckt.
Das bessere Kennenlernen lief nicht mit dem Wunsch und/oder Ziel ab einen Partner zu finden, sondern hat sich im Laufe der Zeit entwickelt, weil der Mann als Persönlichkeit so interessant war, dass ich gern Zeit mit ihm verbracht habe.
Und wenn alles passt (auch die Chemie), dann kann es sein, dass ich mich verliebe und wenn dieser Mann in einem Rollstuhl säße, dann wäre es halt so.
Es kommt dann z.B.auch beim ersten Aufeinandertreffen bzw. weiterem besseren Kennenlernen nicht auf seine Behinderung an, sondern auf seinen eigenen Umgang damit, (sprich seinen Charakter) ob ich ihn näher kennenlernen wollte, oder nicht.

 

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12. Juni um 14:14
In Antwort auf trekkie36

Hallo,

ich selbst bin Rollstuhlfahrer und da ich es sehr schwierig finde eine Partnerin zu finden möchte ich mal die Frage aufwerfen, ob für Frauen eine Beziehung zu einem Rollstuhlfahrer überhaupt vorstellbar ist.

Meine Behinderung ist beispielsweise gar nicht so tragisch. Wenn ich mich abstütze, kann ich zwar kurzzeitig stehen jedoch nicht gehen. Außerdem ist meine Motorik im linken Arm eingeschränkt, dass ist auch schon alles.

Ich habe den Eindruck, dass nur das Wort "Behinderung" fallen muss und mein gegenüber macht zu. In Face-to-Face Situationen gelingt es mir innerhalb von wenigen Minuten Ängste und Vorbehalte meines gegenübers abzubauen, nur kommt es gar nicht erst zu persönlichen Treffen.

Wie seht ihr das Ganze?

Hallo Trekkie,

das ist eine sehr interessante Frage, die ich mich gar nicht abschließend für mich selbst beantworten traue.
Für mich ist, wenn ich ehrlich bin, der sexuelle Aspekt in einer Beziehung ein wichtiger Punkt. Bevor ich mich in eine Beziehung mit einem Rollstuhlfahrer begeben würde, würde mich das Ausmaß der Behinderung interessieren und wie viel Körperlichkeit insgesamt möglich wäre.
Abgesehen davon sehe ich keinerlei Hindernisse für eine Beziehung.

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12. Juni um 14:20
In Antwort auf kariertekatze

Ich wüsste nichts, was dagegen spräche. Allerdings habe ich Männer immer Face-to-Face kennengelernt, durch irgendwelche Alltagssituationen bzw. durch den gemeinsamen Freundes-und Bekanntenkreis.
Ich war nie auf Partnersuche, deshalb hab ich jemanden beim Kennenlernen auch nicht als potentiellen Partner abgecheckt.
Das bessere Kennenlernen lief nicht mit dem Wunsch und/oder Ziel ab einen Partner zu finden, sondern hat sich im Laufe der Zeit entwickelt, weil der Mann als Persönlichkeit so interessant war, dass ich gern Zeit mit ihm verbracht habe.
Und wenn alles passt (auch die Chemie), dann kann es sein, dass ich mich verliebe und wenn dieser Mann in einem Rollstuhl säße, dann wäre es halt so.
Es kommt dann z.B.auch beim ersten Aufeinandertreffen bzw. weiterem besseren Kennenlernen nicht auf seine Behinderung an, sondern auf seinen eigenen Umgang damit, (sprich seinen Charakter) ob ich ihn näher kennenlernen wollte, oder nicht.

 

Nachtrag:
"In Face-to-Face Situationen gelingt es mir innerhalb von wenigen Minuten Ängste und Vorbehalte meines gegenübers abzubauen, nur kommt es gar nicht erst zu persönlichen Treffen."

Dann zeig dich den Menschen doch von Anfang an (begib dich an Orte wo Menschen sind) so dass sie dich kennenlernen können, auch unabhängig deiner Behinderung.
Ich hab in meinem Bekanntenkreis früher auch zwei Rollstuhlfahrer gehabt, die haben ihre Partner nicht anders kennen gelernt als ich. Nicht vorm Bildschirm, nicht durch irgendwelche Partnerbörsen, sondern im alltäglichen mitmenschlichem Umgang/Aufeinandertreffen.

 

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