Forum / Liebe & Beziehung

Beziehung zu einem depressiven Mann

Letzte Nachricht: 13. August 2003 um 16:56
V
veit_12054781
12.08.03 um 17:29

Hallo
ich hatte bis vor kurzem eine 2,5 jährige Beziehung meinem depressiven Freund. Durch seine psychische Situation konnte nie eine 'normale' Beziehung entstehen. Ich war oft unglücklich über den Mangel an Interesse und gemeinsamer Aktion... trotzdem habe ich zu Ihm gehalten und Ihn immer unterstützt.
Er hatte sich in der Vergangenheit sogar schon1-2 mal von mir getrennt, kam aber jedesmal von sich aus zurück. Er befindet sich derzeit in psychotherapeutischer Behandlung und hatte sich zuletzt wieder geweigert mich zu sehen, ohne daß etwas besonderes zwischen uns vorgefallen wäre.

Verwirrt, verärgert und verängstigt habe ich Ihn darauf gebeten keinen weiteren Kontakt mehr zu mir aufzunehmen, da ich nach all der Zeit keine Kraft mehr für seine Probleme habe. So gesehn das Ende dieser Beziehung... jetzt plagt mich das schlechte Gewissen, Ihn im Stich gelassen zu haben.

Wie geht man mit Schuldgefühlen am besten um und wie findet man am schnellsten wieder in sein normalses Leben zurück? Wer hat Erfahrung mit depressiven/bindungsscheuen Partnern?

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J
jayla_12876675
12.08.03 um 23:49

Nur nicht kopf hängen lassen
hallo, ersteinmal kann ich dich super gut verstehen.
mein freund hatte zwar nur einen Monat seine depressive phase, aber die hat mir gereicht.

Ich hatte auch keine Kräfte mehr um mit dieser situation klar zu kommen.

Ich habe ihm gesagt das es nicht mehr geht und ich keine Kräfte mehr hätte, (ich wollte ihn aber nicht verlassen.)ich glaube es war ein schock für ihn, er hat versucht sich zu ändern, und das hat er bis heute auch eingehalten.da hat die Liebe gesiegt.

Nun zu dir lass den kopf nicht hängen.Du wasrt doch für ihn da, nur manchmal versagen deine eigenen Kräfte. und da muss du anfangen an dich zu denken, sonst machst du dich kaputt..

Tue etwas für dich.. sei es nur shoppen gehen, das tut gut.

hoffe konnte dir etwas helfen!!

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G
gretta_11925154
13.08.03 um 1:30

Ihr hättet Hilfe gebraucht!
Nein, du musst kein schlechtes Gewissen haben, aber ich muss dir sagen, das wenn man eine phsychologische Therapie macht, MUSS und SOLL man den Kontakt die ersten Wochen zur Außenwelt abbrechen, weil man dort erst einmal zur Ruhe kommen soll. Man soll sich dort um sich selbst kümmern,nicht was Mutti gestern im Garten gemacht hat, oder was der Freund Bernd erzählt hat, oder sonstiges. Nein man soll sich dort um sich kümmern und glaub mir es ist nicht einfach das zu tun, es es lebt sich dort die ersten Wochen wie in einer anderen Welt, in der du die gewohnte Welt verlassen sollst.
Es ist völlig klar das er dich erst einmal nicht sehen wollte, da er es erstens nicht sollte und zweitens hätte es ihn ganz leicht, nur mit einem Satz von dir wieder rausreißen können, es hätte irgendeinen Rückschlag geben können für ihn von daher soll man sich dort ja auch abschotten.
Nein du musst kein schlechtes Gewissen haben, du kannst warten bis er sich wieder meldet, wenn er die Therapie beendet hat.
Wenn er sich dann meldet, dann ist das ein gutes Zeichen was du nicht links liegen lassen solltest. Ich sage nicht er hat dann eine zweite Chance verdient, darüber kann ich nicht urteilen, aber du darfst nicht vergessen das er krank war und es noch ist.
Er hat das alles sicher nicht mit Absicht getan wenn man unten in seinem Loch liegt meint man wenn man sich dort nicht stören lässt und ein wenig leidet dann geht es wieder weg, sozusagen das es sich ausweint, aber das tut es nicht und dann ist es zu spät um allein dort raus zu kommen.
ich würde dir raten, wenn er sich wieder meldet ihm zu sagen das ihr wieder reden könnt wenn er wieder gesund ist und sich wieder gefunden hat.
Ich rate dir auch, wenn du merkst das sich wirklich etwas getan hat nach der Therapie ihn noch einmal zu treffen, denn dann hat er verstanden, er hat den Durchblick wieder gefunden und kann dir sagen, warum es damals so war und wie es dazu kam ich denke es ist wichtig für dich um damit einen guten Abschluß finden zu können.

Ich hoffe es hilft dir ein wenig,

lieben Gruß Beauti1

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V
veit_12054781
13.08.03 um 10:32

Lieben dank
für eure antworten. so ein forum ist wirklich eine tolle erfindung... man fühlt sich ja oft so als wäre man der einzige mensch mit solchen problemen.

es geht mir auch schon von tag zu tag besser. es ist als wäre eine schwere last von meinen schultern genommen. ich weiss dass er dort in guten händen ist und ich kann mal verschnaufen und muss nicht mehr ewig mitleiden...
auch wenn es am anfang komisches ein gefühl ist, sich ohne schlechtes gewissen nur noch um sich selbst zu kümmern. das muss man nach so langer zeit auch erst wieder lernen, aber es tut gut! Grüsse frollein

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D
dariea_12756924
13.08.03 um 16:56

Du hast keine Schuld!
Hallo Frollein,

zunächst mal hast Du definitv keine Schuld!

Selbst wenn man liebt muss man deswegen nicht zur Mutter Theresa werden. Schliesslich hast Du auch ein Recht darauf glücklich zu sein, oder? Und ein depressiver Mensch kann einem das Glück manchmal so richtig vermiesen, so ist das eben. Und helfen kann man einem Depressiven eigentlich herzlich wenig, nur er selbst kann sich helfen, sonst keiner. Von daher befindet sich der Pertner eines Depressiven in der Regel in einer ziemlich hilflosen udn ohnmächtigen Situation was widerum selbst krank machen kann.

Ich denke, Eure Entscheidung getrennte Wege zu gehen ist mehr als vernünftig. Wenn er seine Depressionen überwudnen hat und an sich selbst gearbeitet hat, adnn habt ihr doch noch immer die Chance miteinander glücklich zu werden. solange er krank ist, definitiv nicht.

Ich wünsche Dir alles Gute und grüße Dich herzlichst,
Kalikala

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