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Beziehung - Wo stehen wir?!

28. Februar 2016 um 9:13

Hi zusammen,

wollte mich heute gern mal an euch wenden, um euch nach euren Meinungen, Einschätzungen und Gedanken zu fragen. Bin im Moment in einer sehr verzwickten Situation, die mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will...

Zu mir, ich bin 32 und mit meiner Frau (31) seit 2 Jahren verheiratet. Insgesamt sind wir seit ca. 7 Jahren ein Paar. Sie hat ein Kind (11) mit in die Beziehung gebracht und wir haben ein gemeinsames Kind (1,5). Das wären erstmal die groben Rahmenbedingungen.

Ich habe eine riesen Jobchance bekommen und angenommen. Ich fühle mich damit sehr sehr wohl und bin im positiven Sinne richtig ausgelastet und fühle mich gut. Seitdem ich mehr Verantwortung habe, habe ich auch eine etwas andere Einstellung zum Leben bekommen, was mich auf meine Ehe blicken lässt. Dort ist alles sehr eingefahren und ich fühle mich in gewisser Weise, wenn auch durch sie unbeabsichtigt, ausgenutzt. Es ist so, dass ich viel und gerne arbeite. Sie tut dies nicht. Sie hat noch nie in Ihrem Leben gearbeitet. Und ja, ich weiß, dass Hausarbeit und Erziehung auch Arbeit ist. Aber selbst hierbei mache ich mir ein wenig Sorgen.

Um euch mal einen Einblick zu geben, beschreibe ich mal so einen "typischen" Tag. Morgens stehe ich gemeinsam mit dem Großen auf, mache ihn für die Schule fertig und erledige das an Hausarbeit, was morgens noch in meinem Zeitrahmen liegt. Dann geht es um 7 aus dem Haus zur Arbeit und den Großen zur Schule bringen. Irgendwann gegen halb 10 steht sie dann mit dem Kleinen auf, macht bis Mittag ein wenig und macht dann wieder gemeinsam mit dem Kleinen für 2 Stunden Mittagsschlaf. Am Nachmittag verhindert der Kleine dann das sie erneut schlafen kann und sie bleibt notgedrungen auf, bis ich am Abend von der Arbeit komme. Dann wird noch zusammen gegessen und ihr Sofaabend beginnt, während der Papa mit den Kindern spielt und den Kleinen schließlich ins Bett bringt. Wenn sie ihn nicht ins Bett bringt und gleich mit liegen bleibt.
Am Wochenende ist es dann ähnlich. Morgens stehe ich mit den Kindern auf und sie schläft bis mittag, dann am späten Nachmittag nochmal und abends geh ich meist allein ins Bett, da sie ja nicht gezwungen ist, am nächsten Morgen aufzustehen.

Ich denke viele sagen hier, warum tust du dir das eigentlich an?! Aber ich habe diese Frau einmal geliebt, weiß aber nicht ob ich das heute noch tue. Es ist einfach nicht das, was ich mir vom Leben erwarte. Gerade der neue Job hat mir einen neuen Blick auf das Leben ermöglicht. Worüber ich einerseits natürlich sehr froh bin, auf der anderen Seite macht es mich aber auch traurig. Ich weiß echt nicht mehr weiter. Ich habe es schon oft angesprochen, aber es scheint sich nicht zu ändern. Auch habe ich Angst um mein Kind und seine Förderung. Ich tue da was ich kann, aber nur wenn ich da bin, kann ich mir sicher sein, dass er seinem Alter entsprechend gefördert wird.

Unsere Zweisamkeit existiert kaum bis gar nicht mehr. Zärtlichkeiten sind sehr rar, ich fühle mich ab und an wie ein Dackel der hinter ihr her rennt und wenn es denn mal ein Liebesleben gibt, dann langweilt es mich schon fast, was nicht immer so war.

Gerne hätte ich alles so wie früher, aber ich habe meine Zweifel, dass sie aus dem Teufelskreis wieder raus kommt. Wenn ich gehe, was passiert mit meinem Kind? Ich hab Angst, weiß nicht weiter und würde einfach gern mal hören, wie eure Erfahrungen und Meinungen sind. Vielleicht habt ihr ja noch Ratschläge die ich befolgen kann, denn mit meinem Latein scheine ich am Ende zu sein...

Vielen Dank schonmal für die Mühe bis hier her gelesen zu haben.

Liebe Grüße
Christian

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28. Februar 2016 um 12:45

Und hast du
das alles mal mit ihr besprochen? Was dir in eurer Beziehung fehlt? Dass du dir mehr Unterstützung wünschst, weil Haushalt und Kindererziehung der Teil sind, den sie in eurer Ehe zu einem gemeinsamen Leben beiträgt?

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28. Februar 2016 um 17:02

Ich
kann zwar keinen guten Tip für eine langfristige Ehe geben (habe es selbst noch nie so weit geschafft ) aber ich würde gerne trotzdem meinen Eindruck beschreiben. Und der fällt leider nicht gut für deine Frau aus:

Kurzum ist sie stinkend faul und bequem. Ich habe immer gedacht, sobald man 1-2 Kinder hat ist es quasi von selbst vorbei, dass man sich so viel Ruhe gönnt, aber man muss sich scheinbar nur einen "dummen" Mann - ist nicht persönlich gemeint - suchen, der alles macht. Unter einer Partnerschaft, in der beide an einem Strang ziehen, verstehe ich etwas anderes. Wenn du schon so viel für deine Familie machst, sollte sie zumindest im Haushalt und der Kindererziehung mit gleichen Teilen anpacken und dich entlasten. Man möchte doch normalerweise auch, dass es dem Partner gut geht.

Das alles ist für dich ja nichts Neues, und man kann dir ja leider schlecht den Rat geben "mach weniger", da nun einmal Kinder im Spiel sind. Da verstehe ich, dass du ratlos bist.

Mich würde interessieren:
War sie denn vor dem Kleinen auch schon so? Hat sie irgendwelche beruflichen Pläne, wenn er älter ist, oder zeigt sie da gar keine Ambitionen? Was sagt sie denn dazu, wenn du sie darauf ansprichst?

Und ganz wichtig: Hast du denn wirklich schon mal Klartext mit ihr geredet, dass das so für dich nicht funktioniert? Oder waren das eher Gespräche nach dem Motto "...wäre schön, wenn du mehr machen würdest, blabla".
Ich würde an deiner Stelle mal auf den Tisch hauen und ihr klar machen, dass du nicht ihr Depp bist, der die Familie finanziert und alles andere auch noch macht. Dass bei so einer Konstellation die Liebe/Erotik und Partnerschaft auf der Strecke bleibt, ist doch hausgemacht.

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