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Beziehung wird immer erdrückender

4. Januar 2016 um 14:17

Schönen Tag liebes Forum!
Ich habe mich aus einer gewissen Verzweiflung heraus hier angemeldet, weil ich derzeit meine Gefühlswelt nicht erfassen kann. Zu den Fakten:
Ich bin mit meinem Freund seit über einem Jahr zusammen, sind beide um die 30 und wir leben seit 4 Monaten in einer 2-Zimmerwohnung zusammen, beabsichtigen, uns eine 4-Zimmerwohnung zu kaufen. Darüber hinaus wollen wir heiraten und Kinder, zumindest waren dies anfänglich angenehme Vorstellungen für mich.

Ungefähr seit dem Zusammenziehen beängstigen mich
die Zukunftsträume mehr und mehr, und als wär das alles nicht dramatisch genug, habe ich die Lust auf Sex komplett verloren. Doch keinesfalls zieht es mich zu anderen Männern hin, es ist eher so, als wäre dieser Trieb nicht mehr vorhanden. Ich habe ein großes Problem mit seiner Anhänglichkeit. Am Sonntag hat er mir abends 8 mal gesagt, dass er mich liebt. Er tut das mehrmals täglich, er ist generell großzügig mit Komplimenten und sehr gefühlsbetont. Ich fühle mich dadurch traurigerweise bedrängt. Wir gehen auch so gut wie immer gemeinsam einkaufen, sehen uns jeden Tag, unternehmen sehr viele schöne Dinge, sitzen jeden Abend gemeinsam auf der Couch und unterhalten uns multimedial. Er will dann ganz viel kuscheln, meine Hand halten, ganz nah bei mir
sein. Mich erdrückt das alles mehr und mehr! Bei mir hat dieses Nähebedürfnis abgenommen, doch er könnte mich immer um sich haben und vermisst mich, sobald ich mal alleine das Haus verlasse. Konsequent genug, ihm diese Wünsche abzuschlagen, war ich bisher noch nicht.

Ich wäre so gerne mal wieder allein, einfach nur allein und irgendwelchen Schund machen, nicht reden, interagieren oder gefragt werden, was ich da mache und warum ich nicht auf die Couch kuscheln komme.
Ich denke, dass ich ihn liebe, aber so langsam zweifle ich an meinen Gefühlen und grübele darüber, was hier Ursache und was Wirkung ist.
Er ist keineswegs ein unsicherer Typ, er ist mit sich im Reinen und bei Unstimmigkeiten so schnell versöhnlich, umgänglich. Er würde auch nie etwas gegen einen Mädelsabend sagen. Er liebt mich einfach abgöttisch, evtl. idealisiert er mich dabei auch. Er hat auch einen etwas kranken Humor, sagt gemeine und obszöne Dinge aus Spaß zu mir.
Ich dagegen bin unsicher, mag es gar nicht, wenn jemand immer alles sieht, was ich tue, jede meiner Angelegenheiten in die Hand nehmen will und meine Art, Dinge zu regeln, kritisiert und optimiert. Mag sein, dass ich nicht sofort die Initiative ergreife und mich durchsetze, mein Erfolg liegt in zeitaufwändigeren Verfahren.
Ich hab ihn auch schon darauf öfters angesprochen, dass ich Zeit für mich brauche, nicht alles, was ich tue,
kommentiert haben will, mich sehr schnell unter Druck fühle. Er bemüht sich dann kurzzeitig um meinen Freiraum,
aber eben nur temporär, dann hängt er wieder jeden Tag an mir und ich bin nie allein. Gelegentlich platze ich auch und schrei ihn an, er solle gewisse Dinge nicht tun und sagen, weil es mich stört
Wie ertragen das andere Paare, die zusammenleben, frage ich mich? Die einzigen Momente, die ich für mich habe, ist
morgens, wenn ich mich für die Arbeit richte und die Autofahrt dahin, gelegentlich auch mal unter der Woche 2 Stündchen.
Würde es besser in einer größeren Wohnung? Oder bin ich eine Person, die Beziehungen lieber in getrennten Wohnungen führt? Ist er nicht der Richtige für mich und ich denke deswegen so? Ist er der Richtige und ich kann es nur nicht sehen weil er mir mit seiner Nähe die Sicht versperrt?

Ich weiß, Reden ist das beste. Aber wenn ich ihm sage, dass mich Gedanken um Heirat, Kinder und Zusammenwohnen derzeit nur überfordern, würde ihn das irreversibel kränken. Er sieht sich in der Zukunft eben als verheirateter Familienvater,... und so viel Veränderung kann ich nicht von ihm verlangen.
Ich habe mir bei dem Versuch, diese Entwicklung zu verstehen, schon so sehr den Kopf zerbrochen! Ich bin durcheinander, rotiere und weiß absolut nicht mehr, was ich möchte. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen und Gedanken zum Austausch bereit.

Liebe Grüße! Pfötele

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4. Januar 2016 um 14:54

Ich glaube auch,
dass man an einem unterschiedlichen Nähe-Distanz-Bedürfnis nicht viel ändern kann.

Andererseits kann man natürlich schon ein bisschen auf den anderen eingehen.
Wie wäre es, wenn du ihm nicht abstrakt sagst, dass du mehr Freiraum brauchst (das ist immer schwer umzusetzen so eine allgemeine Bitte), sondern ihm ganz konkrete Ansagen machst?
Also zum Beispiel: "Ich möchte jetzt mal 2 Stunden ganz für mich im Zimmer haben, damit ich in Ruhe recherchieren, lesen, was auch immer machen kann. Wenn ich fertig bin, komm ich zu dir auf's Sofa kuscheln."

oder "Schatz, heute gehe ich mal allein für uns einkaufen." Dann besprecht ihr, was du kaufen musst und du ziehst los und als nette Überraschung bringst du ihm noch sein Lieblingsbier/ Chips/ 'ne Tafel Schokolade mit, weil dann verbindet auch er es mit etwas positivem wenn er dich allein losziehen lässt.

Ich vermute, dass dein Bedürfnis nach Sex wieder kommen wird, wenn du dich wohler fühlst.

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4. Januar 2016 um 17:59

Wenn du es weiter
mit ihm probieren willst dann musst du ganz klar Grenzen ziehen und klare Ansagen/Vorschläge machen.

Z.B. zeitliche Vorgaben wären verbindlicher als wenn du ihm allgemein sagst das du mehr Freiraum brauchst.. Du könntest ja durchsetzen das du nach der Arbeit erstmal 1-2 Stunden dein Ding machst.
Das wird dann zum Standard bei dem DU dich aber auch wirklich durchsetzen musst. Wenn er anstalten macht dich in "deiner Zeit" einbinden zu wollen, musst du ihm eine klare absage erteilen. Auch wenn ihn das erstmal verletzt.

Es geht ja darum die Beziehung zu retten.
Wenn sich nichts ändert wird sie irgendwann in die Brüche gehen. Fordere diese Zeit für dich ein, du brauchst sie.

Ich würde das auch ganz klar so kommunizieren. Wie es dir aktuell geht. Das du ihn liebst aber dich erdrückt fühlst und ab sofort feste Zeiten einplanen willst, in der du durchatmen kannst. Das du dann auch die Zeit mit ihm mehr wertschätzen und genießen kannst.

Wenn er deine Zeiten wiederholt boykottiert, wirst du dich von ihm trennen müssen. Denn dann verhält er sich (trotz besseren Wissens) absolut egoistisch und bricht Streit vom Zaun.

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4. Januar 2016 um 18:08

Danke...
...euch sehr für die eingegangenen Kommentare zu meinem Problem, ich weiß das sehr zu schätzen Wir hatten zwei Wochen gemeinsam Urlaub über die Feiertage, da hat sich die Nähe zugespitzt und es ist das erste Mal, dass ich meine Lage anderen gegenüber so ausformuliert habe.
Es ist richtig, dass ich ihm sagen muss, dass mir die Zukunftspläne nicht mehr zusagen und muss auch akzeptieren, wenn er das an der Stelle dann nicht mehr mit mir weiterführen will. Wobei mir der Gedanke, wenn ich ihn zu Ende denke, mit ihm nicht mehr zusammen zu sein, große Angst macht, weil ich ihn so sehr lieb habe. Ich bin auch nicht unerfahren, aber nach Cholerikern, Alkoholikern und Versagern hatte ich eben noch nie einen so aufmerksamen Freund und weiß damit gar nicht umzugehen. Auch der Gedanke, dass er mich aus Verlustängsten emotional erpresst, kamen mir schon, nur kann es eben auch sein, dass es bei ihm gar keine krankhafte Handhabe ist, sondern einfach vollkommene Hingabe ohne dass ihm bewusst ist, wie er mich damit unter Druck setzt. Selbst, wenn ich es anspreche. Wenn ich so wäre wie er, also mit demselben Nähe-Distanz-Bedürfnis, wär alles so perfekt.
An ein pathologisches Problem meiner primären Geschlechtsorgane zweifele ich, ich denke, es hängt eher mit psychologisch begründeten Blockaden meiner sexuellen Bereitschaft aufgrund des Druckes, den ich empfinde, zusammen. Weil ich mich, wie schon gesagt "nicht wohl fühle". Weil diese Symptome zeitgleich mit meiner Unzufriedenheit aufgetreten sind.
Ich versuche, meine Bedürfnisse sanft durchzusetzen und mich zu sammeln, um ihm meine Ängste bezüglich Heiraten und Kinder zu kommunizieren. Das macht mir Angst, weil die Wortwahl und das Fingerspitzengefühl dafür theoretisch immer einfach scheint, aber praktisch... wenn ich mir vorstelle, wie verletzt er sein würde, kommen mir Tränen. Und ich mach mir keine Illusionen; er wünscht sich so sehr, was ich ihm, zurzeit, einfach nicht versprechen kann, vll geht das ganze einfach in die Hose Leutz. Schon wieder eine problematische Beziehung mehr, vor ein paar Monaten war ich noch auf Wolke 7. Manchmal ist es zu viel, manchmal zu wenig, menschliche Beziehungen sind so dynamisch.
Nochmal danke für die Antworten

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4. Januar 2016 um 18:18
In Antwort auf roydon_11911349

Wenn du es weiter
mit ihm probieren willst dann musst du ganz klar Grenzen ziehen und klare Ansagen/Vorschläge machen.

Z.B. zeitliche Vorgaben wären verbindlicher als wenn du ihm allgemein sagst das du mehr Freiraum brauchst.. Du könntest ja durchsetzen das du nach der Arbeit erstmal 1-2 Stunden dein Ding machst.
Das wird dann zum Standard bei dem DU dich aber auch wirklich durchsetzen musst. Wenn er anstalten macht dich in "deiner Zeit" einbinden zu wollen, musst du ihm eine klare absage erteilen. Auch wenn ihn das erstmal verletzt.

Es geht ja darum die Beziehung zu retten.
Wenn sich nichts ändert wird sie irgendwann in die Brüche gehen. Fordere diese Zeit für dich ein, du brauchst sie.

Ich würde das auch ganz klar so kommunizieren. Wie es dir aktuell geht. Das du ihn liebst aber dich erdrückt fühlst und ab sofort feste Zeiten einplanen willst, in der du durchatmen kannst. Das du dann auch die Zeit mit ihm mehr wertschätzen und genießen kannst.

Wenn er deine Zeiten wiederholt boykottiert, wirst du dich von ihm trennen müssen. Denn dann verhält er sich (trotz besseren Wissens) absolut egoistisch und bricht Streit vom Zaun.

Ja...
... das ist sehr richtig. Mir fehlt die angebrachte Initiativbereitschaft, meine Bedürfnisse durchzusetzen, vielleicht habe ich da noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Ich will auf jeden Fall um diese Beziehung kämpfen. Menschen erziehen sich immer gegenseitig, egal welchen Alters, und bei etwas unsicheren Menschentypen wie mir passiert es wohl leichter, dass man sich in eine Form pressen lässt, wenn man sich seine Entfaltungsmöglichkeiten nehmen lässt. Ich muss geschickter und bestimmter vorgehen, ohne boshaft zu werden. So gesehen muss ich mich dann doch wieder ändern^^

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4. Januar 2016 um 19:04

Es gibt...
...auch viele positive Aspekte unserer Beziehung, wir haben dieselbe Weltanschauung und tolerieren uns gegenseitig etc. Das kommt in Foren, wo nur die Probleme diskutiert werden, oft zu kurz zur Sprache. Ich habe auch schon vermutet, dass ich mich viel schneller als er an die Beziehung gewöhnt habe, Absenkung des Hormonspiegels, die ganz natürliche Reduzierung der Leidenschaft etc., während er noch im Vollgasmodus steckt und ich mit diesem Tempo mittlerweile nicht mehr konform gehe.
Es tut so gut, mal darüber zu reden!

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4. Januar 2016 um 19:11

Ich...
...werde mich auf jeden Fall gewählt ausdrücken müssen, um ihn nicht zu verletzen. Er ist ist ein solcher Prolet und so von sich überzeugt, aber er ist so sehr verletzbar und gefühlvoll! Und eine Energie hat der! Der schläft so seine 4 Stunden die Nacht und rauscht dann durch die Wohnung, kommt mich wecken weil er raus will und mich bei sich haben will... und ich bin 10 Stunden-Schläferin. Ich stehe manchmal extra früher auf für ihn, bin dann unerträglich mufflig und rede nicht. Und er kommt mich morgens auch nicht mehr alle halbe Stunden wecken, demnach gabs schon ein gewisses Entgegenkommen bisher. Nur manchmal frag ich mich, ob ich noch mehr nachgeben sollte oder ob ich schon zuviel von mir abgeschnitten habe. Daher der Wunsch nach dem gelegentlichen Alleinsein, um diese meine Eigenarten auszuleben. Aber man lebt zusammen.
Ach jetzt hab ich mich wieder verplappert und zuviel geschrieben^^
Ich sollte mal endlich mit meiner Freundin telefonieren und alles sagen, was mir so auf der Seele liegt.

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4. Januar 2016 um 19:16

Diese Du-Botschaften...
... klingen zu sehr nach Vorwurf ne? Ich denke, ich werde mir einen schriftlichen Plan machen, so für mich. Mir Regeln aufschreiben, wie ich vorgehe (auch nicht so leicht, ich kann ja im Grunde nix machen, ohne dass er es mitbekommt).
Ich bin selber mit meiner Privatsphäre auch etwas empfindlich, habe auch meine Fehler, gehe schnell hoch und verkrieche mich gern mal. Also Ich-Botschaften klingen gut! Präsentationen haben mich in meinem Studium jedes Mal fast umgebracht, weil ich tagelang vor Aufregung nichts gegessen hatte und nervlich daran zu Grunde ging

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4. Januar 2016 um 19:25

Eine Wohnung kaufen...
...ist doch im Prinzip zurzeit besser, als eine zu mieten. Selbst wenn man sich trennt, Eigentum ist Eigentum und anstatt Miete in ein Fass ohne Boden zu werfen, besitzt man die Immobilie dann und kann sie weiter vermieten oder verkaufen. Zurzeit scheinen Immobilien ja echt teuer zu sein, weil der Sparzins sich nicht lohnt und jeder Einer einen Kredit dafür bekommt. Aber selbst wenn man sich trennt (vorausgesetzt, man handelt danach fair), muss auch gemeinsamer Besitz nicht unbedingt eine Schuldenfalle bedeuten, oder?

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4. Januar 2016 um 19:26

Als Expertin...
...rate ich dir, jetzt eine Aspirin zu nehmen

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4. Januar 2016 um 22:43
In Antwort auf coquette164

Ich glaube auch,
dass man an einem unterschiedlichen Nähe-Distanz-Bedürfnis nicht viel ändern kann.

Andererseits kann man natürlich schon ein bisschen auf den anderen eingehen.
Wie wäre es, wenn du ihm nicht abstrakt sagst, dass du mehr Freiraum brauchst (das ist immer schwer umzusetzen so eine allgemeine Bitte), sondern ihm ganz konkrete Ansagen machst?
Also zum Beispiel: "Ich möchte jetzt mal 2 Stunden ganz für mich im Zimmer haben, damit ich in Ruhe recherchieren, lesen, was auch immer machen kann. Wenn ich fertig bin, komm ich zu dir auf's Sofa kuscheln."

oder "Schatz, heute gehe ich mal allein für uns einkaufen." Dann besprecht ihr, was du kaufen musst und du ziehst los und als nette Überraschung bringst du ihm noch sein Lieblingsbier/ Chips/ 'ne Tafel Schokolade mit, weil dann verbindet auch er es mit etwas positivem wenn er dich allein losziehen lässt.

Ich vermute, dass dein Bedürfnis nach Sex wieder kommen wird, wenn du dich wohler fühlst.

Nah sein
Nachdem ich deinen Text gelesen habe, da habe ich überleg, ob du tatsächlich mit einem Partner glücklicher wärest, der deine Nähe weniger sucht?
Möglicherweise würdest du statt dessen klagen, dass dich seine Distanz stört?

Du hast dich aber offensichtlich in einen verschmusten Mann verliebt, also hat es dir anfangs gefallen. Möglicherweise bist du aber selbst gar nicht beziehungsfähig und suchst nach etwas, was nicht perfekt ist? Und so läuft es dann in jeder Beziehung, bis sie kaputt geht.

Also, wäre es vielleicht besser, statt ihm nun plötzlich an den Kopf zu knallen, dass ER was falsch macht, dass du überlegst, ob du selbst etwas falsch machst?

Möglicherweise spürt er eine Distanz von dir ausgehend und er weiss nicht was er darin falsch macht, wenn er genau das macht, was sich viele Frauen wünschen (er zeigt dir, dass du ihm wichtig bist). Vielleicht kennt er es auch so von seinen Eltern?

Es ist also deinerseits etwas mehr Empathie wünschenswert, um dann vorsichtig deine Sichtweise zu vermitteln und zu erklären (!!!) warum du manchmal lieber alleine bist.


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4. Januar 2016 um 22:53
In Antwort auf isabell333

Nah sein
Nachdem ich deinen Text gelesen habe, da habe ich überleg, ob du tatsächlich mit einem Partner glücklicher wärest, der deine Nähe weniger sucht?
Möglicherweise würdest du statt dessen klagen, dass dich seine Distanz stört?

Du hast dich aber offensichtlich in einen verschmusten Mann verliebt, also hat es dir anfangs gefallen. Möglicherweise bist du aber selbst gar nicht beziehungsfähig und suchst nach etwas, was nicht perfekt ist? Und so läuft es dann in jeder Beziehung, bis sie kaputt geht.

Also, wäre es vielleicht besser, statt ihm nun plötzlich an den Kopf zu knallen, dass ER was falsch macht, dass du überlegst, ob du selbst etwas falsch machst?

Möglicherweise spürt er eine Distanz von dir ausgehend und er weiss nicht was er darin falsch macht, wenn er genau das macht, was sich viele Frauen wünschen (er zeigt dir, dass du ihm wichtig bist). Vielleicht kennt er es auch so von seinen Eltern?

Es ist also deinerseits etwas mehr Empathie wünschenswert, um dann vorsichtig deine Sichtweise zu vermitteln und zu erklären (!!!) warum du manchmal lieber alleine bist.


Oder
Was natürlich auch sein kann ist, dass er irgendwann mal einen Verlust erlitten hat und deshalb so anhänglich ist? Wenn du ihn liebst, dann helfe ihm Vertrauen aufzubauen, dass er dich loslassen kann und du trotzdem bei ihm bleibst.

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5. Januar 2016 um 12:26

So war das nicht gemeint
Nein er ist kein bisschen dumm dumm und primitiv, mit der Wortwahl wollte ich nur seine gegensätzlichen Charaktereigenschaften beschreiben. Er pöbelt gerne, wenn ihm Dinge missfallen, aber niemals über mich.

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5. Januar 2016 um 12:42
In Antwort auf isabell333

Oder
Was natürlich auch sein kann ist, dass er irgendwann mal einen Verlust erlitten hat und deshalb so anhänglich ist? Wenn du ihn liebst, dann helfe ihm Vertrauen aufzubauen, dass er dich loslassen kann und du trotzdem bei ihm bleibst.

Natürlich...
...habe ich schon darüber nachgedacht, Täter und Opfer sitzen ja meistens in einem Boot (ohne die Rollen zu vergeben), vor allem in Liebesdingen.
Sowohl die Eltern als auch die Großeltern meines Freundes sind ihr Leben lang verheiratet, er kennt es so und hält es so für richtig. Er hat auch eine recht große Familie und schon von traurigen Verlusten erzählt. Bei mir in der Familie haben sich so gut wie alle scheiden lassen, Eltern sowie Großeltern, und einige sehr späte Schwangerschaften und Alleinerziehende haben wir auch dabei. Mag eine nicht unwesentliche Einflussgröße sein.
Noch dazu gab es in meiner Kindheit ein traumatisches Ereignis, dem man Langzeitfolgen zuschreiben könnte, insofern, dass ich sehr schnell unter Druck gerate und als Lösung Flucht sehe. Ich erinnere mich sogar an etliche Träume, in denen ich eingesperrt bin und ausbrechen möchte.
So gesehen ist mir schon klar, dass ich den Beziehungszustand ebenfalls bedinge. Und ich bin dankbar, dass sich mir vieles erst jetzt erschließt, wenn ich Impulse von Unbeteiligten erhalte

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5. Januar 2016 um 17:23
In Antwort auf elder_12458164

Natürlich...
...habe ich schon darüber nachgedacht, Täter und Opfer sitzen ja meistens in einem Boot (ohne die Rollen zu vergeben), vor allem in Liebesdingen.
Sowohl die Eltern als auch die Großeltern meines Freundes sind ihr Leben lang verheiratet, er kennt es so und hält es so für richtig. Er hat auch eine recht große Familie und schon von traurigen Verlusten erzählt. Bei mir in der Familie haben sich so gut wie alle scheiden lassen, Eltern sowie Großeltern, und einige sehr späte Schwangerschaften und Alleinerziehende haben wir auch dabei. Mag eine nicht unwesentliche Einflussgröße sein.
Noch dazu gab es in meiner Kindheit ein traumatisches Ereignis, dem man Langzeitfolgen zuschreiben könnte, insofern, dass ich sehr schnell unter Druck gerate und als Lösung Flucht sehe. Ich erinnere mich sogar an etliche Träume, in denen ich eingesperrt bin und ausbrechen möchte.
So gesehen ist mir schon klar, dass ich den Beziehungszustand ebenfalls bedinge. Und ich bin dankbar, dass sich mir vieles erst jetzt erschließt, wenn ich Impulse von Unbeteiligten erhalte

Hmmm...
Also demnach scheint in seinem Umfeld "eigentlich" alles okay zu sein und er sich gesund und geboren entwickelt zu haben.

Vielleicht glaubt er, gerade weil du nicht so eine Liebe als Kind und vielleicht in bisherigen Beziehungen erleben durftest, dass er dir all dies nun schenken möchte, weil er dich glücklich machen möchte. Damit wäre seine Aufmerksamkeit nur gut gemeint. Und wenn du sie nun aufpolternd ablehnst, zeigt es mir, dass er dich wirklich sehr liebt, weil jeder andere dich vielleicht als "undankbar" wegschieben würde, er umsorgt dich weiterhin liebevoll und schenkt dir seine Zeit und Aufmerksamkeit. Und einfach ist dies sicher für ihn nicht... dich zu verstehen.

Deshalb mein Vorschlag, erzähle ihm ganz ehrlich, dass du sooooo viel rundherum Aufmerksamkeit nicht gewöhnt bist, deshalb immer wieder Zeit alleine brauchst. Dass es seine Zeit braucht, dass du soviel Naehe als normal siehst. Ich glaube, wenn du mit ihm dafür erklärend sprichst, dann wird er dich und dein Verhalten verstehen, nicht als Ablehnung, sondern wachsend, weil du dich ihm anvertraut hast.

Und wenn ihr eines Tages Kinder habt, dann übernimmt er gerne noch mehr Zeit fuer die Kinder.

Und vielleicht wäre es hilfreich, wenn du in eurer neuen Wohnung einen Raum nur für dich erhältst

Glaube mir, wenn du diese Beziehung nicht als Chance zum persönlichen Wachstum siehst, sondern lieber davon läufst, wird sich das gleiche Problem in der neuen Beziehung wiederholen... und im Grunde will doch jeder geliebt statt alleine sein.

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Frühere Diskussionen
Ex Affäre will sich wieder treffen trotz Freund
Von: svea_12721988
neu
5. Januar 2016 um 16:43
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