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Beziehung vor dem Abgrund... (jetzt vollständig)

6. März um 20:01 Letzte Antwort: 15. März um 19:42

Sorry an die Admins, aber mein erster Post ist aus Versehen vorzeitig verschickt worden...
Hier nun noch mal alles von vorne:

Liebe Community,

habe mich heute mal hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß... Damit ihr euch meine Situation etwas besser vorstellen könnt, möchte ich euch erst einmal mit ein paar grundlegeden Informationen versorgen: Meine Lebensgefährtin und ich sind seit fast 21 Jahren ein Paar. Ich war ihr erster "richtiger" Freund, sie war damals 16 und ich 23 Jahre alt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen und wir sind 37 und 44 Jahre alt. Wir sind nicht verheiratet. Im Jahr 2005 haben wir unser erstes Haus gekauft, 2010 wurde unser erster Sohn, 2015 unser zweiter Sohn geboren. Im Jahr 2015 haben wir dann auch das erste Haus wieder verkauft und uns ein anderes (mit mehr Zimmern) zugelegt.

Wir sind beide am arbeiten, ich Vollzeit in einem Bürojob, meine Partnerin arbeitet Teilzeit in einem Wohnheim für Behinderte. 

Vor ungefähr einem Jahr, also Anfang 2019 habe ich bemerkt, das sie sich ein wenig veränderte, sie machte mehr Sport, hat mehr auf die Ernährung geachtet und hatte generell mehr Spaß an der Arbeit. Meine vorsichtigen und anfangs scherzhaften Einwände ob das mit dem Kollegen zusammenhängt den sie öfters erwähnte und mit dem sie öfters die gleiche Schicht hatte, wurden als eifersüchtige Spinnerei abgetan. Ich muss dazu sagen, dass ich auch leicht anfällig bin für Eifersucht; nicht übermäßig, aber die eine oder andere spitze Bemerkung fällt schon mal. 

Im September 2019 ging Sie dann mit ihren Kollegen auf eine Party, von der ich später hörte, dass besagte Party mangels Interesse abgeblasen wurde. Dass diese Party nie stattgefunden hat, hatte sie mir gegenüber nie erwähnt. Trotzdem ist sie erst gegen vier Uhr morgens nach Hause gekommen. Ok, habe ich mir ein paar Tage später gedacht, sind sie halt woanders hingefahren haben dort die Nacht durchgetanzt. Darauf angesprochen habe ich sie aber nicht mehr (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). 

Mitte Dezember wurde dann (auf ihre Initiative hin) eine Weihnachtsfeier mit den Kollegen in einer Disco geplant. Am Tag darauf erfuhr ich von einer weitläufig Bekannten, das sie meine Lebensgefährtin gesehen hatte, wie sie Arm in Arm mit dem oben schon erwähnten Kollegen stand und mit ihm "sehr vertraut" schien.  

Nun stellte ich meine Lebensgefährtin zur Rede und klopfte etwas auf den Busch. Sie teilte mir zögernd mit, dass der Kollege wohl in sie verschossen wäre, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Dass hier bei mir alle Alarmglocken läuteten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vorerst nahm ich es aber erst einmal so hin. Ich offenbarte ihr nun, dass ich wüsste, das die Party im September ja gar nicht stattgefunden hätte, und sie dafür aber ziemlich lange auf einer "nicht stattgefundenen Party" gewesen sei. Daraufhin sagte sie nichts. Den Rest des Tages war dann Sendepause.

Nachdem wir dann abends die Kinder ins Bett gebracht hatten, verschwand meine Lebensgefährtin zwei-dreimal kurz hintereinander auf der Toilette. Beim vierten mal bin ich hinterhergegangen und fand sie über die Schüssel gebeugt als wenn sie brechen müsste. Ich fragte sie was los sei und sie sagte: "nichts". Mein Einwand das diese Situation aber nicht nach "nichts" aussah, kommentierte sie nicht, Sie bat mich nur hinauszugehen. Ich fragte sie aber noch, ob sie mir nicht doch etwas zu sagen hätte (warum ich diese Frage stellte weiß ich nicht; Vorahnung?). Eine halbe Stunde später lag sie auf dem Sofa und ich setzte mich neben sie; ihr Blick sagte mir schon, dass hier gewaltig etwas im Argen war. Ich fragte sie nochmals, ob sie mir etwas zu sagen hätte.
Und dann brach sie heulend zusammen...

Nun kam heraus, dass sie schon seit der besagten September-Party eine Affäre mit dem Kollegen hatte. Sie erzählte mir, dass er sie schon seit einem Jahr umgarnt, ihr Komplimente und Geschenke machte und sie bei der Arbeit wahnsinnig unterstützte. Da beide sehr oft (wohl auch auf sein Bestreben hin) die gleiche Schicht hatten und dabei zwangsläufig eng zusammen arbeiteten, hatte er natürlich auch genügend Zeit sie zu bearbeiten. So kam es dann wohl wie es kommen musste und sie küssten sich das erste mal. Da er wohl auch kein Kind von Traurigkeit ist, und ihr seine große Liebe etc. beteuerte, landeten sie auch ein paar Tage später zusammen im Bett. Dies ging natürlich nur vormittags, wenn ich auf der Arbeit, der Große in der Schule und der Kleine in der KiTa waren.
Über den Zeitraum von September bis Dezember haben sie sich wohl 5-6 mal bei ihm zuhause getroffen und Verkehr gehabt, so die Aussage meiner Lebensgefährtin.

Danach bin ich erst mal eine Stunde ziellos mit dem Auto durch die Gegend gefahren...

Anschließend wieder zu Hause:
Meine Frage nach dem "warum" hat sie wie folgt begründet:
1. Ich war der erste und bisher einzige Mann mit dem sie intim war; sie war einfach neugierig wie es mit einem anderen Mann wäre.
2. Er hätte ihr mit seinen Komplimenten und Neckereien die schwere und auch seelisch anstrengende Arbeit mit den Behinderten im Heim enorm versüßt und erleichtert, irgendwann hätte sie dann die Kontrolle über das Geschehen verloren. Auch wollte sie nicht, dass die Komplimente aufhören und die Arbeit dann wieder so monoton und eintönig wurde wie vorher.

Im weiteren Gespräch (welches übrigens den Rest der Nacht dauerte), beteuerte sie mir immer wieder ihre Liebe und das sie nie Liebe für den Kollegen empfunden hätte. Es wäre nur eine kurze Affäre aus den o.g. Gründen gewesen und auf der Weihnachtsfeier wollte sie sowieso Schluss machen. Für den folgenden Tag habe ich mich dann erst mal krankschreiben lassen. Sie hat sich längere Zeit krankschreiben lassen, da sie mehrere Panikattacken bekommen hat.

In den folgenden Wochen war es dann ein ständiges Auf- und Ab. Wir haben einen Termin bei einer Paarberatung gehabt, sie hat sich eine Psychologin gesucht bei der sie regelmäßige Termine hat. Nachdem sie wieder arbeiten gegangen ist, hat sie sich versetzen lassen um nicht mehr mit dem Kollegen Dienst zu haben.

Ich habe gedacht die Zeit heilt alle Wunden und die bedrückenden Vorstellungen wie sie mit ihm in die Kiste steigt, das Gefühl der Demütigung und Ohnmacht würden mit der Zeit verfliegen, aber dem ist im Moment leider nicht so. Im Gegenteil, die Hassgefühle werden stärker, mal mehr mal weniger. Gestern habe ich kaum ein Wort mit ihr gesprochen, bis es dann abends aus mir herausgebrochen ist: Ich habe ihr wieder Vorwürfe gemacht, warum sie uns das angetan hat etc. Dann habe ich ihr die Trennung vorgeschlagen, woraufhin sie wieder eine Panikattacke bekommen hat, Wir wissen beide das eine Trennung Mist ist, für uns, für die Kinder und finanziell sowieso.

Ich für meinen Teil kann aber mit dieser Demütigung im Moment nicht so weitermachen als wäre nichts geschehen.
Das "blöde" ist, dass wir uns beide wahrscheinlich noch gegenseitig lieben oder zumindest nicht egal sind.

Daher meine Frage an euch: Könnt ihr mir aus dem oben geschilderten oder euren eigenen Erfahrungen den einen oder andere Tip oder Hinweis geben, ob es sich noch lohnt sich für die Beziehung einzusetzen?

Ich danke allen die es sich bis hierher durchgelesen haben...
Euer "Harry"

 

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Beste hilfreiche Antwort

6. März um 23:14
In Antwort auf harry1975

Sorry an die Admins, aber mein erster Post ist aus Versehen vorzeitig verschickt worden...
Hier nun noch mal alles von vorne:

Liebe Community,

habe mich heute mal hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß... Damit ihr euch meine Situation etwas besser vorstellen könnt, möchte ich euch erst einmal mit ein paar grundlegeden Informationen versorgen: Meine Lebensgefährtin und ich sind seit fast 21 Jahren ein Paar. Ich war ihr erster "richtiger" Freund, sie war damals 16 und ich 23 Jahre alt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen und wir sind 37 und 44 Jahre alt. Wir sind nicht verheiratet. Im Jahr 2005 haben wir unser erstes Haus gekauft, 2010 wurde unser erster Sohn, 2015 unser zweiter Sohn geboren. Im Jahr 2015 haben wir dann auch das erste Haus wieder verkauft und uns ein anderes (mit mehr Zimmern) zugelegt.

Wir sind beide am arbeiten, ich Vollzeit in einem Bürojob, meine Partnerin arbeitet Teilzeit in einem Wohnheim für Behinderte. 

Vor ungefähr einem Jahr, also Anfang 2019 habe ich bemerkt, das sie sich ein wenig veränderte, sie machte mehr Sport, hat mehr auf die Ernährung geachtet und hatte generell mehr Spaß an der Arbeit. Meine vorsichtigen und anfangs scherzhaften Einwände ob das mit dem Kollegen zusammenhängt den sie öfters erwähnte und mit dem sie öfters die gleiche Schicht hatte, wurden als eifersüchtige Spinnerei abgetan. Ich muss dazu sagen, dass ich auch leicht anfällig bin für Eifersucht; nicht übermäßig, aber die eine oder andere spitze Bemerkung fällt schon mal. 

Im September 2019 ging Sie dann mit ihren Kollegen auf eine Party, von der ich später hörte, dass besagte Party mangels Interesse abgeblasen wurde. Dass diese Party nie stattgefunden hat, hatte sie mir gegenüber nie erwähnt. Trotzdem ist sie erst gegen vier Uhr morgens nach Hause gekommen. Ok, habe ich mir ein paar Tage später gedacht, sind sie halt woanders hingefahren haben dort die Nacht durchgetanzt. Darauf angesprochen habe ich sie aber nicht mehr (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). 

Mitte Dezember wurde dann (auf ihre Initiative hin) eine Weihnachtsfeier mit den Kollegen in einer Disco geplant. Am Tag darauf erfuhr ich von einer weitläufig Bekannten, das sie meine Lebensgefährtin gesehen hatte, wie sie Arm in Arm mit dem oben schon erwähnten Kollegen stand und mit ihm "sehr vertraut" schien.  

Nun stellte ich meine Lebensgefährtin zur Rede und klopfte etwas auf den Busch. Sie teilte mir zögernd mit, dass der Kollege wohl in sie verschossen wäre, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Dass hier bei mir alle Alarmglocken läuteten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vorerst nahm ich es aber erst einmal so hin. Ich offenbarte ihr nun, dass ich wüsste, das die Party im September ja gar nicht stattgefunden hätte, und sie dafür aber ziemlich lange auf einer "nicht stattgefundenen Party" gewesen sei. Daraufhin sagte sie nichts. Den Rest des Tages war dann Sendepause.

Nachdem wir dann abends die Kinder ins Bett gebracht hatten, verschwand meine Lebensgefährtin zwei-dreimal kurz hintereinander auf der Toilette. Beim vierten mal bin ich hinterhergegangen und fand sie über die Schüssel gebeugt als wenn sie brechen müsste. Ich fragte sie was los sei und sie sagte: "nichts". Mein Einwand das diese Situation aber nicht nach "nichts" aussah, kommentierte sie nicht, Sie bat mich nur hinauszugehen. Ich fragte sie aber noch, ob sie mir nicht doch etwas zu sagen hätte (warum ich diese Frage stellte weiß ich nicht; Vorahnung?). Eine halbe Stunde später lag sie auf dem Sofa und ich setzte mich neben sie; ihr Blick sagte mir schon, dass hier gewaltig etwas im Argen war. Ich fragte sie nochmals, ob sie mir etwas zu sagen hätte.
Und dann brach sie heulend zusammen...

Nun kam heraus, dass sie schon seit der besagten September-Party eine Affäre mit dem Kollegen hatte. Sie erzählte mir, dass er sie schon seit einem Jahr umgarnt, ihr Komplimente und Geschenke machte und sie bei der Arbeit wahnsinnig unterstützte. Da beide sehr oft (wohl auch auf sein Bestreben hin) die gleiche Schicht hatten und dabei zwangsläufig eng zusammen arbeiteten, hatte er natürlich auch genügend Zeit sie zu bearbeiten. So kam es dann wohl wie es kommen musste und sie küssten sich das erste mal. Da er wohl auch kein Kind von Traurigkeit ist, und ihr seine große Liebe etc. beteuerte, landeten sie auch ein paar Tage später zusammen im Bett. Dies ging natürlich nur vormittags, wenn ich auf der Arbeit, der Große in der Schule und der Kleine in der KiTa waren.
Über den Zeitraum von September bis Dezember haben sie sich wohl 5-6 mal bei ihm zuhause getroffen und Verkehr gehabt, so die Aussage meiner Lebensgefährtin.

Danach bin ich erst mal eine Stunde ziellos mit dem Auto durch die Gegend gefahren...

Anschließend wieder zu Hause:
Meine Frage nach dem "warum" hat sie wie folgt begründet:
1. Ich war der erste und bisher einzige Mann mit dem sie intim war; sie war einfach neugierig wie es mit einem anderen Mann wäre.
2. Er hätte ihr mit seinen Komplimenten und Neckereien die schwere und auch seelisch anstrengende Arbeit mit den Behinderten im Heim enorm versüßt und erleichtert, irgendwann hätte sie dann die Kontrolle über das Geschehen verloren. Auch wollte sie nicht, dass die Komplimente aufhören und die Arbeit dann wieder so monoton und eintönig wurde wie vorher.

Im weiteren Gespräch (welches übrigens den Rest der Nacht dauerte), beteuerte sie mir immer wieder ihre Liebe und das sie nie Liebe für den Kollegen empfunden hätte. Es wäre nur eine kurze Affäre aus den o.g. Gründen gewesen und auf der Weihnachtsfeier wollte sie sowieso Schluss machen. Für den folgenden Tag habe ich mich dann erst mal krankschreiben lassen. Sie hat sich längere Zeit krankschreiben lassen, da sie mehrere Panikattacken bekommen hat.

In den folgenden Wochen war es dann ein ständiges Auf- und Ab. Wir haben einen Termin bei einer Paarberatung gehabt, sie hat sich eine Psychologin gesucht bei der sie regelmäßige Termine hat. Nachdem sie wieder arbeiten gegangen ist, hat sie sich versetzen lassen um nicht mehr mit dem Kollegen Dienst zu haben.

Ich habe gedacht die Zeit heilt alle Wunden und die bedrückenden Vorstellungen wie sie mit ihm in die Kiste steigt, das Gefühl der Demütigung und Ohnmacht würden mit der Zeit verfliegen, aber dem ist im Moment leider nicht so. Im Gegenteil, die Hassgefühle werden stärker, mal mehr mal weniger. Gestern habe ich kaum ein Wort mit ihr gesprochen, bis es dann abends aus mir herausgebrochen ist: Ich habe ihr wieder Vorwürfe gemacht, warum sie uns das angetan hat etc. Dann habe ich ihr die Trennung vorgeschlagen, woraufhin sie wieder eine Panikattacke bekommen hat, Wir wissen beide das eine Trennung Mist ist, für uns, für die Kinder und finanziell sowieso.

Ich für meinen Teil kann aber mit dieser Demütigung im Moment nicht so weitermachen als wäre nichts geschehen.
Das "blöde" ist, dass wir uns beide wahrscheinlich noch gegenseitig lieben oder zumindest nicht egal sind.

Daher meine Frage an euch: Könnt ihr mir aus dem oben geschilderten oder euren eigenen Erfahrungen den einen oder andere Tip oder Hinweis geben, ob es sich noch lohnt sich für die Beziehung einzusetzen?

Ich danke allen die es sich bis hierher durchgelesen haben...
Euer "Harry"

 

was möchtest du denn jetzt hören?

Deine Nicht-Frau, die du seit mehr als 15 Jahre nicht geheiratet hat, hat von ihrem Zustand des nicht verheiratet seins Gebrauch gemacht und hat eben die großen weiten Jagdgründe erkundet. Wundert dich das? Du bist vermutlich in diesen vergangenen 15 Jahren davon ausgegangen, dass bei euch alles total fröhsi und echt super ist. Das sehe ich etwas anders. Dass sie außer dir noch keinen anderen Sexualpartner hatte, dürftest du seit ungefähr 20 Jahren wissen. Und ungefähr gleich lang dürftes du keine Veranlassung gesehen haben, mit ihr einmal über diese Situation zu sprechen.

Was anderes solltest du hingegen seinlassen: die Sprüche von der großen Demütigung klingen so theatralisch, dass sie dein Anliegen in einem sehr unsympathischen Licht erscheinen lassen.

Lohnender erschiene mir, wenn du endlich mal das Gespräch mit deiner Frau suchst. Und frag sie endlich, ob du sie heiraten sollst. Männer tun so was. Und Frauen erwarten so was von ihnen. Auch wenn sie dir das Gegenteil sagen.

Wünsch dir viel Glück, du hast bessere Chancen als du denkst, aber du solltest dich endlich mal auf deinen Hintern setzen und was tun! Sie z.B. heiraten wär nicht schlecht, vor allem, wenn man 2 Kinder miteinander hat und schon 2 Häuser gekauft hat. Fremd gehen könnt ihr euch danach immer noch. Dann lohnt es sich wenigstens...

Freundliche Grüße und nochmals viel Glück!
Christoph

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6. März um 20:16
Beste Antwort

Nein Harry kann ich leider nicht, aber die Vorstellung ist furchtbar. Es tut mir sehr leid, dass du soetwas erleben musstest. Eigentlich bräuchtest du doch den Psychologen? Ist ein schwerer Vertrauensbruch, der tiefe Wunden hinterlassen wird. Keine Ahnung, wie man das wieder hinbekommt v. a. da es über Monate ging. Ganz ganz schwierig.

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6. März um 20:37
Beste Antwort
In Antwort auf harry1975

Sorry an die Admins, aber mein erster Post ist aus Versehen vorzeitig verschickt worden...
Hier nun noch mal alles von vorne:

Liebe Community,

habe mich heute mal hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß... Damit ihr euch meine Situation etwas besser vorstellen könnt, möchte ich euch erst einmal mit ein paar grundlegeden Informationen versorgen: Meine Lebensgefährtin und ich sind seit fast 21 Jahren ein Paar. Ich war ihr erster "richtiger" Freund, sie war damals 16 und ich 23 Jahre alt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen und wir sind 37 und 44 Jahre alt. Wir sind nicht verheiratet. Im Jahr 2005 haben wir unser erstes Haus gekauft, 2010 wurde unser erster Sohn, 2015 unser zweiter Sohn geboren. Im Jahr 2015 haben wir dann auch das erste Haus wieder verkauft und uns ein anderes (mit mehr Zimmern) zugelegt.

Wir sind beide am arbeiten, ich Vollzeit in einem Bürojob, meine Partnerin arbeitet Teilzeit in einem Wohnheim für Behinderte. 

Vor ungefähr einem Jahr, also Anfang 2019 habe ich bemerkt, das sie sich ein wenig veränderte, sie machte mehr Sport, hat mehr auf die Ernährung geachtet und hatte generell mehr Spaß an der Arbeit. Meine vorsichtigen und anfangs scherzhaften Einwände ob das mit dem Kollegen zusammenhängt den sie öfters erwähnte und mit dem sie öfters die gleiche Schicht hatte, wurden als eifersüchtige Spinnerei abgetan. Ich muss dazu sagen, dass ich auch leicht anfällig bin für Eifersucht; nicht übermäßig, aber die eine oder andere spitze Bemerkung fällt schon mal. 

Im September 2019 ging Sie dann mit ihren Kollegen auf eine Party, von der ich später hörte, dass besagte Party mangels Interesse abgeblasen wurde. Dass diese Party nie stattgefunden hat, hatte sie mir gegenüber nie erwähnt. Trotzdem ist sie erst gegen vier Uhr morgens nach Hause gekommen. Ok, habe ich mir ein paar Tage später gedacht, sind sie halt woanders hingefahren haben dort die Nacht durchgetanzt. Darauf angesprochen habe ich sie aber nicht mehr (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). 

Mitte Dezember wurde dann (auf ihre Initiative hin) eine Weihnachtsfeier mit den Kollegen in einer Disco geplant. Am Tag darauf erfuhr ich von einer weitläufig Bekannten, das sie meine Lebensgefährtin gesehen hatte, wie sie Arm in Arm mit dem oben schon erwähnten Kollegen stand und mit ihm "sehr vertraut" schien.  

Nun stellte ich meine Lebensgefährtin zur Rede und klopfte etwas auf den Busch. Sie teilte mir zögernd mit, dass der Kollege wohl in sie verschossen wäre, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Dass hier bei mir alle Alarmglocken läuteten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vorerst nahm ich es aber erst einmal so hin. Ich offenbarte ihr nun, dass ich wüsste, das die Party im September ja gar nicht stattgefunden hätte, und sie dafür aber ziemlich lange auf einer "nicht stattgefundenen Party" gewesen sei. Daraufhin sagte sie nichts. Den Rest des Tages war dann Sendepause.

Nachdem wir dann abends die Kinder ins Bett gebracht hatten, verschwand meine Lebensgefährtin zwei-dreimal kurz hintereinander auf der Toilette. Beim vierten mal bin ich hinterhergegangen und fand sie über die Schüssel gebeugt als wenn sie brechen müsste. Ich fragte sie was los sei und sie sagte: "nichts". Mein Einwand das diese Situation aber nicht nach "nichts" aussah, kommentierte sie nicht, Sie bat mich nur hinauszugehen. Ich fragte sie aber noch, ob sie mir nicht doch etwas zu sagen hätte (warum ich diese Frage stellte weiß ich nicht; Vorahnung?). Eine halbe Stunde später lag sie auf dem Sofa und ich setzte mich neben sie; ihr Blick sagte mir schon, dass hier gewaltig etwas im Argen war. Ich fragte sie nochmals, ob sie mir etwas zu sagen hätte.
Und dann brach sie heulend zusammen...

Nun kam heraus, dass sie schon seit der besagten September-Party eine Affäre mit dem Kollegen hatte. Sie erzählte mir, dass er sie schon seit einem Jahr umgarnt, ihr Komplimente und Geschenke machte und sie bei der Arbeit wahnsinnig unterstützte. Da beide sehr oft (wohl auch auf sein Bestreben hin) die gleiche Schicht hatten und dabei zwangsläufig eng zusammen arbeiteten, hatte er natürlich auch genügend Zeit sie zu bearbeiten. So kam es dann wohl wie es kommen musste und sie küssten sich das erste mal. Da er wohl auch kein Kind von Traurigkeit ist, und ihr seine große Liebe etc. beteuerte, landeten sie auch ein paar Tage später zusammen im Bett. Dies ging natürlich nur vormittags, wenn ich auf der Arbeit, der Große in der Schule und der Kleine in der KiTa waren.
Über den Zeitraum von September bis Dezember haben sie sich wohl 5-6 mal bei ihm zuhause getroffen und Verkehr gehabt, so die Aussage meiner Lebensgefährtin.

Danach bin ich erst mal eine Stunde ziellos mit dem Auto durch die Gegend gefahren...

Anschließend wieder zu Hause:
Meine Frage nach dem "warum" hat sie wie folgt begründet:
1. Ich war der erste und bisher einzige Mann mit dem sie intim war; sie war einfach neugierig wie es mit einem anderen Mann wäre.
2. Er hätte ihr mit seinen Komplimenten und Neckereien die schwere und auch seelisch anstrengende Arbeit mit den Behinderten im Heim enorm versüßt und erleichtert, irgendwann hätte sie dann die Kontrolle über das Geschehen verloren. Auch wollte sie nicht, dass die Komplimente aufhören und die Arbeit dann wieder so monoton und eintönig wurde wie vorher.

Im weiteren Gespräch (welches übrigens den Rest der Nacht dauerte), beteuerte sie mir immer wieder ihre Liebe und das sie nie Liebe für den Kollegen empfunden hätte. Es wäre nur eine kurze Affäre aus den o.g. Gründen gewesen und auf der Weihnachtsfeier wollte sie sowieso Schluss machen. Für den folgenden Tag habe ich mich dann erst mal krankschreiben lassen. Sie hat sich längere Zeit krankschreiben lassen, da sie mehrere Panikattacken bekommen hat.

In den folgenden Wochen war es dann ein ständiges Auf- und Ab. Wir haben einen Termin bei einer Paarberatung gehabt, sie hat sich eine Psychologin gesucht bei der sie regelmäßige Termine hat. Nachdem sie wieder arbeiten gegangen ist, hat sie sich versetzen lassen um nicht mehr mit dem Kollegen Dienst zu haben.

Ich habe gedacht die Zeit heilt alle Wunden und die bedrückenden Vorstellungen wie sie mit ihm in die Kiste steigt, das Gefühl der Demütigung und Ohnmacht würden mit der Zeit verfliegen, aber dem ist im Moment leider nicht so. Im Gegenteil, die Hassgefühle werden stärker, mal mehr mal weniger. Gestern habe ich kaum ein Wort mit ihr gesprochen, bis es dann abends aus mir herausgebrochen ist: Ich habe ihr wieder Vorwürfe gemacht, warum sie uns das angetan hat etc. Dann habe ich ihr die Trennung vorgeschlagen, woraufhin sie wieder eine Panikattacke bekommen hat, Wir wissen beide das eine Trennung Mist ist, für uns, für die Kinder und finanziell sowieso.

Ich für meinen Teil kann aber mit dieser Demütigung im Moment nicht so weitermachen als wäre nichts geschehen.
Das "blöde" ist, dass wir uns beide wahrscheinlich noch gegenseitig lieben oder zumindest nicht egal sind.

Daher meine Frage an euch: Könnt ihr mir aus dem oben geschilderten oder euren eigenen Erfahrungen den einen oder andere Tip oder Hinweis geben, ob es sich noch lohnt sich für die Beziehung einzusetzen?

Ich danke allen die es sich bis hierher durchgelesen haben...
Euer "Harry"

 

Ich glaube, nach so einer langen Beziehung, die auch die erste ist, könnte ich unter den richtigen Umständen, einen Ausrutscher verzeihen.

Wenn es einmalig war, keine Gefühle mit im Spiel waren und der Betrug sofort gebeichtet wurde.

In deinem Falle, so wie du ihn schilderst, könnte ich das nicht.
Alleine über so einen langen Zeitraum belogen zu werden, würde mein ganzes Vertrauen in diese Person unwiderruflich zerstören.

Hinzu kommt noch, dass sie defintiv eine emotionale Bindung zu ihm hatte.

Ihr angeblich schlechtes Gewissen und ihre "Panikattacken" hatte sie merkwürdigerweise erst, nachdem sie gemerkt hat, dass du genau weißt ( bzw vermutest) was da zwischen den beiden ist.

Daher finde ich sie unglaubwürdig.
Keiner, der ein, ach so schlechtes Gewissen hat, tut es trotzdem immer und immer wieder.

Wären da keine Gefühle gewesen, hätte sie nach dem ersten Sex gewusst, wie es mit einem anderen Mann ist und hätte es dir reumütig beichten können. Stattdessen hat sie es weitergeführt, also scheint sie irgendwas in ihm zu sehen, was es wert ist, dich zu verlieren.


Tatsache ist: sie hatte Lust auf einen anderen Mann, hatte offenbar auch ein wenig Gefühle für ihn, hat seine Aufmerksamkeit genossen...

...und hat in Kauf genommen, dich zu verletzen und euer gemeinsames Leben aufs Spiel zu setzen.

Ich glaube, sie hat nur Angst ihr gemachtes Nest, ihr finanzielle  Sicherheit und die "heile Familie" zu verlieren.

Ich persönlich wäre erstmal alleine (oder mit einem guten Freund) ein paar Wochen weggefahren um den ganzen mal Raum zu geben und um Zeit zu haben, das zu verarbeiten, ohne dass ich den Menschen, der meine Gefühle gerade mit Füßen getreten hat, jeden Tag sehen/hören zu müssen.

Dann würde ich schauen, was noch da ist.

Wie fühlst du dich nach dem Abstand ?
Ist etwas innerliche Ruhe eingekehrt 
Welche Gefühle hast du für sie ?
Siehst du eine gemeinsame Zukunft?

Und je nach Ergebnis, würde ich mich trennen oder weiter zur Eheberatung gehen.

Im übrigen tut mir das wirklich von Herzen leid. Ich wünsche es wirklich niemanden, so hintergangen so werden.

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6. März um 21:41

Auch ich kann dir nicht wirklich sagen, was richtig oder falsch ist. Aber ich kann dich absolut verstehen. So ein Vertrauensbruch macht was mit meinem und ob man nun will oder oder nicht, man kann es eben nicht einfach vergessen. Daran ändern auch eine Entschuldigung und Erklärungen nichts.
Sowas benötigt wahnsinnig viel Zeit. 

Ich wurde auch schon ein paar mal betrogen und mit denen war ich keine 21 Jahre lang zusammen. Dennoch tat es immer extrem weh und als der Vater meines Kindes mit betrog, das hat gesessen und ganz ehrlich: Das habe ich nie ganz verknusen können. Ich habe es versucht, aber musste mir immer wieder eingestehen, dass einfach vergessen und zur Normalität zurückkehren manchmal nicht funktioniert. 

Man muss vielleicht akzeptieren, dass es  nie wieder ganz so wird wie vorher. 

Was ich dir raten würde wäre tatsächlich erstmal Abstand. Wenn möglich, könntest du dich für ein paar Wochen oder sogar Monate räumlich von ihr distanzieren. Einfach mal um zur Ruhe zu kommen, nachzudenken, zu verarbeiten und dir darüber bewusst zu werden, was du willst und was du dir vorstellen kannst. In der Zeit sowas wie Tagebuch schreiben (von mir aus auch am PC) und deine Gedanken niederschreiben. Das entlastet und du stößt den Verarbeitungsprozess an. Der ist wichtig, wenn du überhaupt noch eine Chance für euch siehst. Im Moment bist du zu verletzt um solche großen Entscheidungen zu treffen, denke ich. 

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6. März um 21:41

Auch ich kann dir nicht wirklich sagen, was richtig oder falsch ist. Aber ich kann dich absolut verstehen. So ein Vertrauensbruch macht was mit meinem und ob man nun will oder oder nicht, man kann es eben nicht einfach vergessen. Daran ändern auch eine Entschuldigung und Erklärungen nichts.
Sowas benötigt wahnsinnig viel Zeit. 

Ich wurde auch schon ein paar mal betrogen und mit denen war ich keine 21 Jahre lang zusammen. Dennoch tat es immer extrem weh und als der Vater meines Kindes mit betrog, das hat gesessen und ganz ehrlich: Das habe ich nie ganz verknusen können. Ich habe es versucht, aber musste mir immer wieder eingestehen, dass einfach vergessen und zur Normalität zurückkehren manchmal nicht funktioniert. 

Man muss vielleicht akzeptieren, dass es  nie wieder ganz so wird wie vorher. 

Was ich dir raten würde wäre tatsächlich erstmal Abstand. Wenn möglich, könntest du dich für ein paar Wochen oder sogar Monate räumlich von ihr distanzieren. Einfach mal um zur Ruhe zu kommen, nachzudenken, zu verarbeiten und dir darüber bewusst zu werden, was du willst und was du dir vorstellen kannst. In der Zeit sowas wie Tagebuch schreiben (von mir aus auch am PC) und deine Gedanken niederschreiben. Das entlastet und du stößt den Verarbeitungsprozess an. Der ist wichtig, wenn du überhaupt noch eine Chance für euch siehst. Im Moment bist du zu verletzt um solche großen Entscheidungen zu treffen, denke ich. 

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6. März um 21:45

Was ich besonders verwerflich finde ist nicht, dass sie nach 21Jahren einfach neugierig auf Sex mit einem anderen war (wenn das denn wirklich der Grund war), sondern dass sie nicht mit dir drüber gesprochen hat. Man hätte ja evtl eine Lösung finden können, aber zumindest hätte man mit Reden schon mal mehr erreicht, als einfach eine Affäre zu starten. Eine Affäre hat ja nochmal eine ganz andere Qualität als ein ONS im Suff, obwohl beides schlimm ist, aber immer wieder dieses bewusste Lügen um nun mit IHM Sex zu haben, das würde mich auch echt hart treffen. 

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6. März um 21:53

Hallo Harry,

das tut mir sehr leid für euch, dass es so gekommen ist. Offenbar hat ihr etwas in eurer Partnerschaft gefehlt, ansonsten wäre sie für die Annäherungsversuche ihres Kollegen überhaupt nicht offen gewesen. Auch wenn sie nun den großen Vertrauensbruch begangen hat, bringt es auch Dich selbst weiter, zu hinterfragen, was Du selbst vielleicht dazu beigetragen hast, dass es dazu kommen konnte. Das meine ich nicht so, dass es ihr Verhalten entschuldigen soll, absolut nicht. Ich meine nur: Ihre beiden Erklärungen mögen beeinflussenden Faktoren für ihr Verhalten sein, aber ziemlich sicher nicht die Ursache.

Ihr seid jung zusammengekommen, Du warst ihr erster Partner. Nach so langer Zeit und insbesondere wenn Kinder dazukommen, verlieren sich viele Paare. Ich spreche da aus Erfahrung, ich wurde nach fast 20 Jahren von meiner Ex-Frau verlassen, auch ich war ihr Erster und wir haben Kinder. So ist es bei Dir ja nun nicht, weil sie offenbar mit Dir zusammenbleiben möchte, aber auf der Beziehungsebene hat sie Dich ab dem Zeitpunkt der Affäre auch in gewisser Weise verlassen. Wie gesagt, ich würde mit mir in innere Klausur gehen und sehr schonungslos hinterfragen, welche Rolle ich dabei gespielt haben könnte. Das habe ich jedenfalls damals gemacht und es hat mich immens weitergebracht. Auch wenn es extrem schmerzhaft war. Vielleicht hilft Dir das dann auch, mit ihrem Betrug besser umgehen zu können. Wie gesagt, das soll ihr Verhalten nicht rechtfertigen, es wäre für Dich nur sicher hilfreich, das große Ganze zu erkennen. Und Du bist zwangsläufig ein entscheidender Teil im großen Ganzen eurer Partnerschaft.

Ich will Deine Lebensgefährtin nun nicht verteidigen, da sie ganz fatal gegen Werte verstoßen hat, die mir persönlich in einer Partnerschaft heilig sind. Aber Du musst Dich eben fragen: will ich einen Weg finden, der uns beide in eine gemeinsame Zukunft führt, in der wir beide wieder glücklich sein können? Glaubst Du daran, dass das möglich ist, auch im Sinne der Kinder? Das wird nur möglich sein, wenn Du lernst mit der großen Enttäuschung und dem verletzten Stolz umzugehen. Und Du musst wieder lernen, zu vertrauen. Vertrauen ist die Basis einer Partnerschaft. Wenn das nicht mehr möglich ist, wird jede Beziehung zerbrechen. Im Augenblick ist es Dir verständlicherweise nicht möglich. Das wirst Du auch nicht alleine schaffen, sie wird ganz viel investieren müssen, um wieder Vertrauen zu schaffen. Und Du wirst dann bereit sein müssen, das anzunehmen. Echt schwer, das Ganze. Solltet ihr das wirklich schaffen, dann Hut ab!

 

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6. März um 22:00

Hallo Harry, es ist eine traurige Geschichte was dir so widerfahren ist. Ob Paarberatung, Psychologe egal, dein Kopfkino wird nie aufhören. Zumindest war es bei mir so. Als Sie das ganze als Spinnerei abgetan hatte, wusste sie haargenau was Sie tat. Der Nervenkitzel war wohl so stark, stärker als die Treue zu Dir. Ich kann schon irgendwie nachvollziehen, dass Sie etwas neues und neue Erfahrungen mit einem anderen Mann gesucht hat. Das ist menschlich, das was ich eher schlimm finde ist das bewusste belügen und dich als eifersüchtigen Spinner hinstellt statt reinen Wein einzuschenken. Es hätte dir zwar auch so genug wehgetan aber zumindest hättest du ihre Ehrlichkeit geschätzt. Viele werden wohl eher auf der Schiene von vergeben und verzeihen anraten. Wer weiß vielleicht haben sie ja recht damit.
Meine Meinung ist leider nicht so.
Es wird nie mehr so sein wie vorher, leider.
Viel Kraft und hoffentlich findest Du die beste Lösung für Dich. 

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6. März um 22:40
In Antwort auf harry1975

Sorry an die Admins, aber mein erster Post ist aus Versehen vorzeitig verschickt worden...
Hier nun noch mal alles von vorne:

Liebe Community,

habe mich heute mal hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß... Damit ihr euch meine Situation etwas besser vorstellen könnt, möchte ich euch erst einmal mit ein paar grundlegeden Informationen versorgen: Meine Lebensgefährtin und ich sind seit fast 21 Jahren ein Paar. Ich war ihr erster "richtiger" Freund, sie war damals 16 und ich 23 Jahre alt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen und wir sind 37 und 44 Jahre alt. Wir sind nicht verheiratet. Im Jahr 2005 haben wir unser erstes Haus gekauft, 2010 wurde unser erster Sohn, 2015 unser zweiter Sohn geboren. Im Jahr 2015 haben wir dann auch das erste Haus wieder verkauft und uns ein anderes (mit mehr Zimmern) zugelegt.

Wir sind beide am arbeiten, ich Vollzeit in einem Bürojob, meine Partnerin arbeitet Teilzeit in einem Wohnheim für Behinderte. 

Vor ungefähr einem Jahr, also Anfang 2019 habe ich bemerkt, das sie sich ein wenig veränderte, sie machte mehr Sport, hat mehr auf die Ernährung geachtet und hatte generell mehr Spaß an der Arbeit. Meine vorsichtigen und anfangs scherzhaften Einwände ob das mit dem Kollegen zusammenhängt den sie öfters erwähnte und mit dem sie öfters die gleiche Schicht hatte, wurden als eifersüchtige Spinnerei abgetan. Ich muss dazu sagen, dass ich auch leicht anfällig bin für Eifersucht; nicht übermäßig, aber die eine oder andere spitze Bemerkung fällt schon mal. 

Im September 2019 ging Sie dann mit ihren Kollegen auf eine Party, von der ich später hörte, dass besagte Party mangels Interesse abgeblasen wurde. Dass diese Party nie stattgefunden hat, hatte sie mir gegenüber nie erwähnt. Trotzdem ist sie erst gegen vier Uhr morgens nach Hause gekommen. Ok, habe ich mir ein paar Tage später gedacht, sind sie halt woanders hingefahren haben dort die Nacht durchgetanzt. Darauf angesprochen habe ich sie aber nicht mehr (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). 

Mitte Dezember wurde dann (auf ihre Initiative hin) eine Weihnachtsfeier mit den Kollegen in einer Disco geplant. Am Tag darauf erfuhr ich von einer weitläufig Bekannten, das sie meine Lebensgefährtin gesehen hatte, wie sie Arm in Arm mit dem oben schon erwähnten Kollegen stand und mit ihm "sehr vertraut" schien.  

Nun stellte ich meine Lebensgefährtin zur Rede und klopfte etwas auf den Busch. Sie teilte mir zögernd mit, dass der Kollege wohl in sie verschossen wäre, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Dass hier bei mir alle Alarmglocken läuteten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vorerst nahm ich es aber erst einmal so hin. Ich offenbarte ihr nun, dass ich wüsste, das die Party im September ja gar nicht stattgefunden hätte, und sie dafür aber ziemlich lange auf einer "nicht stattgefundenen Party" gewesen sei. Daraufhin sagte sie nichts. Den Rest des Tages war dann Sendepause.

Nachdem wir dann abends die Kinder ins Bett gebracht hatten, verschwand meine Lebensgefährtin zwei-dreimal kurz hintereinander auf der Toilette. Beim vierten mal bin ich hinterhergegangen und fand sie über die Schüssel gebeugt als wenn sie brechen müsste. Ich fragte sie was los sei und sie sagte: "nichts". Mein Einwand das diese Situation aber nicht nach "nichts" aussah, kommentierte sie nicht, Sie bat mich nur hinauszugehen. Ich fragte sie aber noch, ob sie mir nicht doch etwas zu sagen hätte (warum ich diese Frage stellte weiß ich nicht; Vorahnung?). Eine halbe Stunde später lag sie auf dem Sofa und ich setzte mich neben sie; ihr Blick sagte mir schon, dass hier gewaltig etwas im Argen war. Ich fragte sie nochmals, ob sie mir etwas zu sagen hätte.
Und dann brach sie heulend zusammen...

Nun kam heraus, dass sie schon seit der besagten September-Party eine Affäre mit dem Kollegen hatte. Sie erzählte mir, dass er sie schon seit einem Jahr umgarnt, ihr Komplimente und Geschenke machte und sie bei der Arbeit wahnsinnig unterstützte. Da beide sehr oft (wohl auch auf sein Bestreben hin) die gleiche Schicht hatten und dabei zwangsläufig eng zusammen arbeiteten, hatte er natürlich auch genügend Zeit sie zu bearbeiten. So kam es dann wohl wie es kommen musste und sie küssten sich das erste mal. Da er wohl auch kein Kind von Traurigkeit ist, und ihr seine große Liebe etc. beteuerte, landeten sie auch ein paar Tage später zusammen im Bett. Dies ging natürlich nur vormittags, wenn ich auf der Arbeit, der Große in der Schule und der Kleine in der KiTa waren.
Über den Zeitraum von September bis Dezember haben sie sich wohl 5-6 mal bei ihm zuhause getroffen und Verkehr gehabt, so die Aussage meiner Lebensgefährtin.

Danach bin ich erst mal eine Stunde ziellos mit dem Auto durch die Gegend gefahren...

Anschließend wieder zu Hause:
Meine Frage nach dem "warum" hat sie wie folgt begründet:
1. Ich war der erste und bisher einzige Mann mit dem sie intim war; sie war einfach neugierig wie es mit einem anderen Mann wäre.
2. Er hätte ihr mit seinen Komplimenten und Neckereien die schwere und auch seelisch anstrengende Arbeit mit den Behinderten im Heim enorm versüßt und erleichtert, irgendwann hätte sie dann die Kontrolle über das Geschehen verloren. Auch wollte sie nicht, dass die Komplimente aufhören und die Arbeit dann wieder so monoton und eintönig wurde wie vorher.

Im weiteren Gespräch (welches übrigens den Rest der Nacht dauerte), beteuerte sie mir immer wieder ihre Liebe und das sie nie Liebe für den Kollegen empfunden hätte. Es wäre nur eine kurze Affäre aus den o.g. Gründen gewesen und auf der Weihnachtsfeier wollte sie sowieso Schluss machen. Für den folgenden Tag habe ich mich dann erst mal krankschreiben lassen. Sie hat sich längere Zeit krankschreiben lassen, da sie mehrere Panikattacken bekommen hat.

In den folgenden Wochen war es dann ein ständiges Auf- und Ab. Wir haben einen Termin bei einer Paarberatung gehabt, sie hat sich eine Psychologin gesucht bei der sie regelmäßige Termine hat. Nachdem sie wieder arbeiten gegangen ist, hat sie sich versetzen lassen um nicht mehr mit dem Kollegen Dienst zu haben.

Ich habe gedacht die Zeit heilt alle Wunden und die bedrückenden Vorstellungen wie sie mit ihm in die Kiste steigt, das Gefühl der Demütigung und Ohnmacht würden mit der Zeit verfliegen, aber dem ist im Moment leider nicht so. Im Gegenteil, die Hassgefühle werden stärker, mal mehr mal weniger. Gestern habe ich kaum ein Wort mit ihr gesprochen, bis es dann abends aus mir herausgebrochen ist: Ich habe ihr wieder Vorwürfe gemacht, warum sie uns das angetan hat etc. Dann habe ich ihr die Trennung vorgeschlagen, woraufhin sie wieder eine Panikattacke bekommen hat, Wir wissen beide das eine Trennung Mist ist, für uns, für die Kinder und finanziell sowieso.

Ich für meinen Teil kann aber mit dieser Demütigung im Moment nicht so weitermachen als wäre nichts geschehen.
Das "blöde" ist, dass wir uns beide wahrscheinlich noch gegenseitig lieben oder zumindest nicht egal sind.

Daher meine Frage an euch: Könnt ihr mir aus dem oben geschilderten oder euren eigenen Erfahrungen den einen oder andere Tip oder Hinweis geben, ob es sich noch lohnt sich für die Beziehung einzusetzen?

Ich danke allen die es sich bis hierher durchgelesen haben...
Euer "Harry"

 

Du kannst einzig und allein drüber hinweg kommen, wenn du über diesen Dingen stehst. Deine Erwartungen, Ansprüche und das Besitzdenken an die Realität anpasst. 

Eine betrugs- bzw. Verletzungsfreie Ehe auf ist sehr romatisch-kitschig. Klar, gibts das. ..meist haben die Fremdgeher es einfach besser zu verheimlichen geschafft. 

Eine Ehe ist in meinen Augen dazu da, um (eigene) Kinder  grosszuziehen.. Die ganzen Treueversprechungen die man macht, wenn man diese eingeht, dienen dazu, dass man sich sicher gehen kann, dass die eigenen Gene weitergetragen werden und dass, wenn es dann mal etwas zu erben gibt, die eigenen Kinder erben. Und nicht die Kuckuckskinder.

Als die Ehe eingeführt wurde, wurde der Betrug bei Männer geduldet, Frauen drohte der Tod.

Um drüber hinwegzukommen, solltest du dein Weltbild überdenken.. 
und nicht alles schwarz-weiss sehen. 

Sie war 16, quasi ein Kind und hat sich fürs Leben gebunden, ihne irgendwelche anderen Erfahrungen gemacht zu haben.. 

Nur schon das ist verzeilich.. 

Sie hat dich ja nicht mal belogen, als du sie fragtest.. sie hat nicht geantwortet und nachher gestanden.. das könntest du ihr hoch anrechnen.. 

Und sei mal ehrlich.. wem tuts nicht gut umgarnt zu werden??
..und wenn in der Beziehung etwas fehlt, dann ist man sehr anfällig für diese Dinge.. 

Klar, sie hätte direkt zu dir kommen können, als sich das angebahnt hat. Hat sie nicht. Das ist 1 falsche Entscheidung in ihrem Leben gewesen.. und dann war sie im Hormonstrudel drin.. 

Wie sieht euer Sexleben aus? Ist da noch pure Leidenschaft? Dieses Feuer? 

Ist es so unverständlich für dich, dass du absolut nicht verstehst, warum es soweit kommen konnte?


Das mit der Demütigung liegt an deinem Ego.. und nur daran. Somit ist dir also, das äussere Bild wichtiger, als deine Partnerin? 

Es ist schwer soetwas zu überwinden, keine Frage. 
Aber ich finde ihr Verhalten rein Menschlich.. sie hat nur nicht immer die optimalen Entscheidungen für Alle getroffen, sondern diesmla nur für sich.. 


Wie es weitergehen kann, kann ich nur werweisen
Einerseits bin ich auch für Treue in Beziehungen, weil man diese ja im monogamen.. ABER wenn nicht beide Partner ununterbrochen daran arbeiten um für den anderen attraktiv zu sein oder diesen ganz bewusst attraktiv zu finden, dann ist in meinen Augen JEDE sexueller Treue verpflichtende Beziehung zum scheitern verurteilt. Jede. 


Früher oder später ist man einfach anfällig für Komplimente und Bewunderungen, die es vom eigentlichen Partner nicht gibt. 

Also, versuch dein verletzes Ego zu bewältigen in dem du dich fragst, woher das Gefühl der Demütigung kommt.. vergleiche die Realität und dein eigenes Bild davon.. Meist zeigt sich, dass man so fühlt wie man fühlt, weil andere nicht das taten, was man von ihnen ERWARTETE. 

Muss der Partner immer das tun, was der andere (also du) von einem erwartet? Wo doch das, ebenso bei der Eheschliessung versprochene, EHREN nicht mehr stattgefunden hat? 

Du kannst dir nicht nur die Treue herauspicken und sie daran festnageln, wenn du dein Versprechen sie zu ehren, also ihr die notwenige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, vermutlich stark vernachlässigt hast. 


Überdenk mal deine romatische Vorstellung der Ehe.. 






 

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6. März um 22:48
In Antwort auf lacaracol

Du kannst einzig und allein drüber hinweg kommen, wenn du über diesen Dingen stehst. Deine Erwartungen, Ansprüche und das Besitzdenken an die Realität anpasst. 

Eine betrugs- bzw. Verletzungsfreie Ehe auf ist sehr romatisch-kitschig. Klar, gibts das. ..meist haben die Fremdgeher es einfach besser zu verheimlichen geschafft. 

Eine Ehe ist in meinen Augen dazu da, um (eigene) Kinder  grosszuziehen.. Die ganzen Treueversprechungen die man macht, wenn man diese eingeht, dienen dazu, dass man sich sicher gehen kann, dass die eigenen Gene weitergetragen werden und dass, wenn es dann mal etwas zu erben gibt, die eigenen Kinder erben. Und nicht die Kuckuckskinder.

Als die Ehe eingeführt wurde, wurde der Betrug bei Männer geduldet, Frauen drohte der Tod.

Um drüber hinwegzukommen, solltest du dein Weltbild überdenken.. 
und nicht alles schwarz-weiss sehen. 

Sie war 16, quasi ein Kind und hat sich fürs Leben gebunden, ihne irgendwelche anderen Erfahrungen gemacht zu haben.. 

Nur schon das ist verzeilich.. 

Sie hat dich ja nicht mal belogen, als du sie fragtest.. sie hat nicht geantwortet und nachher gestanden.. das könntest du ihr hoch anrechnen.. 

Und sei mal ehrlich.. wem tuts nicht gut umgarnt zu werden??
..und wenn in der Beziehung etwas fehlt, dann ist man sehr anfällig für diese Dinge.. 

Klar, sie hätte direkt zu dir kommen können, als sich das angebahnt hat. Hat sie nicht. Das ist 1 falsche Entscheidung in ihrem Leben gewesen.. und dann war sie im Hormonstrudel drin.. 

Wie sieht euer Sexleben aus? Ist da noch pure Leidenschaft? Dieses Feuer? 

Ist es so unverständlich für dich, dass du absolut nicht verstehst, warum es soweit kommen konnte?


Das mit der Demütigung liegt an deinem Ego.. und nur daran. Somit ist dir also, das äussere Bild wichtiger, als deine Partnerin? 

Es ist schwer soetwas zu überwinden, keine Frage. 
Aber ich finde ihr Verhalten rein Menschlich.. sie hat nur nicht immer die optimalen Entscheidungen für Alle getroffen, sondern diesmla nur für sich.. 


Wie es weitergehen kann, kann ich nur werweisen
Einerseits bin ich auch für Treue in Beziehungen, weil man diese ja im monogamen.. ABER wenn nicht beide Partner ununterbrochen daran arbeiten um für den anderen attraktiv zu sein oder diesen ganz bewusst attraktiv zu finden, dann ist in meinen Augen JEDE sexueller Treue verpflichtende Beziehung zum scheitern verurteilt. Jede. 


Früher oder später ist man einfach anfällig für Komplimente und Bewunderungen, die es vom eigentlichen Partner nicht gibt. 

Also, versuch dein verletzes Ego zu bewältigen in dem du dich fragst, woher das Gefühl der Demütigung kommt.. vergleiche die Realität und dein eigenes Bild davon.. Meist zeigt sich, dass man so fühlt wie man fühlt, weil andere nicht das taten, was man von ihnen ERWARTETE. 

Muss der Partner immer das tun, was der andere (also du) von einem erwartet? Wo doch das, ebenso bei der Eheschliessung versprochene, EHREN nicht mehr stattgefunden hat? 

Du kannst dir nicht nur die Treue herauspicken und sie daran festnageln, wenn du dein Versprechen sie zu ehren, also ihr die notwenige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, vermutlich stark vernachlässigt hast. 


Überdenk mal deine romatische Vorstellung der Ehe.. 






 

Wieso sollte er die überdenken? Die beiden sind nicht verheiratet. Steht doch im Text und ob es einen Unterschied macht ob man lügt oder bewusst etwas verschweigt und heimlich tut... 

Naja, ich denke deine Ausführungen sind doch etwas schwer greifbar, weil es hier um Emotionen geht und nicht um Evolution, Geschichte oder das große Ganze. 

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6. März um 23:01
In Antwort auf katzengesang

Wieso sollte er die überdenken? Die beiden sind nicht verheiratet. Steht doch im Text und ob es einen Unterschied macht ob man lügt oder bewusst etwas verschweigt und heimlich tut... 

Naja, ich denke deine Ausführungen sind doch etwas schwer greifbar, weil es hier um Emotionen geht und nicht um Evolution, Geschichte oder das große Ganze. 

Ok.. das mit der Ehe hab ich wohl reingelesen.. 

Sich zu lieben, ehren und Treue zu halten.. sind nun mal 3 untrennbare Bedingungen, um eine Beziehung am laufen zu halten. 

Wird eins davon vernachlässigt, dann passiert sowas nun mal.. 

Ohne Liebe fühlt man sich nicht verpflichtet Treu zu sein oder den anderem zu Respektieren.

Ohne zu ehren, weden die Bedürfnisse des anderen, nicht beachtet, ws meist zu untreue führt. 

Ohne Treue, ist entweder keine Liebe vorhanden, oder das Bedürfniss nach Beachtung ist ist ins unermessliche gestiegen. Emotionales aushunger. Woher soll da noch die Liebe genährt werden. 

 

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6. März um 23:14
In Antwort auf harry1975

Sorry an die Admins, aber mein erster Post ist aus Versehen vorzeitig verschickt worden...
Hier nun noch mal alles von vorne:

Liebe Community,

habe mich heute mal hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß... Damit ihr euch meine Situation etwas besser vorstellen könnt, möchte ich euch erst einmal mit ein paar grundlegeden Informationen versorgen: Meine Lebensgefährtin und ich sind seit fast 21 Jahren ein Paar. Ich war ihr erster "richtiger" Freund, sie war damals 16 und ich 23 Jahre alt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen und wir sind 37 und 44 Jahre alt. Wir sind nicht verheiratet. Im Jahr 2005 haben wir unser erstes Haus gekauft, 2010 wurde unser erster Sohn, 2015 unser zweiter Sohn geboren. Im Jahr 2015 haben wir dann auch das erste Haus wieder verkauft und uns ein anderes (mit mehr Zimmern) zugelegt.

Wir sind beide am arbeiten, ich Vollzeit in einem Bürojob, meine Partnerin arbeitet Teilzeit in einem Wohnheim für Behinderte. 

Vor ungefähr einem Jahr, also Anfang 2019 habe ich bemerkt, das sie sich ein wenig veränderte, sie machte mehr Sport, hat mehr auf die Ernährung geachtet und hatte generell mehr Spaß an der Arbeit. Meine vorsichtigen und anfangs scherzhaften Einwände ob das mit dem Kollegen zusammenhängt den sie öfters erwähnte und mit dem sie öfters die gleiche Schicht hatte, wurden als eifersüchtige Spinnerei abgetan. Ich muss dazu sagen, dass ich auch leicht anfällig bin für Eifersucht; nicht übermäßig, aber die eine oder andere spitze Bemerkung fällt schon mal. 

Im September 2019 ging Sie dann mit ihren Kollegen auf eine Party, von der ich später hörte, dass besagte Party mangels Interesse abgeblasen wurde. Dass diese Party nie stattgefunden hat, hatte sie mir gegenüber nie erwähnt. Trotzdem ist sie erst gegen vier Uhr morgens nach Hause gekommen. Ok, habe ich mir ein paar Tage später gedacht, sind sie halt woanders hingefahren haben dort die Nacht durchgetanzt. Darauf angesprochen habe ich sie aber nicht mehr (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). 

Mitte Dezember wurde dann (auf ihre Initiative hin) eine Weihnachtsfeier mit den Kollegen in einer Disco geplant. Am Tag darauf erfuhr ich von einer weitläufig Bekannten, das sie meine Lebensgefährtin gesehen hatte, wie sie Arm in Arm mit dem oben schon erwähnten Kollegen stand und mit ihm "sehr vertraut" schien.  

Nun stellte ich meine Lebensgefährtin zur Rede und klopfte etwas auf den Busch. Sie teilte mir zögernd mit, dass der Kollege wohl in sie verschossen wäre, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Dass hier bei mir alle Alarmglocken läuteten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vorerst nahm ich es aber erst einmal so hin. Ich offenbarte ihr nun, dass ich wüsste, das die Party im September ja gar nicht stattgefunden hätte, und sie dafür aber ziemlich lange auf einer "nicht stattgefundenen Party" gewesen sei. Daraufhin sagte sie nichts. Den Rest des Tages war dann Sendepause.

Nachdem wir dann abends die Kinder ins Bett gebracht hatten, verschwand meine Lebensgefährtin zwei-dreimal kurz hintereinander auf der Toilette. Beim vierten mal bin ich hinterhergegangen und fand sie über die Schüssel gebeugt als wenn sie brechen müsste. Ich fragte sie was los sei und sie sagte: "nichts". Mein Einwand das diese Situation aber nicht nach "nichts" aussah, kommentierte sie nicht, Sie bat mich nur hinauszugehen. Ich fragte sie aber noch, ob sie mir nicht doch etwas zu sagen hätte (warum ich diese Frage stellte weiß ich nicht; Vorahnung?). Eine halbe Stunde später lag sie auf dem Sofa und ich setzte mich neben sie; ihr Blick sagte mir schon, dass hier gewaltig etwas im Argen war. Ich fragte sie nochmals, ob sie mir etwas zu sagen hätte.
Und dann brach sie heulend zusammen...

Nun kam heraus, dass sie schon seit der besagten September-Party eine Affäre mit dem Kollegen hatte. Sie erzählte mir, dass er sie schon seit einem Jahr umgarnt, ihr Komplimente und Geschenke machte und sie bei der Arbeit wahnsinnig unterstützte. Da beide sehr oft (wohl auch auf sein Bestreben hin) die gleiche Schicht hatten und dabei zwangsläufig eng zusammen arbeiteten, hatte er natürlich auch genügend Zeit sie zu bearbeiten. So kam es dann wohl wie es kommen musste und sie küssten sich das erste mal. Da er wohl auch kein Kind von Traurigkeit ist, und ihr seine große Liebe etc. beteuerte, landeten sie auch ein paar Tage später zusammen im Bett. Dies ging natürlich nur vormittags, wenn ich auf der Arbeit, der Große in der Schule und der Kleine in der KiTa waren.
Über den Zeitraum von September bis Dezember haben sie sich wohl 5-6 mal bei ihm zuhause getroffen und Verkehr gehabt, so die Aussage meiner Lebensgefährtin.

Danach bin ich erst mal eine Stunde ziellos mit dem Auto durch die Gegend gefahren...

Anschließend wieder zu Hause:
Meine Frage nach dem "warum" hat sie wie folgt begründet:
1. Ich war der erste und bisher einzige Mann mit dem sie intim war; sie war einfach neugierig wie es mit einem anderen Mann wäre.
2. Er hätte ihr mit seinen Komplimenten und Neckereien die schwere und auch seelisch anstrengende Arbeit mit den Behinderten im Heim enorm versüßt und erleichtert, irgendwann hätte sie dann die Kontrolle über das Geschehen verloren. Auch wollte sie nicht, dass die Komplimente aufhören und die Arbeit dann wieder so monoton und eintönig wurde wie vorher.

Im weiteren Gespräch (welches übrigens den Rest der Nacht dauerte), beteuerte sie mir immer wieder ihre Liebe und das sie nie Liebe für den Kollegen empfunden hätte. Es wäre nur eine kurze Affäre aus den o.g. Gründen gewesen und auf der Weihnachtsfeier wollte sie sowieso Schluss machen. Für den folgenden Tag habe ich mich dann erst mal krankschreiben lassen. Sie hat sich längere Zeit krankschreiben lassen, da sie mehrere Panikattacken bekommen hat.

In den folgenden Wochen war es dann ein ständiges Auf- und Ab. Wir haben einen Termin bei einer Paarberatung gehabt, sie hat sich eine Psychologin gesucht bei der sie regelmäßige Termine hat. Nachdem sie wieder arbeiten gegangen ist, hat sie sich versetzen lassen um nicht mehr mit dem Kollegen Dienst zu haben.

Ich habe gedacht die Zeit heilt alle Wunden und die bedrückenden Vorstellungen wie sie mit ihm in die Kiste steigt, das Gefühl der Demütigung und Ohnmacht würden mit der Zeit verfliegen, aber dem ist im Moment leider nicht so. Im Gegenteil, die Hassgefühle werden stärker, mal mehr mal weniger. Gestern habe ich kaum ein Wort mit ihr gesprochen, bis es dann abends aus mir herausgebrochen ist: Ich habe ihr wieder Vorwürfe gemacht, warum sie uns das angetan hat etc. Dann habe ich ihr die Trennung vorgeschlagen, woraufhin sie wieder eine Panikattacke bekommen hat, Wir wissen beide das eine Trennung Mist ist, für uns, für die Kinder und finanziell sowieso.

Ich für meinen Teil kann aber mit dieser Demütigung im Moment nicht so weitermachen als wäre nichts geschehen.
Das "blöde" ist, dass wir uns beide wahrscheinlich noch gegenseitig lieben oder zumindest nicht egal sind.

Daher meine Frage an euch: Könnt ihr mir aus dem oben geschilderten oder euren eigenen Erfahrungen den einen oder andere Tip oder Hinweis geben, ob es sich noch lohnt sich für die Beziehung einzusetzen?

Ich danke allen die es sich bis hierher durchgelesen haben...
Euer "Harry"

 

was möchtest du denn jetzt hören?

Deine Nicht-Frau, die du seit mehr als 15 Jahre nicht geheiratet hat, hat von ihrem Zustand des nicht verheiratet seins Gebrauch gemacht und hat eben die großen weiten Jagdgründe erkundet. Wundert dich das? Du bist vermutlich in diesen vergangenen 15 Jahren davon ausgegangen, dass bei euch alles total fröhsi und echt super ist. Das sehe ich etwas anders. Dass sie außer dir noch keinen anderen Sexualpartner hatte, dürftest du seit ungefähr 20 Jahren wissen. Und ungefähr gleich lang dürftes du keine Veranlassung gesehen haben, mit ihr einmal über diese Situation zu sprechen.

Was anderes solltest du hingegen seinlassen: die Sprüche von der großen Demütigung klingen so theatralisch, dass sie dein Anliegen in einem sehr unsympathischen Licht erscheinen lassen.

Lohnender erschiene mir, wenn du endlich mal das Gespräch mit deiner Frau suchst. Und frag sie endlich, ob du sie heiraten sollst. Männer tun so was. Und Frauen erwarten so was von ihnen. Auch wenn sie dir das Gegenteil sagen.

Wünsch dir viel Glück, du hast bessere Chancen als du denkst, aber du solltest dich endlich mal auf deinen Hintern setzen und was tun! Sie z.B. heiraten wär nicht schlecht, vor allem, wenn man 2 Kinder miteinander hat und schon 2 Häuser gekauft hat. Fremd gehen könnt ihr euch danach immer noch. Dann lohnt es sich wenigstens...

Freundliche Grüße und nochmals viel Glück!
Christoph

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6. März um 23:24
In Antwort auf py158

was möchtest du denn jetzt hören?

Deine Nicht-Frau, die du seit mehr als 15 Jahre nicht geheiratet hat, hat von ihrem Zustand des nicht verheiratet seins Gebrauch gemacht und hat eben die großen weiten Jagdgründe erkundet. Wundert dich das? Du bist vermutlich in diesen vergangenen 15 Jahren davon ausgegangen, dass bei euch alles total fröhsi und echt super ist. Das sehe ich etwas anders. Dass sie außer dir noch keinen anderen Sexualpartner hatte, dürftest du seit ungefähr 20 Jahren wissen. Und ungefähr gleich lang dürftes du keine Veranlassung gesehen haben, mit ihr einmal über diese Situation zu sprechen.

Was anderes solltest du hingegen seinlassen: die Sprüche von der großen Demütigung klingen so theatralisch, dass sie dein Anliegen in einem sehr unsympathischen Licht erscheinen lassen.

Lohnender erschiene mir, wenn du endlich mal das Gespräch mit deiner Frau suchst. Und frag sie endlich, ob du sie heiraten sollst. Männer tun so was. Und Frauen erwarten so was von ihnen. Auch wenn sie dir das Gegenteil sagen.

Wünsch dir viel Glück, du hast bessere Chancen als du denkst, aber du solltest dich endlich mal auf deinen Hintern setzen und was tun! Sie z.B. heiraten wär nicht schlecht, vor allem, wenn man 2 Kinder miteinander hat und schon 2 Häuser gekauft hat. Fremd gehen könnt ihr euch danach immer noch. Dann lohnt es sich wenigstens...

Freundliche Grüße und nochmals viel Glück!
Christoph

Und was bitte sollte eine Hochzeit ändern? Wir haben uns auch so geliebt, das geht auch ohne Trauschein. Was bist du? Ein Anwalt der mit Scheidungen sein Geld verdient? Hört sich fast so an... An alle anderen: Danke für eure mitfühlenden Worte und die guten Ratschläge.

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6. März um 23:25
In Antwort auf lacaracol

Ok.. das mit der Ehe hab ich wohl reingelesen.. 

Sich zu lieben, ehren und Treue zu halten.. sind nun mal 3 untrennbare Bedingungen, um eine Beziehung am laufen zu halten. 

Wird eins davon vernachlässigt, dann passiert sowas nun mal.. 

Ohne Liebe fühlt man sich nicht verpflichtet Treu zu sein oder den anderem zu Respektieren.

Ohne zu ehren, weden die Bedürfnisse des anderen, nicht beachtet, ws meist zu untreue führt. 

Ohne Treue, ist entweder keine Liebe vorhanden, oder das Bedürfniss nach Beachtung ist ist ins unermessliche gestiegen. Emotionales aushunger. Woher soll da noch die Liebe genährt werden. 

 

Treuebruch wird natürlich als das schlimmste angesehen, wohl aber haupsächlich deshalb, weil immer Dritte beteiligt sind.. die das auch mitbekommen.. und daher kommt die Demütigung. 

Viel Schlimmer finde ich, ist das emotionale aushungern lassen und sich darauf verlassen, dass man soviel zusammen aufgebaut hat, doch nichts zwischenfunken kann. 

Wir sind aber dynamische und keine statischen Wesen.. mit stärken und schwächen.

Ich möchte den Betrug nicht rechtfertigen, es gibt aber IMMER triftige Gründe für einen solchen Betrug. 


Wär ich in ihrer Situation, wäre ich zu meinem Partner gegangen und hätte ihm gesagt, dass ich auf einen anderen Mann "positiv reagiere". Dann kann man zusammen eine Lösung finden. 

Ihr fehlt aber schlichtweg die Lebenserfahrung, die ich durch diverse Beziehungen und Trennungen gemacht habe.. in denen ich durch reflektieren gelernt habe, wie ich behandelt werden möchte.. und das dauerte einige Jahre! 

Und sie hatte noch NIE eine Trennung hinter sich, weiss nicht, wie es sich anfühlt betrogen zu werden, weiss nicht wie sich der Betrogene fühlt.. Jetzt weiss sie es. 

..und da Liebe scheinbar noch vorhanden ist, liegts jetzt an Harry zu lernen drüber zu stehen. 

Es ist nicht einfach und wie schon das wankelnde Pony schrieb, wird das reflektieren und eingestehen schmerzlich sein.. aber das ist der Einzige Weg in meinen Augen. 

Alle Mittel sind da: Liebe, eine ansonsten gut funktionierende Kommunikation und respekt.. 

Das ist aber mit sehr viel Arbeit verbunden.. gemeinsam und an sich selbst.  

Wenn man dazu nicht bereit ist, ist eine Trennung wohl das beste. 

Für jedes Ereignis (Betrug) gibt es eine Ursache (Vernachlässigung). Nich nur einem gehört der schwaze Peter zugeschoben.. 
 

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6. März um 23:46
In Antwort auf lacaracol

Treuebruch wird natürlich als das schlimmste angesehen, wohl aber haupsächlich deshalb, weil immer Dritte beteiligt sind.. die das auch mitbekommen.. und daher kommt die Demütigung. 

Viel Schlimmer finde ich, ist das emotionale aushungern lassen und sich darauf verlassen, dass man soviel zusammen aufgebaut hat, doch nichts zwischenfunken kann. 

Wir sind aber dynamische und keine statischen Wesen.. mit stärken und schwächen.

Ich möchte den Betrug nicht rechtfertigen, es gibt aber IMMER triftige Gründe für einen solchen Betrug. 


Wär ich in ihrer Situation, wäre ich zu meinem Partner gegangen und hätte ihm gesagt, dass ich auf einen anderen Mann "positiv reagiere". Dann kann man zusammen eine Lösung finden. 

Ihr fehlt aber schlichtweg die Lebenserfahrung, die ich durch diverse Beziehungen und Trennungen gemacht habe.. in denen ich durch reflektieren gelernt habe, wie ich behandelt werden möchte.. und das dauerte einige Jahre! 

Und sie hatte noch NIE eine Trennung hinter sich, weiss nicht, wie es sich anfühlt betrogen zu werden, weiss nicht wie sich der Betrogene fühlt.. Jetzt weiss sie es. 

..und da Liebe scheinbar noch vorhanden ist, liegts jetzt an Harry zu lernen drüber zu stehen. 

Es ist nicht einfach und wie schon das wankelnde Pony schrieb, wird das reflektieren und eingestehen schmerzlich sein.. aber das ist der Einzige Weg in meinen Augen. 

Alle Mittel sind da: Liebe, eine ansonsten gut funktionierende Kommunikation und respekt.. 

Das ist aber mit sehr viel Arbeit verbunden.. gemeinsam und an sich selbst.  

Wenn man dazu nicht bereit ist, ist eine Trennung wohl das beste. 

Für jedes Ereignis (Betrug) gibt es eine Ursache (Vernachlässigung). Nich nur einem gehört der schwaze Peter zugeschoben.. 
 

Und warum sagt sie mir nicht was ihr in unserer Beziehung gefehlt hat? Ich hab sie mehrfach darauf angesprochen. Sie meint es hätte nichts gefehlt, er wäre halt nur ziemlich hartnäckig gewesen und hat trotz mehrfacher Aufforderung von ihr aufzuhören eben nicht aufgehört. Tja, irgendwann ist sie dann doch schwach geworden. Klar will ich nicht sagen das unsere Beziehung noch so frisch wie vor 20 Jahren war, aber die Beziehung soll mir mal einer zeigen. 
Ich habe Sie geliebt und hab ihr das auch regelmäßig gesagt und gezeigt. Sie hat schöne lange Haare die ich ihr regelmäßig gekämmt habe wenn sie nicht selbst da durch kam. Unser Sexleben war auch noch intakt, auch wenn ich sagen muss, dass sie da schon immer etwas zurückhaltend war u e ich mir gern mehr gewünscht hätte. Wir lagen uns jeden Tag in den Armen. Wenn ihr etwas fehlte, warum hat sie das nicht gesagt und sagt es immer noch nicht?

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7. März um 0:05
In Antwort auf py158

was möchtest du denn jetzt hören?

Deine Nicht-Frau, die du seit mehr als 15 Jahre nicht geheiratet hat, hat von ihrem Zustand des nicht verheiratet seins Gebrauch gemacht und hat eben die großen weiten Jagdgründe erkundet. Wundert dich das? Du bist vermutlich in diesen vergangenen 15 Jahren davon ausgegangen, dass bei euch alles total fröhsi und echt super ist. Das sehe ich etwas anders. Dass sie außer dir noch keinen anderen Sexualpartner hatte, dürftest du seit ungefähr 20 Jahren wissen. Und ungefähr gleich lang dürftes du keine Veranlassung gesehen haben, mit ihr einmal über diese Situation zu sprechen.

Was anderes solltest du hingegen seinlassen: die Sprüche von der großen Demütigung klingen so theatralisch, dass sie dein Anliegen in einem sehr unsympathischen Licht erscheinen lassen.

Lohnender erschiene mir, wenn du endlich mal das Gespräch mit deiner Frau suchst. Und frag sie endlich, ob du sie heiraten sollst. Männer tun so was. Und Frauen erwarten so was von ihnen. Auch wenn sie dir das Gegenteil sagen.

Wünsch dir viel Glück, du hast bessere Chancen als du denkst, aber du solltest dich endlich mal auf deinen Hintern setzen und was tun! Sie z.B. heiraten wär nicht schlecht, vor allem, wenn man 2 Kinder miteinander hat und schon 2 Häuser gekauft hat. Fremd gehen könnt ihr euch danach immer noch. Dann lohnt es sich wenigstens...

Freundliche Grüße und nochmals viel Glück!
Christoph

Was ist das denn für eine furchtbare Schwarz-Weiss-Denke und Hausfrauenpsycholgie? 

Es ist doch absurd zu sagen, dass jede Frau heiraten will (da kenne ich aber eine Menge auf die das nicht zutrifft) und wenn sie was anderes behaupten lügen sie!? Hä? 

Und nachdem das alles jetzt so gelaufen ist, wie es ist, soll er ihr noch einen Antrag machen, damit sie es nicht nochmal macht? Im Ernst? 
Ein Antrag sollte aufgrund des Wollens und der Überzeugung von der Ehe gemacht werden und nicht damit die Frau dann zumindest nicht nochmal fremdgeht. Da ist ja fast der selbe Quark wie, "wenn ich von ihm schwanger werde, verlässt er mich nicht". 

Nee, das ist ein echt komischer Rat und "Frauen wollen das" und "Männer tun sowas" ist absolut fehl am Platz, Klischeedenken und noch dazu falsch. 

Ich würde jedenfalls keinen Antrag wollen oder annehmen, wenn er aus solchen Gründen getätigt wird. Nur weil ich nicht verheiratet bin, habe ich doch keinen Freifahrtschein zum Fremdgehen und würde den auch gar nicht wollen, denn treu ist man aus Überzeugung, weil man den anderen liebt und keinen anderen will und schon gar nicht dem, den man will verletzen möchte. Es geht um Werte und wenn einem das nicht so wichtig ist, kann man die Beziehung ja öffnen. Nur muss man dann eben reden und schauen, ob die Beziehungsparameter immer noch für beide richtig sind. 

Im Übrigen finde ich dass hier sehr viel interpretiert und pauschalisiert wird. Keiner von uns weiss, wie die Beziehung lief, ob sie emotional vernachlässigt wurde oder nicht und selbst wenn, dann löst Fremdgehen in der Regel keine Probleme. Gründe gibt es immer und wenn es nur "Bock drauf haben" ist, aber nicht alle Gründe sind nachvollziehbar oder rechtfertigen so einen Betrug. Hätte sie was gestört, hätte sie nur reden brauchen. Dann hätte man weiter sehen können, aber jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und Harry soll jetzt mit einem Antrag und Schuldgefühlen die Kuh vom Eis holen? 

Hinterher zu behaupten "hättest du mal... dann wäre das nicht passiert" ist etwas unsportlich. 

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7. März um 0:09
In Antwort auf harry1975

Und warum sagt sie mir nicht was ihr in unserer Beziehung gefehlt hat? Ich hab sie mehrfach darauf angesprochen. Sie meint es hätte nichts gefehlt, er wäre halt nur ziemlich hartnäckig gewesen und hat trotz mehrfacher Aufforderung von ihr aufzuhören eben nicht aufgehört. Tja, irgendwann ist sie dann doch schwach geworden. Klar will ich nicht sagen das unsere Beziehung noch so frisch wie vor 20 Jahren war, aber die Beziehung soll mir mal einer zeigen. 
Ich habe Sie geliebt und hab ihr das auch regelmäßig gesagt und gezeigt. Sie hat schöne lange Haare die ich ihr regelmäßig gekämmt habe wenn sie nicht selbst da durch kam. Unser Sexleben war auch noch intakt, auch wenn ich sagen muss, dass sie da schon immer etwas zurückhaltend war u e ich mir gern mehr gewünscht hätte. Wir lagen uns jeden Tag in den Armen. Wenn ihr etwas fehlte, warum hat sie das nicht gesagt und sagt es immer noch nicht?

Ich denke es war einfach der Nervenkitzel, die Spannung, das Abenteuer. Er hat ihr geschmeichelt und sie hat positiv darauf reagiert. Es gibt Frauen, die mögen das, andere würden sich total belästigt fühlen. 
Gegen Schmeicheleien kann ja auch keiner was sagen, aber sie wollte wohl sehen, wie weit es geht und hat dann nicht rechtzeitig die Grenze gezogen. Es war ein Abenteuer, Abwechslung... zumindest klingt es so. Das macht es für dich natürlich nicht besser, aber manchmal ist die Antwort ganz simpel und plump. 

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7. März um 0:18
In Antwort auf katzengesang

Was ist das denn für eine furchtbare Schwarz-Weiss-Denke und Hausfrauenpsycholgie? 

Es ist doch absurd zu sagen, dass jede Frau heiraten will (da kenne ich aber eine Menge auf die das nicht zutrifft) und wenn sie was anderes behaupten lügen sie!? Hä? 

Und nachdem das alles jetzt so gelaufen ist, wie es ist, soll er ihr noch einen Antrag machen, damit sie es nicht nochmal macht? Im Ernst? 
Ein Antrag sollte aufgrund des Wollens und der Überzeugung von der Ehe gemacht werden und nicht damit die Frau dann zumindest nicht nochmal fremdgeht. Da ist ja fast der selbe Quark wie, "wenn ich von ihm schwanger werde, verlässt er mich nicht". 

Nee, das ist ein echt komischer Rat und "Frauen wollen das" und "Männer tun sowas" ist absolut fehl am Platz, Klischeedenken und noch dazu falsch. 

Ich würde jedenfalls keinen Antrag wollen oder annehmen, wenn er aus solchen Gründen getätigt wird. Nur weil ich nicht verheiratet bin, habe ich doch keinen Freifahrtschein zum Fremdgehen und würde den auch gar nicht wollen, denn treu ist man aus Überzeugung, weil man den anderen liebt und keinen anderen will und schon gar nicht dem, den man will verletzen möchte. Es geht um Werte und wenn einem das nicht so wichtig ist, kann man die Beziehung ja öffnen. Nur muss man dann eben reden und schauen, ob die Beziehungsparameter immer noch für beide richtig sind. 

Im Übrigen finde ich dass hier sehr viel interpretiert und pauschalisiert wird. Keiner von uns weiss, wie die Beziehung lief, ob sie emotional vernachlässigt wurde oder nicht und selbst wenn, dann löst Fremdgehen in der Regel keine Probleme. Gründe gibt es immer und wenn es nur "Bock drauf haben" ist, aber nicht alle Gründe sind nachvollziehbar oder rechtfertigen so einen Betrug. Hätte sie was gestört, hätte sie nur reden brauchen. Dann hätte man weiter sehen können, aber jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und Harry soll jetzt mit einem Antrag und Schuldgefühlen die Kuh vom Eis holen? 

Hinterher zu behaupten "hättest du mal... dann wäre das nicht passiert" ist etwas unsportlich. 

Danke Katzengesang, du sprichst mir aus der Seele. 

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7. März um 1:55
In Antwort auf harry1975

Und warum sagt sie mir nicht was ihr in unserer Beziehung gefehlt hat? Ich hab sie mehrfach darauf angesprochen. Sie meint es hätte nichts gefehlt, er wäre halt nur ziemlich hartnäckig gewesen und hat trotz mehrfacher Aufforderung von ihr aufzuhören eben nicht aufgehört. Tja, irgendwann ist sie dann doch schwach geworden. Klar will ich nicht sagen das unsere Beziehung noch so frisch wie vor 20 Jahren war, aber die Beziehung soll mir mal einer zeigen. 
Ich habe Sie geliebt und hab ihr das auch regelmäßig gesagt und gezeigt. Sie hat schöne lange Haare die ich ihr regelmäßig gekämmt habe wenn sie nicht selbst da durch kam. Unser Sexleben war auch noch intakt, auch wenn ich sagen muss, dass sie da schon immer etwas zurückhaltend war u e ich mir gern mehr gewünscht hätte. Wir lagen uns jeden Tag in den Armen. Wenn ihr etwas fehlte, warum hat sie das nicht gesagt und sagt es immer noch nicht?

Weil sie es vermutlich nicht benennen konnte. 

Hab ich zumindest selbst so erlebt. 

Ich war scheinbar in einer perfekten Beziehung. Hat trotzdem nicht funktioniert. Erst duch das Ende der Beziehung und dem reflektieren Dieser, habe ich herausgefunden was ich wirklich brauche um glücklich und zufrieden zu sein.. und die Liste ist sicher nicht abschliessend und auch nicht in Stein gemeisselt. Denn man passt sich dynamisch an, passt seine Meinungen an, wenn man eines besseren belehrt wird, etc..


Man kanm auch keine Meinung über etwas haben mit dem man sich NICHT auseinandegesetzt hat.. 

Daher konnte dieser "Mangel" von deiner Partnerin nicht aufgedeckt werden. 

Und nir weil der Betrug jetzt aufgeflogen ist, heisst das nicht, dass sie deshalb nun weiss warum es geschehen ist. 
Das passiert nicht einfach so, aber dem könnt ihr nachgehen, wenn ihr darüber redet.. dem anderen die eigenen Sichtweisen und Verhaltensweisen erklärt. 

Ihr könnt ja einen Abend ausmachen pro Woche, wo ihr ein paar Stunden nur für euch seid und über eure Beziehung sprecht.. aus jedem Gespäch folgen weitere Einsichten bis ihr zum Kern vorgedrungen seid. 

Hierfür solltet ihr die Beziehung beide erst mal noch wollen.. dann brauchts eine wirklich offene Kommunikation und Eingeständnisse zur eigenen Person. 

Frag sie nicht Fragen "Was fehlt dir", "Warum hast du das gemacht?", etc.

Die sind zu "gross".

Paartherapie könnte helfen um euch auf dem eichtigen Weg bringen.. Aber uch Therapeuten sind nur Menschen und haben ihre eigenen Weltbilder.. 

Als Hilfe für den Start aber socher hilfreich, wenn ihr so gar nicht wisst wie damit anfangen.. 

Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg dabei..


und.. 


Ich glaube deiner Partnerin, dass sie sagt, sie hat das gemacht, weil er so fordernd war. ..und sie deshalb schwach wurde. Es ist im Moment wohl ihre einzige Erklärung dafür. Sie hat einfach keine anderen Worte dafür im Moment. 

 

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7. März um 2:01
In Antwort auf lacaracol

Weil sie es vermutlich nicht benennen konnte. 

Hab ich zumindest selbst so erlebt. 

Ich war scheinbar in einer perfekten Beziehung. Hat trotzdem nicht funktioniert. Erst duch das Ende der Beziehung und dem reflektieren Dieser, habe ich herausgefunden was ich wirklich brauche um glücklich und zufrieden zu sein.. und die Liste ist sicher nicht abschliessend und auch nicht in Stein gemeisselt. Denn man passt sich dynamisch an, passt seine Meinungen an, wenn man eines besseren belehrt wird, etc..


Man kanm auch keine Meinung über etwas haben mit dem man sich NICHT auseinandegesetzt hat.. 

Daher konnte dieser "Mangel" von deiner Partnerin nicht aufgedeckt werden. 

Und nir weil der Betrug jetzt aufgeflogen ist, heisst das nicht, dass sie deshalb nun weiss warum es geschehen ist. 
Das passiert nicht einfach so, aber dem könnt ihr nachgehen, wenn ihr darüber redet.. dem anderen die eigenen Sichtweisen und Verhaltensweisen erklärt. 

Ihr könnt ja einen Abend ausmachen pro Woche, wo ihr ein paar Stunden nur für euch seid und über eure Beziehung sprecht.. aus jedem Gespäch folgen weitere Einsichten bis ihr zum Kern vorgedrungen seid. 

Hierfür solltet ihr die Beziehung beide erst mal noch wollen.. dann brauchts eine wirklich offene Kommunikation und Eingeständnisse zur eigenen Person. 

Frag sie nicht Fragen "Was fehlt dir", "Warum hast du das gemacht?", etc.

Die sind zu "gross".

Paartherapie könnte helfen um euch auf dem eichtigen Weg bringen.. Aber uch Therapeuten sind nur Menschen und haben ihre eigenen Weltbilder.. 

Als Hilfe für den Start aber socher hilfreich, wenn ihr so gar nicht wisst wie damit anfangen.. 

Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg dabei..


und.. 


Ich glaube deiner Partnerin, dass sie sagt, sie hat das gemacht, weil er so fordernd war. ..und sie deshalb schwach wurde. Es ist im Moment wohl ihre einzige Erklärung dafür. Sie hat einfach keine anderen Worte dafür im Moment. 

 

Und wie Katze schrieb.. war es wohl auch das Abenteuer, die neue Leidenschaft, die ihr fehlten.. 

Aber frag doch einfach mal mit einer durchdachten Frage. 

Wenn sie das eingestehen kann, dann ist das schon mal ein erster Schritt in die richtige Richtung..

Und merke dir:
"Ich weiss es nicht" ist keine gültige Antwort. Niemals! Zumindest nicht, wenn um unser Handeln geht. 

Es gibt immer für alles eine Ursache. 
 

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7. März um 7:00
In Antwort auf py158

was möchtest du denn jetzt hören?

Deine Nicht-Frau, die du seit mehr als 15 Jahre nicht geheiratet hat, hat von ihrem Zustand des nicht verheiratet seins Gebrauch gemacht und hat eben die großen weiten Jagdgründe erkundet. Wundert dich das? Du bist vermutlich in diesen vergangenen 15 Jahren davon ausgegangen, dass bei euch alles total fröhsi und echt super ist. Das sehe ich etwas anders. Dass sie außer dir noch keinen anderen Sexualpartner hatte, dürftest du seit ungefähr 20 Jahren wissen. Und ungefähr gleich lang dürftes du keine Veranlassung gesehen haben, mit ihr einmal über diese Situation zu sprechen.

Was anderes solltest du hingegen seinlassen: die Sprüche von der großen Demütigung klingen so theatralisch, dass sie dein Anliegen in einem sehr unsympathischen Licht erscheinen lassen.

Lohnender erschiene mir, wenn du endlich mal das Gespräch mit deiner Frau suchst. Und frag sie endlich, ob du sie heiraten sollst. Männer tun so was. Und Frauen erwarten so was von ihnen. Auch wenn sie dir das Gegenteil sagen.

Wünsch dir viel Glück, du hast bessere Chancen als du denkst, aber du solltest dich endlich mal auf deinen Hintern setzen und was tun! Sie z.B. heiraten wär nicht schlecht, vor allem, wenn man 2 Kinder miteinander hat und schon 2 Häuser gekauft hat. Fremd gehen könnt ihr euch danach immer noch. Dann lohnt es sich wenigstens...

Freundliche Grüße und nochmals viel Glück!
Christoph

Also Christoph, jetzt hatte ich mich auf einen drinker herrlich ironisch-sarkastischen Kommentare gefreut und was ist? Akuter Brechreiz !
Frauen wollen geheiratet werden und erwarten, dass der Mann ihnen einen Antrag macht und zum Standesamt führt? Da kann ich dir versichern, dass das bei mir in fast 50 Lebensjahren nie so war, im Gegenteil. Die Ehen in meinem Umfeld waren und sind bis auf wenige Ausnahmen abschreckend genug. Und die einzige mit dieser Einstellung bin ich da nicht. Auch wenn du vermutlich bei etwa drei viertel der Frauen recht haben dürftest. Keineswegs gilt das aber für alle. Hat deine Frau subtil lange genug in die Richtung geschoben und du hast dann irgendwann brav getan, was sie erwartet hat? Ist ja OK, wenn es auch dein Wunsch war, aber Hochzeit ist eben nicht für alle der Lebenstraum schlechthin. Auch nicht für Frauen.
Wenn die Partnerin des TE da so erpicht drauf gewesen wäre, hätte sie das Thema ja irgendwann in all den Jahren mal anschneiden können. Hat sie aber nicht und das scheint auch kein Thema bei den beiden gewesen zu sein.
Dass der Wisch vom Standesamt fehlt, siehst du ernsthaft quasi als Freibrief für ihr Fremdv... an? Auch und eigentlich sogar besonders in einer festen Beziehung ohne Trauschein entscheidet man sich bewusst für den Partner und es gibt verbindliche Regeln.
Hier ist doch nicht das Verheirateten oder nicht das Problem, sondern was ganz anderes, was es genauso gäbe, wenn sie denn verheiratet wären.
Nämlich zu früh zu fest gebunden in jeder Hinsicht und sich außerdem auch noch als Paar vermutlich längst aus den Augen verloren. So ein Dahinplätschern eben ohne Pepp, Feuer und Leidenschaft, sowohl im Bett als auch außerhalb wahrscheinlich, wie es gerade auch bei Ehen sehr oft zu beobachten ist.
Auch wenn ich selbst von Natur aus ein sexuell treuer Mensch bin, kann ich sie im übrigen doch irgendwie verstehen. Jedenfalls wenn es so ist, wie ich vermute, also dass ihr etwas gefehlt hat und immer mehr gefehlt hat, sie sich vermutlich gefangen gefühlt hat...
Leider machen die meisten viel zu spät oder auch gar nicht den Mund auf, um ihre Unzufriedenheit kundzutun, was aber notwendig ist, um was zu ändern. Entweder hätten sie eine gemeinsame Lösung finden können, vielleicht wäre es auch zu einem Cut gekommen, der bei den meisten in der ersten Beziehung kommt, aber eben Jahrzehnte früher.
So aber ist es wie mit der kaputten Tasse. Auch wenn man sie klebt, die Risse sind sichtbar und spürbar und nichts ist mehr wie vorher. 

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7. März um 8:45
In Antwort auf zahrakhan

Also Christoph, jetzt hatte ich mich auf einen drinker herrlich ironisch-sarkastischen Kommentare gefreut und was ist? Akuter Brechreiz !
Frauen wollen geheiratet werden und erwarten, dass der Mann ihnen einen Antrag macht und zum Standesamt führt? Da kann ich dir versichern, dass das bei mir in fast 50 Lebensjahren nie so war, im Gegenteil. Die Ehen in meinem Umfeld waren und sind bis auf wenige Ausnahmen abschreckend genug. Und die einzige mit dieser Einstellung bin ich da nicht. Auch wenn du vermutlich bei etwa drei viertel der Frauen recht haben dürftest. Keineswegs gilt das aber für alle. Hat deine Frau subtil lange genug in die Richtung geschoben und du hast dann irgendwann brav getan, was sie erwartet hat? Ist ja OK, wenn es auch dein Wunsch war, aber Hochzeit ist eben nicht für alle der Lebenstraum schlechthin. Auch nicht für Frauen.
Wenn die Partnerin des TE da so erpicht drauf gewesen wäre, hätte sie das Thema ja irgendwann in all den Jahren mal anschneiden können. Hat sie aber nicht und das scheint auch kein Thema bei den beiden gewesen zu sein.
Dass der Wisch vom Standesamt fehlt, siehst du ernsthaft quasi als Freibrief für ihr Fremdv... an? Auch und eigentlich sogar besonders in einer festen Beziehung ohne Trauschein entscheidet man sich bewusst für den Partner und es gibt verbindliche Regeln.
Hier ist doch nicht das Verheirateten oder nicht das Problem, sondern was ganz anderes, was es genauso gäbe, wenn sie denn verheiratet wären.
Nämlich zu früh zu fest gebunden in jeder Hinsicht und sich außerdem auch noch als Paar vermutlich längst aus den Augen verloren. So ein Dahinplätschern eben ohne Pepp, Feuer und Leidenschaft, sowohl im Bett als auch außerhalb wahrscheinlich, wie es gerade auch bei Ehen sehr oft zu beobachten ist.
Auch wenn ich selbst von Natur aus ein sexuell treuer Mensch bin, kann ich sie im übrigen doch irgendwie verstehen. Jedenfalls wenn es so ist, wie ich vermute, also dass ihr etwas gefehlt hat und immer mehr gefehlt hat, sie sich vermutlich gefangen gefühlt hat...
Leider machen die meisten viel zu spät oder auch gar nicht den Mund auf, um ihre Unzufriedenheit kundzutun, was aber notwendig ist, um was zu ändern. Entweder hätten sie eine gemeinsame Lösung finden können, vielleicht wäre es auch zu einem Cut gekommen, der bei den meisten in der ersten Beziehung kommt, aber eben Jahrzehnte früher.
So aber ist es wie mit der kaputten Tasse. Auch wenn man sie klebt, die Risse sind sichtbar und spürbar und nichts ist mehr wie vorher. 

Natürlich habe ich bei ihm auf Hochzeit gedrängt-ja. War bisher ja auch richtig und wir haben einen wunderbaren Sohn. Für uns- und die meisten- alles ok.
Mir käme es nicht in den Sinn mit jemandem mit dem ich nicht verheiratet bin ein Haus zu kaufen und gemeinsam  Kinder zu haben.
Warum mein lieber Christoph das jetzt so pauschalisiert verstehe ich allerdings auch nicht zumal jetzt bei dem TE ein ordentlicher Riss in der Beziehung ist die mit mal eben heiraten so nicht erledigt sein wird.
 

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7. März um 10:28
In Antwort auf harry1975

Sorry an die Admins, aber mein erster Post ist aus Versehen vorzeitig verschickt worden...
Hier nun noch mal alles von vorne:

Liebe Community,

habe mich heute mal hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß... Damit ihr euch meine Situation etwas besser vorstellen könnt, möchte ich euch erst einmal mit ein paar grundlegeden Informationen versorgen: Meine Lebensgefährtin und ich sind seit fast 21 Jahren ein Paar. Ich war ihr erster "richtiger" Freund, sie war damals 16 und ich 23 Jahre alt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen und wir sind 37 und 44 Jahre alt. Wir sind nicht verheiratet. Im Jahr 2005 haben wir unser erstes Haus gekauft, 2010 wurde unser erster Sohn, 2015 unser zweiter Sohn geboren. Im Jahr 2015 haben wir dann auch das erste Haus wieder verkauft und uns ein anderes (mit mehr Zimmern) zugelegt.

Wir sind beide am arbeiten, ich Vollzeit in einem Bürojob, meine Partnerin arbeitet Teilzeit in einem Wohnheim für Behinderte. 

Vor ungefähr einem Jahr, also Anfang 2019 habe ich bemerkt, das sie sich ein wenig veränderte, sie machte mehr Sport, hat mehr auf die Ernährung geachtet und hatte generell mehr Spaß an der Arbeit. Meine vorsichtigen und anfangs scherzhaften Einwände ob das mit dem Kollegen zusammenhängt den sie öfters erwähnte und mit dem sie öfters die gleiche Schicht hatte, wurden als eifersüchtige Spinnerei abgetan. Ich muss dazu sagen, dass ich auch leicht anfällig bin für Eifersucht; nicht übermäßig, aber die eine oder andere spitze Bemerkung fällt schon mal. 

Im September 2019 ging Sie dann mit ihren Kollegen auf eine Party, von der ich später hörte, dass besagte Party mangels Interesse abgeblasen wurde. Dass diese Party nie stattgefunden hat, hatte sie mir gegenüber nie erwähnt. Trotzdem ist sie erst gegen vier Uhr morgens nach Hause gekommen. Ok, habe ich mir ein paar Tage später gedacht, sind sie halt woanders hingefahren haben dort die Nacht durchgetanzt. Darauf angesprochen habe ich sie aber nicht mehr (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). 

Mitte Dezember wurde dann (auf ihre Initiative hin) eine Weihnachtsfeier mit den Kollegen in einer Disco geplant. Am Tag darauf erfuhr ich von einer weitläufig Bekannten, das sie meine Lebensgefährtin gesehen hatte, wie sie Arm in Arm mit dem oben schon erwähnten Kollegen stand und mit ihm "sehr vertraut" schien.  

Nun stellte ich meine Lebensgefährtin zur Rede und klopfte etwas auf den Busch. Sie teilte mir zögernd mit, dass der Kollege wohl in sie verschossen wäre, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Dass hier bei mir alle Alarmglocken läuteten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vorerst nahm ich es aber erst einmal so hin. Ich offenbarte ihr nun, dass ich wüsste, das die Party im September ja gar nicht stattgefunden hätte, und sie dafür aber ziemlich lange auf einer "nicht stattgefundenen Party" gewesen sei. Daraufhin sagte sie nichts. Den Rest des Tages war dann Sendepause.

Nachdem wir dann abends die Kinder ins Bett gebracht hatten, verschwand meine Lebensgefährtin zwei-dreimal kurz hintereinander auf der Toilette. Beim vierten mal bin ich hinterhergegangen und fand sie über die Schüssel gebeugt als wenn sie brechen müsste. Ich fragte sie was los sei und sie sagte: "nichts". Mein Einwand das diese Situation aber nicht nach "nichts" aussah, kommentierte sie nicht, Sie bat mich nur hinauszugehen. Ich fragte sie aber noch, ob sie mir nicht doch etwas zu sagen hätte (warum ich diese Frage stellte weiß ich nicht; Vorahnung?). Eine halbe Stunde später lag sie auf dem Sofa und ich setzte mich neben sie; ihr Blick sagte mir schon, dass hier gewaltig etwas im Argen war. Ich fragte sie nochmals, ob sie mir etwas zu sagen hätte.
Und dann brach sie heulend zusammen...

Nun kam heraus, dass sie schon seit der besagten September-Party eine Affäre mit dem Kollegen hatte. Sie erzählte mir, dass er sie schon seit einem Jahr umgarnt, ihr Komplimente und Geschenke machte und sie bei der Arbeit wahnsinnig unterstützte. Da beide sehr oft (wohl auch auf sein Bestreben hin) die gleiche Schicht hatten und dabei zwangsläufig eng zusammen arbeiteten, hatte er natürlich auch genügend Zeit sie zu bearbeiten. So kam es dann wohl wie es kommen musste und sie küssten sich das erste mal. Da er wohl auch kein Kind von Traurigkeit ist, und ihr seine große Liebe etc. beteuerte, landeten sie auch ein paar Tage später zusammen im Bett. Dies ging natürlich nur vormittags, wenn ich auf der Arbeit, der Große in der Schule und der Kleine in der KiTa waren.
Über den Zeitraum von September bis Dezember haben sie sich wohl 5-6 mal bei ihm zuhause getroffen und Verkehr gehabt, so die Aussage meiner Lebensgefährtin.

Danach bin ich erst mal eine Stunde ziellos mit dem Auto durch die Gegend gefahren...

Anschließend wieder zu Hause:
Meine Frage nach dem "warum" hat sie wie folgt begründet:
1. Ich war der erste und bisher einzige Mann mit dem sie intim war; sie war einfach neugierig wie es mit einem anderen Mann wäre.
2. Er hätte ihr mit seinen Komplimenten und Neckereien die schwere und auch seelisch anstrengende Arbeit mit den Behinderten im Heim enorm versüßt und erleichtert, irgendwann hätte sie dann die Kontrolle über das Geschehen verloren. Auch wollte sie nicht, dass die Komplimente aufhören und die Arbeit dann wieder so monoton und eintönig wurde wie vorher.

Im weiteren Gespräch (welches übrigens den Rest der Nacht dauerte), beteuerte sie mir immer wieder ihre Liebe und das sie nie Liebe für den Kollegen empfunden hätte. Es wäre nur eine kurze Affäre aus den o.g. Gründen gewesen und auf der Weihnachtsfeier wollte sie sowieso Schluss machen. Für den folgenden Tag habe ich mich dann erst mal krankschreiben lassen. Sie hat sich längere Zeit krankschreiben lassen, da sie mehrere Panikattacken bekommen hat.

In den folgenden Wochen war es dann ein ständiges Auf- und Ab. Wir haben einen Termin bei einer Paarberatung gehabt, sie hat sich eine Psychologin gesucht bei der sie regelmäßige Termine hat. Nachdem sie wieder arbeiten gegangen ist, hat sie sich versetzen lassen um nicht mehr mit dem Kollegen Dienst zu haben.

Ich habe gedacht die Zeit heilt alle Wunden und die bedrückenden Vorstellungen wie sie mit ihm in die Kiste steigt, das Gefühl der Demütigung und Ohnmacht würden mit der Zeit verfliegen, aber dem ist im Moment leider nicht so. Im Gegenteil, die Hassgefühle werden stärker, mal mehr mal weniger. Gestern habe ich kaum ein Wort mit ihr gesprochen, bis es dann abends aus mir herausgebrochen ist: Ich habe ihr wieder Vorwürfe gemacht, warum sie uns das angetan hat etc. Dann habe ich ihr die Trennung vorgeschlagen, woraufhin sie wieder eine Panikattacke bekommen hat, Wir wissen beide das eine Trennung Mist ist, für uns, für die Kinder und finanziell sowieso.

Ich für meinen Teil kann aber mit dieser Demütigung im Moment nicht so weitermachen als wäre nichts geschehen.
Das "blöde" ist, dass wir uns beide wahrscheinlich noch gegenseitig lieben oder zumindest nicht egal sind.

Daher meine Frage an euch: Könnt ihr mir aus dem oben geschilderten oder euren eigenen Erfahrungen den einen oder andere Tip oder Hinweis geben, ob es sich noch lohnt sich für die Beziehung einzusetzen?

Ich danke allen die es sich bis hierher durchgelesen haben...
Euer "Harry"

 

der betrug ist eine Sache...   
aber dieses über so lange Zeit eiskalt belügen damit wäre für mich die komplette Basis für eine Beziehung zerstört!

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7. März um 10:31
In Antwort auf herbstblume6

Natürlich habe ich bei ihm auf Hochzeit gedrängt-ja. War bisher ja auch richtig und wir haben einen wunderbaren Sohn. Für uns- und die meisten- alles ok.
Mir käme es nicht in den Sinn mit jemandem mit dem ich nicht verheiratet bin ein Haus zu kaufen und gemeinsam  Kinder zu haben.
Warum mein lieber Christoph das jetzt so pauschalisiert verstehe ich allerdings auch nicht zumal jetzt bei dem TE ein ordentlicher Riss in der Beziehung ist die mit mal eben heiraten so nicht erledigt sein wird.
 

gedrängt/ 

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7. März um 11:01
In Antwort auf harry1975

Sorry an die Admins, aber mein erster Post ist aus Versehen vorzeitig verschickt worden...
Hier nun noch mal alles von vorne:

Liebe Community,

habe mich heute mal hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß... Damit ihr euch meine Situation etwas besser vorstellen könnt, möchte ich euch erst einmal mit ein paar grundlegeden Informationen versorgen: Meine Lebensgefährtin und ich sind seit fast 21 Jahren ein Paar. Ich war ihr erster "richtiger" Freund, sie war damals 16 und ich 23 Jahre alt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen und wir sind 37 und 44 Jahre alt. Wir sind nicht verheiratet. Im Jahr 2005 haben wir unser erstes Haus gekauft, 2010 wurde unser erster Sohn, 2015 unser zweiter Sohn geboren. Im Jahr 2015 haben wir dann auch das erste Haus wieder verkauft und uns ein anderes (mit mehr Zimmern) zugelegt.

Wir sind beide am arbeiten, ich Vollzeit in einem Bürojob, meine Partnerin arbeitet Teilzeit in einem Wohnheim für Behinderte. 

Vor ungefähr einem Jahr, also Anfang 2019 habe ich bemerkt, das sie sich ein wenig veränderte, sie machte mehr Sport, hat mehr auf die Ernährung geachtet und hatte generell mehr Spaß an der Arbeit. Meine vorsichtigen und anfangs scherzhaften Einwände ob das mit dem Kollegen zusammenhängt den sie öfters erwähnte und mit dem sie öfters die gleiche Schicht hatte, wurden als eifersüchtige Spinnerei abgetan. Ich muss dazu sagen, dass ich auch leicht anfällig bin für Eifersucht; nicht übermäßig, aber die eine oder andere spitze Bemerkung fällt schon mal. 

Im September 2019 ging Sie dann mit ihren Kollegen auf eine Party, von der ich später hörte, dass besagte Party mangels Interesse abgeblasen wurde. Dass diese Party nie stattgefunden hat, hatte sie mir gegenüber nie erwähnt. Trotzdem ist sie erst gegen vier Uhr morgens nach Hause gekommen. Ok, habe ich mir ein paar Tage später gedacht, sind sie halt woanders hingefahren haben dort die Nacht durchgetanzt. Darauf angesprochen habe ich sie aber nicht mehr (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). 

Mitte Dezember wurde dann (auf ihre Initiative hin) eine Weihnachtsfeier mit den Kollegen in einer Disco geplant. Am Tag darauf erfuhr ich von einer weitläufig Bekannten, das sie meine Lebensgefährtin gesehen hatte, wie sie Arm in Arm mit dem oben schon erwähnten Kollegen stand und mit ihm "sehr vertraut" schien.  

Nun stellte ich meine Lebensgefährtin zur Rede und klopfte etwas auf den Busch. Sie teilte mir zögernd mit, dass der Kollege wohl in sie verschossen wäre, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Dass hier bei mir alle Alarmglocken läuteten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vorerst nahm ich es aber erst einmal so hin. Ich offenbarte ihr nun, dass ich wüsste, das die Party im September ja gar nicht stattgefunden hätte, und sie dafür aber ziemlich lange auf einer "nicht stattgefundenen Party" gewesen sei. Daraufhin sagte sie nichts. Den Rest des Tages war dann Sendepause.

Nachdem wir dann abends die Kinder ins Bett gebracht hatten, verschwand meine Lebensgefährtin zwei-dreimal kurz hintereinander auf der Toilette. Beim vierten mal bin ich hinterhergegangen und fand sie über die Schüssel gebeugt als wenn sie brechen müsste. Ich fragte sie was los sei und sie sagte: "nichts". Mein Einwand das diese Situation aber nicht nach "nichts" aussah, kommentierte sie nicht, Sie bat mich nur hinauszugehen. Ich fragte sie aber noch, ob sie mir nicht doch etwas zu sagen hätte (warum ich diese Frage stellte weiß ich nicht; Vorahnung?). Eine halbe Stunde später lag sie auf dem Sofa und ich setzte mich neben sie; ihr Blick sagte mir schon, dass hier gewaltig etwas im Argen war. Ich fragte sie nochmals, ob sie mir etwas zu sagen hätte.
Und dann brach sie heulend zusammen...

Nun kam heraus, dass sie schon seit der besagten September-Party eine Affäre mit dem Kollegen hatte. Sie erzählte mir, dass er sie schon seit einem Jahr umgarnt, ihr Komplimente und Geschenke machte und sie bei der Arbeit wahnsinnig unterstützte. Da beide sehr oft (wohl auch auf sein Bestreben hin) die gleiche Schicht hatten und dabei zwangsläufig eng zusammen arbeiteten, hatte er natürlich auch genügend Zeit sie zu bearbeiten. So kam es dann wohl wie es kommen musste und sie küssten sich das erste mal. Da er wohl auch kein Kind von Traurigkeit ist, und ihr seine große Liebe etc. beteuerte, landeten sie auch ein paar Tage später zusammen im Bett. Dies ging natürlich nur vormittags, wenn ich auf der Arbeit, der Große in der Schule und der Kleine in der KiTa waren.
Über den Zeitraum von September bis Dezember haben sie sich wohl 5-6 mal bei ihm zuhause getroffen und Verkehr gehabt, so die Aussage meiner Lebensgefährtin.

Danach bin ich erst mal eine Stunde ziellos mit dem Auto durch die Gegend gefahren...

Anschließend wieder zu Hause:
Meine Frage nach dem "warum" hat sie wie folgt begründet:
1. Ich war der erste und bisher einzige Mann mit dem sie intim war; sie war einfach neugierig wie es mit einem anderen Mann wäre.
2. Er hätte ihr mit seinen Komplimenten und Neckereien die schwere und auch seelisch anstrengende Arbeit mit den Behinderten im Heim enorm versüßt und erleichtert, irgendwann hätte sie dann die Kontrolle über das Geschehen verloren. Auch wollte sie nicht, dass die Komplimente aufhören und die Arbeit dann wieder so monoton und eintönig wurde wie vorher.

Im weiteren Gespräch (welches übrigens den Rest der Nacht dauerte), beteuerte sie mir immer wieder ihre Liebe und das sie nie Liebe für den Kollegen empfunden hätte. Es wäre nur eine kurze Affäre aus den o.g. Gründen gewesen und auf der Weihnachtsfeier wollte sie sowieso Schluss machen. Für den folgenden Tag habe ich mich dann erst mal krankschreiben lassen. Sie hat sich längere Zeit krankschreiben lassen, da sie mehrere Panikattacken bekommen hat.

In den folgenden Wochen war es dann ein ständiges Auf- und Ab. Wir haben einen Termin bei einer Paarberatung gehabt, sie hat sich eine Psychologin gesucht bei der sie regelmäßige Termine hat. Nachdem sie wieder arbeiten gegangen ist, hat sie sich versetzen lassen um nicht mehr mit dem Kollegen Dienst zu haben.

Ich habe gedacht die Zeit heilt alle Wunden und die bedrückenden Vorstellungen wie sie mit ihm in die Kiste steigt, das Gefühl der Demütigung und Ohnmacht würden mit der Zeit verfliegen, aber dem ist im Moment leider nicht so. Im Gegenteil, die Hassgefühle werden stärker, mal mehr mal weniger. Gestern habe ich kaum ein Wort mit ihr gesprochen, bis es dann abends aus mir herausgebrochen ist: Ich habe ihr wieder Vorwürfe gemacht, warum sie uns das angetan hat etc. Dann habe ich ihr die Trennung vorgeschlagen, woraufhin sie wieder eine Panikattacke bekommen hat, Wir wissen beide das eine Trennung Mist ist, für uns, für die Kinder und finanziell sowieso.

Ich für meinen Teil kann aber mit dieser Demütigung im Moment nicht so weitermachen als wäre nichts geschehen.
Das "blöde" ist, dass wir uns beide wahrscheinlich noch gegenseitig lieben oder zumindest nicht egal sind.

Daher meine Frage an euch: Könnt ihr mir aus dem oben geschilderten oder euren eigenen Erfahrungen den einen oder andere Tip oder Hinweis geben, ob es sich noch lohnt sich für die Beziehung einzusetzen?

Ich danke allen die es sich bis hierher durchgelesen haben...
Euer "Harry"

 

Hallo Harry,

trotz gemeinsamen Haus und eurer beiden Kinder. Für * mich * gebe es nur die sofortige Trennung. Fremdgehen geht gar nicht. Ich hätte danach jeglichen Respekt vor dieser Person verloren. Kuschelt sich nachts neben dich ans Bett wo sie morgens evtl. noch zusammen rumgetobt haben....No fucking way, das hat nichts mit Liebe zu tun. Ja, ihr hattet schöne Zeiten, sie ist kein abgrundtief bösartiger Mensch, ihr habt wie gesagt eure Kiddies, das Haus. Egal. Steh die harte Zeit der Trennung durch, sei für deine Kinder da, aber tu dir diesen Schmerz und diese Demütigung nicht länger an. Es war ja nichtmal "nur" ein spontanter ONS (was für mich keine Rolle spielen würde, schlimm genung) sondern eine über wochenandauernde Affäre.

Entweder man glaubt und lebt eine monogame Beziehung oder man kann das gleich von Anfang an offen halten und sich gar nicht dem Schein der Exklusivtät hingeben. Und wenn es im Schritt juckt und man nicht mehr anders kann, muss man sich halt vorher trennen. Die ganzen Gefühle die das alles in dir ausgelöst haben, können nur von einem Menschen verursacht worden sein, der  bestimmt alles für dich ist, aber kein liebevollen Partner, mit welchen man die Zukunft teilen möchte. Verrat, Lügen, kennt man sonst nur von "Feinden", aber nicht von Personen, denen man abends einen Gute-Nacht Kuss auf die Stirn geben möchte.

Man kann ja auch verzeihen (Fehler sind menschlich) ohne dass das ein Fortführen der Beziehung bedeuten muss.

Alles Gute für dich und deine Family

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7. März um 11:10
In Antwort auf lacaracol

Du kannst einzig und allein drüber hinweg kommen, wenn du über diesen Dingen stehst. Deine Erwartungen, Ansprüche und das Besitzdenken an die Realität anpasst. 

Eine betrugs- bzw. Verletzungsfreie Ehe auf ist sehr romatisch-kitschig. Klar, gibts das. ..meist haben die Fremdgeher es einfach besser zu verheimlichen geschafft. 

Eine Ehe ist in meinen Augen dazu da, um (eigene) Kinder  grosszuziehen.. Die ganzen Treueversprechungen die man macht, wenn man diese eingeht, dienen dazu, dass man sich sicher gehen kann, dass die eigenen Gene weitergetragen werden und dass, wenn es dann mal etwas zu erben gibt, die eigenen Kinder erben. Und nicht die Kuckuckskinder.

Als die Ehe eingeführt wurde, wurde der Betrug bei Männer geduldet, Frauen drohte der Tod.

Um drüber hinwegzukommen, solltest du dein Weltbild überdenken.. 
und nicht alles schwarz-weiss sehen. 

Sie war 16, quasi ein Kind und hat sich fürs Leben gebunden, ihne irgendwelche anderen Erfahrungen gemacht zu haben.. 

Nur schon das ist verzeilich.. 

Sie hat dich ja nicht mal belogen, als du sie fragtest.. sie hat nicht geantwortet und nachher gestanden.. das könntest du ihr hoch anrechnen.. 

Und sei mal ehrlich.. wem tuts nicht gut umgarnt zu werden??
..und wenn in der Beziehung etwas fehlt, dann ist man sehr anfällig für diese Dinge.. 

Klar, sie hätte direkt zu dir kommen können, als sich das angebahnt hat. Hat sie nicht. Das ist 1 falsche Entscheidung in ihrem Leben gewesen.. und dann war sie im Hormonstrudel drin.. 

Wie sieht euer Sexleben aus? Ist da noch pure Leidenschaft? Dieses Feuer? 

Ist es so unverständlich für dich, dass du absolut nicht verstehst, warum es soweit kommen konnte?


Das mit der Demütigung liegt an deinem Ego.. und nur daran. Somit ist dir also, das äussere Bild wichtiger, als deine Partnerin? 

Es ist schwer soetwas zu überwinden, keine Frage. 
Aber ich finde ihr Verhalten rein Menschlich.. sie hat nur nicht immer die optimalen Entscheidungen für Alle getroffen, sondern diesmla nur für sich.. 


Wie es weitergehen kann, kann ich nur werweisen
Einerseits bin ich auch für Treue in Beziehungen, weil man diese ja im monogamen.. ABER wenn nicht beide Partner ununterbrochen daran arbeiten um für den anderen attraktiv zu sein oder diesen ganz bewusst attraktiv zu finden, dann ist in meinen Augen JEDE sexueller Treue verpflichtende Beziehung zum scheitern verurteilt. Jede. 


Früher oder später ist man einfach anfällig für Komplimente und Bewunderungen, die es vom eigentlichen Partner nicht gibt. 

Also, versuch dein verletzes Ego zu bewältigen in dem du dich fragst, woher das Gefühl der Demütigung kommt.. vergleiche die Realität und dein eigenes Bild davon.. Meist zeigt sich, dass man so fühlt wie man fühlt, weil andere nicht das taten, was man von ihnen ERWARTETE. 

Muss der Partner immer das tun, was der andere (also du) von einem erwartet? Wo doch das, ebenso bei der Eheschliessung versprochene, EHREN nicht mehr stattgefunden hat? 

Du kannst dir nicht nur die Treue herauspicken und sie daran festnageln, wenn du dein Versprechen sie zu ehren, also ihr die notwenige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, vermutlich stark vernachlässigt hast. 


Überdenk mal deine romatische Vorstellung der Ehe.. 






 

Dazu muss man nicht die "romantische" Ehe als solches hinterfragen, sondern monogame Beziehungen allgemein. Die wenigsten wollen aber in offenen Beziehungen leben, sondern ziehen sexuelle Exklusivität vor. Ich denke auch, dass es vielen Fremdgehern gar nicht darum geht, eine offene Beziehung leben zu wollen. Die wollen für sich einfach nur dir Grenze öffen, würden selbiges Verhalten beim Partner wohl aber auch nicht tolerieren.

Es kommt drauf an, was im Vorfeld "vereinbart" wurde. Wenn sich beide einig darüber sind, dass es eine monogame Beziehung sein soll, müssen sich beide auch an die Regeln halten. Ansonsten ist es Betrug und Verrat. Man definiert vorher die Spielregeln und hält sich auch dran. Und fängt nicht an während dem Spiel zu schummeln, weil der andere ja vielleicht in irgendeiner Art und Weise nicht so spielt, wie man sich das wünscht. Und Attraktivität schützt vor Fremdgehen nicht. Ganz im Gegenteil wohl eher. Je attraktiver man ist umso eher bieten sich wohl die Gelegenheiten.
 

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7. März um 11:14
In Antwort auf py158

was möchtest du denn jetzt hören?

Deine Nicht-Frau, die du seit mehr als 15 Jahre nicht geheiratet hat, hat von ihrem Zustand des nicht verheiratet seins Gebrauch gemacht und hat eben die großen weiten Jagdgründe erkundet. Wundert dich das? Du bist vermutlich in diesen vergangenen 15 Jahren davon ausgegangen, dass bei euch alles total fröhsi und echt super ist. Das sehe ich etwas anders. Dass sie außer dir noch keinen anderen Sexualpartner hatte, dürftest du seit ungefähr 20 Jahren wissen. Und ungefähr gleich lang dürftes du keine Veranlassung gesehen haben, mit ihr einmal über diese Situation zu sprechen.

Was anderes solltest du hingegen seinlassen: die Sprüche von der großen Demütigung klingen so theatralisch, dass sie dein Anliegen in einem sehr unsympathischen Licht erscheinen lassen.

Lohnender erschiene mir, wenn du endlich mal das Gespräch mit deiner Frau suchst. Und frag sie endlich, ob du sie heiraten sollst. Männer tun so was. Und Frauen erwarten so was von ihnen. Auch wenn sie dir das Gegenteil sagen.

Wünsch dir viel Glück, du hast bessere Chancen als du denkst, aber du solltest dich endlich mal auf deinen Hintern setzen und was tun! Sie z.B. heiraten wär nicht schlecht, vor allem, wenn man 2 Kinder miteinander hat und schon 2 Häuser gekauft hat. Fremd gehen könnt ihr euch danach immer noch. Dann lohnt es sich wenigstens...

Freundliche Grüße und nochmals viel Glück!
Christoph

Hahahaha, sorry... er soll sie *jetzt* fragen ob geheiratet werden soll? Das junge arme Frauchen... die selbst keine Meinung hat und 20 Jahre stillschweigend die Launen des Mannes erträgt... die das Thema Ehe und sexuelle Unerfahrenheit nicht hätte selbst ansprechen können...

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7. März um 11:19
In Antwort auf harry1975

Und warum sagt sie mir nicht was ihr in unserer Beziehung gefehlt hat? Ich hab sie mehrfach darauf angesprochen. Sie meint es hätte nichts gefehlt, er wäre halt nur ziemlich hartnäckig gewesen und hat trotz mehrfacher Aufforderung von ihr aufzuhören eben nicht aufgehört. Tja, irgendwann ist sie dann doch schwach geworden. Klar will ich nicht sagen das unsere Beziehung noch so frisch wie vor 20 Jahren war, aber die Beziehung soll mir mal einer zeigen. 
Ich habe Sie geliebt und hab ihr das auch regelmäßig gesagt und gezeigt. Sie hat schöne lange Haare die ich ihr regelmäßig gekämmt habe wenn sie nicht selbst da durch kam. Unser Sexleben war auch noch intakt, auch wenn ich sagen muss, dass sie da schon immer etwas zurückhaltend war u e ich mir gern mehr gewünscht hätte. Wir lagen uns jeden Tag in den Armen. Wenn ihr etwas fehlte, warum hat sie das nicht gesagt und sagt es immer noch nicht?

Wahrscheinlich, weil sie es sich mit dir ja schon für den Rest des Lebens bequem gemacht hat und sie hoffte, dass der Betrug nicht auffliegt und der Typ sie am Ende noch für eine feste Beziehung gewollt hätte. Es fehlt den meisten Menschen halt der Mut, für sich selbst und seine Bedürfnisse einzugestehen. Da werden viele Situationen halt ertragen, geduldet, akzeptiert, weil sich aktuell auch nichts besseres anbietet und eine Trennung ja auch sehr umständlich sein kann.

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7. März um 12:42
In Antwort auf lacaracol

Du kannst einzig und allein drüber hinweg kommen, wenn du über diesen Dingen stehst. Deine Erwartungen, Ansprüche und das Besitzdenken an die Realität anpasst. 

Eine betrugs- bzw. Verletzungsfreie Ehe auf ist sehr romatisch-kitschig. Klar, gibts das. ..meist haben die Fremdgeher es einfach besser zu verheimlichen geschafft. 

Eine Ehe ist in meinen Augen dazu da, um (eigene) Kinder  grosszuziehen.. Die ganzen Treueversprechungen die man macht, wenn man diese eingeht, dienen dazu, dass man sich sicher gehen kann, dass die eigenen Gene weitergetragen werden und dass, wenn es dann mal etwas zu erben gibt, die eigenen Kinder erben. Und nicht die Kuckuckskinder.

Als die Ehe eingeführt wurde, wurde der Betrug bei Männer geduldet, Frauen drohte der Tod.

Um drüber hinwegzukommen, solltest du dein Weltbild überdenken.. 
und nicht alles schwarz-weiss sehen. 

Sie war 16, quasi ein Kind und hat sich fürs Leben gebunden, ihne irgendwelche anderen Erfahrungen gemacht zu haben.. 

Nur schon das ist verzeilich.. 

Sie hat dich ja nicht mal belogen, als du sie fragtest.. sie hat nicht geantwortet und nachher gestanden.. das könntest du ihr hoch anrechnen.. 

Und sei mal ehrlich.. wem tuts nicht gut umgarnt zu werden??
..und wenn in der Beziehung etwas fehlt, dann ist man sehr anfällig für diese Dinge.. 

Klar, sie hätte direkt zu dir kommen können, als sich das angebahnt hat. Hat sie nicht. Das ist 1 falsche Entscheidung in ihrem Leben gewesen.. und dann war sie im Hormonstrudel drin.. 

Wie sieht euer Sexleben aus? Ist da noch pure Leidenschaft? Dieses Feuer? 

Ist es so unverständlich für dich, dass du absolut nicht verstehst, warum es soweit kommen konnte?


Das mit der Demütigung liegt an deinem Ego.. und nur daran. Somit ist dir also, das äussere Bild wichtiger, als deine Partnerin? 

Es ist schwer soetwas zu überwinden, keine Frage. 
Aber ich finde ihr Verhalten rein Menschlich.. sie hat nur nicht immer die optimalen Entscheidungen für Alle getroffen, sondern diesmla nur für sich.. 


Wie es weitergehen kann, kann ich nur werweisen
Einerseits bin ich auch für Treue in Beziehungen, weil man diese ja im monogamen.. ABER wenn nicht beide Partner ununterbrochen daran arbeiten um für den anderen attraktiv zu sein oder diesen ganz bewusst attraktiv zu finden, dann ist in meinen Augen JEDE sexueller Treue verpflichtende Beziehung zum scheitern verurteilt. Jede. 


Früher oder später ist man einfach anfällig für Komplimente und Bewunderungen, die es vom eigentlichen Partner nicht gibt. 

Also, versuch dein verletzes Ego zu bewältigen in dem du dich fragst, woher das Gefühl der Demütigung kommt.. vergleiche die Realität und dein eigenes Bild davon.. Meist zeigt sich, dass man so fühlt wie man fühlt, weil andere nicht das taten, was man von ihnen ERWARTETE. 

Muss der Partner immer das tun, was der andere (also du) von einem erwartet? Wo doch das, ebenso bei der Eheschliessung versprochene, EHREN nicht mehr stattgefunden hat? 

Du kannst dir nicht nur die Treue herauspicken und sie daran festnageln, wenn du dein Versprechen sie zu ehren, also ihr die notwenige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, vermutlich stark vernachlässigt hast. 


Überdenk mal deine romatische Vorstellung der Ehe.. 






 

Die haben sich ja gar kein Eheversprechen gegeben, also kann auch keins gebrochen worden sein. 

Sorry, ich denke hier altmodisch. 

Gut, der Betrug hätte auch passieren können, wenn sie verheiraten wären, sind sie aber nicht. Ich finde es respektlos von einem Mann, von mir Treue , Sex, Kinder und alles, was von einer Ehefrau erwartet wird, zu verlangen, aber er selbst ist nicht mal dazu bereit, Ihr mit der formalen Eheschließung die minimale Sicherheit  einer späteren auskömmlichen Rente zu bieten. An so einen Mann würde ich mich in keinster Weise gebunden fühlen.

Ich finde, der TE hat noch verdammtes Glück gehabt, dass seine Gefährtin das 21 Jahre lang mitgemacht hat. 

Wäre ich die besagte Frau, würde ich dem TE zuvorkommen, aus der Wohnung ausziehen, die Kinder mitnehmen und Vollzeit arbeiten.

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7. März um 12:51
In Antwort auf herbstblume6

Natürlich habe ich bei ihm auf Hochzeit gedrängt-ja. War bisher ja auch richtig und wir haben einen wunderbaren Sohn. Für uns- und die meisten- alles ok.
Mir käme es nicht in den Sinn mit jemandem mit dem ich nicht verheiratet bin ein Haus zu kaufen und gemeinsam  Kinder zu haben.
Warum mein lieber Christoph das jetzt so pauschalisiert verstehe ich allerdings auch nicht zumal jetzt bei dem TE ein ordentlicher Riss in der Beziehung ist die mit mal eben heiraten so nicht erledigt sein wird.
 

Dein lieber Christoph 🤔? Dann seid ihr beide ein Paar? Ist ja witzig. Der mit den Oldtimern?
War mir neu.
Aber warum findest du das natürlich, dass du auf Hochzeit gedrängt hast? Zur Ehe kann man ja stehen wie man will und wenn beide das gleichermaßen möchten, steht dem ja nichts im Wege.
Jemanden aber dazu drängen? Mein Partner wäre dann weg, ich aber genauso. Akuter Fluchtreflex. Auch nachdem mein Sohn auf der Welt war, wollte ich nicbt heiraten. Man kann doch für bestimmte Dinge vorsorgen, z. B. Risikolebensversicherung für den Todesfall. Unterhalt im Trennungsfall und Halbwaisenrente im Todesfall gibt es ja auch, wenn die Eltern nicht verheiratet sind.

Ist jetzt ziemlich off topic geworden und dass ein ordentlicher Riss in der Beziehung ist, damit dürftest du recht haben, der mit heiraten nichts zu tun haben dürfte. 

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7. März um 17:02
In Antwort auf zahrakhan

Dein lieber Christoph 🤔? Dann seid ihr beide ein Paar? Ist ja witzig. Der mit den Oldtimern?
War mir neu.
Aber warum findest du das natürlich, dass du auf Hochzeit gedrängt hast? Zur Ehe kann man ja stehen wie man will und wenn beide das gleichermaßen möchten, steht dem ja nichts im Wege.
Jemanden aber dazu drängen? Mein Partner wäre dann weg, ich aber genauso. Akuter Fluchtreflex. Auch nachdem mein Sohn auf der Welt war, wollte ich nicbt heiraten. Man kann doch für bestimmte Dinge vorsorgen, z. B. Risikolebensversicherung für den Todesfall. Unterhalt im Trennungsfall und Halbwaisenrente im Todesfall gibt es ja auch, wenn die Eltern nicht verheiratet sind.

Ist jetzt ziemlich off topic geworden und dass ein ordentlicher Riss in der Beziehung ist, damit dürftest du recht haben, der mit heiraten nichts zu tun haben dürfte. 

Die Partnerin des TE wird später hohe Abschläge bei ihrer Rente hinnehmen müssen, da sie wegen der Kinder nur halbtags arbeitet. 

Sie wird ihre Dummheit später verfluchen.

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7. März um 17:09
In Antwort auf lacaracol

Du kannst einzig und allein drüber hinweg kommen, wenn du über diesen Dingen stehst. Deine Erwartungen, Ansprüche und das Besitzdenken an die Realität anpasst. 

Eine betrugs- bzw. Verletzungsfreie Ehe auf ist sehr romatisch-kitschig. Klar, gibts das. ..meist haben die Fremdgeher es einfach besser zu verheimlichen geschafft. 

Eine Ehe ist in meinen Augen dazu da, um (eigene) Kinder  grosszuziehen.. Die ganzen Treueversprechungen die man macht, wenn man diese eingeht, dienen dazu, dass man sich sicher gehen kann, dass die eigenen Gene weitergetragen werden und dass, wenn es dann mal etwas zu erben gibt, die eigenen Kinder erben. Und nicht die Kuckuckskinder.

Als die Ehe eingeführt wurde, wurde der Betrug bei Männer geduldet, Frauen drohte der Tod.

Um drüber hinwegzukommen, solltest du dein Weltbild überdenken.. 
und nicht alles schwarz-weiss sehen. 

Sie war 16, quasi ein Kind und hat sich fürs Leben gebunden, ihne irgendwelche anderen Erfahrungen gemacht zu haben.. 

Nur schon das ist verzeilich.. 

Sie hat dich ja nicht mal belogen, als du sie fragtest.. sie hat nicht geantwortet und nachher gestanden.. das könntest du ihr hoch anrechnen.. 

Und sei mal ehrlich.. wem tuts nicht gut umgarnt zu werden??
..und wenn in der Beziehung etwas fehlt, dann ist man sehr anfällig für diese Dinge.. 

Klar, sie hätte direkt zu dir kommen können, als sich das angebahnt hat. Hat sie nicht. Das ist 1 falsche Entscheidung in ihrem Leben gewesen.. und dann war sie im Hormonstrudel drin.. 

Wie sieht euer Sexleben aus? Ist da noch pure Leidenschaft? Dieses Feuer? 

Ist es so unverständlich für dich, dass du absolut nicht verstehst, warum es soweit kommen konnte?


Das mit der Demütigung liegt an deinem Ego.. und nur daran. Somit ist dir also, das äussere Bild wichtiger, als deine Partnerin? 

Es ist schwer soetwas zu überwinden, keine Frage. 
Aber ich finde ihr Verhalten rein Menschlich.. sie hat nur nicht immer die optimalen Entscheidungen für Alle getroffen, sondern diesmla nur für sich.. 


Wie es weitergehen kann, kann ich nur werweisen
Einerseits bin ich auch für Treue in Beziehungen, weil man diese ja im monogamen.. ABER wenn nicht beide Partner ununterbrochen daran arbeiten um für den anderen attraktiv zu sein oder diesen ganz bewusst attraktiv zu finden, dann ist in meinen Augen JEDE sexueller Treue verpflichtende Beziehung zum scheitern verurteilt. Jede. 


Früher oder später ist man einfach anfällig für Komplimente und Bewunderungen, die es vom eigentlichen Partner nicht gibt. 

Also, versuch dein verletzes Ego zu bewältigen in dem du dich fragst, woher das Gefühl der Demütigung kommt.. vergleiche die Realität und dein eigenes Bild davon.. Meist zeigt sich, dass man so fühlt wie man fühlt, weil andere nicht das taten, was man von ihnen ERWARTETE. 

Muss der Partner immer das tun, was der andere (also du) von einem erwartet? Wo doch das, ebenso bei der Eheschliessung versprochene, EHREN nicht mehr stattgefunden hat? 

Du kannst dir nicht nur die Treue herauspicken und sie daran festnageln, wenn du dein Versprechen sie zu ehren, also ihr die notwenige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, vermutlich stark vernachlässigt hast. 


Überdenk mal deine romatische Vorstellung der Ehe.. 






 

Was ist dir denn passiert, dass du zu solchen Einsichten gekommen bist???

"Eine betrugs- bzw. Verletzungsfreie Ehe auf ist sehr romatisch-kitschig. Klar, gibts das. ..meist haben die Fremdgeher es einfach besser zu verheimlichen geschafft."

---> Schlicht Falsch

"Eine Ehe ist in meinen Augen dazu da, um (eigene) Kinder  grosszuziehen.. Die ganzen Treueversprechungen die man macht, wenn man diese eingeht, dienen dazu, dass man sich sicher gehen kann, dass die eigenen Gene weitergetragen werden und dass, wenn es dann mal etwas zu erben gibt, die eigenen Kinder erben. Und nicht die Kuckuckskinder."

---> So ein Quatsch, das hört sich nach einer sehr verletzen Seele an, die versucht mit solchen Erklärungen, dass eigene Handeln oder das verletzende Handeln anderer für sich selber zu rechtfertigen.


"Sie war 16, quasi ein Kind und hat sich fürs Leben gebunden, ihne irgendwelche anderen Erfahrungen gemacht zu haben.. 
Nur schon das ist verzeilich.."



In meinen Augen ebenfalls nicht ok. Ich war 16, als ich meinen Partner und heutigen Ehemann (damals 18) kennengelernt habe. Sexuell waren wir beide die ersten. Wir sind bis heute zusammen. Ganz ehrlich: den Grundgedanken von ihr kann ich zumindest nachvollziehen. Das ist menschlich, wenn der andere der erste Partner im Bett war. ABER ICH würde bei so einem Betrug, wenn ich weiß mein geliebter Mann geht gerade arbeiten und ich bringe die Kinder weg (wir haben auch zwei) nicht mal ansatzweise zu so etwas in der Lage sein. Das ist monatelanges Hintergehen aufs übelste. Wenn ich dort bei dem Neuen liegen würde, hätte ich nur meinen Mann vor Augen, dem ich gerade so richtig das Leben zerstöre und könnte nicht mal ansatzweise feucht werden. Geschweige denn in diesem Wissen einen Höhepunkt erlangen.
Noch weniger könnte ich ihm abends unter die Augen treten.

Nein, das hätte sie vorher sagen müssen und die Beziehung öffnen, Swingerclub oder was auch immer. Aber nicht so!!!

Ich habe gestern abend noch mit meinem Mann über deine Geschichte gesprochen, weil sie mich erstens berührt hat und zweitens mein Mann und ich ja in der gleichen Ausgangsposition sind. Er meinte, dass er dies nie verkraften könnte und sich sofort trennen würde. Aber auch, dass er den Rest seines Lebens beziehungsunfähig wäre, weil er so ein Hintergehen niemals überwinden könnte. Er hatte bei dem Gedanken alleine einen richtigen Kloß im Hals.

Wahrscheinlich hilft dir das jetzt überhaupt nicht weiter, aber vielleicht ist es ja schon gut, wenn hier mehrere ihre Ansichten mit dir teilen.

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7. März um 17:32
In Antwort auf lacaracol

Treuebruch wird natürlich als das schlimmste angesehen, wohl aber haupsächlich deshalb, weil immer Dritte beteiligt sind.. die das auch mitbekommen.. und daher kommt die Demütigung. 

Viel Schlimmer finde ich, ist das emotionale aushungern lassen und sich darauf verlassen, dass man soviel zusammen aufgebaut hat, doch nichts zwischenfunken kann. 

Wir sind aber dynamische und keine statischen Wesen.. mit stärken und schwächen.

Ich möchte den Betrug nicht rechtfertigen, es gibt aber IMMER triftige Gründe für einen solchen Betrug. 


Wär ich in ihrer Situation, wäre ich zu meinem Partner gegangen und hätte ihm gesagt, dass ich auf einen anderen Mann "positiv reagiere". Dann kann man zusammen eine Lösung finden. 

Ihr fehlt aber schlichtweg die Lebenserfahrung, die ich durch diverse Beziehungen und Trennungen gemacht habe.. in denen ich durch reflektieren gelernt habe, wie ich behandelt werden möchte.. und das dauerte einige Jahre! 

Und sie hatte noch NIE eine Trennung hinter sich, weiss nicht, wie es sich anfühlt betrogen zu werden, weiss nicht wie sich der Betrogene fühlt.. Jetzt weiss sie es. 

..und da Liebe scheinbar noch vorhanden ist, liegts jetzt an Harry zu lernen drüber zu stehen. 

Es ist nicht einfach und wie schon das wankelnde Pony schrieb, wird das reflektieren und eingestehen schmerzlich sein.. aber das ist der Einzige Weg in meinen Augen. 

Alle Mittel sind da: Liebe, eine ansonsten gut funktionierende Kommunikation und respekt.. 

Das ist aber mit sehr viel Arbeit verbunden.. gemeinsam und an sich selbst.  

Wenn man dazu nicht bereit ist, ist eine Trennung wohl das beste. 

Für jedes Ereignis (Betrug) gibt es eine Ursache (Vernachlässigung). Nich nur einem gehört der schwaze Peter zugeschoben.. 
 

nein es muss nicht immer einen driftigen Grund geben!  

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7. März um 17:51
In Antwort auf carina2019

nein es muss nicht immer einen driftigen Grund geben!  

"Triftiger Grund" wird mit "T" geschrieben. Hat mit dem Verb "driften" nix zu tun.

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7. März um 19:04
In Antwort auf zahrakhan

Dein lieber Christoph 🤔? Dann seid ihr beide ein Paar? Ist ja witzig. Der mit den Oldtimern?
War mir neu.
Aber warum findest du das natürlich, dass du auf Hochzeit gedrängt hast? Zur Ehe kann man ja stehen wie man will und wenn beide das gleichermaßen möchten, steht dem ja nichts im Wege.
Jemanden aber dazu drängen? Mein Partner wäre dann weg, ich aber genauso. Akuter Fluchtreflex. Auch nachdem mein Sohn auf der Welt war, wollte ich nicbt heiraten. Man kann doch für bestimmte Dinge vorsorgen, z. B. Risikolebensversicherung für den Todesfall. Unterhalt im Trennungsfall und Halbwaisenrente im Todesfall gibt es ja auch, wenn die Eltern nicht verheiratet sind.

Ist jetzt ziemlich off topic geworden und dass ein ordentlicher Riss in der Beziehung ist, damit dürftest du recht haben, der mit heiraten nichts zu tun haben dürfte. 

Ja genau der. Wir sind seit seit einer ganzen Reihe von Jahren ein Paar und das "drängen" war bei uns nicht ungewollt sondern in Verbindung mit Familiengründung und Hauskauf die logische Konsequenz. Alles andere wäre für uns Eiertanz gewesen den wir nicht brauchen. Und für mich als Frau war das die Grundvoraussetzung unter der ich mich vertrauensvoll auf so ein Großprojekt einlasse. Mal davon abgesehen dass wir beide uns vorher genug ausgetobt haben und vom anderen überzeugt sind. Aber natürlich mag das für andere anders sein und es hilft dem armen TE auch nicht weiter. 
Ich rate genau wegen solcher Geschichten wie hier jedem nur ab sich so früh zu binden. Ausnahmen mag es geben aber meist geht es schief.
 Ich kann nur sagen dass mehr Erfahrung mit sich bringt Sex, anderen tollen potentiellen Partnern und auch hormonellen Verwirrungen nicht mehr so viel Stellenwert beizumessen.

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7. März um 19:17
In Antwort auf harry1975

Sorry an die Admins, aber mein erster Post ist aus Versehen vorzeitig verschickt worden...
Hier nun noch mal alles von vorne:

Liebe Community,

habe mich heute mal hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß... Damit ihr euch meine Situation etwas besser vorstellen könnt, möchte ich euch erst einmal mit ein paar grundlegeden Informationen versorgen: Meine Lebensgefährtin und ich sind seit fast 21 Jahren ein Paar. Ich war ihr erster "richtiger" Freund, sie war damals 16 und ich 23 Jahre alt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen und wir sind 37 und 44 Jahre alt. Wir sind nicht verheiratet. Im Jahr 2005 haben wir unser erstes Haus gekauft, 2010 wurde unser erster Sohn, 2015 unser zweiter Sohn geboren. Im Jahr 2015 haben wir dann auch das erste Haus wieder verkauft und uns ein anderes (mit mehr Zimmern) zugelegt.

Wir sind beide am arbeiten, ich Vollzeit in einem Bürojob, meine Partnerin arbeitet Teilzeit in einem Wohnheim für Behinderte. 

Vor ungefähr einem Jahr, also Anfang 2019 habe ich bemerkt, das sie sich ein wenig veränderte, sie machte mehr Sport, hat mehr auf die Ernährung geachtet und hatte generell mehr Spaß an der Arbeit. Meine vorsichtigen und anfangs scherzhaften Einwände ob das mit dem Kollegen zusammenhängt den sie öfters erwähnte und mit dem sie öfters die gleiche Schicht hatte, wurden als eifersüchtige Spinnerei abgetan. Ich muss dazu sagen, dass ich auch leicht anfällig bin für Eifersucht; nicht übermäßig, aber die eine oder andere spitze Bemerkung fällt schon mal. 

Im September 2019 ging Sie dann mit ihren Kollegen auf eine Party, von der ich später hörte, dass besagte Party mangels Interesse abgeblasen wurde. Dass diese Party nie stattgefunden hat, hatte sie mir gegenüber nie erwähnt. Trotzdem ist sie erst gegen vier Uhr morgens nach Hause gekommen. Ok, habe ich mir ein paar Tage später gedacht, sind sie halt woanders hingefahren haben dort die Nacht durchgetanzt. Darauf angesprochen habe ich sie aber nicht mehr (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). 

Mitte Dezember wurde dann (auf ihre Initiative hin) eine Weihnachtsfeier mit den Kollegen in einer Disco geplant. Am Tag darauf erfuhr ich von einer weitläufig Bekannten, das sie meine Lebensgefährtin gesehen hatte, wie sie Arm in Arm mit dem oben schon erwähnten Kollegen stand und mit ihm "sehr vertraut" schien.  

Nun stellte ich meine Lebensgefährtin zur Rede und klopfte etwas auf den Busch. Sie teilte mir zögernd mit, dass der Kollege wohl in sie verschossen wäre, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Dass hier bei mir alle Alarmglocken läuteten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vorerst nahm ich es aber erst einmal so hin. Ich offenbarte ihr nun, dass ich wüsste, das die Party im September ja gar nicht stattgefunden hätte, und sie dafür aber ziemlich lange auf einer "nicht stattgefundenen Party" gewesen sei. Daraufhin sagte sie nichts. Den Rest des Tages war dann Sendepause.

Nachdem wir dann abends die Kinder ins Bett gebracht hatten, verschwand meine Lebensgefährtin zwei-dreimal kurz hintereinander auf der Toilette. Beim vierten mal bin ich hinterhergegangen und fand sie über die Schüssel gebeugt als wenn sie brechen müsste. Ich fragte sie was los sei und sie sagte: "nichts". Mein Einwand das diese Situation aber nicht nach "nichts" aussah, kommentierte sie nicht, Sie bat mich nur hinauszugehen. Ich fragte sie aber noch, ob sie mir nicht doch etwas zu sagen hätte (warum ich diese Frage stellte weiß ich nicht; Vorahnung?). Eine halbe Stunde später lag sie auf dem Sofa und ich setzte mich neben sie; ihr Blick sagte mir schon, dass hier gewaltig etwas im Argen war. Ich fragte sie nochmals, ob sie mir etwas zu sagen hätte.
Und dann brach sie heulend zusammen...

Nun kam heraus, dass sie schon seit der besagten September-Party eine Affäre mit dem Kollegen hatte. Sie erzählte mir, dass er sie schon seit einem Jahr umgarnt, ihr Komplimente und Geschenke machte und sie bei der Arbeit wahnsinnig unterstützte. Da beide sehr oft (wohl auch auf sein Bestreben hin) die gleiche Schicht hatten und dabei zwangsläufig eng zusammen arbeiteten, hatte er natürlich auch genügend Zeit sie zu bearbeiten. So kam es dann wohl wie es kommen musste und sie küssten sich das erste mal. Da er wohl auch kein Kind von Traurigkeit ist, und ihr seine große Liebe etc. beteuerte, landeten sie auch ein paar Tage später zusammen im Bett. Dies ging natürlich nur vormittags, wenn ich auf der Arbeit, der Große in der Schule und der Kleine in der KiTa waren.
Über den Zeitraum von September bis Dezember haben sie sich wohl 5-6 mal bei ihm zuhause getroffen und Verkehr gehabt, so die Aussage meiner Lebensgefährtin.

Danach bin ich erst mal eine Stunde ziellos mit dem Auto durch die Gegend gefahren...

Anschließend wieder zu Hause:
Meine Frage nach dem "warum" hat sie wie folgt begründet:
1. Ich war der erste und bisher einzige Mann mit dem sie intim war; sie war einfach neugierig wie es mit einem anderen Mann wäre.
2. Er hätte ihr mit seinen Komplimenten und Neckereien die schwere und auch seelisch anstrengende Arbeit mit den Behinderten im Heim enorm versüßt und erleichtert, irgendwann hätte sie dann die Kontrolle über das Geschehen verloren. Auch wollte sie nicht, dass die Komplimente aufhören und die Arbeit dann wieder so monoton und eintönig wurde wie vorher.

Im weiteren Gespräch (welches übrigens den Rest der Nacht dauerte), beteuerte sie mir immer wieder ihre Liebe und das sie nie Liebe für den Kollegen empfunden hätte. Es wäre nur eine kurze Affäre aus den o.g. Gründen gewesen und auf der Weihnachtsfeier wollte sie sowieso Schluss machen. Für den folgenden Tag habe ich mich dann erst mal krankschreiben lassen. Sie hat sich längere Zeit krankschreiben lassen, da sie mehrere Panikattacken bekommen hat.

In den folgenden Wochen war es dann ein ständiges Auf- und Ab. Wir haben einen Termin bei einer Paarberatung gehabt, sie hat sich eine Psychologin gesucht bei der sie regelmäßige Termine hat. Nachdem sie wieder arbeiten gegangen ist, hat sie sich versetzen lassen um nicht mehr mit dem Kollegen Dienst zu haben.

Ich habe gedacht die Zeit heilt alle Wunden und die bedrückenden Vorstellungen wie sie mit ihm in die Kiste steigt, das Gefühl der Demütigung und Ohnmacht würden mit der Zeit verfliegen, aber dem ist im Moment leider nicht so. Im Gegenteil, die Hassgefühle werden stärker, mal mehr mal weniger. Gestern habe ich kaum ein Wort mit ihr gesprochen, bis es dann abends aus mir herausgebrochen ist: Ich habe ihr wieder Vorwürfe gemacht, warum sie uns das angetan hat etc. Dann habe ich ihr die Trennung vorgeschlagen, woraufhin sie wieder eine Panikattacke bekommen hat, Wir wissen beide das eine Trennung Mist ist, für uns, für die Kinder und finanziell sowieso.

Ich für meinen Teil kann aber mit dieser Demütigung im Moment nicht so weitermachen als wäre nichts geschehen.
Das "blöde" ist, dass wir uns beide wahrscheinlich noch gegenseitig lieben oder zumindest nicht egal sind.

Daher meine Frage an euch: Könnt ihr mir aus dem oben geschilderten oder euren eigenen Erfahrungen den einen oder andere Tip oder Hinweis geben, ob es sich noch lohnt sich für die Beziehung einzusetzen?

Ich danke allen die es sich bis hierher durchgelesen haben...
Euer "Harry"

 

Lieber Harry

wäre eine räumliche Trennung möglich?! Könntest Du ne Weilebei Deinen Verwandten oder Freunden unterkommen, resp. sie - denn eigentlich ist sie fremdgegangen und sollte erst einmal das Feld räumen, damit Du irgendwie zu Dir kommen kannst und sie erst einmal nicht sehen musst. Nach ca. 3 Wochen weisst Du, ob Du nochmals eine Paartherapie räumlich getrennt versuchen willst, und kannst klarere Gedanken und ruhigere Gespräche mit ihr führen.
Ihr hingegen habt versucht einfach möglichst irgendwie weiter in euerem Alltag zu machen, und somit gab es keine Zeit, die Geschehnisse wirklich zu verarbeiten. 

Alles Gute,
ww

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7. März um 19:28
In Antwort auf wonder_woman

Lieber Harry

wäre eine räumliche Trennung möglich?! Könntest Du ne Weilebei Deinen Verwandten oder Freunden unterkommen, resp. sie - denn eigentlich ist sie fremdgegangen und sollte erst einmal das Feld räumen, damit Du irgendwie zu Dir kommen kannst und sie erst einmal nicht sehen musst. Nach ca. 3 Wochen weisst Du, ob Du nochmals eine Paartherapie räumlich getrennt versuchen willst, und kannst klarere Gedanken und ruhigere Gespräche mit ihr führen.
Ihr hingegen habt versucht einfach möglichst irgendwie weiter in euerem Alltag zu machen, und somit gab es keine Zeit, die Geschehnisse wirklich zu verarbeiten. 

Alles Gute,
ww

Hallo Wonder_women,

danke für Deinen Rat. Wir haben uns vorerst mal übers Wochenende getrennt, Sie ist mit den Kindern zu ihren Eltern. Wie es dann weitergeht, steht noch in den Sternen...

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7. März um 19:42
In Antwort auf harry1975

Hallo Wonder_women,

danke für Deinen Rat. Wir haben uns vorerst mal übers Wochenende getrennt, Sie ist mit den Kindern zu ihren Eltern. Wie es dann weitergeht, steht noch in den Sternen...

Ihr müsst nicht wissen, wie es weitergeht. Ihr solltet die getrennte Zeit für euch selber nutzen. Euch Gedanken machen. Was an ihrem Betrug verletzt Dich am meisten? Wiegt diese Verletzung schwerer als alle anderen ihrer Eigenschaften? Was gibt Dir diese Beziehung seit xy Jahren? Was fehlt Dir? Wart ihr wirklich glücklich oder wolltest Du diverse Dinge nicht sehen und wahrhaben? Fehlt sie Dir oder fehlt Dir der bekannte Alltag?! Geh raus! 
Warte ab, möglichst lange. Horch in Dich hinein. Sei ehrlich zu Dir und respektvoll zu ihr. Was auch immer war, sie ist die Mutter euerer Kinder und Du begegnest ihr ruhig und respektvoll. Du musst erstmal gar nichts. Weder verstehen noch wissen, wie es weitergeht, und schon gar nicht ihr Vorwürfe machen, Gründe suchen und Verstehen wollen. Erst einmal kümmerst Du Dich um Dich und um euere Kinder. Such Dir ev. eine Beratung für Dich alleine, da kannst Du alles aussprechen, was sie weder wissen noch hören muss. Vorerst. Und irgendwann wird der Moment kommen, und Du wirst wissen, was zu tun ist.

Nicht klammern jetzt, sondern Dich um Dich selber kümmern! 

ww

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7. März um 20:31
In Antwort auf harry1975

Sorry an die Admins, aber mein erster Post ist aus Versehen vorzeitig verschickt worden...
Hier nun noch mal alles von vorne:

Liebe Community,

habe mich heute mal hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß... Damit ihr euch meine Situation etwas besser vorstellen könnt, möchte ich euch erst einmal mit ein paar grundlegeden Informationen versorgen: Meine Lebensgefährtin und ich sind seit fast 21 Jahren ein Paar. Ich war ihr erster "richtiger" Freund, sie war damals 16 und ich 23 Jahre alt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen und wir sind 37 und 44 Jahre alt. Wir sind nicht verheiratet. Im Jahr 2005 haben wir unser erstes Haus gekauft, 2010 wurde unser erster Sohn, 2015 unser zweiter Sohn geboren. Im Jahr 2015 haben wir dann auch das erste Haus wieder verkauft und uns ein anderes (mit mehr Zimmern) zugelegt.

Wir sind beide am arbeiten, ich Vollzeit in einem Bürojob, meine Partnerin arbeitet Teilzeit in einem Wohnheim für Behinderte. 

Vor ungefähr einem Jahr, also Anfang 2019 habe ich bemerkt, das sie sich ein wenig veränderte, sie machte mehr Sport, hat mehr auf die Ernährung geachtet und hatte generell mehr Spaß an der Arbeit. Meine vorsichtigen und anfangs scherzhaften Einwände ob das mit dem Kollegen zusammenhängt den sie öfters erwähnte und mit dem sie öfters die gleiche Schicht hatte, wurden als eifersüchtige Spinnerei abgetan. Ich muss dazu sagen, dass ich auch leicht anfällig bin für Eifersucht; nicht übermäßig, aber die eine oder andere spitze Bemerkung fällt schon mal. 

Im September 2019 ging Sie dann mit ihren Kollegen auf eine Party, von der ich später hörte, dass besagte Party mangels Interesse abgeblasen wurde. Dass diese Party nie stattgefunden hat, hatte sie mir gegenüber nie erwähnt. Trotzdem ist sie erst gegen vier Uhr morgens nach Hause gekommen. Ok, habe ich mir ein paar Tage später gedacht, sind sie halt woanders hingefahren haben dort die Nacht durchgetanzt. Darauf angesprochen habe ich sie aber nicht mehr (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). 

Mitte Dezember wurde dann (auf ihre Initiative hin) eine Weihnachtsfeier mit den Kollegen in einer Disco geplant. Am Tag darauf erfuhr ich von einer weitläufig Bekannten, das sie meine Lebensgefährtin gesehen hatte, wie sie Arm in Arm mit dem oben schon erwähnten Kollegen stand und mit ihm "sehr vertraut" schien.  

Nun stellte ich meine Lebensgefährtin zur Rede und klopfte etwas auf den Busch. Sie teilte mir zögernd mit, dass der Kollege wohl in sie verschossen wäre, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Dass hier bei mir alle Alarmglocken läuteten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vorerst nahm ich es aber erst einmal so hin. Ich offenbarte ihr nun, dass ich wüsste, das die Party im September ja gar nicht stattgefunden hätte, und sie dafür aber ziemlich lange auf einer "nicht stattgefundenen Party" gewesen sei. Daraufhin sagte sie nichts. Den Rest des Tages war dann Sendepause.

Nachdem wir dann abends die Kinder ins Bett gebracht hatten, verschwand meine Lebensgefährtin zwei-dreimal kurz hintereinander auf der Toilette. Beim vierten mal bin ich hinterhergegangen und fand sie über die Schüssel gebeugt als wenn sie brechen müsste. Ich fragte sie was los sei und sie sagte: "nichts". Mein Einwand das diese Situation aber nicht nach "nichts" aussah, kommentierte sie nicht, Sie bat mich nur hinauszugehen. Ich fragte sie aber noch, ob sie mir nicht doch etwas zu sagen hätte (warum ich diese Frage stellte weiß ich nicht; Vorahnung?). Eine halbe Stunde später lag sie auf dem Sofa und ich setzte mich neben sie; ihr Blick sagte mir schon, dass hier gewaltig etwas im Argen war. Ich fragte sie nochmals, ob sie mir etwas zu sagen hätte.
Und dann brach sie heulend zusammen...

Nun kam heraus, dass sie schon seit der besagten September-Party eine Affäre mit dem Kollegen hatte. Sie erzählte mir, dass er sie schon seit einem Jahr umgarnt, ihr Komplimente und Geschenke machte und sie bei der Arbeit wahnsinnig unterstützte. Da beide sehr oft (wohl auch auf sein Bestreben hin) die gleiche Schicht hatten und dabei zwangsläufig eng zusammen arbeiteten, hatte er natürlich auch genügend Zeit sie zu bearbeiten. So kam es dann wohl wie es kommen musste und sie küssten sich das erste mal. Da er wohl auch kein Kind von Traurigkeit ist, und ihr seine große Liebe etc. beteuerte, landeten sie auch ein paar Tage später zusammen im Bett. Dies ging natürlich nur vormittags, wenn ich auf der Arbeit, der Große in der Schule und der Kleine in der KiTa waren.
Über den Zeitraum von September bis Dezember haben sie sich wohl 5-6 mal bei ihm zuhause getroffen und Verkehr gehabt, so die Aussage meiner Lebensgefährtin.

Danach bin ich erst mal eine Stunde ziellos mit dem Auto durch die Gegend gefahren...

Anschließend wieder zu Hause:
Meine Frage nach dem "warum" hat sie wie folgt begründet:
1. Ich war der erste und bisher einzige Mann mit dem sie intim war; sie war einfach neugierig wie es mit einem anderen Mann wäre.
2. Er hätte ihr mit seinen Komplimenten und Neckereien die schwere und auch seelisch anstrengende Arbeit mit den Behinderten im Heim enorm versüßt und erleichtert, irgendwann hätte sie dann die Kontrolle über das Geschehen verloren. Auch wollte sie nicht, dass die Komplimente aufhören und die Arbeit dann wieder so monoton und eintönig wurde wie vorher.

Im weiteren Gespräch (welches übrigens den Rest der Nacht dauerte), beteuerte sie mir immer wieder ihre Liebe und das sie nie Liebe für den Kollegen empfunden hätte. Es wäre nur eine kurze Affäre aus den o.g. Gründen gewesen und auf der Weihnachtsfeier wollte sie sowieso Schluss machen. Für den folgenden Tag habe ich mich dann erst mal krankschreiben lassen. Sie hat sich längere Zeit krankschreiben lassen, da sie mehrere Panikattacken bekommen hat.

In den folgenden Wochen war es dann ein ständiges Auf- und Ab. Wir haben einen Termin bei einer Paarberatung gehabt, sie hat sich eine Psychologin gesucht bei der sie regelmäßige Termine hat. Nachdem sie wieder arbeiten gegangen ist, hat sie sich versetzen lassen um nicht mehr mit dem Kollegen Dienst zu haben.

Ich habe gedacht die Zeit heilt alle Wunden und die bedrückenden Vorstellungen wie sie mit ihm in die Kiste steigt, das Gefühl der Demütigung und Ohnmacht würden mit der Zeit verfliegen, aber dem ist im Moment leider nicht so. Im Gegenteil, die Hassgefühle werden stärker, mal mehr mal weniger. Gestern habe ich kaum ein Wort mit ihr gesprochen, bis es dann abends aus mir herausgebrochen ist: Ich habe ihr wieder Vorwürfe gemacht, warum sie uns das angetan hat etc. Dann habe ich ihr die Trennung vorgeschlagen, woraufhin sie wieder eine Panikattacke bekommen hat, Wir wissen beide das eine Trennung Mist ist, für uns, für die Kinder und finanziell sowieso.

Ich für meinen Teil kann aber mit dieser Demütigung im Moment nicht so weitermachen als wäre nichts geschehen.
Das "blöde" ist, dass wir uns beide wahrscheinlich noch gegenseitig lieben oder zumindest nicht egal sind.

Daher meine Frage an euch: Könnt ihr mir aus dem oben geschilderten oder euren eigenen Erfahrungen den einen oder andere Tip oder Hinweis geben, ob es sich noch lohnt sich für die Beziehung einzusetzen?

Ich danke allen die es sich bis hierher durchgelesen haben...
Euer "Harry"

 

habe nur eine Antwort der 36Vorposter überflogen...

Ja,es lohnt sich immer für die Beziehung einzusetzen.

Vor allem wenn ihr euch noch liebt und 2 Kinder da sind (nicht NUR,aber vor allem...)

Es ist "ganz einfach"(das nun grade leider nicht)...VERZEIHEN (lernen).

Nie mehr vorwerfen im STreit.

Falls Du Dich dazu ausserstande siehst,in einigen Monaten,die unweigerlich ins Land ziehen werden, es abhaken zu können und ihr nie mehr vorzuwerfen bei künftigen partnerschaftlichen Konflikten-dann geht fair und respektvoll euren Kindern zuliebe auseinander,dann wird das nix mehr.NIE mehr.


ES mal durch den Kopf gehen lassen -wie es gewesen wäre,sie hätte es Dir nie erzählt.

Ich verurteile niemand,aber ich finde es total menschlich verständlich,was da passiert ist.

Es KANN gut gehen..fast als Teenie kennen gelernt,zusammen geblieben,Familie gegründet usw..ob jetzt verheiratet oder nicht.

Wenn das passiert,wenn schon Kinder da sind,dann passiert genau das,was euch passiert ist.

Aber meist kommt irgendwann der Punkt "was habe ich versäumt,wie wäre es gelaufen,wenn ich mehrere Partner gehabt hätte..mehr Party gemacht hätte..mehr ausprobiert hätte.

Das finde ich..klar schmerzlich aber nicht das Ende der Welt.

Lasst euch professionell psychologisch coachen und erinnert euch dran,wie sehr ihr euch liebt und was euch zusammen geführt hat.

Natürlich ist es demütigend für Dich und sie.. bereut,hat aber gleichzeitig DAS erlebt,was ihr fehlte-weil sie Dich nicht anlog mit der Begründung,die sie Dir lieferte.

Es wird sicher dauern,aber es ist möglich.
Vielleicht..wäre es eine Idee,Deine Frau würde die Abteilung oder den Bereich wechseln.
Das hätte auch Dir u.U.passieren können..wie wäre es dann gelaufen..vielleicht ähnlich..wer weiss..

Kommt nicht auf die Idee zu heiraten,das wäre..möglich keine gute Idee (JETZT),auch keine Lösung oder Verbesserung,egal wie ihr zu dieser Frage steht.

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8. März um 0:00
In Antwort auf carina2019

nein es muss nicht immer einen driftigen Grund geben!  

Für längerfristigen Betrug schon.. bei einmaligen Ausrutschern geb ich dir Recht.

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8. März um 9:35

Hallo an alle, ich habe meiner Lebensgefährtin von diesem Post erzählt. Vielleicht meldet sie sich ja an und schildert das ganze mal aus ihrer Sicht.
Euch allen erst einmal herzlichen Dank für euren Rat und die Anteilnahme an meiner Situation.
Euer Harry

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8. März um 9:38
In Antwort auf herbstblume6

Ja genau der. Wir sind seit seit einer ganzen Reihe von Jahren ein Paar und das "drängen" war bei uns nicht ungewollt sondern in Verbindung mit Familiengründung und Hauskauf die logische Konsequenz. Alles andere wäre für uns Eiertanz gewesen den wir nicht brauchen. Und für mich als Frau war das die Grundvoraussetzung unter der ich mich vertrauensvoll auf so ein Großprojekt einlasse. Mal davon abgesehen dass wir beide uns vorher genug ausgetobt haben und vom anderen überzeugt sind. Aber natürlich mag das für andere anders sein und es hilft dem armen TE auch nicht weiter. 
Ich rate genau wegen solcher Geschichten wie hier jedem nur ab sich so früh zu binden. Ausnahmen mag es geben aber meist geht es schief.
 Ich kann nur sagen dass mehr Erfahrung mit sich bringt Sex, anderen tollen potentiellen Partnern und auch hormonellen Verwirrungen nicht mehr so viel Stellenwert beizumessen.

keine Ahnung wieso Frauen oft glauben dass ihnen eine ehe mehr Sicherheit gibt

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8. März um 9:39

Ach ja, bekommen hier viele Leute die hier was Posten PN's von irgendwelchen schrägen Geistheilern? Seit gestern hab ich zwei bekommen, zum totlachen...

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8. März um 9:41
In Antwort auf coleen41

habe nur eine Antwort der 36Vorposter überflogen...

Ja,es lohnt sich immer für die Beziehung einzusetzen.

Vor allem wenn ihr euch noch liebt und 2 Kinder da sind (nicht NUR,aber vor allem...)

Es ist "ganz einfach"(das nun grade leider nicht)...VERZEIHEN (lernen).

Nie mehr vorwerfen im STreit.

Falls Du Dich dazu ausserstande siehst,in einigen Monaten,die unweigerlich ins Land ziehen werden, es abhaken zu können und ihr nie mehr vorzuwerfen bei künftigen partnerschaftlichen Konflikten-dann geht fair und respektvoll euren Kindern zuliebe auseinander,dann wird das nix mehr.NIE mehr.


ES mal durch den Kopf gehen lassen -wie es gewesen wäre,sie hätte es Dir nie erzählt.

Ich verurteile niemand,aber ich finde es total menschlich verständlich,was da passiert ist.

Es KANN gut gehen..fast als Teenie kennen gelernt,zusammen geblieben,Familie gegründet usw..ob jetzt verheiratet oder nicht.

Wenn das passiert,wenn schon Kinder da sind,dann passiert genau das,was euch passiert ist.

Aber meist kommt irgendwann der Punkt "was habe ich versäumt,wie wäre es gelaufen,wenn ich mehrere Partner gehabt hätte..mehr Party gemacht hätte..mehr ausprobiert hätte.

Das finde ich..klar schmerzlich aber nicht das Ende der Welt.

Lasst euch professionell psychologisch coachen und erinnert euch dran,wie sehr ihr euch liebt und was euch zusammen geführt hat.

Natürlich ist es demütigend für Dich und sie.. bereut,hat aber gleichzeitig DAS erlebt,was ihr fehlte-weil sie Dich nicht anlog mit der Begründung,die sie Dir lieferte.

Es wird sicher dauern,aber es ist möglich.
Vielleicht..wäre es eine Idee,Deine Frau würde die Abteilung oder den Bereich wechseln.
Das hätte auch Dir u.U.passieren können..wie wäre es dann gelaufen..vielleicht ähnlich..wer weiss..

Kommt nicht auf die Idee zu heiraten,das wäre..möglich keine gute Idee (JETZT),auch keine Lösung oder Verbesserung,egal wie ihr zu dieser Frage steht.

menschlich und verständlich den Ehemann monatelang eiskalt zu belügen

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8. März um 9:41
In Antwort auf carina2019

keine Ahnung wieso Frauen oft glauben dass ihnen eine ehe mehr Sicherheit gibt

Zumindest haben verheiratete Frauen später einen Rentenvorteil, wenn sie wegen der Kinder im Beruf ausgesetzt/Teilzeit gearbeitet haben. 

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9. März um 19:24
In Antwort auf py158

was möchtest du denn jetzt hören?

Deine Nicht-Frau, die du seit mehr als 15 Jahre nicht geheiratet hat, hat von ihrem Zustand des nicht verheiratet seins Gebrauch gemacht und hat eben die großen weiten Jagdgründe erkundet. Wundert dich das? Du bist vermutlich in diesen vergangenen 15 Jahren davon ausgegangen, dass bei euch alles total fröhsi und echt super ist. Das sehe ich etwas anders. Dass sie außer dir noch keinen anderen Sexualpartner hatte, dürftest du seit ungefähr 20 Jahren wissen. Und ungefähr gleich lang dürftes du keine Veranlassung gesehen haben, mit ihr einmal über diese Situation zu sprechen.

Was anderes solltest du hingegen seinlassen: die Sprüche von der großen Demütigung klingen so theatralisch, dass sie dein Anliegen in einem sehr unsympathischen Licht erscheinen lassen.

Lohnender erschiene mir, wenn du endlich mal das Gespräch mit deiner Frau suchst. Und frag sie endlich, ob du sie heiraten sollst. Männer tun so was. Und Frauen erwarten so was von ihnen. Auch wenn sie dir das Gegenteil sagen.

Wünsch dir viel Glück, du hast bessere Chancen als du denkst, aber du solltest dich endlich mal auf deinen Hintern setzen und was tun! Sie z.B. heiraten wär nicht schlecht, vor allem, wenn man 2 Kinder miteinander hat und schon 2 Häuser gekauft hat. Fremd gehen könnt ihr euch danach immer noch. Dann lohnt es sich wenigstens...

Freundliche Grüße und nochmals viel Glück!
Christoph

Was ist denn das für ein Mist? Wenn mein Partner mich betrügen würde, dann wäre das Letzte eine Hochzeit...
Der Thread würde ganz anders ausfallen, wenn der Mann fremdgegangen wäre.
Und ich denke nicht, dass alle Frauen heiraten wollen ,zudem gibts hier genug emanzipierte Damen, die immer wieder den Tipp geben, dass man auch als Frau einen Heiratsantrag machen kann.
Und hier wird jemanden der betrogen wurde quasi der schwarze Peter zugeschoben, obwohl die Dame sicher auch einen Mund hat den sie benutzen kann. Wäre ihr eine Ehe so wichtig gewesen, dann hätte sie dies auch ansprechen können.
Also echt...

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10. März um 10:44

Zur Situation des TE und seiner künftigen Lebensführung fällt mir eine Frage ein, deren
Beantwortung oder auch Einschätzung für ihn zentrale Bedeutung haben wird:
Habe ich die Kraft (oder auch den Charakter) das Erlebte so zu verarbeiten und zu verdauen, dass ich mein Restleben nicht in Misstrauen und stetem Frust verbringen muss?
Ich denke, die wenigsten Menschen schaffen das.
Auch Haus und Kinder dürfen keine Argumente sein, einen sauberen Schnitt zu machen.
Harry ist noch jung und rüstig für ein zweites Leben.
Ich wünsche ihm viel Glück dabei, die für ihn (und nur für ihn) richtige Entscheidung zu treffen.

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11. März um 7:40
In Antwort auf harry1975

Sorry an die Admins, aber mein erster Post ist aus Versehen vorzeitig verschickt worden...
Hier nun noch mal alles von vorne:

Liebe Community,

habe mich heute mal hier angemeldet, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß... Damit ihr euch meine Situation etwas besser vorstellen könnt, möchte ich euch erst einmal mit ein paar grundlegeden Informationen versorgen: Meine Lebensgefährtin und ich sind seit fast 21 Jahren ein Paar. Ich war ihr erster "richtiger" Freund, sie war damals 16 und ich 23 Jahre alt. Mittlerweile sind die Jahre ins Land gezogen und wir sind 37 und 44 Jahre alt. Wir sind nicht verheiratet. Im Jahr 2005 haben wir unser erstes Haus gekauft, 2010 wurde unser erster Sohn, 2015 unser zweiter Sohn geboren. Im Jahr 2015 haben wir dann auch das erste Haus wieder verkauft und uns ein anderes (mit mehr Zimmern) zugelegt.

Wir sind beide am arbeiten, ich Vollzeit in einem Bürojob, meine Partnerin arbeitet Teilzeit in einem Wohnheim für Behinderte. 

Vor ungefähr einem Jahr, also Anfang 2019 habe ich bemerkt, das sie sich ein wenig veränderte, sie machte mehr Sport, hat mehr auf die Ernährung geachtet und hatte generell mehr Spaß an der Arbeit. Meine vorsichtigen und anfangs scherzhaften Einwände ob das mit dem Kollegen zusammenhängt den sie öfters erwähnte und mit dem sie öfters die gleiche Schicht hatte, wurden als eifersüchtige Spinnerei abgetan. Ich muss dazu sagen, dass ich auch leicht anfällig bin für Eifersucht; nicht übermäßig, aber die eine oder andere spitze Bemerkung fällt schon mal. 

Im September 2019 ging Sie dann mit ihren Kollegen auf eine Party, von der ich später hörte, dass besagte Party mangels Interesse abgeblasen wurde. Dass diese Party nie stattgefunden hat, hatte sie mir gegenüber nie erwähnt. Trotzdem ist sie erst gegen vier Uhr morgens nach Hause gekommen. Ok, habe ich mir ein paar Tage später gedacht, sind sie halt woanders hingefahren haben dort die Nacht durchgetanzt. Darauf angesprochen habe ich sie aber nicht mehr (zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt). 

Mitte Dezember wurde dann (auf ihre Initiative hin) eine Weihnachtsfeier mit den Kollegen in einer Disco geplant. Am Tag darauf erfuhr ich von einer weitläufig Bekannten, das sie meine Lebensgefährtin gesehen hatte, wie sie Arm in Arm mit dem oben schon erwähnten Kollegen stand und mit ihm "sehr vertraut" schien.  

Nun stellte ich meine Lebensgefährtin zur Rede und klopfte etwas auf den Busch. Sie teilte mir zögernd mit, dass der Kollege wohl in sie verschossen wäre, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen würde. Dass hier bei mir alle Alarmglocken läuteten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Vorerst nahm ich es aber erst einmal so hin. Ich offenbarte ihr nun, dass ich wüsste, das die Party im September ja gar nicht stattgefunden hätte, und sie dafür aber ziemlich lange auf einer "nicht stattgefundenen Party" gewesen sei. Daraufhin sagte sie nichts. Den Rest des Tages war dann Sendepause.

Nachdem wir dann abends die Kinder ins Bett gebracht hatten, verschwand meine Lebensgefährtin zwei-dreimal kurz hintereinander auf der Toilette. Beim vierten mal bin ich hinterhergegangen und fand sie über die Schüssel gebeugt als wenn sie brechen müsste. Ich fragte sie was los sei und sie sagte: "nichts". Mein Einwand das diese Situation aber nicht nach "nichts" aussah, kommentierte sie nicht, Sie bat mich nur hinauszugehen. Ich fragte sie aber noch, ob sie mir nicht doch etwas zu sagen hätte (warum ich diese Frage stellte weiß ich nicht; Vorahnung?). Eine halbe Stunde später lag sie auf dem Sofa und ich setzte mich neben sie; ihr Blick sagte mir schon, dass hier gewaltig etwas im Argen war. Ich fragte sie nochmals, ob sie mir etwas zu sagen hätte.
Und dann brach sie heulend zusammen...

Nun kam heraus, dass sie schon seit der besagten September-Party eine Affäre mit dem Kollegen hatte. Sie erzählte mir, dass er sie schon seit einem Jahr umgarnt, ihr Komplimente und Geschenke machte und sie bei der Arbeit wahnsinnig unterstützte. Da beide sehr oft (wohl auch auf sein Bestreben hin) die gleiche Schicht hatten und dabei zwangsläufig eng zusammen arbeiteten, hatte er natürlich auch genügend Zeit sie zu bearbeiten. So kam es dann wohl wie es kommen musste und sie küssten sich das erste mal. Da er wohl auch kein Kind von Traurigkeit ist, und ihr seine große Liebe etc. beteuerte, landeten sie auch ein paar Tage später zusammen im Bett. Dies ging natürlich nur vormittags, wenn ich auf der Arbeit, der Große in der Schule und der Kleine in der KiTa waren.
Über den Zeitraum von September bis Dezember haben sie sich wohl 5-6 mal bei ihm zuhause getroffen und Verkehr gehabt, so die Aussage meiner Lebensgefährtin.

Danach bin ich erst mal eine Stunde ziellos mit dem Auto durch die Gegend gefahren...

Anschließend wieder zu Hause:
Meine Frage nach dem "warum" hat sie wie folgt begründet:
1. Ich war der erste und bisher einzige Mann mit dem sie intim war; sie war einfach neugierig wie es mit einem anderen Mann wäre.
2. Er hätte ihr mit seinen Komplimenten und Neckereien die schwere und auch seelisch anstrengende Arbeit mit den Behinderten im Heim enorm versüßt und erleichtert, irgendwann hätte sie dann die Kontrolle über das Geschehen verloren. Auch wollte sie nicht, dass die Komplimente aufhören und die Arbeit dann wieder so monoton und eintönig wurde wie vorher.

Im weiteren Gespräch (welches übrigens den Rest der Nacht dauerte), beteuerte sie mir immer wieder ihre Liebe und das sie nie Liebe für den Kollegen empfunden hätte. Es wäre nur eine kurze Affäre aus den o.g. Gründen gewesen und auf der Weihnachtsfeier wollte sie sowieso Schluss machen. Für den folgenden Tag habe ich mich dann erst mal krankschreiben lassen. Sie hat sich längere Zeit krankschreiben lassen, da sie mehrere Panikattacken bekommen hat.

In den folgenden Wochen war es dann ein ständiges Auf- und Ab. Wir haben einen Termin bei einer Paarberatung gehabt, sie hat sich eine Psychologin gesucht bei der sie regelmäßige Termine hat. Nachdem sie wieder arbeiten gegangen ist, hat sie sich versetzen lassen um nicht mehr mit dem Kollegen Dienst zu haben.

Ich habe gedacht die Zeit heilt alle Wunden und die bedrückenden Vorstellungen wie sie mit ihm in die Kiste steigt, das Gefühl der Demütigung und Ohnmacht würden mit der Zeit verfliegen, aber dem ist im Moment leider nicht so. Im Gegenteil, die Hassgefühle werden stärker, mal mehr mal weniger. Gestern habe ich kaum ein Wort mit ihr gesprochen, bis es dann abends aus mir herausgebrochen ist: Ich habe ihr wieder Vorwürfe gemacht, warum sie uns das angetan hat etc. Dann habe ich ihr die Trennung vorgeschlagen, woraufhin sie wieder eine Panikattacke bekommen hat, Wir wissen beide das eine Trennung Mist ist, für uns, für die Kinder und finanziell sowieso.

Ich für meinen Teil kann aber mit dieser Demütigung im Moment nicht so weitermachen als wäre nichts geschehen.
Das "blöde" ist, dass wir uns beide wahrscheinlich noch gegenseitig lieben oder zumindest nicht egal sind.

Daher meine Frage an euch: Könnt ihr mir aus dem oben geschilderten oder euren eigenen Erfahrungen den einen oder andere Tip oder Hinweis geben, ob es sich noch lohnt sich für die Beziehung einzusetzen?

Ich danke allen die es sich bis hierher durchgelesen haben...
Euer "Harry"

 

Hallo Harry, 
Es erreichen dich schon etliche Antworten und die beste und hilfreiche meiner Meinung nach ist die von py158 ganz am anfang.

Ich hätte aber eine Gegenfrage, was hättest du dir gewünscht was deine freundin gesagt hätte bevor es mit ihrem kollegen so passierte wie es passiert ist? 
 

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11. März um 8:45
In Antwort auf harry1975

Und was bitte sollte eine Hochzeit ändern? Wir haben uns auch so geliebt, das geht auch ohne Trauschein. Was bist du? Ein Anwalt der mit Scheidungen sein Geld verdient? Hört sich fast so an... An alle anderen: Danke für eure mitfühlenden Worte und die guten Ratschläge.

ach Harry1975,
 warum denn so dünnhäutig? Habe ich dich irgendwie getroffen? Ich hab dir nur gesagt, dass du dich nicht wundern und mit ihr reden und vor allem sie endlich fragen sollst, ob sie dich heiraten will. Ich bin Ingenieur und kein Anwalt und werde an deiner Scheidung also kein Geld verdienen. Und was sich durch eine Hochzeit ändert, solltest du vielleicht einfach mal eine Frau sagen - die erklärt dir die Zusammenhänge dann aus weiblicher Perspektive. Freundliche Grüße,Christoph PS: hat sich noch was getan bei euch seit letzter Woche? Ich hatte leider nicht die Gelegenheit, diesen Fred in den letzten Tagen zu verfolgen...

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11. März um 8:51
In Antwort auf py158

ach Harry1975,
 warum denn so dünnhäutig? Habe ich dich irgendwie getroffen? Ich hab dir nur gesagt, dass du dich nicht wundern und mit ihr reden und vor allem sie endlich fragen sollst, ob sie dich heiraten will. Ich bin Ingenieur und kein Anwalt und werde an deiner Scheidung also kein Geld verdienen. Und was sich durch eine Hochzeit ändert, solltest du vielleicht einfach mal eine Frau sagen - die erklärt dir die Zusammenhänge dann aus weiblicher Perspektive. Freundliche Grüße,Christoph PS: hat sich noch was getan bei euch seit letzter Woche? Ich hatte leider nicht die Gelegenheit, diesen Fred in den letzten Tagen zu verfolgen...

Und nochmal! Es gibt auch Frauen, die keine Hochzeit erstreben und keinen Antrag erwarten. Liebe geht prima ohne Trauschein, auch wenn du das anders siehst. Und auch diejenigen, von denen es erwartet wird, müssen diese Erwartungen ja nicht erfüllen. Man ist doch nicht auf der Welt und auch nicht in einer Beziehung, um alle möglichen Erwartungen zu erfüllen. 
Hier geht es doch auch gar nicht um Hochzeit ja oder nein.
Da platzt einem echt die Hutschnur!
Wir leben auch unsere Beziehung ohne Heirat und auch bei uns gibt es Regeln und Vereinbarungen, an die wir uns halten. Freiwillig und hat überhaupt nichts mit Ehe oder nicht zu tun! 

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