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Beziehung über Nacht beendet

1. September um 8:47

Hallo liebe Community,


Meine Freundin hat sich von mir getrennt - quasi über Nacht. Dies wird ein längerer Beitrag, aber ich will mir alles von der Seele schreiben.


Zu meiner Freundin (38 Jahre alt):
Meine Freundin ist diagnostiziert depressiv und auch eingestellt durch entsprechende Medikamente. Vier Jahre vor unserer Beziehung war sie lange verheiratet, hat sich dann allerdings scheiden lassen und während der Scheidung schlimm gelitten - sie wollte sich sogar das Leben nehmen. Anschließend hatte sie noch ein paar Affairen, allerdings ebenfalls mit psychisch kranken oder körperlich sehr kranken Menschen. Ich war ihre erste stabile Beziehung seit langer Zeit.


Zu mir (37 Jahre alt):
Ich bin eigentlich ein recht normaler Typ. Keine Krankheiten oder sonstige Einschränkungen. Ich habe einen sehr guten Job und einen großen Freundeskreis. Allerdings war ich wa Sex und Beziehung anbelangt ein Spätzünder. Die Beziehung mit meiner Freundin war meine erste, richtige Beziehung. Vielleicht messe ich ihr daher auch einen so großen Stellenwert bei.




Unsere Bezihung:

Wir haben uns über tinder kennengelernt. Schon beim ersten Date fanden wir uns sympathisch. Allerdings war es mir unangenehm, wie schnell meine Freundin „Gas“ geben wollte. Wir hatten bereits beim zweiten Date Sex und sie bombadierte mich mit WhatsApp Nachrichten. Es waren wunderschöne Nachrichten, aber das alles ging sehr, sehr stürmisch los und ich versuchte, alles in geordnete Bahnen zu lenken.


Irgendwann waren wir dann zusammen. Wir zogen nach einem halbem Jahr zusammen und hatten 2,5 wirklich wundervolle Jahre. Meine Partnerin war für mich eine Mischung aus bester Freundin und Beziehung. Die Zeit war geprägt von tollen Urlauben, sehr guten Sex und einer direkten Ehrlichkeit von beiden Seiten, die ich sonst so noch nie erlebt habe. Meine Freundin sagte immer zu mir, ich sei ihr großes Glück und der perfekte Mensch für sie. Es gab nie einen großen Streit, wir haben alles ausdiskutiert und auch der Sex war regelmäßig und gut.


Überschattet wurde die Beziehung manchmal von ihrer Depression. Es gab Tage, an denen sie nur im Bett lag und weinte. Generell war sie ab und an auch ein recht selbstsüchtiger Mensch und hin und wieder sehr hilflos (ihre Eltern behandeln sie wie ein Kleinkind - fragen sie zu jeder Sache fast schon inquisitorisch aus, nehmen ihr hingegen aber auch alle Verantwortungen ab - sie bekommt mit 38 sogar noch Taschengeld). Zum Thema Egoismus habe ich ein Beispiel, dass bei mir gerade wieder aufkommt. Letztes Jahr wurden meine Weisheitszähne chirurgisch entfernt - inkl. Abschleifen des Kiefers. Anstatt mir zu helfen, verabredete sich meine Freundin jeden Tag nach der OP. Letztenendes blieb sie zwar bei mir, um mich zu pflegen, aber ich musste darum bitten.


Im Laufe diesen Jahres hatte meine Freundin eine Hochphase. Sie unternahm andere Sachen, veränderte sich auch vom Typ her (neue Klamotten, neue Frisur), war mit ihrem Job zufrieden und traute sich neue Sachen - wie beispielsweise durch einen tiefen See schwimmen. Da sagte sie mir (und hier hätten die Alarmglocken schreien sollen): „Ich bin so stolz! Ich bin heute durch einen richtig tiefen See geschwommen. Das habe ich mich noch nie getraut! Aber ich hoffe, dass das nichts an unserer Beziehung ändert.“ Ich habe das ganze als „Unsinn“ abgetan. Meine Freundin ist generell sehr ängstlich und vermutet überall Probleme (wenn sie mal ein Glas Wein zu viel trinkt, hat sie Angst, dass sie alkoholsüchtig ist, wenn sie zu viel einkaufen geht, hat sie Angst, dasss sie Shopping-Süchtig ist).


Also, sie war auf ihrem Zenit. Und in dieser Zeit trat ein neuer Mann in ihr (oder besser: unser) Leben. Sie war auf dem Geburtstag ihrer Chefin und es wurde ein Weingut besucht. Bei der Besichtigung fing ein Vertriebler heftig an mit ihr zu flirten und er ließ ihr seine Nummer zu stecken (Wow). Leider stieg meine Freundin darauf ein und es folgte ein dreitägiger WhatsApp-Flirt. Nach diesen drei Tagen beichtete sie mir davon (ein Zeichen ihrer Ehrlichkeit). Allerdings sagte sie mir, dass sie sich schwer „verguckt“ hat in ihn und für mich keine Verliebtheit mehr fühlt. Ich fragte sie, was sie fühlt und sie sagte darauf hin: Eine sehr tiefe Verbundenheit, sie fühle sich bei mir geborgen und so glücklich. Unsere Beziehung wäre die tiefste Freundschaft, die sie empfunden hat und auch körperlich fühlt sie sich zu mir angezogen.“ Ich sagte dann zu ihr, dass das Liebe sei. Verliebtheit ist etwas ganz anderes.
Aber das wollte sie nicht hören. Sie meinte, dass sie nur an den Dritten denken kann und er ihr im Kopf rumspukt.


Ich fragte sie auch, ob es in unserer Beziehung etwas gegeben hätte, was sie unglücklich gemacht hat. Ob wir uns im Laufe der Jahre „entliebt“ hätten. Das verneinte sie. Sie sagte, sie sagte, sie war glücklich bis zu dem Tag, als sie den anderen Typen kennenlernte. Leider hatte ich auch mal auf ihr Handy geschaut (das ist würdelos und ich bin alles andere als stolz darauf). Er schrieb ihr bereits nach drei Tagen, wie verliebt er in sie sei und nannte sie „seine Königin der Aphrodisierung“. SO EIN BLÖDSINN. Und sie stieg voll drauf ein. Viele Nachrichten erkannte ich wieder. Ähnliche schrieb sie mir in unserer heißen Phase beim Kennenlernen.


Die Beziehung ist jedenfalls beendet. Sie hat schon eine neue Wohnung und wird demnächst ausziehen. Sie sagte, dass wir beide erstmal auf Distanz gehen sollten, sie sich aber gut vorstellen kann, dass wir uns in acht Wochen wieder annähern.


Ich sitze jetzt hier und schwanke zwischen tiefster Traurigkeit und überraschtheit. Meine schöne, heile Welt ist innerhalb von einem Jahr zusammen gebrochen. Und das ohne Grund. Wenn sie jetzt sagen würde, dass sie mich zurück will, ich würde sofort darauf einsteigen. Ich liebe sie immer noch so unendlich. Allerdings weiß ich nicht, ob die og. Schilderung ein Ausdruck ihrer Krankheit ist oder ob sie einfach ein blödes A****loch ist, das unsere Beziehung über Nacht auslöscht, nur um sich in etwas Neues zu stürzen.


Was würdet ihr machen? Habt ihr Tipps, wie ich mich verhalten soll? Ich bin gerade so verwirrt und einsam.

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1. September um 9:17

Sie hat richtig gehandelt, indem sie eine gesunde, langjährige Beziehung aufgibt und sich in ein Abenteuer mit einem völlig fremden Mann einlässt?

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1. September um 9:41

Ich finde es nur erschreckend, wie schnell ihre Gefühle erkaltet sind. 

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1. September um 9:47
In Antwort auf drkelso

Hallo liebe Community,


Meine Freundin hat sich von mir getrennt - quasi über Nacht. Dies wird ein längerer Beitrag, aber ich will mir alles von der Seele schreiben.


Zu meiner Freundin (38 Jahre alt):
Meine Freundin ist diagnostiziert depressiv und auch eingestellt durch entsprechende Medikamente. Vier Jahre vor unserer Beziehung war sie lange verheiratet, hat sich dann allerdings scheiden lassen und während der Scheidung schlimm gelitten - sie wollte sich sogar das Leben nehmen. Anschließend hatte sie noch ein paar Affairen, allerdings ebenfalls mit psychisch kranken oder körperlich sehr kranken Menschen. Ich war ihre erste stabile Beziehung seit langer Zeit.


Zu mir (37 Jahre alt):
Ich bin eigentlich ein recht normaler Typ. Keine Krankheiten oder sonstige Einschränkungen. Ich habe einen sehr guten Job und einen großen Freundeskreis. Allerdings war ich wa Sex und Beziehung anbelangt ein Spätzünder. Die Beziehung mit meiner Freundin war meine erste, richtige Beziehung. Vielleicht messe ich ihr daher auch einen so großen Stellenwert bei.




Unsere Bezihung:

Wir haben uns über tinder kennengelernt. Schon beim ersten Date fanden wir uns sympathisch. Allerdings war es mir unangenehm, wie schnell meine Freundin „Gas“ geben wollte. Wir hatten bereits beim zweiten Date Sex und sie bombadierte mich mit WhatsApp Nachrichten. Es waren wunderschöne Nachrichten, aber das alles ging sehr, sehr stürmisch los und ich versuchte, alles in geordnete Bahnen zu lenken.


Irgendwann waren wir dann zusammen. Wir zogen nach einem halbem Jahr zusammen und hatten 2,5 wirklich wundervolle Jahre. Meine Partnerin war für mich eine Mischung aus bester Freundin und Beziehung. Die Zeit war geprägt von tollen Urlauben, sehr guten Sex und einer direkten Ehrlichkeit von beiden Seiten, die ich sonst so noch nie erlebt habe. Meine Freundin sagte immer zu mir, ich sei ihr großes Glück und der perfekte Mensch für sie. Es gab nie einen großen Streit, wir haben alles ausdiskutiert und auch der Sex war regelmäßig und gut.


Überschattet wurde die Beziehung manchmal von ihrer Depression. Es gab Tage, an denen sie nur im Bett lag und weinte. Generell war sie ab und an auch ein recht selbstsüchtiger Mensch und hin und wieder sehr hilflos (ihre Eltern behandeln sie wie ein Kleinkind - fragen sie zu jeder Sache fast schon inquisitorisch aus, nehmen ihr hingegen aber auch alle Verantwortungen ab - sie bekommt mit 38 sogar noch Taschengeld). Zum Thema Egoismus habe ich ein Beispiel, dass bei mir gerade wieder aufkommt. Letztes Jahr wurden meine Weisheitszähne chirurgisch entfernt - inkl. Abschleifen des Kiefers. Anstatt mir zu helfen, verabredete sich meine Freundin jeden Tag nach der OP. Letztenendes blieb sie zwar bei mir, um mich zu pflegen, aber ich musste darum bitten.


Im Laufe diesen Jahres hatte meine Freundin eine Hochphase. Sie unternahm andere Sachen, veränderte sich auch vom Typ her (neue Klamotten, neue Frisur), war mit ihrem Job zufrieden und traute sich neue Sachen - wie beispielsweise durch einen tiefen See schwimmen. Da sagte sie mir (und hier hätten die Alarmglocken schreien sollen): „Ich bin so stolz! Ich bin heute durch einen richtig tiefen See geschwommen. Das habe ich mich noch nie getraut! Aber ich hoffe, dass das nichts an unserer Beziehung ändert.“ Ich habe das ganze als „Unsinn“ abgetan. Meine Freundin ist generell sehr ängstlich und vermutet überall Probleme (wenn sie mal ein Glas Wein zu viel trinkt, hat sie Angst, dass sie alkoholsüchtig ist, wenn sie zu viel einkaufen geht, hat sie Angst, dasss sie Shopping-Süchtig ist).


Also, sie war auf ihrem Zenit. Und in dieser Zeit trat ein neuer Mann in ihr (oder besser: unser) Leben. Sie war auf dem Geburtstag ihrer Chefin und es wurde ein Weingut besucht. Bei der Besichtigung fing ein Vertriebler heftig an mit ihr zu flirten und er ließ ihr seine Nummer zu stecken (Wow). Leider stieg meine Freundin darauf ein und es folgte ein dreitägiger WhatsApp-Flirt. Nach diesen drei Tagen beichtete sie mir davon (ein Zeichen ihrer Ehrlichkeit). Allerdings sagte sie mir, dass sie sich schwer „verguckt“ hat in ihn und für mich keine Verliebtheit mehr fühlt. Ich fragte sie, was sie fühlt und sie sagte darauf hin: Eine sehr tiefe Verbundenheit, sie fühle sich bei mir geborgen und so glücklich. Unsere Beziehung wäre die tiefste Freundschaft, die sie empfunden hat und auch körperlich fühlt sie sich zu mir angezogen.“ Ich sagte dann zu ihr, dass das Liebe sei. Verliebtheit ist etwas ganz anderes.
Aber das wollte sie nicht hören. Sie meinte, dass sie nur an den Dritten denken kann und er ihr im Kopf rumspukt. 


Ich fragte sie auch, ob es in unserer Beziehung etwas gegeben hätte, was sie unglücklich gemacht hat. Ob wir uns im Laufe der Jahre „entliebt“ hätten. Das verneinte sie. Sie sagte, sie sagte, sie war glücklich bis zu dem Tag, als sie den anderen Typen kennenlernte. Leider hatte ich auch mal auf ihr Handy geschaut (das ist würdelos und ich bin alles andere als stolz darauf). Er schrieb ihr bereits nach drei Tagen, wie verliebt er in sie sei und nannte sie „seine Königin der Aphrodisierung“. SO EIN BLÖDSINN. Und sie stieg voll drauf ein. Viele Nachrichten erkannte ich wieder. Ähnliche schrieb sie mir in unserer heißen Phase beim Kennenlernen.


Die Beziehung ist jedenfalls beendet. Sie hat schon eine neue Wohnung und wird demnächst ausziehen. Sie sagte, dass wir beide erstmal auf Distanz gehen sollten, sie sich aber gut vorstellen kann, dass wir uns in acht Wochen wieder annähern.


Ich sitze jetzt hier und schwanke zwischen tiefster Traurigkeit und überraschtheit. Meine schöne, heile Welt ist innerhalb von einem Jahr zusammen gebrochen. Und das ohne Grund. Wenn sie jetzt sagen würde, dass sie mich zurück will, ich würde sofort darauf einsteigen. Ich liebe sie immer noch so unendlich. Allerdings weiß ich nicht, ob die og. Schilderung ein Ausdruck ihrer Krankheit ist oder ob sie einfach ein blödes A****loch ist, das unsere Beziehung über Nacht auslöscht, nur um sich in etwas Neues zu stürzen.


Was würdet ihr machen? Habt ihr Tipps, wie ich mich verhalten soll? Ich bin gerade so verwirrt und einsam.
 

" Meine Freundin ist diagnostiziert depressiv und auch eingestellt durch entsprechende Medikamente. "


"Ich bin eigentlich ein recht normaler Typ. Keine Krankheiten oder sonstige Einschränkungen. "

Eigentlich

 

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1. September um 9:51

Ja, also wer ist ganz normal. Das wollte ich damit sagen. Oder anders: Bei mir liegen keine Erkrankungen, Störungen etc. vor.

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1. September um 10:01
In Antwort auf drkelso

Hallo liebe Community,


Meine Freundin hat sich von mir getrennt - quasi über Nacht. Dies wird ein längerer Beitrag, aber ich will mir alles von der Seele schreiben.


Zu meiner Freundin (38 Jahre alt):
Meine Freundin ist diagnostiziert depressiv und auch eingestellt durch entsprechende Medikamente. Vier Jahre vor unserer Beziehung war sie lange verheiratet, hat sich dann allerdings scheiden lassen und während der Scheidung schlimm gelitten - sie wollte sich sogar das Leben nehmen. Anschließend hatte sie noch ein paar Affairen, allerdings ebenfalls mit psychisch kranken oder körperlich sehr kranken Menschen. Ich war ihre erste stabile Beziehung seit langer Zeit.


Zu mir (37 Jahre alt):
Ich bin eigentlich ein recht normaler Typ. Keine Krankheiten oder sonstige Einschränkungen. Ich habe einen sehr guten Job und einen großen Freundeskreis. Allerdings war ich wa Sex und Beziehung anbelangt ein Spätzünder. Die Beziehung mit meiner Freundin war meine erste, richtige Beziehung. Vielleicht messe ich ihr daher auch einen so großen Stellenwert bei.




Unsere Bezihung:

Wir haben uns über tinder kennengelernt. Schon beim ersten Date fanden wir uns sympathisch. Allerdings war es mir unangenehm, wie schnell meine Freundin „Gas“ geben wollte. Wir hatten bereits beim zweiten Date Sex und sie bombadierte mich mit WhatsApp Nachrichten. Es waren wunderschöne Nachrichten, aber das alles ging sehr, sehr stürmisch los und ich versuchte, alles in geordnete Bahnen zu lenken.


Irgendwann waren wir dann zusammen. Wir zogen nach einem halbem Jahr zusammen und hatten 2,5 wirklich wundervolle Jahre. Meine Partnerin war für mich eine Mischung aus bester Freundin und Beziehung. Die Zeit war geprägt von tollen Urlauben, sehr guten Sex und einer direkten Ehrlichkeit von beiden Seiten, die ich sonst so noch nie erlebt habe. Meine Freundin sagte immer zu mir, ich sei ihr großes Glück und der perfekte Mensch für sie. Es gab nie einen großen Streit, wir haben alles ausdiskutiert und auch der Sex war regelmäßig und gut.


Überschattet wurde die Beziehung manchmal von ihrer Depression. Es gab Tage, an denen sie nur im Bett lag und weinte. Generell war sie ab und an auch ein recht selbstsüchtiger Mensch und hin und wieder sehr hilflos (ihre Eltern behandeln sie wie ein Kleinkind - fragen sie zu jeder Sache fast schon inquisitorisch aus, nehmen ihr hingegen aber auch alle Verantwortungen ab - sie bekommt mit 38 sogar noch Taschengeld). Zum Thema Egoismus habe ich ein Beispiel, dass bei mir gerade wieder aufkommt. Letztes Jahr wurden meine Weisheitszähne chirurgisch entfernt - inkl. Abschleifen des Kiefers. Anstatt mir zu helfen, verabredete sich meine Freundin jeden Tag nach der OP. Letztenendes blieb sie zwar bei mir, um mich zu pflegen, aber ich musste darum bitten.


Im Laufe diesen Jahres hatte meine Freundin eine Hochphase. Sie unternahm andere Sachen, veränderte sich auch vom Typ her (neue Klamotten, neue Frisur), war mit ihrem Job zufrieden und traute sich neue Sachen - wie beispielsweise durch einen tiefen See schwimmen. Da sagte sie mir (und hier hätten die Alarmglocken schreien sollen): „Ich bin so stolz! Ich bin heute durch einen richtig tiefen See geschwommen. Das habe ich mich noch nie getraut! Aber ich hoffe, dass das nichts an unserer Beziehung ändert.“ Ich habe das ganze als „Unsinn“ abgetan. Meine Freundin ist generell sehr ängstlich und vermutet überall Probleme (wenn sie mal ein Glas Wein zu viel trinkt, hat sie Angst, dass sie alkoholsüchtig ist, wenn sie zu viel einkaufen geht, hat sie Angst, dasss sie Shopping-Süchtig ist).


Also, sie war auf ihrem Zenit. Und in dieser Zeit trat ein neuer Mann in ihr (oder besser: unser) Leben. Sie war auf dem Geburtstag ihrer Chefin und es wurde ein Weingut besucht. Bei der Besichtigung fing ein Vertriebler heftig an mit ihr zu flirten und er ließ ihr seine Nummer zu stecken (Wow). Leider stieg meine Freundin darauf ein und es folgte ein dreitägiger WhatsApp-Flirt. Nach diesen drei Tagen beichtete sie mir davon (ein Zeichen ihrer Ehrlichkeit). Allerdings sagte sie mir, dass sie sich schwer „verguckt“ hat in ihn und für mich keine Verliebtheit mehr fühlt. Ich fragte sie, was sie fühlt und sie sagte darauf hin: Eine sehr tiefe Verbundenheit, sie fühle sich bei mir geborgen und so glücklich. Unsere Beziehung wäre die tiefste Freundschaft, die sie empfunden hat und auch körperlich fühlt sie sich zu mir angezogen.“ Ich sagte dann zu ihr, dass das Liebe sei. Verliebtheit ist etwas ganz anderes.
Aber das wollte sie nicht hören. Sie meinte, dass sie nur an den Dritten denken kann und er ihr im Kopf rumspukt. 


Ich fragte sie auch, ob es in unserer Beziehung etwas gegeben hätte, was sie unglücklich gemacht hat. Ob wir uns im Laufe der Jahre „entliebt“ hätten. Das verneinte sie. Sie sagte, sie sagte, sie war glücklich bis zu dem Tag, als sie den anderen Typen kennenlernte. Leider hatte ich auch mal auf ihr Handy geschaut (das ist würdelos und ich bin alles andere als stolz darauf). Er schrieb ihr bereits nach drei Tagen, wie verliebt er in sie sei und nannte sie „seine Königin der Aphrodisierung“. SO EIN BLÖDSINN. Und sie stieg voll drauf ein. Viele Nachrichten erkannte ich wieder. Ähnliche schrieb sie mir in unserer heißen Phase beim Kennenlernen.


Die Beziehung ist jedenfalls beendet. Sie hat schon eine neue Wohnung und wird demnächst ausziehen. Sie sagte, dass wir beide erstmal auf Distanz gehen sollten, sie sich aber gut vorstellen kann, dass wir uns in acht Wochen wieder annähern.


Ich sitze jetzt hier und schwanke zwischen tiefster Traurigkeit und überraschtheit. Meine schöne, heile Welt ist innerhalb von einem Jahr zusammen gebrochen. Und das ohne Grund. Wenn sie jetzt sagen würde, dass sie mich zurück will, ich würde sofort darauf einsteigen. Ich liebe sie immer noch so unendlich. Allerdings weiß ich nicht, ob die og. Schilderung ein Ausdruck ihrer Krankheit ist oder ob sie einfach ein blödes A****loch ist, das unsere Beziehung über Nacht auslöscht, nur um sich in etwas Neues zu stürzen.


Was würdet ihr machen? Habt ihr Tipps, wie ich mich verhalten soll? Ich bin gerade so verwirrt und einsam.
 

Schau mal ihr hattet eine gute Zeit und du konntest Beziehungserfahrungen sammeln. Versuch die guten Seiten im Herzen zu tragen und abzuschließen, damit du dann gestärkt weiter deinen Weg gehen kannst. 

Deine Ex-Freundin ist krank. Einige ihrer Defizite werden der Krankheit geschuldet sein, andere sind „ Charakterdefizite“, wenn man das so nennen will. Kommt sie jetzt zurück wirst du ihr immer Misstrauen! Du wirst immer Angst haben wieder sitzen gelassen zu werden, weil jmd. anderes spannender ist. 

Du solltest die Beziehung verarbeiten und dann triffst du vermutlich irgendwann wieder eine Frau, die hoffentlich gesund ist und vielleicht sogar noch besser zu dir passt. 

Du du sagst du hast einen guten Beruf und tolle Freunde. Dann pflege diese zwei Bereiche. Lass er dir gut gehen, geh aus, vereise, hab einfach Spaß, der Rest findet sich dann schon. 

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1. September um 10:31
In Antwort auf drkelso

Hallo liebe Community,


Meine Freundin hat sich von mir getrennt - quasi über Nacht. Dies wird ein längerer Beitrag, aber ich will mir alles von der Seele schreiben.


Zu meiner Freundin (38 Jahre alt):
Meine Freundin ist diagnostiziert depressiv und auch eingestellt durch entsprechende Medikamente. Vier Jahre vor unserer Beziehung war sie lange verheiratet, hat sich dann allerdings scheiden lassen und während der Scheidung schlimm gelitten - sie wollte sich sogar das Leben nehmen. Anschließend hatte sie noch ein paar Affairen, allerdings ebenfalls mit psychisch kranken oder körperlich sehr kranken Menschen. Ich war ihre erste stabile Beziehung seit langer Zeit.


Zu mir (37 Jahre alt):
Ich bin eigentlich ein recht normaler Typ. Keine Krankheiten oder sonstige Einschränkungen. Ich habe einen sehr guten Job und einen großen Freundeskreis. Allerdings war ich wa Sex und Beziehung anbelangt ein Spätzünder. Die Beziehung mit meiner Freundin war meine erste, richtige Beziehung. Vielleicht messe ich ihr daher auch einen so großen Stellenwert bei.




Unsere Bezihung:

Wir haben uns über tinder kennengelernt. Schon beim ersten Date fanden wir uns sympathisch. Allerdings war es mir unangenehm, wie schnell meine Freundin „Gas“ geben wollte. Wir hatten bereits beim zweiten Date Sex und sie bombadierte mich mit WhatsApp Nachrichten. Es waren wunderschöne Nachrichten, aber das alles ging sehr, sehr stürmisch los und ich versuchte, alles in geordnete Bahnen zu lenken.


Irgendwann waren wir dann zusammen. Wir zogen nach einem halbem Jahr zusammen und hatten 2,5 wirklich wundervolle Jahre. Meine Partnerin war für mich eine Mischung aus bester Freundin und Beziehung. Die Zeit war geprägt von tollen Urlauben, sehr guten Sex und einer direkten Ehrlichkeit von beiden Seiten, die ich sonst so noch nie erlebt habe. Meine Freundin sagte immer zu mir, ich sei ihr großes Glück und der perfekte Mensch für sie. Es gab nie einen großen Streit, wir haben alles ausdiskutiert und auch der Sex war regelmäßig und gut.


Überschattet wurde die Beziehung manchmal von ihrer Depression. Es gab Tage, an denen sie nur im Bett lag und weinte. Generell war sie ab und an auch ein recht selbstsüchtiger Mensch und hin und wieder sehr hilflos (ihre Eltern behandeln sie wie ein Kleinkind - fragen sie zu jeder Sache fast schon inquisitorisch aus, nehmen ihr hingegen aber auch alle Verantwortungen ab - sie bekommt mit 38 sogar noch Taschengeld). Zum Thema Egoismus habe ich ein Beispiel, dass bei mir gerade wieder aufkommt. Letztes Jahr wurden meine Weisheitszähne chirurgisch entfernt - inkl. Abschleifen des Kiefers. Anstatt mir zu helfen, verabredete sich meine Freundin jeden Tag nach der OP. Letztenendes blieb sie zwar bei mir, um mich zu pflegen, aber ich musste darum bitten.


Im Laufe diesen Jahres hatte meine Freundin eine Hochphase. Sie unternahm andere Sachen, veränderte sich auch vom Typ her (neue Klamotten, neue Frisur), war mit ihrem Job zufrieden und traute sich neue Sachen - wie beispielsweise durch einen tiefen See schwimmen. Da sagte sie mir (und hier hätten die Alarmglocken schreien sollen): „Ich bin so stolz! Ich bin heute durch einen richtig tiefen See geschwommen. Das habe ich mich noch nie getraut! Aber ich hoffe, dass das nichts an unserer Beziehung ändert.“ Ich habe das ganze als „Unsinn“ abgetan. Meine Freundin ist generell sehr ängstlich und vermutet überall Probleme (wenn sie mal ein Glas Wein zu viel trinkt, hat sie Angst, dass sie alkoholsüchtig ist, wenn sie zu viel einkaufen geht, hat sie Angst, dasss sie Shopping-Süchtig ist).


Also, sie war auf ihrem Zenit. Und in dieser Zeit trat ein neuer Mann in ihr (oder besser: unser) Leben. Sie war auf dem Geburtstag ihrer Chefin und es wurde ein Weingut besucht. Bei der Besichtigung fing ein Vertriebler heftig an mit ihr zu flirten und er ließ ihr seine Nummer zu stecken (Wow). Leider stieg meine Freundin darauf ein und es folgte ein dreitägiger WhatsApp-Flirt. Nach diesen drei Tagen beichtete sie mir davon (ein Zeichen ihrer Ehrlichkeit). Allerdings sagte sie mir, dass sie sich schwer „verguckt“ hat in ihn und für mich keine Verliebtheit mehr fühlt. Ich fragte sie, was sie fühlt und sie sagte darauf hin: Eine sehr tiefe Verbundenheit, sie fühle sich bei mir geborgen und so glücklich. Unsere Beziehung wäre die tiefste Freundschaft, die sie empfunden hat und auch körperlich fühlt sie sich zu mir angezogen.“ Ich sagte dann zu ihr, dass das Liebe sei. Verliebtheit ist etwas ganz anderes.
Aber das wollte sie nicht hören. Sie meinte, dass sie nur an den Dritten denken kann und er ihr im Kopf rumspukt. 


Ich fragte sie auch, ob es in unserer Beziehung etwas gegeben hätte, was sie unglücklich gemacht hat. Ob wir uns im Laufe der Jahre „entliebt“ hätten. Das verneinte sie. Sie sagte, sie sagte, sie war glücklich bis zu dem Tag, als sie den anderen Typen kennenlernte. Leider hatte ich auch mal auf ihr Handy geschaut (das ist würdelos und ich bin alles andere als stolz darauf). Er schrieb ihr bereits nach drei Tagen, wie verliebt er in sie sei und nannte sie „seine Königin der Aphrodisierung“. SO EIN BLÖDSINN. Und sie stieg voll drauf ein. Viele Nachrichten erkannte ich wieder. Ähnliche schrieb sie mir in unserer heißen Phase beim Kennenlernen.


Die Beziehung ist jedenfalls beendet. Sie hat schon eine neue Wohnung und wird demnächst ausziehen. Sie sagte, dass wir beide erstmal auf Distanz gehen sollten, sie sich aber gut vorstellen kann, dass wir uns in acht Wochen wieder annähern.


Ich sitze jetzt hier und schwanke zwischen tiefster Traurigkeit und überraschtheit. Meine schöne, heile Welt ist innerhalb von einem Jahr zusammen gebrochen. Und das ohne Grund. Wenn sie jetzt sagen würde, dass sie mich zurück will, ich würde sofort darauf einsteigen. Ich liebe sie immer noch so unendlich. Allerdings weiß ich nicht, ob die og. Schilderung ein Ausdruck ihrer Krankheit ist oder ob sie einfach ein blödes A****loch ist, das unsere Beziehung über Nacht auslöscht, nur um sich in etwas Neues zu stürzen.


Was würdet ihr machen? Habt ihr Tipps, wie ich mich verhalten soll? Ich bin gerade so verwirrt und einsam.
 

Tut mir sehr leid, dass du das alles so durchstehen müsstest, aber es wird eine bessere Zeit kommen. Wie viele Vorredner gesagt haben, psychisch Kranke Menschen sind bestimmt nicht zur 100% Sicherheit beziehungsunfähig, aber leicht wirst du nie haben. Es ist schön das du immer zu ihr so gehalten hast, wenn manchmal Menschen aus unserem Leben austreten, ist es zum besten. Also, einfach nach vorne schauen

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1. September um 10:35
In Antwort auf drkelso

Ja, also wer ist ganz normal. Das wollte ich damit sagen. Oder anders: Bei mir liegen keine Erkrankungen, Störungen etc. vor.

Ich bin kein Arzt, aber meiner Meinung nach liegt bei dir ganz sicher ne Störung etc..vor.

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1. September um 10:37
In Antwort auf mollie_18522617

Ich bin kein Arzt, aber meiner Meinung nach liegt bei dir ganz sicher ne Störung etc..vor.

Weil?

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1. September um 11:02
In Antwort auf drkelso

Weil?

Weil du hier schreibst wie diagnotiziert der andere ist u du du  normal bist .
 

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1. September um 11:40
In Antwort auf drkelso

Hallo liebe Community,


Meine Freundin hat sich von mir getrennt - quasi über Nacht. Dies wird ein längerer Beitrag, aber ich will mir alles von der Seele schreiben.


Zu meiner Freundin (38 Jahre alt):
Meine Freundin ist diagnostiziert depressiv und auch eingestellt durch entsprechende Medikamente. Vier Jahre vor unserer Beziehung war sie lange verheiratet, hat sich dann allerdings scheiden lassen und während der Scheidung schlimm gelitten - sie wollte sich sogar das Leben nehmen. Anschließend hatte sie noch ein paar Affairen, allerdings ebenfalls mit psychisch kranken oder körperlich sehr kranken Menschen. Ich war ihre erste stabile Beziehung seit langer Zeit.


Zu mir (37 Jahre alt):
Ich bin eigentlich ein recht normaler Typ. Keine Krankheiten oder sonstige Einschränkungen. Ich habe einen sehr guten Job und einen großen Freundeskreis. Allerdings war ich wa Sex und Beziehung anbelangt ein Spätzünder. Die Beziehung mit meiner Freundin war meine erste, richtige Beziehung. Vielleicht messe ich ihr daher auch einen so großen Stellenwert bei.




Unsere Bezihung:

Wir haben uns über tinder kennengelernt. Schon beim ersten Date fanden wir uns sympathisch. Allerdings war es mir unangenehm, wie schnell meine Freundin „Gas“ geben wollte. Wir hatten bereits beim zweiten Date Sex und sie bombadierte mich mit WhatsApp Nachrichten. Es waren wunderschöne Nachrichten, aber das alles ging sehr, sehr stürmisch los und ich versuchte, alles in geordnete Bahnen zu lenken.


Irgendwann waren wir dann zusammen. Wir zogen nach einem halbem Jahr zusammen und hatten 2,5 wirklich wundervolle Jahre. Meine Partnerin war für mich eine Mischung aus bester Freundin und Beziehung. Die Zeit war geprägt von tollen Urlauben, sehr guten Sex und einer direkten Ehrlichkeit von beiden Seiten, die ich sonst so noch nie erlebt habe. Meine Freundin sagte immer zu mir, ich sei ihr großes Glück und der perfekte Mensch für sie. Es gab nie einen großen Streit, wir haben alles ausdiskutiert und auch der Sex war regelmäßig und gut.


Überschattet wurde die Beziehung manchmal von ihrer Depression. Es gab Tage, an denen sie nur im Bett lag und weinte. Generell war sie ab und an auch ein recht selbstsüchtiger Mensch und hin und wieder sehr hilflos (ihre Eltern behandeln sie wie ein Kleinkind - fragen sie zu jeder Sache fast schon inquisitorisch aus, nehmen ihr hingegen aber auch alle Verantwortungen ab - sie bekommt mit 38 sogar noch Taschengeld). Zum Thema Egoismus habe ich ein Beispiel, dass bei mir gerade wieder aufkommt. Letztes Jahr wurden meine Weisheitszähne chirurgisch entfernt - inkl. Abschleifen des Kiefers. Anstatt mir zu helfen, verabredete sich meine Freundin jeden Tag nach der OP. Letztenendes blieb sie zwar bei mir, um mich zu pflegen, aber ich musste darum bitten.


Im Laufe diesen Jahres hatte meine Freundin eine Hochphase. Sie unternahm andere Sachen, veränderte sich auch vom Typ her (neue Klamotten, neue Frisur), war mit ihrem Job zufrieden und traute sich neue Sachen - wie beispielsweise durch einen tiefen See schwimmen. Da sagte sie mir (und hier hätten die Alarmglocken schreien sollen): „Ich bin so stolz! Ich bin heute durch einen richtig tiefen See geschwommen. Das habe ich mich noch nie getraut! Aber ich hoffe, dass das nichts an unserer Beziehung ändert.“ Ich habe das ganze als „Unsinn“ abgetan. Meine Freundin ist generell sehr ängstlich und vermutet überall Probleme (wenn sie mal ein Glas Wein zu viel trinkt, hat sie Angst, dass sie alkoholsüchtig ist, wenn sie zu viel einkaufen geht, hat sie Angst, dasss sie Shopping-Süchtig ist).


Also, sie war auf ihrem Zenit. Und in dieser Zeit trat ein neuer Mann in ihr (oder besser: unser) Leben. Sie war auf dem Geburtstag ihrer Chefin und es wurde ein Weingut besucht. Bei der Besichtigung fing ein Vertriebler heftig an mit ihr zu flirten und er ließ ihr seine Nummer zu stecken (Wow). Leider stieg meine Freundin darauf ein und es folgte ein dreitägiger WhatsApp-Flirt. Nach diesen drei Tagen beichtete sie mir davon (ein Zeichen ihrer Ehrlichkeit). Allerdings sagte sie mir, dass sie sich schwer „verguckt“ hat in ihn und für mich keine Verliebtheit mehr fühlt. Ich fragte sie, was sie fühlt und sie sagte darauf hin: Eine sehr tiefe Verbundenheit, sie fühle sich bei mir geborgen und so glücklich. Unsere Beziehung wäre die tiefste Freundschaft, die sie empfunden hat und auch körperlich fühlt sie sich zu mir angezogen.“ Ich sagte dann zu ihr, dass das Liebe sei. Verliebtheit ist etwas ganz anderes.
Aber das wollte sie nicht hören. Sie meinte, dass sie nur an den Dritten denken kann und er ihr im Kopf rumspukt. 


Ich fragte sie auch, ob es in unserer Beziehung etwas gegeben hätte, was sie unglücklich gemacht hat. Ob wir uns im Laufe der Jahre „entliebt“ hätten. Das verneinte sie. Sie sagte, sie sagte, sie war glücklich bis zu dem Tag, als sie den anderen Typen kennenlernte. Leider hatte ich auch mal auf ihr Handy geschaut (das ist würdelos und ich bin alles andere als stolz darauf). Er schrieb ihr bereits nach drei Tagen, wie verliebt er in sie sei und nannte sie „seine Königin der Aphrodisierung“. SO EIN BLÖDSINN. Und sie stieg voll drauf ein. Viele Nachrichten erkannte ich wieder. Ähnliche schrieb sie mir in unserer heißen Phase beim Kennenlernen.


Die Beziehung ist jedenfalls beendet. Sie hat schon eine neue Wohnung und wird demnächst ausziehen. Sie sagte, dass wir beide erstmal auf Distanz gehen sollten, sie sich aber gut vorstellen kann, dass wir uns in acht Wochen wieder annähern.


Ich sitze jetzt hier und schwanke zwischen tiefster Traurigkeit und überraschtheit. Meine schöne, heile Welt ist innerhalb von einem Jahr zusammen gebrochen. Und das ohne Grund. Wenn sie jetzt sagen würde, dass sie mich zurück will, ich würde sofort darauf einsteigen. Ich liebe sie immer noch so unendlich. Allerdings weiß ich nicht, ob die og. Schilderung ein Ausdruck ihrer Krankheit ist oder ob sie einfach ein blödes A****loch ist, das unsere Beziehung über Nacht auslöscht, nur um sich in etwas Neues zu stürzen.


Was würdet ihr machen? Habt ihr Tipps, wie ich mich verhalten soll? Ich bin gerade so verwirrt und einsam.
 

Depressionen sind eine schwere Krankheit und ich könnte mir bei deiner Ex Freundin vorstellen, dass sie evtl. manisch depressiv ist.

Impulsives, kaum nachvollziehbares Verhalten sind typisch für diese Erkrankung.

Leider ist es auch oft so, dass man sich nach einer Krise nach einem neuen Partner umschaut. Ich denke, darauf hat deine Ex Freundin mit dem Schwimmen im tiefen See angespielt. Sie hat  Änderungen bei sich festgestellt und unweigerlich infrage gestellt, wie tief diese Änderungen auch auf ihr restliches Leben umgreifen. Vielleicht hat sie die Gedanken, dass wenn sie ihr Leben ändern möchte,  sie bestimmte Maßnahmen ergreifen muss. Dazu gehört auch den Partner, bzw. die Partnerschaft unter die Lupe zu nehmen. Das ist dieses typische impulsive Handeln, alles übers Bein zu brechen um so schnell wie möglich eine Änderung (zur vermeintlichen Besserung des Zustands) herbei zu führen.

Ich habe so etwas ähnliches mit meinem Ex Freund durch. Er hat mir jahrelang zur Seite gestanden und als es mir besser ging, habe ich mich von ihm getrennt. Ich war nach der Trennung in einer Hochphase, konnte mich vor Flirtereien kaum retten. Die Ernüchterung kommt mit der Zeit, denn die alten Probleme holen einen immer wieder ein.

Ich glaube, deine Ex Freundin war nicht glücklich (mit dir) und plötzlich nur weil da ein anderer Mann auftaucht, hat sie von heute auf morgen keine Gefühle mehr für dich. Für "uns Frauen" ist eine Trennung ein sehr durchdachter, langer Prozess. Und sie ist ja auch konsequent und hat bereits eine neue Wohnung. In 8 Wochen wieder annäheren. Beudetet für mich zum Einen, dass sie sich ihrer Entscheidnung noch nicht zu 100 % sicher ist weil sie wahrscheinlich selbst merkt, dass sie sich aktuell in einer Phase befindet, in der man solche weitreichenden Entscheidungen besser nicht treffen sollte. Ich denke aber ehrlich gesagt nicht, dass sie (bald) wiederkommt. Sie wird jetzt vermutlich erstmal in eine Art Rausch Zustand verfallen und es (in welcher Art auch immer) "richtig krachen lassen". Promiskuität z.B. steht ja im Zusammenhang mit einer (manischen) Depression.

Evtl. kommt ihr dann wie mir nach Jahren (meine Trennung ist jetzt 3 1/2 Jahre her) die Erkenntniss, dass sich nichts von dem eingestellt hat, was man sich von der Trennung "versprochen" hat. Hier wird zu viel Hoffnung auf den Partner als weißer Ritter gelegt.

Ich will nicht all zu viel rum psychologisieren, deine Ex Freundin befindet sich ja in Behandlung und ihr ist alles Gute zu wünschen. Depression ist eine Scheiß Krankheit.

Versuche dir keine "Schuld" an dieser Situation zu geben. Auch wenn du deiner Ex Freundin natürlich helfen möchtest kann ich dir nur raten, den Fokus verstärkt auf dich zu legen.

Ich würde auch von deiner Seite aus keine Kommunikationsversuche starten. Frage dich, ob du mit so einer Krankheitsgeschichte dauerhaft umgehen und vor allem glücklich sein könntest. So hart es sich anhört, aber du hast prima Voraussetzungen auf ein erfülltes Leben  ohne  deine Ex Freundin. Wahrscheinlich geht es dir ohne sie sogar besser.

Sie hat mMn das massivere Problem, aber da kann ein Außenstehender auch nicht viel machen. Damit muss sie lernen selbst fertig zu werden und das wird sie auch, aber das ist ein (lebens-)langer Prozess.

Ich wünsche euch beiden und vor allem dir alles Gute.

LG


 

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1. September um 12:00
In Antwort auf lilithimmaculate

Depressionen sind eine schwere Krankheit und ich könnte mir bei deiner Ex Freundin vorstellen, dass sie evtl. manisch depressiv ist.

Impulsives, kaum nachvollziehbares Verhalten sind typisch für diese Erkrankung.

Leider ist es auch oft so, dass man sich nach einer Krise nach einem neuen Partner umschaut. Ich denke, darauf hat deine Ex Freundin mit dem Schwimmen im tiefen See angespielt. Sie hat  Änderungen bei sich festgestellt und unweigerlich infrage gestellt, wie tief diese Änderungen auch auf ihr restliches Leben umgreifen. Vielleicht hat sie die Gedanken, dass wenn sie ihr Leben ändern möchte,  sie bestimmte Maßnahmen ergreifen muss. Dazu gehört auch den Partner, bzw. die Partnerschaft unter die Lupe zu nehmen. Das ist dieses typische impulsive Handeln, alles übers Bein zu brechen um so schnell wie möglich eine Änderung (zur vermeintlichen Besserung des Zustands) herbei zu führen.

Ich habe so etwas ähnliches mit meinem Ex Freund durch. Er hat mir jahrelang zur Seite gestanden und als es mir besser ging, habe ich mich von ihm getrennt. Ich war nach der Trennung in einer Hochphase, konnte mich vor Flirtereien kaum retten. Die Ernüchterung kommt mit der Zeit, denn die alten Probleme holen einen immer wieder ein.

Ich glaube, deine Ex Freundin war nicht glücklich (mit dir) und plötzlich nur weil da ein anderer Mann auftaucht, hat sie von heute auf morgen keine Gefühle mehr für dich. Für "uns Frauen" ist eine Trennung ein sehr durchdachter, langer Prozess. Und sie ist ja auch konsequent und hat bereits eine neue Wohnung. In 8 Wochen wieder annäheren. Beudetet für mich zum Einen, dass sie sich ihrer Entscheidnung noch nicht zu 100 % sicher ist weil sie wahrscheinlich selbst merkt, dass sie sich aktuell in einer Phase befindet, in der man solche weitreichenden Entscheidungen besser nicht treffen sollte. Ich denke aber ehrlich gesagt nicht, dass sie (bald) wiederkommt. Sie wird jetzt vermutlich erstmal in eine Art Rausch Zustand verfallen und es (in welcher Art auch immer) "richtig krachen lassen". Promiskuität z.B. steht ja im Zusammenhang mit einer (manischen) Depression.

Evtl. kommt ihr dann wie mir nach Jahren (meine Trennung ist jetzt 3 1/2 Jahre her) die Erkenntniss, dass sich nichts von dem eingestellt hat, was man sich von der Trennung "versprochen" hat. Hier wird zu viel Hoffnung auf den Partner als weißer Ritter gelegt.

Ich will nicht all zu viel rum psychologisieren, deine Ex Freundin befindet sich ja in Behandlung und ihr ist alles Gute zu wünschen. Depression ist eine Scheiß Krankheit.

Versuche dir keine "Schuld" an dieser Situation zu geben. Auch wenn du deiner Ex Freundin natürlich helfen möchtest kann ich dir nur raten, den Fokus verstärkt auf dich zu legen.

Ich würde auch von deiner Seite aus keine Kommunikationsversuche starten. Frage dich, ob du mit so einer Krankheitsgeschichte dauerhaft umgehen und vor allem glücklich sein könntest. So hart es sich anhört, aber du hast prima Voraussetzungen auf ein erfülltes Leben  ohne  deine Ex Freundin. Wahrscheinlich geht es dir ohne sie sogar besser.

Sie hat mMn das massivere Problem, aber da kann ein Außenstehender auch nicht viel machen. Damit muss sie lernen selbst fertig zu werden und das wird sie auch, aber das ist ein (lebens-)langer Prozess.

Ich wünsche euch beiden und vor allem dir alles Gute.

LG


 

Hallo Lillith,

danke Dir. Das war sehr spannend eine Antwort aus der Sicht einer Betroffene zu lesen. Gerade diese Impulsive, fast schon kindliche Verhalten habe ich bei ihr sehr oft beobachtet. Freunde, die gestern noch die besten Menschen der Welt waren, sind auf einmal nicht mehr erwähnenswert, weil sie sich nicht so verhalten, wie von meiner Freundin erwartet. Ein Job, der vorher ein guter, sicherer Hafen war, ist auf einmal eine Zumutung, weil er stressig wurde.

Das sie in unserer Beziehung nicht glücklich war, kann natürlich sein, aber das will ich irgendwie nicht wahrhaben. Wir waren (und sind) immer sehr ehrlich miteinander und sie sagte mir noch während der Trennungsphase, wie glücklich sie mit mir gewesen ist und wie sehr sie mich liebt. Ich will ihr einfach nicht unterstellen, dass sie mich so dreist angelogen hat. Aber gut, vielleicht ist das auch das Klammern am Strohhalm. 

Was mir in der einöwchigen Trennungsphase aufgefallen war: Ich frage sie immer, ob sie sich trennen will. Ihre Antwort war „Ich weiß es nicht“, Dann fragte ich sie, ob wir zusammen bleiben wollen und ihre Antowrt war „Ich weiß es nicht“. Ich habe dann den Schlussstrich gezogen, nachdem mir eine Therapeutin dazu geraten hatte - ich musste die Therapeutin aufsuchen, um überhaupt zu verstehen, was hier vor sich geht.

Ob wir ein Comeback haben? Gute Frage, ich weiß es nicht. Dazu sollte ich jetzt auch die Chance nutzen meine Gedanken zu ordnen.

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1. September um 17:51

schlimm.... solange es ihr schlecht ging hat sie dich gebraucht....

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